NFL 2013/14, Week 10 Liveblog

[23h00] Der Link zum Interview von FOX-Reporter Joey Glazer mit dem suspendierten Dolphins-OT Richie Incognito: I am not a racist. Man muss dazu wissen, dass Glazer und Incognito Kumpels sind, aber Glazer hat zumindest die Rahmenbedingungen öffentlich gemacht, u.a. erklärt, dass er die Frage nicht stellen durfte, ob Incognito von den Coaches zu diversen Methoden gegen Jonathan Martin angestiftet wurde.

Mike Ditka hat seine Meinung über Jonathan Martin auch öffentlich hinaus posaunt. Ditka ist vermutlich ein zu großer Star für ESPN, um daraus ernsthaft ein Kündigungsschreiben zu verfassen.

[22h50] Für die zweite Reihe der heutigen Spiele habe ich die Previews scheibchenweise heute Nachmittag online gestellt:

19h Spiele

[22h45] Tucker macht ihn aus 47yds rein. Baltimore lebt in der AFC North noch, verbessert sich auf 4-5, während die Bengals mit 6-4 vorne bleiben.

Cincinnati scheint hier keine gute Visitenkarte abgegeben zu haben, aber die Defense ist weiterhin gut drauf, auch ohne DT Atkins. Baltimore… ich kann’s mir nicht vorstellen. Diese Offense ist so derbe leblos. Die kommen nicht weit.

[22h38]

[22h34] Mann oh Mann: 4th-und-2 von der BAL 32. Seitenwind. 4th-Down Calculator sagt im Prinzip: Kick das Fieldgoal. Lewis versucht sich am Ausspielen, und Gio Bernard verliert zirka 15yds im Versuch, ein Broken-Play zu retten. Man kann’s einem nie recht machen.

[22h29] Per 4th-down Calculator hätte Baltimore dringend das 4th-Down eben ausspielen müssen. Es war 4th-und-1 1:38min vor Ende ca. an der eigenen 30. Wenn du glaubst, 57% Erfolgschance zu haben, musst du ausspielen. Die ligaweite Erfolgsrate ist 74%, aber Baltimores Laufspiel ist dieses Jahr so katastrophal unterirdisch, dass du Harbaugh fast keinen Strick daraus drehen willst.

[22h26] Lamichael James ist heute für San Francisco im Einsatz!

[22h23] Anhand der nicht-existenten Reaktion des Publikums auf den Münzwurf nehme ich an, dass Cincinnati ihn gewonnen hat und nun als erstes den Ball kriegt.

[22h21] S Ihedigbo wird von den Kommentatoren (ich glaube, das ist Dan Dierdorf) geprügelt, weil er den Ball nochmal für Green fangbar abfälschte, aber ich glaube, das sind natürliche Instinkte, die in tausend Trainingseinheiten irgendwann automatisiert sind. Ich glaube: Kein Vorwurf an Ihedibgo.

[22h20] FASSUNGSLOS! FASSUNGSLOS! Hail-Mary in Baltimore, 50yds, abgefälscht und dahinter steht Green und pflückt das Ding mutterseelenallein zu einem unglaublichen Ausgleich aus der Luft!

[22h15] Upps. Die Schlechtigkeit der Ravens-Laufoffense vergessen. Cincinnati stoppt Baltimore mit 1:38 auf der Uhr und verbraucht sein letztes Timeout. Die Ravens werden punten, und Pacman Jones wird den Return versuchen.

[22h13] Die Jacksonville Jaguars gewinnen ihr erster Saisonspiel! 29-27 gegen Tennessee, nachdem S Jonathan Cyprien den Onside-Kick sichert. Tennessee ohne Timeouts. Ich freue mich für die Jaguars wie ein Weinhamster.

[22h11] INT in Baltimore gegen QB Dalton (Ihedigbo fängt den glaube ich leicht abgefälschten Ball); Cincinnati wird verlieren.

[22h08] Endstand Chicago Bears 19, Detroit Lions 21.

Glücklicher Sieg für die Detroit Lions, die heute vom meiner Meinung nach schlechten PlayCalling der Bears profitierten: Trestman sagte viel zu wenige gescheite Passspielzüge an. Die Lions hatten keinen Zugriff auf Marshall und Jeffery, erst wegen inexistentem Passrush, dann wegen zu softer Secondary. Vor allem CB #30 Slay kristallisiert sich als Problemspieler heraus; ein Rookie, deswegen in Teilen entschuldigt.

Aber nach dutzenden solchen Spielen, die Detroit am Ende noch knapp verlor, nimmste den dreckigen Sieg gern mit. Detroit damit 6-3 in der NFC North und mit dem gewonnene Tie-Breaker über Chicago (5-4). Green Bay wird höchstwahrscheinlich verlieren und auf 5-4 stürzen.

[22h04] CHI 19, DET 21/Q4 0:40. Bockstarker TD-Catch für Brandon Marshall zwei Plays nach seiner 4th-Down Verwertung. Dann 2pts-Conversion.

Erster Versuch: McCown wird von drei Lions gejagt und in die Zange genommen. Sack, aber #79 Young mit einer sturzdummen Personal-Foul.

Zweiter Versuch: Laufspiel nach links, ein dummer Spielzug, weil er lange in seiner Entwicklung braucht. Fairley lässt sich nicht verarschen und macht sein hirnloses Personal-Foul von vor 7-8min wieder in Teilen gut.

Nun folgt der Onside Kick.

[21h57] Vierter Turnover Titans, Will Blackmon returniert 21yds zum TD zum 29-20 pro Jags. Jacksonville wird höchstwahrscheinlich seinen ersten Saisonsieg einfahren. 2:32 to go.

[21h54] Jetzt kommt Josh McCown. Erster Wurf: Cutler-mäßig unterworfen.

[21h51] CHI 13, DET 21/Q4 2:22. Johnson links die Seitenlinie runter, fängt im Eck den TD gegen den geschlagenen CB Tillman. Bester Wurf für Stafford am heutigen Tag.

