Sport-Abend live: Clasico aus Barcelona und College-Football aus Amerika

Zur Vorschau

  • Oregon-UCLA.
  • Mizzou-South Carolina.
  • Kansas-Baylor.
  • Oregon State-Stanford.

[22h27] 5 in 5.

[22h11] Seufz. Turnover NC State, vierter Noles-TD im vierten Drive. 28 zu null. Noch keine neun Minuten gespielt.

[22h04] Dritter Drive, dritter TD: FSU 21, NC State 0. Das geht aber auch sehr einfach für die Ballträger, die untouched immer 10-12yds laufen können. Die ESPN-Kommentatoren appellieren schon an den Stolz bei NC State „you’re calling yourself the Wolfpack, and there’s not only a Wolf, but you have to be also a Pack!“

Partie darf schon nach noch nichtmal acht Spielminuten als entschieden gelten.

[21h52] Zwei Drives, zwei Touchdowns: Florida State lässt hier keine Zweifel ob etwaiger Nachlässigkeiten. Erst RB #9 Karlos Williams, nun QB Winston per 39yds-Pass für WR Kelvin Benjamin. Florida State 14, NC State 0.

[21h38] Zu Bobby Bowden hat Seminole vor drei Jahren mal eine Hommage geschrieben: Alles Gute, Bobby Bowden

Bowden war der, der ab den 70er Jahren eine der mächtigsten Football-Programme aus dem quasi Nichts aufbaute. Persönlich erinnere ich mich leider nur mehr an die späten Jahre, als Bobby ein greiser Headcoach war, der sich auf der PK nicht mehr an die Namen seiner Co-Trainer erinnern konnte.

[21h30] Ab 21h30 gibt es im ESPN-Player durchaus beachtenswerten Football aus der ACC:

  • #2 FSU-NC State: Winston-Watch, und die Frage nach der mentalen Fitness der Noles, die letztes Jahr das Spiel gegen NC State abschenkten. Außerdem wird ziemlich Wirbel um Coach-Legende Bobby Bowden gemacht, der heute erstmals seit seinem offiziell mit „Rücktritt“ umschriebenen Abgang Anfang 2010 im Stadion ist.
  • Maryland-#9 Clemson: Die letzten Opfer der Noles. Wie ist Clemson nach dem Debakel letzte Woche drauf?
  • #14 Virginia Tech-Duke: Die Hokies sind was für Defensiv-Liebhaber. Die Hokie-Offense um QB Cam Thomas schmeißt ihr Talent nur allzu gern weg, aber die Defense gehört zu den fünf besten im Lande. Duke ist längst kein Bombengegner, aber mit 5-2 immerhin nur noch einen Sieg von der Bowl-Season entfernt.
  • UNC-Boston College: UNC ist schwach in die Saison gekommen, aber letzte Woche fast ein Upset über Miami/FL. Boston College wurde vor wenigen Wochen von FSU zumindest nicht abgeschossen.

[21h28] Interception der Canes-Defense (Ball war einen Wake-Receiver durch die Hände gefluscht), und damit erneut knapper Sieg der Canes, die ungeschlagen bleiben, und sich mittlerweile ganz schön durch die Saison lavieren: Turnoverunterstützte Siege über Florida und UNC, und heute erneut ein extrem knapper Heimsieg über den krassen Außenseiter Wake.

Zeitgleich walzt sich Minnesotas QB Phil Nelson 48sek vor Ende in die EndZone. die Gophers führen 34-23 gegen #24 Nebraska – Huskers sind ohne Timeout, und werden dieses Spiel fast sicher verlieren. Durchaus beachtenswertes Upset gegen von allen vor der Saison hoch eingeschätzte Nebraska Cornhuskers (zweite Saisonpleite).

[21h23] Miami/FL 24, Wake Forest 21/Q4 0:53. Massiver, physischer Drive der Canes, die Wake schlicht und einfach überpowerten. Sogar QB Stephen Morris bekam mal einen gescheiten Pass zustande. Ein eigentlich regulärer TD für RB #8 Duke Johnson wird aus unerfindlichen Gründen von den Refs selbst nach einem eigentlich eindeutigen Video-Review nicht gegeben. Im nächsten Play scort Johnson dann wirklich.

Duke nun mit 1 Timeout + dem Wind im Rücken.

