Sports on Earth steht auf der Kippe

Awful Announcing informiert uns, dass die famose amerikanische Sportseite Sports on Earth vor einer ungewissen Zukunft steht: Say goodbye to Sports on Earth as you know it. Sports on Earth wurde erst vor zwei Jahren gemeinsam von USA Today und MLB Advanced Media ins Leben gerufen, u.a. mit den Leuchttürmen Joe Posnanski und Will Leitch (Gründer von Deadspin). Das Projekt steht nun vor dem Aus – zumindest in der Form, in der wir es kennen – weil der Mutterkonzern von USA Today, Gannett, offenbar gestern aufgesplittet wurde.

Die Belegschaft twitterte in den letzten beiden Tagen fleißig und machte klar, dass ihnen nix klar ist. Vor allem nicht, ob sie ihren Job behalten werden. Manche Quellen gehen davon aus, dass der Großteil der Schreiberinnen und Schreiber auf den Arbeitsmarkt geschickt wird. Leitch selbst zwitschert:

Die gute Nachricht: Der beste von allen, der Footballkolumnist Mike Tanier, hat fürs erste angekündigt, zu bleiben. Was andere meiner Lieblinge wie Michael Weinreb, Leitch, Patrick Hruby, Chuck Culpepper oder Matt Brown treiben werden, müssen wir abwarten.

Viel zum Lesen komme ich ja nicht mehr. Aber von den US-Medien war Sports on Earth für mich neben dem thematisch und stilistisch sehr ähnlichen Konkurrenzmagazin Grantland.com (gehört ESPN) die einzige Seite, die ich noch fast täglich zumindest einmal besucht habe. Hoffentlich hat das mögliche Ableben von Sports on Earth keine allzu negativen Folgen auf diese feuilletonistische Sportberichterstattung.

NFL Vorschau 2014 – Atlanta Falcons

2008 haben die Atlanta Falcons nach vielen Jahren Mittelmäßigkeit einen radikalen Schnitt gemacht. Owner Arthur Blank holte sich einen neuen GM (Thomas Dimitroff), einen neuen Head Coach (Mike Smith) und einen neuen Quarterback (Matt Ryan). Selten läuft in der NFL ein Neuanfang vom Start weg so rund wie in Atlanta: in den ersten fünf Jahren gewannen sie 56 Spiele in der regular season und erreichten vier Mal die Playoffs.

 

Man wähnte sich nur einen difference maker vom großen splash entfernt – und dieser sollte WR Julio Jones werden. Das nahm sich auch ganz gut aus, schließlich endete die Saison 2012 nur einen 4th down vom Super Bowl entfernt. Unter der Oberfläche wurde das Eis aber immer dünner. Nicht nur hatte Atlanta in den Drafts 2011 und 2012 nur insgesamt vier picks in den jeweils ersten vier Runden; sondern diese picks und die späteren wurden auch noch reihenweise in den Sand gesetzt.

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