NFL-Spieltag 8 live: Raiders-Steelers und Broncos-RG3

[00h40] Nachher beim Sunday Night Game (ab 1h30) wird Green Bay mit CB Casey Hayward auflaufen, der wieder fit ist.

[00h37] Denver wird dann auch einen Blowout gewinnen, der mit einem Ergebnis roundabout 45-21 noch nichtmal die Kräfteverhältnisse adäquat widerspiegelt. Redskins-Defense ist eine Katastrophe. Redskins-Offense war es heute über weite Strecken auch. Aber man konnte sich zweieinhalb Viertel mit guter Feldposition sowie Turnovers beim Gegner halbwegs im Spiel halten.

[00h33] Endstand Oakland Raiders 21, Pittsburgh Steelers 18.

Over. Katastrophales Zeit- und Auszeiten-Management der Steelers in diesem Spiel. Pittsburgh damit bei 2-5 Siegen nach einem Spiel, in dem sie sich selbst geschlagen haben mit verschossenen Fieldgoals, Apathie und richtig schlampigem Offensivspiel. Überraschenderweise sind die Raiders damit wohl in der besseren Playoff-Position als Pittsburgh dieses Jahr. In der AFC sollten 9-7 Siege reichen, vielleicht 8-8.

[00h32] 18sek für die Steelers, Start von der eigenen 2yds Line.

[00h25] Raiders erobern den Ball beim Onside-Kick. Wenn kein Raider eine Strafe oder Turnover begeht oder aus dem Spielfeld trabt, kriegen die Steelers maximal 25-28sek.

[00h22] Oakland 21, Pittsburgh 18/Q4 1:24. Eine Roethlisberger-INT wird wegen Defensive-Holding zurückgepfiffen. RB Bell wuchtet sich in Folge des Geschenks in die EndZone, und die 2pts-Conversion macht #88 Emmanuel Sanders mit einer großartigen Improvisation aus einem Broken-Play.

Jetzt natürlich: Wie sehr schmerzt das völlig überflüssig verbrannte Timeout? Extrem, wenn die Steelers den Onside-Kick nicht kriegen.

[00h20] 1:43 vor Schluss, mitten in einem „Eagles-Superbowl-2004-Gedächtnisdrive“ nimmt Roethlisberger ein Timeout! Ein Timeout ist in dieser Situation ca. 40sek wert, und damit um Welten mehr als die 5yds delay-of-game Strafe.

[00h17] Manning bringt in Denver mit einer Interception (für Pugh) nochmal etwas Buzz rein.

[00h13] Den Comeback-Versuch der Steelers kann man wohl als „stresslos“ bezeichnen.

[00h06] CB #23 Tracy Porter schnappt sich einen Brown-Drop zur Interception in Oakland. Seuche geht weiter. Steelers werden das Ding mit hoher Wahrscheinlichkeit verlieren, da 10-21 Rückstand mit 6:42 to go.

[00h01] Denver 31, Washington 21/Q4 14:19. Das viele Herumschieben von OLB Von Miller zahlt sich langsam aus für die Broncos: Miller provoziert einen Fumble, den die Broncos aber nicht zum TD verwerten können, weil diesmal wieder John Fox das PlayCalling zur Chefsache macht und von der 1yds Line ein 19yds-FG kicken lässt. Führung zumindest auf zwei Scores ausgebaut, wie man so schön sagt (obwohl going for it lt. 4th-Down Calculator eine glasklare Sache ist).

[23h55] Denver 28, Washington 21/Q4 14:19. Und das ging schneller als gedacht: 35yds-Pass für Moreno, der aus einem 2yds-Checkdown die Lücken nutzend den Slalom-TD macht. Denvers Comeback ging letztlich sogar noch einfacher als nach dem 7-21 angekündigt.

[23h52] Washingtons RG3 mit drei Incompletions en suite: Zweimal fangbare Bälle. Dann kommt der Punter mit einem Witz-Punt für gefühlt dreikommasieben Yards. Denver kriegt nun exzellente Feldposition und wird in Führung gehen.

[23h49] Oakland 21, Pittsburgh 10/Q4 12:11. Miller-TD wurde nicht gegeben, aber Roethlisberger antwortet mit einem wahrhaft tollen 9yds-TD Pass für Sanders. Neue Hoffnung für die Steelers, die sich grade fragen, „was wäre mit normalem Kicker drin gewesen?“

[23h47] Denver 21, Washington 21/Q4 14:57. 0,5yds TD-Pass für #81 Dreessen im 4th-Down. Denver nimmt schon wieder ein 4th-Down, Respekt. Gingen wir nach Aikman, wären wir bestenfalls 16-21.

[23h43] Pittsburgh ist im Modus angekommen, einfach tief zu werfen, und auf Oakland-Turnovers in deren Platzhälfte zu warten. OAK erfüllt den Wunsch: Fumble an der eigenen 11yds Line. Pittsburgh scort in der Folge einen „TD“ für TE Miller, der wegen Drop zurückgenommen werden dürfte.

[23h35] Washington kommt nur zwei 1st-Downs weit, u.a. auch „nur“, weil Denvers DT #99 Vickerson die zweite oder dritte Personal-Foul Strafe gegen QBs diese Saison begeht. Dann Punt. Denver startet an der eigenen 17.

[21h25] Denver 14, Washington 21/Q3 . Aikman wollte natürlich im 4th-und-2 an der WAS 20 die Punkte nehmen und ein Fieldgoal schießen, weil ja a) zuhause und b) noch ewig Zeit. Manning als QB der Neuzeit tickt natürlich anders, spielt aus, Denver drei Plays später in der EndZone. 11 Plays, 75 Yards.

[21h21]

[23h15] Jets liegen 29 Punkte in Cincinnati zurück und kicken gegen Ende drittes Viertel ein Field Goal.

