Vor dem Wild Card Weekend 2013/14 am Samstag: Philadelphia Eagles – New Orleans Saints Preview

Das Nachtspiel heute (ab 02h10 live im Gamepass und bei SPORT1 US) ist ein extremst leckeres für die Verhältnisse eines Wildcard-Weekends: Die Philadelphia Eagles (10-6), Sieger der NFC East, empfangen im Lincoln Financial Field die New Orleans Saints (11-5). Es ist ein Spiel, in dem winterliche Verhältnisse erwartet werden, mit Temperaturen in den Minusgraden (Celsius-Skala) und möglicherweise leichtem Schneefall.

Philadelphia zuhause und Schneefall? Check, das hatten wir schon. New Orleans auswärts? Das ist eine Geschichte, die in den Staaten derweil rauf und runter diskutiert wird. Die Saints sind im eigenen Superdome eine Macht mit einer Offense, die in schöner Regelmäßigkeit 4-5 Touchdowns über den Gegner drüberstreuselt und die Spiele in Blowouts ausarten lässt. Die Saints auswärts haben Mühe, überhaupt ihre Spiele zu gewinnen: Sie sind dieses Jahr 3-5. Zu Hause? 8-0. Dieser Split ist zwar zu krass um uneingeschränkt so stehen gelassen zu werden: Es gab zuhause (Falcons, 49ers, jeweils Siege) wie auswärts (Panthers, Patriots, jeweils Pleiten) jeweils wilde Spiele, die im allerletzten Play entschieden wurden. Lass drei Plays anders ausgehen und die Welt sieht schon anders aus.

Allerdings ist der Home/Away-Split bei den Saints schon real: Zuhause macht die Pass-Offense um die QB-Legende #9 Drew Brees sensationelle 8.3 NY/A im Passspiel, während Brees und Co. auswärts nur 6.2 NY/A zustande bekommen. Das ist ein nennenswerter Unterschied, und bei jeweils über 320 Versuchen auch einer, der dem Zufallstest standhält. Heim und Auswärts sind bei den Saints also real, zumindest in dieser Saison 2013/14, wenn auch wohl gern überschätzt.

Also: Kaltes Wetter, zwei Sensations-Offenses. Zwei tolle Coaches. Wie gemacht für ein Klassespiel.

Wenn die Eagles den Ball halten

Die Eagles sind eine famose Mannschaft. Sie haben die #1-Offense nach meinem Power-Ranking. Sie haben den Übergang vom passfreudigen Head Coach Andy Reid zum Innovator [1][2][3] und Fetischist der Spread-Run Offense Chip Kelly fast nahtlos hin bekommen; es gab einige Spiele, in denen es nicht „lief“, aber sie blieben letztendlich die Ausnahme.

Die Eagles spielen eine äußerst ästhetische Offense, die zumindest bisher nicht als „fraud“ (Blender) enttarnt werden konnte. Gebaut um eine massierte Offense Line, die als wie gemacht fürs Lauf-Blocking aussieht, legen die Eagles-Backs in 500 Versuchen sensationelle 2566yds und 19 Touchdowns am Boden hin (5.1yds/Carry) – bei einer selten gesehenen Success-Rate von 49%. Das heißt: Fast die Hälfte der Laufspielzüge endet in einem „Erfolg“ (Erfolg wird hierbei definiert als „meine erwartete Punktzahl aus dem Drive ist nach Ende des Spielzugs höher als vor dem Snap“). Der Ligaschnitt ist 40.7%. Die Standardabweichung ist 3.9%. Die Eagles-Runningbacks sind 2.16 Standardabweichungen erfolgreicher als der Ligadurchschnitt. Sensationell.

Keine Mannschaft setzt mehr read option ein als Philadelphia: ESPN hat eine Studie veröffentlicht, nach der die Iggles 304 der 500 Run-Plays als read option ausgeführt haben, für 1725yds (5.8yds/Carry). New Orleans kennt dieses Spielsystem fast gar nicht, wurde bei den wenigen Downs dieses Jahr dabei für fast 6yds/Carry überfahren.

Chip Kelly konnte auch sein atemberaubendes Tempo mit in die NFL transferieren: Die Eagles erzielen mit 33yds/Drive die sechstmeisten Yards pro Drives und mit 2.12 Punkten die achtmeisten Punkte der Liga, aber ihr durchschnittlicher Drive konsumiert ganze 2:06 Minuten, mit weitem Abstand die #32 der Liga. Speed, Speed, Speed.

