Sag mir, wo der College Football seine Fans hat

Die New York Times hat vergangene Woche eine Studie vorgestellt, die anhand der Facebook-Likes zu messen versucht hat, in welchen Regionen der College-Football die meisten Fans hat. Die Ergebnisse sind wenig überraschend für die, die den Sport schon länger verfolgen, aber sie eigenen sich ganz gut, noch einmal auf die „Kräfteverhältnisse“ einzugehen.

College Football - Beliebtheit 2014

College Football – Beliebtheit 2014

Überraschende Erkenntnis: Der College-Football ist vor allem in südlichen Gefilden ein ganz großes Ding. Alabama ist dieser Studie nach zu urteilen nicht nur sportlich, sondern auch fantechnisch das Epizentrum des Sports – wobei die beiden Faktoren durchaus auch hohe Korrelation haben dürften.

Ganz dick im Rennen ist auch die Zone in Nord-Florida, wo die Giganten Florida State und Florida zuhause sind, sowie die Zone im Dreieck zwischen Clemson, South Carolina und Georgia.

Außerhalb der SEC-Landen erweisen sich in dieser Studie die ländlichen Gebiete wie die Great-Plains in Oklahoma und Arkansas, die Bundesstaaten Nebraska und Iowa, sowie Michigan/Ohio und Oregon als die Regionen mit der höchsten Affinität für College-Football.

Vor allem Nebraska ist eine Bestätigung. Ein Kumpel von mir war dort mal am Gameday gegen Texas auf der Suche nach Tickets. Keine Chance. 80.000 waren im Stadion, und weitere 70.000 tummelten sich um das Stadion herum auf dem Gelände – ohne Karten, nur da um die Grillfete und Spieltagsatmosphäre gegen eine Rivalen hautnah mitzuerleben.

Wo ich höhere Affinität erwartet hatte: Texas und mit Abstrichen Gesamt-Florida. Die beiden Staaten gelten aber als Regionen, in denen Highschool-Football sehr populär ist, mit Partien mit bis zu 20.000 und mehr Zuschauern.

Kalifornien erweist sich trotz der großen University of Southern California als relatives Brachland – aber USC ist auch eine private Uni, keine staatliche.

Die Neuenglandstaaten und New York sind vom College-Football quasi unberührt, aber auch das wussten wir schon vorher.

Die New York Times hatte vor einigen Wochen auch eine Studie vorgestellt, die zu messen versucht, welche College-Mannschaften in welchen Zonen die meisten Anhänger haben. Auch hier: Wenig überraschende neue Erkenntnisse, aber es hilft trotzdem, sich diese Punkte noch einmal in Erinnerung zu rufen.

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3 Kommentare zu “Sag mir, wo der College Football seine Fans hat

  1. liegt wohl daran das in New York alle möglichen Profi Teams gibt,da ist das Interesse am College Football berechtigt nicht so groß.

  2. Es gibt soweit ich weiß ja auch kaum Universitäten mit großer Sporttradition in New York. Die Unis im Stadtgebiet haben ja auch nicht so viele Studenten und vor allem keinen Platz für einen Campus mit Sportanlagen und Stadion.

    In New York ist meines Wissens ja auch der Basketball ein großes Thema, die Knicks und man höre und staune auch Highschool Basketball.

    Die großen Colleges haben sich in den USA scheinbar in eher kleinen Städten entwickelt.

  3. Das ist kein Zufall, weil die grossen urbanen Maerkte halt von den Profisportarten kontrolliert und dominiert werden. Ausserdem haben Unis halt ein wesentlich hoeheres regionales Identifikationspotential und es ist verhaeltnismaessig sehr einfach die Uni bei den eigenen Studenten zu pushen.

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