Friday Night Football, Woche 4: Fresno State Bulldogs – Boise State Broncos Preview

SPORT1 US überträgt heute Nacht ab 03h das Freitagsspiel des College-Football. Es kommt diese Woche aus der Mountain West Conference (MWC) und lautet Fresno State Bulldogs Boise State Broncos. Geht es nach den Erwartungen aus der Preseason, ist es das direkte Duell der beiden Conference-Favoriten, und könnte im Dezember im Conference-Finale eine Wiederholung sehen.

Boise State kam übel in die Saison und wurde zum Einstand bei den Washington Huskies, einem Mittelklasseteam aus der Pac-12 Conference, mit 6-38 abgeschossen. So hohe Niederlagen war man von den Broncos unter der Regie von Chris Petersen nicht gewohnt gewesen, und kritisiert wurde vor allem das sterile Offensivsystem. Letzte Woche gegen die Air Force soll es besser gewesen sein. Ich hab das Spiel nicht gesehen, aber die landläufigen Experten sahen wieder mehr Ähnlichkeit mit der gewohnten Boise-Offense, die da lautet: Extrem viele Motions vor dem Snap, Finden günstiger Matchups, Passspiel zum einzigen offenen Wide Receiver. QB #16 Joe Southwick soll gegen die Air Force zwar erneut etwas schlampig mit dem Ball umgegangen sein, aber zumindest phasenweise wieder sowas wie einen Lauf bekommen haben.


Fresno State fährt in QB Derek Carr den Mann auf, dessen Bruder David einst der Top-Draftpick 2002 bei den Houston Texans war. David floppte in der NFL. Versteckt stigmatisiert ist dadurch auch Brüderchen Derek, ein Senior-QB, aber manche Scouts sehen auch in Derek gutes NFL-Potenzial. Jetzt nur außenstehend betrachtet würde ich behaupten: Jein. Guter Werfer, aber was Carr im Dezember gegen SMU leistet, war unter aller Sau.

Aber die Carrs sind eine gute und lesenswerte Geschichte. Derek hatte als Schüler Anfragen von mehreren der größten Universitäten des Landes, aber entschied sich am Ende, „daheim“ zu bleiben, an der Uni, an der schon sein Bruder aufgeigte und zum Top-Draftpick wurde. In dieser Zeit, vor etwa zehn Jahren, sollte eigentlich Fresno das werden, was danach Boise State wurde: Der große Mid-Major, der die Arrivierten das Fürchten lehrte. David scheiterte damals in einem Spiel, in dem es drauf ankam, an den Broncos. Jetzt ist Derek dran, es besser zu machen.

Der Mann ist 22, verheiratet und hat einen kleinen Sohn, dessen Geburt und erste Wochen nicht ganz unkompliziert waren. Aber alle bescheinigen Derek, die Situation erstklassig gehandhabt zu haben. Auf dem Feld äußert sich das in bis dato exzellenten Leistungen 2013: Der Head Coach Tim DeRuyter kommt zwar von der Defense-Seite, lässt im Angriff aber hemmungslos werfen. Carr hatte z.B. im Season-Opener in dieser schnellen Spread-Passoffense 73 (!) Würfe gegen Rutgers, ein Team aus einer BCS-Conference, das um Haaresbreite in der Overtime geschlagen wurde 52-51. Und er sah dabei erstklassig aus (viel besser als die mittelmäßige Defense).

Derek Carr ist on mission, auf dem Weg, wie sein Bruder in die NFL zu gehen. Für das College Fresno State selbst äußert sich der Aufschwung in einer ausverkauften Partie heute Nacht, eine Seltenheit in dieser kleinen Stadt in Kalifornien. Man geht nicht davon aus, dass die Hütte brennen wird, aber immerhin interessieren sich die Menschen (40.000 an der Zahl) mal wieder für die Footballmannschaft.

Fresno hatte letzte Woche kein Spiel, da das Duell mit Colorado wegen Hochwassergefahr abgesagt wurde; Nachholtermin für diese Partie ist der 7. Dezember, der Tag des Conference-Endspiels in der MWC. Wenn Fresno heute gewinnt, stehen die Wetten gut, dass sie am 7. Dezember kein Spiel gegen Colorado absolvieren werden, sondern im MWC-Finale aufmarschieren… Boise State könnte dann wieder der Gegner sein (Broncos spielen in der anderen Division), aber ein Sieg heute könnte auf alle Fälle die Schlagrichtung für diesen Herbst vorgeben. Und möglicherweise über den Heimvorteil im MWC-Finale entscheiden.

