sportamerica?

dogfood (Allesaussersport.de) – Leser MalikShabazz hatte drauf hingewiesen – schrieb gestern darüber, dass Sportdigital letzte Woche (21.5.) einen Antrag für einen neuen TV-Sender gestellt hat. Der Sender soll „sportamerica HD“ sein, und die Namensähnlichkeit mit dem vom Ableben bedrohten ESPN America dürfte intentional sein, auch wenn es bezüglich der erhältlichen und bezahlbaren Rechte im US-Sport noch viele Fragezeichen gibt. Seit März ist offenbar auch sportamerica.de als Domain reserviert (aber nur die .de-Version). Für Erektionen ist es freilich noch viel zu früh, aber zumindest bewegt sich etwas.

Vertiefende Informationen und Spekulationen zum Thema in dogfoods Screensport am Mittwoch von gestern, Sektion „Screensport Zwo“. (das Logo ist natürlich nur auf dogfoods Mist gewachsen)

Siehe auch diese Diskussion.


ESPN Player wird aufrecht erhalten

Was als sicher gilt: ESPN wird in Europa auf alle Fälle den ESPN Player erhalten, womit zumindest ein Teil der Übertragungen im College-Sport gesichert bleiben dürften. Zwei kleine Häkchen bleiben: Die richtig guten SEC-Spiele gehören CBS und wurden vom ESPN-Player nie übertragen (von ESPN America schon). Die FOX-Spiele (Top-Partien aus der Pac-12 und Big 12) gehören ebenso nicht zum Repertoire vom ESPN-Player.

Der ESPN-Players ist außerdem für zwei europäische Staaten weiterhin nicht freigeschaltet: Russland und Italien. Was das italienische Staatsgebiet angeht, schweigen sich die normalerweise gut informierten Quellen noch aus, was eine eventuelle Freischaltung angeht.


ESPN America und die schwarzen Zahlen

ESPN America – das wurde immer wieder bestätigt – hat schwarze Zahlen geschrieben. Aber schwarze Zahlen reichen in diesem Hause nicht. ESPN und all seine Tochtergesellschaften gehören dem Disney-Konzern, und der hat Profitmaximierung at his worst als Maxime vorgegeben, dass einem Fredmund Malik die Haare zu Berge stehen würden. Vergangene Woche wurden Massenentlassungen in der ESPN-Gruppe bekannt, die vor allem ältere (und damit besser bezahlte) Mitarbeiter betrafen, die mittelfristig durch jüngeres (und dadurch relativ billiges) Personal ersetzt werden. ESPN Americas schwarze Zahlen dürften unter dem Aspekt der verschärften Profitmaximierung schlicht „nicht mehr ausgereicht haben“; die Renditen waren wohl im Verhältnis zum Aufwand der Aufrechterhaltung von ESPNA zu klein.

Disneys Aktienkurs war übrigens erst vor drei Wochen auf einem Allzeithoch. Die Pressemitteilung dazu liest sich übrigens wie wir sind besser als jemals zuvor. Sie sind gefeuert!