Green Bay Packers in der Sezierstunde

Ein Team mit einer über die Jahre sehr konstanten Management-Philosophie sind die Green Bay Packers: Angeführt vom querbeet geachteten GM Ted Thompson versuchen die Packers mit Nachdruck, ihre Mannschaften durch den NFL-Draft zu bauen, mit maximal punktuellen Einkäufen vom Transfermarkt. Das führte dazu, dass im Saison-Eröffnungskader im letzten September nur vier Spieler standen, die nicht von den Packers gedraftet wurden.

Überblick 2013

Record         8-7-1  WC
Enge Spiele    4-4-1
Pythagorean    7.7    16
Power Ranking  0.547  14
Pass-Offense   6.9     6
Pass-Defense   6.8    25
Turnovers      +3

Management

Salary Cap 2014.

 

Die Saison verlief dann nicht wirklich nach Wunsch: 8-7-1 Bilanz mit Ausscheiden in der ersten Playoffrunde ist nicht das, was man sich erhofft hatte; Rodgers-Verletzung hin oder her. Offen gelegt wurden einmal mehr die schnell abfallende Kadertiefe nach den Topspielern – ein Resultat der konsequenten Verweigerung von Einkäufen zumindest mittelmäßiger Free-Agents, die man notfalls 8-10 Snaps pro Spiel auflaufen lassen kann?

Es ist allerdings nicht alles schlecht.

Offensiv stellen die Packers mit dem vielseitigen und erstaunlich brachialen RB Eddie Lacy den amtierenden Rookie des Jahres, aber Lacy ist vergleichsweise eine Randerscheinung, wenn man seine Bedeutung mit jener des einen Mannes vergleicht – der Meister himself, QB Aaron Rodgers, der sechs nichts anderes als fantastische Jahre als Starting-QB in Green Bay hinter sich hat:

Jahr  Comp% TD  INT INT% Sack% NY/A
2008  63.6  28  13  2.4  6.0   6.7
2009  64.7  30  7   1.3  7.5   7.5
2010  65.7  28  11  2.3  7.5   7.4
2011  68.3  45  6   1.2  6.7   8.2
2012  67.2  39  8   1.4  6.8   6.6
2013  66.6  17  6   2.1  6.8   7.8

Man sieht anhand dieser Statistik, dass Rodgers trotz seiner vergleichsweise geringen Anzahl an Touchdowns und der für ihn hohen INT-Quote ein enorm effizientes Jahr hatte und mit 7.8 NY/A die Eier fast gleich effizient wie Peyton Manning bewegte – gegen einen heftigeren Schedule, hinter einer porösen Offensive Line, mit einem uncharmanteren Receiving-Corp. Und es war nicht einmal Rodgers‘ bestes Jahr als Profi…

Einzig die vergleichsweise hohe Sack-Quote fällt bei Rodgers durch die Bank auf, aber die Protection-Probleme der Packers sind auch ein mittlerweile abgelutschtes Thema. Seit Jahren hält sich das Gerücht, dass man zum bestmöglichen Schutz für seinen Superstar-QB im Packers-Land erwägt, möglichst viele Receiver und nicht möglichst gute Blocker auf das Feld zu stellen. Kein Quarterback bringt den Ball schneller aus der Pocket, wenn Not am Mann ist, und kaum einer ist so wendig um dem herannahenden Passrush notfalls elegant auszuweichen. Also versucht man, dem Mann mit dem Gürtel einen so vielseitigen Kern an Ballfängern zur Seite zu stellen wie nur möglich.

In den letzten Jahren litt dieser berühmte Receiver-Corp der Packers allerdings: Zuerst unter extrem vielen kleinen und mittelschweren Verletzungen, dann unter Abgängen. WR Greg Jennings verließ Wisconsin schon letztes Jahr, heuer folgte der sehr fangsichere James Jones, ein Mann, der als die #3 in der Aufstellung immer für 5 Catches für 50 Yards gut war, und der kaum einen Ball aus den Händen gleiten ließ.

