Die große Klasse der Wide Receiver im NFL-Draft 2014

Wide Receiver ist eine ungebremst gefragte Position in der NFL, im Jahre 2014 vielleicht mehr denn je. Das überrascht nicht, wenn man sich die Entwicklung der Liga in den letzten Jahren ansieht: Immer mehr Passspielzüge mit immer mehr Ballempfängern in der Aufstellung verlangen nach immer mehr Spielern.

Wide Receivers sind die Jungs, deren primäre Aufgabe es ist, den Ball zu fangen und danach Yards zu machen. Es ist aber eine kompliziertere Position als bloß zu laufen und das Ei runterzupflücken: Die Jungs müssen genaue und präzise designte Routen teilweise im Vollsprint laufen können, sich aus hautenger Deckung befreien und dann häufig nicht einfach geworfene Bälle fangen. Der „Catch“ verlangt dabei extrem sichere Fanghände und ist nur die Ernte; die richtige Arbeit war schon vorher. Deswegen ist bei Receivern wichtig zu schauen, ob sie überhaupt flink oder stark genug sind um einer Deckung zu entfleuchen oder sich physisch gegen einen Cornerback durchzusetzen. Wichtigste „Nebenaufgabe“ ist Physis, für das Laufspiel zu blocken.

Es gibt eine Vielzahl an Receiver-Typen: Den Wideout, der idealerweise an die 1,95m groß und sprungstark ist oder den Slot-WR, der häufig kleiner gewachsen, dafür extrem flink ist, um von Linebackers nicht verfolgt zu werden, aber es gibt auf die Slot-Bolzen der Güteklasse Boldin oder Colston, die in der Spielfeldmitte vor allem mit Physis operieren.

Receiver können Typus speedster (Hauptsache gradeaus laufen klappt) oder Typus possession receiver (wichtig ist nicht die Geschwindigkeit, sondern den Ball auf Mitteldistanzen in enger Deckung fangen zu können) sein. Viele Wege führen zum Ziel, aber am Ende finden trotzdem längst nicht alle Bälle ihr Ziel. Wide Receiver ist eine der schwierigsten Positionen geworden.

Die Große Klasse von 2014

Die Klasse von 2014 gilt als so tief besetzt, dass es historische Ausmaße annimmt. Es gibt mehr als eine Handvoll Receiver, die in der ersten Runde vom Tablett gehen könnten, und dahinter schwärmt man von unzähligen Receivern, die in anderen Jahren 1st-Rounder wären, aber heuer nur in den mittleren Runden gehen werden. Es sind so viele, dass Philadelphia-Eagles‘ Film Room gleich zwei Segmente zu den Receivern geschnitten hat: Die Topstars und die Day 2/Day 3 Prospects.

Der Draft spendierte den Receivern auch schon ein langes Segment: Draftcast zu den WR.

Der Superstar

Sammy Watkins - © Parker Anderson

Sammy Watkins – © Parker Anderson

Man sagt, es gibt drei Dinge, die notwendig sind um Manndeckung in der NFL zu schlagen: Größe, Geschwindigkeit und Präzision im Routenlaufen. Sammy Watkins von der Clemson University ist mit 1,84m zwar nicht wirklich „groß“, aber alle anderen Facetten in seinem Spiel sind so ausgereift, dass er als unumstrittener Top-WR in diesem Mega-Draft gilt. Watkins wird von den meisten Experten auf einer Stufe mit einem A.J. Green gesehen, der vor drei Jahren an #4 gedraftet wurde uns sich quasi über Nacht zu einem Elite-Spieler entwickelte.

Watkins ist noch keine 21 und schon ein nahezu komplettes Paket: Er hat die Power um Linebacker und Safetys abprallen zu lassen, er ist schnell und sprungstark genug um Cornerbacks auf und davon zu laufen, er kann blocken, er hat sensationelle Fanghände und die Koordination, auch die ganz schwierigen Catches zu machen.

Beim Studium der Clemson-Aufzeichnungen fällt auf, wie wichtig Watkins für den oft unpräzisen Tadj Boyd ist, wie oft er auf engstem Raum Adjustments macht um einen überworfenen Ball noch unter Kontrolle zu bekommen. Watkins kann im vollen Lauf die Bälle fangen und hernach noch einmal den Nachbrenner zünden um durchzulaufen. Watkins läuft saubere Routen und getraut sich, in die dicht bemannten Zonen zu gehen um auch die schwierigen Dinger runterzupflücken.

