NFL 2013/14, Week 6: New England Patriots – New Orleans Saints im Liveblog

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  • DEN-JAX.
  • SEA-TEN.
  • NE-NO.
  • SF-ARI.

[01h47] Endstand New England Patriots 30, New Orleans Saints 27.

Die drittletzte ungeschlagene Mannschaft der NFL-Saison 2013/14 ist gefallen, und sie ist in dramatischer Art und Weise gefallen. Es war ein nicht mehr für möglich gehaltenes Comeback der Patriots, deren zwei vorherige Angriffsserien wirklich schwach waren. Aber wie es heute so ist in der NFL: 73 Sekunden sind selbst ohne Timeouts eine lange Zeit. Bradys letzter Drive war so easy money, dass er schon vorher zwei echte Chancen zum Touchdown hatte. Am Ende musste die Entscheidung 5sek vor der Schlusssirene fallen. Da werden sich einige Leute in Foxboro ärgern, nicht bis zum Schluss im Stadion geblieben zu sein.

Insgesamt eine starke Leistung der Patriots: Die Offense hat ihre nicht weg zu diskutierenden Probleme und ihr geht jegliche Explosivität ab, aber solange Brady die Zeit von seiner Offense Line bekommt, gibt es immerhin die kleinen Raumgewinne und wenige grobe Fehler (aka Turnovers). Problem bleiben die Drops, und weil es Individualfehler sind, weiß ich nicht, inwiefern diese zu beheben sind.

Die Defense der Pats machte heute vieles richtig: Sie schien bis zur Verletzung Talibs den Schlüssel gefunden zu haben, um New Orleans zu stoppen. Ich kann nicht 100%ig sagen, durch welche Schemes – das müssen All-22 Studien zeigen – aber ein wesentlicher Teil schien gewesen zu sein, dass Talib TE Graham (heute ohne Catch) im Alleingang auszuschalten vermochte. Nach der Verletzung hatten die Pats eine zeitlang Schwierigkeiten, aber sie erfingen sich.

New Orleans muss nicht unbedingt bange sein: Die Offense funktioniert, wenn auch heute ein WR Colston und auch ein RB Sproles recht sporadisch eingesetzt wurden. Die Defense funktioniert immer dann, wenn massivere Blitzes kommen. Gegen die allermeisten Mannschaften reicht das, und es hätte um ein Haar auch heute gereicht.

[01h38] Krasse Schlussphase vor relativ gelichteten (!) Rängen in New England: Brady führt einen wilden Drive das Spielfeld runter, der erneut nicht fehlerfrei ist (2x leicht Edelman unterworfen), aber meine Fresse: 10sek vor Schluss, Brady zaubert einen fantastischen Wurf in die linke Ecke der EndZone, wo WR #85 Kenbrell Thompkins das Ei runterholt, und… nicht droppt. New England geht 30-27 in Führung und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit gewinnen.

[01h35] Noch ein Stop, mit 1:13 kriegt Brady die dritte Chance. Keine Timeouts mehr.

[01h28] Erster Pass, tiefer Ball, relativ einfache INT für CB #28 Keenan Lewis. 2:16 to go. Brady nimmt’s stoisch zur Kenntnis.

[01h26] NE 23, NO 27/Q4 2:24. Brady kriegt eine weitere Chance, und hat noch viel Zeit (plus ein Timeout).

[01h21] Schwache Serie für New England: 4 Versuche, vier Yards werden gewonnen. Wenigstens zwei Drops. Turnover on Downs. Das war ein Minibeschrieb der Charakteristika dieser Offense über einige Strecken dieses Jahr.

[01h18] NE 23, NO 24/Q4 3:29. 34yds-Pass für WR #84 Kenny Stills im 3rd-und-20. Stills in enger Doppeldeckung. Die Combo #37 Dennard und #28 Gregory war eigentlich in Position gewesen.

[00h57] NE 23, NO 17/Q4 8:42. Die Patriots nutzen alle ihre Runningbacks, aber ohne Passspiel kommste eben nicht in die EndZone.

[00h53] INT für CB #25 Arrington in der RedZone der Saints. Ich bin einigermaßen überrascht, da ich die PlayClock schon auf 0:00 gesehen hatte. Brees wollte ein Timeout nehmen, aber die Refs übersahen dieses. Normalerweise werden Plays ja abgepfiffen, wenn die PlayClock auf null ist, aber wir wissen ja seit den letzten Playoffs (ATL-SEA), dass die im TV gezeigte nicht synchron ist mit der offiziellen. Arrington konnte die INT u.a. auch deswegen fangen, weil TE Graham humpelte und sich nicht nach dem etwas hohen Ball strecken konnte.

[00h50] Erneut bricht ein Blitz durch, erneut ist es S #27 Malcolm Jenkins mit seinem zweiten Sack. Patriots-Punt.

[00h40] NE 20, NO 17/Q3 1:36. Gostkowski versenkt aus 54yds zur persönlichen Bestleistung.

Im Drive wurde WR #80 Danny Amendola in die Zwickmühle genommen und ausgeknockt. Ein erschreckender Hit von DB #25 Bush: Amendola fiel regungslos zu Boden und zeigte keine Reaktion; Ball flutschte Amendola aus den Händen. Amendola steht wieder, aber er ist mehr als groggy.

Brady verpasste erneut einen Touchdown, diesmal einen schwierigeren für #85 Thompkins , der downfield seinem Bewacher Greer entwischt war. Brady warf einen Augenblick zu spät.

CB Talib ist questionable.

[00h30] Aikman vorhin zu Bradys verheerendem Fehlwurf:

Brady does not miss these throws.

Tut er doch. Schon die ganze Saison, und nicht nur einen pro Spiel.

[00h27] NE 17, NO 17/Q3 6:19. 2yds-Run RB #29 Kyrie Robinson. Talib hat große Probleme mit der linken Hüfte und muss tatsächlich runter. Die Pats wechseln ihre Deckungsaufgabe munter durch, setzen nun FS #32 McCourty auf Graham ab, aber dieser Drive ist reibungslos – 1A für die Saints. Null Zugriff für die Patriots, die in dieser Serie überrollt wurden.

[00h18] My oh My: Brady verpasst im dritten Down einen meterweit dem Safety enteilten WR Amendola, überwirft ihn um mehr als einen halben Meter. Warum diese Rakete? Warum nicht ein normal stark geworfener Pass?

Patriots müssen als Folge statt dem TD punten, und was ich mitbekommen habe, nun möglicherweise für ein paar Plays auf CB #31 Talib verzichten.

