Die Tight Ends im NFL-Draft 2013

Tight End ist eine Modeposition in der heutigen NFL, und das ist keineswegs negativ gemeint: Innovative Offensivgeister fanden immer wieder spezielle Athleten, die zur Evolution der TE-Position beitrugen und sie zu dem machten, was sie heute im Optimalfall sind – wandelbare Schachfiguren, die Mismatches kreieren, weil sie von Linebackers, Safetys und Cornerbacks gleichermaßen schwer abdeckbar sind. Der TE-Prototyp von heute ist 1,98m groß, bullig, läuft alle Mitteldistanzrouten, hat sichere Fanghände und räumt auch kräftige Linebackers im Blockspiel aus dem Weg. Das sind Hammeranforderungen. Aber bis die Defense mit neuen Schemen reagiert und die entsprechenden Abwehr-Athleten hochgezüchtet sind, gibt es noch zwei Jahre Fenster. Und erstmal sucht jeder den neuen Gronkowski oder Jimmy Graham.

Prospects 2013

Name                  Rd
Tyler Eifert          1
Zach Ertz             1-2
Vance McDonald        2-3
Gavin Escobar         2-3
Travis Kelce          2-4
Dion Sims             2-4
Jordan Reed           3-4
Jake Stoneburner      3-4
Chris Gragg           3-4
Nick Kasa             4-7

Mayocks Top-5

1 - Eifert
2 - Ertz
3 - Escobar
4 - Kelce
5 - McDonald

Eher der neue Hernandez ist TE Jordan Reed, wie einst Hernandez von der University of Florida kommend und mit nur knapp 105kg ein dreiviertel-Wide Receiver. Reed gilt als weniger talentiert als es Hernandez vor drei Jahren war, aber dafür auch nicht als Problemkind (wie einst Hernandez). Nach allem, was man von Reed kennt, ist das ein eher unzuverlässiger Ballfänger, der, wenn’s ums Blocken geht, mehr als dreiviertel-WR ist, sprich: Nur unter Auflagen gebräuchlich.

Die attraktiveren Tight Ends sind andere: Tyler Eifert von Notre Dame zum Beispiel, sowas wie „Gronkowski light“. Eifert gilt als Klassenbester, knapp vor dem etwas bulligeren Zach Ertz aus Stanford. Beide eint, dass sie eher die Güteklasse „Fänger“ denn „Blocker“ sind, aber das passt dann auch ganz gut in die Denke von moderneren Coaches.

Ein cooles Prospect ist Gavin Escobar von San Diego State. Am College eher unbeeindruckend, aber mit fast 2m Körpergröße und der Schrittlänge eines Tieres durchaus gebaut wie ein kräftigerer Randy Moss. Escobar wiegt 115kg, was man ihm nicht ansehen würde, also müssen sich unterm Shirt ganze Muskelberge verbergen. Gibt Scouts, die ihn für überschätzt halten; andere nähmen ihn in Runde 2 mit Kusshand. So früh wird Vance McDonald nicht gehen: Macky war Tight End bei Rice, was für eine Bewerbung als fangstarker Mann in etwa so attraktiv ist wie Fliegenschiss im Nachtisch. Kam mal ein Ball vorbei, war McDonald überrascht genug um ihn fallen zu lassen. Schwer vorstellbar, dass er vorm Samstag vom Tablett ist.

Schließlich der X-Faktor Travis Kelce aus der merkwürdigen Offense der Cincinnati Bearcats. Rein vom spielerischen Standpunkt sehen alle ein, dass Kelce zu den Top-Athleten gehört. Aber es gibt unter der Hand Gemurmel über Kelces Umfeld. Nix genaues weiß man nicht, aber die Bekundungen von Kelce klingen so halbherzig, dass was Ungutes dran sein muss. Als gesichert gilt nur: Vor etwa zwei Jahren war Kelce in einen „Vorfall“ (nicht weiter präzisierbar) verwickelt, den Kelce noch heute öffentlich bereut. Risikotyp. Kaum vor Ende zweite Runde.

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