Schon vor drei Jahren sprach halb Amerika über seine Vorzüge, als er – damals Freshman – frisch aus der Highschool kommend sofort ein Anwärter auf die Heisman-Trophy war. In seinem zweiten Jahr hatte Watkins Probleme mit der Justiz, als er wegen illegalem Drogenbesitz suspendiert wurde, aber er konnte die Zeit hinter sich lassen, kam im abgelaufenen Herbst stärker denn je zurück und pulverisierte ganze Abwehrreihen im Alleingang.

Auf der anderen Seite wird Watkins in der NFL nicht nahezu die Hälfte seiner Pässe in Form von bubble screens annehmen können und dann haufenweise Yards nach dem Catch generieren. Er wird häufiger in die schwierigen Routen geschickt werden und man wird von ihm verlangen, regelmäßig Manndeckung zu schlagen. Da bleibt aufgrund seiner vergleichsweise eher geringen Körpergröße die Frage, wie hoch seine Leistungsdecke („Ceiling“) sein kann.

Auf alle Fälle ist er ein spannender Spieler, der richtungsweisend für kommende Receiver-Generation sein kann.

Die Hünen

Größe, Geschwindigkeit und Präzision sind die drei primären Eigenschaften. Beginnen wir mit den Hünen, den Receiver-Anwärtern über 1.90m. Der weiße WR Mike Evans von der Texas A&M University ist mit seinen 1.96m und 102kg der am höchsten eingestufte dieser großen Ballfänger. Evans wird wegen seiner Hautfarbe gerne unterschätzt, aber er ist schon ein sehr guter Athlet. Evans kennt eine Menge vertikaler Routen (tiefes Spiel), aber ist noch eher ungeschliffen auf den kurzen Dingern.

Evans ist ein guter Springer, der in Kombination mit seiner Körpergröße auch sehr, sehr hoch eingespielt werden kann. Er ist schnell, aber kein Weltklassesprinter (4.53sek über 40yds). Er ist nicht so physisch wie Watkins im Zweikampf, aber ein sehr, sehr guter Vorblocker. Problematisch an Evans ist sein hitziges Gemüt, das in nur zwei Jahren am College mehrfach zu Schubserein und dummen Penaltys führte – etwas, was man in der NFL hasst wie die Pest. Evans ist in Summe aber vermutlich nach Watkins der zweite Receiver, der gedraftet werden wird.

Auch Kelvin Benjamin, der BCS-Matchwinner der Florida State Seminoles, definiert sich vor allem über seine 1.95m und für seine schlaksige Statur überraschen mich seine 110kg Kampfgewicht doch etwas. Benjamin ist vielleicht noch quicker als Evans, noch dynamischer, aber er war am College auch viel volatiler, hatte neben seinen lichten Momenten auch immer wieder ganze Spielabschnitte, in denen er abtauchte. Benjamin hat noch kein ganzes, konstant gutes Jahr als Footballer vorzuweisen und das wird ihn eher runterziehen in die zweite Runde. Aber klar: Groß, kampfstark – das ist eine wichtige Voraussetzung um NFL-Manndeckungen zu schlagen, und die hat Benjamin.

Ein ganz heißer Name in den letzten Wochen war der von Cody Latimer, ein bis dato nahezu unbekannter Mann. Latimer ist ein groß gewachsener, enorm kräftiger Spielertyp, aber er spielte bei den Indiana Hoosiers, die kaum nationale Presse im Football kriegen, und er war bei der Combine verletzt. Er versuchte sich dann noch immer noch 100%ig fit an seinem Pro-Day und fuhr sensationelle Werte ein.

Latimer ist ein Spieler, der erst fünf Jahre Footballerfahrung hat. Er ist noch ein sehr ungeschliffener Routenläufer und vertraut bisweilen zu stark auf seine Sprungkraft und seine Power um der Deckung des Cornerbacks zu entkommen. Er begeht noch technische Fehler wie Tippelschritte, die ihm ein hartnäckiger Positionscoach erst ausmerzen muss. Auf das Habenseite stehen bei Latimer aber neben seinen körperlichen Grundvoraussetzungen auf phänomenale Fähigkeiten als Blocker. Latimer könnte in der ersten Runde gehen. Er wird kein extrem hoher Pick sein, weil er dafür noch zu viele technische Mängel hat, aber zwischen 25 und 45 könnte er tatsächlich einberufen werden.

