NFL 2014/15, Week 10: Liveblogging zum Abendessen

[22h45]

Das Wembley-Spiel fehlt ihnen.

[22h42] Endstand New Orleans 24, San Francisco 27. Phil Dawson würgt einen krummen Kick aus 35yds rein. Sieg für San Franscisco nach einer bizarern Schlussphase inklusive einer Pass-Interference bei einer Hail-Mary und einem extrem konservativen Sean Payton.

Lebenswichtiger Sieg für San Francisco, verschmerzbare Niederlage für New Orleans.

[22h41] Fumble Brees. Recovery von #50 Chris Borland.

[22h34] Zwei gute Läufe der 49ers. Dann schlägt der Druck der Front-Seven ein und begräbt Kaepernick unter sich. Punt, und Andy Lee rehabilitiert sich für seinen Aussetzer letzte Woche mit dem Punt an die NO 9… was mich zur Frage bringt, wieso der Receiver den nicht einfach auskullern lässt?

[22h29] Sean Payton wird an der SF 42 (4th-und-2) konservativ. Er hätte ausspielen sollen:

4th Down Saints - 49ers (Overtime)

4th Down Saints – 49ers (Overtime)

[22h18] Schlafwagendrive der Saints bis zu einer Hail-Mary. Brees wirft… Touchdown Graham… aber zurückgepfiffen wegen OPI gegen Graham. Wobei sich der DB Cox auch ein bissl als Fallkünstler erweist.

[22h12] Endstand Detroit Lions 20, Miami Dolphins 16.

Wieder ein knapper Sieg für die Detroit, die sich zu den Comeback-Kids der Liga entwickeln: 3tes Comeback en suite. Das Muster bleibt derweil immer das alte. Man hat den Gegner prinzipiell im Sack, lässt ihn ganz langsam wieder zurück in die Partie kommen, gerät in Kalamitäten und muss sich aus der Scheiße reiten.

Selbiges Muster heute. Man hielt Tannehill bei nur 4.7 NY/A Passspiel und killte das Laufspiel komplett. Man verpasste mehrere Chancen, nutzte die wenigen guten Feldpositionen nicht. Miami drehte das Spiel nach einem geblockten Fieldgoal. Stafford kam mit dem einzigen wirklich guten Drive der zweiten Halbzeit zurück.

Positiv war heute die aggressive Herangehensweise der Coaches. Dazu gehörten die Punt-Fakes, aber auch der Mumm, am Spielende auf TD zu gehen anstelle aufs Fieldgoal.

Positiv war auch die verbesserte (aber noch nicht gute) Offense.

Negativ waren die verpassten Chancen. Again. Immerhin nutzte man die letzte Chance.

[22h09] Ausgleich in New Orleans.

[22h05] Detroit 20, Miami 16 | Q4 0:29. Da kochen die Emotionen hoch: RB #25 Theo Riddick fängt in engster Deckung einen scharfen Ball Matt Staffords. Stafford mit der „Sidearm“-Wurfbewegung, die so oft verspottet wurde.

Ein Knüller von letztem Drive der Lions, die schon im Play zuvor einen fast sicheren TD in der Endzone hatten, aber DE #95 Jordan in der Manndeckung (!) gegen Calvin Johnson (!!) die Oberhand behielt.

Im TD-Play hätte Stafford auch laufen können, entschied sich aber für den riskanten Pass in starke Deckung.

[22h02] Qualitativ ist Dan Fouts heute auf Phil-Simms Level.

[22h00] New Orleans 24, San Francisco 21 | Q4 1:48. 12-Plays, 80yds für Brees.

[21h58] Tate mit dem 1st-Down… sagen die Refs. Das war haarscharf und dürfte den Videobeweis hervorrufen.

[21h55] 1st-Down Detroit. 81 Sekunden vor Schluss Miami mit einem Timeout.

[21h52] 2min-Warning in Detroit. Lions sind nach zwei rattenscharfen Bällen auf #15 Tate und #81 Johnson an der MIA 34.

[21h50] Zwischenstand Kansas City 17, Buffalo 13, vier Minuten to go.

[21h47] Dolphins ohne 1st-Down. 3:27 to go, und Punt.

[21h42] Schwache Serie der Lions, aber solange die Defense Tannehill zu maximal einm Fieldgol halten kann, vielleicht gar nicht so schlecht.