Ein Gegenstück zu Jones war stets der TE-Hüne Jermichael Finley, dem man jedes Jahr den ganz großen Durchbruch vorhersagte, der aber sein Potenzial nie ganz ausschöpfen konnte; der „halbe WR“ Finley litt unter zu vielen Drops und zu schlampig gelaufenen Pass-Routen. 2013 plagte ihn eine schwere Nackenverletzung, die ihn an den Rand des Karriereendes brachte. Finley hatte auslaufenden Vertrag, und er wurde von den Packers noch nicht verlängert… sollten sie wirklich kein Vertrauen mehr haben, dass Finley es noch einmal schafft und ihn tatsächlich nicht mehr unter Vertrag nehmen, wird die Position des Tight Ends für Green Bay eine ganz heiße Nummer im Draft – möglicherweise ist man spätestens in der zweiten Runde gezwungen, einen zu ziehen, sollte nicht in Runde 1 wider Erwarten ein Mann wie Ebron auf ihren Slot an #21 herunter fallen.

Auch Jones dürfte so einfach nicht zu ersetzen sein. Green Bays Receiver leben von ihrer Tiefe, von ihrer Flexbilität. Du kannst 1000 Aufstellungen mit diesen Jungs füllen, aber so richtig in der Lage, im Alleingang eine Defense zu zerstören, soll eigentlich keiner sein. Am ehesten der weiße WR Jordy Nelson (2013 mit 1376yds), bei dem viele noch seine unsäglichen Superbowl-Drops 2011 in Erinnerung haben, der aber mittlerweile zu einem verlässlichen Mann gereift ist. Nelson gilt aufgrund seiner Hautfarbe als gerne unterschätzter Mann, taugt mit 135 Anspielen und 31% tiefen Anspielen auch als veritable Waffe für die Mitteldistanzen.

Vielleicht entwickelt sich auch der junge X-Man Randall Cobb (2013 verletzungsbedingt nur 7 Spiele) zu einem Mann, der die Manndeckungen schlagen kann. Cobb spielt, wenn fit, überwiegend den zweiten Mann im Slot neben dem Tight End, und er ist flink genug und schnell genug um dort großen Schaden anzurichten.

Aber dahinter wird es dünn. Bei den Tight Ends konnte sich schon letztes Jahr nach Finleys schwerer Verletzung keiner aufdrängen, bei den Wide Receivern blieben alle Mann hinter Nelson/Cobb/Jones blass… im Prinzip hast du jetzt nur noch zwei richtig verlässliche Leute – kein Drama mit einem Rodgers auf QB, aber das volle Potenzial einer Offense auszuschöpfen wird ohne Frischblut schwierig.

Zumal es ja – wie wir hörten – Ballempfänger in rauen Mengen braucht, um Rodgers hinter einer wenig Vertrauen erweckenden Offensive Line zu schützen! Jedes Jahr dieselbe Leier: Wenigstens eine der fünf Positionen ist eine Katastrophe, und spätestens nachdem sich im dritten Saisonspiel der Left-Tackle auf die Injuried Reserve verabschiedet hat, fängt das Gejammer wieder an.

Man kann den Packers nicht vorwerfen, zu wenig unternommen zu haben um ihre Line-Probleme in den Griff zu bekommen, aber es will irgendwie nicht. Der Erstrundenpick von vor ein paar Jahren, Derek Sherrod, zum Beispiel, wartet nach einer komplizierten Beinverletzung mehr oder weniger noch immer auf sein ernsthaftes Profidebüt. So ist momentan David Bakthiari, ein Mann aus der vierten Runde im letztjährigen NFL-Draft, als Starter auf der linken Seite Tackle angedacht – keine zwingende Sollbruchstelle, aber es gibt locker 25 bessere Left Tackles in der NFL… sagen die Packers-Fans. Immerhin kehrt auf der rechten Seite Bryan Bulaga von einer *pling* schweren Verletzung zurück.

2013/14 war schon vor Rodgers‘ Gehirnerschütterung Schlüsselbeinbruch der Versuch der Head Coaches Mike McCarthy erkennbar, die Offense etwas balancierter zu gestalten, etwas mehr Laufspiel zu implementieren um nicht jedes Spiel mit 77 Pässen zu sechs Läufen bestreiten zu müssen – ein Tribut an Lacys kampfstarke Leistung, und ein Tribut an die vielen Verletzungsausfälle auf der Receiver-Position. Es bleibt abzuwarten, wie passlastig Green Bay im kommenden Herbst sein wird.

