NFC Wildcard Weekend 2014/15: Dallas Cowboys – Detroit Lions live

[01h57]

[01h55] Endstand Dallas Cowboys 24, Detroit Lions 20.

Ich vergönne es Romo von Herzen, auch wenn dem Ergebnis ein fader Beigeschmack anhaftet. Romo mit einem exzellenten Comeback gegen eine großartig auftretende Lions-Defense, die trotz aller Widerwärtigkeiten so lange es ging gegenhielt. Verschusselt hat es aus Detroit-Sicht die Offense, die zu viele Plays hat liegen lassen. Die Refs waren das Eine. Die zurück genommene Strafe wird für die obligatorischen Verschwörungstheorien sorgen, aber Detroit hätte gegen eine katastrophale Defense viel mehr machen müssen.

Dallas wird nach Green Bay fahren, wo es mit dieser Abwehr nach einem 50-Punkte Debakel riecht.

Detroit wird schauen müssen, dass der Laden in der Offseason nicht um die Ohren fliegt. OffCoord Lombardi wird wohl bleiben dürfen. DefCoord Austin bekommt jeden Tag eine neue Anfrage und könnte die Lions verlassen um eine Franchise als Headcoach zu übernehmen, auch wenn ihm viele raten zu bleiben (er hat genau dieses eine Jahr Coordinator-Erfahrung).

Auf Spielerseite werden DT Suh und DT Fairley Free-Agents. Bleiben wird wohl nur einer. Der Vertrag von WR Johnson wird ein Streitpunkt werden. Die Reise der Lions ist ungewiss, gerade deswegen wäre es heute wichtig und schön gewesen, noch einmal ein Ausrufezeichen zu setzen. Schade. Ich hätte Detroit mit seiner Defense gerne gegen Seattle antreten sehen, aber es sollte nicht sein.

[01h48]

[01h46] 4th-Down, Sack gegen Stafford. Ausgerechnet #90 Lawrence. Dallas wird gewinnen.

[01h44] Dramatische Schlussphase. 74sek vor Schluss wandert #25 Riddick über die Mittellinie. Dann False-Start gegen Johnson, dann Pass für Ebron. 67sek verbleiben, 3rd Down.

[01h40] Man suche hierzu nur mal nach Leon Lett bei Youtube:

[01h36] Freak-Play hoch drei: Fumble Stafford, #90 Lawrence nimmt den Ball auf, verliert ihn aber gleich wieder nach Berührung vom Offense Liner #70. Detroit bekommt so den Ball zurück – war alles so geplant, denn so bekommt man gleich noch ein 1st-Down gratis mitgeschickt. 2min-Warning.

[01h30] Dallas 24, Detroit 20 | Q4 2:32. 4th-Down, dem DL Johnson wird vor lauter Holding fast das Leibchen ausgerissen (keine Flagge?). Romo nutzt die Zeit, TD #83 Williams.

[01h26] Nächste Strafe gegen die Defense, #54 Levy als Übeltäter. Neuer 1st-Down. 3:33min to go. Flagge wird nicht wieder zurückgenommen.

[01h23] Strafe gegen DB #26 Carey. Neues 1st-Down. 4:25min to go.

[01h22] 4th-Down und 6, Dallas spielt aus: Pass für #82 Witten über die Mitte, und der Versuch glückt. Aber Dallas verbrennt ein Timeout, wird nun gezwungen sein den TD zu machen will man nicht am Ende von seiner Defense abhängig sein.

[01h14] Üble Fehlentscheidung der Refs, die eine eindeutige DPI gegen #59 Hitchens erst geben und dann aus unerfindlichen Gründen zurücknehmen. Detroit stellt sich in der Folge auf um ein 4th/1 auszuspielen, aber es passiert… nichts. Jim Caldwell kann nicht aus seiner Haut. Als „Strafe“ gibt es einen verheerenden 10yds-Punt von Sam Martin.

Grobe, grobe Schnitzer nacheinander von Refs, Headcoach und Punter, die das Spiel kosten könnten.

[01h06] Sagenhafter 6yds-Kickreturn von #12 Ross an die 5yds Line. Detroit hatte heute viele schlechte Feldpositionen, diese ist nur eine weitere.

[01h04] Dallas 17, Detroit 20 | Q4 12:16. DT #90 Suh mit zwei Energieanfällen, nutzt Romos plötzliche Zaudrigkeit in der Redzone und wuchtet Romo im Alleingang zweimal en suite zum Sack in den Boden. K Bailey macht den 51yds-Kick, aber drei Punkte fühlen sich für Dallas fast wie das untere Limit an, denn die Offense war eigentlich besser unterwegs gewesen.

Detroit auch mit dem ersten wirklich dummen Foul, einem Personal-Foul gegen #59 Whitehead.

Drittes Viertel

[00h58] Ende Q3 in Dallas. Gutes drittes Viertel für die Dallas Cowboys, die beginnen, die Kontrolle über das Spiel zu übernehmen. Detroits Offense geht etwas schlampig mit ihren Möglichkeiten um und sorgt dafür, dass die eigene Defense in dieser zweiten Halbzeit viel am Feld steht – mit der Folge, dass die eh schon müden Jungspunde noch müder werden.

Dallas beginnt nun, die Spielfeldmitte etwas zu meiden. Man nutzt die schlechtere Deckung/das schlechtere Jammen der Lions-CB und wirft schnelle Querpässe in die Flat-Zonen und lässt die Receiver die Yards after Catch machen.

