Goldener Sonntag, 19h live

Das aktualisierte Playoffbild gibt es nun im Folge-Artikel: Eintrag um 22h56 zu den Playoffbildern.

[22h41] Endstand Dallas 31, New Orleans 34/OT. Drin. Dallas bleibt theoretisch am Leben, aber es wird nicht einfacher. Und damit ohne Verschnaufen zum Baltimore-Giants-Spiel, wo ich vielleicht noch kurz auf die veränderte Ausgangslage eingehen werde.

[22h40] Oder doch. K Hartley nun mit einem 20yds-Versuch zum Sieg.

[22h38] New Orleans kommt an den Ball. Pass für WR Colston, dem wird der Ball seeeehr früh aus der Hand geschlagen. Ball hüpft und die Hasen sind auf Ballfang. TE Graham kriegt den Ball. Refs geben per Review aber den Cowboys an der DAL 2 den lebenswichtigen Turnover! Letzerer Call kann lt. FOX/Pereira nicht umgeändert werden!

[22h30] Dallas hat in der Overtime zuerst das Ballrecht, kann per TD das Spiel gewinnen und den Redskins nachziehen.

[22h27] Falls sich jemand fragt, warum die Rekordjagden diverser Offensiv- und Defensivspieler auf diesem Blog kaum Beachtung finden: Die Antwort hat ein anderes Blog vorweggenommen.

[22h22] DAL 31, NO 31/Q4 0:15. Tony Romo bringt das 14pts-Comeback tatsächlich zustande und findet im 4th down WR Miles Austin im Eck der Endzone. Die Cowboys leben also noch!

[22h19] Endstand Cincinnati 13, Pittsburgh 10. Bengals sind damit durch, und sofort ab in eine elektrisierende Schlussphase in Dallas.

[22h18] Zeit für eine Art bluegrass miracle nun. PIT an der eigenen 28, 3sek.

[22h17] Auf unserem Friedhof herrscht bessere Stimmung als gerade im Heinz Field, das schon eine Minute nach dem Sieg(?)-Kick der Bengals halbleer ist.

[22h15] Cincinnati 13, Pittsburgh 10/Q4 0:04. Wenn nicht noch ein gewaltiges Wunder geschieht, sind die Bengals zum zweiten Mal in Serie in den Playoffs und wir haben unser AFC-Sextett. Cincy noch mit Chancen auf den Divisionstitel, wenn nachher Baltimore daheim gegen die Giants verliert.

[22h13] Gefangen! WR A.J. Green an der PIT 25. Timeout mit 6sek, Matchball für Cincinnati.

[22h12] Pass Roethlisberger tief, INT S Reggie Nelson! Nelson sprang in die Zone, returnierte, nun fehlen 10-20yds. 14sek bleiben, 1 Timeout.

[22h10] Aus einem 2nd-und-1 nix gemacht und gepuntet: Bengals-Football gegen Pittsburgh. Und dann begeht in der Defense Rookie OLB Vontaze Burfict ein hirntotes „defensive delay of game“, das den Steelers enorm helfen dürfte.

[22h08] KC-IND. Nächster Freak-Sieg für die Colts (20-13 in Kansas City) und damit tatsächlich die Playoff-Qualifikation für die Colts (10-5  Bilanz). Ein Blick auf das Stats-Sheet hätte zirka ein 27-7 für Kansas City vermuten lassen, aber die Chiefs begingen 3 Turnovers (Colts 0). Gratulation nach Indianapolis.

[22h06] Same procedure auf der anderen Seite: 1:49 vor Schluss ist ein 54-Yarder ca. drei Yards zu kurz. Cincinnati nun mit einem halben Matchball.

[22h00] Minnesotas RB Adrian Peterson mit nur 86yds, braucht nun 205yds für den NFL-Rekord. Viel, viel wichtiger: Minnesota schaffte tatsächlich die Sensation und gewann im Reliant Stadium zu Houston.

[21h57] Endlich mal ein halbwegs gescheiter Drive der Bengals, der dann knapp außerhalb der FG-Reichweite im Heinz-Field stoppt… aber Marv Lewis lässt aus 56 YARDS kicken! Kick natürlich viel zu kurz, und nun starten die Steelers in exzellenter Feldposition.

[21h48] Die Misere der Offenses geht weiter: Den Steelers helfen nicht mal üble Strafen der Bengals, um den Drive in Punktereichweite zu bringen. Gemeinsam haben die beiden Offenses 5 von 25 (!) 3rd downs verwertet.

[21h39] Wieder keine 3rd down-Conversion, diesmal für Cincinnati (sind nur 3/12 in dritten Versuchen), und noch mehr: CB Cortez Allen fängt den an der Seitenlinie abgefälschten Ball zu einer spektakulären INT ab; so ein ähnliches Play hatten wir vor zwei Jahren im College bei Oklahoma State-Oklahoma.

[21h33] Meine Fresse, wieder 3rd down für Pittsburgh, wieder prügelt DT Aktins drei Blocker aus dem Weg und schießt Roethlisberger gnadenlos ab; Sack und Roethlisberger humpelt bedrohlich. (ein Fumble Roethlisbergers war auch dabei)

[21h29] Kaum ist etwas Schwung da, fumbelt analog zum gestrigen Lions/Falcons-Spiel der beste Offensivmann (WR A.J. Green) den Ball weg; dumm gelaufen für Cincinnati, und auf Steeler-Seite hält sich OLB #92 Harrison den Unterschenkel. Turnover Bengals, Steelers beginnen in aussichtsreicher Position.

[21h24] Ende drittes Viertel. Ein sensationelles Play des polynesischen Freaks, S Troy Polamalu wird durch eine schöne Completion für WR #12 Hawkins im nächsten Play wertlos. Cincinnati mit dem ersten 1st down seit gefühlten Ewigkeiten.

[21h20] Das Pendel ist ausgangs des dritten Viertels wieder im Gleichgewicht, nachdem Pittsburghs Dominanz nun nachgelassen hat und vor allem in dritten Versuchen selbst kurze Versuche schnell abgewürgt werden. Pittsburghs Laufspiel sieht kein Land.

[21h12] KC-IND. Die Chiefs sind prinzipiell die bessere Mannschaft, killen sich aber immer wieder mit einfachen Turnovers und Strafen zu dummen Zeitpunkten. Spiel steht 13-13 und die Colts dürften auch vom Ergebins in Pittsburgh profitieren, aber die Vorstellung ist ziemlich dürftig.

[21h10] PIT 10, CIN 10/Q3. Paar schnell improvisierte Roethlisberger-Pässe, und dann geigt in der EndZone vor allem DT Geno Atkins auf und lässt die Pocket auf dem Niveau kollabieren, dass Atkins noch in der Defensivspieler-des-Jahres-Diskussion am Eck rumhängen dürfte.

[21h00] Interessante Entscheidung von Marv Lewis: CIN an der PIT 33 mit einem 4th und 22. Im notorisch schlechten Kicker-Stadion Heinz Field lässt Lewis ausspielen, und WR AJ Green fängt einen sensationellen Pass zum 1st down… fast. Die Ferse des zweiten Fußes war aus dem Spielfeld. Aber auf alle Fälle eine mutige Entscheidung des Marvin Lewis.

[20h47] Diskussionswürdige Challenge des Mike Tomlin, der eine knappe 1st down-Entscheidung anfechtet (bei Erfolg wäre es 3rd-und-inches). Da hat Bill Barnwell morgen dann auch was zum Schreiben.

[20h44] KC-IND. Chiefs verkürzen durch 86yds-Explosion durch den aufregendsten aller NFL-Runningbacks, Jamaal Charles.

[20h43] Eigentlich vielversprechende Situation für Pittsburgh, aber dann pulverisiert DT #97 Geno Atkins im dritten Versuch die komplette Offensive Line der Steelers, bringt Roethlisberger zu Fall, und statt 47yds FG muss Pittsburgh punten: 17yds Netto-Raumgewinn durch den Punt…

[20h34] Halbzeit DAL 14, NO 17. Gefühlt das „richtige“ Halbzeitergebnis, da die Saints doch Großteile der Partie kontrollierten, sich aber durch zwei brutal lange Plays für WR Dez Bryant und eigene verschossene Fied Goals selber in Kalamitäten brachten. Etwas vom Glück zurück gab es für die Saints, als kurz vor der Pause eine mögliche INT in der Endzone nicht gefangen wurde.

[20h26] Halbzeit Pittsburgh 7, Cincinnati 10. Abwehrorientierte Schlacht da im Heinz Field. Cincinnati probiert es bevorzugt über mittellange Bällem bekommt aber insbesondere WR AJ Green nicht richtig ins Spiel und hat überhaupt kein Laufspiel. Pittsburgh versucht verzweifelt, TE Heath Miller ins Spiel zu bringen, aber ich kann mich an nur eine Reception für Miller erinnern.

[20h18] PIT 7, CIN 10/Q2. Pump-Fake Roethlisberger, zwei Tippelschritte von WR #84 Antonio Brown gegen CB Pacman Jones und schon ist Brown zirka zehn Yards offen und kann zum 60yds-TD durchlaufen. Nicht gut (bzw. zu aggressiv) gemacht von Pacman, der eigentlich wissen sollte, dass man eine Minute vor Halbzeit lieber die Out-Route kassieren sollte als den Receiver innen durchlaufen zu lassen.

[20h16] PIT 0, CIN 10/Q2. WR Jones kann 1:57 vor Halbzeit das Ei in der Endzone nicht festhalten, Cincinnati kann „nur“ auf 10-0 erhöhen.

[19h59] Wir sind mittlerweile im zweiten Viertel in Pittsburgh, und CIN führt 7-0 durch INT-Return durch den rekonvaleszenten CB Leon Hall.

