Die furchtlose NFL-Vorschau 2014/15 | Die Kronprinzen

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Teil 3 der großen NFL-Vorschau 2014/15 mit den Mannschaften, für die die Playoffqualifikation mehr als realistisch ist, ja ein Verpassen schon als Enttäuschung gewertet werden müsste. In dieser zweiten Leistungsebene der NFL haben wir einen bunten Mix aus Mannschaften, die nach einem Ausreißer nach unten wieder angreifen können, und Teams, die seit Jahren erfolgslos oben anklopfen.

Atlanta Falcons

Am Status der Atlanta Falcons hatten sich schon im letzten Sommer erste Risse gezeigt, aber der Absturz der Falcons auf 4-12 Siege war dann doch zu heftig, als dass es diesen Herbst nicht deutliche Regression zur Mitte geben wird. Pythagoreische Erwartung von 5.8 Siegen, sieben von elf Pleiten in engen Spielen, Verletzungsorgie und Turnover-Bilanz von -7: All das spricht dafür, dass in Atlanta in der anstehenden Saison deutliche Besserung eintreten wird.

Atlanta wird 2014 zwar auf TE-Legende Gonzalez verzichten müssen (Rücktritt), dafür kehrt das famose WR-Duo White/Jones fürs erste in fittem Zustand zurück. Jones verpasste letzten Herbst fast vollständig, White biss sich schwer angeschlagen durch. In der Folge litt Atlantas Pass-Offense erheblich: 6.0 NY/A, so ineffizient war man zuletzt 2010/11, als man sich mit einer Serie an knappen Siegen durchwürgte.

Auffällig war QB Matt Ryans hohe Completion-Rate von 67.4%, die aber wohl vor allem deshalb zustande kam, weil er in der Offense ohne Playmaker nicht tief gehen konnte: Ganze 12.1% der Anspiele gingen weiter als 15yds. Zum Vergleich: Chiefs-QB Alex Smith hatte 17%. Nuff said.

Die Tiefe hinter White/Jones ist zwar bedenklich und für Gonzalez wurde kein Ersatz gekauft, weil Atlanta seine Ressourcen woanders reinstecken musste. Diese Ressourcen schauen aber gut investiert aus: OT Jake Matthews kam in der ersten Runde Draft, RG Asamoah via Free-Agency, RB Devonta Freeman aus den mittleren Runden Draft. Alle drei werden recht schnell Schlüsselrollen spielen – Matthews nach dem Ausfall von LT Baker vielleicht sogar auf der linken Seite.

GM Dimitriff stärkte auch die andere Seite der Gräben: DE Jackson (aus Kansas City), NT Soliai (aus Miami) und Rookie Rashede Hageman sollen a bissl mehr Punch in die Defense Line bringen, die zuletzt eine der schlechtesten Sack- und Pressure-Rates der Liga hatte. An richtigen Passrusher gibt es zwar immer noch nicht, aber die Tiefe ist besser, und DefCoord Nolan hat schon oft bewiesen, mit zumindest akzeptablem Personal viel machen zu können. Und ehrlich: Schlimmer als 7.1 NY/A gegen den Pass (Liga-Schlusslicht) kann es eh nicht werden – noch dazu, wenn du auf Schmarotzen aus bist und trotzdem nur 1.9% INT-Quote (#28) einfährst. Das wird automatisch besser. Da brauchst du dich noch nicht mal schmutzig machen.

Um in die Playoffs zu kommen, muss Atlanta natürlich auch was selbst dazu beitragen. Ich habe Vertrauen in Head Coach Mike Smith und seinen Trainerstab, dass er die Falcons wieder in die Nähe der Playoffs bringen kann – oder sogar ganz hinein.

Chicago Bears

Die jahrzehntelangen Maurermeister sind passé in Chicago: Angesagt ist bei den Bears seit ziemlich genau einem Jahr volle Offense-Power. Head Coach Mark Trestman hat das vollbracht, was man ihm in der Kürze der Zeit nicht zugetraut hatte, und die volle Feuerkraft aus dem schon lange guten Spielermaterial herausgeholt: 7.0 NY/A Offense-Passspiel, ligaweit #5, und das, obwohl der Stamm-QB Jay Cutler wochenlang ausfiel. Dass Chicago es letztes Jahr nicht locker in die Playoffs schaffte, lag am kollektiven Versagen der Defense.

Daran war Trestman nur bedingt schuldig: Mit Lovie Smiths Trainerstab und DefCoord Marinelli wanderte erstens fassungslos viel Know-How an, und dann brachen in dem überalterten Kader, den er übernommen hatte, auch noch alle Dämme und fast alle Leistungsträger verletzten sich. Trestman und GM Emery arbeiteten die komplette Offseason an der Restrukturierung des Abwehrpersonals: Einkauf der DEs Houston, Young und Jared Allen, Draften von CB Fuller und S Vereen und DTs Sutton/Ferguson. Verhindern will man in erster Linie dadurch, dass man noch einmal so wehrlos an der Anspiellinie agiert.