[23h13] Denver 7, Washington 21/Q3 11:25. Pass Manning rechts raus für WR #88 Demariyus Thomas. CB Hall geht physisch zu Werke, fängt die Interception und returniert 26yds zum Touchdown. Macht die Sache spannender. Was kann Denvers Wunder-Offense jetzt noch reißen?

[23h10] Steelers mit einem 16-Play Drive, würgen sich mit brachialem Laufspiel, etwas ungelenker Roethlisberger-Interpretationskünste und einem horrenden Call gegen die Raiders („Personal Foul“ in Anführungszeichen) in die RedZone. Sogar Rich Gannon hinterm Mikro spricht schon was von „4 down territory“, aber dann müssen die Steelers doch das Fieldgoal schießen. Natürlich nagelt ihn Shame Shuisham aus 32yds rechts vorbei… Seuche, wie schon gesagt: Seuche.

[23h07] Denver 7, Washington 14/Q3. Manning verliert den Fumble, Washington rennt ihn in drei Plays über 19yds rein (TD Morris, 1yd). Ich traue der Skins-Führung aber noch nicht ganz…

[22h48] Halbzeit Denver 7, Washington 7.

Die 12-Mann-auffm-Feld Strafe kostete Denver vier Extrapunkte, da Washington ansonsten ein Fieldgoal geschossen hätte. Eine andere Geschichte des Spiels ist die Starting-Fieldposition für Denver, die vier Drives hatten, und an der 1, 7, 10 starteten und nur von der 23yds Line scorten.

Einige tolle Plays von RG3, aber insgesamt lesen sich die Zahlen für Washington eher mau: 4.2 NY/A Passspiel für RG3, kaum Scrambles (5 für 7yds), und eine Pass-Defense, die weit über 8 NY/A an Manning abgab. Denver ist weiterhin klarer Favorit, das Ding in der zweiten Halbzeit zu gewinnen.

[22h45] Denver 7, Washington 7/Q2 0:19. Erstklassiger Drive für RG3 und seine Skins, inklusive einiger toller Runs von Morris (27yds), toller Completions für RG3 in 3rd-Down Situation mit Blitzern in der Pocket, und eines TE Reed, der etliche Matchup-Schwierigkeiten für die Denver-Defense bereitet. Unterstützt wurde der TD dann auch noch durch eine überflüssige Strafe gegen Denver im 4th-Down. Washington konnte doch noch ausspielen, und den 7yds-TD Pass für #85 Hankerson anbringen.

[22h39] Halbzeit Oakland 21, Pittsburgh 3.

Schwache Serie der Steelers mit auslaufender Uhr, die erheblichen Nachbesserungsbedarf im Handling mit Timeouts zeigen (ließen viele Sekunden verstreichen, ehe sie mit 17sek auf der Uhr die Auszeit nahmen), und dann eine Fast-INT gegen Roethlisberger nach einem abgefälschten Ball. Dann kommt das „Shame“ in Shaun Suisham durch, und es wird auch noch das FieldGoal verkickt.

[22h34] Es bleibt ohne Wirkung, weil WR #19 Brice Butler einen eigentlich gut geworfenen Kurzpass Pryors droppt und der dahinter stehende CB #28 Cortez Allen die Interception fängt.

[22h32] Hirnrissiger Lauf von WR Brown (oder Sanders?), der 1:15 vor der Pause aus dem Spielfeld geht, um den Raiders ja genug Zeit vor der Pause zu gestatten. Es folgt ein schlechter Punt, und Oakland kriegt 68sek vor der Pause an der PIT 46 nochmal den Ball (1 Timeout).

[22h30] Es gibt immer wieder Momente, in denen die Redskins-Offense so aussieht, als würde sie an gute alte Zeiten anschließen: RB Morris mit einem guten Lauf, und dann komplettiert RG3 mit zwei Blitzern in der Fresse einen geilen Pass, ehe er komplett in die Zange genommen wird.

[22h27] Oakland 21, Pittsburgh 3/Q2 1:55. Eine Art Wildcat-Snap für McFadden nahe der GoalLine. McFadden kriegt keine Chance zu werfen, also nimmt er einfach die Option-B und geht gegen die Laufrichtung der Defense, nutzt die gigantischen Löcher in der Steelers-Defense zum 4yds-TD Lauf.

[22h17] Die Redskins sind bisher schrecklich in 3rd-Downs; nicht, dass die RG3-Offense jemals besonders viele längere 3rd-Downs verwertet hätte (letztes Jahr zirka 8 von 65 oder so), aber das setzt sich heute auf üble Weise fort. Einzig noch größeres Übel: Shanahan lässt in Situationen wie 4th-und-2 an der DEN 43yds Line punten. Das geht gar nicht, auch wenn Denver nun zum dritten Mal in diesem Spiel innerhalb seiner 10yds-Line beginnen muss.

[22h16]

[22h14] Bei den Steelers scheint Roethlisberger einigermaßen konfus drauf zu sein; Roethlisberger wirft im 3rd-Down einen Pass als er die Line-of-Scrimmage schon 4yds überschritten hatte. Punt, die Raiders bekommen einen haarscharfen Call zugesprochen, als Jacoby Ford fumbelte (Steelers hatten den Ball wohl unerlaubter Weise berührt).

[22h02] Die Raiders müssen zwar punten, aber mal ein paar Worte zu Terrelle Pryor: Der Mann ist eine Überraschung. Ich habe Ohio State dutzende Male gesehen, dutzende Male mit Pryor als QB. Nie hätte ich gedacht, dass der Mann jemals solche Pässe werfen kann wie er in dieser NFL-Saison schon geworfen hat. Auch unter Druck sieht Pryor wenig schockiert aus, sondern mausert sich einfach mit seiner Beweglichkeit raus. Freilich sind noch nicht alle Pässe superb, aber wer außer den „Big-5“ um Manning, Rodgers um Co. kann das schon behaupten? Pryor ist kein Super-QB, aber das ist einer, der eine erstaunliche Entwicklung genommen hat… und damit wird Pryor zu einer harten Nuss für die Raiders in der kommenden Offseason: Sollen sie auf einen Top-Quarterback gehen, oder sollen sie erst die Mannschaft bauen und mit dem gehen, was Pryor ihnen anbietet? Nach sechs Saisonspielen mit Pryor bin ich langsam geneigt, ihm eine echte Chance als Franchise-QB zu geben.

