AFC-Divisional Playoffs 2013/14: Denver Broncos – San Diego Chargers live

[01h59] Endstand Denver Broncos 24, San Diego Chargers 17.

Enttäuschendes Spiel, vor allem, weil die San Diego Chargers einen idiotischen GamePlan mit ihrer Offense verfolgten, und zwar nicht nur zwei Drives lang, sondern dreieinhalb Viertel. Du kannst mal in die Grütze greifen und dich falsch vorbereitet haben, aber du hast immer eine Chance, es noch zu korrigieren. Aber McCoy/Whisenhunt blieben dreieinhalb Viertel bei Marty Ball und gehören dafür mit dem Ausscheiden bestraft.

Whisenhunt sollte ab morgen in seinen Headcoach-Vorstellungsgesprächen Fragen diesbezüglich beantworten müssen. Hoffentlich auch in Detroit.

Denver war heute nicht überragend, aber in einem Spiel der wenigen Drives mussten sie nie punten, sondern spielten die Drives aus. Turnovers, Drops in der EndZone und verschossene Field Goals hielten das Spiel länger knapp als es sein musste.

San Diego hatte eine sehr gute Saison, viel besser als erwartet. Man rettete sich über eine lange Zeit horrende Defense hinweg und schaffte es verdientermaßen in die Playoffs, aber heute war ein Offenbarungseid vom Trainerstab. Als man Rivers endlich machen ließ, hätte man das Spiel fast noch gedreht. Vor allem der sensationelle Rookie #13 Keenan Allen glänzte mit 6 Catches für 142yds und 2 TD, fast alles davon im letzten Viertel (ein 19yds-Catch hatte er glaube ich noch im dritten).

Updoming: AFC Finale Denver vs New England (nächsten Sonntag, 21h MEZ).

Manning gegen Brady. Da ist viel Geschichte dabei. 2003/04 die Interceptions von Ty Law im Schneegestöber von Foxboro. 2004/05 die Patriots mit der Backup-Defense gegen die Rekord-Offense Mannings: 3 Punkte für Peyton. 2006/07 das epische AFC-Finale im RCA Dome.

[01h53] Moreno macht das notwendige 1st-Down, und das Spiel ist over. Denver zieht ins AFC-Finale ein und trifft am Sonntag um 21h auf die New England Patriots.

[01h47] Nächste Serie: Wieder eine 3rd-Down Completion für Thomas. McCoy macht danach überraschenderweise das Richtige und zieht sein letztes Timeout noch vor der 2min-Warning.

[01h45] Die Denver-Angriffsserie:

  1. Down: False Start und -2yds Lauf.
  2. Down und 17: Incomplete.
  3. Down: TE Thomas holt ihn für 19yds runter und geht aus dem Spielfeld.

Im dritten und extrem lang. Die Safetys ziehen in die Mitte, Thomas nach außen. Ist völlig offen.

[01h41] Um 0h34 haben die Chargers übrigens ein Timeout gezogen, das man jetzt durchaus gebrauchen könnte…

[01h39] Denver 24, San Diego 17/Q4 3:53. 30yds-FG Novak. Ich hätte zwar ausgespielt, aber okay. Dann wäre McCoy dafür gegrillt worden, nicht für sein katastrophales Offense-Management in den ersten 3.5 Vierteln.

[01h32] Onside-Kick, und San Diego recovert.

[01h27] Denver 24, San Diego 14/Q4 5:43. Nächster 16yds-TD für #13 Keenan Allen. And again: Warum nicht früher?

Jetzt muss ein Onside-Kick her.

[01h22]

[01h17] Denver 24, San Diego 7/Q4 8:12. 3yds-Run für #27 Moreno. 9 Plays, 81yds, 4:47min Drive. Zahnlose Chargers-Defense, und die Entscheidung.

Manning mit viel Passspiel um nahe der SD 30 zu kommen (ergo in FG-Reichweite), danach wurden nur noch die relativ risiklosen Läufe angesagt um an der Uhr zu schrauben und im schlimmsten Fall relativ sichere 3 Punkte mitzunehmen.

[01h10] Refs bekleckern sich bei einer undurchsichtigen Penalty-Situation gegen die Chargers-Defense nicht unbedingt mit Ruhm. Nach zirka drei Minuten Rätselraten ist klar, wohin die Reise geht: DPI, 23yds-Strafe gegen San Diego, auch wenn keine Einstellung irgendwo eine DPI hergegeben hätte.

[00h58] Denver 17, San Diego 7/Q4 12:59. 16yds-Catch für #13 Keenan Allen, der sich gegen CB Jammer durchsetzt. Drive: 6 plays, 63yds, 3:08min.

Die Chargers setzen verstärkt auf das Passspiel, und Überraschung, Überraschung: Schon sind die ersten Punkte da. Muss man da wirklich studiert haben, um das zu überreißen? Muss man wirklich über drei Viertel warten, bis man die Granate Allen erstmals wirklich in Szene setzt?

Drittes Viertel

[00h51] Ende Q3. San Diego mal wieder mit einem 3rd-und-4 vor der Brust. Scheitert man, wird McCoy punten, da kannst du Gift drauf nehmen.

[00h47] Prater nagelt ihn aus 47yds links daneben, wobei ab ca. Hälfte der Distanz der Wind den Ball merklich seitwärts trieb. Mike McCoy feiert den Fehlkick als hätten die Chargers das Spiel schon gewonnen.

[00h45] Omaha-Counter: 4.

[00h42] Offside-Counter der Chargers gegen den „Omaha“-Audible: 3. (ein vierter kam gegen einen anderen Audible)

[00h39] 19yds-Pass für #13 Keenan Allen. Dann ein verwertetes 3rd-Down wegen OPI zurückgepfiffen. Dann ein fangbarer Ball durch die Finger von TE #89 Green geflutscht – Resultat: Punt. Der Punt geht 50cm in die EndZone und hüpft wieder raus, aber das Regelwerk ist gnadenlos und sagt: Touchback.

[00h34] Timeout San Diego vor dem 3rd-Down und 4. Eh klar.

[00h32] Letzter ernsthafter Offense-Spielzug der Chargers war um 23h45.

[00h28] Denver 17, San Diego 0/Q3 9:35. 45yds-FG für Prater.Tiefer Ball Manning, und Welker droppt den Ball. Ich weiß nicht, ob ich nun eine Reaktion von den Chargers erwarten soll. Ich erhoffe mir aber zumindest noch etwas.

[00h14] Mike McCoy im Halbzeitinterview: Wir müssen uns in 3rd-und-lang verbessern. Wie wäre es, die vielen Run Plays aus dem Playbook zu streichen, um die 3rd-und-langs zu verhindern?

Ansonsten: Te’o out. Hoffnung auf Besserung bei den Chargers: Minimal.

Zweites Viertel

[00h05] Halbzeit Denver 14, San Diego 0.

Ganz üble Halbzeit aus Chargers-Sicht. San Diego wird in Grund und Boden gespielt, sieht seine softe Defense-Front 6 überlaufen und könnte durchaus schon mit 3 oder 4 TD zurückliegen.

Einige Probleme sind auch hausgemacht, so z.B. das Offense-PlayCalling, ein reines Marty-Ball Gekicke, mit schrecklichem Output: 12 Rushes für 44yds, Rivers ist 5/8 für 20yds. Mit Sacks 1 NY für San Diego. Nicht 1 NY/A. Sondern 1 NY. In NY/A ist das ein Elftel Yards pro Versuch. Kein einziger Catch für einen Wide Receiver. Nur zwei Anspiele für WR. Sogar im 3rd-und-17 wurde gelaufen. Was für eine Blamage.

