Date am Donnerstag | 30. Oktober 2014

Kein Date mehr haben die Tampa Bay Buccaneers und ihr Safety Mark Barron, der erst vor zwei Jahren dort in der ersten Runde gedraftet wurde: Barron wurde gestern nach St Louis verschifft – für n’Appel und n’Ei, sprich 4th Rounder und 6th Rounder. Ein Trade, in den man hineininterpretieren kann, dass das Front-Office weiterhin volles Vertrauen in Head Coach Lovie Smith hat: Wie sonst verkauft man ein solches Talent nach so kurzer Zeit, weil es so eindeutig nicht in das Spielschema des Coaches passte? Smith lässt damit den zweiten großen Namen nach Darrelle Revis gehen, weil ihm sein „System“ über die Spieler geht. Auch spannend: Wie kann sich ein Coach heute in der NFL noch durchsetzen mit dieser Philosophie?

Zwei Divisionskonkurrenzen der mittlerweile in der NFC South abgeschlagenen Buccs treffen sich heute in Charlotte um 1h30 MEZ zum Thursday Night Game (live SPORT1 US): Carolina Panthers (3-4-1) und New Orleans Saints (3-4) – Erster gegen Zweiter, oder so.

New Orleans kommt von einem überzeugenden Auftritt gegen Green Bay am Sonntag. Die Defense zeigte sich entschlankt von den allzu komplexen Play-Calls des DefCoords Rex Rob Ryan voller Angriffslust und zermalmte eine gegnerische Offensive Line der Packers, die in etwa gleich wackelig zusammengestellt war wie es heute die Panthers sein werden. Noch überzeugender war die Offense, bei der die Arbeitsaufteilung zwischen den Monster-Bomben des Drew Brees und dem fassungslosen RB #22 Mark Ingram blendend funktionierte. Einen Ingram hat man zuletzt vor fünf Jahren im Trikot von Alabama so frisch gesehen… damals wurde er Heisman-Trophy Champion.

Carolina muss sich nach einer 9-13 Heimpleite gegen den Superbowl-Champ Seattle in den Arsch beißen: Man hatte Seattle eine Halbzeit lang prinzipiell komplett im Sack, hätte nur die Beinschüsse vermeiden müssen um zumindest zwei Touchdowns zur Pause vorn zu liegen – aber weil man fumbelte und „holdete“ und später hirnlose Interceptions warf, wurde man letztlich bitter bestraft.

Die Panthers sind ein schwierig zu lesendes Team, da sie Woche für Woche in neuer Aufmachung auftreten. Das ist das einzig „Logische“ bei dieser Mannschaft: wenn ein Team in wichtigen Units wie Offense Line, Wide Receiver und Secondary so zweitklassig und dünn besetzt ist, kannst du keine konstanten Performances erwarten. Dazu kommt ein Pass Rush, der nach dem Verlust des Heimschlägers Greg Hardy dezimiert ist und nur funktioniert, wenn der Star-LB #59 Kuechly mit seinen Blitzes durchkommt.

Football gibt es bei SPORT1 US auch nach dem Donnerstagsspiel der NFL: Ab 5h25 kommt ein Tape vom College-Football, Louisville Cardinals vs #2 Florida State Seminoles (Kickoff 0h30 MEZ, live nur im ESPN-Player). FSU ist in der ersten Version des Playoff-Polls das einzige Team in der Phalanx der SEC-Mächte, das in den ersten Vier gereiht ist und nicht in der SEC spielt.

Viele wollen FSU stolpern sehen, umso mehr nachdem ein weiterer Fall von häuslicher Gewalt gemeldet wurde, bei RB Karlos Williams. Die Polizei von Tallahassee wurde eingeschaltet, und viele fordern nun, dass sie diesmal genauer hinschauen wird als beim QB Winston, der allen Hinweisen nach von den Ermittlern sehr gnädig behandelt worden ist.

Louisville sehe ich zum ersten Mal, seit die Generation um Teddy Bridgewater und Calvin Pryor die Cards verlassen hat. Viele meinen, es sei trotzdem ein „Trap-Game“ (eine Falle) für Florida State: Donnerstagsspiel, auswärts, und möglicherweise immer noch zu viel Selbstlob nach dem knappen Comeback-Sieg über Notre Dame.

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5 Kommentare zu “Date am Donnerstag | 30. Oktober 2014

  1. Freue mich auf die Partie. Mal sehen, ob die Saints wieder in ihren Auswärtsmodus schalten. Tendiere zu einem knappen Panthers Sieg.

  2. eigentlich gar kein so schlechtes spiel – aber ich fasse es nicht, wie schwer es sich die Panthers selber machen…
    Die Redzone offense ist eine Katastrophe
    und die 2min offense…. wenn du da jedes mal 3x gesacked wirst….
    dass es zur Halbzeit 14:0 steht darf einfach nicht sein – wenn das Spiel eigentlich so ausgeglichen läuft.
    und wenn du bei 7-21 im 4. Quater lieber nen Fieldgoal trittst, weil kein pass ankommt und du 16 yards gehen musst, dann ist das Spiel nunmal gelaufen.
    vieleicht nicht ganz so wie gegen die Hawks – aber man nutzt die Chancen nicht (2 Turnover…) und schaut am Ende ganz doof aus der Wäsche

    Da ist durchaus manch Potenzial da – aber man ist meines erachtens einfach nicht professionell genug.

    eigentlich sollte die NFC south damit durch sein –
    Es sei denn die Saints verlieren die nächsten 4 Spiele…

  3. @panthers
    zitat: eigentlich sollte die NFC south damit durch sein –
    Es sei denn die Saints verlieren die nächsten 4 Spiele…

    gemach Gemach 🙂
    Die nächsten 4 Gegner der Saints: 49ers, Bengals, Ravens, Steelers,
    Leicht ist der Schedule nun wahrlich nicht, aber zu Hause sollten sie schon die Spiele eintüten wenn sie in die Playoffs wollen.

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