NFL 2013-14, Gameday #3 am Sonntag

Bitte nicht erschrecken. Ich muss diesen Sonntag für den urlaubenden korsakoff einspringen, der mir noch das Sendeprogramm der deutschsprachigen TV-Sender mit auf den Weg gegeben hat:

19h    Baltimore - Houston
19h    Washington - Detroit (*)
22h05  Miami - Atlanta (*)
22h25  San Francisco - Indianapolis
02h25  Pittsburgh - Chicago

Die mit (*) markierten Spiele laufen bei SPORT1 US auf SKY via Multifeed.

PULS4 in Österreich bringt ab 22h30 San FranciscoIndianapolis mit dem neu akquirierten Runningback der Colts, Trent Richardson.

Im NFL Gamepass gibt es heute ein Gratis-Spiel New Orleans SaintsArizona Cardinals. Man muss sich aber anmelden, und dann rechtzeitig wieder kündigen.


Zuerst zu den Spielen, die MESZ ab 19:00 Uhr ausgetragen werden. Ich hoffe, meine „Expertise“ reicht für das lesende Publikum aus.

Cincinnati Bengals – Green Bay Packers

Bei diesem Spiel muss ich immer an meinen Host Daddy aus der Schulzeit als Austauschschülerin in Pennsylvania denken: Glühender Bengals-Fan, der nach vielen Jahren Seuche zum ersten Mal so etwas wie Hoffnung spürte. Cincinnati qualifizierte sich in jenem Herbst zum ersten Mal seit 15 oder so Jahren für die Playoffs, und es waren selige Weihnachten, aber dann riss sich der Franchise-Quarterback alle Bänder und die Seuche ging weiter. Bis jetzt. 2013 treten die Bengals nach langen Jahren wieder mit echten großen Hoffnungen an. Überwiegende Meinung: Es fehlt ihnen nur noch eins, und das ist ironischerweise ein richtiger „Franchise-Quarterback“. QB Andy Dalton ist zwar ein Guter, aber nicht einer der besten. Das sah beim Monday Night Game gegen Pittsburgh in Week 2 dann so aus: Jeder längere Wurf segelte viele Meter am Ziel vorbei, oder drüber.

Tipp: Wenn wir schon über Franchise Quarterbacks sprechen, dann hat Green Bay nicht nur einen den besseren, sondern den Besten. Green Bay gewinnt.

Tennessee Titans – San Diego Chargers

Gäbe es Punkte für Attraktivität, dann hätten diese beiden Teams im Sommer nicht bloß keine bekommen, sondern Punktabzüge. Und dann starten beide mit 1-1 in die Saison und lehren dabei die Großen das Fürchten: Tennessee mit Auswärtssieg in Pittsburgh und nur knapper Auswärtsniederlage in Houston, San Diego verlor auch haarscharf gegen Houston und gewann auswärts in Philadelphia. Die besseren Impressionen hinterließ San Diego, die schon wieder von den Playoffs träumen.

Tipp: San Diego Chargers.

Washington Redskins – Detroit Lions

RGIII ist noch längst nicht wieder der Alte und humpelt zähnefletschend über das Feld, aber der einzige Weg, einen gesunden RGIII zu einem fitten RGIII zu einem _spielfitten_ RGIII hochzuziehen, ist es, RGIII spielen zu lassen. Deswegen werden sich die Schreie nach seinem Ersatzmann schnell einstellen. Der einzige Grund, ihn gegen Detroit keine Spielpraxis sammeln zu lassen, ist der gemeingefährliche Ndamukong Suh von den Lions, vor dem selbst die eigenen Mitspieler im Training Angst haben, weil er seine Energie nicht im Zaume halten kann.

Tipp: Detroit.

