The Countdown, T-minus 16: Louisville Cardinals

The Countdown

#16 Louisville Cardinals.
AAC.
2012: 11-2.

Heute dran im College Fooball Countdown: Die Louisville Cardinals aus der American Athletic Conference, eines der Teams mit dem meisten Buzz im Vorfeld der anstehenden Saison. Hauptgrund war die lange Ungeschlagenheit letztes Jahr, und vor allem der Kantersieg über die Florida Gators in der Fiesta Bowl. Ich bin überzeugt, dass der common sense die Cardinals vom sympathischen Head Coach Charlie Strong in diesen Tagen massiv überschätzt und im Simple Ranking System maximal eine Platzierung zwischen 15 und 20 herausschauen wird, aber gut. Louisville stellt die kompletteste Mannschaft in der Conference, und „Top-25“ ist dann ja auch schon mal etwas.

Im Fokus sollten die Cards in erster Linie wegen ihres Quarterbacks sein: Teddy Bridgewater, der schwarze Scrambler, der in sein drittes Jahr am College geht und nach der Saison in die NFL wechseln dürfte. Bridgewater geht als Favorit auf den Top-Pick 2014 in die Saison, und wer ihn schon hat spielen sehen, kann nachvollziehen, warum.

Bridgewater zeigte letzte Saison ein Standing, das nur noch mit jenem von Andrew Luck vergleichbar war. Dieses charakteristische „hält die Augen immer downfield“, das Scouts so lieben, ist bei keinem Prospect so ausgeprägt wie bei Bridgewater. Die Pocket ist am Kollabieren? Wurscht, es wird auch noch die allerletzte Millisekunde ausgenutzt, ehe der Pass versucht wird. Bei vielen mobilen Quarterbacks (Bridgewater ist nur unwesentlich unspektakulärer als RG3) hast du die Schweißperlen auf der Stirn, weil sie sich zu schnell ins Getümmel stürzen. Nicht so hier: Der Teddy läuft im Zweifelsfall eher zu spät los. Und: Ich kenne keinen Rechtshänder, der so geniale Pässe in Bewegung wirft, wenn er links gegen die Laufbewegung rausrollt.

Man gebe sich mal die 8min Highlights gegen die Florida Gators (Sugar Bowl 2012):

Bridgewater kommt aus der Umgebung von Miami/Südflorida, und kam nur durch die Hintertür nach Louisville, weil eben Strong aufgrund seiner jahrelangen Arbeit in Florida noch gute Beziehungen dorthin hatte. Das Freshman-Jahr hatte man als „vielversprechend“ eingeordnet. Der letzte Herbst galt schon als Top-Pick-würdig. Was man auch immer wieder vernahm, sind die Lobpreisungen, wie anspruchslos das Supertalent doch sei. „Bridge over troubled Water“ hat sich die Latte hoch gelegt: Liefert er Leistung, werden Teams wie Jets, Jaguars oder Raiders im nächsten Frühjahr schwerlich an ihm vorbeischauen können. Auf der anderen Seite sind immer wieder hoch gehypte Prospects im Jahr der Wahrheit gestrauchelt. Ist Bridgewater der nächste? Wir werden sehen.

Für die Interessierten gibt es noch einen zweiten potenziellen Superstar-Angreifer: RB Michael Dyer, dessen Irrwege von Auburn über Arkansas State über Grundkurse in Benimmregeln ein vorläufiges Ende haben sollen. Dyer war der MVP im BCS-Finale 2010/11, versank danach aber in Chaos und Sumpf. Er kriegt in Louisville diesen Herbst die x-te Chance, sein Leben auf die Reihe zu kriegen. Bridgewater und Dyer sollen sich persönlich recht gut verstehen. Auf dem Spielfeld sollten sie ein spektakuläres Angriffs-Duo bilden können, das anzuschauen sich lohnt.

Die beiden allein machen Louisville zum Favoriten in der American Athletic Conference (AAC), aber dass es für die Cardinals zu mehr – sprich: BCS-Titelträumen – reicht, daran glaube ich keine Sekunde. Trotz Bridgewater, und trotz eines lächerlichen Schedules.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.