Was bisher nicht geschehen ist und mich sehr wundert: Man hat sich noch keinen adäquaten Backup-QB geholt, als hätte man aus dem Beinahe-Desaster des letzten Herbstes noch nichts gelernt. Ein Backup-QB ist ein im Idealfall selten gebrauchter Mann, aber wenn dein Franchise-QB für mehrere Wochen ausfällt… nun, die Packers erlebten jenes Horrorszenario jüngst am eigenen Leib. Wenn wir den Kurzeinsatz gegen die Bears im ersten Spiel (als sich Rodgers nach gefühlt zwei Spielzügen verletzte) noch mit dazu zählt, fuhren die Packers in den acht Spielen ohne Rodgers eine 2-5-1 Bilanz ein. Mit Rodgers? Man war 6-2. Vielleicht ist es vermessen, den Swing allein an dem einen Mann festzumachen, aber man erzähle mir nicht, dass er nicht massiv mit reinspielte.

Der Notfagel Flynn wurde bisher nicht weiterverpflichtet; den Einkauf eines zumindest verlässlichen Backups halte ich aber für eine noch wichtige offene Baustelle in Green Bay.


In der Defense hat man schon so einen Routinier eingekauft – sogar einen mit klingendem Namen: DE Julius Peppers, den besten Defensive End des letzten Jahrzehnts, einen Mann, der aber mittlerweile auf dem Zahnfleisch daherkriecht. Einen Dreijahresvertrag für insgesamt 30 Mio. Dollar blätterten die auf dem Transfermarkt üblicherweise geizigen Packers für die Dienste von Peppers hin – auch wenn der Deal höchstwahrscheinlich nicht zu Ende gespielt wird eine erstaunliche Summe.

Rein von der Notwendigkeit trifft Peppers auf eine Front-Seven, die zuletzt extrem zahnlos wirkte. Green Bay hatte nicht bloß keinen Passrush – viel schlimmer: Es hatte mit zunehmendem Saisonverlauf immer schlimmere Run-Defense. Wenn deine Lauf-Abwehr kein Land siehst, bist du üblicherweise verloren in der NFL: Wenn dich der Gegner überlaufen kann und damit nicht mal einen Passspielzug riskieren muss, geht im Regelfall alles den Bach runter. Green Bay konnte sich irgendwie drüber retten, aber ein patentreifes Konzept sind 53% Success-Rate gegen das gegnerische Laufspiel normalerweise nicht.

Der viel kritisierte DT B.J. Raji durfte trotz einer Cap-Zahl von rund 3.5 Mio Dollar vorerst bleiben. Auch DE Neal wurde nach einer schwachen Saison gehalten, aber ansonsten wurde eine Handvoll Liner ziehen gelassen (Raji könnte noch folgen). Es bleiben aktuell Mike Daniels, der gute PFF-Kritiken bekommt, Datone Jones, letztes Jahr Erstrundenpick mit enttäuschendem Rookiejahr, Jerel Worthy (2nd-Rounder 2012), und Peppers als Spieler mit Stammspieler-Kaliber im Kader – zu wenig um über die Saison zu kommen. Zumal Peppers die letzten Jahre einen rapiden Leistungsabfall hinnehmen musste.

Man darf getrost darauf wetten, dass die Packers hier noch nachrüsten – ob im Draft oder doch noch via eines billigen Free-Agents. Angeblich soll sogar der bisher halb gefloppte OLB Nick Perry testweise eine Handvoll Snaps als Defense Liner bekommen um die Rotation zu stärken. Dann aber würde Perry im zweiten Schwachpunkt der Packers-Defense fehlen: Dem Passrush an den Ecken.

In OLB Clay Matthews jr. gibt es einen erfahrenen Recken, der auf der Höhe seines Schaffens zu den besten und komplettesten Abwehrspielern der NFL gehört, aber Matthews leidet mittlerweile seit Jahren an hartnäckigen Verletzungen. Ob er wirklich noch einmal beschwerdefrei spielen kann, wagt derzeit keiner zu prophezeien. Und selbst wenn: Ein Matthews allein reicht nicht um einen vollständigen Passrush zu initiieren.

