NFL-Power Ranking 2013, Week 10: Die Wüste gibt ihr Geheimnis preis

Die Jacksonville Jaguars holten den ersten Saisonsieg. Der war wichtig für das Selbstbewusstsein dieser Franchise, die seit dem Owner-Wechsel auf Shadid Khan vor nunmehr fast zwei Jahren sehr umtriebig versucht, ihr graues Imkage aufzubessern. Jacksonville ist nicht wie Detroit 2008, das damals die negativste Saison brauchte, um endgültig die Reißleine zu ziehen und sich von Grund auf selbst zu sanieren. Jacksonville 2013 hat die Grundsteine zur Sanierung schon gelegt, und wusste um die Schwierigkeit, heil durch diese Saison zu kommen. Ein 0-16 hätte viel mehr Gespött bedeutet als es diese Franchise verdient hat.

Der Sieg über Tennessee kam in etwa so zustande, wie ein Jaguars-Sieg 2013 zustande kommen musste: Ein quasi-spielunfähiger verletzter gegnerischer Quarterback, vier Turnovers beim Gegner, ein Fumble-Return zum TD und halbwegs opportunistische eigene Offense. Mehr können die Jags 2013 nicht, aber sie können gegen einen strauchelnden Mittelklasse-Gegner – nix anderes war Tennessee – zuschlagen, wenn es die Situation erlaubt. Das haben sie gemacht, und nun kann die zweite Saisonhälfte in Ruhe und ohne Angst vor der Lächerlichkeit abgeschenkt werden.

Bei den Tampa Bay Buccaneers war eh nie die Gefahr einer sieglosen Saison. Die waren das vermutlich beste 0-8 Team aller Zeiten. Tampa fightete sich zu einem grundsoliden 22-19 Sieg über Miami. Leistung: Sehr gut.


Lass mich mal ein gefühltes Power-Ranking andenken. Wir haben mehrere Fraktionen:

  • CU in February: Seattle und San Francisco. Es kann nur einen von beiden geben, wenn überhaupt, klar, aber das sind die optisch überzeugendsten Teams bisher. Ja, San Francisco.
  • CU in January, weil wir so gut sind: New Orleans, Carolina, New England, Kansas City, Denver, Green Bay, Detroit. Ich weiß, dass die Rechnung in der NFC nicht aufgeht, weil es keine drei Wildcards geben wird, aber in etwa so fühlen sich die Teams an; bei den Packers natürlich einen gesunden Aaron Rodgers vorausgesetzt.
  • CU in January, weil die anderen so schlecht sind: Miami, NY Jets, Houston, Tennessee, Cincinnati, Baltimore, Cleveland, Pittsburgh, San Diego. Also das komplette AFC-Wildcard-Feld in der Bewerbung um den sechsten Seed (einer von diesen wird auch an die AFC North gehen).
  • Ciao im Dezember, weil die anderen zu gut sind? Arizona, Chicago. Das Los des NFC-Durchschnittsteams: Besser sein als die Counterparts in der AFC, aber die Gegner sind zu hochklassig. Oder? Wir werden über ein Team gleich nachher noch mehr lesen…
  • CU in January, weil einer die NFC East gewinnen muss: Dallas. Es muss aber nur einer heißlaufen, das Dallas rausfliegt.
  • Ciao im Dezember, weil nur einer die NFC East gewinnen kann: Philadelphia, NY Giants, Washington. Es muss aber nur einer heißlaufen, dass statt seiner Dallas rausfliegt.
  • Identitätskrise: Indianapolis, St Louis. Das 38-8 vom Wochenende dürfte das überraschendste Ergebnis der Saison sein. Bezeichnend, dass zwei der drei unberechenbarsten Teams (neben den Jets) daran beteiligt waren.
  • Saison im Gully: Atlanta, Minnesota, Buffalo, Tampa Bay.
  • Hauptpreis Bridgewater: Jacksonville, Oakland.

Vom gefühlten zum „offiziellen“ Sideline Reporter Power-Ranking nach Woche 10.