(Partie ist auch im Programm des ESPN-Players gelistet.)

Trent Richardson

Ein Nachtrag zum gestern bekannt gewordenen Trade des RB Trent Richardson von Cleveland zu den Indianapolis Colts (Trade-Wert: 1-rd Pick Colts 2014), bei dem sich der finanzielle Schaden für die eh nicht in Cap-Problemen befindlichen Browns in Grenzen hält: Bill Barnwell hat einen kompletten 360°-Blick auf diesen Trade geworfen und alle möglichen Aspekte beleuchtet, vom superioren Pass-Blocking Richardsons über die Sünde, so hohe Picks für die „role player“ Running Backs auszugeben:

Richardson ist für mich ein einzigartiger Back, einer der besten, die ich je gesehen habe. Es ist halt… ein Running Back. Ich halte den Move zwar aus Colts-Sicht nicht für komplett neben die Schuach, aber die Browns kommen doch aus analytischer Sicht als klarer Sieger aus diesem Trade. Das sage ich nicht gern. Ich hätte nicht gedacht, dass ich Browns-GM Michael Lombardi in diesem Leben noch mal loben würde. Bravo, Michael Lombardi.

Thursday Night Game, #3: Philadelphia Eagles – Kansas City Chiefs live

[05h45] Endstand Philadelphia Eagles 16, Kansas City Chiefs 26.

Die Chiefs haben damit im dritten Saisonspiel mehr Siege als im ganzen letzten Jahr. „Andy Reid“-Schlachtrufe bei den wenigen verbliebenen Zuschauern im Stadion. Schwache Vorstellung der Eagles, die ihre Offense heute auch unabhängig von den Turnovers nie wirklich ins Rollen brachten. Superstar bei den Chiefs war heute der unten eingangs gelobte OLB #50 Justin Houston: 4.5 Sacks, 2 Fumble-Recoveries. Auch OLB Hali mit einem Sack. Starke Abwehrvorstellung für Kansas City.

Die Chiefs 2013 sind die 49ers von 2011:

Offense: wackelige Offense Line mit lichten Momenten, in denen sie wie Weltklasse aussieht, kaum Anspielstationen, ein sensationeller Running Back und ein anämisches, auf reine Fehlervermeidung bedachtes Passspiel. Zufällig ist auch der Quarterback beider Teams in #11 Alex Smith ein und dieselbe Person.

Defense: 3-4 Defense, ein bärenstarker Nose Tackle (Poe 2013 = Aubrayo Franklin 2011), starker Defense End (Jackson 2013 = J.Smith 2011), sensationelle Linebacker-Crew, okayes Defensive Backfield (ok, Chiefs-Version 2013 ist besser)

Special-Teams: steuert den Rest dazu bei, dass die Mannschaft exzellente Feldpositionen bekommt (KC 2013 ist #1, SF 2011 war #1).

Schön anzuschauen ist das nur dann, wenn der Runningback den Ball bekommt. Aber solange du wirklich die Bolzen verhinderst und deine Defense 1-2 Turnovers zustande kriegt, kannst du damit weit kommen.

[05h36] 1:56 vor Schluss wird RB Jamaal Charles im 4th-Down an der PHI 2 gestoppt.

[05h30] Schlechte Angriffsserie der Eagles, die im Turnover on Downs endet. Massenexodus im Stadion, 2:41 to go.

[05h25] PHI 16, KC 26/Q4 3:21. Jetzt endlich mal ein ordentlicher Chiefs-Drive: Brutal viel Laufspiel, viele kritische 3rd-Downs verwertet und eine Offense Line, die für einmal richtig gut vorblockt. Am Ende nimmt der Drive viele Minuten von der Uhr (über acht!) und erhöht auf zwei Scores Differenz. Besser geht’s fast nicht.

