Week 11 Rankings: Der Starcoach zu Carolina

Ron Rivera genießt unter den Mathleten mittlerweile einen legendären Ruf, verschenkte am Wochenende erneut einen praktisch eingetüteten Sieg, was nicht nur Keith Goldner in verlinktem Artikel bemerkte; in Bill Barnwells Montagskolumne ist Rivera Woche ein, Woche aus Stargast in der Rubrik „Thank You For Not Coaching“ – in bester Gesellschaften mit Strategen wie Pat Shurmur/CLE oder Chan Gailey/BUF.

Die Panthers verloren am Wochenende also wieder ein dominant geführtes Heimspiel, trotz 11pts-Führung fünf Minuten vor Schluss. Carolina ist weiterhin die massivste Ausreißertruppe. Das unten angeführte Power Ranking berücksichtigt nicht die schwachen Special Teams der Panthers, aber: Selbst dann ist Carolinas 2-8 Bilanz ein Witz.

Bis auf die beiden Spiele gegen die Mannings lieferten die Panthers anständigen Footballtruppen wie 2x TB, NO, ATL, SEA, DAL, CHI und WAS harte Kämpfe (alle Spiele innerhalb eines einzigen Scores, Punkteverhältnis 163:171) – und ist damit mitten im Rennen um den Top-Draftpick!

Die Rankings. Diesmal mit einer neuen Spalte (LW) für die Positionierung der Mannschaften letzte Woche, und nur noch zwei Nachkommastellen (aus Übersichtsgründen, war ein guter Lesertipp).

Rk  (LW)  TEAM              WP    E16   SOS   Rs   W-L
1    (1)  Denver           .73   11.7   .52   10   7-3
2    (2)  San Francisco    .73   11.7   .52   11   7-2-1
3    (3)  Houston          .67   10.7   .45   31   9-1
4    (4)  Seattle          .66   10.5   .54    5   6-4
5    (5)  Carolina         .62   10.0   .55    1   2-8
6   (11)  Atlanta          .58    9.2   .48   24   9-1
7    (6)  Detroit          .57    9.2   .50   17   4-6
8    (7)  Green Bay        .56    9.0   .51   13   7-3
9   (10)  N.Y. Giants      .54    8.7   .53    6   6-4
10  (14)  New England      .54    8.6   .50   18   7-3
11  (13)  Cincinnati       .53    8.6   .46   30   5-5
12  (21)  Washington       .53    8.5   .51   12   4-6
13  (12)  St Louis         .52    8.3   .54    4   3-6-1
14   (9)  Dallas           .52    8.2   .52    9   5-5
15  (19)  Pittsburgh       .51    8.2   .48   23   6-4
16   (8)  Chicago          .50    7.9   .53    7   7-3
17  (15)  Tampa Bay        .49    7.8   .49   20   6-4
18  (18)  Minnesota        .49    7.8   .50   16   6-4
19  (24)  N.Y. Jets        .48    7.7   .55    2   4-6
20  (25)  Buffalo          .46    7.4   .49   21   4-6
21  (16)  Miami            .46    7.4   .47   26   4-6
22  (22)  San Diego        .46    7.4   .47   27   4-6
23  (20)  Baltimore        .45    7.3   .47   28   8-2
24  (23)  Indianapolis     .45    7.1   .43   32   6-4
25  (17)  Philadelphia     .44    7.0   .49   19   3-7
26  (28)  New Orleans      .43    6.9   .51   15   5-5
27  (27)  Cleveland        .41    6.6   .48   22   2-8
28  (29)  Oakland          .38    6.2   .46   29   3-7
29  (30)  Tennessee        .38    6.1   .51   14   4-6
30  (26)  Arizona          .38    6.1   .54    3   4-6
31  (31)  Kansas City      .28    4.4   .48   25   1-9
32  (32)  Jacksonville     .25    3.9   .53    8   1-9

WP entspricht der Siegchance der jeweiligen Franchise gegen eine standardisierte, durchschnittliche NFL-Franchise, (LW) ist das Ranking von letzter Woche, E16 ist WP hochgerechnet auf 16 Spiele (WP*16 = E16), SOS ist der bisherige Strenght of Schedule, den dieses Modell für die jeweilige Franchise errechnet, Rs die Platzierung des Schedules, W-L die tatsächliche Sieg-Niederlagen-Bilanz jeder Franchise zum Ende der Woche 11.


