NFC Divisionals 2013: San Francisco 49ers – Green Bay Packers

[05h37] Endstand San Francisco 49ers 45, Green Bay Packers 31.

Kantersieg der 49ers, der spätestens ab Ende drittem Viertel nicht mehr infrage gestellt wurde. Es war eine beeindruckende Vorstellung der 49ers, die nun, egal wer der Gegner sein wird, als leichter Favorit in ihr Halbfinalspiel gehen werden, und als insgesamt größter Superbowlfavorit nach dem Ausscheiden der Broncos.

QB Kaepernick wird nächste Woche auf alle Fälle eine fiesere Defense sehen, aber das heute war eine weitere kleine Sternstunde und seine vielleicht beste Saisonleistung.

[05h31] San Francisco 45, Green Bay 31/Q4 0:57. WR Jennings, zwei Plays nach einer windelweichen PI gegen DB #25 Brown.

[05h26] Die Gesichter bei den Packers schauen nach schwerer Depression aus, und auf dem Feld entlädt sich das in mehr oder weniger kleinen Schlägereien. Wohin geht die Reise für diese Mannschaft? In der Offense droht der Abgang von WR Greg Jennings und WR-Urgestein Driver, in der Defense wird CB-Allzweckwaffe Woodson auch nicht mehr ewig spielen können. Der Kern der Packers ist immer noch jung, aber sie sind ebenso auf einen funktionierenden Receiving-Corp und das Ballnäschen Woodsons angewiesen…

[05h19] Es ist nichtmal so, dass McCarthy die Partie vercoacht hätte, zumindest nicht, dass man es an einem Play ausmachen könnte (außer vielleicht der mutlose Punt beim 4th und 4 vor zwanzig Minuten). Es war heute einfach ein hoch überlegener Gegner auf dem Feld. In etwa so hatte ich die Dominanz der Broncos im Spiel vorhin erwartet gehabt. Die Packers haben keine Antwort auf die Kombination des 49ers-Laufspiels und die 150 km/h-Bomben des Colin Kaepernick. Game over.

[05h14] San Francisco 45, Green Bay 24/Q4 3:34. Der Sargnagel. Schon wieder ein 93yds-Drive der 49ers, diesmal bevorzugt über das Laufspiel, das gegen eine resignierte Packers-Defense blendend gut funktioniert. Hilfreich war auch ein Offside-Sprung von DT #90 Raji im 4th-und-1, als San Francisco wohl kaum mehr gesnapt hätte. San Francisco hatte heute Scoring-Drives von 80, 9, 48, 62, 80, 93, 93 Yards. Noch Fragen?

[05h02] Rodgers wird nun vom 49ers-Passrush mächtig eingeheizt, aber trotzdem fehlen bei einem tiefen Ball für WR #85 Greg Jennings nur Zentimeter, und Jennings wäre zum Anschluss-TD durchgelaufen. Weil’s auch für die Packers nicht jeden Tag gleich läuft, iss’ers nicht, ergo Punt.

[04h55] San Francisco 38, Green Bay 24/Q4 14:57. 2yds-TD RB Gore. Diesmal ein lauflastiger Drive mit vielen späten Ballübergaben für RB #21 Frank Gore über die Spielfeldmitte. Dazwischen reingemixt ein atemberaubender Pass über 44yds genau in den Lauf eines exzellent gedeckten TE Davis. Die 49ers zwingen die Packers nun zur Eindimensionalität und Rodgers zum „Comebacken“, etwas das ihm nicht so besonders liegen soll, und möglicherweise zum einen oder anderen Onside Kick.

Drittes Viertel

[04h52] Ende drittes Viertel und selbst einem Stinkstiefel wie mir fällt es schwer, sich der Magie dieser Kaepernick-Bomben downfield zu entziehen.

[04h44] Die Front-Four der 49ers (DL + Aldon Smith) macht immer mehr Terz an der Anspiellinie, und dazu kommen die verzögerten fiesen Hits der blitzenden Linebackers Bowman/Willis: Aaron Rodgers kassiert heute auch Prügel, und vor allem: Ohne Zeit kommen die Packers maximal 2-3 1st downs weit, dann muss wieder gepuntet werden.

