BCS-Championship 2013/14: #1 Florida State Seminoles – #2 Auburn Tigers live

Ich mache jetzt hier oben zu, damit niemand gespoilert wird, der sich das Spiel noch ansehen möchte. Wer es nicht gesehen hat, sollte es sich anschauen. Es war ein grandioses Endspiel. Hinter der Klick gibt es den Liveblog.


[06h10] Endstand Florida State Seminoles 34, Auburn Tigers 31.

Ausschnaufen. Was für ein Spiel, eines der besten Endspiele, die ich je gesehen habe. Ein Spiel, in dem ich keiner Mannschaft die Niederlage vergönne. Die BCS-Ära geht mit einem lauten Knall zu Ende. Florida State ist zum dritten Mal nach 1993 und 1999 National-Champion. Jimbo Fisher ist der neue Bobby Bowden.

Analyse? Es war ein Schachspiel, dreieinhalb Viertel lang. Ein Zermürbungskampf, der nicht bloß auf physischer Ebene geführt wurde, sondern auch im Kopf. Ein Agieren und Reagieren von beiden Coaches. Und dann ging in den letzten Minuten alles drunter und drüber, wie es sich für Auburn Tigers des Jahres 2013/14 gehört. Der beste Mann des Tages, NT #8 Timmy Jernigan saß völlig erschöpft an der Seitenlinie. Der glückliche Sieger ist Florida State, aber es hätte in beide Richtungen ausgehen können.

Auburn hatte den Feldpositionsvorteil und das Fumble-Glück auf seiner Seite. Aber dann kamen eine Interception gegen Marshall und der Kickreturn-TD. Auburn konterte. Jameis Winston konterte.

Alle Achtung für Gus Malzahn und den Auburn-DefCoord Ellis Johnson, die ein famoses Spiel coachten und extrem gut vorbereitet waren. Sie machten das Spiel zu dem, was es war. Ich hätte ihnen den Sieg gegönnt.

Man könnte vieles schreiben über dieses Spiel. Aber es ist letztlich so simpel wie oft: Ein knappes Spiel, viele enge Plays, die in beide Richtungen hätten gehen können. Und es kann (leider) nur einen geben, der es am Ende macht.

[06h04] Der letzte Verzweiflungsspielzug wird schnell gebremst. Florida State gewinnt ein überragendes Endspiel und ist zum dritten Mal National-Champion.

[06h01] Sie kicken ihn zu Davis in die EndZone. Davis returniert, aber nur an die AU 16. 9sek. Jetzt braucht es ein Georgia-mäßiges Hail-Mary.

[06h00] Jetzt könnte doch Chris Davis mal wieder einen 109yds-TD Return machen.

[05h58] Florida State 34, Auburn 31/Q4 0:13. 2yds-TD für #1 Benjamin. Ein Ball in den dritten Stock, aber der ca. 2m große Benjamin pflückt ihn runter (Fachjargon: „jump ball“).

[05h57] Pass in die EndZone. Incomplete, aber Flagge wegen PI gegen den Ironbowl-Helden #11 Davis. Ball wird an die 2yds-Line gelegt. 17sek.

[05h56] 21sek. Pass an die AU 5. Jetzt ein 3rd-und-3. Delay of Game(!) gegen FSU. Zurück an die AU 10.

[05h52] Meine Fresse! Pass für #80 Green an die AU 22. Es gibt ein klares „Horse Collar“, aber die Flagge blieb stecken. Ebenso Facemask. Aber keine Flagge. Ein 50yds-Pass!

Dann kurzer Lauf. 47sek. 18yds.

[05h51] 1:11 verbleiben. 81yds zum Sieg. 2 Timeouts.

[05h50] Hat Whitfield noch einen im Köcher?

[05h47] Florida State 27, Auburn 31/Q4 1:19. 36yds-TD Run für #21 Mason.

Mehrere Klasse-Pässe Marshalls bringen Auburn in FG-Reichweite. 2min to go, Blitz der Seminoles, DB #20 Joyner fällt Marshall im Backfield zum Sack, aber Auburn interessiert’s nicht: Mason im nächsten Play mit dem 36yds-TD Lauf, einem wuchtigen Lauf, der den Safety abprallen ließ. Super desingter Spielzug, der FSU am falschen Fuß erwischte.