[21h56] Kein Kapital für die Steelers, die zum Fieldgoal einschießen müssen. OAK 14, PIT 3/Q2.

[21h48] Pryor überwirft einen Raiders-Receiver (konnte nicht erkennen ob #18 Holmes oder #19 Butler), und der dahinter stehende SS #43 Troy Polamalu fängt seine ersten Interception seit gefühlten Ewigkeiten.

[21h42] Oaklands zeckige Defense macht den Steelers einige Probleme: Laufspiel über #26 Dwyer noch völlig ineffizient, und Roethlisberger kriegt in seiner Pocket nur sehr wenig Zeit zum Werfen.

[21h35] Oakland führt zur Hälfte des ersten Viertels schon 14-0 gegen die Steelers. Der erste TD war ein 93yds-Lauf für QB Terrelle Pryor, den Kommentator Philipp S. schon im vorherigen Eintrag beschrieb. Ich übernehme ungefragt:

Ach du meine Güte, jetzt hab ich mir grade den TD von Pryor angeschaut: hat dem Dick LeBeau noch keiner erzählt, dass die Read Option inzwischen seit eineinhalb Jahren in der NFL angekommen ist? Ich meine, der Safety (sieht man in der Kamera von hinten oben super) der ins Pile hinein jogged ist auch nicht von schlechten Eltern, aber das sah grade aus wie einer der Runs von RG III Anfang des letzten Jahres, als die Defenses noch nicht auf diese Art von Plays eingestellt waren.

[21h33] Zweite Runde.

NFL-Week 8 am Nachmittag live: Detroit Lions – Dallas Cowboys

Zur Vorschau

  • DET-DAL.
  • NE-MIA.
  • KC-CLE.
  • NO-BUF.
  • PHI-NYG.
  • JAC-SF.

[21h32] Endstand Detroit Lions 31, Dallas Cowboys 30.

Man muss zu den Lions nicht mehr sagen: Diese Mannschaft kann jede Mannschaft schlagen, inklusive sich selbst. Das heutige Spiel war Mikrokosmos der Lions par excellence: Eigentlich eine dominante Vorstellung, aber das dominante Element schlug sich nicht im Ergebnis nieder, weil: Turnovers (-4), Strafen (61yds) und ein Gegner, der erst zwei 53yds-Kicks rein nagelt und danach plötzlich im vierten Viertel eine unglaubliche Explosion zeigt, für die es drei Viertel lang keine Anzeichen gab.

Auf Cowboys-Seite wird es Zeit, dem D-Line Trainerstab um Rod Marinelli ein Kompliment zu machen: Diese Unit kriecht auf dem Zahnfleisch daher, aber Marinelli kriegt aus Hatcher und einer Handvoll Unbekannter extrem viel raus. Wichtigster Mannschaftsteil der Cowboys heute, neben einem Sean Lee, der heute gleich bei drei oder vier Turnovers seine Hände im Spiel hatte (wenigstens eine war aber sehr glücklich).

Von meiner Warte aus das beste, spannendste, nervenaufreibenste Spiel der Saison. Es gibt einen Grund, weswegen ich bei dieser Mannschaft niemals vor der letzten Sekunde wegschalte.

Detroit damit 5-3, Dallas 4-4.

[21h24] Detroit 31, Dallas 30/Q4 0:12. Völlig irre, was da in Detroit abläuft: Stafford mit drei Bomben en suite für Pettigrew, Durham und Johnson (an die 0,5yds Line).

Stafford rennt mit 26sek und laufender Uhr wie von der Tarantel gestochen das Spielfeld runter und anstelle eines Spikes macht Stafford den QB-Sneak zum TD 12sek auf der Uhr. Ohne Timeouts.

Wenn der Coaching-Staff es nicht auf die Reihe bekommt, muss es der junge Quarterback machen. Ganz groß von Stafford.

… und bei den Cowboys wird man sich über einen völlig überflüssigen Holding-Call ärgern, der mit hoher Wahrscheinlichkeit das Spiel kostete.

(12 Sekunden noch auf der Uhr. Dallas mit zwei Timeouts)

[21h19] Detroit 24, Dallas 30/Q4 1:02. Holding-Strafe gegen einen Cowboy im dritten Down, die Dallas etliche Sekunden kostet, die sie ansonsten von der Uhr nehmen hätten können.

[21h14] 4th-Down, Stafford muss einen Verzweiflungspass werfen. INT wird nicht gegeben, was für Dallas aus Fieldposition-Sicht eh gut ist.

Sehr gut eignet sich das 3rd-Down zu Pettigrew, um das „almost“ im Lions-Spiel zu beschreiben. Und natürlich:

[21h09] Zwei Läufe plus im dritten Down Romo ins Aus: 2:24 für Detroit. 2 Timeouts.

[21h07] New England wird heute im „alten“ Patriots-Style gewinnen: Maximal solide Offense, Defense, die den Gegner zu sich herunterzieht, und drei opportunistische Turnovers erzwungen (INT gegen Tannehill war ein fantastisches Play vom gescholtenen McCourty und Cole).

[21h02] Detroit 24, Dallas 27/Q4 3:33. Beide Offenses sind mittlerweile „on fire“ und beenden nun auch die Drives. QB Stafford mit einem beherzten Scramble, RB Bush vollendet. Angesichts der Schlechtigkeit der Lions-Defense in den letzten Drives bin ich nun gespannt ob einer möglichen Variante „Onside Kick“ in Schwartz‘ Playbook.