Devonte Adams von Fresno State ist auch so ein Typ für die mittleren Runden, kein wirklich pfeilschneller Mann, aber einer mit extrem sicheren Fanghänden. Adams ist dann am besten, wenn er den Ball in den Händen hat. Er ist ein exzellentes Prospect für eine Offense, die gerne mit kürzeren Pässen und Bubble-Screens operiert, denn dann kann Adams im Lauf nach dem Catch seinen Körper einsetzen.

Allen Robinson von Penn State gilt als noch geschmeidiger im Vergleich zu Adams. Robinson ist ein Spezialist für die ganz spektakulären Plays, hat ein extrem eindrucksvolles Highlight-Tape vorzuweisen. Cosell betonte mehrfach, dass er Robinson für einen Spieler mit viel Upside hält.

Martavius Bryant ist der Teamkollege von Sammy Watkins bei Clemson, mit 1.94m und 215 Pfund eine furchteinflößende Gestalt. Bryant gilt als noch sehr ungeschliffen in seiner Technik und als etwas grobmotorisch in seinen Bewegungen, aber er ist schnell und deshalb für risikofreudige Trainerstäbe sicher einen mittleren Draftpick wert.

Mississippis Donte Moncrief ist unter 1.90m, aber sprungstark und von seiner Spielanlage ein intelligenter Mann, von dem ein Greg Cosell immer wieder schwärmte.

Jordan Matthews von Vanderbilt ist ein sehr bekannter Name, weil er in der SEC spielte und Vanderbilt in den letzten Jahren viel und gute Presse bekam. Matthews hat eine hohe Zahl an Catches über die letzten Jahre vorzuzeigen, aber bei genauem Hinsehen kamen diese überwiegend durch kurzes Screenpass-Spiel zustande. Manndeckung bekam Matthews selten gut; er wurde gar von drittklassigen Cornerbacks pulverisiert. Einige sehen in ihm wegen seiner einsneunzig trotzdem guten Value als Draftpick, aber man muss bei solchen Spielern durchaus vorsichtig sein.

Ein Kevin Norwood von den Alabama Crimson Tide bewies immer wieder sagenhafte Sprungkraft und sehr sichere Hände, aber er ist vielleicht den Tick zu langsam. Cosell wunderte sich oft, weswegen Norwood kaum Presse kriegt. Norwood sei ein smarter Spieler, der in der NFL ein langes Leben als Slot-Bolzen á la Boldin führen könne.

Brandon Coleman von Rutgers ist mit 1.98m vermutlich der größte der 2014er-WRs im Draft. Coleman ist aber nach einem sehr schwachen Herbst 2013 mittlerweile in der Gunst der Scouts unten durch. Er gilt maximal als Pick für die späten Runden.

Die Sprinter

Wer nicht um die 1.90m ist und trotzdem NFL-Receiver spielen will, der sollte lieber mal flott auf den Füßen sein. Brandin Cooks ist dieses Jahr vielleicht das Paradebeispiel für den kleinen Receiver mit Sprinterqualitäten, der es in die hohen Runden des NFL-Drafts schaffen kann. Cooks kommt von den Oregon State Beavers und definiert sich in erster Linie über seine Geschwindigkeit. Cooks ist aber trotz seiner nur 1.76m ein harter Knochen. Er hat keine Scheu, im Gewühl schwierige Bälle zu fangen. Am College spielte er eher mit Schrotflinten denn Präzisionsgewehren auf Quarterback, und entsprechend viel Beweismaterial gibt es für Cooks‘ Fähigkeit, sich an Eierwürfe aller Art anzupassen.

In der Combine lief Cooks eine 4.33sek über 40yds, was zu den besten Zeiten gehört. Seine Trumpfkarte ist das Geradeaus-Laufen nach einem schnellen Move an der Line-of-Scrimmage. Damit kann er Defenses im Optimalfall auseinander ziehen. Wenn ein Team glaubt, hier eine Art neuen DeSean Jackson heranziehen zu können, wird Cooks in der ersten Runde gedraftet werden. Im schlimmsten Fall wird er gut genug sein um im Slot zu operieren und einige Puntreturns gefährlich zurückzutragen.