Jetzt ist wieder Winston dran, seine Legende weiterzuschreiben.

[05h44] Gegen Alabama in der Iron Bowl blieb Auburn dem Laufspiel treu, selbst als man 2:30min vor Ende einen TD brauchte. Man lief und lief und lief und lief, und irgendwann kam ein Pass aus dem Nichts zum TD – aus einem Spielzug, der natürlich als Run-Play designt war.

[05h42] Sensationeller Scramble und Pass im 3rd-und-12 für Nick Marshall für WR #18 Coates zum neuen 1st-Down. 3:02 to go.

[05h41] Auburn an der 75yds Line. Ca 50-60yds zum FG und Ausgleich. 75yds zum TD und Sieg.

[05h37] Florida State 27, Auburn 24/Q4 4:31. 100yds-Kickreturn TD für #7 Levonte Whitfield. Das ging ja schneller als gedacht – zu schnell?

Der erste Mann, der Whitfield hätte tackeln können, greift sich einen Meter vor dem Tackle an die Wade. Krampf? Auf alle Fälle entscheidend. Solche Kleinigkeiten!

[05h33] Florida State 20, Auburn 24/Q4 4:42. 23yds-FG für Parkey. Auburn mit einem langen Drive, mit 12 plays, 69yds in 6:13min. De Geschichte des Drives war FSU-DT #8 Timmy Jernigan, der komplett erschöpft draußen saß. Jernigan – der beste Spieler dieses Spiels, im vielleicht entscheidenden Drive draußen. Beim FG war er wieder drin.

Auburns PlayCalling erstaunte im 3rd-Down kurz vor der EndZone: Es war ein Pass, nachdem bis dahin der Lauf unstoppbar ausgesehen hatte.

Jetzt kommt der PAT von FSU vorhin ins Spiel: FSU braucht nun einen TD. Es ist „four down territory“. Zeit ist genug da, aber FSU hat nur noch 2 Auszeiten um evtl. den Ball zurückzubekommen. Vielleicht ist es nicht schlecht, dass FSU einen TD braucht – Teams, die nur drei Punkte brauchen, tendieren dazu, in FG-Reichweite konservativ zu werden und auf Overtime zu spielen. Teams, die Touchdowns brauchen, sind aggressiver.

[05h27] Es war eine Geste von Freeman in Richtung Auburn-Seitenlinie. Gibt aber offenbar keine Nahaufnahme.

[05h21] Florida State 20, Auburn 21/Q4 10:55. 4yds-Pass für #41 Chad Abram. Erstklassiger Drive von FSU mit guten Läufen für #8 Freeman und Catches für #1 Benjamin.

Dann der TD. Dann die Flagge: Unsportliches Verhalten gegen Freeman, und eine 15yds-Strafe beim Zusatz-Versuch. FSU muss den an der AU 18 ausspielen… und schießt den PAT. Das ist massiv. Ich bin etwas ratlos ob der Entscheidung, sehe in diesem speziellen Fall tatsächlich beide Seiten.

Auf alle Fälle eine Idiotie von Devonta Freeman, und möglicherweise eine entscheidende Idiotie (hab aber nicht gesehen, was er gemacht hat; davon gab es bisher keine Einstellung).

[05h17] Tiefer Ball Marshall, CB #29 P.J. Williams springt dazwischen und macht die INT. Williams fumbelt im Return, aber diesmal direkt in Arme vom Teamkollegen #20 Lamarcus Joyner. Erster Fumble, der in die FSU-Hände fällt. Für einmal gute Feldposition für FSU: Start an der eigenen 44.

[05h12] 3rd-und-7, und ein Kurzpass für Benjamin fällt zu kurz. FSU damit 2/12 in 3rd-Downs. Punt, und diesmal kein Fumble von Auburn. Auburn startet um die eigenen 20-25yds Line.

Drittes Viertel

[05h08] Ende Q3. Ein eigenartig unterhaltsames National Championship Game. Es ist nicht „großartig“ oder „spektakulär“, aber es ist ein echtes Schachspiel. Ein Fragen und Antworten auf beiden Seiten. Hidden-Champs Feldposition (Auburn hat einen extremen Vorteil dabei und nagelt FSU immer wieder ganz hinten fest) und Fumbles (5/5 pro Auburn bisher).