50% Erfolgsquote gegen den Lauf waren zweitschlechtester Wert der Liga. 6.9 NY/A gegen den Pass die #27. 31 Sacks ist auch unerhört wenig. DefCoord Tucker muss nun mit aufgefrischtem Personal deutlich mehr raus holen. Allein damit, dass zuletzt überforderte Leute wie OLB McClellin oder LB Bostic weniger Einsatzzeit bekommen, sollte ein Upgrade geschaffen sein.

In der Offense bekam QB Cutler mit einer schweren Vertragsverlängerung einen Vertrauensvorschuss. Cutler ist kein kritikfreier Mann, aber allein sein Monsterarm und das WR-Duo Marshall/Jeffery sorgen schon gemeinsam mit gescheitem PlayCalling Trestmans dafür, dass die „Upside“ nahezu unbegrenzt ist. Freilich ist bei einem Cutler auch eine Katastrophe nie weit, aber grundsätzlich willst du in der heutigen NFL ja lieber heiß/kalt als kuscheliges Mittelmaß. Frag in Cincinnati nach.

Gehen wir mal davon aus, dass Trestmans Offense-Explosion keine Eintagsfliege war: In der Offense sehe ich maximal auf der rechten Seite Offense Line noch eine Sollbruchstelle – aber da kannst du zum Notfall einen Tight End als Verstärkung hinstellen. Chicago ist bei Leibe keine sichere Tüte, weil die Offense ihren Level halten muss und nur die Sterne wissen, wie stark sich die Defense verbessert, aber grundsätzlich ist ein Durchmarsch in die Super Bowl mit diesem Material nicht auszuschließen. Zumindest Playoffs könnten es allemal werden.

Detroit Lions

Die Detroit Lions sind berüchtigt dafür, permanent hohe Erwartungen mit einer Zuverlässigkeit zu enttäuschen, dass dir die Spucke wegbleibt: Zuletzt warf man mehrere Matchbälle zum Divisionssieg weg und verpasste trotz glänzender Ausgangspositionen einmal mehr die Playoffs. Als Konsequenz wurde Head Coach Jim Schwartz entsorgt und durch Jim Caldwell eingetauscht. Caldwells Aufgabe: Eliminieren der vielen Unsauberkeiten im Spiel, Zurechtbiegen vom schlampigen Franchise-QB Matthew Stafford.

Stafford ist der Mann mit dem vielleicht besten Wurfarm in der heutigen NFL. Er kann Würfe, die kein anderer kann. Und er ist mutig. Aber immer, wenn er den Durchbruch zu schaffen scheint, holt ihn eine Orgie an Fehlpässen wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Zuletzt war die Offense mit 6.8 NY/A (#7 der Liga) erneut nicht „schlecht“, aber eine Completion-Rate von 58% zeugt von zu wenig Konstanz, und 3.0% INT-Quote sind mehr als Liga-Schnitt (in absoluten Zahlen: 19 INTs).

Die Sterne stehen aber gut, dass sich die Offense verbessern wird: Erstens und wichtigstens wurde OffCoord Linehan durch OffCoord Joe Lombardi von den Saints ausgetauscht. Lombardi hat keine Erfahrung in seiner Position, dürfte aber ein flexibleres Offense-System implementieren. Mit WR Golden Tate wurde aus Seattle ein fangsicherer #2-Receiver als Ergänzung zu Superstar Calvin Johnson geholt. Mit TE Eric Ebron kam ein Vertreter dieser neuen Tightend-Generation in der ersten Runde Draft. Alles in allem sind die Skill-Player damit so breit aufgestellt wie nie.

Die Investitionen in die Offense gehen jedoch auf Kosten der Defense, wo das Backfield immer noch suspekt ist. Einser-CB soll in Slay ein Mann mit kaum Spielerfahrung werden. CB Houston wurde entlassen, der zirka 47jährige Rashean Mathis und CB Bentley sollen die Manndeckung komplettieren. So gut DefCoord Teryl Austin über Defensive Backs Bescheid weiß: Das ist eher suboptimales Material zum Arbeiten. Zumal auch Safety Delmas ersatzlos ziehen gelassen wurde.

Vorne sollte die Defensive Line um Ndamukong Suh, Fairley (sofern er seine Trainingsfaulheit abgestreift hat), den jungen DE Ziggy Ansah und den rekonvaleszenten DE Jason Jones passen; ein Ansah wird jedoch wichtiger als je zuvor, denn wer sonst soll den Passrush von den Flanken bringen? Aus der zweiten Reihe kommt allerhöchstens OLB Van Noy in Frage, aber der ist Rookie und wird erstmal genug zu tun haben um seine Arbeit gegen den Lauf zu verbessern.

