Die Legenden sind tot.

Die Big Ten Conference wird ab 2014 ihre Divisionen neu sortieren. Einher geht das Ableben der clownigen Divisionsnamen „Legends Division“ und „Leaders Division“, die ein Versuch waren, den Stolz der urigen und ältesten noch bestehenden College-Conference zu manifestieren. Aber wie es so ist mit zu originellen Ideen: Sie verwirrten die Fans, die nicht mehr unterscheiden konnten, welche Teams denn nun in der Legends und welche in der Leaders Division spielten.

Die Reaktion der Big Ten auf diesen ihren gescheiterten Marketing-Gag: Die Divisionen werden ab 2014 (weil dann Rutgers und Maryland neu dazustoßen werden) nach geographischen Gesichtspunkten sortiert, was immer der einfachste und verständlichste Weg ist. Dumm ist dabei höchstens eines: Die beiden Aushängeschilder der Conference, die University of Michigan (aus Ann Arbor nahe Detroit) und die Ohio State University (aus Columbus im Herzen von Ohio), werden dann in dieselbe Division eingeteilt werden. Ein Conference-Finale zwischen Michigan und Ohio State („The Big Game“) wird damit unmöglich.

Traditionalisten sehen das nicht mal als größtes Übel, da für sie das Big Game eh nur einmal jedes Jahr stattfinden darf. Bis vor wenigen Jahren war das am Samstag vor Thanksgiving. Seither ist es am Samstag nach Thanksgiving, und das war schon ein krummes Ding, für das die Conference-Leitung eine Tracht Prügel einstecken musste.

Die aufgeblähte Big Ten Conference wird ab 2014 also 14 Teams haben; ab 2016 wird jedes Team dann neunmal gegen Conference-Rivalen spielen (bisher waren es acht Spiele). Der Vollständigkeit halber nachfolgend die neue Divisions-Rangordnung ab 2014:

Eastern Division: Indiana Hoosiers, Maryland Terrapins, Michigan Wolverines, Michigan State Spartans, Ohio State Buckeyes, Penn State Nittany Lions, Rutgers Scarlet Knights.

Western Division: Illinois Fighting Illini, Iowa Hawkeyes, Minnesota Golden Gophers, Nebraska Cornhuskers, Northwestern Wildcats, Purdue Boilermakers, Wisconsin Badgers.

Vier der sechs Universitäten (Michigan, Michigan State, Ohio State, Penn State) mit den größten Ressourcen werden also im Osten spielen (Nebraska und Wisconsin sind die anderen beiden).