Denver mit 4 Drives: TD, Fumble, TD, Interception. 86, 13, 57 und 26yds für die Broncos-Drives.

Denver kriegt nun als erstes den Ball und kann den Gegner mit einem TD-Drive begraben.

[00h00] Pass Manning in die EndZone, DB Stuckey fälscht den Ball ab und LB #56 Victor Butler mit der mitternächtlichen Tanzeinlage, fängt den Ball ab.

… und dann knien die Chargers mit einer halben Minute auf der Uhr ab! Fuck. Versuchts wenigstens.

[23h53] CBS at his best: Punt Return. Decker haxelt sich selbst. Werbepause. Schalte zurück ins Stadion. Punter Scifres liegt verletzt am Boden. Werbepause. Schalte zurück ins Stadion. Ein Charger hüpft mal wieder Offside. Schiri-Erklärung. Und dann tickert die Uhr auf 2:00 runter. Werbepause. Sechs Minuten Realzeit. Plays: 0.

[23h48] Eben flog ein Stoffsack mit 180 Sachen durchs Bild, und San Diego muss in diesen Wind hinein werfen, aber ist das eine Entschuldigung für das PlayCalling der Chargers? RRPP in seiner reinsten Sorte. Das ist natürlich eine logische Vorgehensweise mit einem der besten Quarterbacks der Liga…

Punt, und PR #87 Decker könnte durchlaufen, stellt sich aber selbst das Bein. Denver in sehr guter Feldposition, mal wieder. Und Denver kriegt nach der Pause auch als erstes den Ball.

[23h40] Denver 14, San Diego 0/Q2 6:00. 3yds-TD #83 Wes Welker. Drive: 9 plays, 57 yds, 5:13min. Nächster lockerer Broncos-Drive gegen eine zahnlose Chargers-Defense.

Auffällig bei San Diego: Sie lassen sich vom „Omaha“-Audible Mannings verarschen. Schon zweimal „Enchroachment“ gegen San Diego bei diesem Audible, plus ein weiteres Mal haarscharf dran, als die Refs keine Flagge warfen.

[23h28] Rivers lässt sich im 3rd-Down an der DEN 35 sacken. San Diego versucht trotzdem in den Winden von Mile-High den 53yds-Kick, aber Novak rutscht weg und der Ball fällt harmlos 10m zu kurz zu Boden.

[23h23] Ein haariger Call der Referees: TE #80 Julius Thomas fängt einen Ball im 3rd-Down und fumbelt ihn weg. Alle Replays hätten eher vermuten lassen, dass es ein Incomplete-Pass war, es die Beweislage war wohl zu schwach. San Diego übernimmt an der SD 44.

Erstes Viertel

[23h12] Fortsetzung der „Marty Ball Offense“ bei den Chargers in allerbester Manier: 1yds Run, 1yds Run, 5yds Strafe, Incompletion, Punt.

[23h03] Denver 7, San Diego 0/Q1 2:25. 2yds-Pass für WR #88 Thomas in engster Deckung vom S #32 Weddle.

Auch die Broncos mit einem zeit- und ressourcenraubenden Drive, 14 Plays, 86yds, 7:00min, aber im Unterschied zu den Chargers ist man ergebnisorientierter, und dank einer 6/8 Serie von Manning (68yds) für teilweise erschreckend offene Receiver gibt es den ersten TD.

Allerdings fällt bei Manning erneut der schwache tiefe Ball auf. Ein tiefer Pass in die EndZone hätte mit einem Minimum an Glück auch von einem Chargers-DB abgefangen werden können (bzw. „werden sollen“).

[22h58] Manning hat einen Audible, der sich „Heidi“ nennt, und der verwirrt San Diego so sehr, dass die Chargers erstmal ihr zweites (!) Timeout in den ersten zehn Minuten ziehen.

[22h50] Uninspirierter Start der Chargers, die sich extremst lange Zeit lassen, mit sechs Offense-Plays über 5min von der Uhr nehmen. Es wird viel gelaufen. Es wird sogar im 3rd-und-17 gelaufen, und dann schenken die Broncos ihnen via Facemask ein neues 1st-Down. Eine erste Sollbruchstelle in der Offense Line hat sich auch schon aufgemacht: Zwischen RT #76 Fluker und dem Right Guard brechen in schöner Regelmäßigkeit die Denver-Passrusher durch – schon zwei Sacks (in 5 Pass-Plays!) gegen Rivers. Punt.

[22h42] Die Winde in Denver sollen heftig sein: Die Rede ist von 23mph (Meilen pro Stunde). Das wird Passspiel nicht einfach machen. Quelle: PFT.

[22h26] Heute am frühen Abend schneite eine Meldung herein, die Peyton Mannings NFL-Zukunft mal wieder in Frage stellt. Körperteil des Schreckens: Der Nacken.

[22h18] Das Divisional-Wochenende ist bisher überraschungsfrei: Alle drei Spiele wurden vom Favoriten nach Wettbüros gewonnen. Sollten nun die Broncos gewinnen, werden wir im Conference-Finale die vier Teams sehen, die im Sommer nach Wettbüros die vier Topfavoriten auf das Endspiel waren.

Broncos (13-3) gegen Chargers (10-7) ist aber eine reizvolle Ansetzung, die durchaus Upset-Potenzial besitzt. Die Vorschau-Serie:

Kurz nach halb elf geht es los.

NFC-Divisional Playoffs 2013/14: Carolina Panthers – San Francisco 49ers live

[22h19] Das noch nicht aktualisierte Power-Ranking empfiehlt für Seattle nächste Woche eine 68%ige Siegchance für die Seahawks. Das würde einem Spread von SEA -6 entsprechen.

[22h01] Endstand Carolina Panthers 10, San Francisco 49ers 23.

Am Ende eine souveräne zweite Halbzeit der San Francisco 49ers. Sie wird vieles vergessen machen, was Carolina in der ersten Halbzeit gut machte. San Francisco mit wuchtigem Laufspiel nach der Pause. Kaepernick nur mit 3 Pässen nach der Pause, aber die gingen alle tief für 75yds.

Das war heute ein Thema: Die Front-Seven der Panthers war nicht so dominant. Dafür wurde die Front-Seven der 49ers im zunehmenden Spielverlauf immer überlegener, zerbröselte die OL der Panthers nach der Pause. Newton im letzten Verzweiflungsdrive mit sehr wenig Zeit, wurde mehrfach niedergeschlagen, und somit war die INT so was wie „logische Folge“.

Ein Thema, das man nicht vergessen sollte: Die Refs waren wenigstens in der ersten Halbzeit schwach. Die Combo aus Refs, ein paar unglücklichen Aktionen wie der ersten Newton-INT plus die üble 19yds-FG Entscheidung von Rivera kostete die Panthers eine eigentlich „logische“ Halbzeitführung. Danach ein langer 8:20min-Drive in Q3, der ohne Punkte blieb, weil Newton zwei Sacks kassierte. Schon war die Partie in Gefahr. Dann ließ man – wie schon das ganze Jahr – jegliche Dringlichkeit vermissen, und somit bringst du am Ende noch dein Publikum gegen dich auf und die Niederlage sieht viel schlechter aus als sie am Ende war.

Also: Ein sehr gutes Spiel in der ersten Hälfte. Eines, das immer lahmer wurde mit zunehmendem Spielverlauf. Den Panthers wurde nach und nach ganz still und leise der Zahn gezogen. Für die Offseason bleibt den Panthers eine Hauptaufgabe: Drafte Wide Receivers, Tight Ends, Skill-Players, so lange es geht. Cam Newton braucht Unterstützung, dann bleibt dieses Team trotz der schlechten Salary Cap-Situation ein Titelanwärter.