[04h37] San Francisco 31, Green Bay 24/Q3 7:16. Angetäuschte Ballübergabe Kaepernicks für einen Running Back, dann staret Kaepernick los, zündet den Nachbrenner und rennt allen auf und davon zum 56yds-Touchdown.

[04h33] San Francisco 24, Green Bay 24/Q3 9:25. Und der nächste Katastrophenkicker nagelt ihn rein: Crosby, oft abgeschrieben, nie abgeschoben. Bei Green Bay fällt nun immer mehr auf, wie schwer sich die „Blind Side“ (ergo LT #74 Newhouse) gegen die Combo Smith/Smith tut. Rodgers kommt mit Improvisation noch durch, aber da ist jedes gewonnene Yard hart erkämpft.

[04h22] Beide Offenses führen sich mit schnellen Punts in die zweite Halbzeit ein; die Packers bringen weiterhin nicht ausreichend Druck auf die Pocket zustande, wollen nun aber offenbar verstärkt blitzen.

[04h16] Interessant ist auch der Split in der Leserschaft: Waren im ersten Spiel vor allem deutsche Leser hier aktiv, sind es seit dem Kickoff der zweiten Partie die Österreicher, die sich fürs Spiel interessieren, obwohl wir mittlerweile halb fünf schreiben.

Zweites Viertel

[03h58] Halbzeit San Francisco 24, Green Bay 21.

Jeder Drive endet in Punkten, auch dieser kurz vor der Pause. Colin Kaepernick ist der Spieler des Tages bisher: Nur 11/23 im Passspiel, aber für 148yds, 2 TD, INT, und 11 Scrambles für 107yds. Kaepernick läuft wieder einmal sehr schnell los, aber wie der Mann sich aus einer scheinbar kollabierenden Pocket mit einem 30yds-Lauf rauszwirbelt, hat was. Wenn das so weitergeht, ist heute Vicks QB-Scramblerekord in Gefahr (176yds irgendwas).

San Francisco dominierte die Partie in Sachen Ballbesitz (22min zu 8min) Spielzügen (48 zu 20), und Yards (313 zu 152), führt aber nur mit 3 Punkten. Gründe dafür: Der INT-Returntouchdown des Sam Shields, und die Strafenorgie gegen die Niners: 6 Penaltys für 64yds.

[03h42] San Francisco 21, Green Bay 21/Q2 2:39. Humorlose Anwort der Packers: 6 Plays, 80yds, TD. Rodgers 3/3 für 45yds, mit zwei großartigen Pässen in enge Wurfbahnen für WR #89 James Jones. Rattenscharfe Bälle auf beiden Seiten, und wir haben einen Shootout, der an Unterhaltungswert mit DEN-BAL mithalten kann.

[03h36] Nach dem Taunting war es „nur“ ein versetztes 1st-and-10 und kein 1st-und-25, weil Kaepernick sich unsportlich gegenüber dem Gegner verhalten hatte. Hätte er es vor oder gegen die Refs gemacht, wäre es 1st-und-25 gewesen. #wiederwasgelernt

[03h34] San Francisco 21, Green Bay 14/Q2 5:26. Eins muss man Kaepernick lassen: Diese Pässe haben ästhetischen Mehrwert. Der zweite TD-Pass für WR #15 Crabtree war optisch minimum zwei Touchdowns wert. Sensationell, nur zwei Downs nach einer überflüssigen Strafe seinerseits wegen „Taunting“ (Gegner-Verarsche).

[03h25] Turnover coming quick: Rodgers (bis dahin 2/6 für 51yds) geht im dritten Down tief, aber dort, wo der Ball landet, steht meilenweit nur CB #25 Tarell Brown, der Ball abfängt und noch dazu sehenswert returniert. Hat Rodgers den um 15m überworfen oder wollte er ins Niemandsland werfen?