[00h55] 3/out für Detroit. Glauben wir FOX, so gehen in der Defense weitere Spieler runter – z.B. mit Dehydrierung. Der ausgedünnte Kader fordert seinen Tribut.

[00h48] Dallas 14, Detroit 20 | Q3 2:54. 1yds-Run #29 Murray im 4th-Down. Wie schon letzte Woche ist Detroit schwierig zu knacken wenn es an die Goalline geht, aber Garrett trifft überraschenderweise die richtige Entscheidung und lässt ausspielen.

Dallas ist noch immer ein bisschen auf Messers Schneide in der Offense, brauchte einen großen Bryant-Catch/Run bei dem Bryant LB #54 Levy abschütteln konnte, aber sie machen jetzt einen besseren Job in der Protection für Romo und auch RB Murray kriegt bessere Lücken. Dazu hilft ein komplett kaputtes Defensive Backfield bei den Lions, wo nun schon der UDFA Seisay den Slot-CB gibt. 10 Plays, je 5x Lauf und Pass. Die Partie ist damit wieder offen.

[00h38] 13 Punkte Rückstand für Romo. Ich kann mir vorstellen, dass Dallas sich in einen Rausch spielt, und die Waffen im Passspiel haben sie – aber es ist nicht die Offense, die sie gewohnt sind: Sie haben eh schon erst 9 Läufe gespielt, und es werden prozentuell kaum mehr werden…

[00h34] Dallas 7, Detroit 20 | Q3 8:41. 8-Plays, 50yds für die Lions, die sich methodisch das Spielfeld hinunter bewegen, allerdings im 3rd/3 eine Aufstellung wählen, die kein Laufspiel zulässt bzw. potenziell kein Laufspiel. Dallas konzentriert sich zurecht auf den Pass, und kommt mit dem Field Goal davon.

An der Lions-Offense fällt auch auf, wie stark sie mittlerweile am Big-Play für Calvin Johnson arbeitet. Stafford wollte schon vorhin tief für Johnson gehen, als sein Ball an der Anspiellinie zur INT abgefälscht wurde. Stafford wollte es jetzt wieder, und ein weiteres Mal bekam er die Chance auf einen 30yds-Pass für Johnson auf einer mittellangen Route.

[00h26] Cowboys schmeißen das Geschenk weg: #94 Ansah im dritten Down mit einem Sack gegen Romo – ein Spielzug, bei dem vor allem die lange Zeit auffiel, die die Deckung hielt. Aikman: „Sack tut den Cowboys nicht weh, bringt sie nicht aus FG-Reichweite“… aber Sack macht das Fieldgoal länger, und laaaaaang, und K Bailey versemmelt aus 41yds.

[00h24] Dinge, die du nur bedingt beeinflussen kannst: Abgefälschte Bälle. #92 Mincey fälscht den ersten Stafford-Pass nach der Pause ab, und der Ball fällt genau in die Arme des dahinter stehenden LB #51 Wilber.

Zweites Viertel

[00h16] Neuer Blogrekord übrigens an Zugriffszahlen für den 4.1.2015.

[00h10] Halbzeit Dallas Cowboys 7, Detroit Lions 17.

Überraschende erste Halbzeit, in der die Lions so begonnen haben wie man es allgemein von den Cowboys erwartet hatte. Detroit zerbröselte eineinhalb Viertel lang die komplette Protection der Cowboys. Man brauchte nicht einmal viel Verstärkung, da die Front-Four es im Alleingang machte. Die zusätzlich geschalteten Blitzer waren eher rar, aber von DefCoord Teryl Austin offensichtlich gut getimt, denn sie sorgten für zwei Sacks und zumindest zwei weitere Hurries.

In der Offense schnitt sich Detroit in den ersten beiden Drives wie heißes Messer durch die Butter, ohne Zugriff der Defense. RB Bush und Bell operierten auch bei Screenpässen als hätten sie Narrenfreiheit, aber nach dem überwältigenden ersten Viertel kühlte es doch merklich ab, und die Schlampigkeiten begannen.

Detroit mit 6.8yds/Play, Dallas mit 6.0yds/Play – allerdings resultiert die Cowboy-Zahl vor allem aus einem einzelnen, isolierten 76yds-TD, während Detroit doch konstanteren Raumgewinn zustande brachte. Tony Romo war lange Zeit die ärmste Sau, kämpfte sich aber beherzt ins Spiel rein und wurde zumindest mit dem einen TD belohnt. Nun sieht er mit Slay/Vaughn eine komplett unerfahrene Secondary für die zweite Halbzeit.

Für Dallas ist nicht alles verloren: Man stelle die Strafen ab, man stoppe Detroit im ersten Drive nach der Pause, und die Partie fühlt sich schnell wieder offen an. Letztere Aufgabe wird jedoch zum Imperativ: Legt Detroit jetzt gleich einen TD nach, wird es wirklich eng.

[00h07] Dallas 7, Detroit 17 | Q2 0:03. Lions verzichten auf einen letzten Schuss in die Endzone, nehmen das Fieldgoal. Snap und Ball-Placement beim Kick waren ein Spiel mit dem Feuer. Kick geht zwei Zentimeter innerhalb der Pfosten rein.