[20h52] Detroit 17, Dallas 27/Q4 6:45. Langer Kickreturn #17 Harris. Dann 2nd-Down: Pass links raus für Bryant, der den direkten Gegenspieler abschüttelt und 50yds durchläuft. Wie gesagt: Erinnert an 2012, das Ganze.

[20h47] Detroit 17, Dallas 20/Q4 7:38. Nach zirka zwei Stunden wieder ein abgeschlossener Drive der Lions: 7 Plays, 80 Yards. Mit dabei waren schöne Pässe für Johnson und Bush sowie ein Super-Lauf von RB #35 Joique Bell, der improvisierte. Mit dabei war auch eine Pass-Interference gegen die DAL #32, und ich bin mir alles andere als sicher, ob dies ein richtiger Call war. Mike Pereira sieht kein Foul.

[20h41] Wie man’s besser macht, zeigt Belichick in New England: Drittes Down und 5, Patriots laufen, weil sie eh wissen, wir kicken nicht in den Wind, sondern spielen aus. Brady scrambelt im 4th-Down für die notwendigen Yards, und kurz danach ist New England in der EndZone. Diese Patriots, die so katastrophal in der ersten Halbzeit aussahen, führen mittlerweile 27-17 gegen Miami.

[20h37] Detroit 10, Dallas 20/Q4 11:32. WR Terrance Williams 71yds zum TD. Kurzpass, viele Yards nach dem Catch. Sag ich doch: Spiel aus!

[20h32] Detroit 10, Dallas 13/Q4 13:13. Johnson ist mitterlweile bei 9 Catches für 221yds, aber am Ende kickt Jim Schwartz das Fieldgoal von der 2yds-Line (19yds-FG). #Calldieichnieverstehenwerde

4th-Down Caculator rät zum Ausspielen, wenn du glaubst, auch nur 32% von 3rd-und-Goal von der 2 zu schaffen.

[20h30] Kurzes Update aus Foxboro: New England führt mittlerweile 20-17, nach einem hart erkämpften 37yds-Drive in acht Plays. Gostkowski nagelte ihn aus 48yds rein.

[20h18] Detroit 7, Dallas 13/Q3 3:02. Das ist der Unterschied: Auch Romos Pass wird abgefälscht, fliegt aber dem Safety um wenige Zentimeter zu weit links vorbei für eine INT. Dallas kriegt offensiv weiter nix zustande, muss mit einem weiteren 53yds Kick Vorlieb nehmen.

[20h17] SF 28, JAX 10/Q3. Der von mir unter der Woche gelobte WR Mike Brown macht den ersten Jaguars-TD, ein 29yds Catch.

[20h15] Seufz… und der nächste: Vierter Lions-Turnovers. Diesmal ist es ausgerechnet QB Calvin Johnson nach einem ca. 20yds-Pass. LB Lee mausert sich zum Matchwinner, forcierte auch diesen Fumble! (Johnson konnte man schon Mitschuld am ersten Turnover geben)

[20h09] Tony Romo kriegt heute aber auch nichts zustande: Wieder drittes Down, wieder nada. Dallas-Passspiel bisher trotz nicht allzu gutem Druck der Lions: 3.7 NY/A. Lions nehmen weiterhin das tiefe Spiel komplett weg. Sie lassen CB #23 Chris Houston so gut es geht von WR #88 Dez Bryant weg, was bei Houstons Geschichte gegen große, physische Gegenspieler eine gute Idee ist. Hätte Dallas nicht +3 Turnovers, könnten sie zusammenpacken.

[20h01] Turnover-Update von den Lions: Jetzt fumbelt RB Reggie Bush den Ball weg. Dritter Turnover der Lions in einem Spiel, das immer frappierender an die 2012er-Saison erinnert: Dominantes Spiel weggeschmissen mit Penaltys und Turnovers.

[20h00] Verletzungs-Updates von den Lions: DE Ziggy Ansah, WR Ryan Broyles und CB Bentley sind für den Rest des Spiels wohl „out“.

[19h57] Quick-Strike Pats: Fumble Tannehill, 3 Plays und 13 Yards später sind die Patriots über RB #38 Brandon Bolden in der Endzone. NE 17, MIA 17.

[19h55] Erstklassige Pass-Defense von CB #23 Chris Houston im dritten Down – Punt der Cowboys zum Start der zweiten Halbzeit.

[19h50] NE 10, MIA 17/Q3. Antwort der Pats nach dem verschossenen Field Goal: 23yds Lauf Ridley, 23yds Pass für Gronkowski, 17yds-Pass für Dobson, und Touchdown. Das ging zackzackzack, 5 Plays, 64yds, und Spiel wieder offen.

[19h44] Miami mit einem eigentlich gut aussehenden Drive, aber dann schickt Belichick im dritten Down einen „Inside-Blitz“, bei dem LB #54 Hightower im zweiten Nachfassen QB Tannehill zu greifen bekommt. Sack ist gerade lang genug, um das Field Goal für K Sturgis zu lang zu machen: Sturigs kickt aus über 40yds an die Stange. Miami führt weiterhin 17-3.

[19h42] Q3 in Foxboro beginnt. Eben war ein Bildausschnitt zu sehen, in dem man deutkich sehen konnte, wie stark Bradys rechte Hand geschwollen ist. Der Mann hat heute auch physische Probleme, keine Frage.

Halbzeitreports

[19h38] New England 3, Miami 17. New England mit 25 Offense-Passyards! In der Defense ist heute CB McCourty die Schwachstelle; McCourty ließ sich schon mehrfach von RB Clay im Slot schlagen.

