Die heißen Sessel

Ein paar Gedanken zu den Wackelkandidaten auf den Trainersesseln der NFL-Teams.

Mike Shanahan

Nach Gary Kubiaks Entlassung ganz klar der nächste gefährdete Head Coach, die Saison nicht zu überstehen. Shanahan ist dead man walking und wird spätestens zum Ende der Saison gehen. Zurecht? Ich bin da gespalten. Das Pro-Argument wäre „…aber die Entwicklung!“. 2012 war ein Jahr, in dem die Offense über weite Strecken Klick machte und unter RG3 richtig gut drauf war.

Die Gegenargumente sind aber breiter gestreut: 2012 war der einzige Ausreißer. Shanahan wird seine Zeit bei den Redskins mit 23-39 plus noch drei ausstehenden Spielen beenden. Selbst letztes Jahr war lange Zeit ein Murks, weil die Skins die Defense nicht in den Griff bekamen; dann kam der Siegeslauf, mit einer reibungslosen Offense und einer für ein paar Wochen halbwegs funktionierenden Defense. Mehr war Shanahan nicht.

Vier Jahre. Zwei Jahre Ausrede ob des fehlenden Franchise-QB. Dann war’s die Defense, die auch diesmal keinen Stich machte. Nicht alles ist Shanahans „Schuld“, nachdem Washington erst keine Salary-Cap für Investitionen hatte (siehe Haynesworth) und dann keine Draftpicks für Jungstars (RG3-Trade). Und trotzdem sind vier Jahre vier Jahre, eine angemessene Zeit für NFL-Verhältnisse. 2013 war eine Katastrophe, und nachdem sich Shanahan mit Owner Snyder nicht mehr zu verstehen und seinen eigenen Rauswurf zu provizieren scheint, ist die Reißleine der einzige Ausweg. Weiterlesen