Akademische Viertelstunde, Week 12: Ein Schlag für die SEC

#1 Mississippi State verliert wie allgemein erwartet bei #5 Alabama knapp 20-25 und gibt damit nicht bloß das Zepter in der SEC-West aus der Hand, sondern muss auch um die Playoffs bangen.

#2 Oregon könnte als spielfreies Team vorrücken auf den ersten Rang.

#3 Florida State zog einmal mehr den Kopf aus der Schlinge und gewann bei Miami/FL knapp 30-26. Es war das fünfte oder sechste Comeback der Seminoles.

#4 TCU würgte sich nach mehrmaligem Rückstand zu einem 34-30 bei Kansas, dem bislang schwächsten Team der Big 12. Trotz Sieg könnte es für TCU eine Delle in Sachen Reputation bedeuten.

#5 Alabama ist mit dem Heimsieg über Mississippi State wie Oregon ein Kandidat auf den #1-Spot und hat mit Heimsieg über das plötzlich schwächelnde Auburn alle Trümpfe in der Hand.

#6 Arizona State verliert bei den unbeständigen Oregon State Beavers und dürfte sich aus dem Playoff-Rennen verabschiedet haben. Es bleibt die Hoffnung, den Trostpreis „Pac-12 Finale“ zu erreichen.

#7 Baylor war spielfrei und dürfte eine Chance haben, TCU zu überholen.

#8 Ohio State gewann im Winterwunderland von Minnesota, aber fraglich bleibt die Reputation. Man wird aufgrund der Stolperer vorne aber eher vorrücken.

#9 Auburn sah seine Saison mit einer 7-34 Klatsche gegen Georgia den Bach runter gehen. Es war Auburns dritte Saisonpleite, und das schwierigste Spiel steht @Alabama noch aus. Auch bitter für einen Rivalen: Auburn war Mississippi States bislang „wertvollster“ Sieg. Er wird in diesen Tagen und Wochen immer mehr entwertet.

#10 Ole Miss war spielfrei.

SEC

Es hätte für die SEC-West als Gesamtes kaum schlechter laufen können wie am Samstag: Nicht nur stolperte das an #1 gerankte Team (gegen den Divisionskonkurrenten #5 Alabama), nein, auch die Konkurrenz sah sich teilweise gedemütigt: Auburn wurde vom Cross-Division Rivalen Georgia platt gemacht, Texas A&M verlor gegen ein bestenfalls mittelmäßiges Mizzou, und LSU wurde von den seit Ewigkeiten in der SEC sieglosen Arkansas Razorbacks komplett kalt gestellt: 17-0 Pleite, u.a. mit nur 32 Läufen für 36yds und insgesamt 123yds Offense!

Alabama (9-1) ist nach dem Samstag überwältigender Favorit auf das Erreichen des Conference-Finals und der Playoffs. Alabama hat nur noch Auburn und das (wahrscheinliche) SEC-Finale im Schedule.

Mississippi State (9-1) hat in Sachen Playoffs noch ein Hintertürchen offen, muss dafür aber auswärts beim Erzfeind Ole Miss (8-2) gewinnen – und womöglich überzeugend gewinnen. Bei eigenem Sieg und Alabama-Niederlage erreicht man das SEC-Finale (man muss nächste Woche aber noch zuhause gegen Vanderbilt gewinnen).

Ole Miss kann dagegen das SEC-Finale kaum mehr erreichen, aber mit einem hohen Heimsieg über Mississippi State wäre man ein Außenseiter-Kandidat auf zumindest eine wertvolle Bowl oder sogar die Playoffs.

In der SEC-East hat Georgia (6-2 Conference, 8-2 overall) seinen Conference-Schedule fertig absolviert. Problem für die Bulldogs: Sie müssen auf eine Niederlage von Missouri (5-1 Conference, 8-2 overall) hoffen um noch durch die Hintertür ins SEC-Finale zu kommen. Missouri ist die deutlich schwächere Mannschaft im direkten Vergleich (nicht nur, weil Georgia das direkte Duell mit 34-0 gewonnen hat), und hat mit einem Auswärtsspiel bei Tennessee und einem Heimspiel gegen Arkansas zwar noch zwei lösbare Aufgaben, aber es sind alles andere als Selbstläufer.

Kollateralschaden vom Samstag: Mit Zak Prescotts dürftigem Auftritt bei Alabama ist die Heisman-Trophy wohl weg. Marcus Mariota von Oregon dürfte der neue große Favorit sein.

Pac-12 Conference

Mariota ist mit Oregon der Finalteilnehmer der Nord-Division der Pac-12 Conference und kann sich sein Playoff-Ticket im Prinzip nur mehr selbst wegnehmen.

Der Süden ist eine unübersichtliche Suppe:

  • USC (6-2, 7-3)
  • UCLA (5-2, 8-2)
  • Arizona State (5-2, 8-2)
  • Arizona (5-2, 8-2)
  • Utah (4-3, 7-3)

Hier ist noch alles drin. Der Rest-Schedule in der Conference sieht wie folgt aus:

  • USC: @UCLA
  • UCLA: USC, Stanford
  • Arizona State: Washington, @Arizona
  • Arizona: @Utah, Arizona State
  • Utah: Arizona, @Colorado

Über Tie-Breaker zu sprechen macht noch keinen Sinn, da jeder gegen jeden schon mal gewonnen und verloren hat.

Big 12 Conference

Die Ausgangslage „vorne“ bleibt unverändert: Baylor, TCU und Kansas State haben jeweils erst eine Conference-Niederlage, Baylor hält den Tie-Breaker über TCU, TCU den Tie-Breaker über K-State, aber Baylor und K-State müssen noch gegeneinander spielen.

  • TCU (6-1, 9-1)
  • Baylor (5-1, 9-1)
  • Kansas State (5-1, 7-2)

Das Restprogramm:

  • TCU: @Texas, Iowa State
  • Baylor: Oklahoma State, Texas Tech, Kansas State
  • Kansas State: @West Virginia, Kansas, @Baylor

TCU hat nur noch zwei Chancen zu stolpern, muss aber zu den unberechenbaren Texas Longhorns. Baylor hat noch deren drei, aber es sind allesamt Heimspiele. Kansas State hat definitiv das schwierigste Restprogramm mit zwei schwierigen Auswärtsspielen. Baylor vs K-State könnte am ersten Dezemberwochenende das Spiel werden, das über den Ausgang in der Conference entscheidet.

ACC

Florida State steht als Finalist der ACC-Atlantic Division fest.

Der Finalgegner wird entweder Duke (4-2 Conference) oder Georgia Tech (6-2 Conference) sein. Georgia Tech hat sein Conference-Programm derweil fertig, hat aber das direkte Duell gegen Duke verloren. Die Duke Blue Devils haben noch zwei Heimspiele gegen UNC und Wake Forest. Sie müssen beide gewinnen, um an Georgia Tech noch vorbeizuziehen.

Big Ten Conference

Ohio State ist zu 99.9% der Finalist der Ost-Division.

Der Endspielgegner wird aus dem Quartett Wisconsin (5-1 Conference), Iowa/Minnesota/Nebraska (jeweils 4-2 Conference) kommen, wobei Wisconsin nach dem Kantersieg über Nebraska mit 408 Rush-Yards für RB Gordon einen wichtigen Tie-Breaker am Samstag für sich entschieden hat. Wisconsin hat in Gordon nun mit einem Mal auch einen veritablen Heisman-Kandidaten im Kader.

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Ein Kommentar zu “Akademische Viertelstunde, Week 12: Ein Schlag für die SEC

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