Ein paar Anmerkungen zum Power Ranking:

  • Chicago wurde massiv von den 49ers gestutzt: nur 2.6 NY/A mit der eigenen Passoffense fabriziert, dafür 10.1 NY/A von 49ers-Backup Colin Kaepernick kassiert. Resultat: Die Bears fallen von 8 auf 16.
  • San Franciscos Offense sah mit Kaepernick in der zweiten Woche in Serie gut aus; diesmal lief Kaepernick auch nicht sofort los, wenn es brenzlig wurde – ein gutes Zeichen in Sachen Langzeitentwicklung. San Francisco ist nur noch 0.5% Siegchance hinter Denver zurück.
  • Jacksonville tritt überraschend trotz des tollen Auftritts in Houston auf der Stelle; hauptschuldig dafür ist die Pass-Defense, die QB Matt Schaub und WR Andre Johnson nichts entgegenzusetzen hatte.
  • Washington klettert nach einer fast perfekten Passvorstellung von Rookie-QB Griffin III weit nach oben; hervorzuheben ist vor allem der TD-Pass für Santana Moss – wie ich schon im Liveblog geschrieben hatte: gut und gerne 60yds in der Luft.
  • Atlanta klettert! Ich kann verstehen, warum. Die Zahlen von QB Ryan waren abseits der 5 INT (die werden nicht wieder vorkommen) durchschnittlich; dagegen würgte man indisponierte Quarterbacks der Arizona Cardinals nach Strich und Faden ab (1.5 NY/A).
  • Selbige Cardinals, die kurzsichtige Pundits nach deren 4-0 Start bereits hatten in die Top-5 hypen wollen, sind mit ihrer immer schon schwachen und immer schwächeren Pass-Offense mittlerweile in der Tebow-Zone angekommen: 4.7 NY/A.
  • Indianapolis wenig überraschend vom nächsten brauchbaren Gegner gestutzt (aber 4 Turnovers und 3 Return-TD machten daraus eine am Ende zu hohe Niederlage) – nach pythagoreischer Erwartung sind die Colts mit ihrer 6-3 Bilanz mittlerweile schon 2.3 Siege über ihrer Erwartung! In den Kommentaren vor zehn Tagen schrieb ein Leser, Buffalo, Kansas City, Tennessee seien Colts-Gegner auf oder leicht unter Colts-Niveau. Das Modell kann das bestätigen (alle bis auf Buffalo im untersten Viertel).
  • Heimliche Aufsteiger: Cincinnati, Washington, NY Jets, New Orleans (mittlerweile ziehen die horrenden Pass-Defense Zahlen von Saisonbeginn die Saints möglicherweise sogar zu weit nach unten)
  • Heimliche Absteiger: Chicago, Baltimore (!), Cardinals

Kalkulierte Prozentsätze

Letzte Woche war Excel 9-5 (insgesamt in dieser Saison 74-37, exakt 2/3). Im selben Zeitraum tippte ich exakt ebenso 74-37. Diese woche sind die Zahlen wie folgt:

HOME              %     AWAY               %
Detroit          40     Houston           60
Dallas           53     Washington        47
NY Jets          48     New England       52
Chicago          56     Minnesota         44
Cincinnati       72     Oakland           28
Cleveland        43     Pittsburgh        57
Indianapolis     53     Buffalo           47
Kansas City       8     Denver            92
Miami            29     Seattle           71
Tampa Bay        44     Atlanta           56
Jacksonville     38     Tennessee         62
San Diego        56     Baltimore         44
Arizona          39     St Louis          61
New Orleans      16     San Francisco     84
NY Giants        53     Green Bay         47
Philadelphia     31     Carolina          69

NFL Woche 11 – Notizblock Cardinals @ Falcons

Die Arizona Cardinals (4-5) haben am Sonntag nachmittag versucht, ihre Saison zu retten. Nach fünf Niederlagen in Folge besuchten sie die Atlanta Falcons (8-1) im Georgia Dome, die einen Sonntag zuvor ihr erstes Saisonspiel verloren haben. Spiele der Cardinals sind immer spannend. Die Defense ist aufregend gut, die Offense aufregend schlecht und die Spiele am Ende immer knapp. Wie es vorgestern lief, nach dem Klick.

