NFL 2013/14, Spieltag #7 live

[22h47] Für das Sunday Night Game nachher: Seminole hat einen Artikel über Peyton Manning und sein Standing in Indianapolis geschrieben: Der General vor der Rückkehr.

[22h32] Endstand New York Jets 30, New England 27 OT. Wie vorhin in Detroit verliert die dümmere der beiden Mannschaften. Eben war es der Rookie-Punter, nun der Rookie-Specialteamer Chris Jones.

Technisch gesehen der richtige Call, auch wenns ein bisschen schade ist, dass eine relativ bedeutungslose Aktion diese Partie entschied.

New England damit 5-2, die Jets 4-3.

[22h28] Krasse Endphase in New York: Jets werden um die NE 35 extrem konservativ und laufen dreimal – natürlich für kaum Raumgewinn. K Folk muss raus um einen 56yds-Kick zu versuchen – natürlich verkickt Folk…

…aber die Refs geben „pushing“ und unsportliches Verhalten –> 15yds Strafe gegen die Pats und einen Rookie, der von Belichick vermutlich gleich mal die Standpauke bekommt. Neue Chance für die Jets.

[22h26] Geiler Spielverlauf auch in Washington. Ich hab nicht viel gesehen, aber RG3 sah teilweise super aus.

[22h24] Extrem wichtige (und wuchtige) 3rd-Down Conversion für RB #34 Ivory. Jets in Patriots-Territorium.

[22h20] Overtime in den Meadowlands, New England gewinnt den Münzwurf. Gronkowski mit einem Pass und etwas Glück, eine OPI nicht gepfiffen zu bekommen (die Hill vorhin gepfiffen bekam). Dann drei Incompletions und Punt. Jets starten von der eigenen 20yds Line, FG gewinnt.

[22h15] Endstand Detroit 24, Cincinnati 27. Nugent aus 54yds mit auslaufender Uhr, zeigt wie sinnvoll das Freezing von Schwartz war. Verschenktes Spiel aus Lions-Sicht: Man hatte Cincinnati in der ersten Halbzeit komplett am Wickel und hätte die Partie dringend entscheiden müssen. Bengals bleiben irgendwie im Spiel, gingen in Führung und hielten. Detroit heute ohne allzu viel Explosivität, dafür mit sehr vielen verwerteten 3rd-Downs. Leider der einen zu wenig.

Lions-Linebackers waren heute mit den gegnerischen Tight Ends Eifert und Gresham überfordert. Gresham ist auf der anderen Seite ein frustrierender Spieler, weil er viele Eigenfehler macht. In Detroit Offense war mir heute zu wenig Einbindung Bushs im Passspiel, viel zu wenig Play-Action im 1st-Down und viel zu viel Laufspiel im ersten Down: Bengals machten alles, um den Lauf dort abzuwürgen. 2-3 Play Action Pässe hätten genügt.

Tja, und der schwache Punt zum dümmsten Zeitpunkt vom gedrafteten Punter.

[22h14] 26sek vor Schluss ein schlechter 27yds-Punt für Sam Martin. Cincinnati mit einem Timeout von der eigenen 49yds – Matchball.

[22h10] NYJ 27, NE 27. Schadensbegrenzung für die Jets.

[22h09] 3rd-und-1 der Bengals an der DET 38. TE #84 Gresham mit einem saudummen False-Start, 4th-und-6. DT #90 Suh bricht durch und würgt Dalton im Backfield zum ersten Sack heute ab. Punt, 1:43 beginnt Detroit an der eigenen 4 mit der Chance zum Sieg.

[22h07] Brady hat die Pats schon an der NYJ 26yds Line, und keinen Stress mehr. Sie lassen die Uhr sogar bewusst runterlaufen, und dann verpasst Gronkowski einen sensationellen Catch.

[22h02] Vier Spiele sind noch extrem spannend und innerhalb von vier Punkten.

[21h58] Spannende Schlussphase in New York: Jets tickern die Uhr runter, müssen dann aber kurz vor der 2min-Warning punten. Brady bekommt mit 3 Timeouts die Chance, per FG auszugleichen oder per TD zu gewinnen. Kann Brady wieder aus dem Nix einen Wunderdrive zaubern.

[21h55] Geballter Frust bei den Buccs, bei denen Schiano nun wenige Minuten vor Schluss bei 17-31 Spielstand ein komplett sinnloses Fieldgoal schießen lässt. Mein Tipp: Die Buccs warten auf alle Fälle bis nach dem Thursday Night Game gegen Carolina, und möglicherweise warten sie noch bis zum Ergebnis des NFLPA-Reports im „Leaking-Skandal“ um Josh Freemans Drogenprobleme, bis sie Schiano feuern. Dann würden sie einige Millionen Abfindung sparen.