[03h17] San Francisco 14, Green Bay 14/Q2 10:59. #15 Crabtree auf einer „Cross“-Route und kein Linebacker auch nur in unmittelbarer Nähe. Crabtree kann die 13yds durchlaufen. So was nennt man dann „underneath“.

[03h13] Craziness geht weiter: Punt, Fumble des Punt Returners #10 Jeremy Ross (hehe, #10 in fumbelt in San Francisco in den Playoffs nen Punt?), SF übernimmt an der GB 9, und so wie die beiden Teams da auftreten, bleibt es nicht der zweite und letzte Turnover.

Erstes Viertel

[03h02] San Francisco 7, Green Bay 14/Q1 0:29. Fantastischer Catch von WR #89 Jones, und im nächsten Play geht der neueste RB DeJuan Harris über die Mitte und einen verarschten Justin Smith durch zum TD.

[02h51] Und weiter geht es mit Runde 2. Preview habe ich hier verfasst. Spielstand bisher Kaepernick-mäßig 7-7: INT-Return Shields und 20yds-Scramble Kaepernick.

14 Kommentare zu “NFC Divisionals 2013: San Francisco 49ers – Green Bay Packers

  1. Das war ja ein Quantensprung in Sachen Spannung zu letzter Woche. Hoffe das geht jetzt so weiter. Run Kapernick Run!

  2. @korsakoff: Kommts mir eigentlich nur so vor oder rennen QBs mittlerweile wirklich mehr selbst als „früher“ bzw. vor ein paar Jahren? Zumindest bei den Jüngeren/Rookies scheints ja Mode zu sein ^^ 😉

  3. Gab’s früher auch schon. McNair, McNabb und Vick waren famose Beispiele der letzte 15 Jahre. Resultat: McNair war mit 30 ein körperliches Wrack, McNabb fiel wenigstens 2 Saisons mit Knöchelverletzungen aus und wurde zum Pocket-Passer mutiert, und Vick… hat auch nie den Durchbruch geschafft, weil er eben stets zu schnell losgelaufen war.

  4. Aber die Anzahl an guten Scramblern hat schon deutlich zu genommen. Willson Rg3 Kaepernick Newton,,,

  5. 2002 hatten wir auch McNair, Vick, McNabb, Kordell Stewart.
    Der Unterschied: Diese Leute 2012 können viel, viel besser werfen (als zumindest Vick und Stewart und mit Abstrichen McNair), deshalb besteht die Chance, dass die Erfolge nachhaltiger sind.

    Newton zeigte dieses Jahr, dass seine Rookiesaison kein Zufall war; Newton war sogar besser als 2011. Wilson/Kaepernick/RG3 müssen sich noch im zweiten Jahr und darüber hinaus beweisen.

  6. Bin froh die zweite Halbzeit nicht gesehen zu haben. Die Erste war für die Packers nicht toll, aber auf Augenhöhe. Ohne den Fumble hätte man vielleicht geführt.
    Für mich ist damit die Saison mehr oder weniger vorbei. Freilich verfolge ich die restlichen Spiele, werde mir dafür aber keine Nacht um die Ohren schlagen…

  7. Die 2. Halbzeit war leider gar nix mehr, die Packers kamen nie auch nur annähernd in Schwung und die 49ers haben das hochverdient gewonnen, so fair muss man sein. Kaepernick war toll und das trotz des ungünstigen Beginnes mit der Interception, der Mann hat einfach enormes Selbstvertrauen. Eigentlich ist es ein Wunder das die Packers mit dem Stückwerk so viele Punkte ans Board gebracht haben. An der O-Line muss in der offseason dringend gearbeitet werden, Rodgers ist einfach immer nur unter Druck und hat kaum Zeit in der Pocket. Alles Gute den 49ers, ich seh euch im Oktober in London! 😀 *freu*

  8. verdienter Sieg der 49ner , mus man anerkennen , die 49ner deff hat zuviel druck gemacht + Kaepernick hat ein sehr starkes spiel gemacht !

  9. Pingback: 2020 Divisional Playoffs Preview: Rams @ Packers | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

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