NFL-Power Ranking 2013, Week 10

NFL-Power Ranking 2013, Week 10

WP entspricht der Siegchance der jeweiligen Franchise gegen eine standardisierte, durchschnittliche NFL-Franchise, (LW) ist das Ranking von letzter Woche, E16 ist WP hochgerechnet auf 16 Spiele (WP*16 = E16), SOS ist der bisherige Strenght of Schedule, den dieses Modell für die jeweilige Franchise errechnet, Rs die Platzierung des Schedules, W-L die tatsächliche Sieg-Niederlagen-Bilanz jeder Franchise zum Ende der Woche 10.

Statistik-Sektion

Wichtigste Statistik-Inputs für Week 10

Wichtigste Statistik-Inputs für Week 10

Kommentar-Sektion

Das Spiel EaglesPackers sei ganz kurz aus dem Blickwinkel des Power-Rankings diskutiert, über den man Bescheid wissen sollte: Das Ranking weiß um keine Verletzungen. Der Fall Green Bay ist deswegen so krass, weil hier der beste und wichtigste Spieler der NFL, QB Aaron Rodgers, durch einen third stringer (Tolzien) ersetzt wird, der bislang keinen NFL-Pass geworfen hat. Das ist die krassest mögliche Verletzung seit Manning in Indianapolis ausfiel; allerdings spielte Manning nicht ein einziges Down in jener Saison und war insofern für das Power-Ranking irrelevant. Bei Rodgers nein. Hier rechnet das Ranking für den nächsten Monat mit den Werten, als spiele Rodgers noch mit.

Damit dürfte Green Bay die nächsten Wochen mit Vorsicht zu genießen sein, aber nicht nur Green Bay, sondern auch deren Gegner: Diese profitieren aus Ranking-Sicht in zweierlei: Sie werden bessere Defense-Werte einfahren (weil Tolzien eben nicht Rodgers ist), und sie kriegen einen Boost durch den Strength of Schedule, der Green Bay aktuell mit Sicherheit überbewertet. Insofern „Glück“ für die Eagles, die diese Woche massive Pluspunkte sammeln konnten, obwohl der Sieg eigentlich eine Art „Muss-Sieg“ war gegen einen übel angeknockten Gegner.

Ich werde übrigens das Ranking nicht auf die Rodgers-Verletzung anpassen, da ich ansonsten auch für weitere Verletzungen Adjustments machen müsste, Adjustments, für die schlicht genügend Daten aus der Historie fehlen. Ich bitte, die im Hinterkopf zu behalten.


Ich hab’s oben schon angesprochen, und nun der genauere Blick auf ein Team, das bisher völlig übersehen wurde. Schon letzte Woche schaute ich erstaunt auf mein Ranking der besten Defenses, und sieht da: Die sechsbeste gehörte den Arizona Cardinals! Nach einer weiteren exzellenten Cards-Vorstellung gegen Houston rückt Arizona diese Woche sensationell auf #10 im Gesamt-Power Ranking vor (letzte Woche: #19). Zugegeben, der Leistungssprung in absoluten Werten war nicht ungeheuerlich, aber trotzdem: Ich horche auf.

Was macht die Cards so besonders? Die Offense ist es nicht wirklich. 5.9 NY/A im Passspiel ist in einem Vakuum leicht unterdurchschnittlich und NFL-weit #20, und die mit 38% nur 26t-beste Lauf-Offense auch net so beeindruckend, und 4.7 INT pro 100 Passversuche sind gar der zweitschlechteste Wert der Liga, aber jetzt kommt’s: Geschafft hat Arizona das gegen den drittschwersten Schedule der Liga. Das Power-Ranking legt Wert auf Schedule-Anpassung, und belohnt die Cards dafür, diese Zahlen gegen einen solchen Schedule erreicht zu haben.