Damit haben wir nächsten Sonntag, 00h30 in der Nacht auf Montag: Seattle Seahawks vs San Francisco 49ers, das Spiel mit den meisten Schlägereien und Personal-Fouls in der Playoffgeschichte?

[21h53] Ein Personal-Foul gegen DB #22 Thomas (Panthers) beendet de facto die Partie.

[21h49] Dann kommt der Sargnagel: Newton geht tief, S #31 Whitner fängt den Ball ab.

[21h47] Ich weiß nicht, ob die Personal-Foul Strafe gegen die SF #51 (Hit gegen Newton) eine korrekte Entscheidung war, aber eines ist sicher falsch: Aikmans Einschätzung, dass Newton in der Situation ein „Runner“ war. Was für ein Dünnpfiff.

[21h40] Carolina 10, San Francisco 23/Q4 7:41. 34yds-FG für Dawson. Ein wichtiger Stand der Panthers-Defense, weil das Spiel innerhalb von 2 TD bleibem aber das große Problem: 13 plays, 73yds, 7:52min Drive. Das ist zeitfressend. Jetzt kann sich Carolina keinen 8:20min-Drive ohne Punkte mehr erlauben.

Carolinas Defense ist heute auch nicht so überzeugend: Die Front-Seven dominiert längst nicht so stark wie im „Hinspiel“, und mit dem Augenblick an Extrazeit kann Kaepernick die Pässe anbringen. Die Lauf-Defense der Panthers sieht mittlerweile auch recht müde aus.

[21h37] Jetzt verbrennt Carolina ein Timeout – und für die Panthers ist das angesichts der Ausgangslage noch viel schlimmer. San Francsico klopft erneut an: 3rd-und-4 nun nahe der Goal Line.

[21h34] San Francisco hatte beim TD übrigens auch während des Spielzugs 12 men on the field:

[21h33] Kaepernick nimmt ein Timeout in einem potenziell engen Spiel, weil er den Spielzug nicht rechtzeitig durchgesagt bekommt, die Zweite: Check.

Resultat der Auszeit-Besprechung: Ein QB-Sneak. Eh klar…

[21h32] Aikman sinngemäß: „Boldin spielt das Spiel wie ein Offense Liner: Tough und physical.“

[21h27] Kaepernick nimmt ein Timeout in einem potenziell engen Spiel, weil er den Spielzug nicht rechtzeitig durchgesagt bekommt: Check.

Drittes Viertel

[21h19] Ein langer, zeitintensiver Drive der Carolina Panthers, der letztlich nach über 8:20min in einem Punt endet – ohne Punkte. Also:

  • Carolina ist das Gegenteil von „Stress haben“. Fast jeder Snap läuft bis auf 1sek der Play-Clock runter.
  • Dreimal eine 3rd-und-1 Conversion für Carolina. Jedes Mal auf eine andere Art, aber allein die physische Art und Weise zeigt nochmals rückblickend, dass Rivera hätte an der GoalLine ein weiteres Mal ausspielen sollen.
  • Die Pass-Protection der Panthers kriegt Probleme, weil die Routen tiefer werden und die Fullbacks für das „Blitz-Pickup“ gebraucht werden, d.h. keine Checkdown-Optionen mehr verfügbar.
  • Einige coole Spielzüge der Panthers, u.a. ein echter „Veer“-Spielzug (Veer = Option-Offense in ihrer reinsten Form) bei einem Spielzug, der allerdings wegen „illegal formation“ zurück gepfiffen wurde.

[21h02] Carolina 10, San Francisco 20/Q3 8:53. 4yds-Scramble für Kaepernick. CB #29 Drayton Florence ließ sich von Kaepernick verarschen, hätte den Lauf im Backfield wenn nicht abwürgen, dann zumindest einbremsen können. Der Drive: 8 plays, 77yds, 4:32min.

Schlüssel war ein 45yds-Pass downfield für einen plötzlich meterweit offenen Boldin. Kaepernick warf den Pass vielleicht sogar zu kurz, ansonsten hätte Boldin geschwind durchlaufen können. So brauchten die 49ers noch zwei Plays hernach: Der erste war ein Fumble bei der Ballübergabe von Kaepernick für Gore, der zweite der TD.

Auf des Messers Schneide, das Ganze, wie gehabt.

[20h56] 3’n’out gegen Carolina zum Start der zweiten Halbzeit. Wird interessant zu beobachten, wie lange die 49ers brauchen, um sich auf die überraschende Panthers-Offense einzustellen.

Und in der 49ers-Offense: Wann wird OffCoord Greg Roman RB #21 Frank Gore wiederentdecken? (Gore bisher 7 Carries für 17yds).

Zweites Viertel

[20h52] Der Davis-TD erregt weiterhin die Gemüter: Keine Strafe gegen San Francisco wegen „12 men in the huddle“. Dann soll Davis vor dem Catch bereits aus dem Spielfeld gewesen sein. Dann regt sich die Meute über das Rumpelstilzchen Jim Harbaugh auf…

[20h44] Halbzeitstand Carolina 10, San Francisco 13.

Ein spannendes, intensives Spiel. Es ist nicht hochklassig, aber dramatisch. Die Carolina Panthers waren eigentlich die klar bessere Mannschaft, mit effizienterer Offense (26 Plays, 195yds vs San Francisco mit 36 Plays für 139yds), aber San Francisco führt! Die Gründe:

  • Angetippte INT gegen Newton, während die beiden angetippten Bälle Kaepernicks nicht in INTs resultierten.
  • Schiedsrichterei, die bisher Carolina relativ klar benachteiligte (u.a. 1x ein Drive zu Punkten zugunsten von SF verlängert, plus die nicht gegebene 15yds-Strafe gegen Boldin). Das kann sich bei der schwer ersichtlichen Linie der Refs aber schnell ändern…
  • Goal Line Stands: Carolina hatte 7 Plays an der GoalLine der 49ers, aber man kam mit ganzen drei Punkten davon. Ron Rivera sagte beim zweiten Mal von der 2 ein FG an – eine Fehlentscheidung, die sich aktuell im Zwischenstand mit auswirkt.

Newton mit 8/10 für 136yds (13.6 NY/A). Kaepernick mit 11/25 für 121yds, 1 Sack (4.6 NY/A).

Ansonsten aber: Tolles Spiel. Carolina mit einer interessanten, lange nicht mehr gezeigten Offense. San Francisco beißt und kratzt und groovte sich ins Spiel zurück. Die 49ers sind zwar „unwatchable“, weil sie nach jedem Spielzug Nickligkeiten begehen, aber gut. So ist diese Mannschaft gestrickt.

Die Referees werden morgen aufgrund ihrer wankelmütigen Linie ordentlich – und nicht zu Unrecht – auf die Fresse bekommen.

[20h36] Carolina 10, San Francisco 13/Q2 0:05. 1yds-Pass für TE #85 Davis. Der TD wurde zurecht gegeben. Ein fast perfekter Drive für die 49ers: 12 plays, 80yds, 3:36min von der Uhr genommen, Carolina ohne Chance zu antworten.

Einige gute Würfe Kaepernicks, starke Catches vor allem von Crabtree. Die Refs hatten neben dem Kopfstoß von Boldin auch eine zweifelhafte Aktion gegen die 49ers, als sie ihnen mehrere Sekunden von der Uhr stahlen – aber es war am Ende nicht entscheidend.