In der Secondary hakt es nach der Entlassung des suspekten M.D. Jennings vielleicht auf einer Safety-Position, aber zumindest die Cornerbacks scheinen erstklassig: Außen Tramon Williams und Sam Shields, innen Casey Hayward – das liest sich nach einer der besseren CB-Gruppen in der NFL. Shields dürfte zwar seinen frappierenden 4yrs/40 Mio-Vertrag kaum sportlich wert sein, aber er komplettiert immerhin eine vorzeigbare Secondary. Hayward ist ein Geheimtipp im Slot: Der Mann hat noch keine zwei Jahre Erfahrung, ist aber eine Augenweide in seiner täglichen Arbeit gegen die Irrwische in der Spielfeldmitte. Bester Slot-CB der Liga? Ich traue mich das als Laie nicht zu sagen, aber Hayward ist sehr offensichtlich einer der besten seines Fachs.

Green Bay hat noch einige Hausaufgaben. Es fehlen aktuell…

  1. Ein Tight End
  2. Mindestens ein Defense Liner
  3. Möglicherweise ein Free Safety
  4. Wohl ein Center
  5. Wohl ein Wide Receiver
  6. Vielleicht ein Inside Linebacker

… zu einem wirklich kompletten Kader, aber OK: Alles kann man nicht auf einmal haben. DefCoord Dom Capers wird vermutlich wieder eine Unzahl an Formationen über das Spieldfeld jagen und wieder mit mehr oder weniger Erfolg, per Scheming den Schaden in Grenzen zu halten, damit Rodgers und seine Armada die Kohlen aus dem Feuer holen können. Das ist seit Jahren das Rezept der Packers.

Wenn die Mannschaft fit bleibt, ist sie damit ein Titelanwärter. Es ist ausreichend high end Talent im Kader um die mickrig besetzten Kader-Stifte von 30 bis 53 zu kaschieren. Aber gerade die Packers wissen wie es sich anfühlt, nicht fit zu bleiben. Mehrmals waren sie zuletzt unter den meistverletzten Mannschaften. Man holte zwar trotzdem vor einigen Jahren den Titel, aber es ist ein riskantes Konzept, das sie da fahren.

Tiefe, Tiefe, Tiefe… das ist daher das, was die Packers in der verbleibenden Offseason denken sollten.

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12 Kommentare zu “Green Bay Packers in der Sezierstunde

  1. ad WR: Jarrett Boykin hatte letztes Jahr durchaus helle Momente. Ich denke schon dass er den Abgang von Jones kompensieren kann. Insgesamt mache ich mir um das WR-Korps weniger Sorgen(die Abgänge von Driver und Jennings hat man auch relativ gut überstanden), gleichwohl ich schon glaube dass die Packers im Draft noch einen ziehen werden.

    ad „Rodgers Gehirnerschütterung“: es war ein Schlüsselbeinbruch bei #12 – keine concussion.
    Backup-QB wird wohl Flynn bleiben. Immer noch besser als alles andere was da zuletzt herumgehopst ist.

    ad Coaching: dass DC Capers noch nicht rasiert wurde, ist mir ein Rätsel. Wohl auch Teil der Packers Politik. Ansonsten muss man das Kapitel „stay healthy“ in der Coaching-staff irgendwie angehen. Das Verletzungsproblem hatte man schon in der Saison davor.
    Bei den Special-Teams muss man auch nachlegen. Das (offensive) Return-Spiel in der letzten Saison war schlecht gleichzeitig hat man dort viele yards hergeschenkt. WR Cobb ist mMn zu wertvoll ihn als Returner einzusetzen. CB Hyde soll zusätzlich Safety spielen und wäre dann dreifach im Einsatz.

    ad Draft: ich hoffe auf einen großen Namen auf den Positionen TE oder S. Eric Ebron oder Ha-ha Clinton-Dix -aber ich fürchte die werden nicht so tief runter purzeln. Andererseits habe ich letztes Jahr auf RB Lacy gehofft und der ist dann ja auch gekommen. Fürs Return-Game wäre es gut wenn man einen tiefen Pick für einen entwicklungsfähigen WR mit Returnfähigkeiten draften könnte. Hoffentlich hat man gut gescouted.