[19h21] Während sich der Beginn in Pittsburgh noch etwas zäh gestaltet, schonmal der Verweis auf die Analyse des gestrigen Samstagsspiels Detroit-Atlanta von Herrmann.

[19h03] Liveblogging wird in der Anfangsphase etwas sporadisch sein, aber ich mache derweil schonmal den Eintrag auf. Heute um 19h folgende Partien:

  • Dallas – New Orleans
  • Green Bay – Tennessee
  • Kansas City – Indianapolis
  • Miami – Buffalo
  • Tampa Bay – St Louis
  • Carolina – Oakland
  • Tebow – San Diego
  • Jacksonville – New England
  • Houston – Minnesota
  • Philadelphia – Washington
  • Pittsburgh – Cincinnati

NFL Notizblock Woche 16 – Falcons@Lions

Wie immer zur Weihnachtszeit fand das letzte Monday Night Game der Saison 2012 an einem Sonnabend statt. Die Atlanta Falcons (12-2) wollten den Nr. 1 seed der NFC ein für allemal eintüten. Für die Hausherren der Detroit Lions (4-10) ging es nur noch darum, ob ihr Superstar Megatron den Rekord für Receiving Yards in einer Saison dem ewigen Jerry Rice entwinden kann. Was davon geklappt hat, nach dem Klick.

Um es kurz zu machen: es ist beides aufgegangen. Die Falcons gewannen und haben den no.1 seed sicher. Währenddessen brach Detroits Calvin Johnson schon eine Woche vor Toreschluß den Rekord aus der Saison 1995 und geht nun in Woche 17 auf die Jagd nach der ersten 2000-Yard-Saison eines WR.

Nicht nur wegen Megatrons 225 Yards hatte man gestern den Eindruck, daß diese Detroit Lions das beste 4-und-11-Team aller Zeiten sind. Wie so oft in dieser Saison konnte Detroit relativ problemlos mit einer der besten Mannschaften der Liga mithalten. Und das obwohl die Offense ohne die WRs Nr.2, 3 und 4 sowie ohne TE Brandon Pettigrew antreten mußten während auch die Secondary aufgrund von Verletzungen kräftig durchgeschüttelt wurde.

Die Schwachstellen der Lions waren mal wieder in der Redzone und bei den Ballverlusten zu finden. Fast 200 Yards betrug der Vorsprung in Sachen Raumgewinn; aber durch zwei Fumbles, eine Interception und nur Field Goals in der Redzone hatte Detroit in der einzigen wirklich wichtigen Statistik das Nachsehen: Falcons 31 Punkte, Lions 18.

Atlantas QB Matt Ryan auf der anderen Seite hat nochmal versucht, sich ins Gespräch um die MVP-Trophäe zu bringen. In ersten Halbzeit spielte der nahezu fehlerfrei und vervollständigte 15 von 16 Paßversuchen für 184 Yards und drei TDs. Die WRs Roody White und Julio Jones unterstützen Ryan dabei nach Kräften und sollten spätestens nach dieser Vorstellung allen potentiellen Playoff-Gegnern schlaflose Nächste bereiten.

Es gibt überhaupt kaum Mannschaften, die diesen Falcons überlegen sind. Die Mannschaft von HC Mike Smith wird trotz 13 Siegen nicht so recht ernst genommen von den pundits – zu Unrecht meiner Meinung nach. Die Defense ist grundsolide, hat einen sehr guten, erfahrenen und kreativen DC in Mike Nolan und playmakers on all levels.

Auf der offensiven Seite gibt es nur eine Schwachstelle, die auch gegen Detroit wieder zu Tage trat: das mäßige Laufspiel. Wenn man aber einen der besten QBs der Liga hat, zwei der besten WRs und Tony Gonzalezzzzzz, muß man vor niemandem Angst haben. Dazu jetzt noch der Heimvorteil in den Playoffs und der ganz große Durchbruch für Smith und Ryan liegt in Reichweite – sie müssen jetzt nur noch zugreifen.

NFL-Week 16, TV-Guideline

Bevor es losgeht: Die NFL gibt für dieses Wochenende den NFL-Gamepass gegen Anmeldung komplett frei; wer allerdings nicht mehr als gratis testen möchte, der sollte bis 26.12.2012 das „Abo“ kündigen, ansonsten wird automatisch verlängert. Ebenso gibt es nun die Möglichkeit, den „Playoff-Pass“ bis zur Superbowl zu akquirieren (Preis bei mir, ITA: €49,99). Alles unter diesem Link. Wollt‘ ich nur gesacht haben.


Wir sind am Zeitpunkt, an dem alle Spiele direkte (Siege, tie-Breaker) oder indirekte (Strength of Schedule, Strength of Victory) Playoff-Implikationen haben, die nun im Gegensatz zu früheren Saisonphasen greifbarer werden. Die komplizierte Situation habe ich am Donnerstag versucht darzustellen. Bei vielen Partien weiß man wegen des komplizierten Punktestandes aber selbst in Woche 16 noch nicht so recht, was man hat. Wichtig wird deswegen heute im Zuge der Übertragungen auch, die regelmäßigen Updates der TV-Kommentatoren mit wachem Geiste aufzunehmen, denn die haben (im Regelfall) mehr Rechenpower im Hintergrund als wir. Die Live-Spiele heute:

ESPN America und SPORT1+:

So, 19h    Pittsburgh   - Cincinnati 
So, 22h25  Baltimore    - N.Y. Giants 
So, 02h20  Seattle      - San Francisco

PULS4 bringt ab 22h35 Baltimore – NY Giants. Wenig Auswahl diesmal also – aber es ist in der Tat auch nicht sooo viel Prickelnderes an Spielansetzungen da.

ESPN-Tapes in den nächsten Tagen:

Mo, 13h30  Philadelphia - Washington
Mo, 16h    Dallas       - New Orleans
Di,  9h    Seattle      - San Francisco
Mi, 10h30  Pittsburgh   - Cincinnati
Mi, 13h    Baltimore    - N.Y. Giants

Heute Abend live im TV

Drei Partien stechen heraus. Dank der Steelers-Niederlage letzten Sonntag in jenem hochklassigen NFL-Spiel in Dallas ist übrigens auch das mögliche „amerikanische Gijon“ (Ergebnisabsprache Steelers/Bengals) vom Tisch.

Pittsburgh – Cincinnati. Denn: Unabhängig vom Ausgang der Ravens-Partie kann sich Pittsburgh (7-7) keine Niederlage und vor allem kein Remis mehr leisten. Mit einem Sieg dagegen wären die Steelers in exzellenter Position auf den #6-Seed in der AFC, müssten dann nur noch nächste Woche daheim gegen die Browns gewinnen. Cincinnati (8-6) ist mit einer Niederlage heute auf Gevatter Hoffnung nächste Woche angewiesen (PIT müsste dann daheim gegen CLE verlieren, weil man alle tie-Breaker, auch three-way-tiebreaker gegen PIT und BAL verlieren würde).

Baltimore – New York Giants. Vielleicht die wichtigste 22h25-Partie, weil sie die Seeds #4 und #6 in AFC und NFC massiv beeinflusst. Die Ravens (9-5) wackeln bedrohlich und könnten wie übrigens auch die Giants (8-6) bei einer heutigen Niederlage nächste Woche noch komplett aus den Playoffs fliegen (edit: ist, wie ich am Donnerstag bereits erklärt hatte, natürlich falsch; thx an Whistler82 für die Anmerkung)). Auf der anderen Seite ist Baltimore mit einem Sieg sicherer Divisionssieger (und somit sicher AFC #4), weil man dann auf alle Fälle den tie-Breaker mit CIN gewinnen würde, unabhängig vom Ausgang des direkten Duells nächste Woche.

Ich habe keine Ahnung, was vor diesem Spiel zu erwarten ist: Die Ravens sorgten zuletzt mit der überflüssigen Entlassung von Cam Cameron für hausgemachte Verwirrung, scheinen die „richtigen“ Probleme, eine windelweiche Front-Seven, zu verkennen. Viele sind skeptisch, ob die geplante Rückkehr von MLB Ray Lewis Abhilfe schaffen wird. Und die Giants sind eh in all ihren Units Wundertüten.

Seattle – San Francisco. Durch den gewaltigen 49ers-Triumph in New England hat das Westküstenduell SEA-SF an Thrill verloren, da Seattles Chancen auf den Divisionssieg nur noch theoretischer Natur sind. So bleibt das größte Ziel in dem Spiel auf Seiten von San Francisco: Sicherung des #2-Seeds, und dafür kann man sich höchstwahrscheinlich keine Pleite erlauben.

Da ist Seattle kein guter Gegner für: Die Seahawks gelten als extremst heimstark (u.a. 7-0 dieses Jahr) und prügelten schon Teams wie Green Bay (harhar, Tate) und New England nach Hause. Jetzt also San Francisco und damit die nächste Chance zu beweisen, dass man „for real“ ist – etwas, wovon dieses Blog längst überzeugt ist (u.a. wegen des hohen Power Rankings), das aber in den amerikanischen Massenmedien noch etwas anders durchklingt, von wegen gut, hmmm, ja, aber nur zu Hause, ähh, ja schon gut für ein Upset, reicht ja soo grad für Einpunktsiege und geschenkte… Vielleicht ist San Francisco ja auch die Chance für den famosen QB Russell Wilson, sich mit einer Topleistung noch in eine ernsthafte Diskussion auf den Rookie-des-Jahres-Preis einzuklinken.

ESPNA-Tapes

 Philadelphia – Washington. RG3 soll fit genug für einen Einsatz sein, und für Washington ist das wichtig, denn ein Sieg wird dringend benötigt. Vor ein paar Wochen im „Hinspiel“ verbrannte RG3 einen aufgescheuchten Hühnerhaufen mit Übernamen „Eagles-Defense“ – mal schauen, ob dort die Disziplin diesmal etwas besser sein wird.