[05h08] PHI 16, KC 23/Q4 11:36. Und dann geht es ganz schnell: Vick für WR Avant, athletischer Catch mit einer Hand. Chiefs trauen sich nach einer Verletzung von CB Flowers zwei Plays vorher nicht, eine Verletzung zu faken, Play-Clock runter auf 26sek, RB McCoy hinter der Line mit großem Loch durch zum 41yds TD-Run. Mayock fragte vorhin, ob die Chiefs nicht bald zwei Safetys nach hinten stellen würden: Nope. Der zweite war vorne rechts, um gegen den Lauf zu arbeiten – und hatte ironischerweise nie Zugriff drauf.

[04h59] PHI 9, KC 23/Q4 12:57. Ein grundsolider Drive der Chiefs mit sehr viel RB Jamaal Charles in Pass und Lauf, abgeschlossen per 2yds-Carry für Charles.

Drittes Viertel

[04h48] Langer 40yds-Pass für den enteilten WR Jackson, aber danach geht nix mehr. K Henery versäbelt aus ca. 49yds.

Erneut gab es Vorwürfe einer gefaketen Verletzung bei den Chiefs, diesmal war CB #24 Flowers der Angeklagte. Da fällt mir immer wieder ein: Warum versucht man solchen Vorwürfen nicht Einhalt zu gebieten, indem man verletzte Spieler für den kompletten Drive aus dem Spiel nimmt? Dann überlegt sich der Verteidiger das zweimal und wir sehen, wer wirklich faked.

[04h40] Jetzt geigt die Eagles-Defense auf: Sack-Sack-Incompletion (und dabei sogar noch ein Holding gegen DT #75 Vinny Curry) und schneller Punt der Chiefs. Curry mit einer gigantischen Serie diesmal. Aber auch alles andere als überzeugend, was die hoch gelobte Offense Line der Chiefs da anstellte.

[04h33] PHI 9, KC 16/Q3 6:30. Für Momente sieht es so aus, als käme Philadelphia in Schwung (RB McCoy, WR Jackson) und innerhalb von Sekundenbruchteilen ist man in der RedZone. Nach einer Verletzungsunterbrechung wegen eines Krampfes von CB #27 Sean Smith (warum musste Smith eigentlich unbedingt die zwei Schritte ins Feld zurückgehen, um sich mit Krampf auf den Boden zu setzen?) sieht die Offense wieder wie der gleiche Murks aus. Trotz eines geschenkten 1st-Downs wegen Illegal-Contact braucht es am Ende das FG.

[04h22] Wieder eine verpasste Chance für KC: 3rd-und-1, und wieder werden Offense Line und Laufspiel schon im Backfield niedergemacht.

[04h18] Mit einem weiteren verunglückten Snap eröffnen die Eagles die zweite Halbzeit. Drei Plays später schrammt Vick nach abgefälschtem Ball von #94 Tyson Jackson haarscharf an einer weiteren INT vorbei. Punt, aber die gute Nachricht: #25 McCoy ist wieder zurück im Spiel.

[04h09] Die #5 von QB Donovan McNabb wurde eben zur Ruhe gelegt. Die Ansage machte Brian Dawkins, Safety und ehemaliger Teamkollege McNabbs – Dawkins war einst einer der Kopfjäger, in der Kopfjäger noch von der NFL glorifiziert wurden.

Zweites Viertel

[03h58] Halbzeit Philadelphia Eagles 6, Kansas City Chiefs 16.

Ganz schlimme Hälfte aus Sicht der Eagles, die kein einziges Bein in den Boden bekommen und Zillionen an Turnovers begehen. Die beiden Fumbles waren Individualfehler (PR, C), eine INT war abgefälscht, die andere schlicht ein horrender Wurf Vicks. Man könnte drauf vertrauen, dass das in der zweiten Halbzeit klar besser wird, aber auch ohne die Turnovers bewegen die Eagles das Ei nicht wirklich gut. Die beiden Offensive Tackles #71 Peters und #68 Johnson haben üble Probleme gegen die fantastischen OLBs der Chiefs, Hali und Houston. Der beste ist noch RB #25 Shady McCoy, und der verletzte sich kurz vor der Pause und griff sich sofort ans Knie (McCoy soll im Kabinengang einen Weinkrampf bekommen haben).