[21h05] Miami/FL 17, Wake Forest 21/Q4: Dramatische Schlussphase: Wake mit einem 4th Down in der eigenen Platzhälfte, spielt aus, dann QB Tanner Price für den rechts freien WR #14 Gibson, der zum TD durchläuft! 4:02 zu spielen, der Drive war 6 Plays, 75yds, 1:34min verbraucht. Die Canes kommen damit in Nöte.

[20h55] Miami/FL 17, Wake Forest 14/Q4. Es ist ein Gemurkse, aber dann bringt Miami doch einmal einen längeren Drive zustande: 8 Plays, 51 hart erarbeitete Yards. Als Arbeitstier wird nun vor allem der Speedster RB #8 Duke Johnson eingesetzt. Johnson verwertet dann auch zum TD.

[19h58] #7 Miami/FL plagt sich übelst gegen Wake: 10-14 Rückstand im dritten Viertel. QB Stephen Morris mit schwachen Offense-Stats (9/15 für 96yds Passing).

[19h54] Endstand Barcelona 2, Real Madrid 1. Verdienter, aber etwas glücklicher Sieg für Barcelona. Real Madrid sammelt bei mir aber nach dem fürchterlichen Auftritt gegen Juve Pluspunkte, und bot eine richtig gute zweite Halbzeit, in der man mit etwas Glück bei einer Elfmeterentscheidung (Schubser gegen Ronaldo) sowie einem Lattenschuss und mehreren knappen Situationen durchaus hätte den zwischenzeitlichen Ausgleich machen können. So entschied letztlich ein „Tor des Monats“ für Alexis ein letztlich von beiden Seiten intensiv und fair (kaum Diskussionen am Platz) geführtes Spiel.

[19h49] Barcelona 2, Madrid 1/91te Jese. Ballgewinn Pepe am eigenen Sechzehner, der sofort nach vorn für Ronaldo spielt, dessen Querpass von Jese völlig freistehend verwertet wird. Schöner Konter gegen eine erstaunlich aufgerückte Barca-Mannschaft.

[19h44] 86te, erneut wird auf der rechten Abwehrseite ein Spieler frei gespielt: #6 Khedira scheitert nach Ronaldo-Zuspiel an Valdes. Drittes oder viertes Mal, dass zwischen Alves und Pique so viel Raum von einem Madrilenen genutzt wurde.

[19h42] 82te, #22 Dani Alves macht Ronaldo nass, schießt aber aus spitzem Winkel den Tormann Lopez an. Dann wird #11 Neymar gegen #7 Pedro Rodriguez ausgewechselt.

[19h38] Barcelona 2, Madrid 0/78te Alexis Sanchez. Ballgewinn Barca, Neymar sofort mit dem Pass in die Tiefe. #9 Sanchez gewinnt das Laufduell mit #3 Pepe und überlupft Torwart Lopez in einem sehenswerten Treffer.

[19h33] 76te, Letzter Wechsel Ancelottis in einem mittlerweile großartigen Spiel: #22 Di Maria raus, #20 Jese rein. Bei Barcelona kommt #17 Song für den starken #8 Iniesta.

[19h30] Mittlerweile ist Barcas Führung glücklich. 72te, Pass in den Strafraum, #14 Mascherano mit einem Schubser gegen Ronaldo, aber der Ref gibt den Elfmeter nicht.

Mit der Wut im Bauch zieht #9 Benzema eine halbe Minute später aus 22m ab und der Ball schlägt nach atemberaubender Flugkurve am Lattenkreuz ein.

[19h27] Madrid gewinnt immer mehr Übergewicht. In der 64ten hatte #22 Di Maria den Ausgleich auf dem Fuß, aber der überraschte Di Maria mit einer schlechten Ballannahme.

Barcelona wechselt in der 70ten Stürmer (!) #9 Alexis Sanchez gegen #4 Fabregas ein.

[19h18] Nächster Tausch bei Madrid: Der enttäuschende #11 Bale runter für #9 Benzema, der unter einer schweren Torkrise leiden soll und vorerst auswärts besser eingesetzt wie zuhause: Am Mittwoch wurde Benzema im Bernabeu 90min konstant ausgepfiffen.

[19h15] Spiel gewinnt an Drive: 58te, Balleroberung Modric, der sofort tief spielt. Ronaldo zieht sofort ab und zwingt Valdes zu einer sensationellen Parade.