[21h36] Detroit 13, Miami 16 | Q4 4:23. Sehr spannendes, auf des Messers Schneide stehendes Spiel weiterhin im Ford-Field. Tannehill kämpft sich mit seiner Offense immer wieder aus schwierigen, langen Situationen, aber an der GoalLine bleibt Miami stecken: Im 3rd-Down schlägt Ihedigbo den Ball gerade noch frei bevor es als TD gezählt hätte. Sturgis verwandelt aus 20yds zum Fieldgoal – eine Entscheidung, die man nachvollziehen kann, auch wenn auch ausspielen eine gute Option gewesen wäre:

4th Down, Detroit vs Miami (2)

4th Down, Detroit vs Miami (2)

[21h24] Detroit 13, Miami 13 | Q4 12:02. Wieder „klickt“ die Offense für Momente, aber dann folgen gleich drei Plays für Minus-Yards an der Grenze zur RedZone und Prater muss ein 49yds-FG kicken.

Für Ärger im Stadion sorgte u.a. Referee Bill Leavy, der einen Sack gegen Stafford sehr früh abpfiff. Stafford hätte sich befreit und die Chance auf einen tiefen Pass gehabt.

[21h22] Hätte Bill Leavy die Superbowl 2007/08 gepfiffen, die Patriots wären jettz vierfacher Champion.

[21h21] New Orleans 17, San Francisco 21 | 2:49. Erster guter Drive der Saints im dritten Viertel.

[21h09] Detroit 10, Miami 13 | Q3 1:17. 3yds-Pass für #11 Wallace, der von hinten mit Schwung herangerauscht kommt.

[21h08] Prater-Fieldgoal, und du weißt eh was kommen wird: Verkickt. Geblockt. DE #95 Jordan nimmt den Ball auf und returniert an die DET 3.

[21h04] Detroit spielt ein haariges 4th-Down aus, bei dem sich EPA (Punkteerwartung) und WPA (Siegerwartung) nicht einig sind: 6yds to go, gegnerische 50yds Line. Stafford feuert einen Pass für Calvin Johnson, der in höchster Bedrängnis zwischen herumfliegenden Körpern im dritten Nachfassen den Catch macht.

4th Down, Detroit vs Miami

4th Down, Detroit vs Miami

[20h53] Detroit 10, Miami 6 | Q3 8:24. Nach mehreren lauwarmen Serien schaltet Detroits Front-Four nun wieder einen Gang hoch und heizt Tannehill mächtig ein. Tannehill mit Sack und Incompletion, und am Ende muss K Sturgis ein 50yds-FG kicken.

[20h44] Jaquan Jarrett, der Jets-Safety, der heute als Notnagel aufgestellt wurde um den bislang nicht reifen Rookie Calvin Pryor zu ersetzen, mit der nächsten Interception gegen Roethlisberger. Jarrett damit heute mit 2 INT, einem Forced-Fumble und einem Sack!

[20h41] DE #94 Ziggy Ansah schlägt im Vorbeigehen mit einer Hand dem Dolphins-RB #30 Dan Thomas das Ei aus der Hand. Fumble, Detroit übernimmt an der eigenen 44. (CBS: „That kills the momentum of the Dolphins“)

Erste Halbzeit

[20h35] Halbzeit New Orleans Saints 10, San Francisco 49ers 21. Krasse Szenen in den letzten Sekunden: Brees mit einem gefumbelten Snap, findet aber erst das Ei und im selben Atemzug den TE Graham.

Dann Timeout mit 37sek und eine Completion. Anstelle das zweite Timeout zu ziehen forciert Brees anschließend einen Ball in die Endzone, der prompt abgefangen wird. Das hätte man viel besser machen können, gerade als New Orleans Saints mit QB Brees.

[20h33] Punt. Kaepernick kommt aufs Feld, wird von DL Tyrone Walker verfolgt und fumbelt. #94 Jordan fällt auf das Ei. NO übernimmt an der SF 42 mit 1:06 vor der Pause.

[20h32] Nächstes 3’n’out der Saints-Offense (das dritte oder vierte). San Francisco operierte mit druckvollen Linebackers und würgte die Offense komplett ab.

[20h30] Halbzeit Detroit Lions 10, Miami Dolphins 3. Gutes, spannendes Spiel im Ford-Field, bei dem beide Teams sich ihre Yards hart erkämpfen müssen und schon 1-2 Scoring-Chancen liegen ließen.