Dallas – New Orleans. Eine Woche nach dem Klassiker gegen Pittsburgh, einem der besten Spiele in dieser Saison, sehen sich die Cowboys nun mit den Saints konfrontiert, keine leichte Aufgabe: Das Passspiel der Saints ist immer noch exzellent, und für Dallas ist das Spiel must win. Werden sie dem Druck standhalten? Wird Jason Garrett wieder in der Crunchtime mit gefährlichen Entscheidungen durchkommen?

Tipps

DALLAS – New Orleans
GREEN BAY – Tennessee
Kansas City – INDIANAPOLIS
MIAMI – Buffalo
TAMPA BAY – St Louis
CAROLINA – Oakland
Jacksonville – NEW ENGLAND
Baltimore – NY GIANTS
HOUSTON – Minnesota
Philadelphia – WASHINGTON
PITTSBURGH – Cincinnati
DENVER – Cleveland
Arizona – CHICAGO
NY Jets – SAN DIEGO
Seattle – SAN FRANCISCO

Las Vegas Bowl 2012: Boise State Broncos – Washington Huskies live

[00h59] Endstand Boise State Broncos 28, Washington Huskies 26.

Hartumkämpftes, aber auf sehr gutem Niveau stehendes Footballspiel, das so oder so hätte ausgehen können. Bei der Einordnung der Broncos 2012/13 fühle ich mich rückwirkend bestätigt, auch wenn heute die Offense einen Tick mehr und die Defense (v.a. Lauf-Defense) einen Tick weniger gezeigt hat als ich vielleicht erwartet gehabt hatte. QB Joe Southwick mit einigen sehr guten Plays, aber dann werden immer wieder einfache Würfe überworfen oder offene Leute übersehen. Huskies-QB Keith Price musste viele Prügel einstecken, hielt sich dafür aber erstaunlich gut bis ins Schlussviertel hinein, strahlte aber insgesamt zu wenig Souveränität aus.

Enttäuschend war das Boise-Laufspiel: RB D.J. Harper war jahrelang einer meiner Favoriten: Geduldig, agil, mit den Cuts im richtigen Moment. Eigentlich ein guter NFL-Back. Eigentlich. Denn die vielen schweren Bänderverletzungen werden dem einen Strich durch die Rechnung machen, und die heutige Vorstellung war auch nicht sooo berauschend.

Am Ende ist es etwas „vindication“, dass Boise State ausgerechnet durch ein Field Goal gewann, oder?

[00h54] Da hat der SRS-Spread sehr gut getroffen: Er hatte 1.5pts prognostiziert.

[00h52] 14 Sekunden vor Ende springt einer der jungen Safetys im Broncos-Backfield in einen Pass. Interception, Boise gewinnt die Las Vegas Bowl zum dritten Mal en suite.

[00h48] Boise State 28, Washington 26/Q4. Geister bleiben im Schrank. K Frisina versenkt 76sek vor Schluss zur Führung. Ein Timeout und 76sek – yup, das ist College-Football, aber es ist definitiv machbar. Allerdings muss Washingtons Offensive Line nun bei mehr „tiefem“ Spiel länger gegen den Pass Rush halten.

[00h42] Nach einem sehr, sehr zweifelhaften „Nicht-Measure“ der Refs bei einem alles andere als eindeutigen 4th-down-und-1 für Boise haben wir FG-Reichweite. Zeit, schon mal die Geister der letzten Jahre zu rufen…

[00h39] KR #11 Shane Williams-Rhodes, ein Winzling vor dem Herrn (Körpermaße sind augenmaßgeschätzte 1,23m bei 38kg) mit einem sensationellen Kickreturn an die WASH 42. Das ist sowas wie ein halbes Matchball für Boise und Southwick…

[00h36] Boise State 25, Washington 26/Q4. Wieder ein mit Hängen und Würgen gestoppter Drive der Broncos nahe der RedZone, allein: Diesmal versenkt K Coons aus 38yds zur Führung für die Huskies. 4:05min verbleiben.

[00h23] Mutige Plays der Broncos, die mehrmals tief gehen, u.a. bei einem dritten Down (scheiterte). Im Anschluss mutiert QB Southwick zum Ersatzpunter, platziert das Ei an der 3yds Line.

[00h17] Schöner Drive der Huskies, die 3rd down auf 3rd down auf 3rd down verwerten und sich nicht von den verschiedenen Aufstellungen der Boise-Defense durcheinander bringen lassen. Und sie haben, man sieht es an den Gesichtern, Spaß dran. Der Spaß vergeht bei einem Sack in der Nähe der RedZone, und dann verkickt K Coons ein 41yds FG (rechts vorbei). Es wäre die Führung gewesen.

[00h07] Diesmal tut sich Boises Offense aus Mangel an Zeit für QB Southwick schwer, das Passspiel in Schwung kommen zu lassen. Nach Schrecksekunde (Fumble gegen Southwick) und Punt beginnt Washington ins aussichtsreicher Feldposition.

[23h59] Boise State 25, Washington 23/Q3. Touchdown TE Seferian-Jenkins, aber der Löwenanteil an den Punkten gehört RB Sankey, der sich als schwer zu tackelnde Allzweckwaffe präsentiert, und QB Price, der Prügel einstecken muss, aber mit seiner Improvisationskunst gerade genügend Plays macht. 2pts Conversion wird niedergeschlagen, aber wenigstens haben sie sich getraut, sie auszuspielen.

[23h46] Boise State 25, Washington 17/Q3. Fast 7min langer Eröffnungsdrive, bei dem sich vor allem Boise-QB Southwick profilierte: Als guter Werfer gegen den Blitz, als Scrambler (u.a. 17yds-Scramble bei 3rd-und-18), und dann bewies Chris Petersen Eier (4th down ausgespielt), das Laufspiel war physisch genug, und ein Play-Action Pass auf TE Huff schraubt das Punktekonto hoch. Starker Bronco-Drive, wenn auch „nur“ dank einer PI-Strafe gegen einen Washington-CB.

[23h14] Halbzeitgedanken. Das enge Ergebnis fühlt sich gerecht an. An den Broncos ist extrem beeindruckend, wie stark sie die Line of Scrimmage kontrollieren; Washingtons QB Keith Price wird in fast jedem Spielzug abgeschossen und es ist eine Frage der Zeit, bis er aus dem Spiel genommen werden muss. Washington ließ sich von den Schwierigkeiten insofern nicht einschüchtern, als dass man mutig weiter versuchte, die wenigen Lücken für das Laufspiel zu nutzen bzw. über Screenpässe dem Druck zu entfleuchen. Spannendes, gutes Spiel in Las Vegas.

[23h10] Halbzeit Boise State 18, Washington 17/Q2. 3sek vor der Pause. Nach dem Fumble verwertet der bisherige Spieler des Spiels, RB Sankey einen Kurzpass für ca. 30-40yds in die RedZone, und dann scrambelt QB Price für den TD. Gutes Zeitmanagement der Huskies, Spiel ist wieder völlig offen.

[22h55] QB Southwick scrambelt im dritten Down, fumbelt den Ball an die Huskies zurück.

[22h51] Boise State 18, Washington 10/Q2. Trockene Antwort: WR Kasem Williams wird für Boise völlig überraschend über die Mitte geschickt, und dann vollendet RB Sankey per 26yds-Run über außen. Mit zwei vergeigten Punkten (PAT-Block, 2pts-Conversion gescheitert) ist es nun ein one score game.

[22h46] Boise State 18, Washington 3/Q2. Da waren wieder Ansätze der alten Boise-Offense: Mit Moves an der Anspiellinie und Pump-Fakes die Receiver offen kriegen und sofort beim erstbesten offenen Mann zuschlagen. Per Trickspielzug wird dann WR Chris Potter per Lateral zum Werfer und serviert den TD-Pass für den fünfzehnten TE im Kader, Holden Huff (40yds). 2pts-Conversion scheitert.

[22h35] Boises Defense ist wirklich exzellent bisher: Zwei mittellange Läufe gegen RB Sankey kassiert, aber ansonsten wird die Line of Scrimmage pulverisiert und QB Price schaut dahinter sehr verunsichert aus, strahlt überhaupt keine Souveränität aus.

[22h29] Boise State 12, Washington 3/Q2. Die Draws der Broncos sind noch nicht glaubwürdig genug, um konstant zu funktionieren. Bei 4th-und-2 entscheidet sich Chris Petersen zu meiner Überraschung für den Kick – der gelingt.

[22h26] INT CB Jamar Taylor für Boise State. Ein unnvorsichtiger Wurf von Washingtons QB Price. Bei CB Taylor weiß ich nicht, wie dessen NFL-Aussichten sind, aber ich kann mir vorstellen, dass ein spielintelligenter Mann wie Taylor gute Profi-Aussichten haben könnte.

[22h10] Boise State 9, Washington 3/Q1. Bester Bronco-Drive, den ich dieses Jahr gesehen habe. Die Offense „klickt“ merklich besser mit dem Minimum an Passspiel über QB Southwick, weil dadurch auch die „hurry-up“-Offense mit schnellen Laufspiel-Snaps besser in Schwung kommen kann. In bester Boise-Manier wird dann der Geist Brotzmans gerufen und der P.A.T. geblockt.

[22h00] Boise State 3, Washington 3/Q1. Schöne Draw-Plays der Huskies über RB #25 Bishop Sankey, aber ganz nahe der GoalLine kommt die Physis der Broncos-Front Seven zum Tragen; unterstützt von einem wohl getimten CB-Blitz kann man den TD verhindern.