Was sehe ich bei den Arizona Cardinals? Eine weiterhin unterdurchschnittliche Offense Line. Einen QB Palmer, der zwar mit 15 INT mehr Turnovers begeht als Touchdowns, aber im Vergleich zu allem, was in Arizona die letzten drei Jahre Pässe geworfen hat, trotzdem drei Klassen höher einzustufen ist (Palmer = NFL-Durchschnitt). Eine unverständliche Situation auf Runningback, wo weiterhin mit Rookie Andre Ellington (7.2 Y/A) einer der effizientesten Offensivspieler der Liga hinter dem komplett ineffizienten RB Mendenhall (3.1 Y/A) zurückstehen muss. Mit welchen Augen schaut Arizonas Coaching-Staff die Spiele? Ist es Arians‘ Nibelungentreue zu Mendenhall, den er einst in Pittsburgh eigenhändig aus dem College draftete? Auf alle Fälle hat man eine solche Fehl-Rotation von Runningbacks zuletzt 2010 in Kansas City gesehen, wo damals Thomas Jones (3.1 Y/A) mehr Carries bekam als Jamaal Charles (6.5 Y/A). Diese Aufstellungsfehler kosten Arizona massig Prozentpunkte im Laufspiel – da ich annehme, dass Ellington früher oder später mehr Spielzeit bekommen wird (er muss!), erwarte ich von der Laufspiel-SR% einen baldigen Anstieg.

Ach, und Arizona hat: Eine extrem schnelle, wuchtige Defense. Diese Defense ist nach dieser Woche die #7 der Liga in meinem Ranking (letzte Woche wie gesagt #6). Der Kollege Herrmann schwärmt bekanntlich seit Jahren von Jungs wie DL #93 Calais Campbell oder LB #58 Daryl Washington, und ich hab auch noch einen dritten anzubieten, einen, der bislang als überschätzt galt: CB #21 Patrick Peterson. Houstons Andre Johnson, kein schlechter seines Fachs (das mag eine Untertreibung sein), musste am Sonntag einige der besten Zaubercatches seiner langen Karriere auspacken, um Peterson beizukommen. Ein sagenhafter Mann. Es scheint sich für Peterson im dritten Profijahr auszuzahlen, dass er nun so lange so konsequent in Manndeckung gestellt wurde, bis er es auf die harte Tour gelernt hat.

Arizona gewann zwar knapp gegen Houston, aber Houston ist mit 2-7 Record extrem unterschätzt. Es brauchte einen Defense-TD für Arizona, aber das Spiel mal nüchtern betrachtet, war Arizona die bessere Mannschaft. Arizona hat Carolina geschlagen. Arizona hat Detroit geschlagen! Die Lions-Niederlage in Woche 2 dort sieht mit einem Mal nicht mehr so übel aus… Kurzum: Mir dämmert, dass ich da bisher möglicherweise ein Team massiv unterschätzt habe. Ich bin vermutlich nicht allein, denn niemand interessiert sich für ein Team, das in der einsamen Sonorawüste ihr Dasein fristet. Aber dafür haben wir die Advanced-Stats, damit wir solche Teams genügend würdigen können.


Nachklapp zu Bengals @ Ravens. Jo, die Ravens gewannen, und sie hätten ohne einen unmöglichen Hailmary-TD keine Overtime gebraucht, aber das war trotzdem nix. Die Ravens sind keine Verirrung im Power-Ranking an #30. Sie gehören ziemlich genau dorthin. Das Hauptproblem ist die Offense: QB Joe Flacco hat wenig bis nix zum Arbeiten und vor allem genau null Laufspiel-Hilfe (Ravens-Laufspiel: 28% Success-Rate, was zu diesem späten Zeitpunkt in der Saison ohne Vergleiche ist). Trotzdem fand ich Flacco auch gegen Cincinnati unterirdisch. Flacco hatte einen guten Spielzug in der Overtime, als er sich die Zeit für einen 1st-Down Pass erkaufte, aber sonst? Sterilität 68 Minuten lang. Die 20 Punkte bekamen die Ravs geschenkt durch Bengals-Turnovers und Gio Bernard Negativ-Lauf. Ravens 2013: #25 Pass-Offense, #32 Laufoffense. Die Defense ist allerdings stark und eigentlich zu schade, um einen derartigen Schrotthaufen an Offense durchzuschleppen.

Aus den Bengals werde ich nicht schlau, obwohl jeder Laie der Checkliste entlang haarklein die Stärken und Schwächen aufzählen kann. Die Defense ist nicht das Problem; Baltimore ist kein Prüfstein, aber trotzdem musst du eine NFL-Offense erstmal so komplett dermaßen abwürgen wie Cincinnati auch gegen Baltimore wieder – zumal ohne die beiden wichtigsten Einzelspieler DT Atkins und CB Hall. DefCoord Mike Zimmer, alle Achtung! Die Offense wird Cincinnati über kurz oder lang killen. QB Andy Dalton hat den tiefen Ball einfach nicht drauf, kannste machen wasse willst.