Detroit muss auf nicht unterirdischen, aber unterdurchschnittlichen 6.5 NY/A im Pass aufbauen. Weil die Offense sich verbessern sollte, dürfte ein leichtes Downgrade der Defense kein Beinbruch sein. Denn: Es ist unwahrscheinlich, dass Detroit mal wieder alle Zufallsdinger im Football gegen sich laufen hat. Da wären: -12 Turnovers, nur 42% eroberte Fumbles, Pythagoreische Erwartung von 8.5 Siegen (1.5 Siege über den tatsächlich geholten 7), 4-6 Bilanz in engen Spielen. Nach Effizienz-Stats stellte man die zehntbeste Mannschaft 2013.

Aufnehmen kann es Detroit mit allen Teams der NFL. Die Frage ist, ob die Mannschaft die PS über mehrere Wochen auf den Boden bekommt. Wie sie damit umgeht, wenn die Secondary wieder einbrechen sollte. Vom Potenzial ist das ein klares Playoff-Team mit leisen Superbowl-Hoffnungen. Aber man ist in einer schweren Division, wo zumindest die passgewaltigen Bears und Packers wie Arsch auf Eimer gegen Detroit zugeschnitten sind.

Houston Texans

Ein mögliches Überraschungsteam stellen die Houston Texans, letztes Jahr auf 2-14 und Top-Draftpick abgeschmiert. In der Folge wurde mit Bill O’Brien ein neuer Head Coach eingestellt, und O’Brien geht mit einem Elan und einem Optimismus zu Werke, dass selbst Cheesesteaks zu genießbarem Schmaus werden. In Ermangelung eines würdigen QB-Prospects zogen die Texans ihre Draft-Optionen auf eine Art und Weise, wie man es von einem O’Brien erwarten kann: Defense Line, Offense Line, Defense Line, blockstarker Tight End.

Vor allem in der Defense hat man mit dem extrem gehypten OLB Jadeveon Clowney einen neuen funkelnden Passrusher auf J.J. Watts gegenüberliegender Flanke. Die kümmerlichen 32 Sacks aus dem letzten Jahr sollten damit quasi automatisch verbessert werden. Es gibt natürlich Fragezeichen: Der neue DefCoord Romeo Crennell ist berüchtigt für seine eher lauwarmen Schemen, die aggressiven Individualisten wie Clowney oder Watt Freiraum nehmen.

Mit LB Cushing kommt ein Schlüsselspieler von der zweiten schweren Verletzung en suite zurück – ein Cushing ist ziemlich unersetzlich. Und die Secondary ist voll von jungen und unerfahrenen Spielern wie Swearinger oder Keo, die aufgrund des Leistungsabfalls von CB Joseph und CB Jackson vielleicht nicht mehr so einfach aufgefangen werden können.

Trotzdem: Bei allen Problemen war man mit 6.1 NY/A eine überdurchschnittliche Pass-Defense und man wird kaum noch einmal das Pech haben, nur 1.4% der Pässe abzufangen (resultierte in kümmerlichen 7 Interceptions).

In der Offense wurden punktuelle sinnvolle Einkäufe gemacht, aber alle Puzzleteile sind noch nicht beisammen: Die immer schon gelobte Line empfängt in LG Su’a-Filo einen hochkarätigen Rookie, womit bis auf die RT-Position alle Fragezeichen ausgeräumt sein sollten. Ein Pragmatiker wie O’Brien sollte auch nicht zu stur sein, die Line auf komplettes Power-Blocking umzustellen, womit man einen schmächtigen, aber spielintelligenten Center wie Myers ruinieren würde.

Backup-RB Ben Tate wurde ziehen gelassen, aber in Alfred Blue kam ein Rookie als Ergänzung zum Starter Foster. Bei den Quarterbacks läuft es nach dem Eintauschen von Matt Schaub auf Ryan Fitzpatrick auf ein munteres Gänseblümchenspiel hinaus. In Ryan Mallett wurde kurz vor Saisonstart ein ehemaliger O’Brien-Schützling aus Patriots-Zeiten eingekauft, und Mallett hat möglicherweise einen halben (oder ganzen?) Herbst Zeit, seine NFL-Tauglichkeit doch noch zu beweisen. Schlimmstenfalls übernimmt in Tom Savage ein wurfgewaltiger, aber unpräzisen Rookie das Zepter – aber dieser worst case tritt nur ein, wenn Houstons Saison schon den Bach runtergelaufen ist.

Läuft die Defense zur Hochform auf, entpuppt sich der Vertrag von WR Andre Johnson nicht als Hemmschwelle, kann Houston aber mit einem Durchschnitts-QB wie Fitzpatrick oder Mallett durchaus in die Playoffs stürmen. „Hauptschuldig“ ist die heimische AFC South Division.

Mehr als zwei Siege werden es sowieso. Man wird nicht wieder 2-9 in engen Spielen sein. Man wird nicht wieder -20 in Turnovers sein, und es ist auch wahrscheinlich, dass man mehr als 44% der Fumbles aufklauben wird. Schließlich und endlich sollte mit den sehr guten Skill-Players für auch für einen Fitzpatrick ein bissl mehr als 5.6 NY/A drin sein, und man spielt wie gesagt in der einfachesten Division der Liga.