Arizonas Defense hat ohne ihren besten Mann, DE/DT Calais Campbell gespielt und war trotzdem spektakulär gut. Am Ende hatte Atlantas Angriff 14 (!) Drives und produzierte gerade mal einen Touchdown und drei Field Goals. Dagegen standen sechs (!) Ballverluste, 5 Interceptions von Matt Ryan und ein Fumble von RB Jason Snelling. Den Unterschied im Score (23-19 Atlanta) hat ein Touchdown von DT Jonathan Babineaux nach einem Fumble Return gemacht.

Stats & more

Gamebook

Den Fumble hat QB Ryan Lindley nach einem Sack von John Abraham verloren. Ja, 6th-rd Rookie Ryan Lindley von San Diego State hat Quarterback gespielt. Head Coach Ken Whisenhunt hatte nämlich schon im ersten Viertel von John Skelton die Nase gestrichen voll (Kevin Kolb ist noch/wieder verletzt). Nach Ryans dritter Interception im 1st Quarter (!) waren die Cardinals das einzige Mal seit dem TD im Opening Drive (den RB LaRod Stephens-Howling ganz alleine bestritten hat) in der Nähe der Endzone, dort war Larry Fitzgerald mutterseelenallein und Skelton hat es geschafft, drei Meilen an ihm vorbei zu werfen.

Offensive Tackles haben wieder zwei Rookies gespielt; Bobby Massie rechts und Nate Potter jetzt das zweite Spiel in Folge links. Potter, 7th-rd pick, hat D´Anthony Battiste verdrängt. Der ehemalige Boise State Bronco hat einen unglaublich großen Körper, ist aber leider beweglich wie ein Kühlschrank. Aber hey: er ist tatsächlich besser als Battiste. Oder besser: er ist ein kleines bißchen weniger furchtbar.

Im Spiel, das Arizonas letzte Chance auf die Playoffs retten sollte, haben also auf der QB-Position und den beiden Tackle-Positionen drei Rookies aus der 6ten, der 4ten und der 7ten Runde gespielt. Wieso wurde der GM noch nicht gefeuert?!?

Natürlich war das Paßspiel spektakulär katastrophal. Auf dem Spielberichtsbogen standen nach vier Vierteln 41 Netto-Yards. 41! Der einzige Lichtblick in Arizonas „Offense“ war RB Stephens-Howling. Schon in der ersten Hälfte hatte er mehr als 100 Rushing Yards auf dem Tacho. Als Atlantas D in der zweiten Halbzeit nur noch ihn und sonst niemanden verteidigt hat, war alles aus. Die schockierendste Statistik ist vielleicht diese: fünf Drives begann Arizona in Atlantas Hälfte und das Ergebnis waren null First Downs und zwei Field Goals. Oder diese: sieben First Downs im gesamten Spiel. Diese Saison können die Cards abhaken.

Das ist besonders bitter, weil die Verteidigung so beeindruckend stark ist. Mit Campbell und ILB Daryl Washington haben sie zwei der besten 10 Verteidiger der Liga in ihren Reihen. Mit Patrick Peterson einen der besseren, an manchen Tagen sogar einen der besten Cornerbacks. Mit Sam Acho und O´Brien Schofield haben sie auch zwei junge sehr passable Pass Rusher auf den Außen (Schofield ist zur Zeit verletzt). Atlantas Offensive hatte aber auch gegen die Linie ohne Campbell riesige Schwierigkeiten. Darnell Dockett hat den Chef gegeben; daneben stach besonders sophmore David Carter heraus. Aber auch Dan Williams, Nick Eason und Opa Vonnie Holliday haben mit aller Macht versucht, Arizonas Chancen auf die Playoffs zu wahren. Am Boden hielten sie die Falcons bei 58 Yards aus 24 Läufen.

Atlantas Defense hatte nicht viel zu tun. Arizona war so schlecht, daß man gar nicht weiß, ob 178 Yards und 2 von 16 verwandelten 3rd Downs jetzt eine besonders gute Leistung war. Weil aber die Defense die Punkte gemacht hat, die am Ende für den Unterschied sorgten, sagen wir einfach mal: ja!

Atlantas Offense hat sich so durchgewurschtelt. Wie gesagt: mit 16 Punkten aus 14 Drives gewinnt man normalerweise kein Spiele. Mit sechs Ballverlusten schon mal gar nicht. So aber hat sich QB Ryan eines der schlechtesten Spiele seiner Karriere für genau den richtigen Gegner aufgehoben. Ein, zwei Interceptions waren auch ein wenig unglücklich, weil komisch abgefälscht. Aber die anderen waren einfach ungenau oder Folgen schlechter Entscheidungen. Jetzt kann sich Atlanta in Ruhe auf die Playoffs vorbereiten und bitte endlich mal an short yardage situations arbeiten.

