Fiesta Bowl 2013 live: Kansas State – Oregon

Preview

Fiesta Bowl 2013.

Draft 2013

Who to watch

Oregon

DE #96 Dion Jordan
OT #74 Kyle Long
RB #24 Kenjon Barner
LB #47 Kiko Alonso
P  #49 Jackson Rice
S      John Boyett
       (inaktiv)

Kansas State

LB #4  Arthur Brown
WR #3  Chris Harper
DE #42 Meshzak Williams
QB #7  Collin Klein
CB #24 Nigel Malone
FB #37 Bradon Wilson

Aus Spoilergründen machte ich hier oben nun „zu“. Nach dem Sprung gibt es den Liveblog zum Spiel und eine vier Absätze lange Recap zu beiden Mannschaften und der möglichen NFL-Zukunft für Oregon-HC Chip Kelly, der morgen früh in Glendale mit den Cleveland Browns verhandeln soll.

[05h51] Endstand Oregon Duck 35, Kansas State Wildcats 17.

Am Ende war es ein deutlicherer Sieg der Ducks als man hätte annehmen können, und er war vor allem den ausgelassenen Chancen der Wildcats in der ersten Halbzeit sowie einem ganz schwachen dritten Viertel von Kansas State geschuldet; keine Frage: Oregon hätte womöglich auch sonst gewonnen, aber es wäre nicht so deutlich geworden.

Für Kansas State (11-2) war es ein enttäuschendes Saisonfinale, für Collin Klein (Sr.) muss es ein höllisch niederschmetterndes Ende einer großartigen College-Karriere sein: Oregon hatte auf fast alle typischen Klein-Plays eine Antwort und die Würfe Kleins waren auch nix, womit man NFL-Scouts noch durch die Hintertür hätte beeindrucken können.

Oregon (12-1) brachte vor allem ab dem zweiten, vor allem aber ab dem dritten Viertel sein gefürchtetes Laufspiel um Barner/Mariota/Thomas durch und gewann verdient. Es bleibt nun abzuwarten, ob und wie sich die Mannschaft nach dem allseits erwarteten Abgang Chip Kellys in die NFL entwickeln kann – andere Footballprogramme, die sehr „trainerlastig“ waren, hatten in der Vergangenheit Probleme, wenn die Headcoach-Ikone plötzlich weg war.

Bei Kelly bin ich gespannt wie ein Regenschirm, was der in der NFL wird aufstecken: Kelly lebte von einem System, das brutal gutes Recruiting nicht der besten, aber der schnellsten Athleten brauchte, und das ist ein Thema, mit dem er in der NFL kaum wird punkten; ich bestreite nicht, dass diese „Zone-inside“ Läufe in der NFL Erfolg haben können – aber sie werden gegen annähernd gleichen Speed in der Defense ankämpfen müssen. Das beste Attribut Kellys dürften demnach seine anerkannt fassungslos guten Trainingsmethoden sein, von denen man quer durch die Lande schwärmt und die auf Fokussieren/Konzentrieren auf das Wesentliche getrimmt sind. Vielleicht ist dies Kellys größte Stärke, und wenn, wird er wegen dieser in der NFL Erfolg haben.

[05h48] INT gegen Klein, Spiel over. Klein ging für einmal tief.

[05h45] Oregon 35, K-State 17/Q4. Oregon fühlte sich sichtlich unwohl mit seiner auf Maximierung der verbrauchten Zeit ausgerichteten Offense: Nicht nur einmal standen Mariota, Barner und Co. ungeduldig eine halbe Minute lang an der Anspiellinie und wollten loslegen. Am Ende über 5min verbrannt und es bleiben nur mehr 2:30min.

[05h34] K-State mit ungefähr so viel Stress wie damals die Eagles im Superbowl, und dann punten sie mit siebeneinhalb Minuten auf der Uhr den Ball weg!

[05h27] Schneller Stop gegen die Ducks, die auch keinen überragenden Tag im Passspiel haben.

