Montagsvorschauer, Week 1 | NFL 2014/15

Abschluss des ersten NFL-Wochenendes 2014 mit den beiden Monday-Night Spielen, von denen SPORT1 US diesmal nur eines live überträgt: Detroit Lions – New York Giants ab 1h MESZ. Das Spätspiel Arizona Cardinals – San Diego Chargers (ab 4h15) gibt es nur als Aufzeichnung morgen.

Detroit Lions – New York Giants. Bei beiden weiß man nicht so recht, was zu erwarten ist. In Detroit weht nach der Verpflichtung von Jim Caldwell als neuem Head Coach ein neuer Wind. Caldwells Ruf schien eigentlich nach seinem Kollaps mit den Indianapolis Colts vor drei Jahren schon verbrannt, aber als einstiger Dungy-Zögling soll er in Detroit wieder eine Atmosphäre des Zusammenhalts geschaffen haben – und das ist, geht man nach den Insidern, schon viel wert.

Etwas, das man Caldwell zugutehält, ist die Abschaffung von Privilegien für die Stars. Das lässt sich am Beispiel von DT Nick Fairley ablesen, der in der Vergangenheit ungestraft übergewichtig auflaufen durfte. Fairley wurde vorübergehend demontiert und gleichzeitig die Vertragsoption für 2015 nicht gezogen. Es soll Wirkung gezeigt haben: Fairley soll noch keine Fitness für 60 Minuten Football haben, aber er dürfte in wenigen Wochen wieder in der Stammformation stehen.

Offensiv erwartet man von den Detroit Lions eine Art „Saints light“-Offense. Der neue OffCoord Joe Lombardi war zuletzt Lieblingsschüler von Sean Payton in New Orleans und gilt als Verfechter einer vielschichtigen Offense mit vielen Options-Routen und viel Einsatz von Running Backs, Fullbacks und Tight Ends. Entsprechend wurde das Personal der Lions in der Offseason auch ergänzt durch Leute wie FB Jed Collins, Rookie-TE Eric Ebron oder WR Golden Tate vom Superbowl-Champ Seattle. QB Matthew Stafford dürften damit die Entschuldigungen ausgehen – allein: Lombardis Offense gilt als nicht einfach zu implementieren, und so dürfte es in den ersten Wochen noch die eine oder andere „rostige“ Stelle geben.

Ähnliche Situation bei den Giants: Auch dort wurde die Offense umgestellt. Tom Coughlin ist zwar noch immer Head Coach, aber es soll im Winter einen bizarren Tag der Erkenntnis gegeben haben, in dem Coughlin intern verkündete, auf seine alten Tage noch einmal etwas Neues probieren zu wollen: Kürzere Pässe für die Offense, um die überhand nehmenden Fehlpässe des QB Eli Manning einzudämmen. Coughlin entsorgte den eigenwilligen OffCoord Kevin Gilbride und installierte den jungen OffCoord McAdoo.

Die Preseason der Giants-Offense soll relativ unansehnlich gewesen sein. Rookie-WR Beckham, von dem man sich aufgrund seiner präzisen Routen Wunderdinge gerade in diesem neuen Timing-System erwartet hatte, fehlte verletzt und wird noch die eine oder andere Woche ausfallen. Und auch ansonsten gibt es noch Fragezeichen: Die Left-Tackle Position gilt als problematisch, die Runningbacks sind allesamt schlechte Ballfänger, und auf Tight End schaffte zuletzt selbst der Magier Coughlin es nicht mehr, zumindest einen verlässlichen Mann ins Lineup zu coachen.


Auch bei Arizona Cardinals San Diego Chargers weiß niemand so recht, was man erwarten soll. Beide waren äußerst positive Erscheinungen in der letzten Saison. San Diego schaffte es dank einer herausragenden Offense sogar in die Playoffs, aber nun ist OffCoord Whisenhunt weg und man fragt sich, ob Head Coach Mike McCoy und der neue OffCoord Frank Reich den Laden zusammenhalten können. In ihrer reinsten Form waren die Chargers des letzten Jahres ziemlich genau das, was die New York Giants dieses Jahr sein wollen: Sie stellten eine vertikale Offense um auf eine Offense der kürzeren und schnelleren Pässe, angetrieben von einem revitalisierten Quarterback, mit echten Slot-Waffen und einem neuen Rookie-Receiver, der sich aufs präzise Laufen von Routen versteht.

Die Chargers kriegen mit den Cardinals heute Defense vorgesetzt, die in Bestverfassung schwierig zu knacken ist, aber die in diesen ersten Wochen doch unzählige Fragezeichen aufweist: Drei Stammspieler – DT Dockett, LB Washington und LB Dansby – müssen durch durchwegs unerprobte Grünschnäbel ersetzt werden, und gerade die Mitteldistanzen dürften dabei leiden – jene Mitteldistanzen, auf denen WR Keenan Allen seine Kreise zieht.

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3 Kommentare zu “Montagsvorschauer, Week 1 | NFL 2014/15

  1. an diese montags-late games könnt ich mich gewöhnen. schön zum Frühstück noch ein Viertel schauen. sowas gibt es ja bei der MLB auch

  2. Haben mir gerade das Spiel im Re-Live angeguckt 🙂 !!!
    Ich bin begeistert von unserer Offense 🙂 !!!

    Das einzige Manko sehe ich in der Secondary sowie das es schon wieder Strafen en mas hagelte (Ich glaube 90 Yard, davon 85 in HZ1).

    Ansonsten aber ein super Spiel. Es war alles dabei. Megatron ist wie immer der Alte, Stafford wirkt sehr beweglich und weicht super aus und wirft klasse, und Golden Tate hat mir auch ziemlich gut gefallen.

    An die Leistung gilt es in der kommenden Woche anzuknüpfen 🙂 !!!

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