College Football 2012/13 vor dem Rivalry-Weekend

Ich habe noch immer nicht ausgeweint, aber weil alles nix nützt, schon mal vorab die Vorausschau auf das Rivalry-Weekend, dem für die meisten Teams letzten Wochenende der Regular Season in dieser Saison. Die BCS wurde durch die Upsets am letzten Wochenende wüst durcheinandergeschüttelt, und steht in der Spitze gerade so:

 #1  Notre Dame       11-0
 #2  Alabama          10-1
 #3  Georgia          10-1
 #4  Florida          10-1
 #5  Oregon           10-1
 #6  Kansas State     10-1
 #7  Louisiana State   9-2
 #8  Stanford          9-2
 #9  Texas A&M         9-2
#10  Florida State    10-1

Ich werde im Laufe dieser sehr langen Woche noch genauer darauf eingehen, aber vorab schon mal die Ausgangslage.

#1 Notre Dame spielt auswärts gegen USC und ist mit einem Sieg im BCS-Finale. Eine Niederlage würde dagegen mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit das Aus bedeuten. Notre Dame, heuer schon mehrfach auch Pächter von Fortuna, kriegt ein weiteres „Break“: USC-QB Matt Barkley wird verletzt ausfallen.

#2 Alabama wird zuhause hoch gegen Auburn (3-8) gewinnen und ins SEC-Endspiel einziehen. Dort geht es am 1. Dezember gegen #3 Georgia. Georgia schätze ich an #3 für überbewertet ein. Die Dawgs sind potent, aber inkonstant, und profitierten primär von einem einfacheren Schedule gegenüber #4 Florida

… die an diesem Samstag zum innerstaatlichen Rivalen #10 Florida State („Sunshine Showdown“) müssen. So, und da wird es kompliziert.

Denn sollte Georgia am Samstag in einem Upset gegen Georgia Tech verlieren und nächste Woche trotzdem das SEC-Finale gegen Alabama gewinnen, könnte Florida tatsächlich noch an SEC-Champ und SEC-East-Champ vorbeirutschen. Unwahrscheinliches Szenario, klar, aber nicht ausgeschlossen.

Auf alle Fälle ist die erst vor acht Tagen abgeschriebene SEC vor den letzten beiden Spieltagen schon wieder mit 3 Teams in den Top-4 vertreten.

Pac-12: Das Rennen ist bizarr. Der Finalort in der Schwebe.

Die Situation in der Pac-12 ist vor dem letzten Spieltag wie folgt (nur Conference-Record eingeblendet):

Northern Division:

TEAM              CONF    OVR
Stanford           7-1    9-2
Oregon             7-1   10-1
Oregon State       6-2    8-2
Washington         5-3    7-4
Cal                2-7    3-9
Washington State   0-8    2-9

Southern Division:

TEAM              CONF    OVR
UCLA               6-2    9-2
USC                5-4    7-4
Arizona            4-4    7-4
Arizona State      4-4    6-5
Utah               2-6    4-7
Colorado           1-7    1-10

Der Thrill ist unübersehbar. #5 Oregon muss auswärts zu #15 Oregon State, und muss gewinnen und hoffen, dass dreieinhalb Stunden später #8 Stanford bei #17 UCLA verliert, um überhaupt noch in das Pac-12 Finale reinzurutschen (direktes Duell zählt für Stanford).

Nun ist aber UCLA bereits direkt qualifiziert für das Finale und kann sich prinzipiell seinen Gegner aussuchen und eventuell freiwillig gegen Stanford verlieren, um nicht auf Oregon treffen zu müssen. Zusätzlich hat die Pac-12 keinen fixen Finalort, sondern trägt ihr Endspiel im Stadion der Uni aus, die den besseren Conference-Record aufweist. Man könnte Verständnis dafür aufbringen, dass UCLA lieber nach Palo Alto fährt als nach Eugene…

… ist alles in dem Moment wurscht, in dem Oregon sein Spiel gegen Oregon State verliert. Dann kann UCLA mit einem Heimsieg über Stanford das Rematch nächste Woche in der heimischen Rose Bowl fixieren (man hätte dann das direkte Duell bei jeweils 7-2 gewonnen).