Der Superstar ist RB #25 LeSean McCoy, der wenn er halbwegs Lücken bekommt, jede Defense im offenen Feld auseinander zu nehmen imstande ist. Kriegt McCoy Lücken, ist er nicht zu bremsen. Kriegt er keine, ist er der klassische boom or bust-Back. Die Saints haben eine relativ durchschnittliche Lauf-Defense, was für sie ein Kompliment ist, aber sie haben ein System wie jenes der Iggles noch nicht gesehen.

Der Hidden-Champ bei den Eagles ist der junge QB #9 Nick Foles, ein Mann in seinem erst zweiten Jahr. Lange hatte ich Foles als hüftsteifen Werfer verspottet, aber Foles macht, seit er für den verletzten Michael Vick eingewechselt wurde, einen bockstarken Job und fabrizierte eine Saison zum Speichel ablecken: 64% Completion-Rate, 7.9 NY/A, nur 2 INTs in zehn Spielen (bei 27 TD). INTs sind eine volatile Statistik, aber Foles bewies durchaus die Nerven, unter Druck lieber den Ball ins Aus zu werfen als allzu viele Hochrisiko-Bälle abzufeuern. Das einzige, was Chip Kelly an Foles hassen dürfte, ist seine Tendenz, Sacks zu kassieren: 28 Sacks (8.1% Sack-Quote) sind eher überdurchschnittlich, und dürften bei einem Coach, der alles erlaubt nur keine Spielzüge für Negativ-Yards, nicht auf allzu viel Gegenliebe stoßen.

Was können die Saints dagegen ausrichten? Sie haben sich innerhalb eines Jahr von einer der schlechtesten Pass-Defenses ever zu einer richtig guten Abwehr gewandelt, und lassen nur 5.6 NY/A zu – ein Top-10 Wert in der heutigen NFL. Das kommt, wenn man DefCoord Spagnuolo gegen den aktuellen DefCoord Rob Ryan austauscht. Ryan gilt als aggressiver Coach, der gerne mal verstärkten Druck bringt. Das verlangt von der Secondary zusätzliches Standvermögen. Die Saints hatten das heuer oft… aber jetzt ist mit dem Rookie-Safety Kenny Vaccaro der Schlüsselspieler out for the season. Kelly reibt sich gewiss schon die ganze Woche die Eier, was er mit Vaccaros Backup Roman „wandelnder Deckungsfehler“ Harper anstellen wird.

So sehr man die Saints-Defense zu schätzen gelernt hat: Es wäre eine Überraschung, wenn sie ohne zusätzliche Leute in der Box die massive Eagles-OL und das Laufspiel abwürgen könnte – und das ist notwendig, wenn du nicht gegen den Pass blank stehen willst.

Wenn die Saints den Ball haben

Die Saints von Head Coach Sean Payton sind kein Geheimnis in der Offense: Sie werfen, und zwar viel. Drew Brees überbot mal wieder die 5000er-Marke und beendete die Regular Season mit 650 Passversuchen und 5162yds für 39 TD und nur 12 INTs (7.1 NY/A). So wenige INTs wirft Brees nicht immer; Brees gehörte stets zu den QBs, die gerne mal überziehen und für einen tiefen Raumgewinn schon mal einen Turnover riskierten. Nicht so 2013. Einiges davon könnte allerdings glücklichen Fügungen zugeschrieben werden.

Das Saints-Passspiel ist nicht unbedingt ein sonderlich vertikales (nur 18.6% der Pässe gehen über 15yds von der Anspiellinie), aber es ist tödlichst präzise: 68.6% Completion-Rate für Brees, und das ist für ihn nicht die allerbeste Saison. Die Anspielstationen sind extrem breit gestreut: Der Schlüsselspieler „Tight End“ (eigentlich WR) #80 Jimmy Graham macht 86 Catches für 1215yds und 16 TD. Graham ist kein guter Blocker und ehrlicherweise ein verkappter Wide Receiver. Ein ähnlicher Spielertyp ist #12 Marques Colston, der auch meistens in der Spielfeldmitte operiert (75 Catches, 943yds). Dazu kommen aus dem Backfield die fangstarken RB #23 Thomas (77 Catches, fällt heute aber aus) und der Irrwisch #43 Darron Sproles (71 Catches), der häufiger als Passfänger denn Ballträger eingesetzt wird. Die richtigen Wideouts im Saints-System sind mit Moore, Rookie Stills und Meachem eher austauschbare Leute.