[21h56] Die Lauf-Defense der Huskies ist extrem aggressiv drauf (auch dank Unterstützung der Safetys), und in der Pass-Defense wartet hier eine Art „Widest Nine“ Defense auf: Extrem breit aufgestellte Tackles und Ends, die bei den langen dritten Downs der Broncos auch exzellenten Druck auf QB #16 Joe Southwick hinkriegen.

[21h48] Washingtons QB RG3 Keith Price humpelt nach dem zweiten gescheiterten 3rd down vom Platz.

[21h43] ESPN fährt seine #1-Crew Brent Musberger/Kirk Herbstreit auf. Washington hatte in der Anfangsphase bereits einen Turnover durch Fumble, Boise führt also nach 34yds-FG 3-0.

[21h36] Boise St – Washington ist gerade losgegangen; ESPNA wird gleich rüberswitchen, nachdem die letzten Sekunden in New Orleans runterticken.

[21h22] Mit einer unterhaltsamen New Orleans Bowl in der Schlussphase schon mal ein Gedanken – zusätzlich zur Preview von heute Mittag – zur Las Vegas Bowl: Prinzipiell halte ich Boise State heute schon für favorisiert, ich bin mir aber nicht sicher, inwiefern die Broncos genügend Offense aufbringen können, um adäquat viele Punkte auf das Tablett legen zu können. Die suspekte Husky-Laufdefense könnte allerdings genau das richtige Matchup für Boises Offense sein.

Auf der anderen Seite muss Boise kurzfristig ohne seinen besten Pass Rusher, DE Marcus Lawrence auskommen, denn Lawrence wurde wegen Fehlverhaltens (Las Vegas, anyone?) nach Hause geschickt.

Detroit Lions – Atlanta Falcons Preview

Zusätzlich zu den beiden Bowls gibt es heute Nacht noch ein drittes Footballspiel live bei ESPN America: Detroit Lions (4-10) vs. Atlanta Falcons (12-2), sowas ähnliches wie ein „vorgezogenes“ Monday Night Game (02h30 LIVE bei ESPNA).

Für die Lions geht es nach einer verkorksten Saison nur mehr um die Ehre, und nach dem katastrophalen Spiel letzte Woche in Glendale/AZ vielleicht mehr denn je um den Job von Head Coach Jim Schwartz. Detroit wirkte letzte Woche nicht bei der Sache, ging mit einer laizess-faire Einstellung in die Partie und spielte sich in die Frontposition für einen Top-6 Draftpick. Die Lions wirkten wie das klassische Team, das enttäuscht und sich am Saisonende aufgegeben hat.

Atlanta dagegen kann sich heute den Top-Seed in der NFC sichern – und der wird wichtig, denn an Falcons-Stelle möchte man nicht über Auswärtstrips nach Green Bay, San Francisco oder sogar noch Seattle den Pfad in die Super Bowl bestreiten.

Tipp: Atlanta.

Las Vegas Bowl 2012 Preview: Boise State Broncos – Washington Huskies

Drittes Mal en suite Las Vegas Bowl für die #19 Boise State Broncos, und wirklich zum ersten Mal fühlt es sich „fair“ an: Boise State 2012 war eine Mannschaft, die sich primär über Turnover-Vorteile zu einer 10-2 Saison spielte, die sich nicht wie „10-2“ anfühlte.

Zu schwach war die Offense gewesen. Head Coach Chris Petersen gilt zwar als Offensiv-Genie, aber nachdem jedem klar war, dass QB Joe Southwick die hohen in ihn gesteckten Erwartungen nicht würde erfüllen können, musste Petersen primär über simple Laufspielzüge und RB D.J. Harper (und den weißen WR Matt Miller) zu operieren, und versuchen, ja nicht den Ball herzuschenken. Den Rest sollte die Defense erledigen – und die machte ihren Job gut (u.a. 33 provozierte Turnovers).

Der Gegner Washington (7-5) würgte sich auch eher instabil durch die Saison, mischte gute Performances (Siege über Stanford und Oregon State) mit hohen Pleiten, und schön langsam kriechen die Kritikaster von Head Coach Steve Sarkisian aus ihren Löchern hervor und fragen unverhohlen, ob Sarkisian die Huskies jemals aus dem Mittelmaß herausführen kann.

Ein erster kleiner Schritt wurde diese Saison gemacht: Die jahrelang konstant schwache Defense schoss heuer in den Rankings weit nach oben – nicht in die Top-25, aber wenigstens nicht mehr in die Top-25 von hinten, und der junge S Shaq Thompson gilt als potenzieller Superstar in spe. Die lethargische Boise-Offense könnte damit durchaus mehr Probleme bekommen als erwartet.

Nach SRS (Boise mit 1.5 Punkten) und den Wettbüros in Las Vegas sind die Broncos heute trotzdem favorisiert. Auf dem Spiel steht aber nicht bloß dieser Bowl-Sieg. Auf dem Spiel steht vor allem auch die Stimmung und der Schwung, mit der beide Unis mit einem Sieg gegen einen durchaus namhaften Konkurrenten in die neue Saison gehen könnten. Nicht ausgeschlossen, dass der Sieger dann mit einem guten Ranking in die Saison 2013 gehen wird, und dann sieht man sich gleich zum Saison-Opener 2013 im neu umgebauten Husky Stadium der Washington Huskies in Seattle wieder…

Ab 21h30 LIVE bei ESPN America. Tape ist erstmal keines eingetragen, aber ich hoffe, ich kann heute live mitbloggen.

New Orleans Bowl 2012 Preview

Wir leben noch! Wir leben noch! Und obendrauf geht es heute gleich mit Football weiter, und zwar ab 18h aus dem Big Easy den New Orleans Bowl 2012: East Carolina Pirates (8-4) vs. Louisiana-Lafayette Ragin’ Cajuns (8-4).

Erwartet kann dabei ein offensiver Schlagabtausch, denn beide Teams haben ihre Stärken in der Offense, und vor allem in der RedZone-Offense. Favorisiert ist dabei nicht zu Unrecht ULL vom jungen Head Coach Mark Hudspeth, die schon im letzten Jahr in dieser Bowl mitgemacht hatten und ein aufregendes, sehr spannendes Spiel in der Schlusssekunde per Field Goal gewannen.

Hudspeth hatte seine Offense nahezu komplett auf seinen QB Blaine Gautier ausgerichtet, und deswegen war es umso überraschender, dass es nach einer schweren Verletzung für Gautier bereits im September so reibungslos weiterging, und Backup Terrance Broadway einen derart soliden Stiefel runterspielte, dass heute sämtliche Schulrekorde was Passspiel angeht in Gefahr sind.

Schaut man sich den Schedule an, so sieht man bei ULL für Anfang November eine knappe 27-20 Niederlage bei den #3 Florida Gators – zustande gekommen auch noch „nur“ wegen eines späten Comebacks inklusive geblocktem Punt zum Touchdown!

Der Gegner East Carolina kommt in der Offense vor allem über QB Shane Carden und seine Wurfgewalt, dürfte aber mit seiner schwachen Lauf-Defense kein Land gegen ULL sehen.

Excel sieht es ähnlich und favorisiert Louisiana-Lafayette mit 7.5 Punkten.

ESPN America ist ab 18h LIVE mit von der Partie. Danach gibt es den Las Vegas Bowl mit Boise St – Washington (Preview kommt noch im Laufe des Vormittags).

Beef’O’Brady’s Bowl 2012 Preview

… bitte melden, wer noch Apostrophe braucht. Ich hab noch genug zum Verschenken. Oder: Nein. Schließlich coacht in diesem Spiel George’O’Leary (oder war es George O’Leary?), der Cheftrainer der University of Central Florida.

Im Ernst: Das heute Nacht (01h30 LIVE bei ESPNA) verspricht trotz des geradezu bizarren Bowl-Namens eine eher triste Veranstaltung zu werden – passend zum Weltuntergang sozusagen. Grund 1 ist die Heimathalle der Veranstaltung, das auch in Baseballkreisen verhasste Tropicana Field, die fast immer gähnend leere Spielstätte der Tampa Bay Rays.

Aber es sind auch die beiden Teams nicht allzu sexy. Die UCF Knights (9-4) aus der Conference USA (verloren dort das Conference-Finale gegen Tulsa) punkten vor allem negativ mit benanntem O’Leary, einem Mann, der vor einem Jahr noch unter gewaltigem Beschuss stand, weil während seines erbarmungslosen Trainings mehrere Spieler kollabiert waren, einer davon tödlich. Die Aufarbeitung dieses Falles hinterließ Beobachter und Angehörige mit noch mehr Ekel, und nachdem UCF auch wegen Recruiting-Vergehen auf der Streichliste gestanden hatte, sind nicht wenige der Meinung, dass die Knights dieses Jahr eigentlich hätten gesperrt sein sollen. Da die Sperre erstmal auf nächstes Jahr verschoben wurde, ist UCF heute mit von der Partie.

Gegner sind die eher obskuren Ball State Cardinals (9-3) aus der MAC, im zweiten Jahr von Head Coach Pete Lembo erstmals in der Bowl Season mit dabei. Ball State ist für Freunde des „Close Win Index“ ein sicherer Kandidat für Regression zur Mitte im nächsten Jahr: Man war 6-1 in engen Spielen.

Hauptgrund war nach dem Ausfall von Starting-QB und Backup-QB vor allem der klein gewachsene RB Jahwan Edwards, genannt „Quake“ („das Beben“), der in den letzten Spielen trotz seiner Körpermaße (kein 1,70m) das Arbeitstier geben musste – und mit reihenweise Super-Stats antwortete.

Star bei den Cardinals ist – vielleicht bezeichnend – aber der Punter: Scott Kovanda, der diese Saison 44x puntete und dabei vier Yards durch Returns zuließ. Nicht vier Yards im Schnitt. Vier Yards in der kompletten Saison.

Excel/SRS favorisieren UCF mit 6 Punkten.