Additional: #FireSchiano Timeline.

[21h52] Wenn man sich nun wieder ansieht, was die Lions-OL (insbesondere der RG) eben aufführte, muss man sagen: Auch hier werden Holdings nicht gepfiffen. Die Leine der Refs hier ist eine insgesamt lockere.

[21h50] Brady hat einen gebrauchten Tag heute. Reines Glück, dass der OLB (Pace?) nicht eine weitere INT mit Potenzial zum erneuten „Pick Six“ zu greifen bekommt.

[21h44] Cincinnati muss punten. Es gab einen sehr wichtigen Spielzug im 2nd-Down, als WR #18 Green seinem Bewacher (#23 Houston?) enteilt war. Dalton mit einem suboptimalen Ball, sodass Green zu einer OPI gezwungen war. Zwei Plays später wieder: Green tief, hat schon den letzten Mann geschlagen, aber Dalton mit einer zu schwachen Bogenlampe. Da hat Dalton zweimal den sicheren langen TD weggeschmissen. Man male sich mal aus, was Green mit einem richtig guten Quarterback wert wäre…

[21h41] WR Stephen Hill in New York mit einem TD, der wegen Offensiv-PI zurückgepfiffen wird. Gab schon schlimmere Körperkontakte, die nicht gepfiffen wurden.

[21h37] DET 24, CIN 24. Freak-TD bei 3rd-und-18: Stafford erkauft sich mit einem Scramble Zeit, und feuert den tiefen 50yds-Pass in die EndZone, während der dahinter heranrauschende Verteidiger nur um Sekundenbruchteile zu spät kommt.

Johnson steigt zwischen den Verteidigern #20, #43 Iloka und #55 Burfict in den dritten Stock und pflückt den Ball in Dreifachdeckung herunter zum Touchdown. Hail-Mary artiger Stafford-für-Johnson Pass wie vor ca. zwei Jahren mal in Dallas.

[21h31] NYJ 27, NE 24. 10 Plays, 62yds und ein Lebenszeichen von New England, aber die drei Punkte sind eine kleine Enttäuschung, nachdem der Brady-für-Gronkowski Pass, der eigentlich wie ein sicherer TD aussah, knapp nicht zustande kam:

[21h28] Ausgangs des dritten Viertels trifft Jim Schwartz die gute Entscheidung, einen Scramble Dalton zu challengen: Dalton war im dritten Down ca. ein Yard zu kurz.

[21h23] 3rd-und-2, Kurzpass für RB Bush, der glasklar von #55 Burfict gehalten wird, aber die Refs lassen die Flagge stecken. Stattdessen muss Detroit punten. Unabhängig davon sollte Detroit verstärkt versuchen, Bush auch im Kurzpassspiel einzusetzen – dieses Element fehlt heute.

[21h20] Nugent kickt aus 47yds zum 24-17 pro Bengals ein. Problematische Passdefense der Lions in diesem dritten Viertel. QB Dalton ist 17/26 für 303 (!) Yards, 3 TD, 0 INTs. Zu wenig Druck vorne, unten „hinten“ schafft es Cincinnati immer wieder, Jungs wie TE #84 Gresham gegen LB wie #55 Tulloch zu stellen und den einfachen Pass anzubringen.

[21h16] Großartige Phase für die Jets-Defense, die Brady in der zweiten Hälfte komplett abwürgt: Schon zwei oder drei Sacks seit Wiederanpfiff. Brady ist unterhalb der Tebow-Zone mit 3.8 NY/A im Passspiel. Das reicht, dass die Jets – keiner weiß wie (Cribbs Punt Return) – schon wieder in der gegnerischen RedZone auftauchen, aber nicht zum TD verwerten können. NYJ 27, NE 21.

[21h10] Super-Geno Smith mit zwei tollen Scrambles in einem sehr fluiden Jets-Drive, und plötzlich führen die New York Jets daheim 24-21 gegen New England.

[21h07] DET 17, CIN 21. Jetzt wieder der Sahne-Stafford: Fantastischer tiefer Pass für WR Ogletree bei 3rd-und-20 aus der eigenen EndZone raus, und wenige Plays später ein TD-Pass für WR Calvin Johnson über 27yds, den nicht jede QB/WR-Combo zustande bringt. Null Chance für den Defensive Back.

[21h02] Suh sollte von der NFL bestraft werden für Teilnahme an einem dreckigen Spielzug. Hier der Beweis.