Und weiter: Eine FSU-Defense, die dank des DT #8 Jernigan mittlerweile gutne Zugriff bekommen hat. Eine Auburn-Defense, die weiterhin einen fantastischen Job macht. Ein würdiges Endspiel.

[05h05] Unerwartet ist auch, dass FSU mit zunehmendem Spielverlauf immer besseren Zugriff auf die gefürchtete Auburn-Offense bekommt. Wieder zwei Läufe, die im Backfield plattgemacht werden, und dann schlägt CB #31 Brooks im letzten Moment einen tiefen Pass aus den Armen des Tight Ends. Dann Punt, und Auburn schlägt den Ball an der 0.01yds Line ins Spielfeld zurück, FSU beginnt an der eigenen 4.

[05h03] Sehr, sehr geil:

[05h00] 3rd-Down, Blitz gegen Winston, und erneut fällt DE #30 Dee Ford Winston. Ford, der Piano-Spieler. Zuvor ein weiterer Drop des FSU-WR #1 Benjamin. Minus-Yards für FSU, und erneut Punt. Muff des Auburn-Puntreturners, aber natürlich recovert Auburn. 5/5.

[04h57] 3rd-und-5 für Auburn, Kurzpass für den RB #20, aber zu kurz und gedroppt. Erneut ein erstklassiger Punt für Auburn, aber die Stimmung im Stadion beginnt zu drehen und der FSU-Schlachtruf dominiert mittlerweile die Szenerie.

[04h54] Kurzer Kickoff von FSU, Fumble des FB #35 Prosch, aber Auburn recovert. Auburn damit 4/4 Recoveries bei Fumbles.

[04h51] Florida State 13, Auburn 21/Q3 6:05. 41yds-FG für Aguayo. Ein 10-Play, 67yds Drive für FSU. Großartiger Catch von #1 Kelvin Benjamin inklusive. Es geht noch immer holprig, Winston muss öfter als gewohnt die kurzen Scrambles machen, weil downfield nix frei ist. Aber es wird aus FSU-Sicht besser.

[04h48] Ecco ragazzi:

[04h44] Mit 24 Minuten verbleibend im Spiel zieht FSU sein erstes Timeout – in einer Offensiv-Serie. Bei Rückstand. Und ohne 2min-Warning, die am College nicht existiert.

[04h37] Auburn-Drive endet in einem Punt. Es gibt hier einiges zu beobachten:

  • Tiefer Ball Marshalls, der erste wirklich weit überworfene Ball, aber FSU hat trotzdem Glück, dass DB #13 nicht für PI bestraft wurde. Wenigstens bleiben die Refs bei ihrer Linie.
  • Dann kriegt Auburn ein Offense-Holding gepfiffen, das gemäß der heutigen Linie eher mit schmeichelhaft zu umschreiben ist.
  • Aber Auburns schnelles Passspiel und Hurry-Up Offense sehen – diesen durch Strafen/nicht-Strafen zerstörten Drive mal außen vor gelassen – weiterhin mächtig aus.

[04h33] Auburn kommt mit massiven Blitzes aus der Pause. Blitzes, die Winston verbrennen. Eine große Stärke Winstons in dieser Saison war, dass er hervorragend gegen den Blitz spielte – heute nicht so sehr. Punt, nur 38yds lang, Davis fumbelt, kann den Ball aber erobern.

Das ist auch so eine Hidden-Champ Geschichte: Ein Fumble von Tre Mason wurde negiert, weil das Knie just im rechten Moment den Boden berührte. Winston verlor seinen Fumble. Davis behielt seinen. Auburn ist 3/3 bei Fumbles.

Zweites Viertel

[04h18] Nick Saban trifft mit seiner Analyse bei ESPN den Nagel auf den Kopf. Und nochmal: Wer den Megacast im ESPN-Player bekommt, sollte reinschauen. Kevin Sumlins und Paul Chrysts (Headcoach Pitt Panthers) Analysen werden hymnisch besungen.

[04h10] Halbzeit Florida State 10, Auburn 21.

Überraschende erste Halbzeit, keine Frage. Auburns effiziente Lauf-Offense ist dabei weniger das Gesprächsthema, dafür umso mehr die Defense, die extrem gut vorbereitet ist und FSU abwürgt. Malzahn hatte im Halbzeit-Interview schon recht, als er von „defense plays lights out“ sprach.

