NFL Draft 2013 – die zweite Nacht im Liveblog

[02h55] Die Radio City Music Hall leert sich schön langsam und auch wenn noch etliche namhafte Spieler und sehr viele Quarterbacks auf dem Präsentierteller sind, verabschiede auch ich mich für heute Nacht.

Die zweite Runde war teilweise interessanter als die erste, und sie bot auch die beiden Höhepunkte, was die Lautstärke im Saal anging, als zufällig hintereinander Te’o und Geno Smith vom Tablett gingen.

Das NFL Network war auch mit der „kleineren“ Besetzung besser drauf, wenn auch die Fokussierung auf Te’o und Smith irgendwann zuviel wurde. NFLN schwang zudem heute Nacht häufig vom Thema ab und besprach Belanglosigkeiten, eingepackt zwischen etlichen Werbeblöcken. Ich bleibe im Prinzip bei meiner Kritik von gestern: Am besten war es, als Eisen und Mayock allein ihr Feuerwerk abbrannten. Also kein Faulk, Billick, Mooch, Irvin oder Davis.

[02h48] OG Larry Warford an #65 für die Detroit Lions. Klarer need-Draft für Detroit, die hintereinander Defense Line, Secondary und Offense Line drafteten. Mayock überschlägt sich gerade mit Lob über Warford („hat Sheldon Richardson komplett pulverisiert; ist in der richtigen Offense ein Superstar in spe“).

[02h46] Die dritte Runde hat nur noch fünf Minuten zwischen den einzelnen Picks. An #63 geht der ehemalige Säufer TE Travis Kelce nach Kansas City, an #64 der DB Dwayne Gratz nach Jacksonville.


[02h42] Und so haben sie in der zweiten Runde gepickt:

#33  JAX  S   Jonathan Cyprien
#34  TEN  WR  Justin Hunter
#35  PHI  TE  Zach Ertz
#36  DET  CB  Darrius Slay
#37  CIN  RB  Giovani Bernard
#38  SD   LB  Manti Te'o
#39  NYJ  QB  Geno Smith
#40  SF   DE  Cornelius Carradine
#41  BUF  WR  Robert Woods
#42  OAK  OT  Menelik Watson
#43  TB   CB  Johnthan Banks
#44  CAR  DT  Kawann Short
#45  ARI  LB  Kevin Minter
#46  BUF  LB  Kiko Alonso
#47  DAL  TE  Gavin Escobar
#48  PIT  RB  Le'Veon Bell
#49  NYG  DT  Jonathan Hankins
#50  CHI  LB  Jon Bostic
#51  WAS  CB  David Amerson
#52  NE   LB  Jamie Collins
#53  CIN  DE  Margus Hunt
#54  MIA  CB  Jamar Taylor
#55  SF   TE  Vance McDonald
#56  BAL  LB  Arthur Brown
#57  HOU  S   D.J. Swearinger
#58  DEN  RB  Montee Ball
#59  NE   WR  Aaron Dobson
#60  ATL  CB  Robert Alford
#61  GB   RB  Eddie Lacy
#62  SEA  RB  Christine Michael

[02h40] Damit ist die zweite Runde zu Ende (Saints-Pick ist im Zuge von Bountygate in Goodells Hosentasche, Browns-Pick ging letzten Sommer im Supplemental Draft für WR Josh Gordon weg). Ich werde mir noch drei Picks bis Detroit geben und mich dann in die Heia begeben – muss morgen wieder früh raus.

[02h38] Huuuui. Noch ein Running Back für die Seattle Seahawks: Christine Michael von Texas A&M, den Mayock liebt (natürlich nur platonisch). Michael gilt bei Mayock als eigentlich bester Back des Jahres, hat aber drei Probleme gibt es: Michael gilt als trainingsfaul, er fumbelt zu häufig und er hat eine Vita voller Verletzungen.

