BCS-Play in 2012: SEC Finale #2 Alabama – #3 Georgia

[02h04] Ich zittere noch immer etwas, aber mit fast zufallenden Augen noch der Versuch einer kurzen Analyse. Jo, Alabama war die bessere Mannschaft in dem Spiel und hat auch durchaus verdient gewonnen. Insbesondere das Laufspiel der Crimsons war fantastisch (51 Carries, 350 (!) Yards, 3 TD) und fuhr phasenweise immer wieder über Georgia drüber.

Die Bulldogs hielten sich mit unwahrscheinlichen Aktionen im Spiel: INT in der EndZone, returnierter FG-Block zum Touchdown, etwas Glück beim Zeitmanagement des Gegners kurz vor der Pause. Georgia biss, und obwohl sie phasenweise abgewürgt waren, ließen sie nicht locker.

Das Ende ist dann durchaus bezeichnend für die starke, aber unglückliche Ära von Head Coach Mark Richt in Athens: Wirklich gut, aber im entscheidenden Moment geht dann immer etwas schief. Diesmal ein irrer Drive zum Spielende, und dann spielt man innerhalb der gegnerischen 10yds-Line einen überhaspelten Pass, wenn man per Spike locker hätte durchschnaufen können.

Nochmal: Alabama spielt zum dritten Mal in den letzten vier Jahren im BCS-Championship Game und wird gegen die noch ungeschlagenen Notre Dame Fighting Irish favorisiert sein. Mehr dann am 7. Jänner 2013, dem Endspieltag.

[01h55] Endstand Alabama 32, Georgia 28.

Alabama fährt nach Miami. Ich bin jetzt erstmal schweißnass, völlig fertig. Das war INSTANT CLASSIC, was für ein fantastisches Finish. Aaron Murray hatte die Bulldogs mit zwei wahnsinnigen Pässen (einmal für WR #12 King) tatsächlich an der gegnerischen 8-Yards-Line! Und dann, mit 14sek, anstatt zu spiken, wird ein Pass Murrays abgefälscht und der Wide Receiver dahinter ist nicht geistesgegenwärtig genug, um das Ei einfach abklatschen zu lassen. Ball fällt zu Boden, Spiel over.

[01h50] Keine INT – korrekte Entscheidung. Georgia lebt noch. 45sek to go. Murray trabt etwas blass um die Nase auf das Feld zurück.

[01h48] Instant Replay: Tiefer Ball, CB #28 Dee Milner macht einen artistischen „Catch“, wobei es nun Auslegungssache der Refs wird, ob es sich um eine Interception handelte.

[01h45] 68 Sekunden to go. Über 80 Yards.

[01h43] Punt und die Chance für Aaron Murray, zur Legende zu werden.

[01h42] Zwei Stops. Jetzt kommt das 3rd down – ein 1st down beendet das Spiel. Ein Stop gibt Georgia die Chance zum Comeback-Drive.

[01h39] Schwache Serie von Georgia, und sie müssen punten. Der Punt macht in meinen Augen keinen Sinn: Vierpunkterückstand, da tut ein Field Goal auch nicht soooo weh. Dafür haste nur mehr 2:17 to go, nur noch zwei Timeouts und wirst seit vier Stunden komplett überlaufen. Matchball Alabama.

[01h37] Völlig schwachsinnige Diskussion von Lundqvist und Danielson über den Sinn der 2pts-Conversion vorhin im dritten Viertel.

[01h34] Alabama 32, Georgia 28/Q4. Saban hat die Eier, beim 3rd-und-5 eiskalt auf den Lauf zu setzen (#4 Yeldon verwertet im Nachsetzen), und dann geht es tiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieffffff. Play-Action, fantastischer Ball in den Lauf von WR #9 Amari Cooper. 3:15 to go.

[01h27] Schneller Stop auch auf der Gegenseite, wo auch wieder mit NT #54 Jesse Williams gespielt werden kann. Alabama beginnt gleich in exzellenter Feldposition. 5:24 to go. Riecht ein wenig, als ob Alabama nun einen TD gebrauchen könnte…

[01h22] Dann dreht Georgias NT #6 John Jenkins auf, und an der Mittellinie stoppt Alabamas extrem lauffreudige Offense in der zweiten Halbzeit.