Auch Colorados Paul Richardson ist so ein Knabe, der am liebsten geradeaus läuft. Von Richardson gibt es hinreichend Beweise, dass seine sehr gute Combine-Zeit (4.40sek) auch im laufenden Spiel zu spüren ist. Er ist ein typisches deep threat, kann Cornerbacks aber auch an der Line-of-Scrimmage verarschen um frei zu werden. Sein bestes Verkaufsargument ist dietiefe Wheel-Route, wo der Receiver im Slot aufgestellt erst ca. 45° nach außen oder innen läuft und nach einigen Metern vertikal abbiegt und geradeaus gen EndZone läuft. Hier rauscht Richardson allen davon.

Was Richardson nicht kann, ist horizontale Tänze aufzuführen und fünf Leute aussteigen zu lassen. Er gehört zur Sorte der Spieler, die gerne mal ihre Fokus verlieren und scheinbar einfache Bälle durch die Hände gleiten lassen. Auf der anderen Seite zaubert Richardson dir in lichten Momenten sensationelle Catches für die Wochenshow aufs Feld. In Summe dürfte Richardson in dieser guten Receiver-Draftklasse eher später als früher gedraftet werden. Typ vierte Runde.

Ein Jalen Saunders von Oklahoma wiegt nur ganze 77kg, was für Footballerverhältnisse Fliegengewichtsklasse ist. Saunders ist so klein, dass er nur im Slot operieren kann, weil die Outside-CBs für ihn zu groß gewachsen sind. Das ist ein Manko. Dafür ist Saunders so beweglich, dass er auf kurzen Distanzen im Slot allen durchfluscht. Serviere ihm den Ball auf einer kurzen Route und Saunders wird dir mit exzellenten Yards nach dem Catch danken. Ist im schlimmsten Fall ein brauchbarer Puntreturner.

Ein Bruce Ellington von South Carolina ist mit 1.75m und keinen 90kg eher wie ein schmächtiger Runningback denn ein Wide Receiver gebaut. Ellington ist ein wuseliger Slot-Receiver mit hoher Motivation als Vorblocker. Er wurde am College sogar als Tight End aufgestellt, was bei einem Zwerg seiner Güte bizarr aussieht. In der NFL wird er vermutlich nur im Slot spielen. Ellington ist ein vielseitig begabter Sportler, spielt auch Basketball (als 1.75er!) und dürfte als recht guter Werfer auch eine Option für Trickspielzüge in der NFL sein.

Wyomings Robert Herron ist für seine nur 1.77m Körpergröße ein richtiges Bröckerl. Herron ist ein Klassesprinter und sehr beweglich auf engstem Raum. Er hat viel Erfahrung in Spread-Offenses und gilt nicht als Spieler, der aufgibt, wenn mal ein Ball nicht optimal geworfen ist. Herron wird in diesen Fällen kämpfen, aus einer fast sicheren Incompletion doch noch einen Catch zu machen. Seine Schwäche ist eindeutig sein Start, der zu langsam kommt. Er hat zudem schon eine Geschichte mit Gehirnerschütterungen und wird deswegen eher nicht vor dem dritten Tag, sprich ab vierte Runde, gedraftet werden.

Tevin Reese von Baylor war in der Spread-Offense von Baylor eine Superwaffe. Er kann vertikale Routen laufen, aber für die NFL wohl ohne viele Zusatzschichten erstmal nicht mehr. Reese ist auch so ein Spielertyp, dem einige eine DeSean-Jackson Rolle zutrauen, aber die meisten sehen ihn eher als Entwicklungsspieler für die späten Runden.

Jeff Janis kommt von einem abartig kleinen College: Saginaw Valley State. Janis hat körperlich prächtige Voraussetzungen, aber die Tapes aus den unteren Ebenen des College-Football sind praktisch wertlos. Bei ihm stützt man sich auf eine sehr gute Performance in der Senior Bowl, wo er sich empfehlen konnte. Es ist immer schwierig, Spieler von so kleinen Unis für den Draft einzuschätzen, aber Janis trauen einige zu, dass er vor der siebten Runde gedraftet wird.

Und, gestern hatten wir ihn schon bei den Runningbacks: Dri Archer von Kent State. Archer wird vermutlich eine Art Zwitterrolle zwischen Back und Receiver geben, aber vielleicht ist er, der College-RB, in der NFL in der Receiver-Rolle sogar besser. Archer ist mit 4.26sek über 40yds ein Mann, der um ein Haar den Combine-Rekord aufgestellt hätte. Er hat einige spektakuläre Moves drauf, die ihn zum Hingucker machen.

