NFL 2013/14, zweiter Spieltag um 22h: Mein Coach ist ein Arschloch

[02h38] Endstand Tampa Bay Buccaneers 14, New Orleans Saints 16.

Dramatisches Spiel, dramatischer Sieg für die Saints in einem Spiel auf gutem (?) Niveau. Sagen wir so: Die Buccs-Defense ist beeindruckend und jeden Fetzen gut genug, dass Tampa meine hohen Erwartungen rechtfertigt. Das war schon beeindruckend, wie Brees hier und heute abgewürgt wurde.

Das Problem ist der Angriff von Tampa: QB Freeman heute erneut mit einer bescheidenen Vorstellung, machte 9/22 für 157yds, 1 TD, 1 INT. Freeman hatte etwas Pech mit mehreren Drops von WR Jackson bei dritten Downs, aber insgesamt ist Tampa zu abhängig von seinem Einser-Receiver (Jackson machte nach den Drops mehrere unglaublig wichtige Catches). Recht harmonisch scheint es auch nicht zuzugehen, wenn man die eine oder andere Geste am Seitenrand richtig intrepretiert.

Der Saints-Sieg ist am Ende verdient, auch weil Tampa abseits der guten Feldpositionen nach den Defensiv-Turnovers nur wenig mit seinem Angriff zustande brachte.

Soap-Opera: TBC.

[02h36] Brees mit einem astreinen Drive, und dann mit einer halben Minute auf der Uhr tiefer Ball, und sensationeller Catch von WR #12 Marques Colston in der RedZone: Super Deckung, super gefangen.

[02h34] 1:06 vor Schluss verkickt K Rian Lindell aus 47yds. Seitenwind, und der Kick segelt 5yds links vorbei. Keine Timeouts mehr für die Saints, aber Brees natürlich mit allen Chancen, und kann per Field Goal das Spiel gewinnen.

[02h29] Kaum geschrieben, antwortet QB Freeman mit zwei heiklen Completions für WR #83 Jackson, und RB #22 Doug Martin macht haufenweise Läufe um die Uhr runterzutickern. Saints-Coach Sean Payton mit anfängerhaftem Auszeiten-Management. Jeder Madden-Spieler kriegt das besser hin. Two-Minute Warning.

[02h21] Die Vorstellung der Buccs-Defense ist beeindruckend: Verzögerter Safety-Blitz von FS #23 Barron und der nächste Sack. John Lynch in der Kommentatorenkabine kriegt leuchtende Augen. Lynch war der Safety der letzten großen Buccs-Defense vor 10-15 Jahren gewesen.

Es wird allerdings Zeit, dass die Offense von Tampa sich mal bewegt.

[02h17] WR Mike Williams mit einem Fuß im Aus – Punt.

[02h09] Die Defense Line um #93 McCoy und #94 Clayborn kriegt immer besseren Zugriff auf Brees und seine Pocket, spielt ein beeindruckendes Spiel. Im 3rd Down feuert Brees für TE Graham ab, aber der Safety #23 Barron fliegt im letzten Moment heran und wehrt den Ball ab – ein Safety mit Manndeckerqualitäten wie ein Cornerback.

[01h58] TB 14, NO 13/Q4 12:40. Da komme ich grad wieder zur Tür herein, 3rd-und-7, verzögerter Blitz gegen Drew Brees, Brees feuert ab und LB #59 Mason Foster steht genau in der Passlinie. Foster walzt sich unter Begleitschutz von wenigstens vier, fünf Buccs über 85yds in die EndZone durch und plötzlich führen die Buccs in diesem Spiel!

Drittes Viertel

[01h27] Kurzer Hinweis in eigener Sache: Ich muss jemanden vom Bahnhof abholen und werde für ca. 20min abwesend sein.

[01h26] TB 7, NO 13/Q3 8:04. Hart erkämpfte Yards und Punkte für die Saints. Im dritten Down hüpft LB #54 Lavonte David schon vor dem Snap wie ein Rumpelstilzchen herum, wissend um den nächsten Play. Mit dem Snap rauscht David sofort durch und fällt Brees. Saints kriegen nur ein Field Goal.

[01h17] Freeman im dritten Down, wartet, und wartet, (im Hintergrund rauscht #94 Gallette ran und ich schreie „schmeiß weg!“) und wartet (es gibt kein Entrinnen mehr), und wartet… und der unvermeidliche Fumble passiert. NO darf in der gegnerischen Platzhälfte beginnen.

[01h04] Arizona – Detroit ist mittendrin in einer sehr dramatischen Schlussphase.

Zweites Viertel

[00h52] Halbzeit Tampa Bay 7, New Orleans 10.

Kampf auf Biegen und Brechen. TE Graham bestraft die Buccs für ihr unfaires Spiel auf seine Weise und rennt an die 1yds-Line durch. Dann aber ein fantastischer Stand der Buccs mit mehreren Stops gegen die Runningbacks und die Saints müssen von der 2yds-Line das Field Goal schießen.

Hartley versenkt, aber wegen eines Offsides der Buccs gibt es einen verkürzten 4th Down von der 1yds Line. Brees überstimmt den HeadCoach Payton an der Seitenlinie und sie spielen nun aus. RB #22 Ingram kriegt den Ball, aber rennt in einen Berg an Buccs. Turnover on Downs. Spiel bleibt eng.