New England Patriots – Tampa Bay Buccaneers

Es war die erste Saison, in der ich rechte Hoffnungen hatte, dass es mit Evil B.B. und dem Modelficker (*) abwärts geht, und nix: Zwei Spiele, zwei Siege. Ja, es war zweimal knapp und gegen zwei der schlechtesten Teams (sagen zumindest alle über Buffalo und Jersey-B), aber das gehört alles zu B.B.s Plan. B.B. hat den ganzen Sommer damit verbracht, den Schedule zu studieren und kam zum Schluss, dass die ersten Games der Pats so einfach seien, dass sie selbst mit der B-Reserve zu gewinnen sind. Besser erstmal auf die richtigen Gegner einspielen und die schmutzigen Wins mitnehmen. Klappte ja hervorragend, auch wenn der Modelficker das in seinen Wutausbrüchen wohl nicht so sah, Aaron Dropson und Kenbrell Dropkins sei Dank.

Heute folgt Stufe zwei des B.B. Plans, und sehr zur Freude geht es gegen den besten Kumpel, Greg Schiano, den einzigen NFL Coach, der noch unsympathischer ist ohne B.B.s Kultigkeit zu besitzen. Die halbe Mannschaft des B.B. besteht aus Jungens, die Schiano am College in Rutgers unter seinen Fittichen hatte. Das ist kein Zufall. B.B. weiß, dass alle Menschen, die schonmal unter Schiano arbeiten mussten, dankbar sind, unter B.B. arbeiten zu dürfen. Um das zu verdeutlichen, hält B.B. gemeinsame Trainings mit Schiano ab.

Schiano steht nach dem missglückten Auftakt der Bucs (0-2) schon mit dem Rücken zur Wand. Dass Schiano ein menschliches A****loch ist, verheimlicht niemand. Wichtige Spieler wie Darrelle Revis kritisieren Schiano öffentlich oder denken an einen schnellen Abgang wie Josh Freeman. Dieser ist der Quarterback, und der spürt von Schiano so viel Rückhalt, dass er bei der Heimniederlage gegen New Orleans nicht einmal 3 Yards in der letzten Minute ausspielen durfte.

Tipp: New England.

[Update] (*) Um der Entrüstung Einhalt zu gewähren, ein Verweis auf die eine oder andere Stelle aus den Tiefen der Vergangenheit dieses Blogs. – korsakoff[/Update]

Die anderen Spiele

St. Louis Rams – Dallas Cowboys. Wenn es nicht so egal wäre: Cowboys gewinnen das.

Minnesota Vikings – Cleveland Browns. Das Duell der großen Running Backs ist nach dem Abgang von Trent Richardson in Cleveland zu einem Rohrkrepierer geworden. So wird es zum Duell der QB Chris Ponder gegen Brian Hoyer. Chris Ponder wuppt das. Tipp: Vikings.

New Orleans – Arizona Cardinals. Tipp ist nicht schwierig: New Orleans.

Carolina Panthers – New York Giants. Spielen hier die beiden unsympathischsten Quarterbacks gegeneinander? Nein, New England ist nicht mit von der Partie. Tipp: New York Giants.

Baltimore Ravens – Houston Texans. Hier sind die Namen größer als die Leistung. Baltimore ist weniger Not als Houston Elend. Deswegen: Ravens gewinnen und schicken Ed Reed nachher einen Blumenstraß mit nach Houston.


Weiter mit den Spielen, die zwischen 22:05 Uhr und 22:25 Uhr MESZ angestoßen werden.

New York Jets – Buffalo Bills

Zweimal schwarze Rookie-Quarterbacks. E.J. Manuel für die Bills war der erste 2013 genommene Quarterback im Draft, Geno Smith für die Jets der zweite. Beide Teams stehen bei 1-1. Beide gewannen ein Heimspiel gegen einen vermeintlich überlegenen Gegner mit einem Punkt. Beide profitierten dabei von haarsträubenden Fehlern beim Gegner, Strafen und schlechte Coach-Entscheidungen. Beide spielten schon gegen die Patriots, und beide verloren trotz guter Leistung knapp. Die Bills verloren mit 2 Punkten, die Jets mit 3, aber die Jets spielten auswärts gegen die Pats. Nach dieser Logik müsste es ein ausgeglichenes Spiel werden.

Tipp: Jets haben Heimvorteil, Jets gewinnen.