[21h00] Wie heißt die Crew, die Jacksonville – San Diego pfeift? So viele Fehlentscheidungen (eben ein nicht gegebener Fumble) gegen die Jaguars, dass man sich an Calciopoli erinnert fühlt. Jacksonville wird komplett verpfiffen.

[20h53] DET 10, CIN 21. Dalton verwertet per Pass ein 3rd-und-12 tief in der eigenen Hälfte, und danach geht es ruckzuck: Schnelle Pässe, kein Zugriff für die Detroit-DL, die heute recht pulverisiert wird von einer exzellenten CIN-OL. Dalton hat alle Zeit der Welt und findet TE Eifert für einen sehenswerten 32yds TD. Etwas Pech für Detroit, dass ein unfairer Block gegen DT #90 Suh beim TD-Pass übersehen wurde.

[20h47] Jetzt der sechste Defensive-Return TD: Betroffen ist NYJ-NE, wo Antonio Allen einen furchtbar unpräzisen Pass Tom Bradys abfängt und 23yds zum TD und 17-21 Anschluss returniert. Brady wirft generell mit die wenigsten Pick-Sixes in der NFL-Geschichte. Nada. Von wegen Pats gewinnen Übergewicht.

[20h45] Regelkunde, speziell zum Catch von Dez Bryant in Philadelphia:

[20h38] Bei Cutler ist es eine Leistenverletzung, er ist „questionable“. Washington ging eben 24-17 in Führung in einem spannenden Spiel, in dem es bereits einen INT-Return für Orakpo nach dreifach abgefälschtem Ball gab, und den was-weiß-ich-wie-vielten Punt-Return TD für die lebende Legende #23 Devin Hester.

Halbzeitreports

DET 10, CIN 10. Die Halbzeit verlief unglücklich für Detroit, da QB Stafford mehrfach einen sicheren TD überwarf, ein FG geblockt wurde und anschließend kurze Feldposition der Bengals zum TD verwertet wurde. LT Reiff ist verletzt raus. Bei den Bengals hat man sich mittlerweile auf den Verletzungsausfall von CB #29 Hall eingestellt.

NYJ 10, NE 21. New England führt, aber die Differenz kommt hauptsächlich aus einem INT-Return des CBs Logan Ryan. Geno Smith gefällt mir nicht schlecht. Brady mit nur 5.7 NY/A und einer auch mit Gronkowski eher ineffizienten Pass-Offense.

JAX 3, SD 14. Jaguars-Defense sieht kein Land, sich gegen die Kurzpässe der Chargers zu verteidigen. Die Offense der Jags ist heute weniger das Problem als die Defense. Im letzten Drive der Bolts vor der Pause gab es mehrere horrende Ref-Calls gegen die Jaguars, die einem teilweise leid tun konnten, so wie sie verarscht wurden. San Diego mit einem bizarren QB-Draw kurz vor der Pause, führt trotzdem 14-3.

CAR 17, STL 5. Cam Newton mit einer insgesamt sehr passablen Vorstellung, wirft heute sehr gute Mitteldistanzbälle. Einziger Fehler Newtons: Hielt den Ball sehr, sehr lange bei einem Sack.

[20h29] DET 10, CIN 14. Marv Jones fängt einen starken TD. Klein-Klein der Bengals, die plötzlich führen, obwohl Detroit gefühlt eigentlich klar vorn sein sollte.

[20h21] Bei den Buccs wird schon fleißig über den Nachfolger vom quasi entlassenen HC Schiano spekuliert. Louisvilles Charlie Strong soll ein Kandidat sein. Buccs spielen am Donnerstag daheim gegen Carolina, danach gibt es 10 Tage Zeit, Schiano zu rasieren.

[20h19] Orgie an verpassten Chancen für die Detroit Lions, und dabei ist das geblockte und über viel Yards returnierte Fieldgoal noch das geringte Übel: QB Matt Stafford hatte gleich 3x im Drive weit offene Receiver auf dem Weg in die EndZone, und überwarf 3x. Johnson, Durham, Pettigrew hätten alle den TD scoren können. Optisch gewaltiges Übergewicht für Detroit, aber die Führung ist 2:18 vor der Pause nur 3 Punkte.

[20h15] Jetzt kriegen die Patriots ordentlich Übergewicht in den Meadowlands: 21-10 vier Minuten vor der Pause, beginnen den Drive an der Mittellinie. Nicht zu vergessen: Pats kriegen nach der Pause zuerst den Ball.