[02h34] Der Pick, den alle seit Stunden, ja eigentlich schon gestern, erwarteten: RB Eddie Lacy geht mit der #61 zu den Green Bay Packers. GM Ted Thompson holt damit tatsächlich mal wieder einen Running Back in einer der hohen Runden. Lacy war wohl zu viel „Value“, um in die dritte Runde zu fallen.

[02h28] Atlanta holt weiter Defensive Backs, diesmal CB Robert Alford.

[02h27] An #59 versucht sich Belichick mal wieder an einem Wideout: Aaron Dobson ist die Wahl. Erneut ein Prospect von einer kleinen Uni (Marshall) aus einer kleinen Conference (C-USA). Die Pats geizen mal wieder nicht mit unkonventionellen Wahlen.

[02h22] Ein Running Back, aber kein Lacy, für Denver: RB Montee Ball. Das ist der Mann, der nix herausragend kann, aber alles n’bissl. Balls größte Assets sind Spielintelligenz, Geduld und Vielseitigkeit. Das ist eigentlich das, was in einer Manning-Offense reicht, wo du nur Draws laufen musst. Dazu ein Need für Denver.

[02h20] An #57 geht S D.J. Swearinger nach Houston. Tolle Situation: Musst nicht sofort spielen, kannst von der Legende Ed Reed lernen.

[02h15] Mal ein Blick auf bekanntere noch ungedraftete Jungs:

  • Eddie Lacy (!)
  • Marcus Lattimore
  • Damontre Moore
  • QBs wie Bray, Nassib, Glennon, Barkley (!), Jones
  • John Jenkins, Jesse Williams
  • Keenan Allen und ein Schlatz weiterer Wide Receivers

[02h14] Der zirka zweidreiviertel Meter breite Jonathan Ogden zieht den interessantesten Linebacker im Draft: Arthur Brown von K-State. Brüderchen vom Eagles-RB Bryce Brown.

[02h11] Das NFL Network übertreibt es schön langsam mit der Te’o-Coverage. Man lasse bitte wieder mehr Mayock ran.

[02h09] TE Vance McDonald (Pick #55) soll in San Francisco den Nachfolger des Delanie Walker geben. McDonald wurde zuletzt in der „10 Pässe pro Saison“-Offense bei Rice verbrannt. Jetzt kriegt er eine „richtige“ Offense bei den 49ers.

[02h06] #AusdemInnenraum: Die zweite Runde findet auf diesem Blog noch deutlich mehr Resonanz als gestern die erste Runde. Nur die Superbowl und drei Playoffspiele waren noch klickzahlenintensiver.

[02h04] Boise States CB Jamar Taylor geht querfeldein über die Staaten, runter nach Miami. Das ist der Pick, den Miami angeblich für LT Albert nach Kansas schicken wollte. Sie machen Gescheiteteres und verstärken die zuletzt bedenklich ausgedünnte Secondary.

[02h01] Der estische Muskelberg DE Margus Hunt wird künftig die Defense Line bei den Cincinnati Bengals verstärken. Hunt ist so ein Prospect, wo irgendwie alle Angst haben, dass die Muckis nur angefuttert sind und er die richtigen Techniken nicht mehr erlernt. Ist 26 und schon auf der Höhe seines Schaffens.

[01h57] Ich hatte es vor fünf Minuten auf Twitter gelesen und seither gerätselt, wer sich hinter diesem Namen versteckt: Patriots ziehen an #52 LB Jamie Collins von Southern Miss. Mayock zieht gleich mal drei Fakten aus der Nase: Edge Rusher, letztes Jahr mit gutem Tape in einer verheerend schwachen Defense, extrem explosiver Spieler.

[01h49] LB Bostic für die Chicago Bears, und gleich wird CB David Amerson nach Washington gehen. Amerson ist ein interessantes Prospect: Machte letztes Jahr extrem viele Interceptions und halt als Top-10 Pick. Dieses Jahr wenige INTs, dafür drei, vier schwache Plays, und schwupps biste bei dieser Art zu scouten runter in der zweiten Runde.