[23h54] Dallas 7, Detroit 14 | Q2 1:37. OPI gegen #83 Williams, negiert ein 1st-Down. Wurscht, nächstes Play, Romo für #83 Williams, der CB #29 Vaughn verlädt und 76yds zum Touchdown durchläuft. Lions-Secondary wird nun interessant zu sehen sein, denn CB #31 Mathis soll angeschlagen sein. Die verbliebenen Spieler sind allesamt Grünschnäbel. CB #23 Slay, Mann im zweiten Jahr, ist nun der Erfahrenste.

[23h47] Uninspirierte Serie der Lions, und nächster Punt. Cowboys beginnen mit zweieinhalb Minuten auf der Uhr an der eigenen 25. Detroit beginnt nach der Pause zuerst mit dem Ball, also ist ein Touchdown für Dallas schon eher eine Notwendigkeit.

[23h40] Wahnsinn. Lions telegraphieren einen Blitz sekundenlang durch, und trotzdem kommt #59 Whitehead komplett ungeblockt durch – Romo hat keine Chance. Cowboys müssen erneut punten. #12 Ross kann den gefumbelten Catch selbst erobern. Beide Teams damit bei zwei Offense-Fumbles, alle Fumbles selbst wieder aufgenommen.

[23h33] Die Lions-Offense ist etwas abgekühlt: Es gibt erste QB-Hits und sogar einen Sack gegen Stafford, und nicht mehr jedes Play wird ein 1st-Down. Stafford nimmt einen tiefen Pass, den Tate hätte fangen können, aber Stafford hätte auch über die Mitte auf Johnson werfen können – tat er nicht, deshalb Punt, und diesmal keine Strafe gegen Dallas.

[23h24] Nächster Sack gegen Romo, diesmal #32 Ihedigbo auf einem gut getimten Blitz. Dallas‘ Offensive Line wird hier bislang zurechtgestutzt. Punt, und diesmal nur 90 Yards bis zur Endzone für Stafford.

Erstes Viertel

[23h20] Ende Q1 in Dallas. Die Cowboys-Offense hatte nun fast eine halbe Stunde an der Seitenlinie um über ihre Situation nachzudenken. Im dritten Drive sieht es ein bisschen besser aus, und Romo, der alte Krieger, wurstelt sich ein ums andere Mal aus seiner kollabierenden Pocket und findet in den 3rd-Downs TE #82 Witten, ein Play nachdem ihm #52 Tapp das Ei aus der Hand geschlagen hat und von der anderen Seite #94 Ansah herangerauscht war.

[23h12] Dallas 0, Detroit 14 | Q1 1:57... 99 3/4yds-TD Drive der Lions, abgeschlossen per 18yds-Slalomlauf von RB #21 Bush, freigeblockt u.a. vom WR Tate. Der Drive brauchte natürlich die Running-Strafe gegen Dallas, aber danach war das totale Dominanz von Detroit, das über Dallas drüberfuhr: Kein Lauf unter acht, ein Yards. Screenpässe, die sich 15yds nach dem Catch das Spielfeld runterfrästen. Ein QB Matt Stafford, der im 3rd-Down einen Defensive Back aussteigen lässt und 9yds zum 1st-Down scrambelt.

Die Cowboys-Defense sah ziemlich überrumpelt aus, sah aus wie man sie eigentlich im Sommer befürchtet hatte. Tony Romo mit bereits vier missed tackles am heutigen Tag.

[23h03] RRPP der Lions, aber: #56 Watson #9 Tony Romo taucht in den Punter #6 Martin hinein, woraus ein neues 1st-Down resultiert. Jim Caldwell an der Seitenlinie mit Emotionsregungen, die ich von diesem stillen Männlein noch nie gesehen habe.

[22h57] Dominanz der Lions-Defense in dieser Anfangsphase: Laufspiel kommt kein Jota in die Gänge und Romo kriegt keine Zeit zum Werfen. Es gelingt ein 3rd-Down auf #11 Beasley, aber beim zweiten 3rd-Down feuert Romo mit dem heranrauschenden DE #94 Ansah in der Fresse den Ball an #11 Beasley vorbei. Dazu ein tiefer Pass für WR #83 Williams von CB #23 Slay hauteng gedeckt.

Der Punt allerdings kullert danach an die 0.5yds-Line der Lions, und nach einem Personal-Foul gegen Detroit für ein sagenhaftes viertel-Yard startet Detroit von der 1/4 Line. Wenn der Ball nur ein Zentimeter weiter hinten aufgelegt wird, haben wir mit dem Snap einen Safety.

[22h50] Dallas 0, Detroit 7 | Q1 11:22. 51yds-TD Stafford für #15 Tate. Tate mit einer eigenartigen Route, die erst nach zwei Tippelschritten nach innen abbiegt. Cornerback rutscht aus, in der Pocket kauft sich Stafford wie in besten Zeiten seine Sekunden und feuert denn letztlich einfach Pass auf den bereits offenen Tate. Tate kann quer über das Feld zum TD durchlaufen. Davor zwei kurze Pässe zu den Runningbacks für ein 1st-Down. Ein ungewöhnlich guter Start für die Lions, die häufig schwer in die Gänge kommen.

[22h45] Kein guter Start für die Cowboys-Offense: Der erste Laufspielzug wird nach 1yd platt gemacht und DT #90 Suh war noch nichtmal involviert. Im zweiten Play schlägt CB #31 Mathis dem WR #88 Bryant das Ei aus der Gand, aber Bryant recovert den Fumble. Im dritten Down ein überworfener Kurzpass. Punt, und Monster-Hit gegen den Returner Tate.