[20h09] Viel Einsatz von WR #18 Green bei den ersten Versuchen der Bengals, eine Offense aufzuziehen, aber gerade am Rande der FG-Reichweite begeht TE Gresham eine dumme Strafe (Berührung eines Refs), dann kriegt wieder das DT-Pärchen Suh/Fairley Zugriff auf die Offense Line der Bengals, und K Nugent nagelt aus 48yds daneben.

[20h06] NYJ 10, NE 21. Langer Puntreturn für Edelman (38yds), und dann bekommt QB Brady alle Zeit der Welt, den kurzen 28yds-Drive runterzutreiben. Kaum Zugriff der Jets-Defense.

Das Spiel ist aber noch immer spannend, weil die Jets mehrere lange Drive spielen konnten und massig 3rd-Downs verwerten. Im Prinzip ist der Unterschied dieser lange Pick-Six für Ryan vorhin.

[19h58] … und der nächste: OLB #98 Orakpo returniert eine Cutler-INT 29yds zum TD. Fünfter Return-TD in jeweils ca. 20min Spielzeit in einer Saison, in dem im Schnitt 6 Return-TDs pro Woche erzielt werden. Plus ein Safety in Carolina.

[19h55] DET 10, CIN 7. Die Verletzung Leon Halls wird genutzt, um gleich ordentlich Calvin Johnson einzusetzen: Johnson mit mittlerweile bereits 6 Anspielen, wird nahe der Goalline aber komplett von S Iloka abgeschossen. 22 Pässe in gut 20 Spielminuten für Detroit. Offense sieht phasenweise gut aus, aber zu wenig explosiv. Laufspiel kommt trotz guter Ansätze nicht wirklich in Gang. Fieldgoal als Trostpreis.

[19h44] Kaum geschrieben, nächste INT gegen Tannehill: Unterworfener Ball, S Aaron Williams kann locker abfangen. Tannehill mit einem rabenschwarzen Einstand heute.

[19h42] Schreckliches Gemurkse der Dolphins-Offense im ersten Viertel gegen Buffalo. Tannehill erst mit einer üblen INT, und danach folgt eine Latte an ungenauen Pässen & Incompletions. Buffalo führt trotz Fourth-Stringer auf QB schon 14-0.

[19h38] NYJ 7, NE 14. Trickreicher Drive der Jets, u.a. mit zwei Wildcat-Snaps für Cribbs. In der RedZone dann allerdings wird Geno Smith zu langsam in seinen „Reads“ – starrt den Receiver an, wartet lang genug, dass sich ein anderer Rookie, CB Logan Ryan, Geno ausgucken kann. Ryan springt in den Ball, returniert 89yds zum TD. Vierter Return-TD in der ersten Dreiviertelstunden heute.

[19h31] DET 7, CIN 7. Sauberer Drive für die Detroit Lions: 16 Plays, 80yds über fast 8 Minuten Spielzeit. Positiv aus Lions-Sicht:

  • Calvin Johnson sieht viel fitter aus als letzte Woche.
  • TE Fauria wird ein immer größerer Part der Offense, hatte schon einen Monstercatch.
  • Die Lions haben einigen Erfolg mit Laufspiel über die Spielfeldmitte, d.h. über DT Atkins und DT Peko.

Kollateralschaden für die Bengals aus diesem Drive: CB #29 Leon Hall (der Johnson-Bewacher) musste nach einem direkten Duell mit Johnson in der EndZone raus, griff sich erst an den Oberschenkel. Soll aber eine Achillessehnen-Verletzung sein, was sehr übel wäre.

[19h27] NYJ 7, NE 7. Gronkowski-Alarm in den Meadowlands: Zwei Catches für 12 respektive 30yds für Gronkowski im ersten Patriots-Drive in einem sehr smoothen Pats-Drive, der nur durch einen extremen Negativlauf für RB Bolden (-12yds) kurzzeitig in Gefahr war. Ansonsten bediente Brady bereits alle Receiver von Dobson über Thompkins über Gronkowski zu Edelman.

[19h21] Fast nur „underneath“-Zeugs für die San Diego Chargers gegen Jacksonville – und das reicht zum TD-Drive. Das geht sehr einfach für San Diego. SD 7, JAX 0.

[19h16] DET 0, CIN 7. 82yds-Pass für WR #18 A.J. Green bei einem Rollout-Pass von QB Andy Dalton. Green war weeeeeeeeeeiiiiiit offen, musste sekundenlang auf den zu späten Pass Daltons warten. Von hinten rauschte CB Houston heran, aber mit einer Tackling-Technik wie homophile Bohnenstangen und Green kann die restlichen Yards mühelos durchlaufen. Grober Abwehrfehler Detroits. Wiederholung zeigt: Houston in der Manndeckung; Safety bewegte sich Richtung Anspiellinie. Houston lässt sich von simplem Move verarschen und das Unheil nimmt seinen Lauf.