[05h20] Oregon 32, K-State 17/Q4. K-State back to the roots, viel RB #33 Hubert, und am Ende ein Rückhandpass zum TD; Oregons Defense wehrte sich mit Händen und Füßen, aber mit dem vielen Klein-Klein (harhar) klappt die Wildcats-Offense gleich besser.

[05h10] Ende Q3. Ganz schwaches Viertel von Kansas State, die von ihrer Offense weggingen und fast ausschließlich den Wurf suchten, was zur Überraschung von niemandem schief ging. Schade, denn K-State hätte eigentlich schon den ganzen Tag von sehr guten Feldpositionen profitiert. Oregons Offense klappte dagegen gut und produzierte drei sehr lange Drives zu 2 TDs.

[05h08] Dringend benötigter Stop der Wildcats gegen Oregons Mariota im 4th down nahe der RedZone: Sack von #42 Williams und Kansas State bleibt zumindest theoretisch noch im Spiel.

[04h58] Update: Oregon bekommt einen Zusatzpunkt aufgrund einer sehr seltenen Situation: Der Block war von einem K-State Spieler (#44) zurück in die EndZone getragen worden und dort für einen „1pts-Safety“ getackelt. Also doch: Oregon 32, Kansas State 10. Hatte ich noch nie gesehen (Kommentator Brad Nessler hatte mir das noch voraus („saw that 1 time before“), aber Nessler ist auch seit 50 Jahren dabei)

[04h51] Oregon 31, K-State 10/Q3. Ein Mariota-Drive: QB Marcus Mariota mit zwei großen Scrambles; am Ende wird dann der PAT geblockt, aber sie hatten eh den einen „Gratispunkt“ von Spielbeginn.

[04h44] Kansas State hat anscheinend den Lauf aufgegeben und wirft sich gerade einen Wolf – zumindest jeweils die dreimal bis zum three’n’out. Not good.

[04h39] Oregon 25, K-State 10/Q3. Für Momente gibt es wieder Ansätze dieser fantastischen Offense, die eine Defense mit bloß 10-12 sek zwischen Spielzugende und nächstem Snap komplett fertig machen kann; nach einem weggeworfenen Ball trotz völlig offenem WR #1 Huff in der EndZone muss Oregon aber mit dem etwas enttäuschenden Field Goal Vorlieb nehmen.

[04h30] Schwache Eröffnungsserie der Wildcats in der zweiten Halbzeit mit unmotivierten Incompletions und einem verschwendeten Timeout, das u.U. noch weh tun wird.

[04h02] Halbzeit in Glendale.

Zwei „Kleinigkeiten“, die bisher den Unterschied am Scoreboard ausmachen: Der 94yds-TD Return des DeAnthony Thomas zu Beginn, und der False Start des Offensive Tackles gegen Ende der Halbzeit. Ansonsten ist Kansas State in allen Bereichen gleichwertig; beide Offenses sind etwas ineffizienter in 3rd downs als über die Regular Season; beide Offenses haben Probleme mit einer extrem aggressiven Front-Seven. Was Oregon bisher gut macht: Sie haben das Scrambling des QB Collin Klein recht gut unter Kontrolle (10 Läufe für 10yds).

[03h59] Oregon 22, K-State 10/Q2 0:14. Und so schnell geht’s. 5 Plays, 77yds, 46 sek. Wenn du diese Offense auch nur 1sek anziehen lässt, wirst du überfahren – diesmal von den Speedstern #24 Barner und TE Lyerla.

[03h55] Hmmm. K-State mit einem 4th-and-1 an der RedZone, probiert den „Hard Count“ für eine Offside, aber wie’s so geht macht der LT mit der #78 ein False Start und der Kick geht dann aus 40yds entsprechend vorbei; K Cantele kommt ohne Anschiss von Bill Snyder davon, den kriegt schon der Offense Tackle. 1:00min verbleiben.