[00h34] Tiefer Ball für TE Graham, und von der Seite rauscht S #43 Ahmad Black heran und begeht ein ausschlussreifes Personal-Foul. Erneut ist es ein Helm gegen einen Helm eines ungeschützten Spielers. Dritte 15yds-Strafe, und schön langsam gehört einer der Jungs mal aus dem Verkehr gezogen.

[00h32] Nächster Drop von #83 Vincent Jackson im dritten Down, nächster Buccs-Punt. Ich finde generell das Play-Calling der Buccs nicht überzeugend: Diese ständigen Läufe im ersten und zweiten Down kosten nicht den ersten Drive.

[00h25] Der Abnutzungskampf kostet erste Opfer bei den Buccs: DT #93 McCoy muss nach einem cut-Block vom LT Brown mit Knieproblemen rein- und rausrotiert werden. „Hinten“ tut sich FS #23 Barron immer schwerer, aufrecht zu gehen.

[00h20] Schiano mit einer völlig überflüssigen Challenge. Verliert sie.

[00h14] Jetzt machen auch die Stars bei den Buccs die Fehler: WR #83 Vincent Jackson mit dem einfachsten Drop der Welt im dritten Down. Wäre ein 1st-Down geworden, so wird’s ein Punt.

[00h10] Noch eine Personal-Foul Strafe wegen eines Helm-vs-Helm Hits, diesmal gegen Buccs-#38 Goldson. Die Saints werden am Ende aber gestoppt und dann verschießt K Hartley das Fieldgoal. Keine Punkte für die Saints.

[00h00] LE #94 Adrian Clayborn knockt Brees bei einem Sack den Ball aus der Hand, aber Clayborn hat seinen Helm hoch genug um Brees damit Helm-vs-Helm zu treffen. Folge: Personal-Foul und der Turnovers wird zurückgenommen. Ein korrekter Call.

Erstes Viertel

[23h55] Die Offense Line der Buccs hält ohne den weiterhin absenten OG Carl Nicks dem verstärkten Blitzing der Saints nicht lange genug stand, dass Freeman die notwendige Zeit bekommt. So bleibt es bei kurzen Checkdowns und zu wenig Raumgewinn. Punt.

[23h48] TB 7, NO 10/Q1 2:36. 56yds-TD für TE #80 Jimmy Graham. Abwehrfehler bei den Buccs, die einen Audible nicht rechtzeitig durchgesagt bekommen und LB #56 Watson (eben noch mit der INT) verwirrt im Regen stehen lassen. Graham läuft am verdutzten Watson vorbei, fängt den Ball und kann in die EndZone traben.

[23h41] TB 7, NO 3/Q1 5:15. 5yds-TD #85 Ogletree, der eine flache Drag-Route läuft und völlig vereinsamt in die EndZone traben kann. Es war ein Drive mit zwei großen Plays: Einmal quengelte sich RB Martin durch eine Unzahl an Buccs für einen 15yds-Lauf über die Mitte durch, und kurz danach nahm der stark kritisierte QB Freeman das Heft selbst in die Hand und scrambelte 13yds zum neuen 1st Down.

[23h33] Ärgerlich: Die Kamera in Tampa ist mittlerweile auch drunten auf Grasnarbenhöhe. QB Brees scheint auch gestört zu werden, kommt raus und wirft eine INT direkt in die Hände von LB #56 Dekota Watson.

[23h30] Tampa muss gleich zum Einstand punten, weil Saints-DB #27 Jenkins beeindruckende Physis gegen Buccs-WR #19 Williams zeigt.

[23h17] Tampa-New Orleans soll in zehn Minuten fortgesetzt werden.

[22h58] In Arizona gehen die Detroit Lions mit 7-3 in Führung: Der Spielzug ist ein sensationeller 72yds-TD Pass für WR Calvin Johnson (war im Slot aufgestellt). QB Stafford mit einem Pass, der keine Millisekunde früher oder später hätte abgefeuert werden dürfen, so klein war das Fenster, in dem der Ball zu Johnson durchkommen konnte.

[22h48] In Tampa soll es gegen 23h15 weitergehen.

[22h46] Zum Spiel Houston – Tennessee:

[22h25] Mein geplantes Hauptspiel für die 22h-Runde ist Tampa Bay BuccaneersNew Orleans Saints. Dabei geht es für die Buccs schon um lebenserhaltende Maßnahmen. Just in die eh schon miese Stimmung nach der überflüssigen Auftaktniederlage in New York platzte heute Nachmittag die Meldung rein, dass sich QB Josh Freeman mit dem Buccs-Trainerstab überworfen habe und einen Trade verlangen würde.

Das Verhältnis von Freeman und dem Trainerstab Schiano ist quasi seit Tag 1 kein Liebesverhältnis. Schiano versuchte mehrfach, Freeman zu enteiern oder zu ersetzen – zumeist zögerlich. Bis zum Draft, als er QB Glennon holte. Anfang September entzog er Freeman das Kapitänsamt. Die Mannschaft rebellierte, hielt ein „players only“-Meeting ab. Berichte über einen extrem verhassten Head Coach Schiano in der Mannschaft sprießen seit Tagen aus dem Boden, mit der Kulmination besagter Trade-Forderung.

