NFL Gameday No. 3 Monday Night Game Preview: Denver Broncos – Oakland Raiders

Tja, es ist Monday Night Game, und ESPN hat nichts Besseres zu tun als uns eine Partie zu bescheren, die man erst gar nicht anzupfeifen braucht. Der Sieger steht eh schon fest: Denver. Der Verlierer auch: Der Fan. Denver BroncosOakland Raiders ist eine Ansetzung, auf die man glatt verzichten könnte, weil auch kein Al Davis mehr die Giftpfeile aus dem Grab schießen kann.

Alle Experten waren sich vor der Saison einig, dass Denver in der A.F.C. der Favorit sein wird und dass sie wegen vieler Ausfälle höchstens in den ersten Spielen Schwierigkeiten bekommen werden. Diese Schwierigkeiten äußerten sich in Form von 49:27 und 41:23 Siegen gegen die vermeintlichen schwierigsten Gegner! Mit linearer Extrapolation weiter geführt ist das mindestens ein Sieg mit 30 Punkten gegen die Raiders für Peyton Manning und Kollegen.

Die Raiders können einem ja fast leid tun. Da lobt jeder den General Manager für sein clevers Handeln, während Trainer und Mannschaft genau deswegen einen guten Mitspieler nach dem anderen verlieren und am Ende des Tages sogar einen Quarterback einsetzen müssen, bei dem niemals jemand daran gelaubte dass er fähig genug für die N.F.L. ist. Und genau dieser Quarterback wird dann zu einem der Stars der ersten beiden Wochen. Terrelle Pryor ist niedlich anzuschauen und spielt wenn schon nicht fehlerlos, dann wenigstens spektakulär mit seinen tollen Läufen! Mit diesem Kochrezept hätte Pryor vor zwei Wochen fast die Indianapolis Colts ums Eck geschlagen. In Week 2 war es gegen die Jags angerichtet für den ersten Sieg.

Statistisch möchte man in der Underdog-Rolle immer einen Zug haben, der höchstmögliche Varianz anbietet. Viel Varianz, weil der Underdog damit nur gewinnen kann: Im besten Fall ein unerwarteter Sieg, im Worst Case eine hohe Niederlage, die aber nicht weh tut, weil der Underdog sowieso fast immer verliert, wenn er mit normalem Risiko spielt. Diese Theorie der hohen Varianz scheinen die Raiders zu verfolgen. Es ist nur die Frage erlaubt, warum. Die höchstens Draftpicks kriegen in der N.F.L. die, die am öftesten verlieren, und die Oakland Raiders müssen 2013 so oft wie möglich verlieren, um die besten Talente zu bekommen. Ein Terrelle Pryor kann in diesem Unterfangen im schlimmsten Falle mit zu vielen Siegen schaden.

Heute ist es eh egal, denn die Raiders können aufstellen, wen sie wollen. Denver wird sowieso gewinnen.

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8 Kommentare zu “NFL Gameday No. 3 Monday Night Game Preview: Denver Broncos – Oakland Raiders

  1. so schlecht ist das spiel gar nicht,wird jedenfalls lustig anzusehen wie Terrelle Pryor bei der löchrigen ovensive line um sein leben rennt.

  2. Ich würde mal die Raiders nicht so krass unterschätzen. Bislang zeigen die ganz gefälliges Spiel und die Run Defense der Broncos halte ich nun nicht für die stärkste. Klar, man muss von einem Blowout ausgehen, bei der Form in der Manning ist, aber die Raiders haben auch fast die Colts gebogen und wer die gestern spielen sah, naja, da sollte man schon wenigstens einen gesunden Respekt vor der Leistung haben.

  3. @Philipp S. -Deine Sicht der Dinge die Du äußerst gefallen mir ausgesprochen gut. Sachlich und nüchtern.
    Selbst sehe ich mich nur als Zuseher ohne tiefgründige Kenntnisse. Deshalb bin ich hier…

    Zum heutigen Match;
    War doch ein anschauliches Game und unterhaltend. Es war Pryor besten Spiel mit einigen Big Plays, einem 73-Yard-Touchdown zu Denar Moore und sogar noch Trick- Spielzug war mit drin. Ohne Int., dies zu Denver mit zweien.
    WR Eric Decker war gut drauf, nicht wie beim letzten Spiel.

    Die Saison wird lange..auch für einen Peyton Manning.

  4. Nachtrag zur langen Saison;
    Ob die Protektion weiterhin so hält wie momentan bei Peyton, dies wird mit Sicherheit noch ausgetestet.
    Im Vergleich sehe man nur das selbe bei seinem Bruder.

  5. Was sollte denn diese Vorschau? In jeder Sportart gibt es grosse Favoriten, die meistens gewinnen, wenn alles normal läuft. Tut es aber glücklicherweise nicht immer. Und aus den mindestens 30 Punkten Vorsprung für die Broncos wurden es am Ende doch „nur“ deren 16.

  6. Pingback: NFL Notizblock, Week 3: New York Giants @ Carolina Panthers (+ MNF) | Sideline Reporter

  7. Also langsam kann man Pryor wirklich Ernst nehmen. Das gute für die Raiders: sie können ihn diese Saison ohne irgendwelchen Stress entwickeln, weil sowieso jeder die Raiders als den Bodensatz der NFL eingestuft hat. Einzig die gestrige Concussion macht Sorgen, mal sehen wie das weitergeht.

    As for Broncos: sehr dominant und in der 2. Hälfte wohl auch den Fuß vom Gas genommen. Im Moment erinnert mich (als NE-Fan) das frappierend an die letzten Jahre der Pats in der Regular Season (was jetzt nicht Gutes für die Play-offs verheißen könnte). Ich denke die Rekordjagd wird jetzt mal fröhlich weitergehen, denn der wirklich harte Teil des Schedules kommt erst Ende November (Eagles, Cowboys sind einfach viel zu unsteady im Moment) wenn es innerhalb von 2 Wochen 2 x KC und 1 x NE gibt, davon 2 Spiele auswärts. Dann können wir weiterreden, bis dahin klinke ich mich persönlich aus den (sicherlich nicht unberechtigten) Manning-Huldigungen erstmal aus.

  8. @Gecko: Die Vorschau hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Die Raiders hatten nie eine reelle Chance, aber die Sache mit Pryor, dem Underdog und der Varianz trifft’s 100%ig. Dass Favoriten nicht immer gewinnen ist eh klar, aber das ist eines der Haupt Themen auf diesem Blog wenn ich nicht total daneben liege.

    Ich mag die Texte von Seminole sowieso immer gerne, aber das habe ich schon einmal gepostet. Die Brady Formulierung ist sicher grenzwertig -hätte ich nicht gemacht- aber zum Beispiel hat sie letztens Belichick zum Coach des Jahres gewählt bei den Blog Awards. Hat doch jeder ein Lieblingsfeindbild, und das ist auch gut so 😉

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