Montagsvorschauer, Week 6: San Francisco 49ers @ St. Louis Rams

Ein schönes Fragezeichen-Spiel haben wir hier in der Nacht zum Dienstag. Die San Francisco 49ers (3-2) fahren zu den St. Lous Rams (1-3). Wacht die Rams-D irgendwann auf? Ist UDFA QB Austin Davis so gut wie Sam Bradford? Groovt sich San Fran langsam (zurück) in den Super-Bowl-Contender-Status?

Irgendwas läuft falsch in St. Louis. Die Offense reißt niemanden vom Hocker, was kein Wunder ist, wenn ein UDFA, Austin Davis, als QB startet und dein Offensive Coordinator ein Schottenheimer ist. Aber dieser Angriff hat in den letzten beiden Spielen zusammen 59 Punkte gemacht – und die Rams haben beide Spiele verloren.

Bei der Sechs-Punkte-Niederlage gegen Philadelphia letzte Woche haben sie sich einen fumble return touchdown und einen blocked punt return zum Touchdown eingefangen. Die Offense war auch nicht so stark wie die Zahlen vermuten lassen: drei Touchdowns machte St. Louis erst nach dem TD zum 7-34. In der Woche davor, bei der Drei-Punkt-Niederlage gegen Dallas hat Davis zwei Interceptions im vierten Viertel geworfen.

Es scheint also nicht die Verteidigung das große Problem zu sein; aber eben auch keine unit, die das ganze Team trägt. So in etwa hatten HC Jeff Fisher und DC Gregg Williams sich das aber erhofft. Wie in guten alten Titans-Zeiten sollte die Defensive Line das Prunkstück werden, von der die back seven profitiert.

Dafür hat man in den letzten Jahren vier Mal in der ersten Runde zugegriffen: Chris Long, Robert Quinn, Michael Brockers und Aaron Donald, daneben noch ein zuverlässiger veteran in Kendall Langford. Hört sich super an, allein: bis jetzt haben die Jungs nur einen Sack zu verbuchen. Long ist verletzt und Quinn (zwo hurries in vier Spielen) leidet unter dem Motivationsmangel, der so viele Spieler erwischt, die gerade einen riesigen Vertrag unterschrieben haben. Also ist die D-Line jetzt doch nicht so gut?

St. Louis‘ Fragezeichen-D-Line trifft nun auf San Franciscos Fragezeichen-O-Line. Zu Beginn der Saison hatten sie mit Verletzungen (RT Davis) und holdouts (RG Boone) zu kämpfen, nun scheinen sie sich so langsam wieder zu finden. Aber können sie wieder so stark werden wie in den letzten zwei, drei Jahren?

Und dann ist das noch das größte Fragezeichen von allen: QB Colin Kaepernick. Es sah so aus, als sollte Kaepernick das Zentrum der Offense werden, im Gegensatz zu den letzten drei Jahren, als das Laufspiel das Zentrum war. Erst hat Kaepernick im Sommer einen neuen, großen Vertrag bekommen; dann gabs noch etwas Spielzeug dazu in Stevie Johnson und Brandon Lloyd; schließlich haben HC Jim Harbaugh und OC Greg Roman ihm in den ersten drei Spielen die WRs, die neuen und die „alten“ Boldin, Crabtree, Davis, aufgestellt und „Feuer frei!“ gerufen. Well, das war erstmal eine Nummer zu groß für Kaepernick.

Also: Zurück in die Zukunft. In Zahlen: während der ersten drei Wochen spielte San Frans Offense nur 40% der snaps in base personell (1RB + 2TE oder 2RB + 1 TE) und machten dabei 127 rushing yards. In den letzten beiden Spielen: 70% base personell, 324 rushing yards. Jetzt ist auch RB Frank Gore wieder glücklich, der im September rumgemault hat.

Die Rams haben bisher nicht mit ihrer Lauf-D überzeugt: über 600 yards in vier Spielen zugelassen. Beste Aussichten also für 49ers smashmouth football. Die Verteidigung ist sehr solide und zuverlässig – und Gegner ist wie gesagt die Schottenheimer/UDFA-combo. Favorit San Francisco. Oder?

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