Die Buccs haben ihre Bye-Week in Woche 5. Das Auftaktprogramm ist ziemlich heftig. Ich halte es nicht mehr für ausgeschlossen, dass Schiano bei einem, sagen wir 0-4 Start, schon in der spielfreien Woche fliegt. Aber oft heißt es, Siege haben heilsame Wirkung. Von daher sind die Saints heute ein guter Gegner, um mit einer überzeugenden Leistung Ruhe in den Laden zu bringen.

Das Spiel begann schon um 22h05, New Orleans führt 3-0. Aber aktuell gibt es eine Spielverzögerung. Ich steige jetzt ein, notfalls erstmal mit einem der anderen Spiele.

NFL 2013/14, Chips vom zweiten Spieltag um 19h

[22h22] Endstand Philadelphia Eagles 30, San Diego Chargers 33.

Es war ein sehr unterhaltsames Spielchen von beiden Mannschaften mit richtig vielen Passyards in der Offense. Dabei haben beide Offenses völlig unterschiedlich agiert:

  • San Diego mit QB Rivers ließ sich viel Zeit, melkte die Play-Clock und ging danach auf eine Reihe an Kurzpässen. Rivers hatte nicht viele Würfe über 20yds.
  • Philly mit QB Vick war nicht mehr so atemberaubend schnell zwischen den Plays wie letzte Woche, aber 20-25sek zwischen den Plays. Vick immer wieder mit dem Versuch, tief zu gehen. WR Jackson hielt nicht alle Bälle fest, aber die tiefen Bälle waren die ständige Bedrohung.

Phillys Defense zeigt sich als erwartetes Problem, brachte kaum Passrush über das komplette Spiel zustande. Bei den Chargers zeigt sich das von mir schon in der Preseason befürchtete Problem der Riesenbaustelle „Cornerback“.

Am Ende ein Sieg, den ich den Chargers von Herzen gönne. Die haben viel auf die Rübe bekommen und immer, immer wieder solche Spiele knapp verloren.

[22h17] Gerade fallen in mehreren Stadien die Würfel in höchst dramatischen Spielen. Zu viele, um viele Worte drüber zu verlieren. Moment schweigen und genießen, und dann geht es mit der zweiten Runde an Spielen weiter.

[22h14] PHI 30, SD 33/Q4 0:07. Novak nagelt ihn aus 46yds rein.

[22h11] Gerade eine höchst sonderbare Schlussphase in Philly: Chargers um die PHI 30yds Line, wollen schon längst kicken, aber Chip Kelly zieht ein Timeout nach dem anderen. Absurd schlechtes Game-Management von beiden Coaches, das eigentlich nun einen Fehlkick verdienen würde.

[22h04] PHI 30, SD 30/Q4 1:51. Vick wird im 4th-Down niedergeschlagen, und so müssen die Eagles mit dem Fieldgoal Vorlieb nehmen. K Henery würgt ihn aus kurzer Distanz rein.

[22h01] 1:58 to go in Philadelphia, und die Eagles haben 2nd-und-Goal. QB Vick musste eben für einen Spielzug gegen QB Foles ausgetauscht werden.

[21h51] PHI 27, SD 30/Q4 3:11. Dritter TD heute für WR #11 Eddie Royal (mittlerweile 7 Catches, 90yds), der klasse Vorblocking nutzt um sich in die EndZone zu wursteln. Erneut ein famoser Rivers bei dritten Downs. Rivers schon mit 32/42 für 371yds und 3 TD). Schwaches Tackling allerdings bei den Eagles.

[21h45] Meine Fresse, KR Whittaker fumbelt den Ball weg, aber diesmal wendet sich das Schicksal zum Guten für San Diego, und #25 Stuckey nimmt das wie wild kullernde Ei nochmal 30yds weiter vorne auf. San Diego darf in der gegnerischen Platzhälfte starten.

[21h42] PHI 27, SD 23/Q4 7:06. QB Vick vollendet einen QB-Keeper dank exzellentem Vorblocking seines Running Backs zum 3yds-TD. Auch hier ein schöner Drive für die Eagles (10 Plays, 76yds), bei dem auffiel, wie viel Zeit Vick zum Werfen bekam, und wie offen sämtliche Anspielstationen waren. San Diego bekam überhaupt keinen Zugriff, nicht innen, nicht außen.

[21h33] PHI 20, SD 23/Q4 10:47. Monströser, 17 Plays langer Drive über 73yds, der 8:55min von der Uhr frisst. Rivers mit 3rd-Down auf 3rd Down auf 3rd Down, und immer wieder mit einem quicken Kurzpass zur neuen Angriffsserie. Bis dann TE Gates in der EndZone einen sicheren TD fallen lässt und das anschließende dritte Down zu kurz gerät. Gefühlt würde ich sagen: Verschenkte Punkte für die Chargers auch hier.

[21h23] Das dritte Viertel in Philadelphia geht zu Ende, und es ist mittlerweile ein Spiel auf Augenhöhe. Rivers seit einer Weile nur noch mit Kurzpässen der Güteklasse 3yds-Screen nach links, 2yds-Dumpoff zum RB über die Mitte, 4yds-Pass zum Tight End usw…

Übrigens sind momentan sieben von neun Spielen innerhalb von vier Punkten Differenz. Drei Spiele mit ausgeglichenem Score.

