Montagsvorschauer, Week 15: Chicago Bears – New Orleans Saints

Monday Night Game der Enttäuschten heute Nacht, 2h30 aus dem Soldier Field: Chicago Bears (5-8) vs New Orleans Saints (5-8). Es gibt noch Playoff-Implikationen, weil die Saints in der üblen NFC South Division spielen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Divisions-Champ mit losing record in die Post Season schicken wird.

Die Frage ist, ob die Saints ihre verkorkste Saison mit der Augenauswischerei namens „Playoffs“ überhaupt noch retten können. Denn 2014 war ihr Jahr, oder besser: Es hätte ihres werden sollen. Ein Team mit einem QB Drew Brees auf dem letzten Halali. Allein um die letzten Jahre des Hall-of-Famers Brees bestmöglich zu nutzen, wurden in der Offseason alle Methoden des Creative-Accountings ausgenutzt um einen hoffnungslos überteuerten Kader irgendwie unter Kontrolle zu halten, und – sensationellerweise – sogar in FS Jairus Byrd noch einen All-Pro zu integrieren.

Es sollte nicht sein. New Orleans war dieses Jahr von Woche 1 an ein Trümmerhaufen vor allem in der Defense. DefCoord Rob Ryan, letztes Jahr aufgrund seiner aggressiven Schemen noch über den grünen Klee gelobt, brachte heuer keinen Pass Rush zustande, was die Saints-Secondary von Tag 1 an verbrannte. Die Safety-Combo Byrd/Bush/Vaccarro hätte nach Skript eine der besten der Liga sein sollen, aber sie erwies sich als desaströs – so wie es vielen Defensive Backs geht, wenn sie keine Unterstützung vom Pass Rush bekommen.

Ryan soll sich regelmäßig mit Head Coach Sean Payton in die Haare kommen, weswegen vielen Quellen zur Folge eine Trennung am Jahresende unausweichlich scheint. Danach werden die Saints ein weiteres Jahr versuchen, irgendwie den Laden zusammenzuhalten, ehe 2016 Salary-Cap bedingt zur Rasur angesetzt werden muss, inklusive dem Ende der Ära Brees, und vielleicht dem Ende der Ära Payton.

Die Chicago Bears haben ähnliche Symptome, aber andere Wurzeln der Probleme. Auch hier ist man extrem enttäuscht mit der Art und Weise, wie die Saison verlaufen ist. Auch hier hapert es in erster Linie an der Defense, die zu wenig Qualität und Tiefe hat. DefCoord Mel Tucker, der schon gute Defenses unter seinen Fittichen hatte, bekommt aus dem Spielermaterial auch nicht mehr heraus und gilt als sicherer Entlassungskandidat für den Jänner. Das wusste man bereits.

Was neu ist und die Probleme in Chicago nur verschärft: Auch in der Offense brodelt es massiv. Letzte Woche musste OffCoord Aaron Kramer in einem bizarren Moment vor versammelter Mannschaft tränenreich eingestehen, dass er die „anonyme Quelle“ hinter kritischen Kommentaren über QB Jay Cutler war. Eine weitere Zusammenarbeit von Kromer und Cutler rückt damit in weite Ferne.

Cutler selbst ist mit seinem teuren Vertrag auch kein 100%iger Kandidat zum Weitermachen, aber weil ein Abschub Cutlers Chicagos Salary-Cap Situation ins Unendliche verschärfen würde, dürfte er zumindest noch für 12 Monate unangetastet bleiben.

Bleibt die Frage nach dem Head Coach: Mark Trestman. Viele der Probleme bei den Bears fallen nicht direkt in seinen Bereich, aber die NFL-Mechanismen könnten bei Trestman trotzdem schneller greifen als gewohnt. Zu verheerend waren gleich mehrere Auftritte seiner Bears. Zu lecker könnte auch eine erneute Tabula Rasa aussehen, wenn OffCoord und DefCoord eh schon neu zu besetzen sind.

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