Rose Bowl 2013 Preview: #6 Stanford Cardinal – Wisconsin Badgers

Draft 2013

Who to watch

Wisconsin

RB  Montee Ball
OT  Rick Wagner
CB  Devin Smith

Stanford

TE  Zach Ertz
OLB Chase Thomas
RB  Stepfan Taylor
LB  Shayne Scov

Das größte Highlight einer jeden Bowl Season neben dem Championship-Game ist mit Sicherheit die Rose Bowl zu Pasadena, vor allem wegen des Ambientes: 14h Ortszeit, blumige Neujahrsparade, Feuerwerk bei gleißendem Sonnenschein, und mitten zwischen den Hügeln eingebettet die wunderschöne Schüssel von Pasadena, die „Rose Bowl“, Endspielstadion der FIFA-WM 1994 und über 90.000 Mann fassend, und Namensgeberin des Footballterminus „Bowl“ für so ziemlich jedes Post-Season-Spiel.

Die Rose Bowl sieht traditionell (sofern nicht einer im BCS-Finale steht) die Sieger der Pac-12 und Big Ten Conference gegeneinander, und so auch diesmal. Das Matchup lautet #6 Stanford Cardinal (11-2) gegen Wisconsin Badgers (8-5), und es könnte interessanter werden als es die Ansetzung herzugeben scheint.

Das beginnt bei Wisconsin, das heuer ein down year hatte, sich nach zahlreichen Abgängen (u.a. QB Russell Wilson, halbe Offense Line) lange Zeit schwer tat und überhaupt nur in der Position für seine dritte Rose Bowl en suite war, weil mit Ohio State und Penn State zwei bessere Mannschaften gesperrt sind. Und dann machte man Nebraska im Conference-Finale mit 70-31 (!) nieder. Freilich hielt das Hoch nicht lange an, und Head Coach Bret Bielema wechselte in die SEC zu Arkansas. Der Nachfolger ist mittlerweile bekannt: Gary Andersen von Utah State, aber heute wird ein anderer Mann coachen: Barry Alvarez.

Alvarez ist eine jener Gestalten, die zur Verkörperung eines Programms taugen, ein Multi, der lange Zeit als Chefcoach die Identität Wisconsins formte, dann seinen Nachfolger Bielema heranzog, und nun nach dessen überraschendem Abgang offiziell von der Mannschaft (!) gebeten wurde, dieses Spiel zu coachen.

Wisconsin ist nur 8-5, klar, und hatte kein richtig gutes Jahr. Auf der anderen Seite ist diese Mannschaft 2-5 in engen Spielen; lass zwei davon anders ausgehen, sie sind 10-3 und unsere Wahrnehmung von dem Team ist eine völlig andere.

Wisconsins Defense ist richtig gut, aber die Offense ist problematisch: Es gibt kein alternatives Passspiel, wenn das Laufspiel gestoppt wird; gegen viele Gegner reichen die vielen Yards des RB Montee Ball und Co., aber Stanford ist ein Kaliber, gegen das du nicht ohne Luftweg bestehen kannst: Die Defense ist mit ausgeglichener Offense und perfekter Spielzugausführung bezwingbar, aber man darf getrost skeptisch sein, wie das aussieht, wenn Gegners Quarterbacks null Gefahr ausstrahlen.

Stanfords Offense kommt auch in aller erster Linie über Physis und seinen RB Stepfan Taylor, aber der Schlüssel wird der schwer gehypte Freshman-QB Kevin Hogan sein, und wie Hogan nach seinem exzellenten Karrierebeginn (erst vier Starts) mit dem Druck eines Millionenpublikums zurecht kommen wird. Hogan… das ist ja einer der Treppenwitze, dass Stanford mit dem Super-QB Andrew Luck nun Jahr für Jahr am Pac-12 Titel gescheitert ist, und ausgerechnet im ersten Jahr „post Luck“ und im zweiten „post Harbaugh“ in der begehrten Rose Bowl steht.

Und ich halte die Cardinal für favorisiert, aber ebenso Wisconsin für lange nicht so chancenlos, wie man es von einem Team erwarten würde, das noch nichtmal in den Top-25 gerankt ist. Das Simple Ranking System (SRS) sieht Stanford auch „nur“ mit fünf Punkten vorne.

Also: Rose Bowl heute ab 23h bei ESPN America.

4 Kommentare zu “Rose Bowl 2013 Preview: #6 Stanford Cardinal – Wisconsin Badgers

  1. Danke für den tollen Bericht, die Vorfreude steigt. Ich hoff Montee Ball hat einen guten Tag und bringt ordentlich Yards und ein paar TDs… 🙂

  2. Endlich mal ausverkaufte Hütte in der Bowl Season? Check.

    Kuriose Hymnenperformance? Check.

    Feuerwerk bei gleißendem Sonnenschein? Check.

    Kann losgehen!

  3. Richtig tolle Stimmung da. Hab ja befürchtet dass Stanford sein Kontingent nicht losbekommt. Aber tolles Flair im Stadion.

  4. Über 93.000 Zuschauer, geil! Nach fulminanten Start ging das Spiel in eine knüppelharte Defense Schlacht über, die nach dem ersten und einzigen turnover des Spiels entschieden wurde.

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