[20h26] Boldin mit einem Kopfstoß gegen S Mitchell direkt vor den Augen eines Referees. Dafür hatte Michell oder Munnerlyn gleich zu Spielbeginn eine 15yds-Strafe kassiert.

[20h21] Es ist 2min-Warning, San Francisco hatte gerade ein paar gute Offense-Plays, aber viel einzigartiger: Sie haben tatsächlich noch alle 3 Timeouts zur Verfügung.

[20h12] Carolina 10, San Francisco 6/Q2 3:41. 24yds-FG von Gano. Rivera wird konservativ, lässt von der 2yds-Line kicken (bzw. nach dem False Start von der 7yds Line). Warum? Carolina hat Probleme, seine GoalLine Stands durchzukriegen, keine Frage, aber hier muss man trotzdem ausspielen. Das wird saublöd ausschauen, wenn die Panthers in diesem Spiel am Ende knapp scheitern sollten.

Ansonsten: Sehr schöne Offense, die die Panthers bis zur GoalLine spielten. So viel Option-Stuff wie lange nicht mehr, dazu ein tiefer 35yds-Pass für TE Olson, der sich zwischen die Zonen von CB und S Reid gemogelt hatte. San Francisco ist noch auf der Suche nach dem richtigen Gegenmittel gegen diese Offense.

[19h59] Die Panthers-Defense quillt weiterhin über vor Überschwang. Es werden Blitzes aus der zweiten Reihe angesagt, die jeden Passversuch der 49ers im Keim ersticken. Schneller Punt to come.

[19h53] Carolina 7, San Francisco 6/Q1 13:41. 31yds-Pass für WR #89 Steve Smith. Sensationeller Pass von Cam Newton für Smith, der in der EndZone eigentlich gut von #25 Brown gedeckt war, aber Smith macht den Catch.

Oft geschrieben, aber noch nicht oft genug: Ich liebe den Spieler Steve Smith. Einer der besten, meistunterschätzten NFL-WR aller Zeiten. Einen ähnlichen TD wie diesen fing Smith schon vor ca. 10 Jahren in der Superbowl gegen die Patriots (gegen CB Tyron Poole).

Und noch einer:

[19h49] Ausspielen an der 1 ist immer richtig, und sei es nur, weil man im Fall des Scheiterns den Gegner an der GoalLine festnagelt. Carolinas Defense gegen San Francisco danach:

  • 2yds-Lauf.
  • Incompletion.
  • Fast eine INT.

Dann Punt und guter 24yds-Return von #19 Ted Ginn. Carolina beginnt an der SF 31.

[19h46] Rivera macht das Richtige und spielt aus: Ein QB-Sneak über #1 Cam Newton, aber LB #55 Brooks mit dem Stand. Keine Punkte. Aber beruhigend ist: Ron hatte keine Schmetterlinge.

Ansonsten hervorragender Drive der Panthers-Offense. Konzeptionell sieht das ein bisschen wie Auburn aus, was Cam Newton (kam ja rein zufällig von Auburn in die NFL) da macht: Viel inside zone read mit gelegentlich eingestreuten Optionen wie Bubble-Screens und Bootlegs. Carolina machte das hervorragend, und ein gut aufgelegter WR #89 Steve Smith half mit. 8 Play, 65yds Drive, der knapp keine Punkte brachte.

Erstes Viertel

[19h43] Das erste Viertel geht genau mit dem Moment zu Ende, auf den alle gehofft haben: Carolina mit einem 4th-Down an der SF 1yds Line. Was wird „Riverboat“ Ron Rivera machen?

[19h34] Carolina 0, San Francisco 6/Q1 4:33. 33yds-FG für Dawson.

Hallo, hallo: Die feindlichen Vibes auf dem Feld lassen meinen Laptop erzittern. Kein Play ohne Nickligkeiten. Hitzige Diskussionen „Gesichtsgitter an Gesichtsgitter“. Schon zwei Personal Foul-Strafen gegen Carolina, auch wenn es gleich viele hätten gegen San Francisco sein können. Die Refs sind momentan dabei, sich die Bauernopfer herauszusuchen um ja nicht frühzeitig die Kontrolle über ein nicht intensiv, sondern überhitzt geführtes Spiel zu verlieren.

Vor allem S #41 Captain Munnerlyn liefert sich Wortgefechte mit Crabtree und Kaepernick, aber auch CB #29 Florence scheut nicht vor Schubsereien gegen Crabtree zurück.

[19h28] Newton mit einem leicht unterworfenen Ball für WR #11 LaFell, der nur mehr eine Hand dran bekommt. Abgefälschter Ball, der vom dahinter hechtenden LB #52 Willis zur Interception abgefangen wird.

[19h19] Carolina 0, San Francisco 3/Q1 9:12. 49yds-FG für Dawson. Ein klassischer 49ers-Drive: 13 Plays, 49yds, 5:48min von der Uhr genommen. 7 Passversuche, 4 Läufe (für nur 7yds).

Unterstützt wurde der Drive von einer late hit-Strafe gegen den S #21 Mitchell gegen Boldin – ein umstrittener Call. Regeltechnisch war er wohl richtig, aber viel Fingerspitzengefühl war da nicht dabei: 3rd-Down wäre gestoppt gewesen, und es war nicht gegen den Helm, war maximal einen Sekundenbruchteil nach Aufschlagen des Balls.

[19h07]

[19h01] Allesaussersport ist auch wieder live dabei: Hier entlang zum Liveblog.

[18h45] Es ist eh jede verbliebene Mannschaft ein „Titelkandidat“, insofern muss man heute Carolina vs San Francisco nicht noch mehr hypen als eh schon passiert. Die Vorschau-Serien von heute:

Wohl bekomm’s.

Divisional-Playoffs 2013/14 am Sonntag

Den Abschluss machen heute Abend zwei Spiele, die wir schon am 10. November 2013 hatten. Für beide Spiele habe ich schon damals eine detailliertere Vorschau geschrieben. Beide sind heute immer noch ähnlich gepolte Matchups, aber es gibt kleinere Unterschiede von damals zu heute.

Carolina Panthers – San Francisco 49ers

  • Kickoff 19h05
  • Live bei SPORT1 US und im NFL-Gamepass, Zusammenfassung bei SAT.1 und im ran.de-Stream ab 0h05
  • US-Kommentatoren: Joe Buck/Troy Aikman
  • Vorschau Herrmann: Panthers vs 49ers.

Langjährige Leser kennen die folgende Leier: Die Carolina Panthers gehören auf diesem Blog zu den Mannschaften, die am öftesten thematisiert wurden. Das liegt daran, dass sie seit Beginn der Saison 2012 (!) quasi ohne Unterbrechung im NFL-Power Ranking in den Top-8 stehen, trotz Zeiten in denen ihre Siegbilanz bei 2-8 lang und sie eher um den Top-Draftpick spielten als um die Superbowl: Sie waren Down für Down so effizient, dass sie eher um letzteres hätten spielen sollen. Aber sie hatten ein Problem: Den Head Coach Ron Rivera.

Rivera ist allerdings auch der Mann, der in dieser Saison eine der erstaunlichsten Wendungen genommen hat, die ein Mann in seiner Position nehmen kann: Er wurde vom konservativsten PlayCaller zu einem der aggressivsten, spielte plötzlich 4th-Downs en masse aus anstelle zu punten – und die Panthers begannen mit dem Gewinnen. Nach einem unglücklichen 1-3 Start zu Beginn der Saison antworteten die Panthers mit einer 11-1 Serie zum „Abschluss“. Resultat: Gewinn der NFC South, Seed #2 in der NFC.