[00h16] Aus Denver: Jacksonville hält sich wie ein Parasit im Spiel, liegt Mitte drittes Viertel ganze zwei Punkte zurück: 19-21. Die Offense gefällt mir, weil die Line mit einem Mal gut blockt, und dahinter sogar sowas wie Laufspiel für solidere Drives zustande kommt. In der Broncos-Offense hat QB Manning bislang nur 5.8 NY/A. Mit dieser Leistung wird Jacksonville auch bei Niederlage einen Sprung im Power-Ranking machen.

[00h12] NE 17, NO 10/Q3 11:27. Stürmischer Start für die Saints in die zweite Halbzeit hinein, unter viel Einsatz von RB #43 Sproles als Passempfänger. Aber in der RedZone werden die Schotten dichter, und Brees verpasst am Ende einen komplett offenen TE Nick Toon in der EndZone. Die drei Punkte fühlen sich wie eine Enttäuschung für die Saints an.

[23h52] Halbzeit New England 17, New Orleans Saints 7.

Hervorragende erste Halbzeit für die Patriots. Brady hat häufig einigermaßen Zeit zum Werfen, wird nur bei einigen gelegentlich eingestreuten Monster-Blitzes der Saints gesackt. Bei den Saints habe ich fast alles Wissenswerte schon geschrieben. Mal schauen, wie New Orleans (kriegt als nächstes den Ball) in der zweiten Halbzeit mit den Herrschaften Graham (bisher abgemeldet bei Talib + Safety) und Colston (bislang unsichtbar) umgehen wird.

[23h42] Die Saints reagieren nur mühselig auf die Taktik der Patriots: Eben stand Graham wie ein Offense Liner aufgestellt als „klassischer“ Tight End an der Anspiellinie – und Talib ohne Umschweife direkt gegenüber.

Saints involvieren bisher kaum WR Colston, der doch eigentlich müsste Räume kriegen.

QB Brees beginnt schon mit Überziehen: Bei einem tiefen Ball für Graham waren zwei Pats näher am Ball als Graham.

Trotzdem: Am Ende brauchte es eine klare Fehlentscheidung der Refs, die im 4th-und-1 der Saints eine glasklare „Neutral Zone Infraction“ der Pats übersahen und ein „False Start“ gegen G Evans pfiffen. Punt der Saints.

[23h38] Ich hab San Francisco „split-screen“ laufen: Die 49ers-Secondary ist heute noch schlechter als ich sie heuer schon machte. CB Rogers ist noch schlechter als ich glaubte. San Francisco quält sich durch die Saison.

[23h36] Pats und Saints „tauschen Punts“, wie man so zu sagen pflegt. New England macht aber den besseren Eindruck bisher.

[23h30] Die Jaguars machen es interessant in Denver: LB Poluszny mit einem 59yds-TD Return nach einer INT gegen Manning – und die Jags sind mutig, gehen auf 2pts Conversion (scheitern, aber das ist wurscht). Denver nur noch 14-12 vorne.

[23h22] NE 17, NO 7/Q2 7:36. 4yds-Run RB Ridley. Die Saints-Defense wird aber auch grad ziemlich entzaubert. Die Blitzes von DefCoord Rob Ryan gehen ins Leere, während die Pats ihre Flat-Zonen gut nutzen: WR Edelman oder TE Hoomanawai (oder so) machten dort jeweils relativ einfache Catches für sustanziellen Raumgewinn. 12 Plays, 66yds und vermutlich 100% Success-Rate in dem Drive: Nach jedem Play hatte ich das Gefühl, die Pats seien besser dran als vor dem Play.

Aktuell haben die Patriots, nicht die Broncos (vs Jaguars) die klarste Führung der 22h-Spiele.

[23h13] Zweiter Punt der Saints-Offense. Brees ohne allzu viel Zeit zum Werfen und Graham ist im dritten Down sehr gut gedeckt. Graham war schon vorhin in der RedZone mal doppelt abgedeckt.

[23h10] NE 10, NO 7/Q2 13:00. Sehr guter Drive nun auch für die Pats. Diesmal machte Dobson die schweren Catches.

[22h55] NE 3, NO 7/1:46. Superber Saints-Drive, 9 Plays für 73yds, abgeschlossen per 2yds-Pass für RB #29 Kyrie Robinson.

Um mal ein wenig herauszulesen, was sich aus dem Matchup Saints Offense vs Pats Defense nach zwei Drives sagen lässt:

  • CB #31 Talib scheint als Manndecker auf TE #80 Graham abgestellt zu sein. (Graham hätte auch den TD machen können, hatte Talib geschlagen, aber Brees nahm die noch einfachere Variante)
  • CB #37 Dennard scheint gegen WR #12 Colston spielen zu müssen.
  • Probleme der Pats mit Darron Sproles sind vorprogrammiert, weil die Pats offensichtlich LB Spikes in mehr Situationen im Spiel lassen müssen als sie wollen; Spikes gilt als zu langsam um TEs und RBs zu decken – ist das ein Kollateralschaden aus der schweren Verletzung von DT Vince Wilfork?

Die Kombination aus Graham und Sproles ist ein großartiger Wettbewerbsvorteil für die Saints.

[22h41] Punt der Saints, PR Edelman nimmt den Ball auf, besinnt sich verfolgt von einem Rudel Saints seiner Wurzeln als einstiger College-QB bei Kent State und wirft einen Querpass für CB Aqib Talib. Manchmal glaube ich wirklich, die vielen Hits gegen den Kopf hinterlassen schneller als gedacht ihre Spuren.

[22h36] NE 3, NO 0/Q1 9:54. Beherzter erster Drive der Pats und vor allem von QB Tom Brady. Die guten Dinge aus Offense-Sicht:

  • Power und Wucht bei WR #11 Edelman.
  • Zwei erfolgreiche Scrambles bei Brady.
  • Relativ viel Zeit zum Werfen für Brady.

Die schlechten Dinge aus Offense-Sicht:

  • Brady musste zweimal scrambeln.
  • Der erste Play war symptomatisch für New England 2013: Quicker Pass für Dobson, Drop.
  • Trotz der vielen Zeit kassierte Brady bereits einen Coverage-Sack (#94 Cam Jordan).

[22h25] Weiter geht’s. Previews zu den Spielen habe ich schon zu Mittag geschrieben.

NFL 2013/14, die frühen Abendspiele im Liveblog

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  • BAL-GB.
  • NYJ-PIT.
  • BUF-CIN.
  • CLE-DET.
  • HOU-STL.
  • KC-OAK.
  • MIN-CAR.
  • TB-PHI.

