133 Millionen

Die NFL hat die Gehaltsobergrenze („Salary Cap“) für die Saison 2014/15 überraschend hoch bei 133 Mio. Dollar angesetzt – eine Steigerung von sagenhaften 10 Mio. gegenüber dem letzten Jahr. Allgemein war nach mehreren Jahren der Stagnation auch für dieses Jahr eine Summe um die 123 bis 126 Mio. erwartet worden, u.a. auch, weil die massiven TV-Deals erst in einigen Jahren einsetzen werden. Vielleicht spielte der CBS-Deal mit rein (CBS wird dieses Jahr die Donnerstagsspiele produzieren und teilweise auch selbst übertragen).

Zur Vertiefung der Thematik: Mehr zur Salary Cap und Free-Agency habe ich letztes Jahr geschrieben.

Die hohe Salary Cap ist auch und vor allem für Mannschaften mit knappem Budget eine Erleichterung und viel Spielraum. Dabei ist vor allem an Mannschaften wie New Orleans, Detroit, Dallas oder Carolina zu denken. Vor allem die Lions könnten sich mit dem unverhofftem Spielraum nun einen der vielen potenziellen Free-Agent-WR greifen, um sich im Draft in den ersten Runden verstärkt auf andere Kaderpositionen wie die Secondary zu konzentrieren.

Albert Breer von NFL.com listet weiters die neuen Franchise-Tag und Transition-Tag Nummern. Die Franchise-Tag ist das Preisschildchen, mit dem NFL-Teams einen vertragsfreien Spieler aus dem eigenen Kader quasi gegen seinen Willen halten können; als Vertragsbasis wird dafür normalerweise das Durchschnittsgehalt der fünf bestbezahlten Spieler auf jeder Position verwendet (oder 120% vom Gehalt des Spielers im Vorjahr, je nachdem was höher ist).

Die Transition-Tag kommt im neuen CBA bei Rookies zum Tragen, die ab 2011 in den Top-10 gedraftet wurden. Diese Spieler bekamen seinerzeit Vierjahresverträge mit teamseitiger Option auf ein fünftes Jahr. Eben jenes fünfte Jahr kostet den Wert der Transition-Tag.

Also: Die Nummern von Albert Breer:

Pos   Franchise Tag    Transition Tag
QB    $16,912,000      $14,666,000
RB     $9,540,000       $8,033,000
WR    $12,312,000      $10,176,000
TE     $7,035,000       $6,106,000
OL    $11,654,000      $10,039,000
DE    $13,116,000      $10,633,000
DT     $9,645,000       $8,060,000
LB    $11,455,000       $9,754,000
CB    $11,834,000      $10,081,000
S      $8,433,000       $7,253,000
K/P    $3,556,000       $3,205,000

Der erste größere Streitfall könnte auch schon anstehen: Jimmy Graham wurde von den Saints mit der Franchise Tag geknebelt. Graham ist per offizieller Verlautbarung ein Tight End, aber das neue CBA („Collective Bargaining Agreement“) zwischen Liga und Spielergewerkschaft schreibt eigentlich recht eindeutig vor, dass der Spieler für die Position zu zahlen ist, wo er in der vorherigen Saison die meisten Snaps genommen hat – bei Graham ist das ziemlich eindeutig Wide Receiver. Das alles mit dem Wissen, dass Graham „logisch“ betrachtet auch dann noch ein TE bleibt, wenn er mehr Snaps als WR genommen hat, falls das Sinn machen sollte.

3 Kommentare zu “133 Millionen

  1. Was passiert eigentlich mit den Teams, die zur Deadline am 11. März, nicht unter dem Cap sind?

  2. Pingback: New Orleans Saints in der Sezierstunde | Sideline Reporter

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