The Countdown, T-minus 47: Ole Miss Rebels

The Countdown

#47 Ole Miss Rebels.

In den letzten Jahren hielt ich es stets so, dass die Ole Miss Rebels von der University of Mississippi aus den Sümpfen von Oxford den Abschluss der großen Preview-Serie im College-Football machten. Diesmal ist das anders, denn der Countdown tickt diesmal nach sportlichen Kriterien. Dort ist Ole Miss noch etliches vom Spitzenfeld entfernt, obwohl der vergangene Herbst unter dem neuen Head Coach Hugh Freeze als großartiger Erfolg gewertet wurde: Die Endbilanz war „nur“ 7-6, aber die Advanced-Metrics lassen ein viel besseres Team vermuten (u.a. eine 1-3 Bilanz in engen spielen).

Das ist auch einer der Gründe, wieso Ole Miss – obwohl kein BCS-Contender – vor dem anstehenden Herbst brutal viel Buzz als möglicher Sleeper kriegt. Der andere Grund ist die Recruiting-Klasse (u.a. die landesweite Nummer 1, DE Robert Nkemdiche) von 2013, die der Trainerstab um Freeze einfuhr: Diese ist so sensationell gut für eine kleine Uni wie Mississippi, dass sämtlichen Experten erstmal die Spucke im Hals stecken blieb, ehe die unvermeidlichen Rufe von wegen Beschiss aufkamen.

Was dran ist oder nicht, lässt sich aus den Südtiroler Alpen nicht beurteilen, aber dafür hat ja Andy Staples von Sports Illustrated einen prächtigen Beitrag geschrieben, der die Vorgehensweise (zumindest die offizielle) von Freeze nachzeichnet:

Starke Recruiting-Klassen garantieren natürlich noch längst keinen Erfolg, und solche Breakout-Teams wie Ole Miss von 2012 laufen oft Gefahr, dank des Phänomens „Regression zur Mitte“ erstmal einen eher enttäuschenden Herbst folgen zu lassen, noch dazu wenn sie so extrem jung sind wie diese 2013er-Rebels, aber alle geschilderten einzelnen Bausteine fügen sich in ein afregendes Gesamtbild: Ole Miss ist nach Jahren des Siechtums plötzlich wieder wer, und wenn schon die Siege nicht sofort kommen, so gibt es doch genügend Stoff, um erregte Gespräche über die potenziell tolle Zukunft zu führen.