Damit geht es weiter im eigenen Eintrag: New England Patriots – New Orleans Saints.


[22h21] Cincinnati gewinnt nach 43yds-Kick von Mike Nugent in Buffalo 27-24 und nimmt die Führung in der AFC North mit nach Hause (CIN ist 4-2, BAL+CLE verloren und sind 3-3, PIT 1-4). Cincinnati war ziemlich konservativ in der Overtime, hatte einen langen Punt-Return durch #19 Brandon Tate, aber danach nur noch Laufspiel. Wurde diesmal nicht bestraft.

[22h18] Endstand Cleveland Browns 17, Detroit Lions 31.

Es war keine besonders gute Gesamtleistung der Detroit Lions, aber wie stark Detroit die zweite Halbzeit dominierte (u.a. 24-0 Punkte), war eindrucksvoll. Zur Pause hatte ich eindeutig das Gefühl, dass die Browns besser waren (Stats untermauerten das Gefühl). Zweite Halbzeit war besser: QB Weeden bekam überhaupt keinen Drive mehr zustande, WR Gordon, so gut er ist, wurde mehr oder weniger neutralisiert.

QB Stafford mit 43 Pässen für nur 243yds, aber 4 TD und 1 INT. Das ist übersetzt: Recht viel Kapital aus recht durchschnittlicher Leistung geschlagen. Detroit damit 4-2, Cleveland 3-3. Beide bleiben in ihren Divisions vorn dabei.

[22h09] RB Eddie Lacy entscheidet das Spiel in Baltimore: Green Bay gewinnt 19-17.

[22h08] Die Bengals haben es wieder gemacht: Aus einer 14pts-Führung ein 24-24 zugelassen. Ein völlig unbekannter Bills-QB Thaddeus Lewis versenkt kurz vor Schluss den Ausgleichs-TD für WR Marquise Goodwin. Overtime in Buffalo.

[22h05] Fantasy-Gott TE #80 Fauria ist wieder da. Siebter Catch der Saison, fünfter Touchdown. CLE 17, DET 31. 2:01 to go, das Ding ist gegessen. Detroit wird 4-2 sein, Cleveland 3-3.

[22h02] Detroit ist gerade am Fressen der Spieluhr. Im 3rd-und-3 von der CLE 31 fällt der Ball incomplete, aber Clevelands Linebacker #54 rammt QB Stafford in den Boden. Es gibt „Personal-Foul“ – ein Call, den ich nicht gegeben hätte. Bissl Pech für die Browns heute mit Schiedsrichter-Entscheidungen. Keine klaren Fehlentscheidungen, aber die engen Calls gingen tendenziell pro Detroit.

[21h55] Zweite INT für LB #54 Levy (Levy hatte schon in vorherigen Spielen INTs). Keine allzu gute Entscheidung, die QB Weeden da machte.

[21h51] Acht Sacks heute gegen QB Terrelle Pryor in Kansas City. 3,5 Sacks allein für Tamba Hali.

[21h49] K David Akers erhöht auf: CLE 17, DET 24.

Nur zwei (mit viel gutem Willen pro Steelers: drei) Spiele sind wenige Minuten vor Spielende bereits entschieden. Der Rest? Alles innerhalb eines Scores.

[21h41] Pech für die Browns bei Instant-Replay: WR #18 Little mit einem tollen Catch bei 2nd-und-25 an der Seitenlinie, aber die Refs geben incomplete. Der Videobeweis ist nur „fast eindeutig“: Man sieht nicht, wo  die Ferse des linken Fußes auftritt. Hätte man IMHO durchaus „complete“ geben können, aber so müssen die Browns punten.

[21h30] Sehr guter Drive der Lions, die zwar keine Explosivität an den Tag legen, aber konstant die notwendigen Yards machen, gell Bush und/oder Pettigrew? Der TD kommt durch den „Fantasy-Gott“ TE Joseph Fauria (6 Catches dieses Jahr, vier zum Touchdown, zwei davon heute): Fauria mit einem wohltemperierten Schubser gegen den CLE-Linebacker #53 und fängt die Rakete von Stafford. CLE 17, DET 21, 10:35 im Q4 zu gehen.

http://twitter.com/VinceYoung/status/389469996402745344

[21h18] INT DB #39 Gipson in der Endzone aus einem abgefälschten Ball gegen QB Stafford.

[21h09] Unglaublich: Kaum wird QB Schaub in Houston auf die Bank gesetzt, antwortet Backup-QB T.J. Yates mit einem „Pick-Six“ (Ogletree, 98yds). Fünftes Spiel in Serie mit Pick-Six gegen die Texans-Offense – das dürfte ein historischer Negativlauf sein.

[21h07] Zweite oder dritte Strafe wegen „Enchroachment“ gegen die Lions-DL. Ich frage mich aber, ob es das nicht wert ist, wenn man sieht, wie aggressiv die Lions in den „guten Momenten“ gegen den Snap-Count der Browns durchkommen. Browns werden erneut 3’n’out gestoppt.

[21h01] Guter Drive für die Detroit Lions in Cleveland: Stafford per Scramble zum 1st-Down, kriegt einen kleinlichen Call der Refs (Spiking = 5yds Strafe gegen Stafford). Ist den Lions wurscht, RB Bush über links mit großem Raumgewinn, und kurz danach wird Bush über die Mitte von Stafford bedient. C #51 Raiola geht downfield zum Vorblocken, und Bush rammt sich mit Schwung durch drei Linebacker und Defensive Backs zum TD. CLE 17, DET 14.

[20h58] Erster Takeaway der Steelers in dieser Saison! Safety #25 Ryan Clark mit einer Interception. Ich schreibe mit ziemlicher Sicherheit noch ein klein wenig über diese Partie in New York unter der Woche.

[20h51] Das Spiel in Houston muss völlig verrückt sein: Houston dominiert alle Statistiken und liegt 25 Punkte (!) gegen die Rams (!!) zurück. Ok, Texans mit zwei Turnovers zu null bei den Rams, aber das ist trotzdem irr.

[20h48] Die Bengals nutzen ein Fumble-Geschenk der Bills in wenigen Plays zum TD: 3rd-Down Conversion für Sanu, und etwas später eine Rakete von QB Dalton rechts raus für WR Marvin Jones. BUF 10, CIN 24.

[20h43] Carolina kommt aus der Pause mit einem 79yds-TD Pass QB Cam Newton für WR #11 Brandon LaFell. MIN 3, CAR 21.