Krasses Team sind sie, die Bengals: Letzte fünf Spiele zuerst zweimal en suite durch Last Second-FG gewonnen, dann die Jets mit 40pts-Sieg nach Hause geschickt, dann zwei Overtime-Pleiten hintereinander. Klingt erstmal nicht nach #4 im Power-Ranking, aber dort oben wird Cincinnati noch verortet.


St Louis Rams… rein optisch hätte ich die Rams schon das ganze Jahr höher als ihre mickrige Position im Power-Ranking eingestuft, aber es gab nix dran zu rütteln, dass weder die Pass-Offense noch die Pass-Defense in irgendeiner Weise konkurrenzfähig waren. QB Bradford konnte seine schwachen Effizienz-Stats mit sehr guten Turnover-Werten kaschieren, weswegen die Rams auch Spiele bei aller sonstigen Grottigkeit gewannen. Backup-QB Clemens ist effizienter als Bradford, das Defensive Backfield nutzt mittlerweile zumindest halbwegs den „vorne“ entfachten Wirbel der Passrusher um DE Long und DE Quinn, und schwupps sehen die Rams wie eine ernst zu nehmende Mannschaft aus. Ich kann mich erinnern, dass St Louis schon letztes Jahr besser abschloss als es ihr Power-Ranking erwarten ließ; das fällt positiv auf Headcoach Fisher zurück (ich lobte Fisher schon mehrfach). Wenn Fisher im nächsten Draft den richtigen Quarterback findet (und OC Schottenheimer austauscht) und einen der vielen sonstigen hohen Picks in den richtigen Defensive Back investiert, ist diese physische Mannschaft schneller als man denkt in den Top-10.

Indianapolis dagegen rutscht quer durch die Boards erstmal runter auf #15, wobei ich zugebe, dass mit die Heftigkeit des Absturzes schon überrascht. Aber die Colts haben in der Pass-Defense ordentlich eingebüßt (mittlerweile 7.0 NY/A), und vor allem hat ihr Schedule diese Woche einen bösen Knick erlebt: Einige der bisherigen Gegner wie Oakland, Miami oder San Francisco büßten massiv Boden ein und ziehen damit auch die Wertigkeit der Colts-Leistungen gegen diese Teams nach unten.

Indy ist damit erstmal dort angelangt, wo ich sie vor Saisonstart verortet hätte. Der Saisonstart der Colts war viel besser als ich erwartet hatte; seit die Verletzungen zuschlagen und vor allem WR Reggie Wayne nimmer helfen kann, die üble Offense Line zu kaschieren, ging es aber rapider mit den Colts abwärts als ich vermutet hätte.


Im Conference-Vergleich wird die NFC immer dominanter:

  • NFC .541
  • AFC .459

Wenn wir die besten Divisionen messen, geigt die NFC West dann auch schon mittlerweile gehörig auf (u.a. drei Teams in den Top-10 des Power-Rankings); die AFC South gurkt immer tiefer gen Bodensatz. Auffällig ist auch der Split: Alle vier NFC-Divisionen gelten als mittlerweile überdurchschnittlich; alle vier AFC-Divisionen als unterdurchschnittlich.

  1. NFC West .580
  2. NFC North .538
  3. NFC South .524
  4. NFC East .522
  5. AFC West .495
  6. AFC North .479
  7. AFC East .452
  8. AFC South .409

Award Watch

  • MVP-Watch: Peyton Manning, Drew Brees, Romo, Andrew Luck, Dontari Poe, Calvin Johnson
  • Offensiv-MVP: Manning, Jimmy Graham, Calvin Johnson, LeSean McCoy
  • Defensiv-MVP: J.J. Watt, Poe, Justin Houston, Ndamukong Suh, Richard Sherman, Luke Kuechly
  • Rookie-Watch: Sheldon Richardson, Star Lotulelei, Kiko Alonso, Andre Ellington, Eddie Lacy, Keenan Allen
  • Coach-Watch: Sean Payton, Andy Reid, Ron Rivera