Die Ironie der Geschichte in Carolina: Während letztes Jahr die Offense um QB Cameron Newton die Pace vorgab, ist es dieses Jahr die Defense, die in der Offseason um haargenau die richtigen Spieler ergänzt wurde: DT #98 Lotulelei und DT #99 Short, beide hohe Draftpicks, die die große Lücke in der Defensive Line stopften. Carolina 2013 führt folgende Spieler in der Front-Seven auf:

  • DE #76 Greg Hardy
  • DT #98 Star Lotulelei
  • DT #91 Colin Cole / #99 Kawann Short
  • DE #95 Charles Johnson
  • OLB #93 Chase Blackburn
  • ILB #59 Luke Kuechly
  • OLB #58 Thomas Davis

Eine Front-Seven, die 48 der 60 Panthers-Sacks fabriziert hat; allein die Ends Hardy (15 Stück) und Johnson (11) machten zusammen 26. Lotulelei gilt als einer der besten Rookies des Jahrgangs. Kuechly, ein Mann im zweiten Jahr, gilt als legitimert Anwärter auf den Titel des „Abwehrspielers des Jahres“.

Diese Front-Seven allein reicht aus, um trotz eines suspekten Defensive Backfields eine der besten Pass-Defenses im Lande zu stellen: 5.5 NY/A (#5 der Liga) bei 59% Success-Rate (#16) gegen das Laufspiel, und eine weit überdurchschnittliche INT-Quote von 3.6%. Eine Sack-Quote von 9.6%, beste der Liga. Carolina gibt zwar 66.7% Completion-Rate im Passspiel auf, aber für wenige Yards: nur 10.3yds/Completion, viertbester Wert der Liga. Wie man es drehen und wenden will: Diese Defense ist fassungslos gut geworden, und sie ist philosophisch ein Ebenbild des heutigen Gegners San Francisco: Auch dort hat man eine dominante Front-Seven gebaut, und versucht damit, eine suspekte Secondary zu kaschieren. Allerdings spielt Carolina vornehmlich 4-3, San Francisco eher ein verkapptes 3-4. Wuchtig sieht beides aus.

Sogar die Offenses sind ähnlich gepolt: Viele Ressourcen, die in die Running Back-Position gesteckt wurden. Zwei junge, schwarze, mobile Quarterbacks. Ein Ballfänger-Corp, der in erster Linie aus einem guten Wide Receiver und einem guten Tight End besteht. Eine Offense Line, in die Geld investiert wurde, die aber eher unkonstante Leistungen bringt. Alles mit Zusatz „jeweils“. Der Absatz gilt für beide Teams.

Bei den Panthers ist aber ausgerechnet der Teufel im Detail bei Cameron Newton begraben. Die landläufige Meinung sah in Newton nun zwei Jahre lang eine Lusche in den engen Spielen, ohne Eier, die Mannschaft Tebow-like rein per Willenskraft zum Sieg im engen Spiel zu preschen. Newton verlor fast alle der knappen Spiele der ersten Jahre, aber seine Offense brachte mit ihm stets um die 7.0 NY/A Passspiel zusammen – trotz eines abseits von WR-Legende #89 Steve Smith unterirdischen WR-Corps.

2013? Nun, Newton wurde über Nacht Eli-Manning-like zum „Close-Game“ Star und führte spektakuläre „Game Winning / Comeback Drives“ gegen Patriots, 49ers oder Saints das Feld runter. Allerdings leidet die Panthers-Offense dieses Jahr unter der geringeren Effizienz: Nur noch 5.9 NY/A für Newton sind nur noch der 20t-beste Wert der NFL. Nicht alles davon ist schlecht: Carolina spielt dieses Jahr einen Tick zurückhaltender in der Offense: Es wird kürzer geworfen, es wird weniger tief geworfen:

2011   25.7%
2012   23.3%
2013   19.9%

Das sind die Prozentwerte der Newton-Pässe, die in den letzten Jahren mehr als 15yds in der Luft downfield gingen (also keine 2yds-Pässe, die von Runninbacks zu 15yds-Raumgewinnen getragen wurden). Die Completion-Rate der Newton-Pässe stieg leicht an, von zuletzt 57.7% auf nunmehr 61.7%. Aber die Pass-Success Rate, also die Rate an Pässen, die verbesserte Punkteerwartung („EPA“) brachte, ist bei Newton seit Karrierebeginn dieselbe: 47%. Er ist also der fast identische Spieler seit Jahren.  Heute wird er allerdings mal wieder mit einem bestenfalls angeschlagenen (Knieverletzung) Steve Smith antreten können – Smith ist wohl active, aber er selbst ist sich noch nicht sicher, wie fit er sein wird.

Kaepernick kommt aus derselben Draftklasse wie Cam Newton, wurde aber erst Mitte 2012 zum Stammspieler. Er hat einen etwas besseren Support-Cast in Leuten wie Boldin, Davis oder Crabtree, aber er erlebt dieses Jahr erstmals Kritik, weil die Pass-Offense der Niners nur allzu oft so aussah: 13/25 Pässen für 174 yds, 1 TD, 1 INT, 3 Sacks, 4 gecallte Timeouts zur Verhinderung von False-Starts. Im „Hinspiel“ gegen Carolina, jenem berühmten 10-9 Sieg der Panthers, waren Kaepernick und seine Jungs noch schwächer: 11/22, 91yds, 1 INT. Allerdings fehlten damals noch Crabtree und in der zweiten Halbzeit Davis wegen Knieproblemen.

Ein weiterer Faktor in diesem Spiel: Das Coaching. Rivera ist völlig ohne Vorwarnung über Nacht zum Vorreiter der neuen Coach-Generation „Go fo it on 4th Down“ mutiert, und schwupps gewinnen die Panthers nun diese Spielen, die sie zuvor verloren haben (u.a. dank 5 Siegen in den letzten 5 knappen Spielen!). Nicht alles davon ist Rivera, aber ein Teil sicherlich. Der Coach, der in den letzten Jahren so viele Spiele wegschmiss, weil er Schiss hatte, gewinnt nun umso mehr davon. Auch gegen San Francisco?

Nicht alle sind sich sicher, dass Rivera auch in der Crunchtime in seinem ersten Playoff-Spiel die Eier zum Ausspielen zeigen wird. Einen Vorteil gegenüber seinem Gegenüber Jim Harbaugh hat Rivera aber auf alle Fälle: Er verbrennt nicht so viele sinnlose Timeouts, bevor es gen Spielende geht. Was sich Harbaugh/Kaepernick zuletzt wieder in Green Bay leisteten, spottete jeder sittlichen Beschreibung (2 verbrannte Timeouts in den ersten Minuten im dritten Viertel, davon eines vor dem ersten Spielzug des dritten Viertels!).


Für Newton und sein Bild in der US-Öffentlichkeit ist es ein enorm wichtiges Spiel: Er kann mit diesem Spiel vom leicht freakigen Unsympathen in der Provinz von Carolina („da drunten“) zur landesweiten Marke als neuester „Elite-QB“ mutieren – so unfair die eine oder andere Darstellung von ihm sein möge. Gelingt ihm kein Sieg, sollte man ihn aber auch nicht verdammen, denn die Ansetzung gleicht einem Münzwurf. Das Power-Ranking sieht einen 52/48-Vorteil pro Carolina. Das Hinspiel hatte einen 10-9 Endstand, und seither haben die 49ers Crabtree und einen fitten Davis dazu bekommen.

Es ist die klassische Ansetzung, in der die sprichwörtlichen Kleinigkeiten entscheiden könnten: Der Fumble, der in die richtigen Arme fällt. Der Puntreturn, der einen Tackle bricht und für 27 statt -2yds geht. Die eine Pass-Interference, die wahllos gegeben wird, weil sich die Refs nicht noch stärker dem Vorwurf der „Playoff-Softies“ aussetzen wollen.