[21h50] **Bibber** 4:15 min kommt Tennessee auf 20-22 gegen Jacksonville heran. Ich habe Tennessee getippt, aber: GO JAGS.

[21h48] Schöner Pass Stafford für Calvin Johnson im 3rd-Down, und danach melken die Lions in Form von RB Bush (natürlich über die Mitte) die Uhr. 1st-Down Lions mittlerweile in der RedZone, und Chicago beginnt 2:36 min vor Schluss, die Timeouts zu ziehen.

Mike McCarthy hätte sie noch zirka eine Woche aufgespart.

[21h44] Flacco mit 15/29 für 83yds, 4 Sacks und 2.2 NY/A Passspiel! Baltimore führt trotzdem 17-3 gegen Cincinnati, weil die Bengals eine furchterregend schlechte Passoffense ihrerseits spielen, plus 8 Penaltys für 118yds begangen haben.

[21h42] Lauf für null, zweimal incomplete – Chicago muss schnell punten. Erneut sahen Cutlers Pässe schlecht aus, als er einen Hauch von Passrush fühlte.

[21h39] Personal-Foul gegen TE Fauria in der RedZone (Facemask) kostet 15yds Raumstrafe, und das reicht aus, um den Kick für Akers zu lange werden zu lassen. Weiterhin DET 14, CHI 13. 6:20 to go.

[21h32] GB 10, PHI 27/Ende Q3. Riley Cooper mit dem zweiten TD des Tages. Cooper ist heute weniger gut, sondern mehr ein Glückspilz weil Produkt einer inexistenten Pass-Defense.

[21h28] CHI 13, DET 14/Q4 9:17. TD-Lauf für Forté wird wegen Holding zurückgepfiffen. Im dritten Down verliert Chicago im Video-Replay den TD, weil WR Jeffery im Fallen den Ball etwas aus den Händen verlor – die Calvin-Johnson-Regel „process of the catch“. Die Regel ist ärgerlich, aber der Call war regelgerecht.

[21h22] Stafford weiterhin sehr unpräzise, überschießt Calvon Johnson. Der Ball fällt S Conte direkt in die Arme, und Conte returniert fast in die EndZone. Schlechte letzte drei Drives für Stafford.

[21h18] Paar Nickligkeiten in Chicago. Kyle Long tritt gegen Fairley nach und wäre Kyle Long = Suh, würden sämtliche Medien überschäumen. Kommentator John Lynch findet Longs Reaktion „great“. Nächstes Play, LB Levy mit einem seeeehr späten Hit gegen WR Jeffery. Keine Flaggen. Schiris behalten die Ruhe, und das ist nicht schlecht fürs Spiel.

Drei Plays später muss Chicago punten.

[21h13] 3rd-Down, weit offener Bush, und Stafford überwirft einen simplen Pass über vielleicht zehn Meter links raus. Verschenkter Drive, Punt, und PR Hester verschenkt ca. 15yds durch Fair-Catch.

[21h08] Ende drittes Viertel in Chicago. Für die Bears sieht es offensiv nimmer allzu gut aus, denn Cutler hat echte Probleme, genaue Pässe zu werfen mit seiner kaputten Leiste. Möglicherweise wird McCown kommen.

In der Defense hat Chicago Probleme, die Anspiellinie in der Mitte klar zu machen. Bush mit einigem Lauf-Erfolg über die Mitte.

[21h04] GB 3, PHI 17/Q3. Keine gute Vorstellung der Packers-Secondary, die das Zauberwort „outside contain“ nicht zu kennen scheint. Was S #43 Jennings veranstaltet, ist Komik.

[20h58] Kein guter Drive für Detroit: Stafford wird ausgerechnet im 3rd-Down schlampig und unterwirft Johnson. Nun bin ich gespannt, was mit den Bears abgeht: Die müssten eigentlich schon längst führen, verweigern sich aber bis dato einem konstanten Bekenntnis zum Passspiel. Das fällt wohl auf HC Trestman zurück.

[20h52] CHI 10, DET 14/Q3 7:25. Detroits Defense Line kriegt nun deutlich mehr Druck zustande, aber „hinten“ wird die Secondary aus unerfindlichen Gründen trotzdem offener. Jeffery und Marshall mit teilweise lockeren Catches downfield.

Bei Chicago scheint man derweil ernsthaft über einen QB-Wechsel von Cutler zu McCown nachzudenken. Cutler sieht nicht mehr rund aus, aber auch nicht komplett von der Rolle.

[20h46] Drop Reggie Bush, Punt Lions.

[20h43] Austin, 81yds-Pass und St Louis geht 35-0 (!) in Führung.

Trent Richardson heute übrigens: 4 Runs für -3 Yards. Ein Drop. Ein Blitz-Pickup.

[20h43] Erster Bears-Drive und Cutler sieht schwer angeschlagen aus. Punt.

[20h39] Jetzt ist auch Green Bay – Philly in der Halbzeit. Seuche, ich wiederhole mich. Aber es gibt Gutes: Green Bay mit zwei verschossenen Field Goals, mit dem third stringer auf QB, mit einem quasi verletzten CB Hayward, und trotzdem ist man nur 10-3 hinten. Das sind gute Nachrichten aus Packers-Sicht.

Die NFC East dagegen heute scheinbar mit zwei Granaten-Vorstellungen in Philly und den Giants. Und die Redskins am Donnerstag, logisch. Und die Cowboys nachher gegen die Saints, auswärts…

[20h34] Halbzeiten andernorts:

BAL 17, CIN 0. Andy Daltons 2-Spiele-Durchbruch schaut immer mehr aus wie ein „Ausrutscher“. Daltons tiefe Bälle sind und bleiben schwach; die Bengals sind hier am Rand einer Niederlage, obwohl Flacco auch keinen guten Tag hat.