[22h36] Kommentatorenduo: FOX mit Buck + Aikman. Leider kein PULS 4, nur Gamepass. Mal sehen, was die Spanier zu bieten haben…

[22h20] Letzte Chance auf ein wirklich gutes Playoff-Spiel: Dallas Cowboys – Detroit Lions. Vorschau hier.

AFC-Wildcards 2014/15: Indianapolis Colts – Cincinnati Bengals live

[22h12] Endstand Indianapolis Colts 26, Cincinnati Bengals 10

Damit nächste Woche Luck gegen Manning auf dem Broadcaster ihres Vertrauens, CBS. Mal sehen, ob Phil Simms dann noch zu seiner Meinung stehen wird:

Die Colts müssen nächste Woche ihre Chancen besser nutzen. Sie werden keine so ruhige Pocket für Luck kriegen. Und sie werden eine Offense sehen, die minimum drei, vier Drives zu Touchdowns das Feld hinunterprügeln wird.

AFC mit Patriots-Ravens und Broncos-Colts nächste Woche. Viel Stoff für Geschichten.

Bei den Cincinnati Bengals bin ich mir nicht sicher wie man ihre Saison bewerten soll. Man musste OffCoord und DefCoord ersetzen, viele wichtige Abgänge und Verletzungen auf Spielerseite, und dafür liest sich eine Saison mit 10.5 Siegen nicht so übel. Heute trat man mit genau null Anspielstationen an – auch bessere QBs hätten mit diesen Spielern nicht viel mehr gemacht – aber sie hätten etwas mehr gemacht.

Auf der anderen Seite schreiben wir zum x-ten Mal über die gleichen Probleme bei dieser Mannschaft. Ich verlangte schon letztes Jahr an selber Stelle ein grundsätzliches Überdenken der QB-Situation bzw. das Draften eines Top-QB Prospects bei den Bengals. Ihre Reaktion: Sie gaben Dalton einen Multimillionenvertrag!

Ich halte das, was Marvin Lewis zusammengestellt hat, für aller Ehren wert, aber die ausbleibende Reaktion auf die eklatanteste Stellschraube – auf die Stellschraube, die die Bengals eine echte Superbowl-Chance kostet – wird jedes Jahr ein größeres Ärgernis. Irgendwann glaubst du auch noch, dass du es sowieso nicht drauf hast. Lewis hätte nicht zum ersten Mal sich selbst grundsätzlich überdacht, wenn er in der Offseason Dinge verändern würde. Aber: An Bengals-Stelle würde ich ernsthaft und lange darüber nachdenken, ob ich mit Lewis weitermachen möchte.


[22h02] Ich finde es sehr aufschlussreich, dem Bengals-Radio zuzuhören. Hier wird recht wenig geschimpft über die erneut so aseptische Playoff-Vorstellung. Vielmehr steht man eigentlich hinter dem Coach und dem Quarterback und hofft noch immer auf den Durchbruch mit diesem Duo. Sie sagen offen, wie schwer es ist, jedes Jahr die Playoffs zu erreichen und dass vor der Dalton-Ära eine Playoff-Qualifikation ein feuchter Traum gewesen wäre. Man stelle sich mal vor, was in der Radiospur von Jets, Patriots oder Cowboys los wäre.

[22h00] #50 Jerrell Freeman schlägt den Fumble bei QB Dalton frei, Turnover.

[21h51] Nick Fairley inactive.

[21h47]

[21h43] Punt Bengals. Mal schauen, ob Cowboys vs Lions dieses doch eher enttäuschende Wildcard-Weekend wird retten können.

[21h36] Indianapolis 26, Cincinnati 10 | Q4 11:31. Vinatieri aus 53yds als wäre es ein Extrapunkt – und damit 2 TD plus 2 PAT Vorsprung für Indianapolis.

Drittes Viertel

[21h29] Ende Q3 in Indianapolis. Nächstes 3’n’out für die Cincinnati Bengals, die glaube ich noch nicht ein einziges 1st-Down nach der Pause gemacht haben. Das macht diese Partie mittlerweile extrem frustrierend: Die einen müssen nicht wirklich, die anderen können nicht.

Cincinnati hat es natürlich auch nicht einfach, denn zusätzlich zu diesem so banalen QB Dalton hat man die halbe Skill-Player Offense auf der Verletztenliste. Daltons drei beste Waffe stehen nicht zur Verfügung. Das äußert sich in einer mausetoten Offense-Vorstellung.

[21h24] Indianapolis 23, Cincinnati 10 | Q3 1:32. 23yds-FG Vinatieri… und schon wieder ein kurzer Kick der Colts, deren größter Makel zu wenig Konsequenz in der Redzone ist. Colts machen 7.7yds/Play im Vergleich zu den 4.5yds/Play der Bengals, aber nicht ganz zwei TD Vorsprung.

[21h18] RRPP. Dalton mit tiefem Ball für #19 Tate, aber unterworfen und somit einfache Beute für CB Toler.

[21h09] Indianapolis 20, Cincinnati 10 | Q3 7:48. Ästhetisch wunderschöner 36yds-TD Pass von Luck für #10 Moncrief, der den Safety überlaufen hatte. Luck spürte in diesem Play zum ersten Mal sowas wie ein Lüftchen Druck, erscrambelte sich die Zeit und wirft mit einem DE an den Hacken den Touchdown.