San Francisco 49ers – Indianapolis Colts

Es gibt bei diesem Spiel nur eine Storyline, und die ist das Wiedersehen von Colts-QB Andrew Luck mit seinem ehemaligen Head Coach am College, nun Head Coach in San Francisco: Jim Harbaugh. Für das breitere Verständnis ist hier ein wenig Kontext angebracht. Die beiden arbeiteten an der Stanford University zusammen. Diese Uni war für alles bekannt, nur nicht für hohe Ambitionen im Football. Bis Jim Harbaugh kam, der früher mal NFL-Quarterback gewesen war bei den *pling* Indianapolis Colts. Innerhalb kürzester Zeit verwandelte Harbaugh Stanford von einem der schlechtesten Teams zu einem der besten.

Mit half die von ihm gepredigte Disziplin. Aber ebenso half Andrew Luck, der Quarterback, den Harbaugh rekrutiert hatte. Ich war damals Auslandsstudentin in den Vereinigten Staaten und nur nur periphär am Football interessiert, aber ich erinnere mich an ein Spiel zurück, das an der Westküste stattfand, aber auch bei „uns“ im Südosten Wellen schlug: Stanford mit Harbaugh und Luck schlug auswärts als Wett-Underdog von 41 Punkten die landesweite #1 Southern Cal! Die Geburtsstunde der Legende von Stanford, Harbaugh und Luck. Gemeinsam gewannen sie nie den National Title, aber sie spielten wenigstens zu Harbaughs Abschied in der Orange Bowl und gewannen deutlich. Jim Harbaugh ging 2011 in die National Football League und machte in San Francisco aus einem der schlechtesten Teams eines der besten. Luck folgte 2012 und half in Indy mit, das schlechteste Team zu einem Playoff-Team zu machen.

Über die Connection Harbaugh-Colts, Colts-Luck, Luck-Harbaugh tummeln sich viele weitere Gestalten aus dem damaligen Umfeld von Stanford in den beiden Mannschaften. Harbaugh hat beispielweise seinen Offensive Coach Greg Roman mit in die N.F.L. genommen. In Indy spielt mit TE Coby Fleener ein ehemaliger Stanford Cardinal, und Offensive-Coordinator Pep Hamilton war auch Lucks Positionscoach an der Uni.

Tipp: San Francisco gewinnt klar und deutlich.

Seattle Seahawks – Jacksonville Jaguars

Wiedersehen war das Thema, Wiedersehen ist das Thema: Bei diesem Spiel geht es um Gus Bradley, formerly Defensive Coordinator bei Seattle, und jetzt Head Coach bei Jacksonville. Für ihn ist es die Rückkehr in sein altes Stadion, wo er den Grundstein legte für die Defense der ‘Hawks, die jetzt die beste der N.F.L. ist. Überhaupt ist Seattle eines der besten Teams und ein Super Bowl Favorit. Da muss es für Bradley ein Kulturschock gewesen sein, denn Seattle und Jacksonville sind nicht bloß geographisch tausende Meilen entfernt – vom äußersten Nordwesten in den (fast) äußersten Südosten – sondern auch footballerisch. Die Jags sind das schlechteste Team der Liga! So schlecht, dass sich letztens sogar der lokale Broadcast-Ableger von CBS in Florida entschuldigte, das Jaguars-Spiel vertraglich übertragen zu müssen.

Jacksonville hat bisher gegen zwei der drei schlechtesten Teams von 2012 gespielt. Das dritte im Bunde waren sie übrigends selbst. Dabei haben die Jags insgesamt ganze elf Punkte erzielt. Zum Vergleich: Seattle hat gegen zwei der besseren Teams gespielt, und insgesamt ganze zehn Punkte ZUGELASSEN!

Die einzige Gefahr vor einem solchen Spiel ist der „Hangover“, das Unterschätzen des Gegners. Genau über diese Gefahr und wie er damit umgeht, hat der Cornerback Richard Sherman bei Sports Illustrated geschrieben. Sherman mag ein Lautsprecher sein, aber er hatte mal ein Scholarship bei Stanford. Richard Sherman ist nicht dumm.