[19h13] Der gelb-belastete #4 Ramos muss in der 56ten runter für #24 Illaramendi.

[19h10] Sehr intensiver Beginn der zweiten Halbzeit in Barcelona – von beiden. Madrid kommt nach einer wunnderbaren Kombination über Ronaldo und Khedira zu einer ersten Chance, aber im Gegenzug schnürt dann wieder Barca Madrid für Minuten hinten rein. Dann langer Ball Mascherano für Neymar, nimmt volley aus 8m, und Lopez wehrt ab.

[18h58] USF 3, Louisville 17/Q2. 69yds-Pass von Bridgewater für einen zirka 20m allein stehenden WR Christian. Kompletter Breakdown einer USF-Defense, bei der durchaus Spieler mit Kredenzien spielen: S Aaron Lynch zum Beispiel – vor zwei Jahren massivst gehypt und kurz davor, bei FSU einzuschreiben. Lynch ging dann nach Notre Dame, fühlte sich aber nicht wohl und gurkt nun in einer anscheinend richtig schwachen USF-Defense herum.

[18h51] USF 3, Louisville 10/Q2. Louisville spielt den zweiten langen Drive nicht ganz zu Ende, weil man von der 1yds Line lieber das Fieldgoal nimmt. QB Bridgewater mit einer bisher souveränen Vorstellung, kann immer wieder die sicheren kurzen Optionen nehmen. USF dagegen noch sehr bruchstückhaft in der Offense.

[18h49] Halbzeit Barcelona 1, Madrid 0. Barcelona ist die bessere Mannschaft, drängt Real Madrid immer wieder weit zurück, aber Madrid erholte sich nach rund 20-25 Minuten aus der Umklammerung. Es gibt immer wieder die Momente, in denen Madrid gefährlich aussieht, immer, wenn sie auf den Flügeln schnell ins „vertikale Spiel“ kommen.

[18h43] Ronaldo tankt sich links durch, Flanke und 5m vor dem Tor kommt #6 Khedira an den Ball, aber Valdez kriegt den Ball. Khedira reklamiert wie wild ein Handspiel.

[18h37] Die einzigen Momente, in denen Madrid den Ball in den gegnerischen Strafraum bringt, sind lange Freistöße. Diesmal nach einem ungestümen Foul von #21 Adriano gegen #7 Ronaldo.

[18h27] Direkt nach dem 1:0 hatte Messi viel Platz auf der rechten Seiten, stürmte runter, aber verzog um gut 1m.

Danach erste Lebenszeichen von Real Madrid, die aber ungleich hölzern in ihren Passversuchen aussehen. Vor allem das zentrale Mittelfeld kriegt noch keinen Zugriff: Khedira mit einer sehr insouveränen Leistung, sein Nebenmann Ramos schon mit einer gelben Karte belastet.

[18h20] Barcelona 1, Madrid 0/18te Neymar. Neymar wird perfekt vom „downfield“ sprintenden Iniesta halblinke im Strafraum freigespielt, zieht schnell ab und der abgefälschte Ball schlägt rechts unten ein. Keine Chance für Lopez.

[19h12] Zehn Minuten gespielt in Barcelona. Real Madrid ist sehr abwartend eingestellt, darauf bedacht, angesprochene Lücke zwischen Abwehr und zentralem Mittelfeld so klein wie möglich zu halten; daher trabt sogar Cristiano Ronaldo in eigener Strafraumnähe herum.

Barca tritt schon sehr dominant auf, aber bislang ist Messi am rechten Flügel komplett isoliert.

[17h56] Die Aufstellungen in Barcelona:

Barcelona: Valdes, Alves, Pique, Mascherano, Adriano, Xavi, Busquets, Iniesta, Messi, Cesc, Neymar.

Real Madrid: Diego Lopez, Carvajal, Varane, Pepe, Marcelo, Ramos, Khedira, Modric, Bale, Di Maria, Ronaldo.

[17h40] Mal wieder ein Sportabend am Samstag. Ab 18h habe ich neben College-Football noch eine Fußball-Alternative anzubieten: Spanische Liga, Barcelona vs Real Madrid auf Laola1.tv, einer von gefühlt dutzenden Clasicos jedes Jahr. Barcelona habe ich dieses Jahr unter dem neuen Coach Gerardo Martino noch nicht gesehen. Der neue Stürmer #11 Neymar soll sich recht gut eingeführt, aber noch nichts Revolutionäres im Spielsystem von Barca bewirkt haben. Neymar spielt zwar meist von Anfang an und soll ein exzellenter „Role-Player“ sein, aber die Barca-Maschinerie läuft weiterhin wie gehabt – was nicht per se ein schlechtes Zeichen ist.