Detroit 7, Dallas 10. Der Halbzeitstand ist eigentlich ein Treppenwitz, weil Detroit die bessere Mannschaft stellte. Allerdings ist die Pass-Offense weiterhin zu abhängig von Johnson. Das Play-Calling von Linehan finde ich weiterhin mickrig: Diese ganzen Runs im 1st-Down schaden bloß, die Screenpässe sind schön langsam auch vorhersehbar. Zu den INTs: Die erste war einfach Pech. Die zweite ein Play, das Dallas wohl gut gescoutet hat, denn Lee sprang fast schon vor dem Pass in die Wurfbahn.

Dallas-Offense kommt nicht in Schwung: 8/17 Pässe von Romo für 66yds (3.9 NY/A) gegen teilweise sehr gute Deckung der Lions. Auch beim TD brauchte es einen exzellenten Bryant-Catch.

San Francisco 28, Jacksonville 3. 49ers-Dampfwalze war einfach zu viel für die Jaguars, die immerhin für die Briten ein bissl Fußball einbauten und noch vor der Pause ein Fieldgoal kickten. In der Jags-Defense sieht heute der jüngst von mir gelobte S Jonathan Cyprien ganz schlecht aus.

Philadelphia 0, New York Giants 12. Vick scheint mittlerweile aus dem Spiel zu sein, nachdem man im ersten Viertel Gespräche zwischen Vick und seinen Doktoren sehen konnte; Barkley ist drin, aber die Eagles-Offense sieht heute kein Land. Giants-Offense heute mit vielen 6yds, 8yds Raumgewinnen im ersten Down. Das reicht dann meistens zu langen Drives – allein: NYG konnte diese gleich viermal nicht zum TD, sondern nur zum FG verwerten.

[19h30] Detroit 7, Dallas 10/Q2 0:46. WR Dez Bryant mit dem „Jump-Ball“ gegen CB Slay. Kein einfacher Catch für Bryant gegen gute Deckung. Romos Wurf war eher schlecht.

[19h27] INT für #50 Sean Lee, der genau in der Pass-Route (Slant-Route) steht, in den Pass springt und an die 4yds-Line returniert.

[19h23] 49ers müssen im fünften Drives das erste Mal punten: Ein Holding-Call gegen RB Hunter (?) war zu viel für die Offense.

[19h13] San Francisco in Wembley: 4 in 4.

Drives bisher (Plays/Yards): 8/76, 8/80, 10/72, 6/63. 28-0, und noch ist nichtmal Halbzeit.

[19h11] Detroit 7, Dallas 3/Q2 5:44. 53yds-FG Dan Bailey. Dallas bekommt seine Offense nicht in Gang: Detroit mit einem sehr guten GamePlan, nimmt Romo das tiefe Spiel weg, und im dritten Down wird TE Witten gnadenlos abgedeckt.

[19h00] Breaking: Sebastian Vollmer down in New England. Vollmer wird aus dem Stadion gefahren; sieht übel aus, möglicherweise ein Beinbruch.

[18h59] San Francisco scort gegen Jacksonville wie gestern die FSU Seminoles gegen NC State: Dritter Drive, dritter TD. Durch das Wembley-Stadium schwappt schon die Laola.

[18h52] Miami geht zwar 14-0 in Führung, aber die schlechte Nachricht folgt sogleich:

[18h50] INT LB #50 Sean Lee gegen Stafford nach einem abgefälschten Ball (Johnson ließ abprallen, Lee fiel der Ball in den Schoß).

[18h47] Romo mit drei Incompletions en suite – Punt und gute Starting-Fieldposition für Detroit.

In Kansas City geht das Spiel genau so, wie sich die Chiefs das erhofft haben: Sie würgen die Browns-Offense mit Backup-QB Campbell komplett ab, während die eigene Offense lange Drives durchzieht: Dreimal 9 oder mehr Plays, 13-0 Mitte Q2.

[18h44] 49ers gehen 14-0 gegen Jacksonville in Führung: QB Kaepernick zeigt hinter einer soliden Offense Line, warum er letztes Jahr die NFL im Sturm nahm, nämlich durch überragende Scrambles. 80yds in 8 Plays, obwohl die Kommentatoren sich gerade über die Qualität des Wembley-Spielfelds beklagen („das rutschige Feld macht es schwer für Runningbacks, ihren Grip zu halten“).

[18h35] Detroit 7, Dallas 0/Q1 0:54. Der Schlüsselspielzug war ein 87yds-Pass für Calvin Johnson auf einem quicken Slant: CB Carr ohne Safety-Hilfe, da sich der Safety vom Play-Action Move verarschen ließ. Johnson zündet den Nachbrenner, kommt aber um 3yds nicht in die Endzone. Den holt sich Johnson drei Plays später im 4th-Down: Lions spielen von der 2yds-Line aus (YES!), Johnson fällt mit dem TD in die Endzone.

[18h31] Jaguars kommen in London nicht in Schwung: Zwar gewinnen sie durch einen 14yds-Pass von Henne für Shorts + einem Defensive-Holding mehrere 1st-Downs, müssen dann aber doch wieder schnell punten.

[18h29] Beobachtung aus New England: Tom Brady ist IMHO heute durch diverse Dinge behindert. Auf der Bank wird er am rechten Arm verbunden. Auf dem Spielfeld starrt er bei der INT seinen Gronkowski so lange an, dass man bei einem Jüngling von einem „Rookie-Fehler“ sprechen würde.

[18h22] Erster Drive der Patriots gegen Miami: Interception gegen QB Brady. Miami übernimmt an der gegnerischen 40yds Line, und in 11 Plays walzt sich die Offense durch zum TD (QB Tannehill für WR Gibson, 4yds). Alarmierend bei den Patriots war schonmal, wie hoffnungslos der PFF-Liebling CB #32 Devin McCourty gegen den gegnerischen RB Clay aussah.