Oder aber, es entscheidet der Quarterback, der sein Pass-Spiel gegen die jeweilige Monster-Defense besser in Gang kriegt. Und da würde ich heute aufgrund des besseren Supporting-Cast tendenziell mit Kaepernick gehen. Ergo: Ich sehe San Francisco trotz Harbaughs Auszeiten-Fetisch minimal vorn.

Denver Broncos – San Diego Chargers

  • Kickoff 22h40
  • Live bei SPORT1 US, im ran.de-Stream und im NFL-Gamepass, Zusammenfassung und Live-Einstieg bei SAT.1 ab 0h05
  • US-Kommentatoren: Jim Nantz/Phil Simms

Diese Ansetzung ist eine der einfachsten intuitiv innerhalb von Momentenbruchteilen zu erfassen, aber sie ist extremst schwierig, in eine strukturierte Preview zu fassen. Der Grund ist, dass beide Mannschaften konzeptionell sehr ähnlich gebaut sind, aber beide sind schwierig, in Worte zu fassen. Sie sind Wundertüten. Wundertüte ist dabei ein Synonym für „ich weiß es nicht“.

Die Chargers sind potenziell großartig. Gleichzeitig sind sie unkontrollierbar – für sich und für den Gegner. Das macht dieses Spiel so attraktiv.

Beide Teams sind um ihre Quarterbacks gebaut, wobei bei den Broncos der QB Peyton Manning „das System“ darstellt in Form von einem immergleichen Runterwichsen der Plays: 3 WR, 1 TE, 1 RB in der Aufstellung, und je nachdem was die Defense anbietet, lässt der Stratege Manning laufen oder er wirft selbst. Das funktioniert, solange er zumindest zwei großartige Wide Receivers hat; die Broncos haben deren vier: #88 Demaryius Thomas, #87 Eric Decker, #83 Wes Welker, #80 TE Julius Thomas. Manning selbst ist der ganz große Wurfkünstler nicht mehr, aber das muss er auch nimmer sein. Sein Wissen genügt.

Bei den Chargers geht es mehr um die Wurfkünste des Philip Rivers, wobei die Offense durchaus vielseitig ist: Alles, was die Offense Line wirklich drauf hat, ist das Lauf-Blocking. Damit kommt das Laufspiel um RB #24 Mathews und den weißen Zauberer #39 Woodhead ganz gut über die Runden. Dazu streut Rivers eine Menge an Kurzpässen und Checkdowns für die konstanten kurzen Raumgewinne ein, aber der wahre Star ist das Mitteldistanz-Spiel: Rivers bringt mit seiner Präzision auch die schwierigsten Pässe an den Mann, und keiner seiner Receiver ist dabei instrumenteller als der Rookie mit der #13, Keenan Allen.

Vom Konzept her ist das also ähnlich bei beiden. Liegt es daran, dass Chargers-Headcoach Mike McCoy letztes Jahr OffCoord in Denver war, und sich so einiges bei Manning abschauen konnte? Oder liegt es am QB-Flüsterer Ken Whisenhunt, jetzt OffCoord in San Diego? Auf alle Fälle sind die Ergebnisse bei den beiden Teams ähnliche: Denver als #1-Passoffense mit 7.8 NY/A, San Diego als #2 mit 7.5 NY/A. Denver mit 44% Success-Rate im Laufspiel, San Diego mit 43%.

Die Fragezeichen sind die Defenses, die beide problematisch sind – aber beide hatten im Verlauf der Saison auch genügend gute Momente, sodass man sie nicht ohne weiteres verdammen könnte. Die Chargers zum Beispiel: Mit 7.0 NY/A gibt man die meisten Yards im Passspiel auf, mit 46% Success-Rate hat man die zahnloseste Lauf-Defense der Liga. Allein: Die letzten Wochen der Chargers waren besser – viel besser.

Vielleicht ist es die Genesung von OLB Melvin Ingram, vielleicht war es der CB Marshall, der das Backfield verbesserte. Vielleicht auch nicht: Auch nach Ingrams Rückkehr stieg die Sack-Rate der Chargers nicht an. Auf alle Fälle aber „klickt“ die Pass-Defense der letzten Wochen besser. Wurde man in den ersten Wochen des Jahres noch regelmäßig in Grund und Boden geworfen, sind die Chargers des Dezember/Jänner eine relativ durchschnittliche Defense – ein Kompliment. Man schaltete in Woche 15 sogar Denver in Denver aus (allerdings ein damals Welker-loses Denver). Man stellte auch Cincinnati kalt. Es waren keine Rabauken-Vorstellungen, aber man war fleißig, legte sich wie Mehltau auf den Gegner und würgte den ohne Aufsehen langsam ab.

Bei den Broncos ähnliches: Erste Saisonhälfte war eine Katastrophe, aber mittlerweile ist man runter auf sehr passable 6.2 NY/A gegen den Pass. Allein: OLB #58 Miller ist mittlerweile auf der IR. DT Wolfe mit epilepsieanfälligen Symptomen noch immer inactive. Hinten drin Probleme bei CB Bailey… es ist eine Defense, die unter DefCoord Del Rio mal richtig gut ist, mal richtig banal.

Das sind die Mannschafts-Gerüste. Es gibt aber viele verdeckte Stats, die eine Rolle spielen könnten. So sind beide Offenses gigantisch in den 1st-Downs. „Gigantisch“ in 1st-Downs ist auch das Feld bereitet für „gigantisch in 3rd-Downs“: Broncos mit 49% Conversions die #1, Chargers mit 47% die #2.

Die Chargers sind der Underdog, d.h. für sie könnte es interessant sein, wie schon in Week 15 eine ballkontrollierte Offense zu spielen, um möglichst wenige Drives für beide Teams zu sehen. Wenige Drives = mehr Varianz = bessere Siegchance für den Außenseiter. Und laufen können die Chargers. Sie haben sogar die Chance, über ihren RT Fluker zu laufen – die Seite, auf der das Laufspiel exzellent ist. Es ist auch die Seite, auf der Denver etwas ausrichten muss, da die LE-Seite als Schwachpunkt gilt.

Okay.

Die Broncos sind insgesamt besser besetzt, tiefer, haben Heimvorteil und somit zu favorisieren. Aber die Chargers sind mit ihrer Offense in jedem Spiel ein Kandidat. Alles, was es braucht, ist eine erneute unangenehme Defense-Leistung, die gerade genügend Plays macht um mit der Offense das Spiel zu gewinnen. So geschehen in Week 15. Das Gute an den Chargers: Dank der jüngsten Verbesserung der Defense sind sie unberechenbar – und somit sollte auch dieses Spiel Augenschmaus-Potenzial haben.

AFC-Divisional Playoffs 2013/14: New England Patriots – Indianapolis Colts live

[05h31] Drittes AFC-Finale für die Patriots en suite. Die letzten, die drei Conference-Finals hintereinander hatten, hab ich auch noch mit erlebt: Die Philadelphia Eagles, die es von 2001-2004 gleich viermal hintereinander geschafft haben.

[05h28] Endstand New England Patriots 43, Indianapolis Colts 22.

Am Ende ein diskussionsloser Sieg für die Patriots. Er fiel ein paar Scores zu hoch aus, aber okay: Die Colts-Defense war irgendwann shot und hatte im Schlussviertel nicht mehr viele Mittel. Dazu kamen dauernd schlechte Feldpositionen für die Colts-Defense aufgrund der vielen Turnovers.

