NFL-Recap, Week 1: New York Jets – Tampa Bay Buccaneers

Die vielleicht größte Überraschung – zumindest wer solche Erwartungen an die Buccs hegt wie ich – des ersten Spieltags war vermutlich dieses Spiel, das die New York Jets 17-15 gewannen. Um ganz schnell die letztlich spielentscheidende Szene zu beschreiben: Ja, das Personal Foul des LBs #54 Lavonte David in den letzten Sekunden gegen den bereits aus dem Spielfeld gelaufenen QB #7 Geno Smith war hirntot. Es war der schlimmstmögliche Fehler im schlimmstmöglichen Moment. K Nick Folk konnte danach relativ locker aus 48yds zum Überraschungssieg einschießen.

Es war nicht die einzige Undiszipliniertheit der Buccaneers in diesem Spiel. Man hatte zeitweise das Gefühl, dass hier die Detroit Lions am Werk waren, so viele Schlampigkeiten begingen die Buccs. Das begann schon im ersten Drive, als man offenbar Probleme mit dem Headset bei QB #5 Josh Freeman hatte: Verbrannte Timeouts, delay-Strafen direkt nach dem Timeout (sogar 2x) und furchtbar dilettantische Strafen gegen die Defense (Personal Foul beim 3rd-und-21, my ass?) – alles Dinge, an die sich jemand bereits gewöhnt hat, der seit Jahren die Lions verfolgt. Scheint nun auch für Buccs-Fans relevant zu werden. Auf alle Fälle wirft es kein gutes Licht auf den Trainerstab von Greg Schiano.

Insgesamt wirkte die Buccs-Offense ziemlich asynchron: RB #22 Martin trotz zeitweise ordentlicher Blocks mit einer anämischen Vorstellung und vor allem als Empfänger von Checkdowns komplett irrelevant. Die WRs 1 und 2, #17 Vince Jackson und #19 Mike Williams, waren nicht das Problem. Es lag IMHO vor allem in der schon in der Preview beschriebenen Gefahr des fehlenden dritten Mannes für die Mitteldistanzen: Das schien das große Problem der Buccs-Offense zu sein. QB Freeman hat bedenklich schwache Stats, wenn man seine Würfe zu Jackson und Williams exkludiert.

Bleibt zu konstatieren: Weg geworfenes Spiel der Buccs, keine Frage. Aber wer so unvorbereitet und so undiszipliniert auftritt, muss eben schonmal damit rechnen, in einem ersten Saisonspiel auf die Fresse zu fliegen, und sei es gegen eine der vermeintlich schwächsten Teams der Liga.

Auf Jets-Seite fand das Laufspiel in der Offense überhaupt nicht statt, was gegen die starke Buccs-Run Defense vielleicht kein Beinbruch ist. QB Geno Smith in seinem Debüt zeigte eine für meinen Geschmack grade noch adäquate Vorstellung: Die INT war ein grober Fehler und den Fumble, den Geno beging, begehen nicht viele Jungs in der Situation, aber ansonsten machte er gerade genug Plays um nicht der Sündenbock zu werden. Im Gegenteil: Am Ende machte es ihm David sogar einfach, zum Hero zu werden. Und man beachte: Seine erste Anspielstation, WR #10 Holmes, war bei CB #24 Darrelle Revis mehr oder minder abgemeldet, insofern muss man Smith schon ein Kompliment machen.

Bleibt zu konstatieren: Tampa mit einem unnötigen Fehlstart. Jetzt folgen die Saints und die Pats, und die „Aussicht“ auf einen richtig misslungenen Start. Für die Jets geht es am Donnerstag in New England weiter. So wie sich die Pats am Sonntag in Buffalo präsentierten, ist zumindest ein relativ enges Spiel nicht undenkbar.

2 Kommentare zu “NFL-Recap, Week 1: New York Jets – Tampa Bay Buccaneers

  1. –>“Es war nicht die einzige Undiszipliniertheit der Buccaneers in diesem Spiel.“<–
    Buccs : Penalties 13 = 102 Yards !!
    Jets: Penalties 6 = 45 Yards

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