Indianapolis Colts

Diese AFC South ist auch der Grund, wieso ich Indianapolis diesmal in diese Kategorie einordne. Qualitativ ist man kein Burner, aber jemand muss im AFC-Süden die Siege abstauben, und die Colts sind dafür nicht grottenschlecht aufgestellt. Freilich sind sie keine Erfolgsgarantie…

Denn: Jedes Jahr dieselbe Leier mit den Indianapolis Colts: Ich schreibe sie nach unten, und sie machen mich mit einer unwahrscheinlichen Serie an knappen Siegen nass. Nach der krassen 10-1 Bilanz in engen Spielen 2012 war man letztes Jahr schon wieder 6-1: 16 von 18 Spielen innerhalb eines Scores zu gewinnen, ist jedoch kein stabiles Erfolgskonzept. Indianapolis war 2013 mit 11-5 zwar wieder Divisionssieger, aber nach Pythagoreischer Erwartung brachte man die Leistung einer Mannschaft, die 9.5 Siege holt, nach Power-Ranking bewegte man sich mit .511 auf exakter Augenhöhe mit den Bills und Browns.

Indianapolis hat den Vorteil besagter lachhaft einfachen Division, aber den Nachteil des eher instabilen Erfolgskonzepts „Turnover“, wo man +12 war. Normalerweise würde ich an dieser Stelle einwenden, dass man als #31 der AGL-Liste 2013 hoffen könnte, dieses Jahr weniger verletzt zu sein (Verletzungen tendieren zu Regression zur Mitte), aber die ersten Ausfälle haben schon eingeschlagen wie der Teufel.

Vieles baut auf die Genialität des QBs Andrew Luck, der im Feuer des Gefechts zwar weit über 120x/Jahr niedergeschlagen wird, aber mobil genug ist um sich „nur“ 36 Mal sacken zu lassen. Luck geht in der konservativeren Offense von OffCoord Pep Hamilton nicht mehr so oft tief wie als Rookie, vermeidet dadurch aber auch mehr Bolzen. Und er ist der beste Scrambler der Liga.

Zweifel sind an seinem Support-Cast anzumelden: TE Dwayne Allen, als Rookie eine Offenbarung, aber letztes Jahr durchgehend verletzt, kehrt zurück und wird ein Upgrade stellen. Aber: TE Fleener ist nicht mehr als Mittelmaß, WR Wayne (2013 fast immer verletzt) ist Mitte 30 und nicht mehr weit vom Karriereende, WR Nicks soll bislang als Neuzugang eine nicht 100%ig überzeugt haben. Bleiben die jungen WRs Hilton und Rogers, beides hoffnungsvolle Leute mit lichten Momenten, aber beide können noch keinen Angriff tragen.

Die üble Offensive Line wurde fast gar nicht angegangen: LG Thomas fällt für die Saison aus. Die Tackles Castonzo/Cherilus gelten als gerade noch brauchbar, aber C Holmes soll als Rookie komplett überfordert gewesen sein. Ein Luck wird sich hoffentlich hinter so einer Line noch grad zu helfen wissen. Ein RB Trent Richardson galt aber zuletzt als komplett überfordert, sich seine eigenen Yards zu schaffen (Richardson hatte 2.9yds/Carry). Er spielt um seine letzte Überlebenschance im Profigeschäft.

Indys Defense gab gegen einen relativ einfachen Schedule immerhin 6.5 NY/A (#19) auf. Problem: Man war schon da im Passrush extrem abhängig von einer Personalie, OLB Robert Mathis (19.5 Sacks), und Mathis wird a) nicht jünger und b) mit Dopingsperre das erste Saisonviertel verpassen. Als sein Ersatzmann soll u.a. der deutsche OLB Björn Werner agieren, ein 1st-Rounder 2013, der als Rookie einen harzigen Einstand hatte.

Der Rest der Defense besteht aus durchschnittlichen Free-Agent Einkäufen. So richtig gute Eigenbauprodukte, die man sich vom Draft selbst hochgezogen hat, sucht man in dieser Defense vergeblich – und deswegen ist das Potenzial dieser Defense auch mit einem defensivorientierten Headcoach wie Chuck Pagano limitiert.

Aufgrund der schwachen Division sollte zumindest eine ausgeglichene Siegbilanz, vielleicht gar der erneute Staffelgewinn, drin sein. Aber es gibt bei zirka 120 Knockdowns gegen Luck auch zirka 120 Chancen, dass Luck auf der Verletztenliste landet, und so sind die Colts mit ihrem unterdurchschnittlichen Kader jederzeit nicht weit vom Kollaps entfernt.