Das Duell Johnson/Grimes steht aktuell remis: Johnson mit einem starken TD, Grimes mit einer epischen INT.

Detroit mit „optischer Überlegenheit“: 171 Yards in 26 Plays zu 103 Yards der Dolphins in 32 Plays. Aber nach den wilden ersten Drives balancierte sich die Partie immer weiter aus und wurde in den letzten Minuten auf Augenhöhe geführt.

[20h24] Halbzeit NY Jets 17, Pittsburgh 3. Das Spiel macht keinen Sinn. Die Jets verdoppeln ihre Defensive-Turnover Zahlen von 3 auf 6 in einer einzigen Halbzeit. Sie, bislang eine der schwächsten Pass-Defenses der Liga, halten QB Roethlisberger nach seinen Rekord-wochen bei 68yds (44 davon im letzten Drive). Die anämische eigene Offense um QB Vick fängt plötzlich Feuer mit einem 67yds-TD und mehreren 15yds-Läufen.

[20h21] Detroit 10, Miami 3 | 0:14. Intensiver Drive der Dolphins, die 14-Plays brauchen um 75yds zurückzulegen. Tannehill kommt gar nicht dazu, tiefer zu operieren, muss häufig die Screens und Flats nehmen bzw. auf Strafen der Lions hoffen. Am Ende muss man sich glücklich schätzen, dass LB #54 Levy in der Endzone eine mögliche INT fallen lässt, dass es zumindest drei Punkte werden.

[20h15] New Orleans 10, San Francisco 21 | Q2 4:51. Ein Anquan-Boldin Drive. Boldin mit drei Catches, u.a. einem Touchdown, bei dem er großartige Körperbeherrschung brauchte um im Geld zu bleiben.

[20h10] Miamis LT #71 Albert muss runter: Knie wurde im Gewirrl böse durchgebogen. Bittere Verletzung für Miami, die Albert nicht ohne Grund viele Millionen in der Free-Agency zahlten.

[20h08] Interception gegen Ben Roethlisberger in der RedZone: Rookie-WR #14 Bryant mit einer schlechten Route, aber auch eine schlaue Aktion vom Verteidiger. Fun Fact: 33te RedZone-Defense der Jets, und zum ersten Mal (!) gibt es keine Punkte für den Gegner.

[20h04] Interception #21 Grimes gegen Stafford: Eine Interception komplett ohne Ansage. Stafford in die Endzone für Calvin Johnson, aber Grimes springt in den zweiten Stock und fängt mit einer Hand einen Ball, den nicht jeder Wide Receiver gefangen hätte.

[20h02] Interception #32 Ihedigbo gegen Tannehill: Eine Interception mit Ansage, die man förmlich zehn Meter gegen den Wind riechen konnte. #89 Hopkins stellt sich mutterseelenallein auf, dahinter schleicht sich Ihedigbo ganz leise heran, und du weißt schon in dem Moment, in dem Tannehill den Ball wirft, dass es eine Interception wird.

[19h58] New Orleans 10, San Francisco 14 | Q2 9:13. Saints-Offense groovt sich ins Spiel. Brees wirft schneller und tiefer. TD über 31yds für den pfeilschnellen WR #10 Cooks.

[19h55] Spektakuläre Detroit Lions: Erst wuchtet sich RB #35 Joique Bell durch die hoch gelobte Dolphins-Defense, dann steht nach einem übersehenen Holding an WR Johnson ein Punt an… und erneut der versuchte Punt-Fake. Allerdings wird #12 Ross nach einem Querpass ein Yard zu wenig weit nach vorn geschoben für ein neues 1st-Down.

[19h50] NY Jets 17, Pittsburgh 0. Vick mit dem zweiten TD, diesmal für TE Amaro. Eh klar.

[19h47] Erfrischende Coaches in Detroit: Auch Miami versucht sich am Punt-Fake, der auch gelingt, aber wegen einer Strafe zurückgepfiffen wird. Danach ein regulär geschossener Punt.

[19h43] Ende Q1 in Detroit. Miamis OffCoord Bill Lazor scheint auf den extremen Druck in den ersten beiden Drives mit schnellen Pässen in die Flat-Zonen zu reagieren, sprich: Detroit soll zwar die Anspiellinie kontrollieren, aber dann ziehen wir das Spiel eben in die Breite. Zwei Pässe, zwei 1st-Downs für Miami.