Halbzeitreport

Cleveland 14, Detroit 7. Die Browns sind die bessere Mannschaft in einem eher defensivorientierten Spiel, das es beiden Teams schwer macht, fette Yardage aufs Spielfeld zu zaubern. Die Lions hätten mit dem einen oder anderen Drop weniger sicher mehr erreichen können, aber insgesamt mangelt bei den Lions das tiefe Element komplett. Wenig Erfolg für die Lauf-Offense der Lions, die ein insgesamt trübes Bild abgeben. Browns kriegen nach der Pause zuerst den Ball.

Baltimore 0, Green Bay 6. Die Packers plagen sich mit vielen Drops und einer schlechten Protection, die echte Probleme hat, QB Rodgers auch nur ansatzweise Zeit zu geben. WR Nelson ist bei CB Webb abgemeldet. WR Cobb musste mit einer nicht gut aussehenden Verletzung runter. K Crosby versemmelte für die Packers auch noch ein Field Goal. Durch einen Fumble-Return des DLs Jones bekamen die Packers noch kurz vor der Pause drei Punkte quasi geschenkt. Baltimore seinerseits weiterhin mit einer unterirdischen Lauf-Offense (12 Läufe für 16yds für die RBs), aber die Front-7 überzeugt. Fürn Rest bitte Poodhinis Halbzeitkommentar durchlesen.

Sonstige Anmerkungen: Die Vikings scheinen heute nachlässig drauf zu sein, begehen viele kleine Fehler. QB Cassel mit einer üblen INT. Carolina führt 14-3 in Minnesota. Bei Jets-Steelers überzeugt mich das PlayCalling der Steelers immer mehr: Laufspiel ist so ineffizient, dass OffCoord Haley nicht mehr drum herum kommt, es komplett zu streichen. Dafür sagt Haley viele simple Passspielzüge an. Allein: Pittsburgh kommt nicht in die EndZone. Bei den Jets  hatte Geno Smith eine ganz schlechte Entscheidung, als er WR Hill downfield komplett übersah. PIT führt 9-6. Houston-STL muss auch recht bizarr sein: Texans mit eigentlich guten Yards/Play Stats (über 10yds/Play!), und liegen 6-17 gegen die bisher so schwachen Rams zurück!

[20h25] Typische Serie für die Lions kurz vor der Pause: Zweimal WR #83 Edwards mit einem „Fast-Catch“ (einmal gute CB-Arbeit, einmal fangbaren Ball mit gefangen), einmal WR Durham mit einem Drop. Schwache Vorstellung der Receiver. Calvin Johnson scheint auch nicht fit zu sein, wird nur noch sporadisch als Ablenkungsmanöver eingesetzt.

[20h20] Erneut recht guter Drive der Browns, abgeschlossen mit 2yds-Pass für WR #18 Little. Cleveland profizierte von einer großen PI gegen CB Darius Slay, ansonsten viel Klein-Klein. CLE 14, DET 7.

[20h14] Mike McCarthy ist verrückt: Green Bay, 4th Down an der eigenen 1yds Line und die Uhr tickt runter. McCarthy zieht ein Timeout, um delay of game zu verhindern! Sinnlose Verschwendung.

[20h11] Green Bay mit einem Goal-Line Stand gegen RB Bernard Pierce. Packers führen weiter 3-0 in Baltimore in einem Spiel, zu dem ich zur Halbzeit ein paar Impressionen nachliefern werde (läuft bei mir Split-Screen).

[20h06] Da wird Kollege Herrmann seine Freude daran haben: DefCoord Ray Horton schickt in einem kritischen 3rd Down und 9 der Lions den CB #23 Haden auf einen BLITZ gegen QB Stafford und überlässt den WR Calvin Johnson dem Safety #43 Ward im 1-vs-1. Das geht fast schief, aber Johnson droppt den eigentlich schon gefangenen Ball. „Gutsy Call“ von Horton, das wäre fast ins Auge gegangen.

[20h01] Gerade als das Pendel schwer gen Cleveland auszuschlagen drohte: Ndamukong Suh kommt fast als Defense End aufgestellt rein, prügelt Weeden, dessen etwas überhasteter Wurf von LB #54 Levy an der Seitenlinie abgefangen wird. INT Levy.

[19h55] Cincinnati geht 17-7 in Buffalo in Führung: Der TD-Pass für RB #25 Gio Bernard war sensationell: 25yds, Bernard zeigte fantastische Antizipation und Beweglichkeit und konnte trotz mehrer Tackling-Möglichkeiten für die Bills nicht gestoppt werden. LB Kiko Alonso gilt als Kandidat auf Rookie of the Year – das war ein ganz schwaches Play von Alonso. BUF 7, CIN 17.

[19h48] Ausgleich in Cleveland: Browns mit einem schönen Drive, eingeleitet von einem 45yds-Lauf des WRs #80 Benjamin, der schon letzte Woche mit langen Returns glänzte. Danach sehr physisches Spiel der Browns, und gute Entscheidungen von QB Weeden. Beim TD-Pass über 4yds ist RB #25 Chris Ogbonnaya komplett ungedeckt (Ogbonnaya kam aus dem Backfield und LB #54 Levy hatte keinen Zugriff). CLE 7, DET 7.

[19h40] Problematisch, was QB Big Ben Roethlisberger für die Steelers in dieser Anfangsphase in New York zeigt: Die kurzen Pässe Roethlisbergers sind brutal unpräzise. Über die Mitteldistanzen haben die Steelers heute Erfolg, und es ist Erfolg mit relativ simplen Plays (crossende Routen usw.), die ich von den Steelers dieses Jahr noch nicht gesehen habe.

[19h36] Hervorragende Arbeit, die heute DE #94 Ziggy Ansah gegen den Right Tackle der Browns (Schwartz?) leistet. Ansah gilt überhaupt als ziemlich solider Rookie, der reifer sein soll als angenommen.

Folge: Cleveland kriegt mit seiner Offense noch nix zustande.

[19h30] Cincinnati geht in Buffalo 10-7 in Führung: Ein überragender TD-Catch von WR #18 A.J. Green (Bengals-Radiospur ist sensationell: „Adriel Jeremiah Green“), der trotz exzellenter Deckung den Catch macht. Ich wundere mich eh, warum die Bengals dieses Jahr nicht mehr Green im GamePlan involvieren.

[19h25] Detroit geht in Cleveland 7-0 in Führung: 1yds-Pass für TE Fauria. Die Lions sehen bisher wie die überlegene Mannschaft aus, auch wenn die erste Strafe gegen Haden glücklich war. CLE 0, DET 7.