New York Giants

Die New York Giants müssen mit ihrem fehlpassanfälligen QB Eli Manning mehr Hohn einstecken als ein Cristiano Ronaldo mit Haarausfall. Betrachten wir Trainerstab und Mannschaft genauer, steckt beim Superbowl-Champ 2011/12 mehr Potenzial drin als man annehmen würde: Letztes Jahr schloss man mit 7-9 Siegen ab, was eh keine Sau registrierte, weil man nach verheerendem Saisonstart mit 0-6 schon im Oktober unter ferner Liefen operierte. Bei -15 Turnovers und mit 145 adjustierten Spiel-Ausfällen von Startern (so viel Verletzungspech hatte keine Mannschaft 2013) brauchst du dich nicht wundern. Aber abseits von der (abstellbaren) Interception-Orgie des Eli Manning (absurde 5.1% Quote) war das keine Weltuntergangssaison für New York.

Freilich bedeutet das nicht, dass Mannings Saison allein an den INTs krankte: 57% Completion-Rate und „nur“ 6.0 NY/A sind für ihn eigentlich nicht akzeptabel. Manning ist aufgrund seiner Superbowl-Siege ein überschätzter Quarterback, aber in halbwegs frischem Zustand gehört er wohl auch mit Anfang 30 noch zu den besseren seines Fachs. Jetzt hat Head Coach Tom Coughlin die Offense umgestellt, OffCoord Kevin Gilbridge durch OffCoord McAdoo aus Green Bay ersetzt. Ziel ist eine kurzpasslastigere Offense, die die ganz langen Routen großteils eliminiert.

Auf Spielerseite wurden recht solide Moves gemacht: LG Schwartz als neuer Stammspieler für die Line, C Richburg für die Tiefe. Der Königseinkauf war Rookie-WR Odell Beckham, dessen Spielintelligenz hymnisch besungen wird und zumindest auf dem Papier wie Arsch auf Eimer zur neuen Offense passt. Auch der aus dem Exil in San Francisco zurückgeholte WR Manningham gilt als präziser Spielertyp, womit allein sich viele Missverständnisse und INTs limitieren lassen.

Im Backfield trat RB Wilson tränenerstickt zurück (anhaltende Verletzungssorgen), aber Wilson (1st-Rounder 2012!) spielte zuletzt eh fast nie mehr. Das RB-Trio Jennings/Hillis/Rookie Williams versprüht zwar die Sexyness von 70 Jahre alten Hängetitten, aber du definierst deine NFL-Offense 2014 eh nimmer übern Lauf – insofern erwarte ich insgesamt eine stabile, funktionierende Offense.

Die Defense war 2013 stark: Mit 5.6 NY/A hatte man überraschenderweise die achtbeste Pass-Defense, und auch die Run-Defense war Top-10. In einem alternden DE Tuck, dem oft verletzten LB Rivers CB Thomas/Ross und dem drogensuspendierten S Hill musste man einige Verluste hinnehmen – jeder einzelne verschmerzbar, aber in Summe ist das doch einige abgewanderte Depth im Chart um es mal auf neudeutsch zu formulieren.

In CB Rodgers-Cromartie und CB Thurmond holte man zwei Superbowl-erfahrene Defensive Backs um die Ausfälle zu kompensieren. Bei den Linebackers bekam Jon Beason eine relativ horrende Vertragsverlängerung – der verletzungsanfällige Beason muss angesichts der erschreckenden Kadertiefe nun fit bleiben um nicht ungedraftete Rookies ans Werk lassen zu müssen.

„Vorne“ steht und fällt vieles mit dem Gesundheitsstatus von DE Pierre-Paul: JPP hat einen kaputten Rücken, was aus Footballsicht ein Drama ist, denn es gibt wenige komplettere Passrusher als einen fitten Pierre-Paul. Ohne JPP könnte es wieder eine lange Saison werden.

Summa summarum erwarte ich für die Giants eine deutlich verbesserte Pass-Offense und natürlich weniger Turnovers. Ich erwarte trotz ähnlichem Spielermaterial eine leichte Regression für die Defense. Nehmen wir an, dass der Verletzungsteufel nicht nochmal so grausig zuschlägt, und ziehen wir die suspekte Qualität der NFC East in Betracht, sind die Giants durchaus ein ernst zu nehmender Außenseiter auf eine NFC-Wildcard.

Pittsburgh Steelers

Die Pittsburgh Steelers entwickeln sich zu einem komischen Laden: Diese eigentlich so grundsolide geführte Franchise verpasste in den letzten Jahren den überfälligen Schnitt in der Defense und muss nun mit limitiertem Cap-Space zusehen, irgendwie die Integration etlicher Youngster hinzukriegen. Auch an Head Coach Mike Tomlin wächst die Kritik: Der so erfolgreiche Tomlin braucht heuer ein starkes Jahr, ansonsten ist er als Kaiser ohne Kleider enttarnt und könnte vor der Ablösung stehen.

Es besteht Hoffnung, dass das starke Jahr kommt. Man war letztes Jahr ein eher gebeuteltes Team: 2-5 in engen Spielen und mit viel Turnover-Pech, nur 43% der Fumbles konnte man aufnehmen, und die Defense schaffte erneut das Kunststück, nur 1.8% INT-Quote zu fangen (nur zwei Teams hatten weniger).