[21h14] PHI 20, SD 20/Q3 4:42. 61yds-TD Pass für #10 DeSean Jackson. Ein Touchdown mit Ansage: Es war das vierte oder fünfte Mal, dass Jackson downfield seinen Bewachern 2-3 Schritte enteilt war. Und diesmal kein überworfener Ball Vicks und kein Drop Jacksons. Extrem pathetisch, was S #32 Weddle da in der Spielfeldmitte veranstaltete.

[21h10] Kurze Zwischeninfo zum Sunday Night Game: In Seattle sind für späten Nachmittag (Kickoff Ortszeit 17h30) schwere Gewitterstürme angesagt. Der Kickoff könnte sich verschieben.

[21h07] PHI 13, SD 20/Q3 6:34. Jetzt sind es die Eagles, die Punkte wegschmeißen: Die ersten sechs Plays im Drive sind Pässe, und sie sind erfolgreiche Pässe. Vor allem downfield ist heute WR DeSean Jackson nicht zum ersten Mal weit offen, aber Jackson kann erst den um Zentimeter überworfenen Ball nicht festhalten (wäre ein sicherer TD gewesen) und als er dann kurz später den TD scort, wird der wegen unerlaubter Aufstellung eines Offensive Tackles (#65 Johnson) zurückgepfiffen.

[20h58] PHI 10, SD 20/Q3 10:04. Auch ohne den besten Wide Receiver dominieren die Chargers das Spiel. Rivers ist aktuell 19/24 für 279yds. Wenig Zugriff der Eagles-DBs auf das Passspiel der Bolts. Symptomatisch ist der TD-Pass über 24yds für Eddie Royal: Eagles mit nur drei Mann Druck, aber trotzdem ist Royal im 3rd-und-10 meilenweit allein auf weiter Flur und kann gemütlich in die EndZone traben.

[20h49] Floyd wird abtransportiert. Sportlich wird er als bislang beste Anspielstation für San Diego und Rivers fehlen. Aber nochmal zurück zum Hit: Die Aktion ist brutal unglücklich, und sieht mit jeder Wiederholung schlimmer aus, aber auch Mike Pereira sieht kein Foul:

[20h44] In Philadelphia geht es weiter: WR Malcolm Floyd wird bei einem Tackle von LB #59 Ryans böse zusammengefaltet und bleibt regungslos liegen. Sehr unglücklicher Tackle, aber ich glaube, man kann Ryans da nicht zwingend einen Vorwurf machen. Überall kniende Spieler, bedrückte Gesichter, und bei einigen laufen Tränen.

[20h33] Hihi, die CBS-Crew in Indianapolis lobt das angeblich „brillante“ Freezing von Colts-Coach Pagano bei einem Kick des Dolphins-Kickers mit auslaufender Uhr. Fins-Kicker Caleb Sturgis (Rookie) kommt erneut raus und nagelt ihn aus 54yds erneut rein. 17-17 bei Colts-Dolphins, und es ist ein Passfestival, in dem beide Quarterbacks schon über 200yds in der ersten Halbzeit geworfen haben!

[20h25] Halbzeit Philadelphia Eagles 10, San Diego Chargers 13.

Die Eagles kommen noch einmal mit einem guten Drive zurück, aber der Kicker säbelt das Field Goal daneben. Insgesamt relativ viele verschenkte Chancen vor allem bei den Chargers, die ein sehr gutes Spiel hinlegen, aber dann immer wieder den Ball innerhalb der gegnerischen 10yds-Line wegfumbeln und somit minimum sechs, eher mehr, Punkte bereits verschenkten.

Die Chargers sind nicht „überzeugend“, aber sie sind „deutlich besser als erwartet“. Sie vernaschen heute ziemlich häufig CB #26 Cary Williams, der schon zwei oder drei Pass Interferences hatte.

[20h20] Bei den Chargers ist offensichtlich noch viel Schottenheimer- und Turner-Karma mit drin: Jetzt ist es RB #24 Mathews, der an der gegnerischen 9yds-Line den Ball wegfumbelt.

[20h16] Eagles müssen aus der eigenen EndZone heraus punten. 73sek für die Chargers, und sie beginnen in der Platzhälfte des Gegners.

[20h11] Erneut ein Super-Drive für die Chargers und QB Rivers, und dann wird TE #85 Gates ein Yard vor der EndZone vom hinten heranspringenden CB #22 Boykin der Ball aus der Hand geschlagen. Erster Turnover im Spiel.

[20h02] PHI 10, SD 13/Q2 6:41. Dann geht es schnell: 4 Plays, 75yds, 80 Sekunden für die Eagles, die mit einem Mal über San Diego drüberrollen: 2x Vick für DeSean Jackson, und einmal mit großem Lauf nach dem Catch, ein kurzer Vick-Scramble, und dann vollendet WR #14 Riley Cooper aus 13yds. Cooper ist seinem Gegenspieler #22 dabei um gut einen Kopf überlegen.

[19h56] PHI 3, SD 13/Q2 8:01. QB Rivers wirft heute richtig schöne Pässe, mit schön Druck hinter dem Ball. Das war selten in den letzten eineinhalb Jahren. Rivers ist 11/12 für 105yds, und die einzige Incompletion war ein Drop bei einem zugegeben nicht ganz optimal geworfenen Ball von RB Woodhead. Der Drop war dann allerdings auch genug, um den Drive zum Erliegen zu bringen. 44yds-FG für K Novak.