[19h24] Zwei Pass-Interferences en suite gegen CB #23 Joe Haden. Die zweite ist ein Witz, aber heikel, weil im 3rd Down. Heath Evans:

Everything is catchable when it is intended for Megatron.

Inhaltlich vielleicht korrekt, aber die Regelauslegung der Refs war trotzdem Schmarrn.

[19h20] Bei den Steelers ist Guy Whimper der Left Tackle, wenn ich das recht gesehen habe. Nicht Mike Adams, der sich im Trainingslager durchgesetzt hat! Nicht Levi Brown, jüngst aus Arizona eingekauft. Adams ist nicht verletzt, und trotzdem nichtmal mehr im Kader.

[19h16] Noch wenig Groove in der Partie in Cleveland: Die Browns werden an der Line of Scrimmage von der Lions-Front abgewürgt und QB Weeden hatte noch gar nicht die Möglichkeit, tief zu gehen.

[19h10] In der Anfangsphase spielen die Detroit Lions fast ausschließlich Kurzpassfootball, und an der CLE 39 kriegt Detroits Trainerstab bei 4th-und-2 das Flattern und lässt punten. Hätte man locker ausspielen können.

[19h08] Was schon am Donnerstag auffiel: Der Rosa-Wahn (Brustkrebs-Gedenksmonat) ist erstmal vorbei. Heute wird das Rosa nur noch sehr dezent eingesetzt, nachdem letzte Woche sogar „gelbe“ Linie und Flaggen von dieser neuesten NFL-Modeerscheinung betroffen waren.

[19h03] Das FOX-Kommentator-Duo bei Cleveland-Detroit ist Tim McCarthy und Heath Evans. Letzterer ist ein ehemaliger NFL-Fullback (u.a. Pats, Saints) und bei mir bislang komplett verhasst wegen seiner Plattitüden.

[18h41] Heute sollte es bei den Frühspielen in etwa gleich ablaufen wie letzte Woche: Ich habe kein favorisiertes Frühspiel und werde vermutlich a bissl rumzappen. Bei den Spätspielen werde ich mich mit hoher Wahrscheinlichkeit Pats-Saints zuwenden. Auf alle Fälle ist geplant, heute zwei Runden durchzuhalten. Als Einstimmung:

Calvin Johnson ist diesmal dabei.

Der Nachtspiele-Vorschauer am sechsten NFL-Spieltag 2013/14

Die 19h-Spiele hatte ich schon in der Früh in der Preview, inklusive Sendepläne. Daher sehen wir das als Fortsetzung, und gehen weiter zu den Spielen ab 22h.

Denver Broncos – Jacksonville Jaguars

Kickoff 22h05

Sie werden es vielleicht schon mitbekommen haben: Es ist die Ansetzung mit dem höchsten Spread in den Wettbüros ever: 28 Punkte Differenz betrug die Opening-Line zwischen Denver und Jacksonville, was ziemlich gut kongruent geht mit der SRS-Differenz zwischen den beiden Mannschaften: (3pts werden zusätzlich für Heimvorteil vergeben).

Ich glaube, Denver wird diesen Spread covern, obwohl vier Touchdowns natürlich schon massivst Holz sind. Aber die Broncos machten in den bisherigen Spielen nicht den Eindruck, als ob sie allzu schnell Erbarmen mit dem Gegner haben, und legten auch in entschiedenen Spielen noch 2-3 Touchdowns nach. Die Broncos-Offense ist bei Gott nicht unstoppbar, aber Jacksonville mit seinen vielen Ausfällen hat nicht die Waffen, um 5-6 Touchdowns draufzulegen, sofern Denver Ernst macht.

Die Bronco-Defense ist ebenso nicht kritikfrei, weil ohne den zum letzten Mal gesperrten OLB Von Miller alles andere als überzeugender Passrush kommt und in der Secondary CB Rodgers-Cromartie durchaus eine Sollbruchstelle ist, aber was haben die Jags an Offense? Einen quasi verletzten QB-Bust Gabbert, einen WR Blackmon und mittlerweile keine Offensive Tackles mehr (LT Monroe nach Baltimore, RT Joeckel auf die IR).

Seattle Seahawks – Tennessee Titans

Kickoff 22h05

Wer hat schonmal gehört davon, dass die Seahawks zuhause unschlagbar sein sollen? Bei Seattle ist die Sachlage klar; die interessantere Tüte heute sind die Titans. Was ist das Gesicht der Titans 2013? Was dort letzte Woche ohne den verletzten QB Locker an „Offense“ produziert wurde, spottet eigentlich jeder Beschreibung, und doch war Tennessee bis kurz vor Schluss im Spiel. Die Punkte wurden aus einem Freakspielzug über RB Chris Johnson und direkt im Anschluss an einen 42yds-INT Return erzielt. Der Rest war offensive Leblosigkeit. Ein WR Kenny Britt ist z.B. nicht wiederzuerkennen vor lauter Verunsicherung. Viel anders war es in den ersten vier Wochen auch nicht, allein hatte dort QB Locker die paar Würfe drauf, die QB Fitzpatrick nicht drauf hat – und das reichte zu Siegen, die sich „zufällig“ anfühlten, aber in Wahrheit durchaus leistungsmäßig auf dem Stat-Sheet „verdient“ anfühlen. Ich habe mehr schon am Freitag darüber geschrieben.

New England Patriots – New Orleans Saints

Kickoff 22h25, live bei SPORT1 US und PULS4

Das ist die vielleicht leckerste Ansetzung am heutigen Abend: Patriots (4-1) gegen Saints (5-0) in Foxboro. Das Aufeinandertreffen der QB-Legenden Tom Brady und Drew Brees, aber obwohl beide Mannschaften ähnlich viele Siege auf ihrem Konto haben, sind die Aggregatzustände in beiden Lägern unterschiedliche.