In der Offense kehrt LeSean McCoy nach nur kurzer Zeit wieder ins Blickfeld zurück. Mit Luke Kuechly heißen wir einen Neuling im Blickfeld für den Defense-Player-of-the-Year Award willkommen. Das Feld ist mittlerweile hochklassig genug, dass Ndamukong Suh nur mehr mit etwas gutem Willen drin bleibnt. Bei den Rookies wird es Zeit, DeAndre Hopkins von der Liste zu streichen und zwei Neulinge aufzunehmen: RB Eddie Lacy aus Green Bay und WR Keenan Allen aus San Diego. Lacy war am College eine Nummer kleiner als sein dortiger Teamkollege Trent Richardson, aber in der NFL hat er schon jetzt mehr bewegt als „TRich“. Allen ist mittlerweile das tragende Element der Chargers-Offense und somit wertvoller als Hopkins.

Andre Ellington bleibt. Arizonas Coaching-Staff muss nur schleunigst kapieren, was er an dem Jungen hat; Gio Bernard wird nicht aufgenommen, aber es ist ein „noch nicht“ mit Zusatz „wohl sehr bald“. Beide kommen momentan zu wenig zum Einsatz. Allein vom angedeuteten Potenzial sind beide aber bereits die mit großem Abstand besten Optionen für ihre jeweiligen Teams.

Bei den Coaches fliegt Pagano erstmal runter. Doug Marrone von Buffalo und Marv Lewis aus Cincinnati haben sich endgültig mit subparen Eindrücken verabschiedet und werden dieses Jahr wohl nicht mehr aufgenommen.

Sieg-Wahrscheinlichkeiten für Woche 11

Woche 10 verlieft für das Power-Ranking schlecht: Nur eine 6-8 Bilanz. Über die Saison sind das nun 53-30 richtige Tipps, also 63.8%. OK, die Rodgers-Verletzung war dem Ranking nicht bekannt. Persönlich hab ich noch schlechter abgeschnitten und nur fünf richtige Tipps an diesem Spieltag abgegeben; man könnte auch sagen, ich war dabei 2-7 in engen Spielen. Damit habe ich bei NFL-Crush meine geteilte Führung erstmal wieder verloren.

HOME                 %   AWAY                  %
Tennessee           53   Indianapolis         47
Buffalo             52   NY Jets              48
Chicago             76   Baltimore            24
Cincinnati          73   Cleveland            27
Philadelphia        77   Washington           23
Pittsburgh          39   Detroit              61
Tampa Bay           48   Atlanta              52
Jacksonville        17   Arizona              83
Houston             80   Oakland              20
Miami               48   San Diego            52
New Orleans         66   San Francisco        34
NY Giants           44   Green Bay            56
Seattle             87   Minnesota            13
Denver              75   Kansas City          25
Carolina            66   New England          34

Eine Woche, auf die ich mich ungemein freue. Ich hoffe, Arbeits- und Uni-Stress lassen einen NFL-Sonntagabend zu, denn da sind – mit Verlaub – geile Matchups drunter. Vier Spiele innerhalb der 53%-Marke ist unerhört, und die besten Matchups sind da noch nichtmal inbegriffen: Saints-49ers, Broncos-Chiefs und Panthers-Patriots sind alles Spitzenspiele mit massiven Play-Implikationen.

Ad-hoc widersprechen würde ich der Packers-Favoritenstellung in New York (aus bekannten Gründen), und auch bei Lions @ Steelers sehe ich durchaus Upset-Potenzial: Die hochoktanige Lions-Offense im Schlamm des Heinz Field? Schaue ich mir an. Atlanta in Tampa Bay favorisiert? Hm…

Denver gegen Kansas City wurde von NBC via Flex-Scheduling in die Primetime gehievt und ist bei uns leider, leider nur in der Nacht zu sehen. Das Modell gibt es den Broncos eine 75%ige Chance zuhause gegen die Chiefs, was 3 aus 4 entspricht – würde ich so unterschreiben. Es riecht viel danach, dass die alten Kämpen der 72er Dolphins den Sekt schon mal kalt stellen können – für die ritualisierte Feier zur Niederlage des letzten Ungeschlagenen.