In der Offense hat man sich an OffCoord Haley gewöhnt. Die so lange so unsichere Offensive Line tritt erstmals seit langem ohne Veränderung an. Die Ballfänger-Units sehen richtig anständig aus: Über WR Brown muss man keine Worte verlieren, TE Miller ist seit zehn Jahren eine Bank, und dahinter grooven sich junge Blitze wie WR Wheaton oder Rookie Bryant in die Liga, plus der eingekauften Sicherheitsoption WR Moore für 3rd-Downs.

Das letztes Jahr so unterirdische Laufspiel (36% Erfolgsquote) sieht in RB Blount und dem vielseitigen RB Archer zwei Neuerungen. QB Roethlisberger hatte seit Jahren keinen so guten Support-Cast mehr. Roethlisberger wird aufgrund seiner Spielweise immer ein paar Sacks mehr kassieren als notwendig, aber heuer besteht Hoffnung, dass Roethlisberger wieder mehr broken plays an den Mann bringen kann.

Die Defense ist das Reich vom greisen, aber noch nicht müden DefCoord LeBeau. Sie strahlt nicht mehr diese Dominanz früherer Tage aus, aber war nach Play-by-Play Effizienz 2013 doch wieder in Lauf wie Pass in den Top-10. Sie hatte halt besagtes Problem, dass sie keine Interceptions fing. Dagegen kannst du nur begrenzt was machen.

Wo du was machen kannst: Passrush. Wie es Pittsburgh mit einem der schwächsten Passrushes der Liga (34 Sacks) und einem suspekten Defensive Backfield schaffen konnte, nur 5.9 NY/A zuzulassen, ist mir schleierhaft. In OLB Woodley ist ein wichtiger Mann notgedrungen abgewandert. Dafür wurde die Front-Seven mit Rookies wie OLB Shazier, DT Tuitt oder DT McCullers verjüngt. Um die Ankermänner DE Heyward / LB Timmons gibt es nun einen guten, jungen Kern, aber es müssen sich echte Passrusher herauskristallisieren. OLB Jarvis Jones, 1st-Rounder 2013, hatte ein ganz schwaches Rookiejahr – von ihm muss mehr kommen (1 Sack). OLB Worilds ist kein klassischer Passrusher. Shazier auch nicht, aber Shazier gilt zumindest als ganz guter Blitzer.

Ich sehe Pittsburgh durchaus besser als die meisten Pundits. Für mich ist Pittsburgh in dieser AFC ein relativ sicherer Playoff-Pick. Ob es reicht, an den Bengals vorbeizuziehen? Würde ich nicht drauf wetten, aber es gibt ja noch die Wildcards…

San Diego Chargers

Vor einem Jahr schrieb ich den San Diego Chargers eine Außenseiterchance auf den Top-Draftpick zu. Zwölf Monate später sieht die Welt schon ganz anders aus: Die Jungs von Head Coach Mike McCoy kommen aus einer 9-7 Saison inklusive (verdienter) Playoffqualifikation. Nach Power-Ranking hatte man die neunt-effizienteste Mannschaft. Man stellte mit 7.5 NY/A die zweitbeste Pass-Offense. Man verlor inklusive Playoffs sieben von acht Spielen mit weniger als einem Score Differenz.

Der riesengroße Knackpunkt 2013 war die unterirdische Defense: 7.0 NY/A gegen den Pass (#29) und die ineffizienteste Run-Defense mit unerhörten 46% Success-Rate. McCoy und DefCoord Pagano ist nur bedingt ein Vorwurf zu machen: Das Spielermaterial gehörte schon vor der Verletzungsorgie zum schlechtesten in der Liga, und nach selbiger brachen teilweise alle Dämme.

GM Smith blieb in der Free-Agency relativ untätig, konnte aber im Juni den potenziell wertvollen Slot-CB Flowers (in Kansas City entlassen) verpflichten. Flowers soll 2013 ein schwaches Jahr gehabt haben, aber fünf, sechs Jahre Flowers zuvor sprechen dafür, dass San Diego hier einen sehr guten Manndecker geholt hat. Via Draft holten die Chargers in CB Jason Verrett von TCU ein sensationelles DB-Talent, in OLB Attaochu wurde eines der größeren Passrush-Talente in der zweiten Runde gedraftet.

Wenn Attaochu halb das bringt, was man sich von ihm verpricht, wenn OLB Ingram und OLB Freeney fit bleiben, könnte das ein ganz guter Passrush sein. Freilich dürfte der Punch in der Front-Seven noch immer keine 100% betragen, und wenn im Defensive Backfield von Verrett, Flowers und S Weddle auch nur einer mal ausfällt… hm.