[19h13] NYJ 7, NE 0. Sahne-Drive für QB Geno Smith und die Jets zur Eröffnung in den Meadowlands. Vor allem der tiefe Ball von Geno Smith war schön (Superpass über 25yds für Cumberland). TD-Pass für Kerley, der bisher leichtes Spiel gegen CB Arrington hat.

[19h10] Return-TDs überall: In Miami führt sich QB Tannehill mit einem „Pick-Six“ ein. In Atlanta wird ein Mike-Glennon-Fumble zum TD returniert.

[19h08] Superstart für QB Sam Bradford in Carolina: DB Munnerlyn trägt seine Interception zum Touchdown zurück. CAR 7, STL 0.

[18h32] Liveblogging zum siebten NFL-Spieltag, mit dem ich ein sehr strenges Wochenende ausklingen lasse. Man darf es als eher unwahrscheinlich annehmen, dass ich bis 2 Uhr nachts durchhalten werde, aber schaun’mer mal. Auf alle Fälle schon mal der Verweis auf die große Vorschau von Alexander Herrmann mit allen Spielen des heutigen Tages. Und dann:

Das Hyperventilieren kann ein Ende nehmen: Rob Gronkowski steht im offiziellen Kader der Patriots bei den Jets. Ach ja, und: Calvin Johnson ist wieder fit, und soll keinerlei Beschwerden mehr verspüren.

Der General vor der Rückkehr

Die Rückkehr von Peyton Manning nach Indianapolis gibt mir die Chance, noch einmal einen Blick zu werfen auf einen der wichtigsten Sportler in der Geschichte von Indiana. Ich lebe und arbeitete seit einiger Zeit in diesem Staat, und ich erlebte noch einige Monate Peyton Manning in Diensten der Colts, aber leider nicht mehr im Dress der Colts. Denn Peyton, wie sicherlich viele wissen, musste sein letztes Jahr als „Indianapolis Colt“ mit einer Nackenverletzung aussitzen.

Viele Menschen hier sind froh, Peyton Manning noch einmal im Lucas Oil Stadium spielen zu sehen, denn das Lucas Oil Stadium ist in gewissem Sinne auch das „Haus, das Peyton baute“. Mit weniger Pathos könnte man sagen: Sein Wirken erleichterte den Bau.

Ein kurzer Rückblick in die Geschichte des Footballs in Indianapolis, einer seelenlosen Stadt, die berühmt wurde durch ihr Autorennen im nahen Speedway. Profi-Football wird dort erst seit den 1980er Jahren gespielt, als man die legendären Baltimore Colts in einer Nacht- und Nebelaktion in die Stadt locken konnte (bekannt geworden ist der Umzug unter dem Namen „Mayflower Transit“). Es folgte ein Jahrzehnt der Tristesse: Die Colts waren eines der schlechtesten Teams der Liga. Sie schafften es in den 1990er Jahren sogar mal, die ersten beiden Spieler im selben Draft auswählen zu können, und beide floppten grandios. Das größte Highlight der Indianapolis Colts waren ein paar wenige spektakuläre Playoff-Comebacks mit einem QB-Oldie namens Jim Harbaugh.

Bis 1998 Peyton Manning kam.

Mit ihm veränderte sich das Gesicht und das Image der Indianapolis Colts fast über Nacht: Nach einem schmerzvollen Einstandsjahr ging es für die Colts ab Mannings zweiter Saison nicht mehr um die Frage „können wir die Vier-Siege Marke knacken?“, nicht mehr um „wie viele Spiele landen wir hinter dem Divisionssieger“, sondern einzig und allein: Schaffen wir den Super Bowl?

Wäre man vorher mit einer Playoff-Qualifikation heilfroh gewesen, so war mit Manning mit einem Mal eine Niederlage im Conference Final eine Enttäuschung. Mit Peyton Manning waren die Colts immer und immer wieder ganz knapp vor dem Titel, und es reichte am Ende „nur“ ein einziges Mal zum großen Ring, 2007 im strömenden Regen, als das Hallenteam Indianapolis gegen die „Windy City“ Chicago Bears gewinnen konnte. Manning war am Ziel. Die Colts waren am Ziel. Indianapolis war am Ziel.