ATL 3, SEA 23. Sensationeller TD-Catch für Tate kurz vor der Pause. Atlanta mit 3.3 NY/A im Passspiel. Nuff said.

IND 0, STL 28. Der zweite Austin-TD war kein spezieller Spielzug; Austin war einfach schneller als sein Gegenspieler Davis. Grottenvorstellung von Indy. Die Colts 2013 haben keinen Sinn.

NYG 14, OAK 17. QB Pryor mit 3/12 für 27yds. Giants mit einem Special Teams TD, und trotzdem führt Oakland!

[20h28] CHI 7, DET 14/Q3 12:58. 4yds-TD Calvin Johnson. Reibungsloser Lions-Drive, dessen Schlüsselspielzug ein 39yds-Lauf für Bush bei einer etwas verzögerten Ballübergabe war.

[20h26] Da sind noch Spiele drei Minuten von der Halbzeit entfernt, und Chicago-Detroit ist schon eine Minute im dritten Viertel. Lions übernehmen als erstes den Ball.

[20h24] Halbzeit in Chicago bei 7-7. Halbzeit auch in Tennessee bei Spielstand JAX 13, TEN 7. Ich war vor dem Wochenende versucht, die Jaguars als Siegertipp zu ziehen, schreckte dann aber doch zurück. Die Titans gingen dann ins Spiel und zeigten fast die ganze Halbzeit über keine Offense; QB Locker erkenntlich unrund. Locker musste dann kurz vor der Pause runter, QB Fitzpatrick kam rein und orchestrierte prompt 5/5 für 53yds zum einzigen Titans-TD. Spiel damit wieder offen.

[20h21] Katastrophales Spiel der Colts am heutigen Tag, dem sich nun auch die Offense Line anschließt: DE Quinn ist kein Idiot, aber so einfach wie sich Quinn da mit ganz normalen Moves durch die Protection schneidet, darf das eigentlich nicht gehen.

[20h19] 2:16 vor der Pause geht CB Casey Hayward zu Boden und hält sich die Leiste. My Ass. Ich wiederhole mich: My Ass.

[20h18] Heute hat übrigens nicht bloß der RedZone-Kanal im NFL-Gamepass Probleme, sondern auch das ESPN-GameCentre, das teilweise halbstunden-alte Spielstände anzeigt.

[20h15] Seuche für die Packers, die zwar für 19:9 Minuten den Ball in Green Bay halten, aber aus relativ machbarer Entfernung (ca 37yds) das Field Goal verschießen. Der Trainerstab ist gerade dabei, dem QB Tolzien wieder etwas Selbstvertrauen einzuimpfen mit WR-Screens. Etwas mehr als 2min zur Pause.

[20h12] Nächster langer TD für Austin in Indianapolis, diesmal tatsächlich in der Offense. IND 0, STL 28. Wer hatte nochmal CB Vontae Davis zum nächsten Superstar-CB ausgerufen?

[20h09] Die Bears bewegen die Eier mit recht abwechslungsreichem PlayCalling, mal kurz mal lang, mal Laufspiel, dann wieder kurzer Bubble-Screen usw… Nix total Revolutionäres, aber es reicht, um Detroit locker auszuspielen und jedes dritte Down zu verwerten. Dann 2min Warning. Chicago läuft, ich schreie Schwartz an, ziehe das Timeout!, Schwartz zögert und zaudert.

Dann Cutler Wurf in die EndZone, abgefälscht und der Mann für die wichtigen INTs, LB #54 Levy, fängt den Ball in der EndZone ab. Weil Schwartz aber keine Timeouts gezogen hat, nur mehr 26sek auf der Uhr für Detroit.

[20h03] INT gegen Tolzien, und während des INT-Returns wird Kuhn von den Packers fast das Leiberl ausgerissen, aber kein Ref denkt dran, eine Flagge zu werfen.

[19h59] St Louis 21, Indianapolis 0, Mitte zweites Viertel. 98yds-Puntreturn TD für Tavon Austin.

Spielt drauf an, dass Rams-OffCoord Schottenheimer in der Kritik steht, nicht kreativ genug für gutes Spielzugdesign mit Tavon Austin zu sein.

[19h56] Detroit kopiert alles, was Chicago macht: TD/TD, Punt/Punt, Turnover on Downs/Turnover on Downs: Auch Schwartz lässt um die CHI 30 ein 4th-und-1 ausspielen, und trotz gutem PlayCall scheitert der Spielzug, weil Detroit Offense Line in der Mitte gekillt wird. Ist das DT Corey Wootton, der den Lions-Center Raiola da in seine Einzelteile zerlegt?

[19h51] Paar Eindrücke aus Indianapolis:

  • QB Andrew Luck mit einer bisher schwachen Leistung: Hatte vorhin schon einen verirrten Play, als ihn Trent Richardson mit einem Blitz-Pickup rettete; die Würfe danach waren auch nicht gut; kann er wieder so ein Comeback hinlegen wie nach dem unterirdischen Start gegen Seattle?
  • Die Colts-Secondary ist heute in etwa so, wie ich sie an skeptischen Tagen beschrieben habe, obwohl die Rams nicht alle tiefen Bälle nutzen.

Die Rams führen 10-0, aber solange die Colts-Abwehr dem Rams-QB Clements die ganz kurzen underneath-Routen wegnehmen kann, ist Clements sehr ineffizient trotz der großen Lücken in der Colts-Secondary.

[19h48] Bears mit viel Laufspiel, aber an der Grenze zu Fieldgoal-Reichweite ja/nein (um die DET 30) wird das Bears-Laufspiel mehrmals hintereinander gestoppt: Erst ein Super-Play für CB #23 Houston (!) gegen RB Forté, dann stoppt #52 McIntosh den Power-Run über die Mitte.

Auf der anderen Seite haben die Lions heute keinen Passrush. Das ist der größte Unterschied zum ersten Saisonspiel vor mehreren Wochen, das von Detroit komplett dominiert wurde. Insofern überraschend, dass Chicago heute so lauflastig wurde in diesem dritten Drive.

