Die Erfolgsquote der Running Backs, ihre Bedeutung und die dazugehörige Leseempfehlung

Die beste Nachricht voraus: Das Blog lebt! Andy Goldschmidt hat auf seinem Blog „Football is Sex, Baby“ über das Phänomen der Running Backs und ihrer Erfolgquote geschrieben, was ich unbedingt als Lektüre empfehlen würde.

Die Erfolgsquote (englisch Success Rate) beschreibt, ob ein Spielzug einen positiven oder negativen Beitrag gebracht hat. Man muss sich das so vorstellen: Ein Down ist die Ressource, mit der ein Coach arbeitet. Gewinnt die Mannschaft im ersten Versuch zwei Yards, ist das ein negatives Erlebnis, da in die Opportunity Costs das verlorene Down mit reingerechnet werden muss. 2nd-und-8 ist schlechter als 1st-and-10.

Es gibt verschiedene Definitionen der Success-Rate, wie Footballissexbaby richtigerweise schreibt. Diejenige von Brian Burke dürfte die am meisten entwickelte sein. Bei Burkes Success-Rate springen zwei Dinge ins Auge:

  • Die Success-Rate des Laufspiels korreliert mit Sieg und Niederlage sehr viel besser als die einfachere Statistik Yards/Lauf (Y/A), und zwar mit 0.42; Y/A korreliert fast überhaupt nicht mit Sieg und Niederlage (0.08).
  • Success-Rate im Laufspiel korreliert sehr viel besser mit Yards/Passspielzug (NY/A) denn Yards/Laufspielzug, und zwar mit 0.39 (gegenüber 0.03).

Man kann daraus schließen, dass NFL-Trainerstäbe primär versuchen, ihre Siegchance mit viel klein-klein im Laufspiel zu optimieren, anstelle noch aggressiver via des viel riskanteren Passspiels den großen Knockout-Punch zu suchen.

Adrian Peterson scheint übrigens nicht unter den besten Running Backs auf, wenn wir auf die Erfolgsquote schauen. Das kann mehrere Gründe haben: Peterson ist erwiesenermaßen eher ein Back der Güteklasse boom or bust, gibt also lieber sieben Carrys mit null Yards für den einen Big Play auf als konstant die 3-4 Yards zu nehmen. Es kann aber auch dran liegen, dass die Vikings häufig „Feldposition“ spielen und bei drittem Down und neun Yards to go lieber laufen, punten, und auf ihre Defense vertrauen.

Das ist dann ein Punkt, an dem ich nicht mehr komplett einher mit Footballissexbaby gehe: Ich sehe die Success-Rate eher als Bewertungskriterium für die gesamte Offense als für einen einzelnen Spieler. Gerade Running Backs sind relativ machtlos den Gameplans ihres Coaches ausgesetzt und haben sehr viel weniger Kontrolle über ihre persönlichen Statistiken als z.B. ein Quarterback.

Ein Kommentar zu “Die Erfolgsquote der Running Backs, ihre Bedeutung und die dazugehörige Leseempfehlung

  1. Pingback: Alex Gibbs und die Denke eines Coaches | Sideline Reporter

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