[19h40] Munteres Spielchen in London: Dallas führt nach dem kurzen TD-Pass für den in die Endzone fallenden TE Witten wieder 10-7 gegen Jacksonville.

[19h36] Atemberaubende Dominanz der Lions-Defense auch im zweiten Drive: Die Stunts und Positionswechsel von #90 Suh und #94 Ansah in der Defensive Line überrumpeln die Dolphins komplett. Null 1st-Down und -20yds Raumgewinn (minus 20 Yards!) nach zwei Drives für Miamis Offense.

[19h33] Die Jets verwerten den zweiten Drive zum TD, nachdem schon der erste sehr vielversprechend aussehend nur zu drei Punkten geführt hatte: QB Vick per tiefem Pass für TJ Graham.

[19h30] New Orleans 0, San Francisco 14 | Q1 4:17. Erster „richtiger“ Drive der 49ers-Offense, und sie sieht richtig rund aus: Das Laufspiel über die RBs Hyde und Gore trampelt über die Defense, den Rest besorgt QB Kaepernick mit einem Scramble und drei scharfen kurzen Bällen für Boldin, Johnson und Davis. RB Hyde vollendet zum TD.

[19h28] Detroit 10, Miami 0 | Q1 3:58. 49yds-TD im ersten Snap, und WR #81 Calvin Johnson steigt beim Comeback zirka ein Stockwerk höher als sein Deckungsspieler CB #21 Grimes.

[19h26] Extrem wuchtiger Beginn der Front-Four der Lions, allen voran DT #90 Ndamukong Suh, der gleich Mal die ersten beiden Plays der Dolphins im Alleingang zerbröselt. Suh im Duell der Wichser gegen RG #51 Pouncey für die erste Serie klarer Sieger. Punt Miami.

[19h20] Detroit 3, Miami 0 | Q1 6:19. Langer 15-Play Drive (8:41 min) für die Lions, der letztlich mit „nur“ einem kurzen Fieldgoal beendet wird. Der Drive spielte sich vor allem um die 5yds um die Anspiellinie herum ab, mit rein kurzen Passversuchen und Hand-Offs.

Highlight sicherlich ein Punt-Fake, bei dem P #6 Martin für FB #45 Jed Collins wirft und ein unverhofftes neues 1st-Down gelingt.

[19h10] New Orleans 0, San Francisoc 7 | Q1 13:01. Erster Drive der New Orleans Saints, und gleich die Interception gegen QB Drew Brees: FS Bethea fängt das Ei ab und returniert 22yds an die NO 4. Drei Plays später vollendet RB #21 Gore zur schnellen Führung.

[18h59] N’Abend.

Die vierte Kerze brennt

Es gibt Leser, die wissen wollten, welchen Mannschaften ich im American Football die Daumen drücke, wenn es nicht um die erklärte Lieblingsmannschaft Detroit Lions geht. Das ist eine Frage, die dazu einlädt, mein generelles Verhältnis zum amerikanischen Football, ja vielleicht darüber hinaus zum US-Sport, einzuordnen.

US-Sport war für mich immer eine etwas freakige neue Welt, in die einzutauchen spannend war – schon allein deshalb, weil er so lange nur über Liveübertragungen in finsterster Nacht erreichbar war, und weil er für mich lange Zeit mehr mit den liebevoll aufbereiteten Übertragungen im österreichischen Fernsehen assoziiert wurde als mit einer bestimmten Mannschaft oder einem bestimmten Spieler.

Fußball ist das, womit man aufgewachsen ist. Es ist der Sport, den man selbst betrieben hat. Es ist der Sport, an dem man sich reiben kann. Der US-Sport ist bis heute das Fremde geblieben, bei dem es mir noch immer nicht leicht fällt, klare Identifikationspunkte auf Spieler- und Mannschafsseite zu finden. Mit „klar“ meine ich eine annähernde Verbundenheit wie es mit einer deutschen Fußballnationalmannschaft oder einer irischen Rugbymannschaft oder einfach nur dem nächstbesten Dorfverein der Fall ist.

Mit fällt es leichter, Emotion für ein College aufzubringen als für einen Proficlub. Mir fällt es auch leichter, Emotion aufzubringen für ein Team als für ein Individuum. Diese Eindrücke mögen sich im Football dadurch verstärken, dass die Spieler selbst gesichtslose Krieger sind, versteckt hinter Helmen mit Stahlgittern, und die Coaches sauer dreinschauende vermummte alte Säcke sind, die an der Seitenlinie in ihren Headsets in einer eigenen Welt leben.

