A Football Life: Barry Sanders, Greatest of All Time

Heute Nacht um 02h wird es einen weiteren Teil der NFL-Network-Serie A Football Life geben, und die Hauptfigur wird der Running Back der Running Backs sein: Barry Sanders, der Mann, der in den 1990ern die Gesetze der Physik neu schrieb und der für die ergiebigsten Highlight-Clips aller NFL-Spieler aller Zeiten gesorgt hat. Barry Sanders wurde 1989 von den Detroit Lions gedraftet und pulverisierte dort zehn Jahre lang hinter einer inexistenten Offensive Line sowie mit ständig wechselnden Quarterbacks und Coaches viele, viele Rekorde – bis auf den ewigen Rushing-Rekord, vor dessen Erreichen er vor lauter Frustration über das Müllteam Detroit zurücktrat. Superbowl holte er dort nie einen, aber mit seiner bescheidenen, demütigen Art und seinem nie mehr erreichten Spielstil sicherte sich Barry Sanders seine Nische und seinen Platz in den Herzen der Footballfans.

Ich bin nicht umsonst Fan der Detroit Lions geworden. Ich habe Barry Sanders nie live spielen sehen, aber diese unmöglichen hasenfüßigen Haken in den Highlight-Reels machten mich auf das Lions-Trikot und die Lions-Franchise aufmerksam. Ich konnte mich bis heute nicht von dessen schwebenden Füßen losreißen – und ich verstehe die Faszination und die Begeisterung, mit der viele Leute, nicht bloß Lions-Fans, noch von diesem Running Back schwärmen.

Noch heute steht die komplette Radio City Music Hall Ovation, wenn Barry Sanders am Pult beim NFL-Draft den nächsten Draftpick der Detroit Lions verkünden darf.

Ab 02h, und ich hoffe, es wird danach wieder ins GamePass-Archiv gestellt.

Recap – Redskins vs. Giants, Week 13

Oder: Warum Playoffs mit RG3 kein unerreichbarer Traum mehr sind.

Die Washington Redskins sind nach einem spannenden, vor allem in der ersten Halbzeit gutklassigen Monday Night Game zurück in der Wildcard-Verlosung, und haben mit 6-6 nur noch ein Spiel hinter den divisionsführenden New York Giants (7-5) zurück – bei ausgeglichenem direkten Duell und Führung im zweiten Tie-Breaker (WAS ist 3-1 in der Division, NYG 2-3). Weiterlesen

NFL-Power Rankings nach Woche 13

NFL-Woche 13 hat uns mit gleich zwölf Spielen innerhalb von einem einzigen Scoring-Drive (max. 8 Punkte) beschert, und damit einen standesgemäßen Auftakt in den Saison-Endspurt. Das Monday Night Game werde ich mir noch im Lauf des Tages kurz vornehmen, aber es gab da noch ein anderes interessantes Spiel, das ich mir gestern Abend reingezogen habe: San Diego ChargersCincinnati Bengals, zwei Franchises, für die ich aus unerfindlichen Gründen immer einen weichen Fleck habe. Es mag an den Coaches liegen, Norv Turner und Marv Lewis, beide berühmt-berüchtigt für ihr Laissez-faire-Playcalling.

Vor deutlich gelichteten Rängen im Qualcomm-Stadium zeigte sich mal wieder die zurückhaltende Seite der beiden: Cincinnati kickte Field Goals aus 19yds (1yds-Line) und 24yds (5yds-Line), San Diego kickte zweimal aus 20yds (2yds-Line). Wenn man Cincinnatis 24yds-Kick noch mit etwas gutem Restwillen verteidigen will (Spielstand war spät im Schlussviertel 17-13), so sind die anderen drei Calls Tritte in die Magengrube.

Zwei andere Bemerkungen zu den Bengals: Waren Andy Dalton und A.J. Green verletzt oder warum setzte man 60 Minuten lang so heftig auf ein bis dato unterdurchschnittliches Laufspiel um RB BenJarvus Green-Ellis? Und: Vielleicht war’s wurscht, denn die beiden Abrissbirnen, Struwwelpeter-DT Domata Peko und DE Geno Atkins, pulverisierten die Blocker der Chargers ein ums andere Mal. Vor allem Atkins entwickelt sich zu dem, was man in Detroit von Ndamukong Suh erhofft hatte: Ein kompletter, dominierender Eckstein einer Defensive Line.

Cincinnati hüpfte mit dem lebenswichtigen Auswärtssieg damit im Power-Ranking auf Platz 6 nach vorne – man bedenke, dass die Rankings idiotische Entscheidungen wie Field Goals aus gefühlt drei Yards nicht berücksichtigen.

Die Rankings. Weiterlesen