Ein paar der knappen Plays, die anders ausgehen, und wir haben ein sehr, sehr viel engeres Spiel.

Die Colts scheiden aus, aber sie scheiden nach einer starken Saison erhobenen Hauptes aus. Sie waren besser als befürchtet. Sie sind alles in allem kein Team von 11-5 Qualität, aber sie hatten heuer Momente, in denen sie richtig großartig waren und mit den Allerbesten mithalten konnten. Sie hatten auch furchtbare Spiele. Sie haben einen jungen Franchise-QB Luck mit exzellenter Zukunft. Lass dich nicht von 7 INTs in zwei Playoffspielen blenden. Luck muss mit seiner Mannschaft im Rücken riskanter spielen als andere.

Die Colts haben einige Bausteine in Offense und Defense, aber insgesamt dürfte es noch eine Zeit dauern, bis diese Mannschaft ein ernsthafter Contender ist. Der verschenkte Richardson-Pick dürfte mehr schmerzen denn je. Aber auch die vielen sinnlosen Verträge für Durchschnittsspieler wie Toler, Cherilus oder Walden werden irgendwann auf die Colts zurückfallen.

Großes Spiel heute von LB #91 Jamie Collins. Wenn das Play-Sheet, das ich in der Hand halte, korrekt ist, hat Collins heute 1 Sack, 2 TFL (Tackles for Loss), 3 QB-Hits und eine INT. Collins galt letztes Jahr als Riesen-Granate bei der Combine, aber als ebenso ungeschliffen. Hatte heute einige famose Plays. Seine INT war schon exzellent für einen so großen, schweren Spieler.

Ein Wort zu SAT.1: Das Momentum-Gefasel wird man nicht rausbringen. Wer in Football hineinwächst, wird in dieses Wort hineingeboren. Man hört es überall, auch wenn es Schwachsinn ist. Vielleicht ist man dort – und bei einigen anderen Phrasen – mittlerweile zu hellhörig. Ich fand die SAT.1 Sendung okay. Die Kommentierung fand ich okay. Ich hab mich nicht daran gestört, und das ist schon viel wert.

Patriots fahren nun nach Denver oder spielen zuhause das Re-Match des AFC-Finals 2007/08 gegen die Chargers.

[05h13] Gerade hält Dan Dierdorf bei CBS seine Abschiedsrede:

„Wenn I was a player, the St Louis Cardinals were on CBS. Everything I saw the booth. All I wanted to do was to join the booth. It was my dream.“

Und Belichick macht den Jungs den Gefallen und puntet von der IND 26 (!) den Ball für 6 Nettoyards. Etwas Training für den Backup-Punter Gostkowski. Gumbel/Dierdorf fällt das nicht weiter auf. Sie reden schlicht von „pin them inside the 10„.

[05h02] 4th-Down und 1 mit 10 Minuten auf der Uhr für die Colts, und Chuck Pagano entscheidet sich natürlich für den Punt. #wasfüreineScheiße

[04h57] Laut Stecker sollte Luck jetzt mehr riskieren.

[04h55] New England 43, Indianapolis 22/Q4 11:12. 1yds-Run #22 Ridley. 5 Plays, 18yds. Der eine wirft die INT, des anderen INT wird gedroppt. Luck mit 3 TD in den letzten 11 Minuten? No Problem!

[04h52] Zwei Plays später wirft Brady einen ebenso gefährlichen Pass in die EndZone, die vom Defensive Back #41 Bethea gedroppt wird. Brady = Brady.

[04h50] Dritte INT gegen Luck. Collins springt in einen gefährlichen Pass über die Mitte. Wie schonmal geschrieben: Luck = Romo.

[04h45] New England 36, Indianapolis 22/Q4 12:55. 73yds-Run #29 Blount. Blount lässt den unmotiviert ins Bild segelnden S #30 Landry aussteigen und hat danach gegen eine safety-lose „Deep Zone“ der Colts leichtes Spiel. 73yds für den Schläger von Boise. Und Brady als Backup-Holder beim PAT.

[04h42] Punt Colts mit 13:21 to go.

[04h40]

Drittes Viertel

[04h37] Ende Q3. SAT.1 sollte den Momentum-Unsinn nun abstellen. Andererseits: Wenn ich zu CBS wechsle, wartet ein Kommentatorenduo, das beim Safety ernsthaft meinte: You have to give your defense a chance. Sprich: Du hättest dich an der 2 tackeln lassen sollen.

[04h35] Punt der Patriots.

[04h31] Erstes Play: Ein Lauf. Natürlich… Grande, Pep Hamilton. Dann Sack, dann Incompletio und Punt.

LB #91 Jamie Collins von Southern Miss macht heute ein auffälliges Spiel. Machte eben den Sack und hatte mindestens einen weiteren Tackle für Raumverlust. Dazu besagte Spielzüge in der Deckung gegen Tight Ends. Ein Play-Maker. (ob er abseits der Kameras Böcke schießt, weiß ich nicht)

[04h28] Wieder schneller Punt der Patriots. Wenn die Colts jetzt weitermachen, wo sie eben aufgehört haben, sehen wir gleich den Ausgleich: Laufspiel abstellen, Passen, Passen, Passen.

[04h23] New England 29, New England 22/Q3 5:01. 35yds-TD Catch für #15 Brazill. Slapstick-Coverage bei den Pats: Erst flutscht #13 Hilton zum wiederholten Male für einen Riesen-Raumgewinn durch (46yds). Dann ist Brazill in der EndZone dem Gegenspieler #32 McCourty zwei Schritte voraus, und ein Luck lässt sich solch schlampige Deckungen nicht entgehen. Sensationell:

[04h13] New England 29, Indianapolis 15/Q3 . 2yds-Lauf #29 Blount. Vierter TD für Blount #22 Ridley. Gewaltiger 9 plays, 88 yds, 3:45min Drive für Brady und die Patriots, inklusive eines 53yds-Catches für Amendola. Nahe der EndZone eine – gemessen am Playoff-Kontext und was sonst so gepfiffen wird – hinterfragenswerte PI gegen CB #27 Gordy – aber Gordy hatte letzte Woche mehrmals Glück, dass haarige Calls in seine Richtung gepfiffen wurden.

Danach geht Belichick auf 2pts. #22 Ridley verwertet. Belichick trifft nicht immer die günstigsten Entscheidungen, aber er ist allen anderen Coaches trotzdem meilenweit voraus. Minimum 28 andere Coaches hätten hier den PAT gekickt.

[04h05] Jan Stecker: „Das Momentum ist gerade beim Football wichtig, weil dann glaubst du, du bist besser. Allerdings kann sich das blitzschnell ändern. Dann haben die Patriots das Momentum…“ Zu viel Aikman gehört. … „als größter QB aller Zeiten musst du mehr als 1 Super Bowl gewonnen haben… wenn Peyton jetzt noch einen Superbowl gewinnt, gehört er zu den Top 5… “ zu viel Phil Simms.

[04h02] New England 21, Indianapolis 15/Q3 10:03. 21yds-FG Vinatieri. 8 Plays, 60yds, 3:27min. Eh klar, dass Pagano von der 3yds Line das Fieldgoal schießen lässt. Damit haben wir unseren Talking-Point, wenn es am Ende hart-auf-hart geht.

Der Drive selbst sah eigentlich super aus: Luck 40yds für Hilton, der sich ordentlich streckte und einen spektakulären Catch fing. Danach kurze Pässe, aber an der GoalLine wird ineffizient gelaufen (über #31 Brown und #34 Richardson). Dann eine Incompletion. Dann – natürlich – das Fieldgoal.