[18h18] SF 7, JAX 0/Q1. Lockerer Drive der 49ers, spielten einen 4th Down aus und in der Redzone sägt RB #21 Frank Gore sich durch. Große Lücken, die den Niners da aufgeblockt wurden; kaum Gegenwehr bei den Jags.

[18h16] Romo wird beim ersten tiefen Passversuch von DT #98 Fairley abgeschossen; Ball wird von WR #83 Williams erst aus dem Spielfeld gefangen – Punt.

[18h13] In Wembley hat das Wetter erstmal keine Auswirkungen; der Kickoff der 49ers wäre fast zum Debakel mutiert, als #10 Kyle Williams fumbelte, aber schnell selbst recoverte.

[18h07] Erster Drive der Lions scheitert an einem False-Start und anschließend überworfenem Stafford-Pass für #81 Calvin Johnson, der von CB #39 Carr gedeckt wurde.

[18h03] Kurz zu meinem Fahrplan: Detroit-Dallas ist erstmal mein persönliches Hauptspiel, nicht nur aus Gründen persönlicher Präferenzen, sondern auch, weil es eines der wichtigsten Spiele des Tages ist: Zwei mittelklassige NFC-Teams, die am Rande der Playoffs mitspielen. Mögliche Nebenspiele meinerseits könnten das Wembley-Spiel und das Pats-Dolphins Spiel sein.

[17h50] Guten Abend. Kurzes Essensintermezzo wird noch folgen, aber vorab wie immer die beiden Links als Einstimmung auf den NFL-Abend:

NFL-Sonntagsvorschauer 2013, Week 8

Achter NFL-Spieltag, was nichts anderes heißt als: Wir näheren uns rasant der Saisonhalbzeit. Was heute in keinem Einleitungssatz fehlen darf: Die Warnung. Die Amerikaner stellen die Winterzeit eine Woche später um als wir Europäer, weswegen es heute Abend schon um 18h mitteleuropäischer Zeit losgeht, mit dem zweiten Slate ab 21h05 / 21h25 und dem Sunday Night Game ab 1h30.

SPORT1 US bringt heute folgendes NFL-Programm:

18h    New England Patriots - Miami Dolphins
18h    Jacksonville Jaguars - San Francisco 49ers (*)
21h25  Denver Broncos - Washington Redskins
21h25  Arizona Cardinals - Atlanta Falcons (*)
01h25  Minnesota Vikings - Green Bay Packers

PULS 4 überträgt in Österreich Denver Broncos gegen Washington Redskins, das x-te Mal also die Broncos, aber es ist im Vergleich zu den sich bietenden Alternativen verständlich. PULS4 steigt allerdings erst um 22h30 ein. Das Free-Game im Gamepass: Kansas CityCleveland.


Ab 18h MEZ aus dem Wembley-Stadion: Jacksonville Jaguars (0-7) gegen San Francisco 49ers (5-2). Ich schrieb schon am Freitag ausführlich über den Status der Jaguars in diesem Jahr, und weswegen ich trotzdem Chancen sehe, dass die Jags in den nächsten Jahren mit London warm werden – und umgekehrt Europa mit den Jags warm wird. Für heute ist es freilich eher trostlos, aber die Hütte ist dennoch voll.

Ein Faktor könnte das Wetter werden: Für heute ist ein Unwettereinbruch inklusive heftigster Stürme von 120 km/h und mehr gemeldet (sagt zumindest die BBC). San Francisco geht mit oder ohne Sturm als haushoher Favorit ins Spiel, und kriegt gegen einen besseren Sparringspartner die Chance, wieder so etwas wie Rhythmus in die seit Wochen verwaiste Offense zu bekommen. QB Colin Kaepernick, vor knapp einem Jahr die Liga überrollend, ist zwar nicht mehr so unsicher wie noch in den ersten Wochen dieser Saison, aber richtig rund läuft der Niners-Angriff noch nicht.

Als Nachtrag zu verlinktem Eintrag über NFL-International sei gesagt, dass mittlerweile die drei Spiele von 2014 bekannt gegeben worden sind:

  • Jacksonville Jaguars – Dallas Cowboys
  • Oakland Raiders – Miami Dolphins
  • Atlanta Falcons – Detroit Lions

Die genauen Termine stehen noch nicht fest.


Zurück in die Gegenwart: Auch in den Staaten wird gespielt, ab 18h MEZ. Die 18h-Partien sind:

  • Detroit Lions – Dallas Cowboys
  • Kansas City Chiefs – Cleveland Browns
  • New England Patriots – Miami Dolphins
  • New Orleans Saints – Buffalo Bills
  • Philadelphia Eagles – New York Giants
  • Jacksonville Jaguars – San Francisco 49ers

Detroit Lions (4-3) – Dallas Cowboys (4-3) gab es zuletzt vor zwei Jahren in Form eines spektalulären Comeback-Siegs der Lions inklusive eines unvergessenen Touchdown-Catches von WR #81 Calvin Johnson in Triple-Deckung. Johnson wird auch heute wieder spielen, und als Aufwärmrunde klaubte er letzte Woche einen ähnlichen Ball gegen Cincinnati aus der Luft.

Die Fangkünste von „Megatron“ dürfte heute CB #39 Brandon Carr zu verhindern versuchen, der einzige Cowboys-DB von Format. Überhaupt ist das beidseitig heute ein Duell zweier ähnlich gepolter Mannschaften, denn auch Dallas stellt einen hünenhaften WR-Schlaks, der jedem Gegenspieler Probleme bereiten kann, in #88 Dez Bryant, und auch Detroit hat in CB #23 Chris Houston nur einen wirklich guten Cornerback. Okay, die Lions können in Delmas und Quin bessere Safetys für sich reklamieren, dafür hat Dallas in Tony Romo den besseren der beiden „Neuner“ auf Quarterback.