Real Madrid habe ich am Mittwoch gegen Juve in der Champions League gesehen. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass man schon dieses heutige Spiel im Kopf gehabt hat, aber das war unterirdisch von beiden Teams dort. Madrid mit einer merkwürdigen Aufstellung im Mittelfeld, das größtenteils keinen Zugriff auf das Spiel bekam und nur rausgerissen wurde, weil Juve sich in verheerendem Zustand präsentierte. Vor allem #24 Illaramendi wirkte komplett „out of sync“ mit dem Rest der Mannschaft, trabte oft am Platz herum ohne zu wissen, welche Rolle er denn nun einnehmen sollte. Da waren #19 Modric und #6 Khedira schon besser, aber so richtig eingespielt kam Madrid noch nicht daher, und wenn die Abstände zwischen Real-Abwehr und dem Mittelfeld heute erneut so eklatant sind, wird Barca heute eine Handvoll Treffer einschenken.

Ein potenzieller Knackpunkt für Barca: Sie müssen schießen. Beide Torhüter-Option von Madrid sind unterdurchschnittlich; Casillas merkte man am Mittwoch deutliche Verunsicherung an. Heute soll wieder Diego Lopez im Kasten sein. Das war auch nicht immer der sicherste Kandidat…

Zum College-Football: #20 Louisville muss ab 18h nach Tampa zu den USF Bulls. USF kam unter dem neuen Headcoach Willie Taggert (kam von Western Kentucky) so schlecht in die Saison, dass nach den ersten vier Spielen schon Rufe nach einer Entlassung Taggerts laut wurden. Seither: Zwei Conference-Spiele, zwei Siege, und Taggert ist etwas aus der Schusslinie. Allerdings kamen die beiden Siege gegen Cincinnati und UConn ohne Touchdown der Offense zustande. Es gibt viele Verletzte bei USF, und das Positivste, was man über diese Jungs zu berichten weiß, ist der ungebrochene Kampfgeist; im Gegensatz zu den Buccs aus der NFL gibt dieses Team aus Tampa trotz eindeutiger Probleme nicht auf. Louisville muss sich von der Enttäuschung gegen UCF inklusive Ende der BCS-Titelträume erholen und wenn möglich einen hohen Sieg einfahren.

Preview für die Hauptspiele habe ich schon am Vormittag geschrieben.

College Football, Week 9 Preview

Das erste große Favoritenstolpern war letzte Woche. Dieses Mal sehen die Ansetzungen wie folgt aus (Ranking-Positionen ab sofort dem BCS-Ranking entnommen):

18h       South Florida - #20 Louisville
21h30     Maryland - #9 Clemson
01h       #3 Oregon - #12 UCLA
03h30 (*) #25 Oregon State - #6 Stanford

(*) Achtung: Heute Nacht wird in Europa die Uhr auf Winterzeit umgestellt; die Amerikaner sind damit eine Woche später dran, also werden alle Partien, die ab 3h (Sommerzeit) angepfiffen werden, für eine Woche nur mit 5h Zeitdifferenz in Europa gezeigt.

Potenzielle ESPN-Player Kandidaten wären:

  • 18h: #23 Central Florida-UConn, #7 Miami/FL-Wake Forest, Akron-Ball State, #16 Texas A&M-Vanderbilt, Minnesota – #24 Nebraska, South Florida-#20 Louisville, Rutgers-Houston
  • 18h30: Virginia-Georgia Tech
  • 20h: Ohio-Miami/OH
  • 20h30: Bowling Green-Toledo
  • 21h: Massachussetts-Western Michigan, SMU-Temple
  • 21h30: UNC-Boston College, Kent State-Buffalo, #18 Northern Illinois-Eastern Michigan, Maryland-#9 Clemson, #14 Virginia Tech-Duke, #2 Florida State-NC State, Illinois-Michigan State
  • 22h: Western Kentucky-Troy
  • 0h: Nevada-UNLV
  • 1h: #3 Oregon-#12 UCLA, #5 Missouri-#21 South Carolina, Kansas-Baylor, ULM-Georgia State, Texas State-South Alabama, LSU-Furman
  • 1h30: Ole Miss-Idaho, #11 Auburn-Florida Atlantic
  • 2h: #4 Ohio State-Penn State, New Mexico State-ACU