Auburn mit 232yds aus 42 Plays. FSU mit 156 aus 33. Winston mit nur 6/15 complete, für nur 62yds, ein paar Scrambles und ein Fumble.

Auburns Offense ist berüchtigt dafür, dass sie Defenses im zunehmenden Spielverlauf richtiggehend plattmachen kann. Das wird interessant nach der Pause, aber erstmal kriegt FSU die Gelegenheit, mit dem ersten Drive des dritten Viertels zu verkürzen.

Ein Wort zu den Refs: Sie pfeifen ein merkwürdiges Spiel. Lassen in der Secondary extrem viel durchgehen. Die FSU-Receiver begannen vor der Pause, mit sehr viel physischerem eigenen Spiel gegen die Defensive Backs zu antworten. Darauf wird zu achten sein – und es wird essenziell, will FSU noch einmal zurückkommen.

[04h06] Mutloses bzw. schlechtes Timeout-Management von Jimbo Fisher vor der Pause.

[04h02]

[03h59] Florida State 10, Auburn 21/Q2 1:28. 5yds-Run RB #8 Devonta Freeman. Beherzter TD-Drive der Seminoles nach dem Punt-Fake. Winston kommt zwar immer wieder schnell unter Druck in der Pocket, aber Winston beginnt nun, selbst zu scrambeln und läuft in dem Drive für 24yds, davon 21 allein in einem wirklich großartigen Scramble im dritten Down hinunter an die AU 5. 11-Play, 66yds für FSU. Der Favorit scort im Endspiel. Kann nur gut sein für das Spiel.

[03h55] 3rd-Down, Winston findet Green, aber Green droppt den Ball. 4th-und-4, und während ich leise über den Punt hinschimpfe, spielt Jimbo den Punt-Fake aus, und RB #9 Karlos Williams erläuft das 1st-Down. Punt-Fake in der eigenen Platzhälfte.

[03h50] Florida State 3, Auburn 21/Q2 5:01. 3yds-Lauf QB #14 Nick Marshall. Das wuchtige Laufspiel ist für FSU nicht zu stoppen. Marshall läuft gut – das war klar. Aber der Hidden-Champ ist, wie gut Marshall wirft. Wenn er weiterhin so wirft, ist Auburn nicht zu stoppen und wird dieses Endspiel gewinnen.

[03h46] 2nd-Down, Winston versucht, die DL über die Mitte zu überlaufen, aber der DT #98 Blackson schlägt den Ball frei. Fumble, Auburn kriegt den Ball an der FSU 27.

[03h43] Durchschnaufen für FSU: Der Auburn-Kicker semmelt ein 33yds-FG um wenige Zentimerter rechts vorbei. Aber Auburn kann trotzdem viel Positives aus diesem Drive gewinnen: Man hat die FSU-Defense im Sack. FSU sieht recht saftlos gegen den Lauf aus, reagiert mit zuviel Druck gegen die Backs, aber dadurch entstehen große Lücken in der Pass-Deckung. QB #14 Nick Marshall versenkt diese einfachen Würfe. Einzig eine Strafe gegen die Offense stoppte Auburn in diesem Drive.

[03h32] Nächstes three and out für FSU: Winston ist noch relativ unpräzise, verpasst offene Leute. Das PlayCalling bei FSU ist erstmal auch noch suspekt: Kein Laufspiel mehr bei FSU. Dann folgt ein eher schwacher 34yds Punt. Auburn kriegt erneut erstklassige Feldposition.

[03h29] ESPN bietet heute im ESPN-Player offenbar einen Megacast an. Ich kann den nicht sehen, aber wer dabei sein will: Kevin Sumlin (Head Coach Texas A&M) erklärt dabei die Plays im All-22 Tape – bei Twitter wird das in hohen Tönen gelobt.

[03h24] Florida State 3, Auburn 14/Q2 13:48. 50yds-Pass für WR #82 Melvin Rey. Die Linebacker der Seminoles waren komplett auf Laufspiel ausgerichtet und vergaßen völlig auf den in der Mitte durchlaufenden Rey. Rey geht untouches zwischen einer klaffenden Lücke in der Secondary durch. Quick-Strike-Auburn: 3 Plays, 85 Yards.