  2. Servus,

    Ich glaube, bzgl. Rodgers Verletzung hast du dich vertan: Rodgers hatte einen Schlüsselbeinbruch.
    – Zur neuen Saison hoffe ich, dass seine Sackquote fällt: Voraussetzung ist, dass die O-Line mal annährend verletzungsfrei bleibt und der neue, vermutliche Starting-Center Tretter einschlägt. Die O-Line wird dann wohl so aussehen (Bakhtiari, Sitton, Tretter, Lang, Bulaga und Sherrod als Ersatz-Tackle). Ich finde, Bakhtiari hat als Starting-LT ordentlich debütiert. Er ist noch jung und hat, wie ich finde, noch ordentlich Potenzial. Des Weiteren wird das RB-Corp zu einer niedrigeren Sackquote beitragen. Für GB-Verhältnisse ist das nämlich herausragend besetzt (Lacy, Starks, Harris und Franklin), sodass ein gesünderes Verhältnis von Lauf- und Passspiel vorgetragen werden kann. Insbesondere Lacy und Starks (hoffentlich verletzungsfrei *pling* 🙂 sind ein gefährliches Duo.
    Ich vermute, dass Thompson früh einen WR draften wird – das macht dieser sowieso gern und im diesen Jahr ist der Draft auf der WR-Position auch gut und tief besetzt. Cobb, Nelson, der hohe WR-Pick und dazu noch Boykin (der letzte Saison immer mehr aufzeigen konnte) und vll. Harper – damit sollten die Packers auf der WR-Postion auf Jahre sehr gut besetzt sein. In Anbetracht des guten und tiefen Drafts, Boykins „Aufstieg“ (hatte nahezu identische Stats wie J. Jones) und J. Jones Alters (30+), war Thompson wohl einfach nicht bereit, 10 Mill. auf 3 Jahre für Letzteren zu bezahlen.
    Von Ebron und Co. wird Thompson wohl die Finger lassen und eher einen Blocking-TE wie Fiedorowics draften (Stichwort Protection). Einen TE mit guten Händen und guten Block-Fähigkeiten wird Thompson reichen, weil man mit Cobb und Nelson schon zwei „tiefe“ Waffen hat.
    Back-QB wird wohl wieder Flynn werden. Für diesen gibt es anscheinend kaum oder keine Nachfrage, sodass Thompson sein Blatt bis zum Ende ausreizen wird um Flynn dann günstig zu verpflichten. Thompson ist ja eh nicht dafür bekannt, zu überzahlen und ich finde, er macht seine Sache diesbezüglich sehr gut.

  3. Die Defense ist – Überraschung – dann schon eher das Problem der Packers:
    Man wird wieder einen Großteil der Draftpicks für diesen Mannschaftsteil aufwenden. Ausgang offen! Denn Defensivspieler pickt Thompson nicht annährend so gut wie Offensivspieler. Ich sehe die Packers früh einen ILB picken (noch vor einem DT). Mit zwei compensatory-picks wird man einen der zwei Drittrunden-Pick vll. sogar für ILB C. Borland riskieren. Der Junge hat viel Talent ist aber ziemlich klein…
    ILB C.J. Mosley wird in der ersten Runde, wenn die Packers picken, wohl schon weg sein.
    Ansonsten spielt Raji nun zum zweiten Mal sein letztes Vertagsjahr aus – und das hauptsächlich wieder als NT.
    Dass die Packers früh einen S picken, sehe ich nicht: Der Draft gibt kaum was her und zu viele Teams sind auf der Suche. Prior, Clinton-Dix und Co. werden daher über Wert in der ersten Runde weggehen – für Thompson ein No-Go. Letzterer draftet konsequent nach BAP-Strategie. Vll. fällt S D. Bucannon den Packers aber zum Ende der zweiten Runde in die Hände. Ansonsten wird man sich mit einem weiteren CB zufrieden geben und mit Burnett, Richardson, Hyde und Banjo als Safetys in die Saison gehen (man kann halt nicht alles haben…). Unter der Voraussetzung, dass die Packers mit ihrer Front-7 genug QB-Pressure erzeugen, sehe ich diesen Umstand auch nicht als allzu dramatisch an. Die Secondary der Packers ist nicht so schlecht, wie sie immer gemacht wird! Ich finde, die Probleme liegen in der Front-7, vor allem bei den LB.