[21h03] Fortsetzung von Marty-Ball der Cincinnati Bengals: RRPP. Das letzte P steht für „Punt“.

[20h57] Colts-Drive wird von gleich zwei 10yds-Strafen gegen die Offense zerstört. Eine gewonnene Erkenntnis: Herrons Backup heute ist #37 Tipton, nicht #34 Richardson, der noch gar nicht eingesetzt wurde.

[20h50] Schwacher Beginn der Bengals nach der Pause: Lauf in den Menschenberg, incomplete, incomplete. Alibi-Football, wie gesagt.

Zweites Viertel

[20h46] Laut Antworten in den Kommentaren hat Dan Herron kein Fumble-Problem, das die Twitter-Reaktionen („Eh klar. Herron wird ihn fumbeln, wussten wir längst“) bestätigen würde. Mal sehen, ob die Colts Herron weiterhin im Spiel behalten oder *schockschwerenot* auf Trent Richardson umsatteln.

[20h33] Halbzeit Indianapolis Colts 13, Cincinnati Bengals 10.

Drei Punkte als Vorsprung fühlt sich für die Colts etwas dünn an, wenn man bedenkt, dass Indianapolis die Bengals nach Effizienz recht klar dominiert: Nur 35 zu 30 Plays für die Colts, aber 7.5yds/Play für Indianapolis vs 5.2yds/Play für die Bengals.

Indianapolis ist heute brutal passlastig mit 28 Pass-Plays vs 7 Läufen (1 Lauf davon sogar ein Scramble, ein anderer ein Kneel-Down). Der Passrush ist minimal, Luck bekommt extrem viel Zeit, und er nutzt die Zeit überwiegend für gute Pässe – allein: WR #13 Hilton mit ein paar bösen Drops, kostete die Colts minimum 4-7 Punkte. Cincinnati würfelt sein Defensive Backfield auch ganz schön durch, hat in quasi jedem Spielzug eine andere Formation auf dem Feld: Newman, Hall, Kirkpatrick, Dennard sehen alle viel Einsatzzeit. Der Fumble kostete die Colts eine komfortablere Führung.

Bei den Bengals kam nur ein einziger guter Drive zustande, der Rest war Wirschiwaschi. Viele Läufe hinein ins Nichts. Dalton komplettierte im einen guten Drive einige schwierige Würfe, aber ansonsten wird überwiegend Alibi-Football gespielt mit Screenpässen oder chancenlosen tiefen Bällen.

Cincinnati ist gut bedient mit dem knappen Rückstand, kriegt nun aber den Ball nach der Pause. Man kann ob des GamePlans der Bengals gar nicht hoch genug bewerten, wie wichtig der Nugent-Kick vor der Pause war: Er ermöglicht den Bengals, weiterhin eher balancierte Offense zu spielen.

[20h31] Indianapolis 13, Cincinnati 10 | Q2 0:10. Grottenschlechtes Zeitmanagement und Playcalling der Bengals in dieser „Serie“ vor der Pause, aber man springt massiv von der Schippe, weil Mike Nugent ein 57yds-FG versenkt: Ball springt vom Innenpfosten rein. Ein extrem wichtiger Kick, denn wäre er schief gegangen, hätten die Colts mit ein paar Sekunden auf der Uhr den Ball bekommen und hätten noch ein Timeout gehabt. Viel Risiko in dieser Szene von Marv Lewis.

[20h23] Big Play! #21 Dennard, der Rookie-CB, reißt RB #36 Herron den Ball aus der Hand, FS #20 Nelson mit der Fumble-Recovery. Die Colts bis dahin erneut mit einem sehr gut aussehenden Drive mit viel Zeit für Luck und kaum Negativ-Plays.

[20h13] Wieder ein unnötig tiefer Ball der Colts in einem 3rd/4. Wieder incomplete. Wieder Punt. Colts starten gleich an der eigenen 10.

[20h05] Indianapolis 13, Cincinnati 7 | Q2 8:34. 29yds-FG Vinatieri. Fetter Blitz der Bengals im 3rd-Down und Luck wird tatsächlich gezwungen, den Ball zu schnell zu werfen – aber gerade dafür ist der Ball sensationell scharf und präzise für WR #13 Hilton, der nun wieder die Butterfinger mit hat und zum wiederholten Male einen einfachen Ball durch die Finger gleiten lässt.

Wichtigster Spielzug für die Offense in diesem Drive: 45yds-Catch downfield von WR #14 Hicks, der heuer nie länger als 29yds-Catches machte. Hicks überspringt den FS Iloka. Luck mit einer Eiseskälte in der Pocket, da müssen sich die Bengals warm anziehen.

[19h59] Jetzt eine schwache Serie der Bengals: Zwei hoffnungslose Läufe über #33 Burkhead und #32 Hill in die Trauben hinein, und im dritten Down ein tiefer Wurf. Du weißt, was bei tiefen Dalton-Pässen herauskommt: Ein um 8m überworfener Ball für WR Little. Punt.

[19h54] Indianapolis 10, Cincinnati 7 | Q2 12:42. 38yds-FG Vinatieri. Gute Intensität in diesem Drive: Die Colts beginnen sehr tief nachdem sich die Kickreturner selbst über den Haufen rennen. Nach einem Gefummele zum Start explodiert plötzlich WR #13 Hilton, der bis dato alles fallen gelassen hatte, mit zwei Catches für 20yds und 30yds – der erste davon ein technisch schwieriger Catch an der Seitenlinie, und die Colts stehen in der Redzone.