Die Possession Receiver

„Possession Receiver“ ist ein oft etwas despektierlich gebrauchter Begriff für Receiver, die gut, aber nicht großartig sind. Denen das gewisse Etwas beim Zuschauen fehlt. Die aber oft als sehr gute zweite Anspielstationen gelten. Cosell taufte diese Kategorie grob die „Präzisionstypen“, die, die das Route-Running besonders präzise erledigen und sich hierüber den Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Marquise Lee - Bild: Neon Tommy

Marquise Lee – Bild: Neon Tommy

Marquise Lee von der University of Southern California gilt als Parade-Receiver dieser Güteklasse. Lee fuhr in der Westcoast-artigen Offense der Trojans teilweise extreme Statistiken ein, die ihm in der Saison 2012 fast die Heisman-Trophy gebracht hätten. Im letzten Herbst ließ er es etwas gemütlicher angehen, wobei auch die Quarterback-Situation instabil genug war, dass keine 2000yds mehr drin waren.

Lee passt eigentlich perfekt in die Überschrift: Er kann nix herausragend, ist aber vielseitig. Er wurde bei USC in allen erdenklichen Positionen eingesetzt und konnte überall überwiegend überzeugen. Seine Bewegungen sind sehr flüssig, er kennt alle Routen. Er ist antrittsschnell und kann Cornerbacks überlaufen. Die Frage ist aber, ob er eine einwandfreie Nummer 1 geben kann oder für immer darauf angewiesen sein wird, dass er zumindest einen richtig starken Mitspieler hat, der die Aufmerksamkeit der Defense auf sich zieht und Lee entlastet.

Lee gilt als relativ sicherer 1st-Rounder. Die beiden LSU-Receiver Odell Beckham und Jarvis Landry sind Wackelkandidaten, die je nach Verlauf in die zweite oder dritte Runde fallen könnten.

Beckham gilt dabei als der richtige Wide-Out, der vor allem außen operiert. Landry ist eher der Typ, der im Slot operiert. Landry ist ein harter Hund, der sich während des Catch-Prozesses nicht von Hits und anderweitigen Fummeleien von Gegenspielern beeindrucken lässt. Er ist körperlich stark und zieht dir den Nerv, wenn er zum dritten Mal im Spiel ein 3rd-Down über die Spielfeldmitte trotz guter Deckung verwertet.

Ein toller Spieler, dem man gerne Erfolg wünscht, ist auch Wisconsins Jared Abbrederis. Abbrederis ist mit 1.85m so mittlere Größe. Er definiert sich vor allem über seine feine Klinge im Route-Running. Er weiß, wie man die verschiedenen Techniken einsetzt um Cornerbacks für die entscheidenden Zehntel in die Irre zu führen. Er versteht alles über seien Routen und wird somit als wertvolle Ergänzung als zweiter oder dritter Mann in einer Pass-Offense wahrgenommen. Damit dürfte Abbrederis spätestens in der dritten Runde vom Tablett sein.

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6 Kommentare zu “Die große Klasse der Wide Receiver im NFL-Draft 2014

  1. Tolle Zusammenfassung, wie gewohnt.

    Watkins sollte maximal bis an 5 fallen. Evans maximal bis 7. Angeblich will sich SF für Evans hochtraden, evtl. an die 5.

    OBJ gilt nach dem was ich gelesen hab als sicherer Firstroundpick.

    Pats könnten sich hochtraden für einen WR wenn sie glauben er ist besser, als was sie haben. evtl. Lee oder OBJ

  2. Ich habe das böse Gefühl, dass BB dieses Jahr wieder sein Rutgers-Bias durchscheinen lässt und sich Coleman in der 2. oder 3. Runde holt und der dann kolossal bustet. Ich wollte auch mal in die Glaskugel schauen 🙂

  3. Ich hoffe doch nicht 😀
    Man hat ja genug Auswahl momentan, mit Mark Harrison sogar auch nen Big Body von Rutgers..
    Andererseits weiß man nie bei BB

  4. Zu Cody Latimer sollte sicher noch erwähnt sein, dass er die absolut besten Fanghände dieser Draftklasse hat. Was der für saubere Catches selbst in ungemütlichen Situationen macht, ist einfach der Hammer! Mit denen gehört er selbst in der NFL zur ganz oberen Klasse.

  5. Pingback: NFL Draft 2015 – Die Offense im Schnelldurchlauf | Sideline Reporter - Eier, wir brauchen Eier!

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