[19h45] Die 49ers haben vor der Saison für QB Colt McCoy (Cleveland) getradet, damit sie sich Tolzien entledigen konnten.

[19h42] Sollte Tolzien ausgeknockt werden, ist FB John Kuhn („Kuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuhhhhhhn“) der Notnagel-QB.

[19h35] Sehr gute Arbeit nun auch der Bears-Defense, die im ersten Play um ein Haar eine INT bekommt. Im dritten Down schlägt Peanut den Ball zu Boden. Beim Punt wird Sam Martin hart angegangen, aber es gibt keinen Penalty für running into the kicker.

[19h33] Seneca Wallace draußen in Green Bay. Der ehemalige Wisconsin-QB Scott Tolzien kommt rein; Tolzien ist uns noch bekannt aus der Rose Bowl 2010.

[19h32] Die Lions-Defense kriegt besseren Zugriff auf das Spiel: Der erste Sack des DTs Suh wurde wegen Face-Mask zurückgepfiffen und der Drive künstlich verlängert, aber auch danach waren die Schotten dicht. Die Line ließ keinen Spielzug über die Mitte zu, und links draußen fixierte LB #55 Tulloch die Ballträger. Chicago muss punten.

[19h29] Eagles gehen in Green Bay per 55yds-TD Pass Foles für DeSean Jackson in Führung. Es war allerdings ein Pass, der eigentlich hätte abgefangen werden müssen. Jackson trabt verdutzt mit dem Ei in die EndZone. Eagles 7, Packers 0.

[19h20] Chicago 7, Detroit 7/Q1 5:57. 5yds-Pass auf einer kurzen Slant-Route für WR #18 Durham. Schöner 12play, 85yds-Drive für Detroit mit mehreren 3rd-Down Conversions. Am Anfang der Versuch, Laufspiel über RB Bush zu implementieren, um in den kritischen Momenten Calvin Johnson zu suchen. Chicagos Defense sah ähnlich zahnlos aus wie vorhin jene der Lions.

[19h08] Chicago 7, Detroit 0/Q1 12:37. Lockerer Drive für Chicago. QB Cutler lebt sich nach Verletzungspause gemütlich zurück und kann sich in Ruhe seine Ziele suchen. Der 32yds TD-Pass ist ein großartiger Wurf für WR #15 Marshall in die Endzone; CB Slay ohne Chance.

[18h45] Es geht in wenigen Minuten los. Wie immer zuerst der Verweis auf die beiden wichtigsten Informationsquellen:

Ziggy Ansah fällt heute aus. Aber Calvin Johnson spielt, natürlich.

Sunday Night Game #10 Preview: New Orleans Saints – Dallas Cowboys Preview

Das Sunday Night Game (ab 2h30 live auf SPORT1 US und Gamepass) als Spiel mit Beziehungsstatus „es ist kompliziert“. Saints gegen Cowboys wird immer ein Spiel sein, in dem die Person des Sean Payton eine zentrale Rolle spielt: Payton ist als ehemaliger OffCoord unter Cowboys-Fans noch immer extrem beliebt, und viele würde einen Cowboys-Headcoach Sean Payton lieber sehen als einen Cowboys-Headcoach Jason Garrett. Garrett auf der anderen Seite war früher mal Backup-QB bei den Saints und gilt noch immer als Kenner der Saints-Franchise. Tja, und es gibt noch Rob Ryan: Einst DefCoord bei den Cowboys und dort gefühlt zu Unrecht rausgeworfen. Heute ist Rob DefCoord bei den Saints – und er will sich für die Entlassung rächen.

Auf dem Platz geht es heute – und das mag merkwürdig klingen – möglicherweise für die Saints (6-2) um mehr als für die Cowboys (5-4). Das hat Gründe: New Orleans spielt in der heftigeren Division, und dort sind ihnen die Panthers gehörig auf die Pelle gerückt; vermutlich muss man in der NFC South schon die Division gewinnen um die Playoffs zu erreichen, da eine Wildcard in der NFC in den Westen zu gehen scheint, und sich für die zweite gleich mehrere Teams aus der NFC North bewerben. Dallas dagegen muss „nur“ eines: Seine Division gewinnen. Und die NFC East ist vermutlich einfacher zu holen als die South-Division der Saints.

Von den Formationen her kann man sich heute auf ein 1A-Passfeuerwerk mit zirka siebenundvierzig verschiedenen Spread-Aufstellungen aus der Shotgun-Formation einstellen. Runningbacks stellen beide nur zur Tarnung auf bzw. um den Blitz aus der zweiten Reihe des Gegners zu verhindern. Ein Studienkollege erklärte mir das mal vor einigen Jahren so: Manchmal siehst du als Abwehrspieler einen Gegner mit 5x Offense Line plus QB im Backfield. Dazu 5 WR oder 4 WR plus TE. Für dich als Defense heißt das: Ein Linebacker blitzt unabhängig vom PlayCall, da der Gegner gar nicht genug Leute zum „Blitz-Pickup“ (Aufnehmen des blitzenden Verteidigers; normalerweise der Job eines RB oder FB) haben kann.

Die Krux: Beide Defensive Coordinators haben sich den Ruf angelacht, Blitz-Fans zu sein; Ryan ist eh verrückt genug, um im Notfall 50x pro Spiel hopp-oder-topp zu spielen. Selbst wenn nicht jeder Spielzug, der nach Blitz aussieht auch ein „Blitz“ ist, geht hier alles über die Aggression. Aber auch der greise Cowboys-DefCoord Monte Kiffin, der Entwickler der „Tampa-2 Defense“ soll diese Saison mehr blitzen als gewohnt.

