Die Akademische Viertelstunde: Pac-12 Conference im Sommer 2013

Die Pac-12 Conference ist in pumperlgesundem Zustand: Sie ist nicht die stärkste Conference und auch nicht die wertvollste, aber sie hat in dem Re-Alignment Knuddelmuddel erreicht, was sie erreichen wollte. Nein, sie hat keinen Superconference-Status erreicht, weil Oklahoma/staatliche texanische Hochschulen nicht rüber an den Pazifik gewechselt sind, aber das war egal: Die Pac-12 hat viele attraktive Unis und ein Conference-Finale, für das Millionen gezahlt werden. Dass es letztes Jahr vor fast leeren Rängen stattfand, geschenkt.

Commissioner Larry Scott kann sich dick hinter die Ohren schreiben, aus der versnobten Eliteliga mit ihren Superhochschulen Stanford, Cal-Berkeley, U.C.L.A. und U.S.C. ein ziemlich anmutiges Dutzend an Schulen zusammengerobbt zu haben, in dem es mit Washington State und Oregon State nur zwei Unis gibt, die wirtschaftlich nicht viel zum Gesamterfolg beitragen (aber beide sind historisch gewachsen und somit nicht wegzudenken).

Zum Erfolg beitragen die TV-Deals mit Fox und ESPN und auch das liga-eigene Network, das schon im ersten Jahr einen Profit einfuhr. Die Deals mit Fox/EPSN starteten 2012 und bringen in über zehn Jahren schätzungsweise 3 Milliarden Dollar ein, also über 20 Millionen pro Saison pro Universität. Ein Problem, das Scott und die Pac-12 noch nicht gelöst bekamen, ist der fehlende Deal mit DirecTV, ohne den das Pac-12 Network keine richtig weite Verbreitung erreichen kann.

Die Conference steht für Stabilität und attraktiven Offensiv-Football. Wenn sich Unis wie Boise State oder B.Y.U. in den nächsten Jahren sportlich, wirtschaftlich und akademisch entwickeln, gibt es im Einzugsgebiet gute Optionen für Neuaufnahmen. Noch ist kein Handlungsbedarf, und noch kostet die Pac-12 sowieso die jüngsten sportpolitischen Erfolge aus.

Sehen wir’s sportlich: Der korsakoff-Take

Dachterrasse: Oregon, Stanford
Zweiter Stock: UCLA, USC, Oregon State
Erdgeschoss: Arizona, Arizona State, Utah, Washington
Kellerkinder: Washington State, Cal, Colorado

BCS-Titelkandidaten: Oregon

Erste und zweite Klasse geben sich nicht viel, nachdem Oregon einen Trainerwechsel und Stanford ziemlichen Aderlass verkraften müssen und somit beide als Fragezeichen gelten. Es dürfte dieses Jahr keine herausragenden Teams geben, dafür viele mittelmäßige bis gute, und drei echte Gurkentruppen.

Das dark horse ist USC: Sind die Trojans wirklich so grottenschlecht wie es die letzte Saison andeutete? Dann ist Lane Kiffin am Saisonende mit 38 Lenzen auf ewig als Head Coach verbrannt. Sollte UCLA tatsächlich die sportliche Hohheit im Einzugsgebiet Los Angeles übernehmen, dann ist bei USC die Hölle los. Auf der anderen Seite ist dort genügend Potenzial, dass USC die kurze Schwächephase anderer (bzw. im Oregon-Fall die Fragezeichen) zum Conference-Sieg nutzt. Die beiden Unis aus Arizona haben jeweils charakterlich nicht unumstrittene Head Coaches, aber beide wissen, wie man Offenses implementiert.

Utah bewegt sich langsam am Scheideweg: Man war einer der ersten wirklich großartigen Mid Majors, und die Saison 2008 beendete man als #2 in den großen nationalen Polls, aber seither hechelt man den ganz großen Erfolgen etwas hinterher. Der neue OffCoord Dennis Erickson dort ist ein spaltender Mann mit Potenzial zum Rohrkrepierer.

Unter den Kellerkindern dürfte Cal vorerst die besten Voraussetzungen für eine schnelle sportliche Besserung haben; Washington State und Colorado gehören momentan sportlich eher in die Sunbelt Conference als in die Pac-12.

2 thoughts on “Die Akademische Viertelstunde: Pac-12 Conference im Sommer 2013

  1. Was die PAC12 diese Jahr an Quarterbacks zu bieten hat ist beachtlich. Hundley, Mannion, Mariota und Price vorne weg, dazu noch einige andere junge Quarterbacks. Die vier gennanten könnten alle 1st Rounder werden, wenn sie das College verlassen. Allein Price müsste da dieses Jahr noch merh zeigen.

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