[03h17] 1/5 in 3rd-Downs. Winston für Benjamin, und CB #11 Chris Davis (erneut der Iron Bowl Hero) mit einem grenzwertigen Einsatz, aber er kommt damit durch. In wichtigen Spielen scheuen die Refs bekanntlich auch am College davor zurück, zu schnell Flaggen für Holding und PI zu pfeifen.

Erstes Viertel

[03h14] Das erste Viertel geht zu Ende, und es ist FSUs erster Rückstand seit Mitte Oktober. Ein gutes Viertel für Auburn mit einer aggressiven Defense und einem guten Special Teams Return. FSU erst mit 1/4 in 3rd-Down Conversions.

[03h11] Sehr guter Job der Auburn-Defense, deren Defensive Ends sich von der read option der Seminoles nicht verarschen lassen. Exzellente Arbeit von DE #30 Ford… aber dann rennt #23 Ford in den Punter, und schenkt FSU damit ein Gratis-1st Down.

[03h04] Florida State 3, Auburn 7/Q1 3:07. 12yds-Catch für RB #21 Tre Mason. Ein quicker Screen-Pass für Mason, der FB Prosch nimmt einen FSU-Linebacker aus dem Spiel und Mason kann durchlaufen. Erstaunlich passfreudiges Auburn in diesem ersten Viertel: Schon acht Pässe für Marshall. Die Yards müssen trotzdem hart erkämpft werden. Aber: Der Außenseiter führt – etwas besseres kann diesem Endspiel nicht passieren.

[02h58] Geglückte Abwehrserie für Auburn: Dank sehr druckvoller Linebackers wird FSU zu einem 3rd-und-10 gezwungen, und dort gelingt dem CB mit der #6 gegen den WR #1 Kelvin Benjamin eine Pass-Defense. Punt, und der Ironbowl-Held #11 Chris Davis returniert in die RedZone.

[02h53] Zweiter Auburn-Drive, und auch wenn es wieder ein paar 1st-Downs weit geht: Diese Offense tut sich schwer, weil Florida States Defense Line extrem dominant auftritt und die Pocket immer wieder zerbröselt. Geht ein Laufspielzug schief, sind die Tigers sofort in Bedrängnis, und müssen auf einen Wunder-Catch im 3rd-Down hoffen. Es gab in diesem Drive einen – aber das war einer oder zwei zu wenig. Punt an die FSU 2.

[02h44] Florida State 3, Auburn 0/Q1 9:53. 35yds-FG Aguayo. Ein guter erster Drive für die Seminoles, auch wenn ESPN das Fieldgoal eher als Gewinn für die Auburn-Defense wertet.

Auffällig finde ich, wie aggressiv die Auburn-Defense von DefCoord Ellis Johnson zu Werke geht. Die Safetys stehen recht hoch, vorn werden alle Arten von Blitzes gezeigt – das ist aggressiver als man erwartet hatte. „Hinten“ gibt es entsprechend Lücken. WR #80 Rashad Green schon mit Catches für 15yds und 29yds.

[02h37] Erste Serie der Auburn Tigers: Dreimal Laufspiel über RB #21 Tre Mason für 14yds. Dann muss Gus Malzahn ein Timeout verbrennen, um die Gemüter in einem extrem lauten Stadion zu beruhigen. Am College lasse ich dieses Timeout gut gehen. Dritter und 7, und QB #14 Nick Marshall findet tief einen verblüffend offenen WR #5 Ricardo Lewis… und wirft ein bissl zu kurz… und Lewis hätte ihn trotzdem fangen können, lässt ihn aber durch die Finger flutschen. Punt.

[02h32] FSU hat den Münzwurf gewonnen und deferred.

[02h31] Hymne ohne Feuerwerk? Gibt’s nicht. Damit aber genug der Bilder.

BCS Championship 2014: Hymne und Feuerwerk

BCS Championship 2014: Hymne und Feuerwerk

[02h29] Blick ins Stadion von der Auburn-Platzhälfte. Großartige Stimmung im Stadion.

BCS Championship 2014

BCS Championship 2014

[02h15] Das letzte BCS National Championship Game ever steht bevor: #1 Florida State Seminoles aus der ACC gegen die #2 Auburn Tigers aus der SEC, und letztere versuchen als klarer Underdog, die Ehre der SEC mit ihrer BCS-Titelserie in den letzten Jahren zu retten. Die Vorschau dazu habe ich schon am Vormittag geliefert.