[01h46] Konkurrenz für Markus Kuhn: Giants ziehen an #49 DT Jonathan (der heißt jetzt wirklich Jonathan, und garantiert keine Schreibfehler mehr!) Hankins. Was die Jets mit QBs machen, tun die Giants mit Defense Linern: Sie kaufen und horten.

[01h44] RB Le’Veon Bell an #48 ist eine Reminiszenz an die ruhmreiche Vergangenheit der Pittsburgh Steelers. Bell ist für mich ein exzellenter Back für dritte Downs, brachial, fängt extrem gut die Bälle. Hoffentlich weiß OffCoord Todd Haley halbwegs was mit ihm anzufangen.

[01h42] Keine unwitzige Wahl für Dallas an #47: TE Gavin Escobar. Nicht der explosivste, aber lt. Mayock ein guter Mann für die Mitteldistanzen, und somit wie gemacht für die Cowboy-Offense.

[01h36] LB Kiko Alonso für Buffalo. Bei den Bills ist auch jede Hilfe gegen den Lauf erwünscht, insofern eine nachvollziehbare Wahl.

[01h35] LB Kevin Minter für die Arizona Cardinals. Huch? Defense für Arizona? Billick: Die NFC West ist so physisch. Da ist Defense vor allem in der Mitte wichtig.

[01h33] Mike Minter, einer der Helden der legendären Superbowl-Mannschaft der Panthers von 2003/04, macht die Ansage für Carolina, und es ist: DT Kawann Short. Noch ein Defense Tackle. Ich hab es oft geschrieben: Die Panthers sind die mit Abstand meistunterschätzte Mannschaft in der Liga. Sie hatten aber eine große Schwäche: Defense Line. Die wurde in diesem Draft schon doppelt angegangen.

[01h27] Nächster Defensive Back für die einst schwächste Secondary der Liga: CB Johntan (nicht Jonathan) Banks. Gilt als geschliffen, aber etwas langsam. Man kann den Buccs nicht nachsagen, nicht an ihrem Passdefense-Problem gearbeitet zu haben: Goldson, Revis und jetzt Banks.

[01h24] Willie Brown macht die (kaum verständliche) Ansage für die Raiders: OT Menelik Watson. Aus Raiders-Sicht ist es eh wurscht, welche Positionen sie draften, weil es keine Position gibt, die schade ist. In der Offense Line zu beginnen, ist nie eine schlechte Idee.

[01h17] Ein weiterer Passrusher für San Francisco an #40: DE Cornelius „Tank“ Carradine. Das Gute: San Francisco muss Carradine nicht sofort ins Getümmel schmeißen, kann ihn die Knieverletzung ausheilen lassen.

Und an #41 geht WR Robert Woods nach Buffalo. Buffalo bastelt an seinem neuen Offense-Kern.

[01h10] Und jetzt geht die Halle ab! Die New York Jets sind am Pult und der kultige Wayne Chrebet macht die Ansage, und es ist…

Geno Smith! Der Quarterback, der nur den Luftweg kennt, im Team von Rex Ryan. Tebow ist damit quasi entlassen, Sanchez war eh schon abgesägt und konnte allein wegen seines Vertrags nicht entlassen werden.

Für Geno Smith ist New York ein denkbar schwieriger Ort, um eine Karriere zu beginnen: Ungeduldiges, ja frustriertes Publikum. Wackelige Offensive Line. Furchtbare Skill-Player. Immerhin gibt es einen gescheiten OffCoord in Marty Mornhinweg. Aber dwie geschrieben: Diffiziler Ort für Geno.

[01h04] Was ist passiert, wenn die komplette Halle aufschreit? Richtig, er ist gedraftet. Manti Te’o, der Mann, der seine Beziehungen online unterhält. Das Team ist nicht witzlos: Es sind die San Diego Chargers nach einem Trade.