Bleibt die Offense. QB Philip Rivers war 2013 eine Offenbarung: 69.6% Completion-Rate (bei 20% tiefen Pässen) und 7.5 NY/A sind ganz, ganz fein und zeigten, dass die Abgesänge auf ihn nach eineinhalb schwachen Spielzeiten wohl doch zu früh kamen. Oder lag alles nur an OffCoord Whisenhunt? Whisenhunt wechselte in der Offseason nach Tennessee. Nachfolger ist der ehemalige Comeback-König Frank Reich, der mit einem McCoy im Hintergrund nur als vorgeschobener Coordinator gilt und keinerlei Erfahrung zu bieten hat.

Die Skill-Player um Rivers sind mehr oder weniger unverändert gegenüber dem Vorjahr: Ein RB-Trio Matthews/Woodhead/Brown kann sich sehen lassen, WR Keenan Allen hat eine überzeugende Rookiesaison hinter sich, nur bei den Tight Ends ist abzuwarten, wie viel der zirka dreiundfünzigjährige Antonio Gates noch auf dem Kasten hat bzw. ob sein designierter Nachfolger Ladarius Green die Vorschusslorbeeren annähernd erfüllen kann.

Sollbruchstelle bleibt die Offensive Line: LT Dunlap hatte 2013 ein unerwartet gutes Jahr, tingelte zuvor aber jahrelang als unbeweglicher Zweizentner erfolglos durch die Liga. Durchbruch oder one year wonder? C Hardwick gilt als verletzungsanfällig, RG Clary als Sollbruchstelle, RT Fluker hat mit einem guten Rookiejahr viele Befürchtungen widerlegt, aber noch sind nicht alle überzeugt.

Die Chargers sind ein knackiger Fall: Die Offense durchbrach letztes Jahr dermaßen alle Schallmauern, dass ich verlockt bin, hier Regression anzukündigen (kann Rivers zudem 1.9% INT-Quote halten?). Die Defense wird besser sein, aber ich fürchte, sie wird unterdurchschnittlich bleiben und ist nur eine oder zwei Verletzungen von einer erneuten Katastrophe entfernt. Auf der anderen Seite könnte zum Beispiel Verletzungspech oder höhere INT-Rate bei Rivers von etwas mehr Fumble-Glück aufgehoben werden: Von 29 Fumbles eroberte San Diego letztes Jahr nur 10 – 34%, weniger Glück hatten nur zwei Teams.

Ich sehe in der AFC nur mäßige Konkurrenz im Wildcardrennen. Pittsburgh, vielleicht Kansas City, vielleicht Indianapolis, vieeeeeelleicht Miami, und zumindest letztere drei haben minimum gleich viele Fragezeichen. Ich bin nicht völlig hin und weg von San Diego, würde aber meine Jetons eher auf eine erneute Playoffquali der Bolts als auf eine der Konkurrenz setzen.

10 Kommentare zu “Die furchtlose NFL-Vorschau 2014/15 | Die Kronprinzen

  1. Manningham ist bei den Giants auf der IR, aber sollte mit Randle aufgefangen werden.

    Hab die Giants nicht unbedingt im Playoffrennen. In der Division sollte Philly zu stark sein und in der NFC allgemein mehrere Teams die ich im Wildcardrennen vor ihnen sehe.

  2. Kann mich nur vielen der Kommentare anschließen. Die Saisonvorschau macht sehr viel Spaß! Danke dafür!

    Nur eine Anmerkung zu den Chargers. Mit dem neuen Trainer McCoy kam auch ein neuer GM. Tom Telasco macht einen tollen Job bis jetzt, finde ich. Die Bolts sind auf einm guten Weg!

  3. QB ist nunmal bei WEITEM die wichtigste Position und deshalb steht Indy Jahr für Jahr in den Playoffs, wohingegen Teams wie die Browns, Bills etc nicht mal wissen was das ist.
    Luck ist einfach wahnsinnig gut und deshalb gewinnt er regelmäßig im letzten Quarter trotz grottiger O-Line. noch was: wir geben NIE auf. In Indiana steht Jahr für Jahr eine eingeschworene Truppen auf dem Platz mit einem 1A Locker-Room. Davon sind viele andere Mannschaften in der NFL meilenweit entfernt.

    „Zweifel sind an seinem Support-Cast anzumelden“
    über Wayne mach ich mir keine Sorgen, vor allem weil er die Last nicht alleine tragen muss. Hilton hat sich hervorragend entwickelt – besser als man es sich hätte wünschen können. Hast du ihn in den Playoffs gesehen??? Nicks war gegen die Giants im 3. Preseason Spiel unstoppable und zu „Totalausfall“ DHB stellt er ein massives Upgrade dar. Fleener hat sich enorm verbessert, seine Drops komplett abgelegt und das gezeigt, was man erwarten konnte. Man darf auch nicht vergessen, dass viele dieser Jungs erst in ihr drittes Jahr gehen. Mit TE Dwayne Allen kommt eine ganz neue Dimension ins Spiel. Nenn mir einen TE der besser blockt. Es ist eine Augenweide ihm zuzusehen.