Also: Ab 01h30 LIVE bei ESPNA. Morgen bringt ESPNA ab 14h30 das Tape von diesem Spiel.

Sportmomente 2012 – Die Hitliste

Es steht außer Frage, dass für einen Sportler der Sieg das höchste Ideal ist. Für mich ist Sport aber mehr. Ich kann mich an Siegen hochziehen. Aber ich kann mich auch erfreuen am großen Kampf eines Underdogs, einer gescheiten Strategie eines sportlichen Leiters, an Emotionen in einer Veranstaltung. Nichts ist für mich jedoch vergleichbar mit dem Leiden. Die beiden letzten Bayern-Spiele in der Champions League 2011/12 gehören zu meinen Allzeitfavoriten: Ich habe darin wieder entdeckt, was es bedeutet, Fan zu sein. Welches Nervenbündel aus mir werden kann, wenn das Ereignis nur knisternd genug ist. Es ging einmal gut. Das zweite Mal nicht. Stolz bin ich trotzdem – auf die Bayern, „meine“ Bayern, auf ihre Leistung, den Stil, und auch darauf, dass ich es durchgestanden habe.

Aber Bayern schafft es nicht in meine Top-3 des Jahres. Auch die Super Bowl bleibt schweren Herzens außen vor. Auch keine Schmusekatze und kein Mo Farrah. Das epische Formel-1-Finale muss ebenso dran glauben wie Britta Heidemann und die kompletten Olympischen Spiele. Keine Ski-WM, keine Lindsey Vonn und auch keine Julia Mancuso. Kein Big One aus der NASCAR. BCS-Buster hatte es auch keinen gegeben. Ich musste sogar das EM-Finale außen vor lassen, obwohl es für mich und meine Region wenige krassere Dinge gibt als die italienische Nationalmannschaft in einem Titelendspiel. Dieses Jahr gab es drei Events, die weit über allen anderen stehen.

Also: Bevor heute Nacht die Welt untergeht (ich habe Weihnachtsessen), hier die Top drei von 2012.

#3 Deutschland – Italien

Ein Fußballspiel zwischen Deutschland und Italien spaltet die Region, aus der ich stamme, wie kein anderes. Es ist viel mehr noch das Sportereignis schlechthin. Öffentlich Recht wird für faschistische Siegesfeiern gerne mal außer Kraft gesetzt, und des Bloggers Nachbardorf musste bereits polizeilich beschützt werden; es ist viel los im Anschluss an diese Partie, so ziemlich alles,  was ein fast, aber nicht völlig ausgetretener ethnischer Konflikt auf einem relativ zivilisierten Fleckchen Erde noch hergibt. Deutschland gegen Italien ist das Spiel der Spiele.

Wir haben verloren. Ich habe verloren. Es waren zwei Prachtdinger vom durchgeknalltesten aller Fußballer, Balotelli. Neben dem tiefen Schmerz der zweiten Halbzeit und der langsam in mir heranreifenden Gewissheit, dass es die nemesis mal wieder gegen die deutsche Mannschaft schaffen würde, bleibt aber die Schlussphase das, was dieses Spiel so grandios machte.

Die deutsche Mannschaft stürmte ab zirka der 85ten oder 87ten Minute mit Mann und Maus auf einen verriegelten Strafraum zu, wie ich nie eine Mannschaft hatte anrennen sehen. So muss man beim Zweitorerückstand spielen! In fünf Minuten kann man zwei Tore aufholen, wenn man alles riskiert. Leider gehen viel zu viele Fußballspiele mit gleicher Tordifferenz ebenso lahm wie träge zu Ende. Nicht dieses. Die Bayern probierten es im Herbst (gegen Leverkusen?) ähnlich brechstangenlike. Aber da hatte ich das schon einmal gesehen.

Deutschland – nicht Europameister, aber wenigstens Kampfgeist und Einsatzwille gezeigt. Die persönliche Genugtuung bekam ich dann per Endspielergebnis aus Iberien zugeschickt, aber es war nicht mehr das gleiche Gefühl.

#2 Alabama – Georgia

American Football kann bei allen Storylines, die selbst das langweiligste Gurkenspiel schreibt, häufig frustrierend sein, und am nächsten Tag fragt man sich, warum man wieder mal bis drei Uhr morgens durchhalten musste, obwohl der Blowout sich schon im zweiten Viertel abgezeichnet hatte.

Das SEC-Finale war anders. Es ging zwischen #2 Alabama und #3 Georgia um den höchstmöglichen Preis: Einen Einzug ins BCS-Finale gegen Notre Dame. Um die Vorgeschichte ließen sich tausend Geschichten spinnen. Das Spiel selbst war elektrisierend, ein Kampf auf Biegen und Brechen zwischen zwei exzellenten, aber nicht vollkommen perfekten Footballmaschinerien. Wären sie vollkommen gewesen, das Spiel wäre langweilig geworden.

Football lebt von Fehlern.

Und von Emotionen. Ich könnte Aufsätze füllen zu diesem Spiel und welche Emotion es in mir weckte, obwohl ich keinerlei Empathie jemals für die eine oder andere Universität aufgebracht hatte. Am Ende verlor der Underdog, aber es war knapp. Die Underdogs, die Georgia Underdogs Bulldogs, ließen alles, was sie hatten (bis auf die Unterhosen), im Spiel und auf dem Spielfeld.

Wenn ich verliere, möchte ich genau so verlieren.

Das SEC-Finale war grandios. Aber es war nicht meine Nummer eins des Jahres.

#1 The Fields of Athenry

Der beste Moment des Jahres gehörte dem größten Außenseiter. Die irischen Fans fackelten, und sie fackelten ein Feuerwerk ab. Ein Feuerwerk ohne Pyro und Bengalos. Stimmbänder sind die besten Stimmungskanonen und sie sorgten an einem Abend einer hoffnungslos verlorenen Partie gegen Weltmeister Spanien für die ganz großen Klöße im Hals.

Es war ein surrealer Moment. Wenn du aus dem Turnier fliegst, möchtest du mit erhobenem Haupt gehen. Und wenn du auf dem Feld nicht den Hauch einer Chance hast, so gehört wenigstens Kampf dazu. Die irische Mannschaft rannte und die Fans beeindruckten die Welt. Für mich, der seit seiner Kindheit mit den Jungs von der grünen Insel mitfiebert und sich im irischen Fanblock stets pudelwohl fühlte, der dieses wunderschöne Lied seit seiner Kindheit liebt, der diese Farben blutet, grün, weiß und orange, gehörte die leidenschaftliche Interpretation von „Fields of Athenry“ mit dem EM-Aus in der Dämmerung zu den besten, schönsten, ergreifendsten Augenblicken bisher, über den Sport hinaus. Deshalb war es mein Sportmoment 2012.

Poinsettia Bowl 2012 Preview

Der Auftakt zur Bowl Season am Samstag ließ sich nicht schlecht an: Arizona – Nevada gehörte trotz lauwarmer Randbedingungen (Blick auf die Tribünen genügte) und erwartet grausam schlechter Defenses zu den Footballspielen, die man sich nach einer harten Woche gerne neben dem Sportschau-Tape am Samstagabend reinzieht. Heute Nacht geht es weiter, und zwar mit der Poinsettia Bowl.

“Poinsettia” = Weihnachtsstern, und damit ist auch schon vieles gesagt: Die Stadt San Diego will mit dieser vor wenigen Jahren aus der Retorte geborenen Bowl den Weihnachtstourismus unter südkalifornischen Palmen ankurbeln. Gelingt zwar halbwegs, aber in den letzten Jahren hat man sich daran gewöhnt, dass das recht geräumige Qualcomm Stadium meistens maximal halbvoll ist.

Diesmal versucht man es mit der Heim-Universität, den San Diego State Aztecs (9-3) aus der MWC. Die sind auch im zweiten Jahr unter Head Coach Rocky Long auf dem Weg nach oben, u.a. mit einem überraschenden Auswärtssieg in Boise, und das trotz des seit vielen Wochen ausgefallenen Quarterbacks Ryan Katz. Die Aztecs switchten auf eine fast völlig lauforientierte Offense um die beiden Tailbacks Adam Muema/Walter Kazee (zusammen weit über 2000yds, 24 TD), und erspielten sich damit einen geteilten Conference-Titel in der MWC.

Gegner sind heute die Brigham Young Cougars (7-5), ein Independent, der fast ausschließlich von seiner Defense lebt. BYUs Front-Seven ist gespickt mit künftigen NFL-Draftpicks, und keiner von ihnen kriegt mehr Hype als der ghanaische Rohdiamant LB Ezelkiel Ansah, genannt „Ziggy“, ein Defensive End, der erst gut zwei Jahre Football spielt und mit seinen athletischen Voraussetzungen NFL-Gardemaß ist (Mock-Drafts sehen ihn schon in der ersten Runde vom Tablett gehen).

Mal unabhängig von Ansah wird man bei BYU verfolgen müssen, wohin die Reise geht: Es ist mittlerweile das achte Jahr der Ägide von Head Coach Bronco Mendenhall, und die letzten drei waren eher… wie soll man sagen… banal. Weiterentwicklung vor allem in der sterilen Offense kaum erkennbar, und immer wenn die besseren Teams (sagen wir, ab Region Top-30 aufwärts) kommen, schmieren die Coogs ab (dieses Jahr: 1-4 gegen Teams mit Winning Record).

Das SRS favorisiert BYU trotz der schwachen Saison mit 5.5 Punkten auf neutralem Feld. Rechnen wir San Diego State als Heimteam, verkleinert sich der Spread auf 3 Punkte.

Spiel kommt heute Nacht live ab 02h bei ESPN America. Morgen um 19h30 gibt es die Aufzeichnung.