Oregon State ist auf alle Fälle draußen, weil es selbst bei optimalen Ergebnissen immer hinter Stanford liegen würde, das Oregon State und Oregon geschlagen hat.

Realistische BCS-Titelchancen hat primär wohl nur noch Oregon, für die aber alles, wirklich alles perfekt laufen müsste.

BCS-Restkaliber

#6 K-State dürfte nach der hohen Schlappe gegen Baylor froh sein, wenn es am nächsten Wochenende gegen Texas besteht und überhaupt die Big 12 Conference gewinnt und in die Fiesta Bowl einzieht. BCS-Finale ist wohl außer Reichweite gerutscht, auch weil es kein Big-12-Finale mehr gibt, in dem man seinen Schedule noch mal hätte aufbolstern können.

#7 LSU, #8 Stanford und #9 Texas A&M dürften aufgrund ihrer jeweils zwei Saisonpleiten höchstens noch eine theoretische Restchance besitzen und es bräuchte ein finales Wochenende wie 2007/08, als sämtliche Würfel fielen.

Größer, wenn auch nicht besonders groß, dürften die Hoffnungen der #10 Florida State Seminoles sein: Man spielt zuhause gegen #4 Florida und könnte sich mit einem Kantersieg profilieren. Allerdings wird man im ACC-Finale nach dem Rückzieher der Miami Hurricanes wohl „nur“ auf Georgia Tech treffen (nur: wenn GT gegen #3 Georgia ein Upset schaffen sollte, könnte das dem Schedule von FSU noch mal einen unverhofften Boost verschaffen).

Ist also noch vieles denkbar, wenn auch nicht alles wahrscheinlich.

Das Simple Rating System sieht übrigens für das Wochenende in genannten Spielen von Woche 13 folgende Spreads kommen:

HOME         AWAY          FAVORIT      SPREAD
USC        - Notre Dame    Notre Dame      1.6
Alabama    - Auburn        Alabama        32.1
Georgia    - Georgia Tech  Georgia        17.6
Florida St - Florida       Florida St      0.4
Oregon St  - Oregon        Oregon          6.2
UCLA       - Stanford      Stanford        0.1

Ja. FSU ist dank Heimvorteil gegen Florida favorisiert. Vier von den sechs direkt die BCS beeinflussenden Spielen innerhalb eines Scores erwartet.

Big Ten Conference

Gestern gaben die Maryland Terrapins ihren Wechsel in die reiche und traditionsreiche Big Ten Conference bekannt – wahrscheinlich wird Rutgers aus der Big East Conference noch folgen, was in anderen Conferences Dominosteine ins Fallen bringen wird. Für die B1G ein recht riskanter Move, Stichwort Verwässerung. Für die Terps und vor allem auch Rutgers mit seinem neuen Stadion sicherlich ein Upgrade.

Sportlich geht es am Wochenende um zwei Dinge: Wer wird Finalgegner von Wisconsin? Michigan und Nebraska sind Kopf-an-Kopf, aber Nebraska hat das direkte Duell gewonnen und mit @Iowa den einfacheren Gegner. Michigan muss dagegen zu Ohio State, und da wären wir beim zweiten Ding: OSU ist noch ungeschlagen und im AP-Poll mittlerweile an #4 gerankt. Für die BCS ist man „ineligible“, aber sollte Ohio State als einzige Uni ungeschlagen durch die Saison kommen, wie wahrscheinlich ist es, dass die Associated Press im Januar den National Title an Ohio State vergibt? (Wäre sportlich auch eher ein Treppenwitz, nachdem Ohio State im SRS z.B. trotz aller Siege nur an #19 gerankt ist)

Tennessee Volunteers

Die Tennessee Vols haben am Wochenende die Entlassung von Head Coach Derek Dooley bekannt gegeben. „Betonfrisur“ Dooley wird vor allem als underachiever in Erinnerung bleiben und als einer, unter dem immer wieder trotz guter Ansätze die Rückkehr der Vols in die obere Ebene des College Football verpasst wurde. Dooley wird mir aber vor allem wegen dieses einen Moments in Erinnerung bleiben, der seine kurze Amtszeit geprägt hat: Ein Moment, der hätte der „signature win“ werden können, sollen, müssen. Letzten Endes wird er aber dafür stehen, was Derek Dooley war. Gut, aber im entscheidenden Moment von allen guten und schlechten Geistern verlassen.