The Countdown, T-minus 68: Texas Tech Red Raiders

The Countdown

Texas Tech Red Raiders.

Die Texas Tech University ist in Lubbock zuhause, im Westen von Texas. Dort gab es in den 2000ern eine sehr charakteristische Entwicklung im Offensivfootball, als der damalige Head Coach Mike Leach die Air Raid-Offense auf den Schirm brachte. Das ist eine Offense, die auf extreme spread-Aufstellungen und viel Passspiel aufbaut und bis dahin nur in den Niederungen der Division II und III sowie in der Highschool Erfolg gehabt hatte. Texas Tech-QBs fuhren Passrekorde aller Art ein (5600yds in 13 Saisonspielen, my ass!) und die Uni hatte ein markantes Aushängeschild, das die Fanbasis einte und auf das alle stolz waren. Aber Leach wurde schließlich im Anschluss an die 2009er Saison in einem umstrittenen Move gefeuert (es kursierten Gerüchte über physische „Gewalt“ gegen Spieler) und durch Tommy Tuberville ersetzt.

Kulturschock.

Tuberville hatte stets für eine traditionelle, lauforientierte Offense gestanden. Und obwohl Tuberville in seinen drei Jahren bei Texas Tech gar nicht so schlecht fuhr, obwohl er sogar ziemlich viele Konzepte von Spread-Offense behielt und verhältnismäßig viel Passspiel durchgehen ließ, wurde Tuberville nie völlig akzeptiert. Tuberville wurde schließlich im vergangenen Winter gefeuert, nachdem die Lauf-Defense komplett kollabiert war und eine vielversprechende Saison (verdiente 6-1 Bilanz zur Saisonhälfte) zerstörte (am Ende 8-5).

Der neue Mann am Steuer ist Kliff Kingsbury, ein 33-jähriges Milchgesicht und zuletzt OffCoord bei Houston und Texas A&M. Kingsbury ist ein Mann des Volkes, eine coole Socke im Umgang mit Spielern, und er ist eine Legende bei Texas Tech: Er war der erste der Quarterbacks, die in der Air Raid-Offense unter Leach diese gewaltigen Passzahlen einfuhren. Das ist ein Jahrzehnt her. In der NFL schaffte Kingsbury den Durchbruch nicht, also wechselte er ins Coaching – und sein Aufstieg dort war rasant.

Für die Fans von Texas Tech ist Kingsbury der Heiland, beim Gedanken an den sich alle einen abspritzen. Um der heilen Welt keine Delle zu verpassen, holte er sich ehemalige Weggefährten mit Wurzeln bei Texas Tech in den Trainerstab – die Familie ist vereint, der Sonderling Tuberville soll vergessen gemacht werden.

Weil der Schedule in den ersten sechs, sieben Wochen relativ einfach ist und etliche Siege geholt werden dürften, wird sich die Liebesbeziehung zwischen Kingsbury und dem Uni-Umfeld vorerst nur verstärken. Interessant wird es, wenn in der zweiten Saisonhälfte die ersten Pleiten folgen, weil die Defense nicht schnell genug an ihren Aufgaben wächst. Texas Tech – sicher eine optisch gut anzuschauende Mannschaft, deren Entwicklung über 2013 hinaus man aber immer im Hinterkopf behalten muss.

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