Bei den Patriots grübelt man darüber, wie man die Offense wieder in Schwung bekommen könnte: Diese Saison ist bisher gekennzeichnet von noch mehr Klein-Klein als in der Vergangenheit gewohnt, und daraus folglich wenig Explosivität in der einst besten Offense im Lande. Die Probleme sind überall zu verorten. Es sind keine bedrohlichen Probleme, aber viele kleine, die man korrigieren muss, um den Angriff wieder in Schwung zu bringen:

  • Offensive Line: Gegen Cincinnatis wuchtige Front-Four tat sich die Line relativ schwer, Brady viele Sekunden vorzublocken. Obwohl man LT Solder eine starke Saison nachsagt, sah er letzte Woche teilweise wie ein Verlierer in seinen direkten Duellen nach.
  • Tom Brady: Bradys einzige echte Schwäche über all die Jahre war seine Performance mit viel Druck in der Pocket. Jeder Quarterback ist im Angesicht von Passrush schwächer, aber Brady fällt weiter ab als Kollegen wie Rodgers oder Manning. Diese Saison ist nicht anders: Brady wirft in solchen Situationen teilweise schlechte Pässe.
  • Wide Receivers und Tight Ends: Diese schlechten Pässe wurden in der jüngeren Vergangenheit oft kaschiert durch einen sensationellen Receiving-Corp. Den hat Brady dieser Tage nicht mehr. Amendola, Dobson, Thompkins und wie sie alle heißen – sie alle sind okaye Spieler, aber keine Granaten. Sie lassen aktuell mehr Bälle fallen als notwendig. Das Problem ist korrigierbar, und vielleicht kann man etliches der Unerfahrenheit zuschreiben und wir haben in zwei Monaten eine Super-Offense auf dem Feld, aber im Moment sieht das recht steril aus.

Der große Hoffnungsträger ist TE #87 Rob Gronkowski, aber die jüngsten Meldungen lassen vermuten, dass Gronkowski heute ausfallen wird. Das wäre bitter, aber ich denke nicht, dass die Patriots noch einmal ihren Gronkowski zu schnell auf das Spielfeld zurückschicken und im Zweifelsfall lieber noch eine Woche warten.

Die Saints ihrerseits bringen dieses Jahr eine mehr als brauchbare Defense daher: Vorne fällt vor allen DE #94 Cameron Jordan auf, während „hinten“ in erster Linie der Rookie-Safety Kenny Vaccaro zur Stabilität beiträgt. Es ist keine exzellente Defense, aber eine, die um Welten besser ist als die Saints-„Verteidigungen“ der letzten Jahre.

Die Saints-Offense ist sowieso ein permanentes Mismatch. New England spielt in der Abwehr eine bisher ordentliche Saison, aber die Saints haben zwei Spieler, die mir als Pats-Fan Angst machen würden – und ein Brees wird Wege finden, entweder diese Jungs zu bedienen, oder die Räume zu nutzen, die durch die Präsenz dieser beiden Jungs entstehen:

  • TE Jimmy Graham, für mich einer der Spieler der Saison bisher: Wer zum Teufel soll Graham decken?
  • Und sollte man irgendwelche Mittel finden, um Graham kaltzustellen, ist da noch der kleine Irrwisch, RB #43 Darron Sproles. Den mussten die Pats im letzten Aufeinandertreffen dieser beiden Mannschaften (2009) noch nicht kaltstellen.

Jenes Aufeinandertreffen war im November 2009. Saints gewannen irgendwo in der Region 35-17 (es war eine Woche nach dem 4th-und-2 Spiel der Pats in Indy), und ich hatte bis dahin nie ein Spiel gesehen, in dem Bill Belichick so ratlos an der Seitenlinie gestanden hatte. Belichick wusste damals nicht, wie ihm geschah.

Heute haben nicht die Saints, sondern die Patriots Heimvorteil. Das könnte mit entscheidend sein, auch wenn für heute Abend (bzw. Nachmittag lokaler Zeit) gutes Wetter angekündigt ist. Ich glaube, die Saints sind hier zu favorisieren.

San Francisco 49ers – Arizona Cardinals

Kickoff 22h25

Beide Teams befinden sich in einem merkwürdigen Zwischenzustand zwischen zuletzt wieder akzeptablen Ergebnissen und eher unzufriedenstellenden Leistungen. Vorneweg die 49ers, die zuletzt zwar den Texans 34 Punkte einschenkten, aber QB Kaepernick in der Offense 6/15 für 113yds. Bolzen vermieden, aber alles was nicht in Richtung TE Davis oder WR Boldin ging, war Grütze. Wenn man sich da anschaut, welche Abwehrbolzen die Cardinals dagegen aufmarschieren: DE Campbell als Beschäftigungstherapie für jedweden Offense Tackle, LBs Dansby und Washington (Washington war phänomenal gegen die Panthers) für die „Tight End-Zone“ und einen CB Patrick Peterson, der kräftig genug für den Brocken Boldin sein dürfte.

Dallas Cowboys – Washington Redskins

Kickoff 2h25, live bei SPORT1 US

Dallas gegen Washington ist eine der wenigen wirklichen historischen Rivalitäten, die in der NFL immer einen Wert haben, egal wie gut oder schlecht beide Teams gerade drauf sind. Das geht noch zurück in die Zeiten, in denen der rassistische Redskins-Besitzer George Preston Marshall eine NFL-Expansion südlich von Washington verhindern wollte – unglaublich eigentlich. Cowboys und Indianer – eine ewige Rivalität.

Heute ist der Redskins-QB ein Farbiger, und wir alle kennen ihn. Es wird interessant zu sehen sein, wie weit RG3 nach der spielfreien Woche ist: In den ersten Wochen hatte er sichtlich noch ein paar Unsicherheiten, vertraute seinem Knie noch nicht 100%ig – ein völlig normaler Prozess. Die Redskins haben ohnehin andere Probleme, zum Beispiel in der Defense, wo trotz zweier starker Passrushers die Passverteidigung keinen Stich macht. Nicht gut, wenn’e gegen QB Tony Romo in der Form dessen Lebens spielst. Romo gilt unter einigen Experten als nächstbester Saison-QB zu Peyton Manning, und Romo zerlegte letzte Woche die Broncos-Defense nach Strich und Faden.

Gemessen an den bisher gesammelten Eindrücken sehe ich a) nicht, wer Romos #1-Ziel WR Dez Bryant decken soll und b) wie die Redskins heute in Dallas gewinnen wollen. Mit Kreation von sieben Turnovers und drei Return-TDs? Würde da nicht drauf wetten…

Der Abendspiele-Vorschauer am sechsten NFL-Spieltag 2013/14

Ein Versuch, die Spielansetzungen etwas anders zu formatieren zum Beginn des heutigen Spieltags: Alle Spiele live im NFL-Gamepass, dazu habe ich die Übertragungen von SPORT1 US und PULS4 gekennzeichnet. Das (*) steht wie immer für den Multifeed-Kanal von SPORT1 US bei SKY:

19h    Baltimore Ravens - Green Bay Packers        SPORT1 US
19h    New York Jets - Pittsburgh Steelers         SPORT1 US (*)
19h    Buffalo Bills - Cincinnati Bengals
19h    Cleveland Browns - Detroit Lions
19h    Kansas City Chiefs - Oakland Raiders
19h    Minnesota Vikings - Carolina Panthers
19h    Tampa Bay Buccaneers - Philadelphia Eagles
19h    Houston Texans - St Louis Rams
22h05  Denver Broncos - Jacksonville Jaguars
22h05  Seattle Seahawks - Tennessee Titans
22h25  New England Patriots - New Orleans Saints   SPORT1 US | PULS4
22h25  San Francisco 49ers - Arizona Cardinals     SPORT1 US (*)
02h25  Dallas Cowboys - Washington Redskins        SPORT1 US

Das Free-Game des Gamepass ist heute übrigens MinnesotaCarolina.