Könnte also ein lustiges Sack- oder Touchdown-Spielchen werden. Beide Quarterbacks spielen für mein Ermessen fassungslos gute Saisons. Beide Defenses haben ein paar potenzielle „Game-Changer“ in ihren Reihen (Saints: DE Jordan, S Vaccaro | Cowboys: DT Hatcher, DE Ware (wenn fit), LB Lee). Personell sehe ich keine weltbewegenden Unterschiede, aber bei den Coaches hat New Orleans einen beträchtlichen Vorteil. Und die Saints haben Heimvorteil. Setze niemals gegen die Saints im Louisiana Superdome.

NFL 2013, #10: San Diego Chargers – Denver Broncos Preview

San Diego Chargers (4-4) vs Denver Broncos (7-1) gehört zu den unterschätzten Matchups am heutigen Tag. Die Partie ist für 22h25 angesetzt, und nur im Gamepass zu sehen. Sie hat massive Auswirkungen auf die AFC West Division und noch mehr auf das komplett offene Wildcardrennen in der AFC (alle Teams außer Jacksonville sind noch recht gut im Rennen).

Chargers – Broncos ist für mich auch eine Partie mit Upset-Potenzial. San Diego ist unter dem neuen Tandem Head Coach McCoy (kam ausgerechnet aus Denver) und OffCoord Whisenhunt eine der großen positiven Überraschungen der Saison, und dies weniger aufgrund der 4-4 Bilanz, sondern vor allem wegen des „Wie“: Sie haben die Offense revitalisiert. Eine Offense, die zuletzt nichtmal mehr Norv Turner in Gang halten konnte.

QB #17 Philip Rivers, nach zuletzt eineinhalb mickrigen Saisons fast schon abgeschrieben, wartet in der ersten Saisonhälfte 2013/14 mit 7.8 NY/A im Passspiel auf – der zweitbeste Wert der Liga in der wichtigsten Statistik der NFL- #1 ist mit 8.3 NY/A freilich der heutige Gegenüber Manning, allerdings kann Manning auf eine ganz andere Latte an Passfängern zugreifen, wie die beiden „Thomase“ (WR Demariyus und TE Julius), WR Decker oder WR Welker. Das ist der breiteste Support-Cast der NFL. Rivers’ Jungs sind Schulbuben dagegen:

Der Mann mit den meisten Catches ist RB Danny Woodhead, der kleine Irrwisch, der in New England aus unerfindlichen Gründen nicht mehr erwünscht war (49 Catches, 391yds, 3 TD); ein Mann für Checkdowns. Der Mann mit den zweitmeisten Catches ist TE Antonio Gates, der primär noch vom großen Namen lebt, aber als mittlerweile ganzes Bröckerl durch die Abwehr bolzt (48 Catches, 550yds, 2 TD).

Erst dann kommen die Receiver: Rookie Keenan Allen mit 34 Catches (527yds, 3 TD), „2nd year“ Vince Brown (27 Catches, 282yds, 1 TD) und TD-Maschine Eddie Royal (26 Catches, 341yds, aber 7 TD). Vor allem Allen ist eine große Geschichte. Über den Mann schrieb ich vor dem vergangenen Draft:

Keenan Allen (1.88m) von Cal ist eher der Anti-Woods: Bekam zwar auch viel Presse, aber die Presse schrieb ihn dann im Frühjahr zunehmend aus der ersten Runde raus, runter in die mittleren Runden. Das Problem: Allen war ein extrem produktiver Receiver am College, technisch sauber, sehr sichere Fanghände, präziser Routenläufer, aber nicht die sensationelle Explosivität – und zuletzt mit einer mittelschweren Knieverletzung. Die hinderte Allen im Frühjahr daran, auf voller Höhe die Vorstellungs-Einheiten zu absolvieren, und so waren viele Werte nicht bloß enttäuschend, sondern schlicht unter den Benchmarks vieler NFL-Teams. Es gilt jedoch als sicher, dass einige Teams weiterhin bereit sind, einen hohen Pick für Allen zu investieren.

Allen ging nur in der dritten Runde, und ist mittlerweile einer der besten Kandidaten auf den Rookie-des-Jahres-Preis 2013.

Rivers also mit Super-Stats. Die Broncos mit einer der ineffizientesten Pass-Defenses der Liga, trotz eines famosen Passrushers wie OLB Von Miller: 6.8 NY/A gegen Denvers Defense, #25 der Liga. Miller dürfte heute Doppeldeckung kriegen, denn kein Mensch traut den Chargers-Tackles eine Chance im 1-vs-1 zu. Und weil Rivers dieses Jahr aufgrund der kürzeren Routen der Receiver schneller werfen kann, sollte sich das Zeit-Problem in der Pocket halbwegs in Grenzen halten.

San Diego muss heute viel werfen, vor allem im 1st-Down. Rivers ist der effizienteste QB der Liga bei Würfen im ersten Down. McCoy und Whisenhunt dürfen sich nicht einlullen lassen. San Diego braucht Punkte, und muss daher viele Yards schon im ersten Down vorlegen. Laufspiel kann man auf die „power-Situationen“ beschränken, auf die 3rd-und-2 Momente. Das ist das einzige Down, in dem Denvers Lauf-Defense verwundbar ist.

Für die Chargers-Defense gibt es in Ermangelung von wirklich guten Einzelspielern heute nur ein Rezept: Bend-but-don’t break. Hoffe, dass deine Offense das Tempo vorgibt. Schau, dass du Manning ungeduldig machen kannst; Manning hatte in den letzten Wochen die Tendenz, schnell die tiefen Big-Plays zu suchen, wenn die Offense in 2-3 Drives en suite nicht richtig in Gang kam. Diese Ungeduld könnte eine Waffe für San Diego sein; wichtig wird dabei aber, dass S #32 Weddle wieder besser drauf ist als in den letzten Wochen, als er sich u.a. vom Rookie-TE der Redskins, Jordan Reed, ausspielen ließ. Einen Julius Thomas sollte er nicht 6 catches für 73yds geben. Am besten für die Chargers wäre es, Weddle nicht zu weit „vorne“ spielen zu lassen. Ich erwarte ohnehin viel press coverage der Chargers mit einem eher tief spielenden S Weddle, um die großen Big-Plays zu verhindern.