[03h58] Schneller Punt der Patriots.

Zweites Viertel

[03h45] Halbzeit New England 21, Indianapolis 12.

Ja, Buschmann, um 8h muss ich auch wieder arbeiten… Seufz. Es ist eine recht offensiv geführte erste Halbzeit in Foxboro im strömenden Regen.

Die Patriots sind für meine Begriffe relativ lauflastig: Nur 11 Pässe für Brady (7 complete für 96yds), aber 25 Läufe. Die meisten sind quicke Handoffs. Das Passspiel fand bisher auch ausschließlich über Checkdowns und Mitteldistanz für Welker und Amendola statt. Die Colts kriegen darauf nur wenig Zugriff. Patriots sind effizienter im Passspiel, aber die mixen das eher umgekehrt proportional durch.

Die Colts haben unterirdisches Laufspiel: 2.8yds/Carry ist schlecht, aber gegen die Front-Seven der Pats wären auch 4.5yds/Carry schon schlimm. Das ist nix. Luck hat gute Momente, hat weniger gute Momente, lebt ein nur bedingt ruhiges Leben in seiner Pocket. Er  machte 11/21 für 155yds, hatte aber zwei INT: Eine war seine Schuld, eine andere ging in erster Linie auf die Kappe des Fullbacks – auch wenn Lucks Pass nicht optimal war.

Dazu die kuriose Safety/non-TD Aktion: Die Patriots führen 21-12, aber es ist doch näher an „auf Messers Schneide“ denn an einem sich abzeichnenden Blowout.

[03h40] #34 Vereen dropt den Ball auf einer Wheel-Route und kurz danach ist Halbzeit.

[03h33] Nächste INT gegen Luck mit 1:14 auf der Uhr: Luck für FB #41 Havili, Pass etwas unterworfen, und Havili fälscht den Ball direkt in die Arme des LBs #54 Hightower ab. Eine fast identische INT sah „Unluck“ letzte Woche gegen die Chiefs gegen sich.

[03h22] New England 21, Indianapolis 12/Q2 2:42. Safety.

4th-Down, Konfusion bei den Pats. Nach einer Strafe kommen sie wieder raus, aber dann gerät der Snap bei den Punts zirka 3m zu hoch und segelt über den Punter #6 Allen hinweg gen EndZone. Allen schmeißt sich an der 2yds-Line auf den Ball und kann von Glück sprechen, dass ihm ein Colt den Ball aus der Hand schlägt und der Ball irgendwie den Weg zum Safety findet.

„Nur“ zwei Punkte für die Colts, die hier durchaus auch hätten an der 2yds-Line den Ball bekommen können, weil der Punter nicht gecheckt hat, dass er den Ball ins Aus hätte stoßen müssen.

[03h15] New England 21, Indianapolis 10/Q2 5:35. 36yds-FG Vinatieri. Auch die Colts mit einem längeren Drive: 11 plays, 62yds, 5:19min. Allerdings wird dann nahe der GoalLine der WR Hilton ganz gut abgewehrt, fällt aus dem Spielfeld und hält sich danach erstmal den Arm.

Die Frage ist halt, ob Field Goals heute helfen.

[03h02] New England 21, Indianapolis 7/Q2 10:54. 2yds-TD Lauf #29 Blount; Blounts dritter TD. Der nächste fette Drive: 14 Plays, 75yds, 6:28min.

Teilweise waren die Patriots wieder in dem Hochgeschwindigkeits-Modus, der für sie so charakteristisch wurde. #11 Edelman mit vielen Anspielen heute: Schon 3 Catches für 65yds. Edelman ist dann auch flink genug um sich zwischen den Tacklern noch für sieben Extrayards durchzuwringen.

Solange die Patriots heute die Pässe anbringen, werden sie auch bei den gelegentlich eingestreuten Laufspielzügen Erfolg haben. Mit solchen Drives ziehst du den Colts den Zahn – aber die Patriots-Offense ist nicht dafür bekannt, so konstant in jedem Drive diese Pace durchziehen zu können.

Erstes Viertel

[02h56] Ende Q1. Bisher gute Vorstellungen der Offenses im strömenden Regen von Foxboro. Brady mit 4/5 complete, und er hat nicht wirklich Schwierigkeiten, seine Leute zu finden. Zwischendurch streuen die Patriots viele kurze Handoffs zur die Backs ein, was nach SR% effizient ist, aber nicht viele Yards macht. Bei den Colts ist Andrew Luck mit vielen Incompletions, weil der Passrush oft durchkommt (OT Castonzo als Mega-Bruchstelle), aber wenn Luck den Pass wirft, ist der Pass gefährlich; der TD-Pass war ein brillanter Wurf.

[02h51] Je einmal Punt für Patriots und Colts. Beobachtungen:

  • Patriots-RT Cannon ließ sich vom viel kritisierten OLB Walden überrumpeln. Ist Cannon damit die neue Sollbruchstelle in der OL?
  • Bessere Patriots-Deckung jetzt wieder, und man hat die Traute, den unerfahrenen LB #91 Collins gegen den TE #80 Fleener abzustellen. Collins gilt ja eher als druckvoller Linebacker denn als Deckungsspieler.

[02h41] New England 14, Indianapolis 7/Q1 4:35. 38yds-Pass Luck für #15 Brazill. Buschmann: „Was für ein Comeback-Kid!“ Naja… Drive: 7 plays, 80yds, 2:42min. Die Zahlen sind so astrein wie der TD-Pass für Brazill, aber ganz ohne Holperer ist es noch nicht: #91 Collins und der Passrush kamen am Anfang des Drives mehrmals gefährlich durch, aber nach einem gelupften 3rd-Down für Fleener (?) Whalen hatten die Colts die matte Pats-Defense liegen.

[02h33] New England 14, Indianapolis 0/Q1 7:17. 2yds-Lauf #29 Blount. 10-Play, 74yds Drive für die Patriots. Es geht alles recht einfach: Brady, Checkdown für den neuen Hernandez (spielerisch zumindest), #34 Vereen. Brady, Pass für Edelman auf einer Crossing-Route. Lauf. Brady-Rakete für #80 Amendola. Und so on.

Gegen die „gute Lauf-Verteidigung der Colts“ (O-Ton Stecker) hat Blount leichtes Spiel. Lauf-Defense Colts nach Power-Ranking: #24 der Liga, 55% Success-Rate.

Damit ist das halbe Vorsprung für die Pats schonmal geschaffen.

[02h25] Fortschritte bei den Colts: Jetzt sind wir schon bei 3’n’out. Kurzer Lauf in die DL hinein. Dann Incompletion Lucks, mit einem DE #95 Chandler Jones im Schlepptau. Dann verunglückter Kurzpass für WR #13 Hilton. Hilton wird in dieser Partie bislang vom CB-Riesen #31 Talib gedeckt.

[02h21] Ich bin jetzt eine Viertelstunde drauf, und zum ersten Mal fällt das Wort „Björn Werner“ und „Deutscher“ bei SAT.1. Respekt.

[02h18] New England 7, Indianapolis 0/Q1 13:41. 1yds-Run #29 Blount. Ein Geschenk des Andrew Luck, der quasi „blind“ eine Interception für CB #37 Dennard warf: Sekundenlang den WR #15 Brazill angestarrt, doch geworfen, und Dennard springt in die Route und fängt das Ei ab und returniert an die 1. Blount versenkt ihn im nächsten Play.

[02h02] Die Nachtpartie. Patriots gegen Colts. Brady gegen Luck. Die Vorschau-Texte:

Ich pfeif erstmal auf Dierdorf. Erstmal ist TV und SAT.1 angesagt.