[01h11] Alabama 25, Georgia 28/Q4. Es geht rauf und runter. Langer Ball für WR #12 King (schöne Verarsche gegen die Defensive Backs, die QB Murray und King da betrieben), wuchtiger Lauf vom Freshman-RB Todd Curley über die Mitte zum TD. Steiles Spiel.

[01h04] Alabama 25, Georgia 21/Q4. Nochmal 7 Läufe für 75yds drauf und Alabama sieht plötzlich wie ein lockerer Sieger aus, der nur das Tempo mit seiner Offensive Line und den RBs Yeldon/Lacy höher schalten muss.

[00h52] Die hoch gelobte Georgia-Front 7 bisher übrigens mit 32 aufgegebenen Läufen für 222 Yards (6.9 Y/A). Georgia hält sich hier vor allem mit den Special Teams im Spiel.

[00h47] Alabama 18, Georgia 21/Q3. Yeldon, Yeldon, Yeldon, Yeldon. Alabamas explosivster Running Back springt für den verletzten Starter Lacy ein und zerlegt die Georgia-Defense in ihre Einzelteile, macht langen Lauf, TD und 2pts Conversion. Ze next Trent Richardson.

[00h39] Alabama 10, Georgia 21/Q3. Überschlagende Ereignisse: Eine PI gegen Georgia wird aus zumindest diskutablen Gründen nicht gegeben, weswegen Alabama Fieldgoal schießen muss. K #43 Smelley, unser Freund aus dem letztjährigen LSU-Alabama Spiel, aber dies‘ Jahr noch ohne Fehlkick, wird geblockt und ein erstaunlich schneller ILB #9 Alex Ogletree returniert zum TD.

[00h31] Das Knie des Jesse Williams soll brutal anschwellen – Rückkehr ins Spiel soll höchst fraglich sein, was für Alabama eine Schocknachricht sein muss.

[00h28] Wer übrigens am Dienstag Zeit und Lust auf Boise State hat: Das Broncos-Spiel in Reno gegen die University of Nevada verläuft faszinierend und erinnert frappierend an den instant classic von vor zwei Jahren mit dem großartigen Wolfpack-Duo Kaepernick/Taua.

[00h25] Alabama 10, Georgia 14/Q3. Der erste Georgia-Drive nach der Pause gehört zwei Leuten: WR #12 Tavaris King und RB #3 Todd Gurley. Georgia nutzt den verletzungsbedingten Ausfall von Alabamas „Tier“, NT #54 Jesse Williams, dem Super-Tackle gegen den Lauf, und überläuft Alabama in der RedZone locker.

[00h13] Saban gab im Halbzeitinterview übrigens seinen Fehler im Handling mit den Timeouts zu.

[00h07] Mich würde es wundern, wenn Quinton Dial für das BCS-Finale spielberechtigt wäre.

[23h46] Halbzeit Alabama 10, Georgia 7.

Unterirdisches Zeitmanagement von Nick Saban in den letzten Momenten dieser Halbzeit (ca. 15sek trotz 2 Timeouts verschenkt), das Alabama zumindest die Chance auf einen TD kosten. Ansonsten das Ende einer sehr spannenden, interessanten Halbzeit mit zwei Teams, die sich in Sachen Physis, Konzentration und Eier wenig schenken. Alabama wirkte im zweiten Viertel besser, hatte vor allem Georgias aus dem Tritt gekommenen Angriff locker im Griff – nun gilt abzuwarten, ob Georgia-QB Murray nach dem wirklich skandalösen Hit von #90 Quinton Dial fit ist.

[23h39] Tiefer Ball Murray, der von Safety #6 Clinton-Dix abgefangen und weit returniert wird, und dann kassiert Murray direkt vor den Augen eines Refs einen brutalen blindside-hit, für den ein Ndamukong Suh locker fünf Spiele gesperrt worden wäre.

[23h33] Alabama 7, Georgia 7/Q2. Für einmal starke Blockarbeit und starker Cut vom RB #42 Lacy, der per langem Lauf 1:59 vor der Pause ausgleicht.

[23h22] Immer wenn Lundqvist/Danielson alle zwei Minuten mit WWWWWWow!!!!!!!-Orgien aufwarten, haben wir Spielzug auf Spielzug auf Biegen und Brechen. Diesmal kann Alabama die Folgen eines fantastischen tiefen Catches von WR #9 Amari Cooper nicht nutzen, weil das Laufspiel über RB #42 Eddie Lacy in der RedZone immer zäher wird bzw. durch teilweise irre Tacklings gegen den Running Back in vollem Lauf abgebremst wird. Am Ende eine INT von Georgia-CB #19 Cummings bei einem schwachen Out-Wurf von QB McCarron.