NFL-Playoffbild vor Woche 16

Wir werden sehen: Es ist noch erfreulich unübersichtlich, sodass ein Aufbrechen auf alle Szenarien sämtliche Grenzen der gepflegten Grammatik sprengen würde. Aber es wäre noch viel komplizierter, wenn Sunday Night und Monday Night Games anders ausgegangen wäre.

Kurze Einführung in die Basics einer Prozedur, die mindestens ein Forschungsdoktorat in Applied Sciences for Brain Wash und Recreation erfordert:

  • Grundsatz 1: Seeding. Die vier Divisionssieger werden entsprechend ihrer Bilanzen und eventuell notwendiger tie-breaker von #1 bis #4 gerankt. Die beiden besten Nicht-Divisionssieger („Wild Card Teams“) sind #5 und #6. Divisionssieger haben in ihrem ersten Playoffspiel Heimrecht. #1 und #2 haben ein Freilos in der ersten Runde. #1 hat in jedem Spiel bis zum Superbowl Heimrecht. Das Bracket ist nicht „fix“, d.h. nach jeder Playoffrunde wird das Bracket neu geordnet, sodass das höchstgerankte verbliebene Team immer zuhause gegen das niedrigst gerankte Team spielen darf.
  • Grundsatz 2: Tie-Break in der Division. Hier beginnt es, kompliziert zu werden.Zuerst gilt der Win/Loss-Record. Erster tie-Breaker bei Punktgleichheit ist das direkte Duell (bei Punktgleichheit von mehr als zwei Mannschaften eben die Bilanz in allen Spielen untereinander); zweiter tie-breaker ist die Bilanz in den sechs Divisionsspielen; dritter tie-breaker ist die Bilanz der punktgleichen Teams in den Spielen gegen gemeinsame Gegner (das sind 12 Spiele im Fall von Teams aus der gleichen Division); danach kommen in dieser Reihenfolge die Bilanz in den Conference-Spielen, Strength of Victory (SOV = SOS der geschlagenen Teams), Strength of Schedule (SOS), combined ranking in scoring (Ranking in Offense-Punkten (z.B. #3) und Ranking in Defense-Punkten (z.B. #6) werden zusammengezählt; niedrigste Summe gewinnt (in diesem Fall 3+6=9)) in der Conference, combined ranking in scoring in der ganzen NFL, Netto-Punktedifferenz in den Spielen gegen gemeinsame Gegner, Netto-Punktedifferenz über die Saison, Touchdown-Differenz Offense/Defense, und erst dann kommen Schwanzmessen, Teetassenwerfen und Münzwurf. Wenn mehr als zwei Teams die gleiche Bilanz besitzen, wird erst versucht, das dritte/vierte Team zu eliminieren; dann beginnt die Prozedur zwischen drei Teams von neuem, immer mit dem Ziel, am Ende ein tie-Break zwischen zwei Teams zu bekommen. Alles klar?
  • Grundsatz 3: Tie-Break von Wildcard-Teams. Zuerst wird immer die Divisions-Reihenfolge ermittelt, d.h. punktgleiche Divisionssieger werden aus der Verlosung gestrichen (sie haben ja bereits ein Seeding von #1-#4). Dann werden die restlichen Divisions-Standings (s. Grundsatz 2) ermittelt. Dann werden die punktgleichen Teams, notfalls quer über die Divisions, in einer ähnlichen Prozedur wie oben beschrieben gereiht: direktes Duell, Conference-Spiele, gemeinsame Spiele, wenn minimum vier davon waren, SOV, SOS, usw. alles gleich wie in der Division, nur das Schwanzmessen wird durch Spermaweitspritzen ersetzt. Wenn auch für ein zweites Wildcardteam selbige Prozedur notwendig wird, dann werfe man den Rotor nochmal von vorne an.
  • Grundsatz 4: Process of Elimination. Ganz wichtig: Es wird pro tie-Break Verfahren immer nur ein Team ermittelt. Wenn mehr als zwei Teams in einer tie-Break Situation sind, wird immer versucht, der Bodensatz rauszukehren, damit man ein two-way-tiebreak zwischen nur noch zwei Teams bekommt. Ist daraus der Gewinner ermittelt, wird für eine eventuell notwendige zweite Runde die ganze Prozedur nochmal von vorne begonnen, nur eben ohne diesen Sieger; deswegen kann der Drittplatzierte der ersten Runde in der zweiten Runde durchaus vorbeiziehen und sich noch qualifizieren.
  • Grundsatz 5: Für die Draftreihenfolge wird der SOS als tie-Breaker verwendet.
  • Grundsatz 6: Wer’s nicht kapiert: Wurscht. In Week 17 kann man getrost auf die US-Kommentatoren vertrauen, die kriegen immer den richtigen Zwischen- oder Endstand zugeflüstert.

Hopfen und Malz sind also noch nicht verloren!

Und nun: Die Anwendung für NFL 2012/13 nach Week 15.

National Football Conference

Atlanta (12-2) ist in der NFC noch einen Sieg vom Top-Seed entfernt; die schwer angeknockten Lions bieten sich am Samstag an. Dahinter gibt es noch drei ernsthafte Bieter für den #2-Seed:

  • San Francisco (10-3-1), für die es im SNF nach Seattle geht. Mit Sieg dort werden Division sicher und #2-Seed fast sicher (Wk 17 ist nur noch Arizona) eingetütet. Bei einer Niederlage könnte allerdings Green Bay vorbeiziehen.
  • Green Bay (10-4) muss auf eben jenen Ausrutscher hoffen. Selbst spielt man noch gegen TEN und @MIN. Und Achtung: Seattle ist auch noch im Rennen.
  • Seattle (9-5). Die Chance auf den #2-Seed ist minimal, weil man SF putzen müsste und SF zudem gegen ARI verlieren müsste und GB eines seiner beiden Spiele abschenken muss. Aber dann hätte man ihn, und die legendäre „Hail Mary“ des Golden Tate wäre entscheidend. #5-Seed für SEA ist aber fast sicher, da man u.a. tie-Breaker gegen CHI und MIN gewonnen hätte.

Zwei dieser Teams  werden also die Seeds #2 und #3 ausmachen, der Dritte sollte aussichtsreichster Kandidat auf den #5-Seed sein, der im Wildcardwochenende einen Auswärtstrip zum Sieger der NFC East bestreiten muss: Drei sind 8-6, was kaum zu mehr als #4 reichen dürfte.

  • Washington (8-6). Restprogramm @PHI und DAL. Zwei Siege und Washington gewinnt die Division. Eine Niederlage dagegen könnte schon das gänzliche Playoffaus bedeuten.
  • NY Giants (8-6). Restprogramm @BAL und PHI. Der Divisionssieg ist aufgrund der tie-Breaker nicht mehr allein in Giants-Hand, aber die Wildcard: Zwei Siege, und die Giants ziehen aufgrund des direkten Duells zwischen DAL-WAS auf alle Fälle als #5 oder #6 in die Playoffs.
  • Dallas (8-6). Restprogramm NO, @WAS. Happig. Nicht ausgeschlossen, dass wir am letzten Spieltag WAS-DAL in der Primetime sehen und Dallas dort wie schon letztes Jahr um den Playoffeinzug spielt.

Aktuell favorisieren die tie-Breaker am ehesten die Redskins, aber Restprogramm haben wohl die Giants das einfachste. Der Divisionssieg wird brutal wichtig, da die beiden „Verlierer“ wohl bestenfalls den #6-Seed bekommen, und da winkt gleich mal ein Trips nach Lambear, Seattle oder San Francisco.

In der Lostrommel für Seed #6 sind aber neben den drei NFC-East-Teams (minus deren noch zu bestimmender Divisionssieger) noch zwei andere: Minnesota (8-6) und Chicago (8-6). MIN wird zwar das direkte Duell mit Chicago höchstwahrscheinlich gewinnen. MIN hat das direkte Duell mit WAS verloren. MIN und CHI haben für den Fall der Fälle beide ihre direkten Duelle mit SEA verloren. Und MIN hat einen brutalen Schedule: @HOU, vs GB.

Fix durch sind erst: ATL, GB, SF.

American Football Conference

Houston (12-2) ist nach dem Heimsieg über Indianapolis erstmal sicherer Divisionssieger in der AFC South und bleibt in der Pole Position für den Top-Seed, für den noch ein Sieg notwendig sein wird (tie-Breaker gegen DEN ist gewonnen). Der #2-Seed bleibt noch rechnerisch offen.

  • Denver (11-3) kriegt den Top-Seed nur noch, wenn die Texans beide Spiele verlieren und die Broncos beide Spiele gewinnen. Broncos spielen noch vs CLE und vs KC: Zwei fast sichere Siege.
  • New England (10-4) hat sich mit der Heimniederlage gegen SF vom #2-Seed geschossen und muss auf eine Sensationsniederlage Denvers hoffen. Passiert diese, kann NE noch wegen des direkten Duells an DEN vorbeiziehen.

Der vierte Seed wird an den Sieger der AFC North gehen. Dort sind die Baltimore Ravens (9-5) zumindest ein sicheres Wildcard-Team. Aber die Ravens straucheln wie seit Wochen prognostiziert massiv, müssen noch daheim gegen NYG und am letzten Spieltag in Cincinnati (8-6) spielen. Aaaaaallerdings: Gewinnt Baltimore am Sonntag gegen die Giants, ist der Divisionssieg fix, da die Ravens dann auf alle Fälle den zweiten tie-Breaker (Division, wo man 4-1 ist und die Bengals maximal noch 3-3 gehen können) gegen Cincinnati gewonnen hätten.

Straucheln die Ravens gegen NYG, sind eben jene Cincinnati Bengals (8-6) am Zuge. Die müssen noch nach Pittsburgh (7-7) und am letzten Spieltag wie geschrieben daheim gegen die Ravens. Zwei Siege und eine Ravens-Niederlage gegen die Giants, und Cincy hat Divisionssieg und #4-Seed.