Der Rest der Kontrahenten dürfte sich grob auf Augenhöhe begegnen, mit einem leichten Vorteil für Dallas auf Tight End, aber einer sehr viel gesünderen Front-Seven auf Seiten der Lions. Je länger das Spiel geht, desto schmerzhafter dürfte es heute für Dallas-DefCoord Monte Kiffin werden, wenn sich ein DE Hatcher im Alleingang durchplustern muss. Da ist der Gegner schon besser dran, wenn er zwischen einem Suh, einem Fairley und sechs bis sieben gleichwertigen Line-Spielern durchrotieren kann.

Ich bin gespannt auf diese Partie, denn sie hat Ingrendienzien, ein Shootout zu werden. Gleichwohl sehe ich auf beiden Seiten durchaus gute wie schlechte Matchups, bei denen ich mir vorstellen kann, dass sie der einen oder anderen Mannschaft das Genick brechen und zu einem Blowout führen könnte. Detroit würde ich leicht favorisieren, aber im Prinzip kannste hier bei einer Prognose auch gleich die Münze werfen. Das macht aus einem sehr wichtigen Spiel zwischen zwei Teams am Rande von Playoffs oder Nicht-Playoffs ein wunderbares Matchup.

New England (5-2) gegen Miami (3-3) wäre vor drei Wochen das Duell zweier ungeschlagener AFC East Teams gewesen, aber mittlerweile fühlt es sich leicht „kriselig“ an. Die Patriots wissen wohl selbst nicht genau, wo sie stehen, in der Lage, mit den Bengals mitzuspielen und die Saints zu schlagen, aber dann wieder schlampig genug um sich mit den Jets auf Augenhöhe zu begegnen und mit dummen Strafen Spiele zu vergeigen.

Frage 1: Wie weit können DE Cam Wake und seine Kollegen Tom Bradys Pocket unter Druck setzen, um Brady erneut zu so vielen grausigen Würfen zu zwingen wie letzte Woche die Jets? Frage 2: Welchen Druck können die Patriots auf die üble Offense Line der Dolphins ausüben, um QB Tannehill kaltzustellen? Dieser Tannehill sah in den letzten Wochen (insbesondere Q1 letzte Woche gegen Buffalo) unterirdisch aus, weil er keine Zeit zum Werfen bekam. In den Momenten, in denen er von den Kollegen einigermaßen Zeit bekommt, glaubt man dann wieder an diesen Tannehill: Ein Mann, der alles Potenzial der Welt besitzt und in drei Jahren Allstar ist.

Namhafte Partie zweier völlig unberechenbarer Teams in Philadelphia: Eagles (3-3) gegen Giants (1-6). Ganz ehrlich: Ich habe nicht den leisesten Schimmer, was ich erwarten soll. Die Eagles waren letzte Woche ganz schrecklich drauf, was nicht nur, aber auch an der Vorstellung von QB #9 Nick Foles lag: Foles sah offene Receiver, die nicht da waren, und wurde mit zunehmendem Spielverlauf immer unsicherer, begann, grobe technische Fehler in seine Würfe einzubauen. So wild es klingt bei 3 INTs in nur einem halben Spielviertel, aber bei QB #2 Matt Barkley (eingewechselt im Schlussviertel, weil Foles mit Gehirnerschütterung runter musste) hatte ich eher das Gefühl, dass er ein halbwegs ordentliches Debüt gab: Barkley machte Anfängerfehler, die viele junge QBs machen (Wurf zum Receiver erst, als er frei ist), aber immerhin schien sich Barkley nicht komplett vom Passrush narrisch machen zu lassen. Heute soll es wurscht sein, da eh wieder Michael Vick zurückkehrt.

Bei den Giants sah ich haargenau im ersten Saisonsieg das erste wirklich furchtbare Spiel (ok, das Panthers-Spiel war ähnlich). Eli Manning durchlebt momentan ein tiefes Tal. Die Offense war noch schlechter drauf als in den letzten Wochen, aber sie vermied immerhin halbwegs die Turnover. Irgendwie scheint aber alles, was auf Runningback eingesetzt wird, den Ball wegfumbeln zu wollen.

Sicherer bin ich mir bei Saints (6-1) gegen Bills (3-4): Setze nicht gegen New Orleans in deren Heimstadion. Brees und Co. gefielen mir zuletzt in New England nicht allzu gut, und wir müssen erst schauen, wie diese Offense ohne den wichtigsten Ballfänger, TE #80 Jimmy Graham, aussieht, aber bei aller Bewunderung für die couragierten Bills: Ich sehe nicht, woher das Upset kommen soll.

Im Arrowhead Stadium versuchen die Cleveland Browns (3-4), die letzten Ungeschlagenen des Jahres zu stürzen, die Chiefs (7-0). Und ganz ausschließen möchte ich eine Überraschung hier nicht. Nicht, dass ich den Chiefs völlig misstrauen würde, aber diese Browns entwickeln sich mit ihrer furztrockenen Defense zu echten Parasiten, die die gegnerische Offense zu sich herunter ziehen, nur um an der Seitenlinie mit ansehen zu müssen, wie die eigene Offense alles verkackt. Umgekehrt ist auch die Chiefs-Defense ein Monstrum: Laufspiel geht gegen eine Defense Line mit einem 180kg-Bewegungstalent #92 Dontari Poe nun mal gar nicht, und gegen den Passrush von OLBs wie #91 Hali oder #50 Houston sah noch keine Offense Line überzeugend aus. Wer die rechte Seite der Browns-Line dieses Jahr schon hat spielen sehen, der kann nicht anders als drei Sacks als Minimum zu erwarten.