Vorsicht, der nachfolgende Block ist schon in MEZ (also Winterzeit!) angegeben:

  • 3h30: #25 Oregon State-#6 Stanford, San Diego State-Fresno State

Um 21h30 und offiziell in Europa nicht bekömmlich: #1 Alabama gegen die Tennessee Volunteers. Letztere beenden damit ihre Wochen der Wahrheit mit Gegnern wie Oregon, Georgia oder South Carolina im Schedule. Alabama ist haushoch favorisiert.

Um mal einen Blick auf ein paar “neue” Teams zu richten, ein bissl genauere Einführung in die Nachtspiele.

#3 Oregon Ducks – #12 UCLA Bruins

1h

Das 1h-Spiel bei SPORT1 US ist #3 Oregon Ducks (7-0) gegen die #12 UCLA Bruins (6-1) aus der Pac-12 Conference. Ich möchte nicht behaupten, dass Oregon dieses Jahr auf diesem Blog unter dem Radar fliegt, aber gemessen an anderen Jahren, yup, war ich vielleicht etwas weniger Oregon-lastig. Das liegt daran, dass ich die Ducks in der post-Kelly Ära noch nicht oft gesehen habe.

Dabei scheint der Übergang von Chip auf den neuen Head Coach Mark Helfrich recht reibungslos von statten gegangen zu sein: Die Offense hat noch immer dasselbe Gesicht, ist höchstens eine Spur „zentrierter“ geworden. Etwas wortreicher soll das heißen, dass der Angriff QB-lastiger geworden ist, auf Marcus Mariota, den hawaiianischen Wurfkünstler, der schon letztes Jahr massiv aufgeigte und heuer in seinem zweiten Jahr als Starter Heisman-artige Stats auf den Boden bringt. Mariota soll dem Vernehmen nach auch schon in der NFL Interesse geweckt haben. NFL-kompatibel ist auch der Quarterback beim Gegner: Brett Hundley, ein Jungspund, der allerdings auch schon das dritte Jahr aus der Highschool ist und bei Lust und Laune auch 2014 in die NFL gehen könnte.

#5 Missouri Tigers – #21 Couth Carolina Gamecocks

1h

Parallel dazu dürfte es im ESPN-Player #5 Missouri Tigers (7-0) gegen #21 South Carolina Gamecocks (5-2) zu sehen geben (Kickoffzeit 1h MESZ). South Carolina ist auf diesem Blog mittlerweile ein alter Bekannter, einer konstanten, sehr ordentlichen sportlichen Leistung und Charakterköpfen wie Head Coach Steve Spurrier, (ex-)QB Stephen Garcia oder Spielern wie Jeffery, Lattimore oder Clowney sei Dank. Wenige Teams boten in den letzten Jahren bessere Gelegenheit, über sie zu schreiben.

Anders Mizzou, das zwar auch seine Geschichte geboten hätte, z.B. dank Conference-Wechsel von der Big 12 in die SEC, aber: Mizzou umgibt ein bissl das Image der grauen Maus, bei der man schon letztes Jahr nicht ganz kapierte, warum die SEC ausgerechnet sie als 14tes Team einladen wollte. Der letzte Fetzen Sexyness geht der University of Missouri auf alle Fälle ab, und ich gebe zu, mir geht es nicht anders: Im Sommer überlegte ich Uni für Uni im College-Football Countdown, ob ich ihr einen Blogeintrag spendieren wollte; bei Mizzou fiel die Antwort negativ aus.

Vor einigen Wochen entdeckte ich im Simple Ranking System die Tigers ganz weit oben; es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Außenseiter in den ersten Wochen in einem SRS nach oben gespült wird, aber Mizzou blieb nicht nur oben; Mizzou verbesserte sich jede Woche. Vor zwei Wochen wurde schließlich trotz Verletzung von QB James Franklin der BCS-Contender Georgia auswärts geschlagen und ein damit ein fettes Ausrufezeichen gesetzt. Letzte Woche würgte Mizzou die Florida Gators komplett ab; Georgia und Florida, die beiden Topfavoriten der SEC-East 2013, wurden von den großteils ohne Starting-QB und ohne besten CB E.J. Gaines spielenden Missouri Tigers mit insgesamt 34 Punkten geschlagen!