    Zur O-Line: Grigson hats versucht, ich mach ihm keinen Vorwurf. Letztes Jahr einen Guard (Thornton) in der 3. Runde und einen Center in der 4. (Holmes). Dazu die Free Agents LG Thomas und RT Cherilus. Heuer haben wir einen Guard in der Zweiten Runde geholt. Das Thomas immer verletzt ist, ist Pech, nochmal, kein Vorwurf am GM.
    Castonzo auf LT ist solide und spielt immer, genau wie Cherilus auf der anderen Seite. RG Thornton wird im 2. Jahr automatisch besser und egal wer Center spielt ob Holmes oder Harrison, beide sind besser als Satele. LG wird Rookie Mewhort. Dort spielte letzte Saison Thornton. Wenn sich die jungen weiter verbessern, seh ich seit langem mal wieder Licht am Ende des Tunnels.

    Genaugenommen hatte Luck noch nie so eine gute Support-Cast + OC Pep Hamilton lässt ihn endlich im No-Huddle das Feld überqueren. Die Defense ist so gut wie nie unter dem neuen Regime, das ja auch erst vor 2 Jahren anheuerte.
    Ich bin davon überzeugt das die Colts mindestens 11 Siege holen + Division Titel.

  4. Da halte ich dagegen. Die Colts kommen jedes Jahr in die Playoffs weil sie Luck haben UND von einer unglaublich schlechten Division profitieren UND weil sie so oft knapp gewinnen. Klar, letzteres mag auch am QB liegen aber jede Wette, dass es auch mit Luck nicht so weiter geht.

    Die Defense ist pures Mittelmaß und wird ohne LB Mathis in den ersten Wochen auseinander genommen. Alles andere als ein Kantersieg von Denver im ersten Spiel wäre eine Sensation.

    Die Offense ist okay. Luck wird sicher noch besser werden und die meisten Bolzen abstellen. In einer anderen Division wäre Indi aber auch mit Luck aufgeschmissen.

    Für mich sind die Bears ein Team das man durchaus hätte eine Stufe höher stellen können. Die Defense ist ein Question Mark, aber die Offense hat Potenzial auf die Top 3 der Saison. Ich sehe keinen Grund die Bears schlechter zu sehen als die Packers.

  5. Giants spielen in den ersten fünf Wochen gg zwei (drei) direkte Konkurrenten um den letzten Playoffplatz. Lions Falcons (Cardinals). Wenn man da Siege holt, ist evtl was drin. So via tie breaker mit 9-7 zB noch rein zu rutschen. Beim durch-tippen waren bei mir NYG 7-5 und 4 toss-ups.
    Für den Saisonverlauf wäre ein Rennen Giants, Lions, Bears, Falcons um den letzten WC Platz schön. Das könnte dann ein spannender Sonntag werden in Week 17.Allerdings sehe ich bei den vieren NYG als größtes Fragezeichen. Neue Offense, neue OL, neue WR, neue RB.. muss man abwarten, wie sich das zusammenfindet, und natürlich was Eli dieses Jahr anstellt..

    Aus dem Bauch heraus würde ich auf die Lions als 6th Seed tippen.

  6. @Indy: gehe da mit Mad Kessel d’accord. Klar ist Andrew Luck bereits jetzt ein großartiger QB und eine tolle Storyline, aber man sollte grade die vielen extrem knappen Wins schon auch richtig einordnen. Das läuft bei Weitem nicht immer so und da ist einfach auch viel Glück dabei. Siehe Brady oder Manning, die das am Anfang ihrer Karrieren auch regelmäßig gebracht haben und jetzt, trotz mehr Erfahrung, nicht mehr so „clutch“ sind, wie früher. Für mich ist das ein klarer Hinweis darauf, dass „clutch“ im Wesentlichen eine Umschreibung für „Glück“ ist. Natürlich, Glück kann man nur haben wenn man es auch herausfordert, das heißt man muss schonmal die Eier haben um im 4. Quarter gewisse Dinge zu riskieren.

  7. Die Colts sind in die POs gekommen, weil sie Luck hatten… und damit meine ich nicht (nur) den QB.

  8. Der Punkt ist doch, dass die Colts deswegen interessant sind, weil sie jetzt zwei Jahre lang einen krassen Ausreißer von der Norm stellten. Die Erfahrung zeigt, dass sich am Ende alle als “menschlich” erweisen und zu einem gewissen Grad Regression zur Mitte erleben. Ich kann total daneben liegen, aber mein Tipp ist, dass es sich früher oder später auch mit den Colts so verhalten wird.

    Luck selbst ist ja auch schwierig einzuordnen. Es gibt Momente, in denen sieht er aus wie einer der die Welt zerreißt, aber Luck macht auch leicht genug Fehler, für die andere QBs (Bsp. Romo) Woche für Woche auf die Fresse kriegen. In Summe spiegelt sich das in Lucks guten, aber nicht hervorragenden Zahlen wider. Aber auch er wird besser werden.

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