Für die Detroit Lions konnte ich schon immer Sympathien aufbringen. Detroit ist eine verfallende Stadt. Die Bilder eines Hasenhaken schlagenden Barry Sanders haben die Neugier einst nur größer gemacht. Über allem steht die Misere, die diese Mannschaft begleitet. Diese Erfolgslosigkeit. Ich hoffte so lange, dass diese Franchise die Kurve kratzt. Ich hoffe bis heute.

Quasi mein „1b-Team“ sind die New England Patriots, aber es ist weniger eine Liebe als mehr die Anerkennung für eine so lange so konstant erfolgreiche Führung, die auf alles scheißt was in der sozialistischen NFL den anderen Probleme bereitet: Abwerben von Coaches, Spielerabgänge, Verletzungen, Rivalitäten. Bill Belichick ist der beste Manager im American Football. Er hat es geschafft, die Wetten zu schlagen. Wird Zeit, dass er mal wieder den ganz großen Wurf macht.

Dann gibt es die ewigen Underdogs, bei denen ich nur darauf warte, dass sie mal den Durchbruch schaffen um auf den Bandwagon aufzuspringen. Die Buffalo Bills oder die Minnesota Vikings sind hier zuallererst zu nennen, zwei kleine Teams aus kleinen Märkten, beide mit je vier Superbowl-Qualifikationen ohne die Lombardi Trophy jemals gewonnen zu haben.

Oder die beiden Lokalrivalen aus Ohio, Cincinnati Bengals und Cleveland Browns: Zwei geschichtsträchtige Mannschaften, die so viele Versuche unternommen haben an den Glanz der alten Zeiten anzuschließen, dass es immer wieder erstaunlich und herzzerreißend ist, wie es immer wieder schief gehen kann weil entweder die Mannschaften aufgelöst werden oder sich die Franchise-Quarterbacks alle Bänder zerfetzen.

Dann gibt es die klassischen black’n’blue-Mannschaften, die zu jeder Sportliga der Welt gehören und die es als Konstanten und Beweis der langen Geschichte einfach braucht. Teams wie Pittsburgh, Green Bay, Chicago oder Philadelphia sind zumindest nie welche, gegen die ich die Daumen drücken würde.

Die NFL ist für mich auch eine Liga, in der es mir leicht fällt, periodisch für das eine oder andere Jahr diversen Clubs die Daumen zu drücken, weil geile Spielweise, mutige Coaches, interessante Spielertypen oder einfach Pechvögel hoch drei. Die Carolina Panthers habe ich immer mal wieder unterstützt – einst, weil sie mit der besten Defensive Line und diesem Jake Delhomme die Superbowl gestürmt haben wie nie zuvor ein Außenseiter die Superbowl gestürmt hat, dann, weil sie mit dem weltabgewandtesten aller Coaches, Ron Rivera, begannen die Zahlen zu nutzen.

Die Jacksonville Jaguars unter David Garrard. Die Tampa Bay Buccaneers mit Josh Freeman. Die Tennessee Titans unter Steve McNair. Die Arizona Cardinals unter Kurt Warner. Die New Orleans Saints in den ersten Jahren unter Brees. Sie alle sind Mannschaften, denen ich intensiv die Daumen gedrückt habe, für deren Franchises ich mich darüber hinaus jedoch nur selten erwärmen konnte.


Sideline Reporter wird heute vier Jahre alt. Wurde Zeit, dass diese Hackordnung mal geklärt wurde. Sideline Reporter befindet sich gerade in einer etwas schwierigen Phase, da die Arbeit mal wieder überhandnimmt. Das führte am Donnerstag sogar dazu, dass doch grad das allererste Mal in der vierjährigen Existenz dieses Blogs eine Spieltags-Vorschau komplett ausgefallen ist.

Dass das nicht einreißt, dafür bürgen meine Zappelfinger. Dass die Prioritäten in den letzten Monaten aber verschoben werden mussten, sieht man auch an der obligatorischen Statistik, die ich jetzt nachfolgend aktualisiert hochlade – so wenige Blogeinträge hatte das Sideline Reporter Blog im Lauf von 365 Tagen noch nie.

Blogstatistik, Jahr 4

Blogstatistik, Jahr 4

Schauen wir was die Zukunft bringt.