Date am Donnerstag, Week 7: New York Jets @ New England Patriots

Wir haben es fast geschafft! Nur noch zwei Wochen Thursday Night Football mit CBS-Produktion und dem Nantz/Simms-Duo. Vor dem Kracher Chargers-v-Broncos nächsten Donnerstag besuchen heute abend die New York Jets (1-5) die New England Patriots (4-2) im Foxboro. Die beiden Divisionsrivalen bewegen sich in den letzten Wochen in entgegengesetzte Richtungen: die Pats Richtung Top-Team, die Jets Richtung Lachnummer.

Wobei das vor allem bei den Jets zu kurz gegriffen ist. Rex Ryans Defense ist trotz aller Schwächen keine unit, über die irgendjemand drüber fährt. Gegen die Packers hatte QB Geno Smith kurz vor Schluß den TD zum Ausgleich geworfen – bis OC Mornhinweg nachträglich seine geforderte Auszeit bekam. Auch die beiden folgende Spiele gegen die NFC North, Chicago und Detroit, waren bis zum Ende spannende Spiele, die mit nur einem score Differenz endeten. Und auch am letzten Sonntag gegen Denver hielt Gang Green das Spiel bis zum Schluß spannend und Peytons Offense bei 24 Punkten.

Das Prunkstück ist dabei vor allem die Defensive Line. Mit Superstar Mu Wilkerson, DROY 2013 Sheldon Richardson und Damon „snacks“ Harrison gibt es eine hervorragende Basis für die Front-7. Der junge LB Demario Davis überzeugt dahinter vor allem mit Athletik und Aggressivität; während sein Nebenmann David Harris wie seit Jahren schon mit kaum etwas überzeugt. Außen teilen sich Quinton Coples, Jason Babin und Calvin Pace die snaps bekommen immerhin einen durschnittlichen pass rush hin.

Die individuellen Schwächen gibt es vor allem in der secondary. Dawan Landry ist der einzige Veteran mit einigen Jahren Erfahrung und macht seine Sache als tiefer Safety überraschend kompetent. Neben ihm muß Rex Ryan mit vielen Grünschnäbeln arbeiten: Rookie-Safety Calvin Pryor, Darrin Walls, Antonio Allen und Kyle Wilson leisten sich zu viele Aussetzer, um eine Top-10 Defense zu stellen (wobei die Jets nach raw yards tatsächlich eine Top-10 Defense sind). Nichtsdestotrotz: Rex Ryans Verteidigungen sind meistens unangenehme Gegner; sogar das miese Team 2013 hat die Saints geschlagen und New England zweimal knapp gespielt.

Die Patriots kommen nun mit zwei überzeugenden Siegen gegen Cincinnati und Buffalo im Rücken in dieses Spiel. In bewährter always-too-high-always-too-low-Manier wird Tom Brady jetzt wieder in den Himmel gehoben, nachdem er zuvor beerdigt worden ist. Die Wahrheit liegt dazwischen: er ist nicht mehr der QB, der er noch 2010 und 2011 war, er ist mittlerweile eine große Stufe unterhalb der Rodgers/Peyton/Rivers-Klasse. Seine 330yards letzten Sonntag hat er vor allem Brandon LaFell after the catch und einem Randy-Moss-Catch von Neuling Bryan Tims zu verdanken, einem extrem riskanten Paß in Doppeldeckung.

Die Pats brauchen ein gutes Laufspiel, um voll von Bradys Stärken zu profitieren: short area accuracy, decision making und die hurry-up offense. Daher ist es nun ein blödes matchup, weil New Yorks Run-D bärenstark ist, und RB Stevan Ridley ist jetzt auch noch IR mit Kreuzbandriß. Zu allem Überfluß soll es stürmisch sein und aus Kübeln schütten.

Zum Glück ist die Offense immer noch Same Old Jets. Geno Smith hat unter OC Marty Mornhinweg anscheinend wieder einen Schritt züruck gemacht und ist eine schlimme Turnovermascheine. Dafür wurde er vor zwei Wochen sogar gebencht, weil aber Michael Vick anscheind keinen Bock auf spielen hatte, ist Smith jetzt wieder der starter.