Der könnte begehrt sein, denn der fünfte Seed (Gegner von #4 zum Playoff-Auftakt) geht womöglich nach Indianapolis (9-5), ein schlagbares Team (obwohl… Baltimore?). IND kann am Sonntag sein Ticket mit einem Heimsieg über Kansas City eintüten. Bei einer Niederlage dagegen könnte es noch bitter werden, da dann am letzten Spieltag zuhause gegen die Texans ein Sieg notwendig werden könnte.

Pittsburgh (7-7) sieht noch Partien gegen CIN und CLE (beide daheim), kann also durchaus mit 9-7 abschließen und wäre dann dank gewonnenem tie-Breaker gegen Cincinnati ein Wildcard-Team.

Fix durch sind immer noch erst: HOU, NE, DEN, BAL.

NFL-Power Rankings #15: Das Phänomen mit Namen „Momentum“

Ich werde morgen früh auf die noch möglichen Playoff-Szenarien eingehen; heute erstmal ein Blick zurück auf das Spiel, das die hohen Seeds in beiden Conferences massiv beeinflusst hat: Das Sunday Night Game New England PatriotsSan Francisco 49ers: Wild, aufregend, gegen die Skripten verstoßend. Und weiter: Playoffwürdige Konditionen im nasskalten Nieselregen von Foxboro, und ein durchaus mögliches Vorspiel für die Superbowl 47 in sechseinhalb Wochen.

San Francisco (10-3-1) bleibt dank Sieg der Vorreiter für den #2-Seed in der NFC und ein Freilos für die erste Playoffrunde. New England (10-4) verlor dagegen höchstwahrscheinlich genau dieses (an Denver), und zudem auch die Restchance auf den Top-Seed in der AFC.

Das Spiel selbst war fantastisch. San Francisco dominierte zu Beginn die Offensive Line der Patriots physisch, wurde aber mit zunehmendem Spielverlauf und dem Verlust des exzellenten DE Justin Smith immer seichter und seichter. Trotzdem bauten die mutigen (Punt-Fake, anyone?) 49ers die Führung schrittweise auf unglaubliche 31-3 aus – und es hätte ohne Fehlkicks und Turnovers (INT in der und Fumble nahe der EndZone) noch deutlicher sein können.

Auf der anderen Seite waren die Pats gefühlt nie aus dem Spiel. Die Offense groovte sich nach dem höllischen Beginn mit zig Turnovers (u.a. eine dreifach abgefälschte INT in die Hände von #99 Aldon Smith) langsam in die Partie zurück, aber es gab Rückschläge wie z.B. den wirklich schwachen Brady-Wurf in die Secondary (für CB #22 Carlos Rogers) oder den Fakt, dass San Francisco 7 der 8 herumkullernden Fumbles aufnehmen konnte (vier davon waren von Kaepernick gefumbelte Snaps, die allerdings meistens von der Offense aufgenommen werden).

Die zwischenzeitliche 28pts-Führung für die 49ers passte ins Bild der extrem vielen Blowouts diese Woche, aber sie fühlte sich nicht „echt“ an. Wir sollten sehen, warum.

Denn was die Patriots, orchestriert von QB Tom Brady, ab Mitte des dritten Viertels aufstellten, allererstes Sahne und ganz großes Footballkino. Natürlich war die 49er-Defense etwas passiver und natürlich traf sie der Verlust #94 Smiths ins Mark, aber wie die Patriots ihr komplettes verfügbares Arsenal einsetzen, welches Repertoire an bisher ungesehenen Plays New England auf das Spielfeld zauberte und wie viele 4th downs man (notgedrungen) ausspielte: Beeindruckend und große Klasse.

Die amerikanischen Mathleten beginnen schon wieder, „in game“-Momentum, das Pendel, infrage zu stellen: Nope. Ich halte dieses Phänomen für real, und es gehört zu den faszinierendsten Dingen im Sport. Im Fußball ist es vergleichbar mit einer Mannschaft, die sich in der 63. Minute plötzlich „findet“ und für ca. 20 Minuten schlagartig „Druck macht“. Man kennt dies: Plötzlich sind die einen voll konzentriert, während die anderen eine zeitlang nicht wissen, wie ihnen geschieht. Die einen sind aggressiv, emotionalisiert, im Rausch, gehen auf den Mann, bei den anderen schleichen sich Fehler ein, die 3m-Pässe gelingen nicht mehr, Befreiungsschläge über fuffzich Meter sind‘s höchste der Gefühle.

Aber dieses Phänomen, das die Amerikaner eben momentum getauft haben (glaube ich wenigstens), muss nicht für ewig halten.

In Foxboro killte ein langer Kickreturn des irrwischsten aller Irrwische, RB LaMichael James, die Hochstimmung der Pats, und eine Blitz-verbrennende Touchdown-Rakete für WR #15 Michael Crabtree war das Football-Gegenstück zum perfekt abgeschlossenen Konter im Fußball.

Plötzlich hatten wir in den letzten sechs, sieben Minuten wieder ein echtes Spiel. Das ausgeschlagene Pendel fiel ins Gleichgewicht zurück. Die 49ers wussten wieder, wo sie waren. Dem surrealen Treiben war ein Ende gesetzt. Daraus aber dem Gefühlshoch („Momentum“) die Existenz absprechen zu wollen, halte ich für übertrieben. Glaube ich. Ich bin mir nicht sicher.

San Francisco gewann, und sie präsentierten sich mit ihrem explosiven, aber wegen zu vieler Fehler noch nicht über alle Zweifel erhabenen QB #7 Colin Kaepernick als extrem potente Mannschaft, Superbowl-Favoriten in der NFC.

New England muss sich seinerseits nicht grämen. Der Weg in den Playoffs wird nun zwar wegen der wahrscheinlichen Auswärtsspiele in Denver und vielleicht Houston steiniger, aber man hat Nerven und Charakter bewiesen, eine ausgezeichnete Defense für eine Stunde lang komplett an die Wand gespielt, so drückend, wie ich es in fast zwölf Jahren NFL noch selten gesehen habe.

New England bleibt einer der Big-3 in der kopflastigen AFC, und New England bleibt ein heißer Superbowl-Tipp.

Die Power-Rankings.

NFL-Power Rankings Week 15

NFL-Power Rankings Week 15

WP entspricht der Siegchance der jeweiligen Franchise gegen eine standardisierte, durchschnittliche NFL-Franchise, (LW) ist das Ranking von letzter Woche, E16 ist WP hochgerechnet auf 16 Spiele (WP*16 = E16), SOS ist der bisherige Strenght of Schedule, den dieses Modell für die jeweilige Franchise errechnet, Rs die Platzierung des Schedules, W-L die tatsächliche Sieg-Niederlagen-Bilanz jeder Franchise zum Ende der Woche 15. Fettgedruckte Teams sind bereits für die Playoffs qualifiziert.


Auffälligkeiten

  • Blowouts. Letzte Woche waren ganze vier Spiele innerhalb eines Scores, und ohne das fulminante Patriots-Comeback wären es noch weniger gewesen. Der durchschnittliche Sieg betrug 18.9 Punkte, also fast drei Touchdowns.
  • Minnesota Vikings. Minnesota eilt derzeit von Sieg zu Sieg, und fällt im Power-Ranking fast umgekehrt proportional nach unten. Der Hauptgrund dafür ist das anämische Passspiel um QB Christian Ponder, das an vorletzter Stelle (hinter Jacksonville!, hinter Kansas City!) rangiert, mit Tebow-artigen 5.2 NY/A (okay, ist noch ein halbes Yard besser als Tebow, aber Sie verstehen). Das ist ein so schlimmer Wert, dass Minnesotas Head Coach Les Frazier – wahrscheinlich eher aus Intuition – für die nächsten Jahre noch viel mehr (!) Laufspiel ankündigte: Ein sicheres Zeichen dafür, dass die Vikes auf absehbare Zeit nicht aus dem Mittelmaß herauskommen werden.
    Und selbst dieses – in absoluten Zahlen erfolgreiche – Laufspiel wird vom Modell eher entwertet, rankt nur an #11. Grund dafür ist der boom-or-bustRB Adrian Peterson. Keine Frage, diese langen Läufe sind herausragend, aber dann kommen wieder viiiiiiele erfolglose Plays (am Sonntag eröffnete Peterson beispielweise mit 9 Carries für 9 Yards und damit waren bereits zwei Drives kaputtgemacht, ehe der 82yds-Lauf kam).
    Besser als erwartet sind die Vikes dagegen in Pass-Defense (#12, 6.0 NY/A) und vor allem bei den Strafen, wo man die fünftdisziplinierteste Mannschaft ist. Es soll auch nicht verschwiegen werden, dass die Vikes ein Team sind, dem das Turnoverglück dieses Jahr nicht besonders hold war; von daher sind die 8 Siege dann wieder noch beeindruckender.
  • Seattle Seahawks. Russell Wilsons Pass-Offense ist mit 6.8 NY/A über ein halbes Yard pro Versuch effizienter als Andrew Lucks Angriff. Das ist für mich überhaupt eine Statistik der Saison: Wenn wir die Defense standardisieren, ist Seattles Angriff eine Top-5 Unit! Laufspiel ist das fünftbeste, explosiv und konstant, und trotz Rookie-QB ist das Passspiel effizient und fehlerlos. Und es wäre nicht so, dass Seattle bloß ein Standbein hätte: Die Defense ist ebenso Top-5, angeführt vor allem von der zweitbesten Pass-Abwehr in der NFL. Man erinnere noch daran, wie unsanft QBs wie Rodgers oder Brady eingebremst wurden. Selbst wenn die Seahawks ihre Division nicht gewinnen, und selbst wenn sie in den Playoffs, wo sie wohl zuerst auswärts ranmüssen (vielleicht in Washington bei RG3), schnell scheitern: Das ist für mich eines der Teams der Saison.
  • Cincinnati Bengals. Absturz für die Bengals diese Woche, und ich kann verstehen, warum: Sie murksten bei den Eagles, einem Team aus der unteren Hälfte des Tableaus, schlimm genug rum, dass erst der Selbstzerstörungsbutton der Eagles die Partie zu einer klaren Angelegenheit werden ließ.
  • New York Jets. Fünftschlechtester Passangriff. Wer mehr Jets-Spiele verfolgt, würde das noch für überschätzt halten, und Fakt ist: Wenn die Jets bloß ein exakt durchschnittliches Passspiel im Angriff hätten, wäre das ein sicheres Playoff- und Top10-Team. Was mich an den Jets weiters überrascht: Die Disziplin: Drittwenigste Raumstrafen pro Spielzug.
  • New England Patriots. Die Offense steht weit über allen anderen, aber die Defense ist in Pass und Lauf jeweils im untersten Viertel klassiert und wird mittlerweile nur noch von den wirklich enttäuschenden Jacksonville Jaguars (!) unterboten.
  • St Louis Rams. Das besondere an den Rams: Sie sind nirgendwo besonders gut, aber sie hielten sich gegen den drittschwersten Schedule ordentlich. Das reicht in der NFL 2012/13 für Platz 10 im Power-Ranking. Klarster Stellhebel ist sicherlich die Pass-Offense (5.9 NY/A, #21), während eigentlich alle anderen Stats außer Penaltys überdurchschnittlich oder gar in den Top-10 rangieren (v.a. die Defense).
  • Arizona Cardinals. Letzter in Lauf-Offense und Lauf-Defense, fünftmeiste Interceptions pro Passversuch in der Offense (hinter Chiefs, Jets, Bears und Bills). Das ist alles so horrend, dass Ken Whisenhunt bedrohlich wackeln sollte. Größte Stärke der Cards: Sie fangen jeden zwanzigsten Pass ab! Das ist weit vor allen anderen Teams (Bears jeden vierundzwanzigsten, das ist #2).