San Diego. Das ist der Ort, wo ein anderer berühmter hawaiianischer Linebacker den Großteil seiner Hall-of-Fame-Karriere hinlegte: Junior Seau, die Chargers-Legende, die sich vor einem Jahr nach jahrelangem Kampf gegen Depressionen und den Verlust der Kontrolle über das eigene Gehirn das Leben nahm.

[01h00] Pick #37, und Cincinnati holt RB Giovani Bernard von UNC. Nach TE Eifert gestern schon wieder Offense für die Bengals, die alles tun um QB Dalton die Last zu nehmen. Bernard gilt nicht als Arbeitstier, sondern als change of pace-Back. Cincinnatis Offense kriegt neue, ungekannte Dimensionen.

[00h58] Futter für die größte Schwachstelle bei den Detroit Lions: CB Darius Slay von Mississippi State, der auch schon einen kleinen Jungen aufm Arm in die Halle trägt. Slay gilt als großes Talent, hat aber Probleme mit seinem Meniskus und kam am College nicht an seinem Kollegen CB Banks (heute noch nicht gedraftet) vorbei.

[00h53] Zum Abstimmungsergebnis „größter Sieger der ersten Runde“ (siehe Abstimmung weiter unten): Ist es Ironie, dass in einer bizarren ersten Runde wie jener von gestern mit New England ausgerechnet eine Mannschaft gewinnt, die gestern keinen Pick hatte?

[00h50] Wieder eins auf die Fresse für Geno Smith: Chip Kelly zieht an #35 den TE Zach Ertz. Ich habe oft geschrieben, wie Chip Kelly große, athletische Jungs bevorzugt. Ertz ist ein 2m-Hüne, schlaksig, anerkannt zweitbester Tight End im Draft.

[00h44] Lokalhero für die Tennessee Titans an #34 nach einem Trade mit San Francisco: WR Justin Hunter von den Tennessee Vols. Hunter gilt körperlich als eine Art neuer Boldin, ein knochenharter Brocken für die Spielfeldmitte. Hunters große Schwäche sollen die Drops sein. Meine Fresse: Der unpräzise QB Locker und der drop-anfällige Hunter?

[00h38] Die Jaguars ziehen an #33 den Safety der Florida International University, Jonathan Cyprien. Cyprien bekam in den letzten Wochen von Experten wie Cosell oder Mayock exzellente Noten. Gus Bradley kann schon mal beginnen, an seiner neuen Secondary zu arbeiten.

[00h34] Heute sind nur mehr sieben Minuten Bedenkzeit pro Pick drin. Das sorgt für mehr Flow.

[00h32] Am Tisch des NFL Networks sind übrigens heute neben Eisen und Mayock nur noch Charles Davis und Brian Billick. Beide keine Leute aus den mittleren bis unteren Schubladen wie ein Marshall Faulk, aber viel wichtiger: Es quasseln sich weniger Leute als gestern übers Maul.

[00h30] Zur zweiten Runde gehört auch das Auftreten von früheren Legenden, die an Stelle Goodells die Draftpicks „ihrer“ Heimat-Franchises ansagen. Man kann alte Freunde wie Barry Sanders, Torry Holt oder Orlando Pace sehen und wie sich bei manchem die komplette Halle für stehende Ovationen erhebt.

[00h24] Kurz vor Beginn der zweiten Runde ist es wie gestern ein Tappen im Dunkeln, was die Intentionen diverser Franchises angeht: Was machen die Teams, bei denen man sich einen Rookie-QB zumindest vorstellen kann (Jaguars, Jets, Steelers)? Was passiert mit dem X-Faktor, dem Patriots-Backup Ryan Mallett, der immer wieder als heiße Ware gehandelt wird, aber seit Jahren keinen Abnehmer findet? Generell ein Problem dieses Jahr: Es gibt mehr Teams, die nach unten traden wollen, aber wenige Vikings, die nach oben kommen wollen.