Dann Strafe gegen die Offense, Verletzung des LB #58 Maualuga (Leiste). Drittes Down, viel Bewegung in der Bengals-Defense, die erst Blitzes anzeigt, aber dann alle bis auf drei in die Coverage droppt. Luck erkauft sich die Zeit und wirft im Laufen in die Endzone. Dort bekämpfen sich CB #27 Kirkpatrick und WR #87 Wayne. Kirkpatrick mit grenzwertigem Körpereinsatz gegen Wayne, kommt im letzten Moment zurück und fälscht den Ball im Springen vor dem Catch entscheidend ab.

Erstes Viertel

[19h43] Ende Q1 in Indianapolis. Das Spiel lässt sich ganz gut an, wobei ich zugeben muss, dass vieles daran am erfreulichen Fakt liegt, dass sich die Bengals was trauen. Ein verscheuchtes Kätzchen hätte dem Spiel nicht gut getan, aber es scheinen sich hier zwei Teams auf Augenhöhe zu begegnen.

Ich verhehle nicht, dass meine Euphorie auch daher rührt, dass ich mich der zusätzlichen Tonoptionen im Gamepass erinnert habe: Ich bin momentan auf dem Bengals-Radiofeed, den ich besser finde als die spanische Übertragung. Hauptsache kein Nantz/Simms, die ich schon nach eineinhalb Minuten wegschalten musste.

[19h37] Indianapolis 7, Cincinnati 7 | Q1 1:28. Zweiter Bengals-Drive, und von Daltons Versteckspiel ist nicht mehr viel zu sehen: Dalton mit mehreren schwierigen Würfen, u.a. zweimal für #12 Sanu und dann ein etwas hoch geworfener, aber von FB #33 Burkhead spektakulär gefangener Pass in der Redzone, der die Colts ordentlich aufmischt.

Cincinnati streut das Laufspiel über #32 Jeremy Hill diesmal eher als Tempowechsel ein, und Hill fräst sich schön durch die Defense, u.a. bei einem 3rd/1 auch mit dem Blick und der Intuition, den ursprünglich erdachten Weg zu ändern. Insgesamt 9 Plays, 74yds für die Bengals – wir haben ein Spiel!

[19h28] Zweiter Colts-Drive wird ohne 1st-Down gestoppt: Cincinnati schickt Blitzer gen Luck, aber keiner schlägt ein. Luck antwortet mit einem tiefen Ball für WR #13 Hilton, der eigentlich gut geworfen ist, vielleicht ein biiiiiiiissschen zu wenig Bogenlampe, aber in einem guten Moment macht Hilton den Catch trotzdem. Diesmal aber Drop. Im dritten Down rennen sich zwei Colts-WR auf Cross-Routen selbst über den Haufen, Punt.

[19h23] Bengals müssen im ersten Drive an der 39yds Line der Colts punten. Der Gameplan wirkte übervorsichtig: End Around, Run, Screenpass, Run, Run, Screenpass, Run, Pass auf den TE. Man kann seinen QB Dalton versuchen wo möglich zu verstecken, aber man muss ihn nicht zwangsweise komplett aus dem Spiel halten.

[19h15] Indianapolis 7, Cincinnati 0 | Q1 11:05. Sehr runder Eröffnungs-Drive der Colts über 9 Plays, 71yds. QB Luck nutzte gleich zu Beginn die eklatante Schwäche der Bengals gegen Kurzpässe auf den Runningback, dazu quicke Würfe zu den Tight Ends über die Mitte plus ein langer Lauf von RB #36 Dan Herron. Herron vollendet dann auch aus 2yds zum TD.

[19h06] Im Gegensatz zu gestern haben wir heute keine Wettereinflüsse, da beide Partien in einem Stadion mit verschließbarem Dach stattfinden.

[18h45] Fortsetzung des Wildcard-Weekends mit den beiden Sonntagspartien. Zum Auftakt Indianapolis Colts (11-5) vs Cincinnati Bengals (10-5-1). Die Vorschau gibt es hier:

Cincinnati muss heute ohne WR A.J. Green und auch ohne TE Jermaine Gresham antreten.

AFC-Wildcards 2014/15: Pittsburgh Steelers – Baltimore Ravens live

[05h24] Endstand Pittsburgh Steelers 17, Baltimore Ravens 30. Zu müde für eine große Schluss-Analyse. Es war ein knapperes Spiel als der hohe Endstand vermuten lässt, und ich würde nicht alles am Fehlen von RB Bell festmachen. Pittsburgh hatte auch andere Probleme. Baltimore mit einigen wichtigen 3rd-Down Conversions, die in der zweiten Halbzeit extrem halfen. Next Up: Ravens @ Patriots. Die beiden haben auch gemeinsame Geschichte.

[05h24] Fumble Heath Miller, Game over.

[05h18] Pittsburgh 17, Baltimore 30 | Q4 1:56. Geblockter Punt in die Endzone hinein – zweiter Safety am heutigen Tag, diesmal aber kein gewollter. Der Ball kullert zu Ravens Erfreuen durch die Endzone. Jetzt Free-Kick, aber keine Timeouts mehr für Pittsburgh.