„Gut“ für die Eagles ist die katastrophale Chancenverwertung der Chiefs, deren einziger TD aus dem INT-Return #29 Berrys resultierte. Der Rest war Angsthasenfootball der schlimmsten Sorte. Mickrige 3 von 11 3rd-Downs wurden verwertet, und zwei davon waren Checkdowns, die #17 Avery dank ganz schwacher Defense mit langen Läufen nach dem Catch verwertete.

Bis auf diese beiden und drei, vier weitere Plays ist der Eagles-Defense aber kein Vorwurf zu machen: Sie sind effektiv, wenn sie nur 3 Mann vorne schicken und mit 8 Mann decken (QB Smith ist dann hoffnungslos überfordert), und die wenigen heftigeren Blitzes endeten glaube ich alle in Sacks oder Offensive-Holdings.

[03h45] PHI 6, KC 16/Q2 2:26. Auch die Chiefs-Offense macht eigentlich nix weiter als von den Fehlern der Eagles zu schmarotzen: Es gab im vorigen Drive mal ein verwertetes 3rd-und-15 von WR Avery bei einem Kurzpass; diesmal ist es gar ein 3rd-und-19, das Avery aus einem Kurzpass macht, weil die Defense ungeordnet rumläuft. Kurz danach ein Griff ins Nix von LB #95 Kendricks gegen RB #25 Charles. Gut nur, dass QB Smith heute die Hosen noch voller hat als gewohnt, und K Succop ein weiteres Mal raus muss.

[03h36] Das ist ja unglaublich! QB Vick mit einem Wurf in gute Deckung, und dann noch ein extrem ungenauer Pass – sehr lasch – und CB #27 Sean Smith fängt den Ball ab – vierter Turnover der Eagles in der ersten Halbzeit! Chip Kelly muss da draußen das Grausen bekommen, und die ersten Boo-Birds von den Rängen fliegen aufs Feld.

[03h30] PHI 6, KC 13/Q2 8:22. Die Chiefs-Offense ist noch konservativer als es die ersten beiden Spiele angedeutet hatten. Smith wirft seine Männer nur an, wenn sie 3m offen sind. WR #17 Avery ist das in einem dritten Down und machte den langen Schlüsselspielzug, aber in der RedZone, wo die Räume eng werden, geht wieder nix. K Succop macht diesmal wieder das FG aus 31yds.

[03h23] Starke Einzelleistungen von den Jungs, die ich eingangs lobend erwähnt hatte: OLB #50 Houston mit einem angetippten Pass, OLB #91 Hali mit einem Sack, in dem er LT #71 Peters umläuft. Punt.

[03h18] Die Chiefs machen viel zu wenig aus ihren Chancen. Im dritten Down und 3 kommen die Eagles mit einem starken Blitz, und Rookie-RT #72 Fisher muss ein Holding begehen, das die Chiefs außer FG-Reichweite bringt (sensationelles Blitz-Blocking übrigens vom RB-Schmächtling #25 Charles in diesem Play!). Zehn Yards weiter hinten muss Smith mal wieder scrambeln (heute schon 5 Läufe für Smith), aber zu kurz. K Succop verschießt aus 51yds.

Erstes Viertel

[03h11] Was machen die Eagles? QB Vick eröffnet mit einem 24yds-Scramble, und dann fumbelt C #62 Kelce den Ball bei einem furchtbaren Snap. Dritter Turnover von Philadelphia, und wir sind noch im ersten Viertel!

[03h09] Der dritte Chiefs-Drive bringt interessante Eindrücke von Seiten der Eagles-Defense: Sie blitzen nicht wild, sie kommen oft gar nur mit 3 Mann (DL) und schicken die Linebackers sofort zurück in die Deckung. QB Alex Smith verweigert jeden etwas schwierigen Wurf und muss häufig scrambeln – reicht nicht. Punt.

[02h58] PHI 6, KC 10/Q1 5:06. 3 Plays, 87yds für Quick-Strike Philly: Vick eröffnet mit einem sensationellen 61yds-Scramble über die Spielfeldmitte, nach QB-Keeper (angetäuschte Ballübergabe für RB #34 Brown). Zwei Plays später ein wunderbarer Pass „halblinks“ in die Endzone rein für den 22yds-TD für WR #81 Avant. Kelly probiert danach sofort die 2pts-Conversion aus einer bizarren Formation raus – beides bis dato quasi ungesehen für die NFL!