Also: Chiefs-Browns hat die Zutaten, eine unansehnliche Abwehrschlacht zu werden. Wenn die schlechteste Passoffense der Liga (Browns, 4.9 NY/A) auf die beste Pass-Defense (Chiefs, 4.8 NY/A) trifft, sollte man kein 37-34 erwarten. Aber weil beide Defenses großartig sind, und beide Offenses ziemlich limitiert im Passspiel, könnte das durchaus ein punktarmes Spiel werden, und punktarme Spiele bedeuten häufig „enge Spiele“. Enge Spiele bedeuten mehr Fokus auf Turnovers und Special Teams… vielleicht kann ja einer der beiden Returnspezialisten, #22 McCluster von den Chiefs oder #80 Benjamin von den Browns, das entscheidende Akzent setzen?

Nach Neune

Die Ansetzungen ab 21h05 lauten:

  • Cincinnati Bengals – New York Jets
  • Oakland Raiders – Pittsburgh Steelers

Und ab 21h25:

  • Denver Broncos – Washington Redskins
  • Arizona Cardinals – Atlanta Falcons

Für 21h05 ist der Kickoff von Cincinnati Bengals (5-2) gegen New York Jets (4-3) angesetzt. Erstere spielen im Rahmen des Erwarteten, können aber nicht vor den Eindrücken davon laufen, dass ihre Pass-Offense zu banal ist: QB #14 Andy Dalton ist mit 7.0 NY/A über die Saison einer der bislang effizientesten Quarterbacks, aber rein optisch lässt Dalton unzählige Plays liegen; allein gegen Detroit unterwarf Dalton drei potenziell einfache lange Touchdowns (und der lange 82yder für A.J. Green war auch suboptimal geworfen). Es deutet vieles darauf hin, dass Daltons Wurf-Repertoire nicht ausreicht, um mit der Spitzenklasse mitzuhalten.

Ein Klassiker: Oakland (2-4) gegen Pittsburgh (2-4), ein Duell, das Succus aus der Historie in Form von unzähligen Schlachten in den 70ern ziehen kann. Heute sieht die Sache etwas anders aus: Beide sind 2-4, und während die Raiders damit etwas besser unterwegs sind als man befürchtet hatte, geht es den Steelers umgekehrt. Das Gute für Pittsburgh: Die Mannschaft scheint langsam in Schwung zu kommen; QB Roethlisberger zuletzt gegen Baltimore mit einer für meine Begriff erstklassigen Leistung, bekam ein Jota mehr Zeit von seiner Offense Line und hielt nicht mehr ständig den Ball für 13sek. Was auch lobenswert an Pittsburgh ist: Das Laufspiel um den erstaunlich agilen RB #26 Bell kommt in die Gänge; Bell hatte ich als komplett anderen Spielertyp aus dem College in Erinnerung.

Ein Lob muss man bei den Steelers auch mal OffCoord Todd Haley machen, dessen Spielzugdesign und -ansagen mir in den letzten beiden Spielen gegen Jets und eben Ravens hervorragend gefielen: Haley verließ sich nimmer auf die nicht mehr vorhandene individuelle Spitzenklasse im Kader, sondern kreierte einfache Routen und schnelle Reads für Roethlisberger und seine Jungs um WR Brown und WR Sanders; dass TE Miller noch nicht in Form ist (aber wenigstens wieder da!), wurde von Haley auch gebührend berücksichtigt.

Jezz‘ aba bidde aufgepasst, denn die Raiders-Defense ist auch ohne große Namen eine unangenehme. Ich habe keine Ahnung, was diese Defense kurz und knackig beschreiben könnte. Außer eben „unangenehm“. Da scheinen ein paar Altstars und ein paar Youngsters sich gefunden zu haben und soweit zu harmonieren, dass es gegen die mitteklassigen NFL-Teams für Upsets reichen kann.

Die anderen beiden Spiele starten um 21h25. Arizona (3-4) vs Atlanta (2-4)? Die Cards müssen sich nach dem pathetischen Auftritt gegen Seattle erstmal verspielten Kredit bei mir zurückholen, und wenn das sieben ausgespielte 4th-Downs an der 10yds-Line bedeutet. Ich traue den Jungs dabei durchaus einen Heimsieg zu, denn Atlanta hat a) keine überzeugende Defense und b) eine Offense, in der außer QB Matt Ryan nimmer viel beim gewohnten Alten ist. Jener Ryan stopfte letzte Woche mit einer einwandfreien Leistung gegen die Buccs-Defense vielen Kritikern das Maul (Stichwort: „Ryan ist Produkt seiner Skill-Player“). Allerdings muss man zum heutigen Zeitpunkt auch sagen: Eine motivierste Cards-Defense ist schwerer zu bespielen als eine unmotivierte Buccs-Defense. Insofern: Eher würden ich hier zu den Cardinals tendieren.

Sunday Night Game

Ab 2h30 1h30

Zu Green Bay Packers (4-2) gegen Minnesota Vikings (1-5) fällt mir nicht viel ein, da es wie ein Mismatch aussieht: Die Packers-Offense marschiert zwar wohl ohne das Ballfänger-Trio Cobb/Finley/Jones auf, aber solange QB Aaron Rodgers eine dezimierte Vikings-Secondary vorgesetzt bekommt, nehme ich jedesmal Rodgers. Fraglich ist, ob Minnesota überhaupt die Punkte auf das Tableau kriegt, um die Partie länger als eine Halbzeit spannend zu gestalten: QB Freeman ist nach dem schwachen Debüt erstmal mit Gehirnerschütterung draußen, was The Return of the Ponder bedeutet, oder besser: Weiterhin anämische Vikings-Offense. Dass Green Bay ein Laufspiel ausschalten kann, hat man gegen San Francisco schon bewiesen, nur dass dort auch noch sowas wie Pass-Offense existierte; in Minnesota tut das nicht. Schade, denn es wären halbwegs gute Skill-Players da: WR Jennings, ein einstiger Rodgers-Buddy, der Rodgers in der Offseason arg kritisierte, WR Patterson und TE Rudolph sind allesamt Spieler, die mit akzeptablem Quarterback durchaus was reißen könnten.