[03h48] …bzw. die erste Offense schon wieder aus dem Spiel? K-State mit dem Stanford-Rezept: Möglichst physische Aufstellung in den ersten Downs, Kontrolle an der Line of Scrimmage, und Oregon zu langen 3rd downs zwingen. Oregon probiert danach einen Punt-Fake, der scheitert, K-State beginnt an der ORE 40.

[03h42] Oregon 15, K-State 10/Q2. Eben ein Oregon-Verteidiger mit Kreuzzeichen – wohl dafür, dass K-State sehr nahe der GoalLine eingebremst wurde. Keine Frage: Jetzt ist auch die zweite Offense im Spiel, K-State bringt nun immer mehr von WR Harper ins Spiel.

[03h28] Kuriose Szene eben, als ein weit offener RB #24 Barner auf dem Weg zum sicheren TD den Blick für einen langen Ball verlor, weil sich sein Blick wohl irgendwo auf den Tribünen des riesigen Stadions verlor (Glitzerwelten in Glendale). Punt der Ducks.

[03h21] Oregon 15, K-State 7/Q2. Wir bekommen erste Eindrücke von dem, was K-States Offense so groß macht: Drei, vier Formationen (u.a. die alte Weak-I Formation), Option-Plays, QB-Scrambles, und ein tänzelnder RB #8 Angelo Pease; eine PI gegen Oregons Defense hilft und in der RedZone vollendet Klein.

[03h02] Oregon 15, K-State 0/Q1. Oregons Offense kommt ins Rollen: QB-Scrambles per Design, ein tänzelnder RB #6 Thomas über außen, ein von Thomas zum TD transformierter Kurzpass, weil in die Linebackers zwar zu greifen, aber nicht zu Boden bringen. Noch keine richtige Präzision in den Pässen des Marcus Mariota, aber es reicht vorerst.

[02h54] K-State kommt diesmal ein 1st down weit, dann bringen unkonventionelle Oregon-Defenses und ein leicht hinterworfener Ball des Collin Klein schon wieder den Punt.

[02h46] Die erste „richtige“ Angriffsserie der Ducks zeigt uns brutal aggressive Front-Seven von K-State, womit Oregon Probleme hat, sein Laufspiel nicht ins Gehen bringt. Nach zwei Strafen und zwei Raumverlusten gibt es einen Punt.

[02h38] K-State beim dritten Down mit einem Pass, und ESPN sprach entsprechend von einem „Trick Play“ (sic!). Im vierten Down und 1 dann blieb die Oregon-Linebackercrew aggressiv und diszipliniert, und bremste Collin Klein ein!

[02h31] 12sek gespielt: Oregon 8, K-State 0. Der Auftakt ist dann mal ja würdig: Opening Kickoff, „Black Mamba“ #6 DeAnthony Thomas returniert gleich mal rechts runter 94yds zum Touchdown! K-State sieht zum ersten Mal „Speed“. Und #Kellybewerbung fürdieNFL: 2pts-Conversion aus einer coolen Aufstellungsformation.

[02h28] Super Stimmung in Glendale/AZ. Kann losgehen.

3 thoughts on “Fiesta Bowl 2013 live: Kansas State – Oregon

  1. War das bei der Two Points Conversion der Defensive End (Dion Jordan), der die Punkte machte?

  2. Nachtrag noch zu diesem sehr bizarren PAT/Safety für Oregon:

    a) Football Outsiders gibt eine schöne Beschreibung des Plays und der Regelkunde dahinter.

    b) Gefunden in den Allesaussersport-Kommentaren (Kommentator tonymontana): Brad Nessler, der heute Nacht kommentierte, kommentierte exakt eine solche Situation schon mal 2004 bei Texas-Texas A&M – und damals hörte sich das sehr lustig an (heute Nacht meinte Nessler gleich mal, er habe sowas schonmal gesehen gehabt, eben 2004):

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