[19h51] Es läuft heute nicht richtig in der Eagles-Offense, was aber u.a. an Plays liegt wie einem WR DeSean Jackson, der 50m downfield weit offen ist, den Ball auch angespielt bekommt und fängt, aber gleichzeitig unbedrängt den Ball im Aus fängt.

[19h41] PHI 3, SD 10/Q2 14:07. Extrem smoother Drive für die Chargers, die im Angriff die Anti-Eagles sind: Viel Geduld zwischen den Plays, melken die Play-Clock bis runter auf 1sek, und laufen dann genüsslich um die Line herum.

QB Rivers mit eingestreuten schönen Pässen auf RB, TE und WR nutzt alle verbliebenen Anspielstationen aus. Am Ende vollendet WR Royal den 11 Plays und 93yds langen 6:23min-Drive.

Die Chargers-Offense sieht auch viel dynamischer aus als noch im letzten Jahr.

[19h22] PHI 3, SD 3/Q1 5:30. 70yds-Catch und Lauf danach für RB McCoy, der um die Anspiellinie herum ganz unscheinbar ins Mittelfeld läuft, den eigentlich oft gelobten S #32 Weddle ohne Umstände aussteigen lässt, es aber danach nicht ganz in die EndZone schafft. Nahe der GoalLine scheitert Philly, auch, weil TE Casey einen eher unnötigen Drop fabriziert. Kelly nimmt danach nur den „Chip Shot“.

[19h15] PHI 0, SD 3/Q1 7:26. Die Chargers bewegen das Ei erstmal vor allem über kurze und Mitteldistanzen, v.a. unter Einbeziehung von RB Woodhead für Checkdowns. Auch hier bringt letztlich ein Sack gegen den Quarterback (OLB Barwin) den Drive zum Erliegen, und K Novak nagelt ihn aus 49yds rein.

[19h08] Erster Eagles-Drive, und das Tempo ist im Vergleich zu letzter Woche nicht ganz zu atemberaubend: Die Spieluhr tickert manchmal unter 20sek runter. Der Drive kommt zum Erliegen, weil im dritten Down DE #93 Dwight Freeney durchbricht und Vick wie eine Klette am Wurfarm hängt. Freeney schaut ziemlich revitalisiert aus, war schon letzte Woche überragender Spieler.

[18h53] Zweiter NFL-Sonntag 2013 im Liveblogging, willkommen. Daran, dass ich mich zehn Minuten vor Kickoff noch nicht entschieden haben, welches Spiel ich primär verfolgen werde, kann man erkennen: Spieltag mit relativ ausgeglichen guten Matchups, oder, für die Pessimisten: Kein wirklich herausragendes Matchup mit drin. Ich denke, ich werde also erstmal bei den Philadelphia Eagles gegen die San Diego Chargers bleiben, um die Chip-Kelly-Offense zu begleiten.

Die Spieltagsvorschau gab es bereits heute Vormittag.

NFL-Week #2, 2013 Sunday Night Game Preview: Seattle Seahawks – San Francisco 49ers

Ich hab schon heute Vormittag Sendeplan und Vorschau zum Spieltag bis zirka 2h nachts geschrieben, aber das Spitzenspiel des Tages fehlt noch: Das Sunday Night Game zwischen den Seattle Seahawks und den San Francisco 49ers, dem Duell der beiden Mannschaften, die nach common sense als beste in der NFL gelten. Und mehr: Beide sind auch noch Divisionsrivalen in der NFC West! Manche Experten in den Vereinigten Staaten gehen sogar schon soweit, dieses Duell zur besten „Rivalry“ der NFL auszurufen. Das mag einen Tick zu sehr auf das Hier und Jetzt bezogen sein, aber wenn wir es mal rein sportlich sehen: Yup, das ist zumindest ein Duell zweier Top-5 Kaliber.

Was beiden gemeinsam ist: Ihre sportlichen Leitungen draften seit einigen Jahren exzellent. Seit GM Schneider/Coach Carroll 2010 in Seattle übernommen haben, sind gleich mehrere Spitzen-Picks gelungen. Noch länger hält der gute Run der 49ers an, wo aber die Puzzleteile erst mit dem Einkauf von Head Coach Jim Harbaugh zusammengefunden haben. Und: Beide werden von jungen, mobilen und vor allem billigen Quarterbacks angeführt. Billige QBs dank neuem CBA. Billige QBs, die da bedeuten: Es ist Kohle ohne Ende da, um andere wichtige Positionen mit Spitzentalent zu besetzen und wichtige Eigenbauspieler zu halten – zumindest, solange Russell Wilson und Colin Kaepernick noch unter ihren Rookieverträgen spielen.

Sportlich war das letzte direkte Aufeinandertreffen im Dezember 2012 eine Machtdemonstration der Seahawks, die San Francisco im eigenen Stadion damals an die Wand spielten. Es war eine Partie, in der die 49ers ähnlich wenig „read-option“ einsetzten wie letzte Woche gegen Green Bay.

Damals lief es insgesamt schlechter als letzte Woche. San Francisco kam raus und wollte einen tiefen Ball nach dem anderen werfen, war schnell hoch in Rückstand (2-3 TDs Rückstand, ehe man die ersten Punkte machte) und sah gegen die disziplinierten OLBs der Hawks kein Land, Kaepernick ins Laufen zu bringen. Trotz schwachem Passrush und trotz des Fehlens von CB Browner machten die Hawks damals eine der gefährlichsten Offenses im Lande nieder – das ist der Vorteil, wenn du mit einer schnellen Führung spielen kannst. Diesen Luxus hast du nicht immer, und das ist auch der Grund, weswegen man nicht erneut von einem Blowout bzw. einer Seahawks-Dominanz ausgehen sollte.