    Die Hausaufgaben der Packers sehe ich derzeit so (und auch in dieser Reihenfolge):
    1. ILB
    2. DT
    3. TE
    4. S
    5. OLB
    6. WR
    7. CB

  4. @Euterpe: Glaube nicht, dass die Packers die ST gesondert angehen. McCarthy sieht die ST eher als Möglichkeit der jungen Spieler, sich zu beweisen. Man wird also wieder darauf hoffen, dass man einigermaßen verletzungsfrei bleibt und die ST aus den paar Routiners (Bush, Lattimore und vll. auch wieder Kuhn) und jungen Talenten zusammenstellen.

  5. @roadrunner: klar wird das nicht top priority sein. Aber es herrscht doch Handlungsbedarf. Das muss ihnen aber auch selbst klar gewesen sein, als sie letztes Jahr WR Ross gecuted haben. Schlimm genug dass ausgerechnet jener im Dress der Löwen die ST der Packers im Truthahnspiel austanzt hat.
    Ganz als Spielwiese für mögliche Talente kann man es aber auch nicht lassen, sonst öffnet man den Gegnern Tür und Tor.

  6. Ich hab mich schon auf die Vorschau meiner Packers gefreut aber so richtig fröhlich stimmt sie mich leider nicht. Die letzten 2 Jahre waren etwas anstrengend mit den vielen Verletzungen und wenn man ehrlich ist, waren viele mühsame Spiele dabei, es will nicht so recht klicken.

    Boykin hatte ja lichte Momente aber ob der wirklich einen James Jones vollwertig ersetzen kann?

    Chris Borland würd ich auch gern bei den Packers sehen… 🙂

    Die Center Position macht mir sorgen, Tretter hat noch kein einziges NFL Spiel gemacht…

  7. Unfassbar, dass GB trotz aller doch offensichtlichen Schwachstellen immer zu den Titelfavoriten gezählt wird. Rodgers sei Dank. Ich bin zwar klarer Patriots Fan, aber ich glaube nicht, dass ich schon mal einen besseren und kompletteren QB als Rodgers gesehen habe in meiner Football Zeit. Einfach eine Augenweide.

    Die verlinkte Werbung ist auch ziemlich lustig.

    Ich finde die Situation aber schwierig. Potentiell hat man ja gute Leute im Kader, um eine gute O-Line auf die Beine zu stellen, wenn alle fit sind. Nur kann man darauf wirklich vertrauen? Vielleicht nicht doch früh einen Franchise-O-Liner draften?
    Das mit den WRs kann bei einem QB wie Rodgers auch ohne Verstärkung klappen, aber auch hier muss man sich Sorgen um die Tiefe machen. Angesichts des angeblich starken Jahrgangs kann das Problem auch später gelöst werden.

    Ich fände es ziemlich aufregend, Rodgers einen dieser neuartigen TE-Mismatches an die Seite zu stellen. Wenn man da die Chance hätte für einen Steal in der Draft: Zuschlagen.

    Ansonsten stimme ich aber damit überein, dass die Front 7 unbedingt verstärkt werden muss. Sowohl gegen die Run als auch im Pass Rush.

  8. @Eutrepe
    Stimmt schon, ST war schlecht. Ich glaube jedoch nicht, dass TT mit Augenmerk auf die ST draften wird. TT hat zwar 9 Picks, aber nahezu ebensoviele Baustellen, sodass er, so vermute ich, keine reinen ST draften wird. Man wird hoffen, annähernd verletzungsfrei zu bleiben, so dass die erfahrenen ST (Bush, Lattimore, Kuhn etc.) – im Gegensatz zur Vorsaison – hauptsächlich ST spielen (zusammen dann mit Talenten).

  9. @Meiklson
    Ja, die Center-Position halte ich auch für ein Wagnis. So recht verstehe ich nicht, warum TT EDS nicht gehalten hat. War es die Vertragslänge oder ist man wirklich so von Tretter überzeugt? Weil in der 4. Runde (oder später) einen Center zu picken, löst das Problem, keinen erfahrenen/ neuen Center zu haben, nicht.

    Denke schon, dass Boykin reicht. Selbst wenn Boykin schlechter spielen sollte, wiegt die neu hinzugewonnene Stärke im Laufspiel schwer.
    Glaube aber wie gesagt ohnehin, dass man noch früh (2. Runde?) einen starken WR holt. Der Draft so diesbezüglich ja stark und tief sein.

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