[02h48] Zweiter Eagles-Drive, diesmal kein Turnover, sondern ein Punt: Die Eagles haben die gefürchteten DL #92 Poe und #94 Jackson bisher soweit unter Kontrolle, aber Vick noch zu zögerlich und bei einem 3rd-Down Pass eine Spurz zu unpräzise, WR #14 Cooper kann den minimal überworfenen Ball nicht festhalten.

[02h41] PHI 0, KC 10/Q1 11:12. Vick vergisst in der Eile, wie lange er schon auf seinen Tight End starrt, wirft trotzdem, LB #56 Johnson springt in den Ball und tippt ihn genug an, dass FS #29 Eric Berry den abgefälschten Ball locker aufnehmen und unbedrängt 38yds zum Touchdown returnieren kann. Dreckiger Beginn für Philly, die den Chiefs mit zwei Turnovers zehn Punkte quasi schenken und noch gedanklich nicht im Spiel sind.

[02h37] PHI 0, KC 3/Q1 12:08. Zwei größere Fehler der Special Teams der Eagles, die erst S #43 Demps einen langen Kickoff gestatten und dann, nach dem schnellen Punt, den Ball zu den Chiefs zurückfumbeln, weil der Returner #13 Johnson den Ball nicht festhalten kann. Chiefs schlagen mit schwacher Offense nur das minimalste Kapital draus, K Succop muss nach einem Sack aus kurzer Distanz einkicken.

[02h29] Andy Reid wurde im Stadion mit Standing-Ovations begrüßt.

[02h14] Guten Morgen zum Donnerstagsspiel Philadelphia EaglesKansas City Chiefs. Es ist die Rückkehr von Chiefs-Coach Andy Reid an alte Wirkungsstätte. Eine Vorschau habe ich schon verfasst, und es sei mit gestattet, noch ein paar Dinge zu ergänzen, denn ich habe am Abend noch einmal das Condensed-Spiel der Eagles gegen San Diego durchgespult.

Die Eagles zeigten noch eklatantere Deckungsprobleme als ich es vom Livespiel in Erinnerung hatte. Der Passrush war minimal, und die Chargers verstärkten den Eindruck mit vielen schnellen Pässen, aber es ist nicht wegzuleugnen, dass Linebackers und Cornerbacks oft schlicht nicht wussten, wen sie decken sollten. Vor allem #95 Kendricks sah gegen seinen Gegenspieler (häufig der TE) kein Land. CB Williams‘ Pass Inferferences waren nicht alle Notwendigkeiten, sondern schlicht Dummheiten. Gut für Philly: Kansas hat keinen ernst zu nehmenden Tight End.

Bei den Chiefs fiel mir erst mit Blick auf die Statistiken auf, wo deren Geheimnis lag: Starting Field Position, die in beiden Spielen wirklich erstklassig war. Ist das zu halten? Die Geschichte sagt nein. Optisch hatte ich den Eindruck, dass QB #11 Alex Smith fürchterlich gegen Blitzes aussah. Das ist nix Neues bei Smith. Was haben die Eagles da zu bieten? Gegen San Diego verbrannten sich die Iggles mit Blitzes zumeist selbst.

In der Defense der Chiefs ragte in beiden Spielen die Front-Seven heraus. Der noch im letzten Jahr arg kritisierte NT Poe wird hymnisch besungen und hat auch eine ganze Latte an auffälligen Big-Plays. DE #94 Tyson Jackson soll endlich im fünften Jahr beginnen zu zeigen, weswegen er einst der dritte Draftpick overall war. OLB Hali ist uns allen bekannt. Aber noch um einiges besser, kompletter, fand ich den anderen OLB der Chiefs, Houston: Der Mann hat Potenzial zum nächsten großen Defense-Superstar, sofern er nicht wieder in der Entzugsklinik landet.

Kommentator Philipp S. hat auch eine etwas detailliertere Analyse zu Chiefs und Eagles verfasst.

Mein Tipp Eagles wackelt mehr als heute morgen, aber ich lasse ihn aufgrund des Heimvorteils stehen.