Beide sind dieses Jahr exzellent gestartet, beide haben in überzeugenden Leistungen knappe, aber verdiente Siege gegen exzellenten Konkurrenz eingefahren. Seattle kam mit einem 12-7 in Carolina davon, wo man zwar nicht „besser“ war und durchaus auch hätte verlieren können, aber insgesamt eine Handvoll wunderschöner Drives in der Offense spielte. Wilson macht weiterhin einen blendenden Eindruck. Offense Line und Laufspiel um RB Lynch schauten im Vergleich zum letzten Jahr etwas kraftloser aus, aber dass ein Lynch immer mit dieser Intensität der letzten zwei Jahre spielen kann, ist sowieso unwahrscheinlich.

Bei den Hawks beeindruckte mich die Secondary und vor allem FS #29 Earl Thomas, ein Wahnsinnsspieler. Da werden San Franciscos ausgedünnte Wide Receivers und Tight Ends eine lange Nacht haben. Wird WR Boldin von CB Sherman übernommen? Folgt Sherman Boldin wirklich auch hinein in die Slot-Zonen? Oder übernehmen dann Browner und Lane?

Ein potenzielles Mismatch könnte die mächtige Offense Line der 49ers gegen die etwas dünn besetzte Defense Line Seattles sein: Bei den Hawks wird es nach DE Bryant schnell dünn, auch, u.a. weil DT MeBane nicht richtig fit ist. Die Hawks werden nicht wieder nur mit Sechs-Mann „Boxes“ an der Anspiellinie aufkreuzen können wie letzte Woche, denn die 49ers walzen in diesem speziellen Fall schon mal mit 30 Power-Läufen über dich drüber. Auf der anderen Seite möchtest du deine Secondary auch nicht so gerne entblößen, und zumindest Thomas großteils hinten drin stehen lassen.

Ein Punkt, bei Seattle oft genannt, ist auch der Heimvorteil der Hawks im extrem lauten Century Link Stadion. Ist das der entscheidende Vorteil? Ich bin mir nicht sicher. Ich gehe hier mit einem Gefühl, das mir Seahawks sagt. Beide Mannschaften sind wirklich gut, aber einige wichtige Matchups sprechen eher für Seattle. Für die wäre ein Sieg auch wichtiger, um nicht gleich im Rennen um den Divisionssieg (der ein Playoff-Heimspiel bringt!) ins Hintertreffen zu geraten und ggf. im letzten Saisondrittel auf das Auswärtsspiel in San Francisco angewiesen zu sein.

NFL-Sonntagabendvorschau #2, 2013

Die Reaktionen nach einer ersten Spielwoche in der NFL sind meistens von arg nach oben gepushten Storys geprägt, die zur Folge haben, dass das tatsächlich Passierte oft schon auf die komplette Saison projiziert wird. Ein schlechtes Auftaktspiel ist aber ebenso ein Todesstoß für die Hoffnungen einer Franchise wie ein genialer Kantersieg nicht immer ein Zeichen für einen dominanten Herbst wird. Sehen wir es so: Es gab 16 Spiele. 13 (!) davon endeten innerhalb eines Scores Differenz. Manchmal mag ein spätes Comeback dafür verantwortlich gewesen sein, aber es gab auch eines dieser oft verspotteten „späten Comebacks“, das am Ende in einem nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg endete (HOU @ SD). Das ist doch aufregend. Also: Ich hab zwar auch eine Serie an Spielen analysiert und schon versucht, erste Eindrücke zu sammeln, aber bleiben wir noch am Boden, was die Langzeit-Aussichten angeht. Abheben können wir nach 3-4 Wochen, wenn sich echte Trends ablesen lassen.

Weekometer 1

Dann wird auch das unbestechliche Power-Ranking zurückkehren. Nach der ersten Woche gibt es deswegen nur ein kurzes Barometer der ersten Performance. Lassen wir uns nicht von Siegen und Niederlagen verarschen, und sehen wir es mal nüchtern – das Donnerstagsspiel hab ich noch nicht gesehen:

  • Überzeugende Vorstellung: Denver, San Francisco, Green Bay, Seattle, Carolina, New Orleans, Cincinnati, Miami
  • Noch Luft nach oben: Atlanta, Chicago, Houston, Kansas City, New England, Tampa Bay, Pittsburgh, Philadelphia, Detroit, Dallas, NY Giants
  • Die grauen Mäuse: Baltimore, St Louis, Arizona, Washington, Indianapolis, Oakland, San Diego, Tennessee, NY Jets, Minnesota, Cleveland, Buffalo
  • Bleeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeep: Jacksonville

Sonntag #2: NFL-Programm im TV

SPORT1 US und sein TV-Programm bleibt für diese Woche noch drin. Der Sender läuft quasi auf Bewährung. Er überträgt live:

19h    Chicago - Minnesota
19h    Philadelphia - San Diego
22h05  Arizona - Detroit (*)
22h25  New York Giants - Denver
02h25  Seattle - San Francisco

Die mit (*) gekennzeichneten Spielen laufen bei SKY im Multifeed-Kanal.

PULS4 bringt in Österreich ab 22h30 live die Partie New York Giants – Denver Broncos.