Die Tigers hatten im Laufe der letzten Jahre immer wieder Superspieler im Kader; Head Coach Gary Pinkel gilt auch als relativ guter Recruiter, der die Midlands entlang des Mississippi nach Rohdiamanten abgrast und immer wieder eine Granate aus dem Ärmel schüttelt. Seit Mizzou 2007 um ein Haar ins BCS-Title Game eingezogen wäre, spielten Granaten wie Aldon Smith, Brad Smith (der Wildcat-Smith der Jets und Bills, ein sagenhafter College-QB), Sean Weatherspoon, Ziggy Hood, Sheldon Richardson oder Blaine Gabbert (vergiss dabei mal seine NFL-Entwicklung) an dieser Uni.

Diesmal ist der Skill Player-Corp die bestbesetzte Uni. WR #15 Dorial Green-Beckham war in der Recruiting-Saison 2011/12 der am höchsten bewertete Highschool-Footballer landesweit. Seiner Pressekonferenz zur Verkündung der glücklichen Uni spendierte ich einst einen eigenen kurzen Blogeintrag. In den eineinhalb Spielzeiten seither entwickelte sich „DGB“ gut, aber nicht überragend; andere Leute im WR-Corp gelten als noch besser.

QB bei Mizzou ist seit einigen Jahren der etwas blässliche James Franklin Quarterback; nach dessen Verletzung wurde einfach der nächste Scrambler eingewechselt, Maty Mauk, eine komplette Unbekannte, und Mauk lieferte seither sensationelle Performances gegen die Abwehrbollwerke von Georgia und Florida ab. Pinkel hat da eine großartig besetzte Offense beisammen.

Wie wird sie gegen die nicht minder großartige Gamecocks-Defense aussehen? Wie wird die Offense gegen den ultimativen gegnerischen DE #7 Jadeveon Clowney eingestellt werden? Haut Pinkel die Eier, mehr als eine Handvoll Plays über Clowneys Seite laufen zu lassen, oder folgt er der Blaupause anderer Coaches, die schlicht und einfach die Mehrzahl der Plays in die Clowney-freie Zone ansagten?

Kansas Jayhawks – #8 Baylor Bears

1h

Bei Kansas Jayhawks gegen #8 Baylor Bears (auch 1h MESZ) gibt es die letzte Chance für Baylor, sich gegen einen „eineinhalbt-klassigen“ Gegner einzuspielen auf die höheren Aufgaben aus der Big 12 Conference, die im November in Form von Oklahoma, Texas, Texas Tech oder TCU kommen werden. Wenn Baylor Bears 6-0 sind, ist man immer gerne skeptisch und schielt verstohlen auf den Schedule, und man sieht dann für dieses Jahr noch keinen echten ernst zu nehmenden Gegner.

Aber, meien Herren: Was die Jungs von Head Coach Art Briles da an Offense-Zahlen auf das Parkett zaubern, habe ich in den letzten Jahren noch nichtmal von Oregon, Oklahoma State oder West Virginia gesehen; das ist selbst gemessen für diesen Schedule nichts anderes als atemberaubend. Dass Baylor die krasseste Spread-Offense ever spielt, habe ich schon im Sommer geschrieben. Dass Baylor aber in einer Beständigkeit das Yardage-Duell mit roundabout 700 zu 150 Yards Offense gewinnt: Alle Achtung.

#25 Oregon State Beavers – #6 Stanford Cardinal

3h30 (Winterzeit!)

Ab 4h15 gibt es noch ein wichtiges Divisionsduell aus der Pac-12 Conference: #25 Oregon State Beavers gegen #7 Stanford Cardinal. Oregon State kam mit einer Pleite gegen ein FCS-Team (Eastern Washington?) desaströs in die Saison, aber seither sind die Jungs von HC Mike Riley durchaus beachtlich in Fahrt gekommen. Stanford auf der anderen Seite muss nach der Pleite bei Utah vor zwei Wochen unbedingt eine weitere Niederlage vermeiden, um sich die Chance zu erhalten, im November die Oregon Ducks eventuell doch noch per Auswärtssieg abzufangen.