[05h13] Sargnagel. Roethlisberger wird ausgeknockt, muss zwei Plays aussetzen. Backup Gradkowski bringt die Steelers zwar zum 1st-Down, aber es vergeht unendlich viel Zeit. Roethlisbergers Rückkehr aufs Feld endet in einer INT, unter drei Minuten zu spielen.

[04h58] Pittsburgh 15, Baltimore 30 | Q4 7:56. TE #80 Crockett Gillmore wird völlig allein gelassen recht runter angespielt und trabt unberührt aus 21yds ein.

[04h54] Druck gegen Roethlisberger, Ball wird abgefälscht und von #55 Suggs an der PIT 21 abgefangen. Wunder-INT, wo sich der Ball zwischen den Knien und über die Oberschenkel irgendwie den Weg in die Hände sucht. Das ist gemessen am bisherigen Spielverlauf ein halber Sargnagel.

[04h49] Pittsburgh 15, Baltimore 23 | Q4 8:47. Dramatische Szenen: Baltimore verwertet wieder ein langes 3rd-Down. Dann 3rd/1 an der 34yds-Line. Man stellt sich in Power-Formation auf, Timeout. Dann kommen sie wieder raus und gehen tief in die Endzone: #82 Torrey Smith fängt den Ball, bringt den zweiten Fuß aber nicht mehr auf den Boden (die Superstars hätten es geschafft). Wurscht, Kicker Tucker beweist einmal mehr seinen Wert und versenkt in einem der schwierigsten Stadion für Kicker, dem Heinz Field, aus 52yds.

Mutig, hier zu kicken. Und sauber verwandelt.

[04h41] Pittsburgh 15, Baltimore 20 | Q4 11:01. Erstes Play, Roethlisberger geht tief und findet haargenau den wunden Punkt in dieser Cover-2 Deckung. WR #84 Brown, heute überwiegend zuhig gestellt, macht den 44yds-Catch an die Half-Yard Line. Sieht für die Defensive Backs natürlich blöd aus, wenn drei in nächster Nähe herum irren, aber da wurde der einzige Punkt gefunden, an der die Deckung verwundbar war. Exzellentes Play.

Im nächsten Snap False Start, dann der 6yds-TD für #10 Bryant. 2pts-Conversion wird abgefangen.

[04h33] Big Play! Drei Plays nach einer gedroppten Interceptions von CB McCain und ein Play nach einem geglückten 4th/inches für die Ravens-Offense fumbelt RB #29 Forsett den Ball an die Steelers zurück.

Drittes Viertel

[04h23] Ende Q3 in Pittsburgh. Den Steelers drohen die Felle davonzuschwimmen. Sie spielen zwar ein 4th/1 mutigerweise aus und haben Glück, dass sich der Fullback gegen acht Ravens in der Box durchwürgen kann, aber es ist sehr vieles Stückwerk in diesem dritten Viertel. Roethlisberger spielt nicht unterirdisch, aber es ist sehr viel underneath, wenig Mitteldistanz, und die tiefen Bälle sind entwender etwas zu lang oder werden wegen incidental contact zurecht oder zu unrecht nicht gepfiffen.

Baltimore machte aus fünf Drives 20 Punkte – ein gewaltig guter Schnitt, und weil die Ravens nun zum Start des letzten Viertels punten müssen, ist es Imperativ, die Ravens nun zu stoppen – selbst mit einer so überforderten Secondary wie jener der Steelers.

[04h12] Pittsburgh 9, Baltimore 20 | Q3 4:13. Wieder wichtiges 3rd-Down von Flacco: 3rd/7, Flaccos Pocket wird unruhig und von hinten rauscht #92 Harrison heran. Harrison wird vom Offense Tackle niedergewrestelt und Flacco rennt aus der Pocket, findet im Eck der Endzone den liegenden WR #82 Torrey Smith zum Touchdown.

Eine der Geschichten an Baltimores schlechtem Saison-Schlussspurt war ihre plötzlich unterirdische 3rd-Down Verwertungsrate, die glaube ich bei 1/4 runter war. Heute ist sie Regression zur Mitte: 3/6. Drei ganz wichtige 3rd-Downs, die in den letzten beiden Drives aus vielleicht 3 Punkten insgesamt 10 machten.

[04h06] Nur ein 2:30min langer Steelers-Drive mit einem ganz wichtigen Schlüssel-Play: Tiefer Ball Roethlisberger, und im direkten Duell #10 Bryant/#21 Webb kommt Bryant ins Stolpern. Der direkt daneben stehende Ref greift nach seiner Flagge, lässt sie aber letztlich stecken – ein „nicht falscher“ Call, kann man bei dem Haxler Webbs von incidental contact sprechen. Der Call weckt verständlicherweise das Publikum, und als im nächsten Play auch gegen TE Miller nicht gepfiffen wird, haben wir für Momente einen Hexenkessel in Pittsburgh.

Dann Punt.

[03h59] Pittsburgh 9, Baltimore 13 | Q3 10:06. Gute 3rd-Downs der Ravens, die einmal ein langes mit flachem, scharfem Pass für #82 Smith verwerten und kurz danach mit Pass für #89 Smith (den Steve) ein 3rd/23 von der 43yds Line bis zur FG-Reichweite bringen – der Superkicker Tucker versenkt aus 47yds.