Frühabendprogramm um 19 Uhr

Das vermeintliche Topspiel des 19h-Slates ist Green Bay PackersWashington Redskins, das aber überraschend nicht im TV-Programm bei SPORT1 US auftaucht. Die Packers kriegen eine Woche nach der Verarsche in San Francisco nun endlich die erste „echte“ read-option Offense vorgeschmissen, auf die sie sich ein halbes Jahr lang vorbereitet haben: Während die 49ers die Packers einfach „überwarfen“, wird Washington mit RG3 im Angriff schon eher nach der alten read-option Offense aussehen. Bei den Skins war man letzte Woche bass erstaunt, wie „langweilig“ diese spektakuläre Mannschaft im direkten Vergleich mit Philadelphia aussah. Green Bay ist der klare Favorit, aber es gibt durchaus Hoffnungsschimmer: Die Redskins-DEs Orakpo/Kerrigan hatten letzte Woche ein recht gutes Spiel, und sie kriegen nun eine eher schwache Offense Line vorgeworfen. Auf der anderen Seite: Das Skins-DB ist so schwach besetzt, dass QB Rodgers unter 30 Punkten nicht aus der Partie kommt…

Die Eagles treffen daheim im Duell zweier zum Auftakt überraschend starker Mannschaften auf die San Diego Chargers. Das erste bestaunenswerte ist natürlich dieser fassungslos schnelle Eagles-Angriff, der letzte Woche in der ersten Halbzeit unglaubliche 53 Plays machte! Da haben manche Teams im ganzen Spiel nicht viel mehr davon. Wie wird San Diegos Abwehr reagieren? Die Skins schienen am Montag recht ausgelaugt zu sein, und trotz sehr guter Outside Linebackers bekamen sie nie wirklich Zugriff auf die Pocket. Bei San Diego ist der beste Verteidiger in der Front-Seven in DE Freeney ein Mann, der gegen den Lauf als ungebräuchlich gilt. Zufälligerweise war genau jenes Laufspiel der Iggles um RB McCoy letzte Woche der Killer.

Bei ChicagoMinnesota muss man sehen, ob die Bears eine erneut so solide Offensivvorstellung wie letzte Woche bringen können. Die Bears zeigten erstmals seit vielen Jahren richtig gute Ansätze, und der neue Head Coach Trestman, eigens genau dafür geholt, wird schon als großer Innovator gefeiert. Dabei zeigte sich nur eins, das man eh schon wusste: QB Jay Cutler braucht eine saubere Pocket, um effizient zu sein. Als der Passrush der Defense Line durchkam, zeigte Cutler altbekannte Schwächen. Immerhin: Die Offense Line der Bears hielt halbwegs gegen eine der gewaltigsten Verteidigungen in der NFL. Minnesota hat keinen viel schwächeren Passrush, aber die Vikes sind im Angriff eindimensional wie eine Scheibe Toastbrot, und deswegen klarer Außenseiter.

IndianapolisMiami ist die Partie zweier Quarterbacks, die letztes Jahr in den Top-10 gedraftet wurden. Der große Knackpunkt in diesem Spiel wird das Duell DE Cameron Wake gegen die Colts-OL sein. Letztere sah letzte Woche seeeehr wackelig aus. Wake dagegen brannte ein Feuerwerk ab, über das sich sämtliche Experten noch heute die Mäuler zerreißen. Wird QB Andrew Luck überhaupt Zeit genug bekommen, und wenn ja, wird er auch noch gute Pässe werfen, wenn er jedes Mal Wake im Helm sieht?

BaltimoreCleveland ist die Rivalität der alten mit den neuen Browns, die ich so oft schon auf diesem Blog thematisierte. Beide haben diesmal aber andere Probleme, als sich mit den 90er Jahren auseinanderzusetzen. Die Ravens können sich immerhin noch an einer ordentlicher ersten Halbzeit im ersten Spiel hochziehen, aber die Ursachenforschung ob des Totalkollapses nach einem unglücklich verlaufenen dritten Spielviertel dürfte noch anhalten. Die Browns waren die Browns. Sie zeigten halbwegs gute Ansätze, aber QB Weeden war ohne echte Anspielstationen so verloren wie es der triste Endstand (10-23 gegen Miami) aussagt. Leider wird WR Gordon auch heute mit Sperre fehlen.

HoustonTennessee riecht trotz der Riesensensation der Titans letzte Woche in Pittsburgh nach einer klaren Angelegenheit pro Texans. Wird erneut RB Ben Tate seinen bekannteren Kollegen RB Foster in Grund und Boden spielen? Kansas CityDallas ist schon spannender: Die Chiefs zeigten sich von der souveränen Seite, aber der Gegner Jacksonville war harmlos wie ein kleines Kätzchen. Dallas wird der erste Test: Die Cowboys gewannen gegen die Giants, aber es war kein überzeugender Sieg, der alle die Boys mit drei Meter breiten Schultern durch Texas stapfen ließe. Andy Reid will das natürlich unbedingt gewinnen, um am Donnerstag mit 2-0 Bilanz nach Philly zurückzukehren.

