Die Akademische Viertelstunde: Southeastern Conference (SEC) im Sommer 2013

In den nächsten Tagen ist ein erster Ausblick auf die College Football Saison 2013/14 geplant, in dem wir kurz den Status quo einiger Conferences begutachten. Dabei soll im ersten Teil die Stabilität jeder Liga angeschaut werden. Der zweite Teil stammt von korsakoff, der Feuer und Flamme ist, seit es Hoffnung auf die College-Rechte in Italien und Österreich gibt. Er wird in gebotener Kürze einen ersten schnellen sportlichen Blick auf die Saison geben. Beginnen wir mit der Königin, der SEC.

Die SEC ist momentan die unbestrittene Nummer 1 im College Football. Sie hat die letzten sieben Landesmeisterschaften gewonnen, sie hat die besten Zuschauerzahlen, sie erzielt die besten Preise bei Fernsehverhandlungen. Der Commissioner Mike Slive wird verehrt für das Produkt, das in den letzten zehn Jahren aufgebaut wurde. Unis wie Alabama, Louisiana State, Florida, Auburn, Texas A&M, ja auch noch Tennessee, sind in den TV-Ratings ganz weit vorn, und die Fankultur hebt sich mit ihrer regionalen Identifikation (S!E!C! = Wir sind der Süden!) von allen anderen ab.

Die SEC ist mit 14 Teams im Moment die größte neben der ACC (und ab 2014 hat auch die Big „Ten“ 14 Mannschaften). Die jüngsten Additionen waren im Sommer 2012 Texas A&M und Missouri. Missouri ist noch eine graue Maus, aber Texas A&M war ein Volltreffer: Es erschließt für die Conference den Markt Texas, es war sportlich sofort auf 180, und es hat mit einem bald 100000 Zuschauer fassenden Stadion die Voraussetzungen, dauerhaft oben dabei zu bleiben.

Die größten Universitäten der SEC sind mittlerweile dem Rest der College-Welt soweit enteilt, dass an eine Wachablösung in absehbarer Zeit nicht zu denken ist. Auch wenn die Titelserie einmal unterbrochen wird, wird die Conference noch zumindest fünf, sechs Jahre an der Spitze bleiben.

Sehen wir‘s sportlich – der korsakoff-Take

Dachterrasse: Alabama
Zweiter Stock: LSU, Florida, Georgia, Texas A&M, South Carolina
Erdgeschoss: Ole Miss, Tennessee, Mizzou, Vanderbilt, Arkansas, Mississippi State
Kellerkinder: Auburn, Kentucky

BCS-Titelkandidaten: sämtliche Teams in Dachterrasse und Zweitem Stock.

Die zuletzt extrem kopflastige SEC dürfte diesmal einen breiter aufgestellten „Zweiten Stock“ bekommen, weil Florida, Georgia und Texas A&M im Aufstieg begriffen sind. Es ist nicht mehr bloß Alabama, LSU und dann der ganze Rest. Alabama bleibt der Favorit, schlicht, weil sie den gefinkelsten Trainerstab haben und jeden Recruiting-Wettkampf gewinnen, aber das Verfolgerfeld ist gut genug, um den Giganten auch mal zu stürzen.

Das Erdgeschoss bilden alles Teams mit Potenzial, die aber diverse Bremsfaktoren überwinden müssen (Umbruch, suboptimale Ressourcenvoraussetzungen). Tennessee zum Beispiel ist ein schlafender Gigant, der nur darauf wartet, geweckt zu werden, hat aber erstmal einen neuen Coach. Arkansas auch, konnte aber im Winter den begehrtesten Head Coach der stolzen Big Ten Conference abwerben, als eine nur mittelmäßig attraktive SEC-Uni! Die beiden Unis aus Mississippi kriegen alle paar Jahre ein gescheites Team auf die Beine. Vanderbilt ist mit dem gewaltigen Head Coach James Franklin aktuell ein unglaublicher overachiever, aber Vandy wird Franklin nicht ewig halten können und dann wieder nach unten purzeln.

Den Bodensatz dürften vorerst zwei andere bilden: Auburn ist eines der renommiertesten Programme, muss aber dieses Jahr einen Totalschaden reparieren. Kentucky kann sich mit neuem Head Coach am langjährigen Bodensatzkollegen Vanderbilt ein Vorbild nehmen; dieses Jahr wird das freilich noch nix.

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