Aus Zeitgründen gibt es heute früh erstmal nur die Preview zu den Abendspielen um 19h. Ich werde schauen, im Laufe des Vormittags noch die andere Spiele kurz vorzustellen und hoffe, dazu nicht erst am Nachmittag zu kommen. Also: Erstmal nur die 19h-Ansetzungen.

Baltimore Ravens – Green Bay Packers

Die Ravens (3-2) haben in den ersten fünf Wochen noch keine wirkliche Identität entwickeln können, was nicht unbedingt so negativ ist wie es klingt: Denn was ich unter „Identität“ im Sommer verstanden hätte, war eine völlig harmlose Offense mit gelegentlich eingestreuten Bomben. Dem ist nicht so, zumindest nicht immer. Es gab diese Spiele, in denen Baltimores Offense katastrophal aussah, aber dann wieder sahen QB Flacco und seine „Ballfänger“ wieder ganz okay aus, wie z.B. zuletzt gegen Miami. Mit etwas verbesserter Protection (LT Monroe) und zumindest halbwegs fitten Pass-Receivern dürfte die bisher nur gegen die kaum NFL-würdige Lions-Receiver brauchbare Packers-Secondary zumindest in Verlegenheit zu bringen sein.

Bei Green Bay ist auch noch längst nicht alles Gold, was glänzt. QB Rodgers muss aufgrund teilweise eklantanter Protection-Probleme zu oft den Ball wegwerfen, bevor überhaupt sowas wie Rhythmus reinkommen kann, und wenn DE Dumervil oder ein sich wieder in blendender Form befindlicher OLB Terrell Suggs von der Seite hereinrauschen, kann man sich nicht plötzlich viel mehr Zeit zum Werfen versprechen. Die Ravens-Defense ist nicht überragend und auch nicht so spektakulär wie aus den letzten Jahren gewohnt, aber sie macht ihren Job gerade gut genug, um die meisten Spiele (außer Denver) knapp zu halten.

New York Jets – Pittsburgh Steelers

Ist es nur die Aura des großen Namens, oder warum traue ich den Steelers trotz 0-4 Start zu, noch nicht komplett abgeschrieben zu sein? Vielleicht ist es die Bye-Week, die Pittsburgh zurück in die Spur bringt. Es ist ja auch nicht so, dass die Steelers leistungsmäßig unter aller Sau wären; lass ein paar wenige Plays anders gehen und sie könnten auch einen oder zwei Siege eingefahren haben.

Die Hoffnung gegen die Jets ist rookie-QB Geno Smith, der in der Lage ist, eine dezimierte Falcons-Defense zu zerlegen, aber gegen die besseren Defenses bisher arge Probleme hatte (Patriots, Titans). Pittsburgh hat zwar keine dominante Abwehr mehr, aber eine gute: Kann diese Geno ausreichend verwirren?

Auf der anderen Seite wird der Rookie-DT Sheldon Richardson von den Jets extrem gelobt als vermeintlich bester Rookie des bisherigen Jahres. Ein genialer Richardson als Nebenmann eines genialen DT Wilkerson klingt nach einem heftigen Matchup für die verletzungsgeschwächte Offense Line Pittsburghs. Was wird OffCoord-Schlampian Todd Haley dagegen für Plays ansagen?

Buffalo Bills – Cincinnati Bengals

Die Cincinnati Bengals (3-2) geben mir Stand heute Rätsel auf, obwohl jedermann sich um Stärken und Schwächen dieser Mannschaft perfekt bewusst ist. Es sind nur Kleinigkeiten, die sich von Spiel zu Spiel verändern, aber diese Kleinigkeiten machen bei den Bengals den Unterschied aus zwischen knapper Pleite und knappem Sieg. Knapp ist das Stichwort: Fast jedes Spiel bleibt bis zum Ende innerhalb eines Scores Differenz, und dann wird entweder das „W“ (für Win) herausgewürgt, oder das „L“ für Loss angeschrieben. Unterschied sind 2-3 Plays. Das Merkwürdige ist bloß, dass es gegen alle verschiedenen Kaliber von Mannschaften passiert. Die Bengals scheinen sich der Qualität des Gegners anzupassen um ja nicht höher zu springen als sie müssen, nur um am Ende verblüfft festzustellen, dass man ja diesmal in Rückstand liegt. Nach dieser Logik müsste in Buffalo eigentlich eine Pleite folgen. Eigentlich. Denn ich traue der Schwäche der Bengals nur allzu ungern…

Cleveland Browns – Detroit Lions

Cleveland vs Detroit weckt bei mir Erinnerungen an einen der tollsten Footballmomente, die ich bisher erlebt habe: November 2009, Lions noch nicht ein ganzes Jahr von ihrer berühmten 0-16 Saison entfernt, mit neuem Mannschaftskern und Coaching-Staff, mit einem wilden Rookie-QB Matt Stafford, mit einer 1-7 (oder so Bilanz) zuhause gegen die Browns, die hoffnungslos am Bodensatz düpeln. Bei den Lions regten sich zwar erste Lebenszeichen in Form *eben* der ganzen Erneuerung, aber insgesamt glaube ich war die Lions-Truppe von 2009 noch schlechter als ihre sieglose Vorjahresversion.

Tja, Detroit-Cleveland entwickelte sich zum ersten großen Höhepunkt der Schwartz-Ära, als zwei völlig losgelöste QB-Gunslinger Stafford und Brady Quinn (!) loslegten und zusammen weit über 70 Punkte aufs Tablett legten. Der definierende Moment kam in der allerletzten Spielsekunde, Lions mit 6 in Rückstand: QB Stafford, tiefe Bombe in die EndZone – Interception. Stafford wird abgeschossen und nicht mehr in der Lage, ohne fremde Hilfe aufzustehen. Browns jubeln, aber mitten rein fliegt die gelbe Flagge für defensive pass interference. Zweite „letzte Chance“ von der 1, Backup Culpepper trabt aufs Spielfeld, aber Browns-Coach Mangini mit einem Timeout. Das reicht aus, dass ein schwer angeschlagener QB-Grünschnabel Stafford wieder eingewechselt werden darf. Stafford hält sich die Schulter, nimmt den Snap, feuert in die EndZone, gefangen Touchdown, Lions-Sieg und Stafford krümmt sich vor lauter Schmerzen.