Ich gebe den Chargers eine gute Chance, die Partie zu gewinnen. McCoy und Whisenhunt müssen sich allerdings von den ängstlichen Strategien im 4th-Down verabschieden und sollten ein aggressives Spiel mit der Offense ansagen. Denver ist ohne Head Coach (John Fox ist noch mit Herz-OP außer Gefecht). Die Chargers haben den Heimvorteil. Viele Mannschaften gibt es nicht, die konzeptionell so drauf sind, dass sie die Broncos in große Bedrängnis bringen können; San Diego ist es. Daher würde ich hier mit einem Upset gehen.

NFL 2013, #10: San Francisco 49ers – Carolina Panthers Preview

Der Kollege Alexander Herrmann hat schon am Vormittag das Gros der NFL-Partien für den heutigen zehnten Spieltags-Sonntag runtergebrochen. Im Laufe des Nachmittags folgen die letzten drei, beginnend mit San Francisco 49ers (6-2) – Carolina Panthers (5-3), das ab 22h05 ausgetragen wird, und bei SPORT1 US wie im Gamepass zu sehen sein wird. Ab 22h35 steigt auch PULS 4 meines Wissens nach ein.

49ers vs Panthers klingt wie eine der momentan leckersten NFL-Partien. Und die beiden Teams sind sich relativ ähnlich: Zwei spektakuläre Scramble-QBs aus dem 2011er Draft. Viele brauchbare Running Backs. Nur je ein richtig guter Wide Receiver und Tight End. Zwei mächtige Offense Lines. Zwei sensationelle Front-Sevens in der Defense. Jeweils suspekte Secondary.

Es hat Gründe, warum die Panthers auch abseits von ihrem nie überraschungsfreien Head Coach Ron Rivera auf diesem Blog ein Dauerthema sind. Eines der Themen, das mir bisher zu kurz kam: Die Stärke der Front-Seven der Panthers. Das beginnt in der Defense Line, die in der Offseason haargenau die richtigen Einkäufe machte: DT #98 Star Lotulelei und DT Kawann Short für die Tackle-Positionen, die bisher eher mittelmäßig besetzt waren.

Short kriegt noch nicht überaus viele Snaps, aber Lotulelei, dieser Berg von der University of Utah, scheint über weite Strecken durchzuspielen – und seine Sache blendend zu machen. Flankiert von den unbestrittenen Ends Johnson/Hardy und im Zusammenspiel mit den rotierenden Short/Edwards/Alexander/Cole ist das erste Ziel dieser Line um Lotulelei: Halte den Linebackers um jeden Preis den Rücken frei.

Diese Linebacker sind #58 Thomas Davis, der nach seiner x-ten Knieoperation besser denn je sein soll, und vor allem #59 Luke Kuechly, der Rookie-des-Jahres 2012, ein Weißer mit Spinnenarmen, dem man eine Linebacker-Position nicht zutrauen möchte, der aber gut erkenntlich einen instinktiven Football spielt und häufig bereits vor dem Snap in die richtigen Lücken schießt; solches Spielverständnis siehst du normalerweise nur von erfahrenen Recken wie auf der anderen Seite Bowman/Willis aus San Francisco.

Weil die Panthers eine unzuverlässige Secondary möglichst intakt halten möchten, lassen Rivera und sein immer noch grünschnäbeliger DefCoord Sean McDermott (wurde vor zwei Jahren von Reid in Philadelphia nach nur einer Saison gefeuert) fast nie blitzen. Man achte mal drauf, was die Panthers für Druck auf ihre D-Line und die beiden Super-Linebacker abwerfen, nur um dahinter möglichst alle vier bis fünf Mann in der Deckung zu behalten.

Angesichts dieses GamePlans ist es nichts anderes als fantastisch, was Carolinas Front-Seven veranstaltet, und ein so großer Fan ich von den Offensivspielern wie QB #1 Cam Newton geworden bin bzw. bei WR #89 Steve Smith immer schon gewesen bin: Das Erfolgsgeheimnis der Panthers liegt in erster Linie in ihrer Front-Seven. Die Defense war neben Rivera mein Haupt-Argumentationspunkt in der Panthers-Preview gewesen, weswegen ich die Panthers nicht ganz vorne in das NFC-Rennen hatte schmeißen wollen; soweit würde ich heute zwar auch noch nicht gehen, aber Carolina ist offensiv wie erwartet, und defensiv deutlich besser als erwartet.

Auf der anderen Seite haben sich die 49ers von einem üblen ersten Saisonviertel erholt, und sind seit der Genesung von TE #85 Vernon Davis nicht wiederzuerkennen: Es gibt zwar noch immer kaum anspielbare Wide Receivers abseits von WR #81 Boldin, aber QB #7 Kaepernick groovte sich aus dem Loch heraus und hat die Pass-Offense schon wieder bei 7.1 NY/A und im obersten NFL-Viertel. Die Niners sind bisher mit Verletzungen besser umgegangen als man hatte befürchten müssen, und konnten in der Abwehr auch die zeitweisen Ausfälle von Bomben wie Willis oder Aldon Smith halbwegs kaschieren, sodass man wieder wie ein möglicher Superbowl-Kandidat aussieht.

Alles in allem ist San Francisco sicherlich die etwas besser besetzte – und möglicherweise trotz Riveras viel zitiertem Sinneswandel besser gecoachte – Mannschaft. Die 49ers haben Heimvorteil. Sie sind der Favorit in dieser Partie, aber es dürfte einer exzellenten Vorstellung bedürfen, um diese Carolina Panthers in Schach zu halten.