Die Eagles dürften dagegen Probleme haben: Ihre Linebacker gelten als zu langsam, mit Ausnahme der #95 Mychal Kendricks, der viele lichte Momente hat, aber dann immer wieder gern mal überzieht und seine Defense verbrennt. Das Defensive-Backfield ist bestenfalls „unterer Durchschnitt“, wobei das Problem für die Eagles vornehmlich bei den Safetys zu finden ist, wo wohl ein Mann wie Pat Chung heute starten muss.

Allerdings gibt es ein gutes Matchup für die Eagles: Die OLBs #58 Cole und #98 Brandon Graham gegen die Offense Tackles der Saints, die schon das ganze Jahr eine Sollbruchstelle stellen. New Orleans musste vor Saisonbeginn den teuren LT Bushrod ziehen lassen, und hoffte, mit LT Charlie Brown und/oder dem Rookie #71 Armstead wenigstens akzeptablen Ersatz im Kader zu haben – aber beide erwiesen sich als unzuverlässig oder richtiggehend überfordert. Wenn Cole und/oder Graham ihre Matchups dominieren, könnte Brees schneller als gewollt unter Druck kommen.


Die Quoten stehen 2.5pts pro Eagles. Mein Power-Ranking gibt den Eagles zuhause eine 53%-Chance zu gewinnen. Es läuft also auf ein knappes Spiel hinaus. Die Auswärtsschwäche der Saints halte ich aus beschriebenen Gründen für real, wenn auch von vielen überschätzt. Ich traue Brees und Co. aber auch im kalten Philadelphia zu, ihr Kurzpassspiel aufzuziehen und eine schnelle Führung zu erspielen, die die Eagles unter Druck setzt.

Die Eagles sind es gewohnt, mit einer Führung zu spielen; dann können sie ihr Laufspiel geduldig aufziehen. Dann kann Nick Foles seine risikolose Offense spielen. Aber was passiert, wenn die Eagles schneller werfen müssen als gedacht? Es gab in mehreren Phasen dieses Jahr Momente, in denen die Iggle-Offense für 2-3 Drives in der zweiten Halbzeit out of sync war, nix aber auch gar nix zustande brachte. Passiert dir das gegen Arizona, okay. Dann kriegste in der Zwischenzeit vielleicht 3 oder 6 Punkte eingeschenkt. Gegen Brees riskierst du 10-14 Gegenpunkte in solchen Phasen.

Wegen des Heimvorteils und wegen des suspekten Defensive Backfields bei den Saints gebe ich den Philadelphia Eagles trotzdem einen leichten Vorteil.

12 Kommentare zu “Vor dem Wild Card Weekend 2013/14 am Samstag: Philadelphia Eagles – New Orleans Saints Preview

  1. Tolle Vorschau, korsakoff.

    Bill Barnwell hat in seiner Vorschau die „angebliche“ Auswärtsschwäche noch mehr kleingeredet als du, weil er explizit auf die Umstände eingegangen ist, wie die Niederlagen zustande kamen. Mir was das aber zu einfach. So weit ich mich erinnere, ist Barnwell auch nicht auf die Pass-Stats eingegangen. Und genau da liegt ja der Hund begraben.
    Betrachtet man eben jene, so sieht man sehr wohl einen klaren Unterschied in der Stärke des Passspiel der Saints, je nach dem, ob sie zu Hause oder in der Fremde spielen.
    Ich hatte beim Schauen auch oft den Eindruck, dass sie auswärts weniger gut passen. Ich halte die „Schwäche“ auch für real, auf jeden Fall realer als der Grantland-Kollege.

    BTW: Lustigerweise hatte ich neulich noch überlegt, dich zu bitten, in deinem Power Ranking, die Effizienzstats nach Heim- und Auswärst zusätzlich aufzusplitten. Eben genau für solche Fälle wie die Saints, Seahawks oder Patriots. Aber das ist wohl zu viel Arbeit für zu wenig Nutzen, vermute ich.

    Die von dir angesprochene ESPN-Studie ist auch sehr interessant. Da liest man ständig davon, dass die Read-Option wieder verschwindet oder die NFL bereits MIttel dagegen gefunden hat, und da haben die Eagles mit genau jener Read-Option die effizienteste Offense der Liga.

  2. Dass ein Heimvorteil existiert, ist nicht zu bestreiten, über alle Sportarten hinaus. Das Interessante ist auch, dass (ich meine mich erinnern zu können das gelesen zu haben) die Heimmannschaft über alle Sportarten hinweg rund 55-60% der Spiele gewinnt (bzw. in den Remis-trächtigen Sportarten wie Fußball halt seltener verliert).