Tipp: Die Jaguars sind mein Lieblingsteam in der NFL, aber nichts liegt heute ferner als ein weiteres Debakel. Das ist vielleicht auch gut so, denn es vergrößert die Chancen auf hohe Draftpicks 2014. Seattle gewinnt mit wenigstens vier Touchdowns Differenz.

Miami Dolphins – Atlanta Falcons. Atlantas Schönwetterspieler kriegen schönes Wetter in Miami. Tipp: Falcons.


Und schließlich das Sunday Night Game um 2:20 Uhr MESZ.

Pittsburgh Steelers – Chicago Bears

Das Sunday Night Game lebt mehr von den großen Namen als von der Qualität der beiden Mannschaften. Mal ehrlich: Die Steelers sind 0-2, und sie sind verdient 0-2. Die Bears sind 2-0, aber es waren die sprichwörtlichen engen Spiele, die ihnen dazu verhalfen: Touchdowns in den letzten Sekunden und Fehler beim Gegner ohne Ende. Der gemeinsame Nenner zwischen den beiden ist Cincinnati: Beide haben schon gegen die Bengals gespielt. Chicago gewann daheim glücklich mit +3, Pittsburgh verlor auswärts verdient mit -10. Wenn wir die Heimvorteile in allen drei Spielen berücksichtigen, ist Chicago trotz Auswärtsspiel mit 4 Punkten favorisiert, und in etwa so ist die gefühlte Ausgangslage auch vor diesem Spiel. Jay Cutler wird es richten.

24 Kommentare zu “NFL 2013-14, Gameday #3 am Sonntag

  1. Titans, Carolina und Miami gewinnen, so meine Gegenspekulation.

    Mit dem -„Evil B.B. und dem Modelficker“- hast Du’s nicht gerade…aber OK, es gefällt auch dein schreiben mit der besonderen Note.

  2. Ich hab ja sonst gar nix gegen flapsige Ausdrucksweise aber das mit dem Modelficker geht mir etwas zu weit… Und ich bin wahrlich kein Fan von Tom Brady oder den Patriots…

  3. Die Lions werden heute in D.C. gewinnen 🙂 !!!
    Das sage ich nicht nur, weil ich ein Lions-Anhänger bin (Ist ja auch schwer zu übersehen, mit meinem Bild) !!!
    Ich verfolge außerdem auch die Redskins intensiver. Daher ist diese Partie heute Abend eines meiner persönlich Highlights in dieser Saison. Wahrscheinlich nicht, wenn es einen darum geht, denn schönsten und attraktivsten Football zu sehen, sondern vielmehr, weil hier meine beiden Lieblingsfranchises aufeinander treffen. In allen Spiele der Redskins, seien es die 4 Pre-Seasoner oder die 2 Regular Spiele, hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl das RGIII (solang er auf dem Platz stand), der RGII, so wie wir ihn letzte Saison kennen gelernt haben, auf dem Feld steht.
    Man sieht richtig, dass er sein Laufspiel einstellt. Und das er sehr vorsichtig agiert. Daher auch mein Tipp : LIONS Sieg !!!

    Ich mag auch die Dolphins, keine Frage, aber ich glaube nicht daran, dass sie heute den dritten Sieg der Saison einfahren, dafür war mir der Sieg letztes Wochende in Indi zu knapp.
    Am Ende hatte man Glück, dass A. Luck’s entscheidener Pass abgefangen wurde.
    Nicht desto trotz drücke ich ihnen die Daumen 🙂 !!!

  4. Also ich bin ein pats fan und fand es richtig unterhaltsam geschrieben. Ich kann nur nicht ganz verstehen wie man tom brady nicht gut finden kann. Er war war kein 1rounder und hat sich erst hoch kaempfen muessen. Also das finde ich beeindruckend.

  5. Also man merkt schon, dass die Verfasserin in Pennsylvania sozialisiert und dort mit einem ordentlichen Anti-Pats Bias ausgestattet wurde 😉

    Ansonsten heute vor allem spannend zu schauen wie Indy sich schlägt bzw. den ersten Impact von TRich – auch wenn ich denke, dass er noch nicht besonders aussagekräftig sein wird – mal ablesen zu können.

