Sofa-QBs, Woche 5

Kurzfristig eingesprungen, und es machte Spaß über einen spaßigen Spieltag zu reden: Sofa-QBs und der fünfte NFL-Spieltag:

Gameday 5: was haben wir nun in Dallas gesehen? Überragende Offense, blamable Defense oder einen Instant Classic? Andreas Renner (SKY) diskutiert nicht nur diese Frage mit seinen Gästen Wolfgang Pfeiffer (Rheinpfalz), Thomas Psaier (sidelinereporter) und Olaf Nordwich (amfid.de), sondern auch die Heimniederlage der Dolphins, das offensive Unvermögen der New England Patriots, und die Hoffnungen der New York Giants.

Nur 36 Minuten, aber die sind kurz und knackig – und mit neuem Sponsor, dem Summererhof (korsakoffs Home): Hier entlang zum Podcast.

Monday Night Game, #5: Atlanta Falcons – New York Jets Preview

Schon wieder ein Interconference-Spiel als Monday Night Game: Atlanta Falcons (1-3) gegen New York Jets (2-2) heute Nacht ab 02h30 bei SPORT1 US. Vor allem für die Heimmannschaft geht es schon darum, die Saison zu retten.

Atlanta erlebt unter Head Coach Mike Smith erstmals wie es ist, enge Spiele zu verlieren (1-3 Bilanz, 1-3 in engen Spielen), und prompt hat man einen großen Spalt zu den vorneweg stürmenden Saints gerissen. Die Falcons sind bis auf diese verlorenen knappen Spiele quasi ein identisches Team wie in den letzten Jahren: QB Matt Ryan brilliert weiterhin trotz mäßiger Pass-Protection, WR Julio Jones wird immer besser, TE Gonzalez kennt kein Altern, der dritte WR Douglas ist bestenfalls Mittelmaß – nur WR Roddy White ist bislang ein Schatten seiner selbst, und das liegt vornehmlich daran, dass White schwer bandagiert auflaufen muss.

In der Defense mangelt es weiterhin an Passrush, weswegen die Secondary trotz recht guter junger Cornerbacks wie Alford oder Trufant öfters als notwendig in Bedrängnis kommt; zugegeben: In LB Weatherspoon und CB Samuel sind zwei Schlüsselspieler aktuell verletzt.

Die Jets sind eine Unbekannte: Die Defense sieht teilweise richtig gut aus und würgt gegnerisches Passspiel mit 5.2 NY/A ab. Überlaufen lässt sie sich auch net, aber sie plagt sich mit einer Unzahl an Nickligkeiten und Penaltys herum, die immer wieder die optisch guten Eindrücke negieren.

In der Offense sieht Rookie-QB Geno Smith wechselhaft aus, aber nicht unterirdisch: Smith ist haargenau der Spieler, den man aus dem College kannte: Ohne Druck passabel, unter Passrush zusammengefaltet und eine permanente Bedrohung, seine eigene Offense mit einer Unzahl an Interceptions nach unten zu ziehen. Mit 6.4 NY/A ist das Passspiel der Jets gemessen an den Erwartungen vor der Saison und gemessen an den maximal lauwarm besetzten „Skill-Players“ aber erstaunlich effizient; ein Flacco kriegt in Baltimore mit ähnlichem Personal fast ein ganzes Yard pro Versuch weniger zustande. Es krankt allerdings am Laufspiel.

Heute im Georgia Dome muss wohl die Defense die Jets im Spiel halten. Gefordert sein wird in erster Linie CB Cromartie, der WR Jones aus der Partie nehmen muss, und die Kreativität des Trainerstabs um Rex Ryan, der es in der Vergangenheit immer wieder schaffte, mit „Scheming“ quasi per Design die O-Line zu verwirren und Druck zu bringen. Ich sehe aber keine Linebackers oder Safetys bei den Jets, die Gonzalez aus dem Spiel nehmen können.

Tipp: Atlanta holt den händeringend benötigten Heimsieg und bleibt in der NFC-Verlosung.