    Im Football hat die Heimmannschaft im Schnitt 7% bessere Ergebnisse als sie es auf neutralem Feld hätte (und somit 14% besser als auswärts). Bei den Saints ist dieser Split deutlich größer und hält auch dem Chi-Quadrat Test stand. Deswegen würde ich zumindest für die 2013er Saison annehmen, dass die Saints einen größeren Heimvorteil genossen als andere Mannschaften.

    Für ein Power-Ranking wird es schon schwieriger: Die Datenmengen sind deutlich kleiner, die SOS-Anpassungen sind ebenso schwieriger. Wenn die Heimmannschaft in jedem Spielzug sagen wir einen 50.1 zu 49.9 Vorteil hat, dann ist die Differenz schon 0.2% pro Spielzug. Da braucht es Arbeit, um das in das Skript zu integrieren. Arbeit, die ich in absehbarer Zeit da nicht reinstecken kann.

  3. @korsakoff:
    Gerade im American Football halte ich den Heimvorteil auch für sehr wichtig und durchaus auch etwas, dass sich auf dem Platz manifestiert. Im Vergleich zu Indoor-Sportarten fließen in den einzelnen Spielen eben auch Wind, Wetter, Niederschlag, Untergrund etc. eine Rolle. Bei Outdoor-Sportarten wie Fußball ist durch die räumlich eher kleine Ausdehnung des Spiellandes die Divergenz im Klima/Wetter bei weitem nicht so signifikant wie in den USA.

    Diese 7 %, die du ansprichst, sind doch ein Durchschnittswert für die Liga, nicht wahr? D.h. es fließen dort alle Ergebnisse aller Teams ein. Mich würde interessieren, wenn man gewissen Standorte oder Teams genauer (geschichtlich) betrachten würde, wie sich diese Heim-Auswärts Differenz dort widerspiegelt. Ich könnte mir vorstellen, das jene Teams, die es gewohnt sind, im rauen Wetter zu spielen, insgesamt auswärts nicht so schwach sind, da es im Warmen oder in der Halle nicht so schwer spielen lässt. Und umgekehrt die Jungs aus warmen Gefilden und/oder Hallen-Arenen auswärts (wenn der Gegner eben im Kalten spielt) grundsätzlich mehr Schwierigkeiten haben.

  4. Für dieses Game ist der Teamgeist der Garant zum Erfolg. Jetzt oder nie heißt es speziell für die Eagles. Danach wäre alles möglich.
    Der Sieg gegen Dallas war der erste Grundstein unter Druck zu bestehen, egal wie „schmutzig“ der Sieg ausfällt.

  5. @Poohdini: Ich habe dazu keine genauen Studien parat.

    Über Heimvorteil hat Bill Barnwell vor ein paar Wochen eine Ministudie veröffentlicht: http://www.grantland.com/story/_/id/10170641/bill-barnwell-best-home-field-advantages

    Eine Erkenntnis dabei war: Die Saints waren in den 90ern ein schwachen „Home-Team“. Die Seahawks hatten auch nicht immer den Heimvorteil, den sie jetzt zu haben scheinen.

    Es dürfte mehr Gründe geben als das Wetter.

    Ein anderes Phänomen, das es zu geben scheint, ist der Fakt, dass Westküsten-Teams an der Ostküste erstaunlich schwach ATS („against the spread“) sind, d.h. sie spielen dort unter den Erwartungen: http://regressing.deadspin.com/west-coast-nfl-teams-coming-east-really-do-suck-against-1447885406

  6. re Saints-Offense Auswärtsschwäche:

    Bei FO hat Aaron Schatz sich auch nochmal die Zahlen (DVOA) angeschaut und eine handliche Tabelle dazu gebastelt. Erwartbares Ergebnis: über den gesamten Zeitraum Brees/Payton gesehen ist der Unterscheid zwischen Heim-/Auswärts-DVOA (Offense) bei den Saints sogar kleiner als im Durchschnitt aller NFL-Teams.

    Die Saints haben zu Hause einen saustarken Angriff. Auswärts haben sie „nur“ einen starken Angriff.

  7. Wo steht, dass der Unterschied „kleiner“ ist? FO sagt, Home vs Away sind 8.5% Unterschied, bei den Saints ist diese Differenz größer.

    In dieser Saison und darauf beschränken sich die ganzen Analysen hier ja erstmal, sind die Saints tatsächlich zu hause besser.

    Wobei ich da immer noch zwei Fragen habe:
    1. Wie kann man den Heimvorteil generell erklären?
    2. Wie funktioniert überhaupt DVOA?