23 thoughts on “BCS-Championship 2013/14: #1 Florida State Seminoles – #2 Auburn Tigers live

  1. Bin ja Sympathisant beider Teams. Meine, das Match wird erst ab der 2 Hälfte in die entscheidende Phase treten.
    Die Auburn Tigers werden dann überworfen,denn so wie die sich jetzt schon reinhängen mit ihrer aggressiven Defense, dem Kraft raubenden Running Game, reicht die Power nicht mehr aus in der Schlußphase.
    Stand Halbzeit Seminoles 10: 21 Tigers

  2. FSU Offensiv Probleme schiebe ich jetzt mal auf individuelle Fehler. Das kann man abstellen, dann sind min 3 TDs drin in Halbzeit 2.

    Aber was ist auf der anderen Seite passiert? Auch individuelle Fehler, Coverage versemmelt, einen Schritt zu langsam? Oder out-coached? Ich hatte die Auburn O so nicht auf der Rechnung..
    Zumindest nicht so effektiv.

  3. Natürlich war Winston ein bissl unpräziser als gewohnt (Nervenflattern auf der großen Bühne?), aber Auburns Defense ist für mich schon eine gewaltige Story: Die hatte ich nicht so physisch, so diszipliniert in Erinnerung.

    Erst wussten sie auf fast alles eine Antwort, dann zwangen sie FSU mehrere Drives lang das zu tun, was Auburns Defense wollte. FSU brauchte ein paar Zauber-Plays, um überhaupt zu verkürzen.

    Alles relativ scary, wenn man bedenkt, dass Auburns Offense im allerersten Drive mit dem Drop einen weiteren fast sicheren TD weggeschmissen hat.

    Aber klar, Auburn hatte auch große Feldpositions-Vorteile durch ein paar glückliche Punt-Situationen plus den Fumble. Spiel ist natürlich noch nicht vorbei.

  4. Dass SEC Powerhouses dominante, aggressive D fahren, nehme ich mittlerweile schon als gegeben an. Das bedeutet eben, dass man als Gegner keinen Raum für Fehler hat. Genau da habe ich wohl FSU etwas überschätzt. Wenns denn zB Nervosität ist, wird das hoffentlich besser jetzt.

    Dass Auburn hier fast mit 30 Punkten in die Halbzeit gegangen wäre, wirft aber auch wirklich kein gutes Licht auf FSUs D..

    Insgesamt genau das Gegenteil zu dem von mir im Kopf entworfenen Szenario, FSU punktet früh, Auburn wird mit zunehmender Spieldauer von der dann aggressiveren D und einigen ungewöhnlichen Plays und individueller Stärke von zB Mason ins Spiel zurück gebracht.

  5. Wie gesagt: Extrem viel bessere Feldposition für Auburn. Auburn war besser, aber keine 11 Punkte. Die 50/50 Plays gehen bisher alle pro Auburn.

  6. neiiiiiiiiiiiiiiiiiin 13 sekunden jetzt für auburn das ding noch zu drehen krass einfach krass

  7. danke für den live ticker ein klasse spiel mit einem etwas glücklichen champion aus florida

  8. Danke College Football.
    Ein grandioses Finale zum Abschluß.

    Danke @korsakoff für deine Live Begleitung.

  9. Der Defensive-MVP ist P.J. Williams, der die Interception gefangen hat. Das ist eine Wahl des Highlights. Bester Mann am Platz war der Teamkollege, DT Jernigan. Ohne ihn hätte Auburn sein Laufspiel durchgebracht und gewonnen.

    Und:

  10. Haha, ungefähr auf der blauen Linie B->C war ich ein Jahr HS. Und wenn ich mich recht erinnere, hatten wir 2 oder 3 zukünftige Div I Spieler im Team. Wobei nur einer dann auch wirklich regelmäßig gespielt hat..

  11. Geiles Spiel.🙂
    Geile Saison. So liebe ich college football!
    Und ich muss sagen :gutes Kommentatoren Duo bei Sport 1 US. Konnte man sich auf deutsch anschauen. Ich hoffe die bleiben dran!

    Nächstes jahr heißt es :Playoffs Baby!

  12. Ich war auch ganz überrascht von dem Moderations Duo auf Sport1 US, weil ich doch grad über die anderen Moderatoren gemeckert hatte…

  13. Kann ich bestätigen mit den guten Kommentatoren. Sollten sie vielleicht häufiger machen als Duo. Das wirkt abwechslungsreicher.