  6. Gut geschrieben aber mal ehrlich vor der Karrierel eistung eines Tom Brady sollte man den Hut ziehen und es gibt wahrlich schlimmers als Models zu ficken.

    Noch was die Fins gewinnen gegen die Falcons und Hardingens und seine Männer in goldenen Leggings sind die Unsympathen schlechthin für mich.
    Naja Jersey B ist auch nicht zu verachten…Lach.
    Freue mich auf einen unterhaltsamen Gameday

  7. Also das Rams-Cowboys-Spiel ist mir alles andere als egal. 😉 Ich fiebere dem schon sehr entgegen und hoffe, dass das heute das Breakout-Spiel für meine Rams wird. Wenn sie wirklich ernsthafter Anwärter auf die Playoffs werden wollen, dann müssten sie heute gewinnen. Vielleicht bin ich etwas zu optimistisch, aber nach so vielen Jahren Frust, wäre das mal wieder schön.

  8. Klar gewinnen die Rams das… 🙂 Die Cowboys taugen nix, außer wenn sie ab und an die Giants schlagen, dann mag ich sie etwas… :p

  9. Ich hoffe, dass dies das letzte Mal war, dass du die Preview geschrieben hast. Unverschämter sprachlicher Bodensatz gepaart nicht vorhandenen inhaltlichen Aussagen. Sorry, aber das über die Pats geht gar nicht.

  10. „So wird es zum Duell der QB Chris Ponder gegen Brian Hoyer.“

    Was geht da ab!!
    gerade 14 beide…aber
    Brian Hoyer now 8-11, 124 yards 2 TD’s – QBR 149.2

  11. 2nd QTR — Die Giants versemmeln FG. E.Manning bekommt Haue
    6 !!! sacks bisher.
    The Panthers record for sacks in a game is seven — they have six here in the first half. Three by the Kraken.

  12. hab grad bemerkt das RG3 mit einer Metallplatte am bein spielt,kein wunder das er so beschiesen spielt hatte gedacht das er vollständig gesund ist.

  13. Umkämpfte Games. Bengals vs. Green Bay im besonderen.

    Ravens mit je 1 TD der Defense und 1 TD der Special Teams.

    Carolina dominiert die Giants.

    NE & Dallas kontrolliert.

    SD : TE & WSH : DE eng

    Cleveland mit einer starken Teamleistung.

    Haltime leaders: Hoyer 14/23 174 2TD 1INT, Ponder 15/22 165 INT FMBL; Aubry 1/34yds, Peterson 14/47 TD; Gordon 4/103 TD, Wright 3/35

  14. bin echt fertig von den heutigen spielen (gb@cin, cle@min, det@wsh und sd@ten) 😀 zwar nicht soviele one score games aber dafür hattens diese in sich 😀

  15. Nicht nur, sondern die Defense, löchrig wie ein Käse.
    Ist aber schon der Kracher was uns da geboten wird mit den Resultaten.
    Habe mich gut und spannend unterhalten gefühlt.
    Hau mich jetzt erst mal hin.

  16. Tja, Indy mit nem Ausrufezeichen! Ich bin ehrlich gesagt nicht überrascht. Letzte Woche gegen meine Dolphins sah das in Luck’s Offense nämlich über weite Strecken verdammt gut aus, das Passspiel war bis zum Ende des 3.Viertels richtig schön (aus Dolphin-Fansich weniger schön) anzusehen, und was Luck an First Downs erscrambelt hat, geht eigentlich gar nicht. Ich weiß, viele hier sehen die Colts als Team an, welches diese Saison hinten runter fallen wird, aber mein Augentest sagt was anderes. Schön, innerhalb einer Woche bestätigt zu werden.

    Und die Dolphins nach zwei Auswärtssiegen mit dem nächsten Sieg gegen nen ordentlichen Gegner. Traum-Saisonstart.