Mit ihrer starken secondary muß New England keine Angst vor dem Paß haben. Zu Beginn der Saison sah es noch so aus, als hätten die Jets zumindest einen guten Laufangriff, aber daran darf man nach den letzten beiden Wochen wieder zweifeln. Heute haben sie einen recht gutes matchup gegen eine mittelmäßige Laufverteidigung, die nach der Verletzung Jerod Mayos (IR) nicht besser geworden ist. Aber selbst wenn sie mit Chris Ivory und Chris Johnson die Ketten bewegen können, weiß man nicht so recht, wer hier die Punkte machen soll.

Favorit sind hier die Pats, ein sehr knappes Spiel wäre aber keine Überraschung.

9 Kommentare zu “Date am Donnerstag, Week 7: New York Jets @ New England Patriots

  1. rex ist so gut wie weg heute auf 1-6 und das wars,wird ein wildes spiel brady ist wieder on fire,gronk ist auch wieder voll back,auf der anderen Seite wirds auch bunt wenn geno wieder so eine Leistung zeigt dann wird bestimmt zur halb zeit ein QB wechsel geben.ich freue mich auf das Spiel endlich ein Thursday Night game das sich lohnt auf zubleiben.

  2. Nantz als Play-by-Play is ja noch OK, Simms ist mMn das Problem.
    Madden-Zocker sind da gleich doppelt „leid-geprüft“ 😉

  3. boah….
    ich möchte ja keinem das recht auf die meinung nehmen aber das is schon bissel albern dieses kommentatoren-gebashe…

    ja simms kommt oft mit „wir haben früher“… usw… aber da unterscheidet er sich nicht wesentlich von der rechthaberei von collinswurth (den ich auch lieber höre)… aber immer gleich so zu tun als sei simms das allerschlimmste… gerade die großen networks haben doch wie in D auch eher ein interesse daran, den normalen gelegenheitszuschauer zu binden und zu unterhalten… und da ist sicher eben einfach einfachere lektüre und erklärung gefragt… offenbar scheints ja den quoten auch kein abriss zu tun.

    nicht falsch verstehen… jeder der mag soll ihn aus seinen persönlichen gründen scheisse finden… aber erstmal besser machen 🙂 bzw anerkennen, dass es nicht leicht ist, jedem zu gefallen…

    gerade korsakoff, der sicher auch nicht der größte nantz/simms fan ist hat ja durch die sofa QBs schon bissel medienerfahrung und dürfte wissen, wie schwer es ist…

    nix für ungut

  4. @Kommentatoren:
    Also schaut mal den Superbowl auf Sat1… danach sind die anderen alle super 😀 😀
    Momentum-Stecker, der ca. 1912 mal irgendwo QB war und „WOWOOOOOWWW! EIN 10 YARD PASS!!!!!! UNGLAUUUUUUBLICH!!! WAS FÜR EIN DING!! WOW!“-Buschmann sind unschlagbar. Ganz zu schweigen von der Regie, die ca, alle zwei Jahre einen Touchdown nicht zeigt, weil der Zalando Werbeblock noch nicht durch ist.
    DANACH können wir über schlechte US-Kommentatoren reden 😀 Oh! oder dieser einsame Kommentator, der scheinbar mutterseelenallein spätnachts in der Woche auf Sport 1 US die Spiele kommentieren muss 😀 Er wirkt immer so einsam und alleine, ich habe schon einmal überlegt beim Sender dann anzurufen und ihm zu sagen, dass zumindest eine Person dort draußen „da“ ist und ihm zuhört, auch wenn es 4 Uhr in der Früh ist 😀

  5. @sesso:

    Die Latte, die Phil Simms inhaltlich legt, kann man kaum tiefer legen. Was die formelle Aufbereitung anbelangt, ist dann nochmal ein anderes Paar Schuhe. Drei unfallfreie Sätze hintereinander on Air zustande zu bringen, ist in der Tat nicht einfach.

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