NFL-Sonntagsvorschauer 2013, Week 10: die 19.00-Uhr-Spiele

[Update, So 12h36] Ich habe unten dran den Sendeplan ergänzt. – korsakoff [/Update]


[Danke an die vielen Gratulanten von gestern und auch nochmal ein großes Danke an korsakoff für den Spielplatz, den Du mir hier immer noch zur Verfügung stellt!]

Um 19.00 Uhr werden die New York Giants (2-6) die Oakland Raiders (3-5) aus den Meadowlands schießen und damit weiterhin so tun, als könnten sie tatsächlich noch nach einem 0-6-Start in die Saison ihre Division gewinnen (nur 2,5 Spiele Rückstand auf Dallas). Daneben versuchen die Falken in Atlanta (2 Siege, 6 Niederlagen, 20 Verletzte) den Seeadlern aus Seattle (8 Siege, 1 Niederlage mit 1/2 Kraft) ein Bein zu stellen. Vergebens. Seattle spielt wie ein Super-Bowl-Sieger: Locker anrollen und häßlich gewinnen im Spätsommer; langsam warm laufen im Herbst und dann mit durchdrehenden Rädern im Januar erschöpfte Gegner überfahren. Neben diesen beiden Spielen versuchen zur europäischen Abendbrotzeit drei Divisionen, jetzt endlich mal ihre Hackordnung festzulegen.

AFC North

Cincinnati Bengals (6-3) @ Baltimores Ravens (3-5)
Buffalo Bills (3-6) @ Pittsburgh Steelers (2-6)
Cleveland Browns (4-5): BYE

Record /DivGames

  1. Cincinnati 6-3 / 1-1
  2. Cleveland 4-5 / 2-1
  3. Baltimore 3-5 / 1-2
  4. Pittsburgh 2-6 / 1-1

Die NFC East ist ja bekanntlich die Lachnummer dieser Saison, aber spätestens seit fast alle Pro Bowler der harten Bengals-D im Lazarett sind, mischt auch die AFC North kräftig im Bodensatz mit. Cincinnati (6-3) ist hier zwar ziemlich deutlich die stärkste Mannschaft, aber ohne ihre beiden Superstars DT Geno Atkins und CB Leon Hall sind sie erst mal eine Stufe unterhalb von großartig. Mit den Baltimore Ravens (3-5), die letzte Woche in Cleveland verloren haben, bekommen sie jetzt zum Glück erst mal einen Aufbaugegner vor dir Flinte. Baltimores Angriff stottert so vor sich hin. Ausgangspunkt des ganzen Elends ist – wie so oft – die Offensive Line. Verletzte (Guard Osemele), mitten in der Saison neu gekommene Starter (LT Monroe) und ein Center in seinem ersten Jahr als Starter (Gradkowski) sind zu viele Schwachstellen. Darunter leidet das Laufspiel (70 Yards/Spiel, 2,8Yds/carry; oder ist Ray Rice jetzt schon zu alt?) und darunter leidet der Quarterback, der dieses Jahr schon 25 Mal gesackt wurde. Joe Flacco leidet außerdem unter dem Fehlen von zwei sicheren Notfalloptionen. WR Anquan Boldin und TE Dennis Pitta können von UDFA Marlon Brown und Opa Dallas Clark nicht ersetzt werden. Die große Schwachstelle, die O-Line, wird auch gegen Cincy der Knackpunkt sein. Denn auch wenn Atkins verletzt fehlt, sind mit Michael Johnson, Carlos Dunlap und mit Abstrichen und Wallace Gilberry und Margus Hunt noch genügend QB-Jäger dabei, die Flaccos Rübe zum Klingeln bringen werden. Vor allem ist dieses Spiel die Möglichkeit für QB Andy Dalton, ein Ausrufezeichen zu setzen und deutlich zu machen, wem jetzt die AFC gehört. Die Bengals sollten es nicht unnötig spannend machen.

Die Pittsburgh Steelers (2-6) warten nur auf so einen Durchhänger. Die Steelers spielen zwar immer besser, aber sie verlieren trotzdem. Mal durch dämliche Ballverluste, mal durch verschossene kurze Field Goals und mal, weil sie zufällig in Tom Bradys „I´m-not-done-yet-game“ geraten sind. Jetzt kommt ein Rookie-QB direkt aus der Reha ins Heinz Field. Das ist die perfekte Möglichkeit für ihr eigenes „we´re-not-done-yet-game„. Zu spät? Pittsburgh hat nur 2,5 Spiele Rückstand auf eine Wild Card. Diese Wild Card hätten im Moment die New York Jets. Ohne Scheiß.

AFC South

St. Louis Rams (3-6) @ Indianapolis Colts (6-2)
Jacksonville Jaguars (0-8) @ Tennessee Titans (4-4)
[22.25Uhr: Houston Texans (2-6) @ Arizona Cardinals (4-4)]

Record /DivGames

  1. Indianapolis 6-2 / 2-0
  2. Tennessee 4-4 / 0-1
  3. Houston 2-6 / 1-1
  4. Jacksonville 0-8 / 0-1

Gar nur ein halbes Spiel hinter Gang Green sind die Tennessee Titans (4-4). Ich hab keine Ahnung, wie diese Titans einzuschätzen sind. DC Gregg Williams blitzt wie eh und je. Und auf der anderen Seite versucht sich QB Jake Locker semi-erfolgreich daran, ein richtiger NFL-QB zu werden. Da Tennessee diese Woche die Jacksonville Jaguars (0-8) empfängt, wird man nicht sehen können, wo sie wirklich stehen. Der Lackmustest kommt dann am Donnerstag gegen Indy.