  17. @seminole:
    muss mich da leider den negativen kommentaren hier anschließen; nix dagegen, wenn man präferenzen für eine mannschaft hat oder abneigungen gegen eine andere…

    aber solch eine ausdrucksweise MODELFICKER; das geht gar nicht. und passt auch irgendwie inhaltlich in keiner weise zum artikel. hätteste mal lieber was geschrieben, was denn brady nun machen oder ändern soll, damit seine receiver sicherheit bekommen… oder BB, was kann er am gameplan ändern…

    ach besser, du hättest einfach gar nichts geschrieben.

  18. Paar Comments zu den 3 Spielen, die ich gestern angeschaut habe:

    TB @NE (Disclaimer: als NE-Fan hab ich natürlich ein gewisses Bias):

    Langsam bekommt man auf Seiten von NE eine Idee, warum man sich von diesen Receivern einiges erwarten durfte. Positiv stimmt dabei vor allem, dass ganz klar eine Entwicklung erkennbar ist – und die ist durchaus positiv. Zumal man mit Tampa gegen die wohl bislang stärkste Defense gespielt hat und immer noch im Prinzip ohne Tight Ends im Passing Game spielt. Das Ground Game würde ich immer noch als „naja“ einstufen (weil viel davon durch einzelne gute Runs und in der Garbage Time zu Stande kam), ebenso wie Bradys Performance, den man durchaus auch mal in die Kritik nehmen darf: gestern hat nämlich er mehr als nur einmal meilenweit offene Receiver nicht gesehen und dumme Würfe genommen. Bei aller Kritik an den Rookies – von Brady erwarte ich mir mehr und er muss sich steigern. Positiv sehe ich es insofern, als dass er die letzten Jahre meist zu Anfangs grandiose Zahlen ablieferte und in den Play-Offs dann suckte. Mir sind die Zahlen in der Regular Season völlig egal, wenn er dafür in den Play-Offs wieder Performances abliefert, die man sich von einem HoF-QB erwarten darf.

    Von Seiten der Defense sage ich nur: gebt dieser Defense mehr Credit! Man hat nun Gegner in 3 aufeinanderfolgenden Spielen sowohl in der Yardage als auch in den Punkten klar limitiert. Vor allem in Bezug auf die Pass Coverage ist das eine Leistung, die ich so bei den Pats seit gefühlten Jahrhunderten nicht mehr gesehen habe. Dennard macht zwar noch Fehler, aber ist definitiv ein 2nd CB mit viel Upside (weil er auf die INTs geht und mit viel Instinkt spielt), Talib ein legitimer #1 CB. Die Front Seven ist balanced, aber nicht überragend – die Sacks die bisher in der Saison kamen, waren großteils Coverage Sacks. Spannend werden die nächsten Spiele, denn nun geht´s gegen die Eliteklasse der Offenses – insofern können wir in 3 Wochen wirklich drüber reden, aus welchem Holz diese Defense geschnitzt ist.

    Zu Tampa: so spielt ein Team, das sich selbst in den Fuß schießt. Müssen im 1. Quarter schon mindestens +10, eher +14 führen, schaffen 4 4th Down Conversions nicht – nuff said. Freeman hat ein klares Ablaufdatum, eine Woche gebe ich ihm noch. Schade, denn die Defense ist stark (siehe auch Saints-Spiel) und die Offense hat Potential.

    IND @SF:

    In meinen Augen erschreckende Leistung von SF. Wirkten auf beiden Seiten des Balles zahnlos, vor allem Passing Offense und Secondary wirkten sehr überfordert. Ich schließe mich da inzwischen dem Urteil von Korsakoff an und sage, dass SF mit den Verletzungen aktuell nicht klarkommt. Als massives Problem kommt jetzt noch der Ausfall von Smith dazu. Beide Smiths wirkten gestern noch als die einzigen wirklich starken Playmaker der Defense, beide benötigen sich aber auch zu einem gewissen Grad gegenseitig um ihr Potential abzurufen (das hat man letztes Jahr beim Ausfall von Justin gesehen). Das Problem: kriegt man jetzt nach einer kurzen Woche auch am Donnerstag von den Rams vors Fressbrett wird aus einem Play-Off Lock aufeinmal ein Team, das evt. schon 3 Games Rückstand und 2 Division-Losses hat.

