CCC – Chip’n’Coop Cast

Big Show 113 bei Sportradio360, und wir – Nicolas Martin/GFL TV, André (Dré) Voigt/FIVE und meine Winzigkeit – setzen uns im kompletten NFL-Segment (Segment Nummer 7) mit den Philadelphia Eagles auseinander. Die Eagles sind aus mehreren Gründen eines der spannendsten Teams, und das liegt vornehmlich an ihrem Head Coach Chip Kelly. Zu Chip habe ich schon im März einen Artikel verfasst und es werden im August und September weitere folgen.

Im Podcast sprachen wir über:

  • Chip Kelly: Wird er den schlechten Ruf der College-Coaches „bestätigen“ oder kann er Erfolg haben?
  • Die Referees und deren Aussage „wir bestimmen das Tempo zwischen den Snaps“.
  • Der Quarterback-Wettstreit: Vick, Barkley, Foles.
  • Eagles-Kader
  • Riley Cooper und sein „I will fight every Nigger“-Ausraster: Ein schwer behaftetes Wort, bei dem ich davon ausgehe, dass die Zeit die Wunden heilt. Dré kennt die Staaten besser als ich. Er hat eine andere Meinung.
  • Erwartungen für die Eagles-Saison.
  • Highlights am Wochenende. Ist bei Dré ja nicht etwas ganz Alltägliches.

Das Segment ist 19:32 min lang. Hier geht es zu Sportradio360.

The Countdown, T-minus 32: Brigham Young Cougars

The Countdown

#32 BYU Cougars.
Independent.
2012: 8-5.

Die Brigham Young Cougars (BYU) sind die 2013er-Variante eines Teams, bei dem „Regression zur Mitte“ im positiven Sinne zuschlagen sollte: Ein Team, dessen prognostizierter Höhepunkt (2012/13) aufgrund einer 1-4 Bilanz in engen Spielen ruiniert wurde (BYU war am Ende 8-5, also mache bitte die Rechnung), und eines, das nur wenige Abgänge zu verzeichnen hat: Head Coach Bronco Mendenhall mag zwar zuletzt übel kritisiert worden sein, aber die Vorzeichen stehen exzellent, dass es diesmal auch in der Siegbilanz aufwärts geht.

Die absolute Stärke ist die Defense, und – trotz des Abgangs vom viel diskutierten Superstar DE Ziggy Ansah – dort vor allem die Front-Seven. Es ist eine Unit, die auch optisch gut aussieht, weil sie sehr druckvoll spielt: Da wird nicht lange auch den Fehler des Gegners gewartet, da wird aktiv mit blauen Flecken auf den Fehler hingearbeitet. Es gibt den einen oder anderen Verlust, aber es kehren auch Langzeitverletzte zurück – ich erwarte also keinen Leistungseinbruch. Wer übrigens schon für die NFL scouten will: Die Linebacker Kyle Van Noy (Codename KVN) und Spencer Hadley hab ich mir schon notiert, und in manchen Previews wird auch CB Jordan Johnson hoch gelobt. KVN ist ein brutal flotter Passrusher, der allerdings ein bissl Mithilfe von den Defensive Ends vor ihm braucht, weil er nicht immer Lust hat, in jedem Play zwei Blocker aus dem Weg zu räumen.

Ungewisser ist das, was in der Offense abgeht: Die Quarterbacks sind suspekt, to say the least, und spätestens seit sich der mit viel Tamtam geholte QB Tanner Mangum für die nächsten zwei Jahre in die Mission verabschiedete (BYU-Studenten müssen häufig Missionsarbeit leisten; BYU ist eine Mormonenuni) gibt es eine echtes Problem. Den Ersatzmann Taysom Hill hab ich mir aufgrund von zwei guten Einsätzen letztes Jahr notiert, aber die landläufigen Experten halten gar nix von Hill. Immerhin gibt es mit WR Cody Hoffman einen verlässlichen Receiver im Slot (zuletzt 100 Catches für über 1200yds). Fazit: Wenn die Offense nicht merklich an ihren Aufgaben wächst, wird wieder mal alles an der Defense hängen.

Und die Aufgaben werden kommen, denn der Schedule liest sich knüppelhart: BYU ist ein Independent, und kann sich seinen Spielplan selbst zusammenstellen – und die ausgewählten Gegner lassen auf großes Selbstvertrauen im Athletic-Department schließen: Texas, Georgia Tech, Wisconsin, Notre Dame, Boise State sind große Namen und teilweise richtige Kaliber, und selbst das eher unbekannte Utah State spielte letzte Saison richtig gut und hätte sich eine Top-25 Nominierung verdient gehabt. Wenn BYU da mit zehn Siegen durchkommt, dann alle Achtung.