Alle rechnen Peyton Manning hoch an, was er für die Colts und den Sport in Indiana gemacht hat. Und doch habe ich in diesen Tagen vor Peytons Rückkehr zum ersten Mal das Gefühl, dass die Menschen begreifen, was sie an diesem Spieler hatten. Vielleicht auch, was sie an diesem Mann hatten.

US-Sportler taugen weitgehend nicht für eine Vorbildrolle. Peyton tat es. Peyton war vielleicht zu perfekt, zu gestriegelt, als dass man ihn jemals wirklich wie einen Volksheld verehrte. Ein Brett Favre in Wisconsin ist eine Legende, aber auch, weil Favre Fehler hatte: Ein ungehobelter Alkoholiker aus den Sümpfen von Mississippi, der wenigstens fünf Spielzeiten wegen unnötiger Interceptions weg warf. Peyton war da langweiliger: Sohn eines ehemaligen NFL-Quarterbacks Archie Manning, von klein auf zum perfekter Quarterback getrimmt. Nicht der orginellste in den Interviews. Immer perfekt vorbereitet und nie einen aufregend riskanten Wurf riskierend. Und wenn die Colts verloren, war es oft, weil der eigene Kicker daneben schoss.

Und doch mögen alle Manning, weil er Teil der Community war, weil er sich zeigte, weil er sich immer professionell zeigte, auch in der Niederlage. Er wird sehr gemocht und überall geschätzt, aber verehrt wird er nicht.

Heute kehrt Peyton zum ersten Mal als Spieler nach Indy zurück. Das letzte Mal dort spielte er im Januar 2011, als sein Team gegen die New York Jets in letzter Sekunde ein Playoff-Heimspiel verlor. 16:17 Endstand. Die 16:14 Führung hatte Manning 53 Sekunden vor dem Ende herbeigeführt. Danach hatte „ihn“ „seine“ Defense im Stich gelassen. Und alle hatten wieder gehöhnt, wie schon nach den unzähligen verlorenen Schlachten gegen den Erzfeind New England oder nach seinem „Pick Six“ im Super Bowl 2010 gegen New Orleans.

Ein Bekannter sieht darin sogar ein klein wenig Gutes: Er sagt, diese herzzerreißenden Pleiten waren zwar nicht an Peyton festzumachen, aber sie brachten Spott, und sie veranlassten, dass wie Peyton gegen den Rest der Nation verteidigen mussten. Sie einten uns und Peyton.

Acht Monate nach dem Spiel gegen die Jets war klar, dass Peyton längere Zeit wegen seiner Nackenverletzung ausfallen würde. 14 Monate nach dem Jets-Spiel war klar: Peyton musste gehen. Es gab keine offizielle Verabschiedung, nur kurz vorher einen bizarren Super Bowl ausgerechnet in Indianapolis, wo ausgerechnet sein kleiner Bruder Eli als Quarterback gegen ausgerechnet seinen Erzrivalen New England spielte. Peyton war in dieser Super Bowl Woche eigentlich ein Randthema, und doch aufgrund seiner Verdienste und seines nahen, unausweichlichen Abgangs omnipräsent. Im März wurde er entlassen, und es gab Stimmen, die froh über den Abgang des QB-Oldies waren. Der Nachfolger stand schon bereit: Andrew Luck.

Erst jetzt beginnen glaube ich viele zu schätzen, was sie an Manning wirklich hatten: Den besten Quarterback aller Zeiten. Vielleicht wird Luck auch so gut, vielleicht nicht, vielleicht wird Luck noch besser. Who knows. Auf alle Fälle kriegen die Colts-Fans heute bei Denver Broncos gegen Indianapolis Colts ein vielleicht letztes Mal Peyton Manning serviert, und ich wette, es wird ein emotionales Spiel für beide Seiten. Auf dem Feld wird Peyton keine Gnade haben, aber 14 erfolgreiche Jahre gehen nicht spurlos an den beiden Parteien vorbei.

NFL-Sonntagsvorschauer 2013, Week 7

Weil korsakoff sich rumtreibt, kommt die Vorschau auf die Spiele des siebenten Spieltages heute von mir. Das Sunday Night Game hat erwartungsgemäß alle Schlagzeilen dominiert, aber auch vorher wird schon gespielt. Im Fernseher kann man die folgenden Spiele sehen:

  • 19h00  Philadelphia – Dallas
  • 19h00  Detroit – Cincinnati (*)
  • 22h25  Kansas City – Houston
  • 22h25  Green Bay – Cleveland (*)
  • 02h25  Indianapolis – Denver

alles auf Sport1US. PULS 4 überträgt ab 22h30 das Spiel Green Bay Packers vs. Cleveland Browns. Im Internet sieht man alle Spiele mit dem Game Pass. Den kann man auch ausprobieren: das Free-Game im Gamepass ist Atlanta Falcons – Tampa Bay Buccaneers.

