Montagsvorschauer Woche 10: Carolina Panthers @ Philadelphia Eagles | NFL 2014/15

Philadelphias Quarterback Nick Foles hat eine recht komplizierte Schulterverletzung. Details und ein Video dazu gibt’s hier. Für Foles spielt Mark Sanchez. Das hört sich schlimmer an, als es ist. Für die Carolina Panthers (3-5-1) spielt Cam Newton. Das hört sich besser an als es ist. Während die Panthers mit ihrem schlechten record in ihrer Division vorne dabei sind, benötigen die Philadelphia Eagles (6-2) einen Sieg um ihre Divisionsführung zu verteidigen.

Sanchez und Newton teilen sich eine Schwäche: accuracy. In beständiger Regelmäßigkeit segeln die Bälle an den Receivern vorbei, vorzugsweise zu hoch über ihre Köpfe; verursacht durch schlampige Fußarbeit. Bei Newton ist das bedingt durch den starken Arm. Weil er auch ohne gute Fußarbeit und saubere Technik das Ei mit Schmackes werfen kann, macht er das auch; nur: wirft man aus Rücklage, auf nur einem Bein stehend, „underhand“ oder „sidearm“ wie die Kanonenbrüder Cutler und Stafford, leidet die Genauigkeit.

Immerhin hat Newton den Raketenarm, den hat Sanchez nämlich nicht. Er ist ungenau, weil er einfach kein guter Quarterback ist. Außerdem mach Sanchez leichtsinnige Fehler, weil er Verteidigungskonzepte immer noch nicht schnell genug richtig lesen kann.

Da trifft es sich natürlich gut, daß er in Chip Kellys Offense vor viele einfache Entscheidungen gestellt wird. Durch Elemente wie roll-outs, play-action, zone reads und packaged plays steht Sanchez oftmals vor simplen Entweder-Oder-Entscheidungen, anstatt komplexe Routenkombination von fünf potentiellen Ballempfängern überblicken zu müssen.

Und es trifft sich natürlich auch gut, daß sein heutiger Gegner, die Carolina Panthers, eine bestenfalls mittelmäßige Verteidigung stellen. Vor allem die Laufverteidigung ist mit 4,8yds/Lauf (zweitschlechtestes Team) nur noch ein Schatten seiner selbst. Wenig überraschend ist Philadelphias Laufspiel auch dieses Jahr wieder eines der besten. Nach Schwierigkeiten zu Saisonbeginn mit vielen Verletzten in der Offensive Line haben sie sich mittlerweile gefangen und in den letzten vier Spielen 650 Yards errannt.

Dazu kommt bei Carolina nun auch noch eine Offense, die in den letzten drei Spielen nur 36 Punkte gemacht hat. Newton hat immer wieder seine erratischen Würfe dabei und seine fastballs über weniger 10 Yards fängt kaum einer seiner WRs. Newton ist aber auch komplett auf sich alleine gestellt. Die Gegner nehmen einfach TE Olsen aus dem Spiel und ziehen damit den Panthers die Zähne. Rookie-WR Kelvin Benjamin ist nicht konstant genug um ein Spiel zu tragen und die rushing attack bereitet keinem Gegner Kopfzerbrechen.

Die Panthers wirken derzeit wie ein Team, das sich auflöst und einen Neuanfang vor sich hat. Von den letzten sieben Spielen konnten sie nur eines gewinnen; überall hat man Probleme. Allerdings sind sie immer noch mittendrin im Rennen um die NFC South. Gewinnen sie heute abend, teilen sie sich Platz eins mit den New Orleans Saints.

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3 Kommentare zu “Montagsvorschauer Woche 10: Carolina Panthers @ Philadelphia Eagles | NFL 2014/15

  1. Schon verrückt wie sehr sich die NFC South gewandelt hat: Carolina hat jetzt schon eine Niederlage mehr als im ganzen letzten Jahr und die Saints können ihre letztjährige Bilanz auch nur noch erreichen, wenn sie ab jetzt alles gewinnen…

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