Die Indianapolis Colts (6-2) spielen geradezu grotesk über ihre Verhältnisse. Mit Seattle, San Francisco, Denver und Houston haben sie schon vier Mannschaften geschlagen, die letztes Jahr in der zweiten Playoff-Runde waren. Der Hauptgrund dafür ist natürlich Wunderkind Andrew Luck. Auch ohne Reggie Wayne (und Dwayne Allen) hat er letzte Woche einen 3-21-Rückstand zur Halbzeit noch gedreht. Immer besser wird dabei auch die Verteidigung. Diese lebt hauptsächlich von DE Robert Mathis, der die Saison seines Lebens spielt. CB Vontae Davis und der schnelle LB Jerrell Freeman haben auch immer wieder lichte Momente und wenn auf der anderen Seite eben Luck steht, reicht das aus. Luck muß nur aufpassen, daß er sich nicht verletzt mit seinem wilden Spielstil gegen zwei kreuzgefährliche pass rushers in Robert Quinn und Chris Long. Solange er nicht mit einer Gehirnerschütterung raus muß, sollten Kellen Clemens & Co hier keine Gefahr darstellen.

Houston (2-6) spielt dann später am Abend noch in Arizona (4-4). Eine der gefährlichsten Verteidigungen bekommt zum Spielen einen kleinen Quarterback in seinem dreitten Start zum Fraß vorgeworfen. Jener Case Keenum war bisher aber nicht nur sehr unterhaltsam, sondern richtig effektiv. Der QB auf der anderen Seite, Carson Palmer, ist alles andere als effektiv. Das wird eine aggressive Verteidigungsschlacht: JJ Watt, Calais Campbell, Daryl Washington und mittendrin der Honey Badger – spektakuläre Plays sind hier garantiert.

NFC North

Detroit Lions (5-3) @ Chicago Bears (5-3)
Philadelphia Eagles (4-5) @ Green Bay Packers (5-3)
[bereits Donnerstag: Minnesota Vikings 34, Washington Redskins 27]

Record /DivGames

  1. Chicago 5-3 / 2-1
  2. Detroit 5-3 / 2-1
  3. Green Bay 5-3 /2-1
  4. Minnesota 2-7 / 0-3

In der NFC North haben wir plötzlich eine völlig neue Spielsituation. QB Aaron Rodgers hat sich im Monday Night Game das Schlüsselbein gebrochen und fällt für mehrere Wochen aus. Er wird vorerst vertreten von Seneca Wallace, der nicht mal im Trainings Camp war. Alle Welt wartet natürlich darauf, daß die Green Bay Packers (5-3) jetzt den arbeitlosen Matt Flynn wieder verpflichten (in seinem letzten Spiel für GB, 2011: 480 Yards, 6 TDs), aber mindestens diesen Sonntag bekommt nochmal Wallce eine Chance. Erleichtert wird Wallace die Sache immerhin von einem immer besser werden Laufspiel. Am Montag gegen die Bears waren es 200 Yards auf dem Boden. Heute Abend gegen die wilden Vögel aus Philadelphia ist alles möglich. Letzte Woche hat Nick Foles sieben Touchdowns geworfen; in den zwei Wochen zuvor hat die gesamte Offense nur drei Punkte gemacht.

Wenn die Cheeseheads Glück haben mit ein paar big plays und Fumbles, die zufällig in die eigenen Hände springen, sind die Playoffs gar nicht so fürchterlich weit weg. Ebenfalls um eins spielen die Detroit Lions (5-3) im Soldier Field bei den Chicago Bears (5-3). Diese haben besagtes Monday Night Game mit Josh McCown gewonnen, der richtig anständig ausssah (auch weil bei den Packers nicht nur der QB, sondern auch etliche Verteidiger verletzt fehlten). McCown mußte Jay Cutler vertreten – die Black&Blue-Division wird diese Saison ihrem Namen mehr als gerecht. Wahrscheinlich ist Cutler heute wieder am Start, aber wichtiger für den Angriff sind die beiden WRs Brandon Marshall und Alshon Jeffrey, die eher die Figur eines Tight Ends haben. In Kombination mit ihrem TE Martellus Bennett, der die Figur eines dicken Defensive Ends hat, bieten die Bears ein wirklich furchteinfößendes Trio (zusammen 130 catches für fast 1700 Yards auf fast sechs Metern Körperlänge und 330kg), das jede Secondary körperlich überragt. Matt Forte hat nun auch schon 1000 yards from scrimmage.

Es ist beeindruckend, wie der neue HC Marc Trestman die Puzzleteile so zusammengefügt hat, daß bei den Bears das erste Mal seit Jahren die Offense die Defense mitschleppt – und nicht andersrum. Dieser Haufen ist mittlerweile unter aller Kanone (schlechteste Mannschaft nach passing yards/attempt, 24. nach rushing yards/attempt), was nur manchmal noch von den vielen provozierten Ballverlusten kaschiert wird. In Woche vier haben die Lions den Bears 400 Yards und 40 Punkte eingeschenkt. Nichts spricht dafür, daß es heute abend gegen Megatron und seinen Raketenwerfer Stafford weniger werden. Detroits Verteidigung ist auch über kaum einen Zweifel erhaben, aber mit dem wiederbelebten Reggie Bush und den beiden 2-Meter-Männern Kris Durham und Joseph Fauria (bei keinem anderen Spiel laufen so viele so große skill players rum) neben Megatron kann Detroit jeden shoot-out gewinnen. Mit Rodgers´ Verletzung ist die NFC North wieder sperrangelweit offen – jetzt muß nur noch jemand zugreifen.

Nachtrag – der Sendeplan

SPORT 1 US mit folgendem Plan:

19h    Chicago Bears - Detroit Lions
19h    Baltimore Ravens - Cincinnati Bengals (*)
22h05  San Francisco 49ers - Carolina Panthers
22h25  Arizona Cardinals - Houston Texans (*)
02h25  New Orleans Saints - Dallas Cowboys

PULS4 bringt diesmal in Österreich ab 22h35 die Partie San Francisco – Carolina; der Gamepass ist erneut für eine Woche gratis abonnierbar. Nicht vergessen, dass bei Gratis-Registrierung eine Kündigung vor 15.11.2013 erfolgen muss, oder die Gebühr wird doch eingehoben.