[00h06] Die Zahlen zum neuen Rodgers-Rekordvertrag gehen noch von Quelle zu Quelle auseinander. Während der Milwaukee Journal Sentinel von einer Verlängerung um 5yrs, 110 Mio. Dollar ausgeht, hatte das NFL Network eben einen Experten am Mikro, der meinte: Okay, ja 40 Mio. Cash im ersten Jahr, aber die Cap-Nummer ist in keinem Jahr größer als 21 Mio.

Kleine Rechenübung: 21×5 = 105 und damit kleiner als 110, my dear.

[23h58] Brian Kelly (Head Coach von Notre Dame) eben im NFL Network: Ich habe in den letzten Stunden mehr Anfragen zu Manti Te’o bekommen als in den letzten 30 Tagen zusammen.

Zum Einstieg der Nachklapp

[23h27] Grüße. Ich denke schon, dass ich den Draft noch weiter aufarbeiten werde, aber bevor es heute in die erste Runde geht, ein Faktum, das vielleicht nur mich interessiert. Das erste Mal, dass ich das College-Recruiting intensiver verfolgte, war im Januar 2008. Uni-Prüfungssaison war bereits um und ich hatte Zeit für solche Nebensächlichkeiten. Die Ohio State Buckeyes waren ein dankbarer Einsteiger mit einer Recruiting-Klasse, die als beste seit Erfindung des Weißbrotes gefeiert wurde, u.a. mit den OTs Brewster/Adams, WR Posey und QB Terrelle Pryor gleich vier *****-Recruits und etlichen ****-Jungs.

Die letzten Seniors dieser Klasse sind mittlerweile aus dem College, und nach Ablauf der gestrigen ersten Runde ist klar: Nicht ein einziger dieser Jungs war der NFL einen Erstrundenpick wert. Nicht einer.

Auch für die stolze Big Ten Conference war der Draft-Auftakt 2013 ein Desaster: Hätten nicht die Cowboys den unisono verdammten Move für C Travis Frederick (von der University of Wisconsin) am Ende mit Pick #31 gemacht, die Big Ten wäre komplett leer ausgegangen, ohne einen einzigen first rounder geblieben.


Der Run auf die Quarterbacks blieb aus und mit E.J. Manuel ging nur einer vom Tablett (an #16 nach Buffalo). Der Pick ist im Nachhinein insofern kurios, weil jemand beim dritten Pick versehentlich Manuel angerufen hatte und ihm die frohe Kunde überbringen wollte… bis Manuel checkte, dass es sich um einen Irrtum handelte und der Gegenüber eigentlich mit Dion Jordan sprechen wollte. Sachen gibt’s.

Der Move der Bills schließlich zeigte: Doug Marrone meint es ernst. Bei Syracuse versuchte er sichtlich, eine Art zone read-Offense zu installieren und er wird es auch in der NFL probieren. Man sagt E.J. Manuel dafür hervorragende Fähigkeiten nach. Marrone muss gewusst haben, dass „sein“ ehemaliger Schützling, Ryan Nassib, diese Skills nicht so drauf hatte. Marrone ließ Sentimentalitäten außen vor, überging Nassib und holte Manuel. Wann Nassib wieder mit Marrone reden wird, ist offen.

Ein anderer Quarterback sorgte im Nachgang der ersten Runde für Wirbel: Geno Smith verkündete, nach Hause zu fahren, nachdem er nicht gedraftet wurde. Das befeuerte alle, die in ihm immer schon ein Weichei gesehen hatten, das bei Widerwärtigkeiten den Schwanz einzieht. Smith ließ sich das nicht gefallen und bleibt nun doch in New York. Eine Entscheidung, die danach riecht, dass Smith – wissend um sein künftiges Team – möglicherweise innerhalb der ersten Picks vom Board sein wird.