Die 19.00-Uhr-Spiele

Mit dem GamePass könnte man zum Beispiel San Diego Chargers (3-3) in Jacksonville (0-6) gucken. Muß man aber nicht. Man könnte stattdessen Buffalo (2-4) in Miami (3-2) versuchen. Ich bin ein großer Fan der Bills-D. Diese vereint unter der Aufsicht von Mike Pettine viel individuelles Talent (Williams & Williams, Dareus, Byrd, Gilmore) mit einem komplexen System, das Pettine als rechte Hand Rex Ryans bei den Jets mitentwickelt hat. Ein guter Gegner, um zu sehen, ob Miamis Quarterback Ryan Tannehill wirklich „for real“ ist. In den letzten Wochen sah er meistens so aus. Auf der anderen Seite ist E.J. Manuel noch ausgeknockt mit kaputtem Knie und so wird Thad Lewis zu seinem zweiten Start kommen. Lewis hat bei Duke unter QB-Guru David Cutcliffe gelernt, auf den auch Peyton Manning schwört. Nur hatte es wahrscheinlich auch Gründe, daß Lewis nicht gedraftet wurde und es wird eine bärenstarke Leistung der Defense brauchen, um Miami zu schlagen.

Auch gucken könnte man das andere Divisionsduell der AFC East. Die New England Patriots (5-1) fahren in die Meadowlands zu den New York Jets (3-3). Ja, 3-3 stimmt wirklich. Niemand hat vor der Saison irgendwas auf Gang Green gegeben, aber wie immer mit Rex Ryan kann man auf eine furchteinfößende Verteidigung bauen. Die wird es schwerer haben als im Hinspiel in Woche 2, denn Robert Gronkowski wird das erste Mal in dieser Spielzeit zum Einsatz kommen. Außerdem ist Antonio Cromartie angeschlagen.

Die einzige Niederlage holten sich die Pats bei den Cincinnati Bengals (4-2) ab, die um 19.00 bei den Detroit Lions (4-2) antreten. Die Bengals hatten bereits einige komische Schwächephasen in ihren bisherigen Spielen, haben aber eben auch gegen New England und die Packers gewonnen. Vieles hängt an QB Andy Dalton, der sich scheinbar nicht weiterentwickelt hat. Schön anzusehen ist bei Cincy neben A.J., Green und der Defensive Line vor allem Rookie RB Gio Bernard. Das schönste direkte Duell dürfte wohl Calvin Johnson vs Leon Hall werden; das entscheidende wahrscheinlich RB Reggie Bush und TE Joseph Fauria gegen LBs Vontaz Burfict und Ray Maualuga. Wenn diese beiden Schildkrötoen im Decken des prototypischen space players und des riesigen Tight Ends nicht über sich hinauswachsen, wird der ehemalige Heisman Trophy Gewinner jeden dritten Versuch in neuen ersten verwandeln und UDFA Fauria wieder einige TDs fangen.

Weil ja irgendwer die NFC East gewinnen muß, spielen die Dallas Cowboys (3-3) und die Philadelphia Eagles (3-3) direkt gegeneinander. So ist sichergestellt, daß wenigstens eine Mannschaft der Division eine positive Bilanz hat. Während die vorigen drei Partien alle mit guten bis starken Verteidigungsreihen glänzen, sollte dieser Klassiker ein zu einem wilden shootout werden. Dez Bryant für 200 Yards, Tony Romo wieder für 500, Jason Witten mit 3 TDs?  Warum nicht! Da bei den Cowboys außer Jason Hatcher die gesamte D-Line verletzt ist, sollten auch die Eagles genügend Platz für ihr gefürchtetes Laufspiel bekommen. QB Nick Foles wird wieder starten, nachdem er in den letzten anderthalb Spielen ganz anständig aussah und Michael Vick weiterhin an Muskelproblemen laboriert.

Da auch die anderen Mannschaften so schlechte Bilanzen haben, sind die Washington Redskins (1-4) noch lange nicht raus aus dem Rennen. Heute bekommen sie Besuch von den Chicago Bears (4-2). Die beiden großen Bären Brandon Marshall und Alshon Jeffery sind viel zu viel für Washingtons gurkige secondary. Da braucht es schon eine erstklassige Leistung von Robert Griffin. Chicago hat auch keine besonders gute D, es könnte auch hier in Punktefestival geben – wenn Griffin es mal schafft, ohne Turnovers auszukommen.