Sieg-Wahrscheinlichkeiten für Week 16

Die Power-Rankings von letzter Woche tippten die letzte Spielwoche wieder fantastisch (13-3); mittlerweile liegt Excel bei 121-54, was einer Tipp-Quote von 69.1% entspricht – bester Wert, seit ich vor dreieinhalb Jahren mit einem erst groben, dann immer mehr verfeinerten Programm begonnen hatte. Noch 32 Spiele, und wenn die Rankings am Ende die 70% kratzen, bin ich schon sehr zufrieden. Denn: Wenn wir davon ausgehen, dass irgendwo zwischen 40 und 50 Prozent Zufall im Spiel ist, kann ein optimiertes Modell in etwa 75%-80% der Spiele richtig tippen (50/50 schafft ein Affe, plus 50/2 bis 60/2 Skill = 75 bis 80%).

HOME              %   AWAY              %
Detroit          47   Atlanta          53
Dallas           57   New Orleans      43
Green Bay        73   Tennessee        27
Kansas City      49   Indianapolis     51
Miami            59   Buffalo          41
Tampa Bay        46   St Louis         54
Carolina         83   Oakland          17
Jacksonville     16   New England      84
Baltimore        48   N.Y. Giants      52
Houston          76   Minnesota        24
Philadelphia     40   Washington       60
Pittsburgh       57   Cincinnati       43
Denver           87   Cleveland        13
Arizona          36   Chicago          64
N.Y. Jets        62   San Diego        38
Seattle          47   San Francisco    53

Die vierte Nachkommastelle entscheidet Chiefs vs. Colts.

The U

ESPN America wird heute um 21h die Doku The U aus der teilweise sehr, sehr starken Serie 30-for-30 wiederholen. „The U“ behandelt das umstrittene Footballprogramm der University of Miami Hurricanes, die in den 80ern als Emporkömmling die Welt des College Football komplett auf den Kopf stellte.

Darin wird aufgezeigt, wie Miami/FL zu dieser Zeit unter Coach Howard Schnellenberger vorging, um aus einem quasi unsichtbaren Programm die dominanteste Dynastie jener Zeit zu bauen: Schnellenberger, ein kauziger Schnauzbart, brach sämtliche Konventionen und ging als erster mit seinem Trainerstab furchtlos hinein in die Ghettos von Südflorida und fand dort die besten Athleten (nicht unbedingt: die besten Studenten) Amerikas. Es war gleichzeitig die Zeit, in der die Tony Montanas in Miami die Straßen kontrollierten. Und das pathetische Publikum in der Orange Bowl wurde durch unkontrollierbare Massen ersetzt und verdrängt. Sports meets Culture. The U = Lifestyle galore.

Entsprechend eng verbandelt waren ab sofort Mannschaft und Uni mit der Ghetto-Kultur, umso mehr nach der sensationellen ersten (von insgesamt fünf) National Championship 1983/84 gegen die legendären, bodenständigen, traditionellen Nebraska Cornhuskers. Auf der anderen Seite wollte das Präsidium der University of Miami, eine eher kleine Privatuniversität, ihren Ruf als exzellente akademische Institution nicht verlieren und schikanierte intern sachte die eigene Mannschaft wo es ging.

Auf Schnellenberger folgte die gestriegelte Betonfrisur Jimmy Johnson (heutiger Studiopundit bei Fox (?) oder CBS), ein Coach, der im Film als Mann mit weißer Schale, aber schwarzem (im Sinen von: afroamerikanischem) Herzen charakterisiert wird. Johnson führte das Programm bis zu seinem unerwarteten Abgang in die NFL (Dallas Cowboys) zu ungekannten Höhen, aber auf der anderen Seite machte sich Miami durch seine laute, ungehobelte Art nicht nur Freunde. Das Programm sorgte für Rekordeinschaltquoten. Das Programm spaltete.

Und so ging es weiter. Legendäre Siege und Niederlagen folgten. Die hasserfüllten Rivalitäten mit Notre Dame („Catholics vs Convicts“) und der anderen Großmacht Floridas, FSU („Wide Left“),werden aufgearbeitet, wie auch die Miami Rule, das Verbot von dutzenden – grenzwertigen – Jubelgesten, die die Canes-Spieler in einem Bowlspiel gegen Texas aufführten und damit bei den Assauers und Neubergers des College Football Ekelherpes hervorriefen.

Die Doku gab mir bei ihrer Erstausstrahlung vor zwei Jahren ein recht gutes Gefühl, welchen „Impact“ Miami/FL für die heile College-Footballwelt einst gehabt haben muss, und sie macht verständlich, warum bei nun mittlerweile fast zehn Jahren sportlichem Mittelmaß immer noch ein solcher Terz um dieses Programm und ihre Aura gemacht wird.

Sehtipp für die, die heute noch nichts vorhaben.

Race for Top-Draftpicks 2013

Dem NFL-Draft 2013 wird womöglich der ganz große Superstar-Name der letzten Jahre á la Suh, Newton oder Luck abgehen und es fehlt der can’t miss-QB, aber der Jahrgang wird besonders in den beiden Lines entlang der Anspiellinie exzellent besetzt sein, vielleicht sogar mit einem Deutschen, dem DE Björn Werner, ein sophomore junior von Florida State, der, wenn er ein Jahr verfrüht in den Draft geht, als sicherer Top-10 Pick gehandelt wird.

Die Picks 1 und 2 werden sich höchstwahrscheinlich die Kansas City Chiefs (2-12) und Jacksonville Jaguars (2-12) untereinander ausmachen; KC ist wegen der schwächeren Bilanz in Conference-Spielen in der „Führungsposition“, und muss nur noch gegen IND und @DEN verlieren. Chiefs und Jags: Jahrelang im Siechtum und auf QB-Suche, aber immer etwas zu wenig schlecht für den Top-Pick. Da ist es 2012/13 mal soweit, und dann ausgerechnet in einem Jahrgang ohne „sicheren“ Franchise-QB…

Die Chiefs haben mit .469 den viel einfacheren Strength of Schedule (SOS) als Jacksonville (.541) und werden daher bei zwei weiteren Niederlagen an #1 picken. Wait – Chiefs haben einen schwachen Schedule gespielt und trotzdem nur zwei Siege geholt?

Für die Picks 3-5 haben wir drei punktgleiche Kandidaten mit 4-10 Bilanz: Lions, Raiders, Eagles. Oakland aktuell mit dem schwächsten Schedule (.469) an #3, Philadelphia mit .505 an #4, Detroit mit .542 an #5.

Danach haben wir sechs Teams mit 5-9 Bilanz: Chargers (aktuell #6, .474), Browns (#7, .480), Bills (#8, .500), Titans (#9, .526), Panthers (#10, .536) und Cardinals (#11, .543).

Tampa Bay (!) mit 6-8 und .469 aktuell an #12, und auch Miami, die Jets und New Orleans sind jeweils 6-8 und haben noch „Chancen“ auf einen Top-10 Pick. St Louis mit 6-7-1 dagegen kaum noch.

NFL Notizblock Woche 15 – Colts@Texans

Die Spielplanmacher der NFL haben die beiden matchups zwischen den Indianapolis Colts und den Houston Texans dieses Jahr in die letzten drei Wochen der Saison gelegt. Damit konnten die Überraschungs-Colts (9-4), die bisher in mehr als einem Sinne vom Luck profitierten, mit einem Sieg gegen die Texans (11-2), die Montag nacht von den Patriots grün und blaub geprügelt wurden, weiter im Rennen um die Krone der AFC South bleiben. Was daraus wurde:  Weiterlesen