Gleich also folgt die zweite und dritte Runde, und sie hat noch etliche bekannte Namen im Topf. Mehr noch: Weil heute viel mehr „Skill-Player“ (also QB, RB, WR, TE) vom Board gehen werden, ist das heute vielleicht eine noch attraktivere Angelegenheit als gestern mit ihren Linespielern gleich in den Dutzenden. Um 0h30 geht es los. Bis dahin: Bitte bei der Frage des Tages abstimmen.

36 thoughts on “NFL Draft 2013 – die zweite Nacht im Liveblog

  1. Darf ich fragen warum die Patriots als Gewinner der ersten Runde zählen? Die hatten doch gar keinen 1st Round Pick oder hab ich mich verguckt?

  2. in einem breiten aber wenig top-heavy draft einen haufen picks bekommen, deren wert ob der tiefe dieses jahr ungleich höher ist, als das was sie aufgeben mussten. soweit die enschätzung einiger kommentatoren..

  3. Es gibt Studien (ich komme vielleicht in den nächsten Tagen darauf zurück), die zeigen, dass die NFL-Teams zwar gut darin sind, in den ersten Runden die besseren Spieler zu ziehen als in den späten, aber dass sie untereinander alle praktisch gleich gut draften und dass Teams mit guten Drafts in einem Jahr einen fürchterlichen Draft im nächsten Jahr folgen lassen. Sprich: Es ist fast reiner Zufall, ob eine Draftklasse gut oder schlecht ist.

    Unter diesem Voraussetzungen ist es immer gut, viele Picks zu haben. Zweimal eine 1/10 Chance zu haben einen guten Spieler zu bekommen ist besser als einmal eine 1/8 Chance. Insofern ist Belichick auf dem richtigen Trip, kann sich bei vier Picks auch zwei Fehlgriffe leisten, die er sich mit nur einem Pick nicht leisten kann.

  4. Ganz ehrlich, Belichick hat in den letzen Jahren bewießen das er eigentlich keine übermäßig toller Draftguru ist, wenn ich mir den Draftpicks der letzen 5 Jahre so ansehe….

    Ich persönlich, als Vikings Fan, finde den Draft der Vikings einfach Hammer! Floyd, Rhodes, das hätte man nicht träumen können! Und das man für Patterson nicht wenig bezahlt hat, das mag stimmen, aber von Pick 23 in Runde zwei zurückzutraden in die erste, das kostet halt mal! Und ich denke das die Vikings nicht umsonst als Draft Tag 1 Gewinner gefeiert werden!

  5. Ganz ehrlich, Belichick hat in den letzen Jahren bewießen das er eigentlich keine übermäßig toller Draftguru ist, wenn ich mir den Draftpicks der letzen 5 Jahre so ansehe….

    Objektvir betrachtet existiert sowas wie ein „Draft Guru“ – wie ich eben schrieb – nicht. Belichick ist deswegen „besser“ als viele andere, weil er geduldig ist, häufig nach unten tradet, viele Picks sammelt und sich bei den vielen Picks mehr Busts leisten kann.

  6. @PuNISHa

    ups, also damit kannst du nur die DBs meinen. Da hatten die Patriots ein paar Fehlpicks, das stimmt. Aber wenn du Hernandez, Gronkowski anschaust. Letztes Jahr Jones in Runde 1 war ein solider pick. Dennard in der letzten Runde war ein steal. Klar, überragend war das nicht. Aber genau deswegen dürfte es wichtig sein, dass sie viele picks haben und sich Fehler erlauben können.

  7. Hier scheiden sich wohl unsere Meinungen!

    Da hab ich lieber 3 perhaps future Pro Bowler, oder zumindest 3 zukünftige Starter mit viiiiiel Potential, als 6 Picks wo ich 4 ohnehin nur für depth, einer so lala und einen Starter hab…

    und es is ja nunmal fakt das die 1st runden picks im vergleich zu den middle-late round picks erfolgreichere Karrieren haben!