Vier Jahre später gibt es das Duell erneut. Die Lions sind mittlerweile eines dieser frustrierenden Teams, das in lichten Momenten unendliches Potenzial selbst gegen die besten Teams der NFL zeigt, aber in anderen gegen „Gurkentruppen“ wie Arizona abschmiert. Cleveland steht nach dem x-ten Regimewechsel wenige Wochen vor einem erneuten Umbruch, aber die Browns haben – ich erzähle es gern immer wieder – schon viele Bausteine beisammen. Die Browns 2013 sind Lichtjahre besser aufgestellt als es die Lions 2009 waren.

Cleveland muss heute mit dem zwischendurch schon quasi enteierten QB Brandon Weeden antreten, der zwar durchaus Anlagen für tiefes Spiel hat, aber keine Konstanz in sein Spiel bringt und sich nur allzu gerne im Backfield begrabschen lässt (besser: Sacks kassiert). Gegen Detroits unvergleichliche Defensive-Front um den unglaublich aufspielenden DT Ndamukong Suh wird Weeden Schwierigkeiten haben, vertikale Offense aufzuziehen. Obwohl: WR Gordon und TE Cameron sind durchaus Waffen, gegen die Detroit nicht optimales Personal zum Abdecken stellen kann.

Bei den Lions hängt im Angriff – letzte Woche zeigte es wieder – fast alles an der Präsenz des WRs Calvin Johnson. Ich kenne keine Offense, die so stark um einen „Nicht-Quarterback“ konzipiert ist wie Detroit um Megatron. Johnson muss nicht mal superb drauf sein; er muss bloß präsent sein. Heute ist noch nicht 100%ig gesichert, ob Johnson auflaufen kann.

Obwohl die Lions ein Teams sind, das nur allzu gerne solche Partien gegen Mittelklasse-Teams verschenkt, erwarte ich heute einen Auswärtssieg von Detroit.

Houston Texans – St Louis Rams

Die Texans sind optisch dasselbe Team, das man erwarten durfte, aber es gibt dieses Jahr massive Probleme, weil a) QB Schaub einen Alptraum an zum TD returnierten INTs erlebt (zuletzt vier (!) en suite) und b) die Protection-Probleme krasser zu sein scheinen als angenommen. Es gibt Reports, dass die zu einfach designte Texans-Offense mittlerweile durchschaut ist. Durchschaut, okay: Aber gegen die bisher grottenschlechten Rams sollte Houston trotzdem dringend gewinnen um im Rennen in der AFC South zu bleiben.

Kansas City Chiefs – Oakland Raiders

Eine der klassischen NFL-Rivalries dürfte heute Abend zum Matchup zwischen QB Terrelle Pryor gegen die Chiefs-Passdefense werden. Ersterer spielt trotz Gehirnerschütterung und Unerfahrenheit eine bisher erstaunlich gute Saison, aber letztere ist die vielleicht beste Unit auf ihrem Terrain dieses Jahr. Zusammen ergibt das bei beiden Mannschaften Eindrücke, dass sie besser sind als man es im Sommer erwartet hatte.

Ich traue der Raiders-Defense durchaus zu, einige Akzente gegen QB Smith und Konsorten zu setzen, aber ich sehe keine Chance, dass a) Oaklands Offense Line gegen Poe, Hali und Houston halten wird und b) Pryor genügend Plays gegen die Herren Flowers oder Berry machen kann, um die Chiefs in deren Stadion zu besiegen.

Minnesota Vikings – Carolina Panthers

Eine traurige, nein: Extrem traurige, Geschichte überschattet das Vorfeld dieses Spiels. Betroffen ist der Vikes-RB Adrian Peterson, dessen 2jähriger Sohn am Freitag wohl von einem flüchtigen Bekannten zu Tode geschlagen wurde. Mike Tanier hat dazu bereits genau die richtigen Worte gefunden, also keine Notwendigkeit, auf diesem Blog weiter darüber zu schreiben:

It is usually impossible for us to relate to Adrian Peterson. We cannot imagine what it is like to be that fast and powerful, to be so transcendently good at our jobs, to be wealthy, famous, and respected. But we can relate to the news he received on Thursday, because we know how it feels when the time comes to throw down the paperwork and sprint for the parking lot, life’s priorities absolutely redefined.

Quelle: The Everyday Tragedy.

Von der sportlichen Seite her gilt es als wahrscheinlich, dass heute noch nicht der eingekaufte QB Josh Freeman für die Vikings auflaufen wird, sondern Matt Cassel, dessen Einsätze bisher recht ordentlich waren.

Bei den Panthers ist zu schauen, ob sich nicht doch in der Offense um QB Cam Newton ein Fünkchen rührt: Die Pass-Offense ist bisher extrem enttäuschend, und Newton ist daran nicht ganz unschuldig, wenn auch sein Support-Cast eher mau ist. Grundvoraussetzung für Erfolg heute ist, dass die Line gegen DE Jared Allen und Co. hält.

Tampa Bay Buccaneers – Philadelphia Eagles

Ich halte das Spiel für durchaus eines mit potenziell gutem Erkenntnisgewinn, weil:

  • Philadelphias etwas gestutzte Wunder-Offense hier auf eine richtige Elite-Defense trifft. Tampa Bay hat eine hervorragende Front-Seven und in CB Darrelle Revis einen Manndecker von Weltformat, der locker DE DeSean Jackson aus dem Spiel nehmen kann.
  • Tampa Bays Rookie-QB Glennon hier eine Secondary antrifft, die das Gegenteil von Elite ist. Glennon ist nicht der Typ Quarterback, dem ich Erfolg in der NFL zutraue, und schon gar nicht schnellen Erfolg, aber wenn er eine Chance haben möchte, dann ist heute eine gute Gelegenheit, es zu zeigen: Phillys Konsorten dort hinten sind Jungs wie Cary Williams – unzuverlässig und anfällig gegen Strafen.

Philadelphia scheint in meinem Power-Ranking trotz 2-3 Record weit vorne in den Rankings auf. Der Augentest bei den Eagles sah bisher eine strauchelnde Offense und eine völlig offene Pass-Defense. Zugegeben passierte es gegen einen heftigen Schedule, und die Eagles hatten zumindest zwei dumme Pleiten. Ich bin gespannt.