Die NFC South dürften die New Orleans Saints (5-1, bye week) spätestens mit den Verletzungen von Julio Jones und Roddy White eingetütet haben. Die Atlanta Falcons (1-4) empfangen die Tampa Bay Buccaneers (0-5) zum Krisengipfel. Neben White und Jones fehlen auch RB Steven Jackson und LT Sam Baker. Tampas einzigartiger Coach Greg Schiano läßt wieder Rookie Mike Glennon starten gegen eine Verteidigung der Falcons, die fast so viele Verletzte hat wie die Offense. Tampa hat drei der Spiele nur mit drei oder weniger Punkten Unterschied verloren; sie haben Darelle Revis, der gar nicht weiß, wen er jetzt verteidigen soll (Tony Gonzalez?); und Doug Martin sollte jede Menge rushing yards gutmachen können – Vorteil Bucs.

Auch die Carolina Panthers (2-3) werden den Saints nicht mehr gefährlich werden. Dafür ist die Offense zu schlecht. Cam Newton bekommt keine Konstanz in sein Spiel, er hat keine guten WRs und sogar Steve Smith hat in den letzten Wochen geschwächelt. Dafür reißt die Verteidigung alles raus. Die Schwachstelle ist ganz klar das Defensive Backfield, aber Sam Bradford wirft ja zum Glück keine Pässe über mehr als 10 Yards. Die St Louis Rams (3-3) leben ebenfalls von ihrer Defense, die auch gegen Carolina gut aussehen sollte. Enges Spiel, aber falls Ron Rivera weiterhin vom 4th-Down-Monster besessen ist, gewinnen natürlich die Panthers.

Die 22.05/22.25-Uhr-Spiele

Zwei der späten Spiele sind so seltsame Interconference Games: San Francisco (4-2) in Tennessee (3-3) und Cleveland (3-3) in Green Bay (3-2). Die Packers haben so viele Verletzte, daß sie im schlimmsten Falle nicht mal die 46 Spieler zusammenbekommen, die sie maximal einsetzen dürften. Unter anderem fehlen die WRs James Jones und Randall Cobb, die LBs Clay Matthews, Nick Perry und Brad Jones. Upset alert, auch mit Brandon Weeden als starter.

Trap game alert gibts es im Arrowhead Stadium, wo Eintracht Langeweile (6-0) die Houston Texans (2-4) empfängt. Die Offense um Alex Smith hat letzte Woche gegen Oakland nur 17 Punkte gemacht. Überlagert wird die offensive Langeweile von der Defense, die bis jetzt schon absurde 31 Sacks und 18 Turnovers für sich verbuchen konnte. Wenn Houstons Angriff um Case Keenum, der seinen ersten Start machen wird, ohne Ballverluste auskommt, wird das ein Spiel mit wenigen Punkten und knapp bis zum Schluß. Die Texans haben schließlich immer noch J.J. Watt und überhaupt eine Defense, die in dieser Saison noch nie mehr als 300 Yards zugelassen hat.

Zu guter letzt noch ein Klassiker: Baltimore Ravens (3-3) im Heinz Field zu Pittsburgh (1-4). Beide Mannschaften haben sich immer noch nicht gefunden und zeigen sich sehr launisch von Woche zu Woche. Zumindest bei Pittsburgh ist ein Aufwärtstrend erkennbar, während man Baltimore nie sicher sein kann, was man am Sonntag bekommt. Nichtsdestotrotz: noch sind beide Teams nicht so schlecht, als daß man die beste rivalry der letzten Jahre verschmähen sollte.

Das Sunday Night Game

Denver Broncos (6-0) zu Gast bei den Indianapolis Colts (4-2). Dazu ist im Grunde schon alles geschrieben worden (außer das, was heute später noch von seminole kommt). Die storylines: Peyton kommt zurück nach Hause; kann Denvers Offense weiterhin auf Rekordniveau spielen?; Von Miller kehrt zurück; Andrew Luck und der Druck im Duell der Generationen; wie überbewertet ist Indys-D?; kann Trent Richardson für 100 Yards laufen?; und vor allem und wieder PeytonPeytonPeytonPeytonPeytonPeytonPeytonPeytonPeytonPeytonPeytonPeytonPeytonPeytonPeytonPeytonPeytonPeyton. Manchmal kann zu viel media coverage einem so ein Spiel auch vergraueln. Aber es sollte natürlich ein großartiges Spiel werden und gilt völlig zu Recht als eines der Highlights dieser regular season. Viel Spaß!