  8. @PuNISHa: Das Problem ist, dass niemand vorhersagen kann, welche Draft-Kids die zukünftigen Pro Bowler sind und welche nicht. Die Hit-Rate ist nicht 100% und auch vermeintlich gute Draft-Teams wie Baltimore oder die Pats streuen in schöner Regelmäßigkeit furchtbare Draft-Klassen ein – weil es eben zu großen Teilen Glück ist.

    Statistisch ist es besser, viele Picks zu haben (logisch). Natürlich wirst du mit fuffzich 7th Roundern nicht weit kommen, aber ein guter Mix macht’s.

    und es is ja nunmal fakt das die 1st runden picks im vergleich zu den middle-late round picks erfolgreichere Karrieren haben!

    Hab ich auch nie bestritten, siehe meinen ersten Kommentar oben.

    Siehe die Studie von Cade Massey (Achtung, Video 35min).

  9. @Jack77: Die Messen für Tebow und Sanchez waren eh gelesen. McElroy ist zu blass. Garrard spielt maximal noch ein Jahr. Die Jets haben ein gigantisches QB-Problem, aber eigentlich kein Geld, um einen adäquaten zu bezahlen.

    Geno Smith passt schon rein: Als Zweitrundenpick ist er billig. Hat die Mobilität, hat den Arm. Kriegt in Marty Mornhinweg einen guten OffCoord. Muss aufgrund der starken Defense nicht auf dem Niveau eines RG3 spielen. Wenn er scheitert, ist die Fallhöhe überschaubar und nächstes Jahr kann ein neues Regime eine Granate wie Bridgewater draften.

  10. @korsakoff
    das problem ist, dass ich eigentlich ein tebow fan bin und es schade finde, dass er keine chance bekommt. tebow ist natürlich kein super QB aber er gewinnt spiele!!!

  11. Danke für den mal wieder unterhaltsamen Ticker, das war die ganze Woche mal wieder einzigartige Klasse!

  12. Bevor Aaron Dobson runter gemacht wird, hier noch etwas, das man sich schon mal anschauen kann:

    Bester Catch des Jahres (das war 2011).

  13. Endlich ! Zum Ende der vierten Runde ist Marcus Lattimore vom Board. San Francisco konnte sich den Luxus erlauben, ihn zu diesem Zeitpunkt zu nehmen.

    Ich freu mich für diesen sympathischen und immer vorbildlichen Sportler !

  14. Lattimore hat da sicher eines der für ihn besten Teams erwischt. 1-2 Jahre Testen, Rehab und Heranführen, dann evtl von Gore übernehmen. Hoffentlich bleibt er gesund!

    #Giants sehr schön, dass sie Damontre Moore in der 3ten geholt haben! Auch hier erstmal 1-2 Jahre in der Rotation, dann evtl Starter. Kann aber bis dahin auch als OLB eingesetzt werden. Außerdem erhoffe ich mir ja schon seit Jahren eine etwas flexiblere Defense..
    Nassib in der 4ten Runde ist auf jeden Fall ein „Value-Pick“. Hoffentlich ist damit die Backup-Situation für Jahre gelöst, evtl sogar mehr. Kein DB bisher, das macht mir bisschen Sorgen, aber die Prioritäten der Giants sind ja bekannt..

  15. Die Dolphins draften zum Ende der fünften Runde fast hintereinander ein Gators-Duo: RB Mike Gillislee und Kicker Caleb Sturgis gedraftet. Finde ich gut. Ein Runningback war ja durchaus ein Need und Gillislee hat mir in dieser Saison gut gefallen. Und einen Kicker wie Sturgis kann man immer gebrauchen.

  16. Jacksonville in der fünften Runde übrigens mit der Einberufung von Denard Robinson, der aus Florida kommt und an der Highschool dort ein Superstar war. In Florida gilt Robinson als verlorener Sohn (ans College ging er im fernen Michigan).

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