Sunday Night Game #10 Preview: New Orleans Saints – Dallas Cowboys Preview

Das Sunday Night Game (ab 2h30 live auf SPORT1 US und Gamepass) als Spiel mit Beziehungsstatus „es ist kompliziert“. Saints gegen Cowboys wird immer ein Spiel sein, in dem die Person des Sean Payton eine zentrale Rolle spielt: Payton ist als ehemaliger OffCoord unter Cowboys-Fans noch immer extrem beliebt, und viele würde einen Cowboys-Headcoach Sean Payton lieber sehen als einen Cowboys-Headcoach Jason Garrett. Garrett auf der anderen Seite war früher mal Backup-QB bei den Saints und gilt noch immer als Kenner der Saints-Franchise. Tja, und es gibt noch Rob Ryan: Einst DefCoord bei den Cowboys und dort gefühlt zu Unrecht rausgeworfen. Heute ist Rob DefCoord bei den Saints – und er will sich für die Entlassung rächen.

Auf dem Platz geht es heute – und das mag merkwürdig klingen – möglicherweise für die Saints (6-2) um mehr als für die Cowboys (5-4). Das hat Gründe: New Orleans spielt in der heftigeren Division, und dort sind ihnen die Panthers gehörig auf die Pelle gerückt; vermutlich muss man in der NFC South schon die Division gewinnen um die Playoffs zu erreichen, da eine Wildcard in der NFC in den Westen zu gehen scheint, und sich für die zweite gleich mehrere Teams aus der NFC North bewerben. Dallas dagegen muss „nur“ eines: Seine Division gewinnen. Und die NFC East ist vermutlich einfacher zu holen als die South-Division der Saints.

Von den Formationen her kann man sich heute auf ein 1A-Passfeuerwerk mit zirka siebenundvierzig verschiedenen Spread-Aufstellungen aus der Shotgun-Formation einstellen. Runningbacks stellen beide nur zur Tarnung auf bzw. um den Blitz aus der zweiten Reihe des Gegners zu verhindern. Ein Studienkollege erklärte mir das mal vor einigen Jahren so: Manchmal siehst du als Abwehrspieler einen Gegner mit 5x Offense Line plus QB im Backfield. Dazu 5 WR oder 4 WR plus TE. Für dich als Defense heißt das: Ein Linebacker blitzt unabhängig vom PlayCall, da der Gegner gar nicht genug Leute zum „Blitz-Pickup“ (Aufnehmen des blitzenden Verteidigers; normalerweise der Job eines RB oder FB) haben kann.

Die Krux: Beide Defensive Coordinators haben sich den Ruf angelacht, Blitz-Fans zu sein; Ryan ist eh verrückt genug, um im Notfall 50x pro Spiel hopp-oder-topp zu spielen. Selbst wenn nicht jeder Spielzug, der nach Blitz aussieht auch ein „Blitz“ ist, geht hier alles über die Aggression. Aber auch der greise Cowboys-DefCoord Monte Kiffin, der Entwickler der „Tampa-2 Defense“ soll diese Saison mehr blitzen als gewohnt.

Könnte also ein lustiges Sack- oder Touchdown-Spielchen werden. Beide Quarterbacks spielen für mein Ermessen fassungslos gute Saisons. Beide Defenses haben ein paar potenzielle „Game-Changer“ in ihren Reihen (Saints: DE Jordan, S Vaccaro | Cowboys: DT Hatcher, DE Ware (wenn fit), LB Lee). Personell sehe ich keine weltbewegenden Unterschiede, aber bei den Coaches hat New Orleans einen beträchtlichen Vorteil. Und die Saints haben Heimvorteil. Setze niemals gegen die Saints im Louisiana Superdome.

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