  8. Die Splits in der Pass-Offense sehen unter Brees/Payton so aus:

    Metrik: NY/A
    2013: 8.3 vs 6.2
    2012: 6.8 vs 7.4
    2011: 8.6 vs 7.2
    2010: 6.3 vs 6.6
    2009: 8.3 vs 6.8
    2008: 8.7 vs 6.8
    2007: 6.7 vs 6.2
    2006: 6.9 vs 7.8

    Wobei hier keine SOS-Adjustments gemacht wurden, keine Playoffs berücksichtigt sind und nur die Pass-Offense berücksichtigt ist.

    @He Hate Me:
    1) Ich denke, der Heimvorteil liegt in der Natur des Menschen. Psychologisch gesehen verspürt der Mensch in fremden Gefilden wohl eine leichte, unterbewusste Furcht. Die muss man nicht mal direkt fühlen. Wenn du in 100 Plays jedesmal 0.2% Vorteil (oder so) gegenüber dem Gegner hast, summiert sich das im Laufe der Partie; auf lange Sicht springen im Football dann 57% Heimsiege heraus.
    Eine Studie von Brian Burke zeigt übrigens auch, dass der Heimvorteil im ersten Viertel am größten ist und im Lauf der Partie nachlässt: http://www.advancednflstats.com/2008/09/home-field-advantage-by-quarter.html
    Das würde mit der These der Furcht und langsamen Gewöhnung an ein fremdes Ambiente dazupassen.

    2) DVOA: keine Ahnung. DVOA misst Down für Down, und es ist wohl in etwa so etwas wie EPA/Play. Im Gegensatz zu EPA/Play kann ich bei DVOA nicht nachmessen, ob die Messungen von Football-Outsiders richtig sind, weil der Code nicht bekannt ist.

    Ich bevorzuge Metriken, die ich nachprüfen kann. Deshalb habe ich DVOA vor zwei Jahren von dieser Seite verbannt. Aber im Prinzip zeigen alle fortgeschrittenen Metriken (auch DVOA) ähnliche Messergebnisse, also kann es nicht völlig neben der Spur sein 😉

  9. @He Hate Me
    2006-12 (ohne Payton-lose 2011 Saison) ist der Unterschied 8,6%. Schatz schreibt, daß sie als Standardantwort „heimvorteil=17%“ geben, mittlerweile es aber eher/vielleicht näher an 7,5% ist.

    Durchschnittliches ranking Auswärts: 6.7, Heim 8.1. Sie lassen in der Auswärtsstatistik mehr Teams hinter sich, als in der Heimstatistik.

    Am Ende wird heute eh eine ungerechtfertigte DPI gepfiffen oder ein Paß vom Schulterpolster so abgefälscht, daß es eine INT wird. (Ich sollte vielleicht weniger von korsakoff lesen, der Zufallsvirus infiziert mich immer mehr 😉

  10. In oben von Herrmann verlinktem Artikel schreibt Scott Kacsmer („Captain Comeback“) in den Kommentaren zwei Punkte, die zur Wahrnehmung der Saints beitragen. Der zweite ist der Fakt, dass sie auswärts bislang alle Playoffspiele verloren haben. Der erste ist interessanter:

    1. The Saints are awesome at home…in games a lot of people watch. Since 2006, in home prime-time games the Saints are 17-3 with an average final of 33.8-19. Drew Brees is off the charts in those games with 54 TD and 12 INT. Since winning the Super Bowl (more attention garnered), they’re 12-0 and only two of those games were decided by one score. I posted the table when I previewed Panthers-Saints.

    http://captaincomeback.files.wordpress.com/2013/12/breessd.jpg?w=627&h=4

    So we’re basically talking 20 home games over 8 years. Including playoffs, that’s 29.4% of their home games. That’s not huge, but it is significant. Now why would they play so much better at night than a 1pm or 4pm game? I can’t explain that. I could see why Monday night might be better since they have an extra day to prepare and Sean Payton is one of the best coaches in the league. Study my chart. It’s not like they played a ton of scrubs at night.

    Quelle: http://www.footballoutsiders.com/game-previews/2014/nfc-wild-card-preview

    Wie gesagt: 2013 ist der Split auf alle Fälle real. Auf lange Sicht… kann man drüber streiten. Die Faktenlage wie sie sich mir präsentiert (Pass-Offense, Scores, SRS) tendiert eher gen „Saints sind überdurchschnittlich Superdome-orientiert“, aber ich habe mich nicht tiefer damit beschäftigt.

  11. Pingback: NFC-Wildcard Playoff 2013/14: Philadelphia Eagles – New Orleans Saints live | Sideline Reporter

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