[23h10] Der Schlagabtausch ist derzeit faszinierend. Georgia telegraphiert die Plays nun so früh durch, dass Alabama mit seiner Defense „nur noch“ glänzend tackeln und Pässe zu Boden schlagen muss. Da ist viel Physis im Spiel.

[23h06] Der locker 350 Pfund schwere NT #6 John Jenkins bricht stellvertretend für eine im Moment fassungslos aggressiv spielende Bulldog-Defense durch und bringt einen weiteren Bama-Drive zum Erliegen.

[23h00] Alabama 0, Georgia 7/Q2. FS #37 Lester kommt in die Box und wird just in dem Moment von QB #11 Murray verbrannt. Murray findet den völlig offenen TE #87 Jay Rome, und wir haben eine Führung des Außenseiters!

[22h54] SPEKTAKEL. Georgia gelingt ein toller Punt-Fake, die Bulldogs sind damit erstmals in richtiger Punktereichweite. Auch Bama hatte vorhin einen Puntfake probiert, war aber wegen eines delay of games gescheitert – beide Teams spielen hier auf Sieg.

[22h50] Mit Ende des ersten Viertels scheitert Georgia wieder mit einem langen dritten Down knapp außerhalb von Scoring-Range. Das Spiel ist noch ein Suchen und Nichtfinden für beide Teams, wobei in der Tat Georgia den etwas besseren Eindruck bisher abgibt.

[22h36] Alabamas Defense schaltet zum rechten Zeitpunkt einen Gang höher und DE #47 Xavier Dixon gibt die Abrissbirne gegen QB #11 Aaron Murray, der zum dümmsten Zeitpunkt einen Sack kassiert – FG wird dadurch zu lang und geht aus 50yds rechts daneben.

[22h27] Erstes Big Play im Spiel: OLB #29 Jarvis Jones – ein kommender hoher Draftpick – schlägt QB McCarron das Ei aus der Hand – DE #45 Robinson recovert den Fumble, Georgia beginnt in der Platzhälfte Alabamas.

[22h16] Viel swagger bei Georgias Defense in der ersten Abwehrserie: Die komplette Unit geht außerordentlich aggressiv zu Werke – kann auch nach hinten losgehen, wie bei einem langen Pass für #22 Jones. Serie wird dann aber schnell gestoppt.

[22h09] Saban soll seine Spieler – as always – volle Kanone gedrillt haben auf Fokus, Fokus, Fokus (Prügel, wenn sie es jetzt noch nicht verstanden haben), während Georgia-Coach Mark Richt – as always – eher eine lange Leine gelassen haben soll.

[22h06] Viele halten Georgia vom verfügbaren Spielermaterial auf Augenhöhe mit Alabama, und der Grund, weswegen Alabama als Favorit gilt, ist Coach Nick Saban.

[21h57] Im Georgia Dome geht es gleich los. Die ausführliche Vorschau gibt es hier nachzulesen.

19 Kommentare zu “BCS-Play in 2012: SEC Finale #2 Alabama – #3 Georgia

  1. Das Spiel ist bis dato ein Hammer! Mal schauen wie es weiter geht, aber das es knapp bleibt ist wohl klar. Vor allem die O-Line von Bama muss stabiler werden.

  2. So schwachsinnig ist die Diskussion über die Two Points Conversion nicht gewesen. Der Punkt war zum Schluss entscheidend, dass Georgia nicht wenigstens die Overtime erzwingen konnte.

    Ändert nix am Super Spiel. Ich hätte persönlich lieber Georgia gesehen (nicht immer Bama) aber nützt ja nix. BCS Final wird jetzt ein Klassiker.

  3. @ricky_toe: Gary Danielson argumentierte in diesem speziellen Fall aber damit, dass bei gescheiterter 2pts-Conversion der Zwischenstand drei Minuten vor Schluss 30-28 gewesen wäre.

    Das ist Unsinn, denn in jedem Spiel, in dem nicht Pat Shurmur die Plays ansagt, geht ein Coach in diesem Moment eben nochmal auf die 2pts-Conversion, um einen Dreipunktevorsprung zu erspielen.

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