    Zu Indy: ich bin noch nicht „sold“. Die Niederlage gegen Miami und der Nailbiter gegen Oakland (ja, Miami ist wohl legit, das hat man gestern gesehen, allerdings Atlanta ordentlich mitgeholfen) lassen mich zweifeln. Das Running Game sah gut aus (wenngleich nicht jenes über TRich, aber das war nach dieser stressigen Woche quasi zu erwarten, der ist nicht bei 100 %) und Luck gehört für mich inzwischen zu den besten QBs (seine Würfe sind sehr stark: enge Fenster, mit viel Power und trotzdem zuallermeist perfekt platziert – Respekt!) aber die Defense ist nicht so gut wie sie gestern ausgesehen hat (bzw. wie Kaepernick sie aussehen ließ). Im Prinzip nahmen sie Boldin raus und damit hatte Kaepernick keine vernünftigen, konsistenten Targets mehr. Wenn da nur ein zweiter Receiver dabei ist, den man Ernst nehmen muss geht das so nicht. Dazu kommt, dass natürlich bei de facto keinem Tight End der eine Passing Threat darstellt die LBs sich voll auf Lauf und Read-Option konzentrieren können – den Erfolg sah man gestern. Geht so aber auch nicht mehr, wenn es inside Threats im Passing Game gibt.

    Zu guter Letzt BUF @NYJ (ich konnte die zweite Hälfte sehen, weil das so ewig gedauert hat):

    Da fällt mir nur eins ein: grauenhafteste Performance die ich von einem QB seit langem gesehen habe (EJ Manuel). Und es geht dabei nicht um die nackten Zahlen, sondern die Basics. Seine Mechanik war zumeist unfassbar schlecht. Gefühl kamen 90 % der Würfe irgendwie raus, seine Körperhaltung war völlig mies (z.B. Hüfte oft total überdreht), er ist kaum in die Würfe gegangen und dementsprechend war er ständig (oft richtig grob) off-target, überwarf seine Targets oder warf gleich in Richtung Defender (die dann nur oft die Plays nicht machten). Es mag am massiven Druck gelegen haben, mit dem er konfrontiert war, aber das war eine Leistung, die jeden Bills-Fan mit Schaudern erfüllen muss.

    Ansonsten war das Spiel vor allem von Seiten der Jets Slapstick pur. 20(!) Penalties, damit zwar noch knapp unter dem NFL-Rekord, aber trotzdem Wahnsinn. Aber immerhin, man ist jetzt 2-1, auch wenn man genauso gut 0-3 (aber auch 3-0) sein könnte – schaut mir nach einer Wundertüte aus, dieses Jets-Team.

  19. Re: Brady

    1. Der gewählte Begriff ist eine Referenz an spezielle Diskussionsstellen hier im Blog (und auf einer anderen Plattform?) als es um dieses Thema bzgl. Brady ging [eine habe ich gefunden].
    2. Was stimmt: Der Augenzwinkerer fehlt. So ganz ohne Verweis liest es sich natürlich anders als gewollt.
    3. Niemand spricht Brady eine erfolgreiche Karriere ab.

    Ich hab den Verweis nun oben im Text eingebaut.

  20. Hab das jetzt nachgelesen und mußte schmunzeln. Herrschaft, das waren Zeiten und die Pats sind jedesmal rausgeflogen und jedes Mal hab ich mich grün und blau geärgert. Kann die Aufregung zwar vrestehen wenn man den Hintergrund nicht kennt sind ja sicher viele neue Leser seit früher hier dabei, aber Leute wenn einer auf dieser Seite besser als alle anderen davon kommt dann, ist es Brady. Kein Grund zur Aufregung. Cheers 😉
    p.s. die Art dieses Previews taugt mir als Abwechslung. Finde, die unterschiedlichen Schreibstile ergänzen sich recht gut & es gibt nicht nur Taktik und Stats.

  21. Pingback: Date am Donnerstag, #6: Cleveland Browns – Buffalo Bills Preview | Sideline Reporter

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