  14. Thomas: wäre es deiner Meinung nach klug gewesen wenn Tre Mason, bei 01:19 noch zu spielen, nicht direkt in die Endzone gelaufen wäre, sondern an der 1- oder 2-Yard Line abgekniet hätte, um mehr Zeit von der Uhr zu nehmen und später den TD zu erzielen.
    ( so wie es Ahmad Bradshaw eigentlich vorhatte in Super Bowl 46)

  15. @tony: Ja. Rational ist das IMHO ein „No Brainer“. Aber versetzt man sich in die Lage von Tre Mason, kann ich nachvollziehen, warum es nicht passiert ist.

    – es war kein 7yds-Run, bei dem man sich hätte groß auf eine Entscheidung dieser Gangart einstellen können, sondern ein 37yds Run bei 2nd und deutlich mehr als 10yds, da denkst du vor dem Snap an vieles, nur nicht an einen TD und schon gar nicht an eine solche spinnerte Nerds-Diskussion
    – sogar große NFL-Coaches (hallo Mike Tomlin!) haben keine Ahnung von auch nur simpler Wahrscheinlichkeitsrechnung, sondern „we want wo score points“ und so. Was willst du vom College-Spieler und -Coach erwarten?
    – ich schaue schon viele Jahre auf solche Dinge wie eben möglichst optimale Entscheidungen, aber ehrlich: Wenn ich zwei Leute aussteigen lasse und über den dritten drüberlaufe und dann kurz vor Schluss nach wildem Spielverlauf im Endspiel unerwartet allein auf weiter Flur gen EndZone rausche und mich das Glücksgefühl überkommt: Denke ich dann wirklich ans Abknien? Denke ich da überhaupt an irgendwas?
    – was willst du in der Situation von einem Running Back erwarten? Einem Back, der jahrelang nur darauf gedrillt wird, Touchdown, Touchdown, Touchdown usw.

    Genau diese Frage hatte ich am Dienstag mit einem befreundeten Studienkollegen, Wirtschaftler, der eigentlich von Finanzen, Rationalisierung, Wahrscheinlichkeit Ahnung haben müsste (bzw. Ahnung hat) und Football gespielt hat, und er war nicht zu überzeugen. Du willst die Punktedie Punkte gewinnen die das Spiel, nicht die Rechnerei blabla… da denkt der Footballer wohl nach jahrelanger „Gehirnwäsche“ wohl einfach so, selbst wenn der Footballer im Job ein Zahlenschieber ist.

    Aber klar: Gäbe es eine Möglichkeit, Mason fernzusteuern, man müsste ihn IMHO abknien lassen und es ist keine Entscheidung über die ich lange diskutieren würde.

  16. Matt Hinton schreibt bei Football-Outsiders über das Phänomen des ominösen Momentums im BCS-Title Game. Man kann es erraten: Es existierte nicht. Man sehe sich nur mal seine Auflistung der FSU-Drives an.

    Das ganze ist insofern interessant, weil man während des Spiels – und ich glaube, der Liveblog gibt das wider – tatsächlich der Illusion hatte, dass sich das berüchtigte „Pendel“ im Laufe des dritten Viertels langsam gen FSU verschob. Das „Pendel“ war im Finale (vermeintlich? irrtümlich?) spürbar in Form eines Stadions, das immer FSU-lastiger wurde mit Schlachtgesängen und Krawall für die Auburn-Offense.

    Ich glaube nicht wirklich an „Momentum“, aber ich habe oft – auch im Fußball – das Gefühl, dass für Augenblicke die eine Mannschaft konzentrierter, überlegener ist, während die andere nicht weiß, wie ihr geschieht, und sie kommt für eine gewisse Zeitspanne (Sekunden, Minuten) in Zugzwang, in die Defensive, wird reaktiv, während die andere agiert. Im Fußball nennen wir das zumindest bei uns in Südtirol „Druck machen“.

    Ich habe „Druck machen“ auf diesem Blog schon einmal mit „Momentum“ verglichen. Ich glaube auch, es manchmal zu spüren. Ich glaubte, es während des BCS-Spiels zu fühlen. Aber die Zahlen sind knüppelhart und holen dich in die Realität zurück. Es erweist sich als Illusion.

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