AtlantaSt Louis klingt als Ansetzung langweiliger als es vielleicht wird: Die Rams haben eine extrem physische Mannschaft, und genau Physis ist das, was Atlanta nicht schmeckt. Beide sind die Hallenatmosphäre gewohnt. Es ist das Wiedersehen von RB Steven Jackson, der seine beste Karriere-Jahre in einem Müllteam in St Louis vergeudete, mit seiner alten Mannschaft. Jackson wurde letzte Woche nur in homöopathischen Dosen eingesetzt, aber er wurde vielseitig eingesetzt, vor allem auch als das, was Vorgänger Turner abgegangen war: Als Receiver.

Schließlich Buffalo BillsCarolina Panthers. Beide verloren letzte Woche, aber beide verließen das Stadion mit einem guten Gefühl. Die Panthers lieferten Seattle einen großen Kampf, und ganz ehrlich: Qualitätsunterschied hab ich keinen gesehen. Die Statements der Panthers-Coaches („Sorry, wir haben eine zu konservative Offense gespielt“) gehen genau in die richtige Richtung – überraschend nach einer Offseason, in denen man den guten alten Zeiten mit I-Formation nachweinte. QB Cam Newton trifft auf einen anderen schwarzen Jungstar-QB: E.J. Manuel, dessen Debüt gegen die Pats wechselhaft war.

Abendspiele nach 22 Uhr

Als erstes zu nennen ist die „Manning Bowl“ der beiden berühmtesten Quarterback-Brüder Amerikas, Eli Manning (NY Giants) gegen den großen Bruder Peyton Manning (Denver Broncos) ab 22h25. Das Spiel kommt auf SPORT1 US und bei PULS4. Bei den Giants ist sich noch kein Mensch im Klaren, was die Mannschaft drauf hat: Das Auftaktspiel war komplett vogelwild und als solche auch unterhaltsam, aber es ist immer schwierig, aus solchen Freakspielen mit sieben Turnovers, fünf Fumbles und Fantillionen an Big-Plays irgendwelche Folgerungen zu ziehen… außer dass Tom Coughlin diesmal garantiert keine 14jährigen Jungs mit zittrigen Händen in diesem Spiel aufstellen wird.

Denvers QB Peyton Manning hatte im Season-Opener 7 TD-Pässe, NFL-Rekord eingestellt. Ich hab aber noch nicht vergessen, wie zäh die Broncos über eine Halbzeit lang spielten. Und diesmal wird man eine tief besetzte Defense Line antreffen, und eine Defense, die zuletzt trotz einer Unzahl an Turnovers ihrer Offense ein Auswärtsspiel im lauten Dallas bis zuletzt offen halten konnte.

Bei Tampa BayNew Orleans steht das Mannschaftskonstrukt der Buccs auf dem Prüfstand. Nach der überraschenden Pleite letzte Woche bei den Jets hat es eine Mannschaftsaussprache gegeben, bei der QB Josh Freeman angeblich ziemlich harsch angemacht wurde. Freeman zog sich daraufhin wie ein beleidigtes Kind, dem man seinen Lutscher geklaut hatte, zurück und schmollte so lange, dass er einen offiziellen Foto-Termin mit der Mannschaft verpasste. Kein Mensch wagt darauf zu wetten, ob Freeman nun gegen eine nicht mehr unterirdische, aber immer noch ziemlich mäßige Pass-Defense der Saints mit vier Touchdowns oder fünf Interceptions (oder beidem) antworten wird. Auf alle Fälle potenziell ein gewaltiger Shootout (Spiel ab 22h05!).

Auch 22h05 ist der Kickoff für Arizona CardinalsDetroit Lions. Letzte Jahr war das Cards-Spiel die höchste Pleite für eine motivationslose Lions-Mannschaft im späten Dezember (10-38 Schlappe). Diesmal sind die Vorzeichen andere: Detroit kommt aus einer Auftaktwoche, in der man in Minnesota einen Divisionskonkurrenten nur wegen eigener Nachlässigkeiten nicht komplett abgeschossen hat. Arizona bringt eine ähnlich gepolte Defense daher, und die Cardinals haben eine bessere Offense als dies Vikes (und Heimvorteil), aber alles in allem riecht das doch eher pro Lions, sofern QB Staffords Form im Auftaktspiel keine Eintagsfliege war.

Bei den Lions steht mal wieder DT Ndamukong Suh nach einem unnötigen wie unfairen „low block“ bei einem INT-Return gegen C Sullivan in der Kritik. Suh musste 100k Strafe zahlen, aber unter der Woche meldete sich in Chris Canty ein Line-Kollege zu Wort, der zurecht ansprach, dass diese für die Knie bedrohliche Art des Blockens quer durch die Bank von Offense Linern praktiziert wird – für die ist es zwar legal, aber Canty sieht in Sullivans Aufschrei Doppelmoral.

Noch was? Ah ja. Die Jacksonville Jaguars kriegen eine Woche nach Kansas City das nächste Team vorgeworfen, das dieses Jahr einen der drei schlechtesten Records hatte: Die Oakland Raiders. Die zeigten eine couragierte Leistung in Indianapolis. Bei den Jaguars dagegen zuckte zum Auftakt noch nix: Eine 2-28 Pleite, bei der sich der Gegner nichtmal schmutzig machen musste. QB Gabbert ist nun angeschlagen, muss quasi ohne Anspielstationen ein Spiel bestreiten, bei dem jeder sagen wird „wenn’s nicht mal gegen die Raiders was wird…“

Sunday Night Game

More to come. Aber erst zu Mittag oder am Nachmittag.