Es scheint ein ähnliches Spiel wie vor der Pause zu bleiben: Beide Offenses bewegen die Ketten trotz gelegentlicher Big-Plays der Defense (Sacks, minus-Runs), aber letztlich springen lediglich Fieldgoals heraus. Es gibt so wenige Punkte, weil es erst der achte bedeutende Drive des Spiels war, aber auch die TD fehlen.

Zweites Viertel

[03h38] Halbzeit Pittsburgh Steelers 9, Baltimore Ravens 10.

Die Steelers kontrollieren prinzipiell Uhr und Drives, haben drei Drives über 5min ausgespielt und den Ball über 20 Minuten in ihren Händen gehalten, aber es kamen zu wenige Punkte dabei herum, weil man immer wieder in Punktereichweite (bzw. im ersten Drive knapp davor) gebremst wurde.

Pittsburgh mit 5.1yds/Play zu Baltimore mit 5.9yds/Play, aber viel mehr Total-Offense, weil man einfach länger den Ball hatte. Man vertraut mittlerweile fast völlig auf QB Roethlisberger und hat das Laufspiel im zweiten Viertel fast eingestampft. Viel Einbindung von TE Miller und WR Bryant, zuletzt weniger von WR Brown.

Bei den Ravens wundert man sich, wieso sie nicht häufiger laufen, sieht die Offense Line doch dabei der steelers-Front Seven überlegen aus. Im Passspiel hat man immer wieder Probleme mit dem OLB #92 Harrison, der mit LT Hurst Katz und Maus spielt. Flacco hat nur 5/11 komplettiert: 3/3 für TE Daniels, aber nur 2/8 zum Rest und einmal WR #89 Steve Smith downfield bei einem an sich sicheren TD übersehen. Not elite.

Pittsburgh also optisch überlegen, aber zu wenig Konsequenz in der Redzone und zwei 15yds-Strafen gegen die Defense.

[03h34] Pittsburgh 9, Baltimore 10 | Q2 0:38. Merkwürdige Serie von den Steelers, die bei einem 3rd/10 ein kurzes Play spielen und sich danach vorbereiten auf den nächsten Spielzug – nur um zu merken, dass man bereits das 3rd-Down hatte! Man muss ein Fieldgoal schießen. Schwaches Time-Management  von beiden Teams: Pittsburgh zog sein Timeout viel zu früh, Baltimore verschenkte nach dem zu kurzen 3rd-Down über 20sek und zog erst mit 0:42 seine Auszeit.

[03h20] Pittsburgh 6, Baltimore 10 | Q2 2:41. Pittsburghs Front-Seven sieht nur wenig Land gegen Laufspiel, wird immer wieder von den Ravens schlicht überpowert. Als ein Resultat sprang Worilds Frustschlag heraus. Als ein anderes ein Schnitt von 5.6yds/Lauf für die Ravens. Baltimore kriegt diesmal keinen TD, weil CB #22 Gay gute Koordination beweist und einen raffinierten Ball von Flacco zu Boden schlägt, aber immerhin drei Punkte für die Ravens – Pittsburgh sollte nun dringend scoren, denn die Ravens haben nach der Pause zuerst Ballrecht.

[03h16] #93 Worilds mit einem astreinen Faustschlag gegen einen Offensive Liner. Worilds wird nicht ausgeschlossen, sondern nur 15yds-Strafe.

[03h10] Pittsburgh 6, Baltimore 7 | Q2 5:40. Langer Drive nun auch von den Steelers (12 Play, 82yds), bei dem das Laufspiel fast völlig aufgegeben wird und man stattdessen auf die Improvisationskünste von QB Roethlisberger vertraut. Ben enttäuscht nicht und bringt schwierige Pässe für u.a. TE Miller und WR Bryant an – aber an der 4yds Line wird man gestoppt. Fieldgoal statt Eier auszuspielen.

[03h03] Referees sehen auch zwei Tage nach Silvester noch doppelt und pfeifen ein inexistentes 12 men on the field gegen Baltimores Defense… Call wird zurückgenommen, aber zwei Plays später passiert es wirklich, und dann tut es weh: Die Ravens, beste Special-Teams seit Erfindung der Weißwurst, stellen beim Fieldgoal-Versuch 12 Stück auf – Pittsburgh bekommt eine neue Angriffsserie! #CardinalsSpecialTeamsSindScheiße

[02h56] Michaels/Collinsworth dsikutieren bei NBC die Offensiv-Skill Player der Steelers, und im Hintergrund läuft Black and Yellow von Wiz Khalifa.

[02h52] Pittsburgh 3, Baltimore 7 | Q2 12:28. Lauflastiger Drive der Ravens, die sich auf RB #29 Justin Forsett verlassen, der schön seinen Blocking-Bahnen folgt und ohne große Kollisionen 4 Rushes für 32yds zum Touchdown macht. 8-Plays langer, 80yds Drive. Man scheint sich stark auf den zum RT umfunktionierten Yanda zu verlassen, dass Yanda eineinhalb Leute bindet.

Erstes Viertel

[02h46] Ende Q1 in Pittsburgh. Flotter Beginn beider Mannschaften, die sich angenehm vom Vorgängerspiel abheben. Die Ravens versuchten sich auch schon an einem tiefen Ball, müssen sich aber etwas überlegen, was das Matchup von LT Hurst gegen OLB Harrison angeht.

[03h38] Pittsburgh 3, Baltimore 0 | Q1 1:29. Die Steelers rotieren ihre Runningbacks durch wie noch das ganze Jahr nicht. Sogar der Winzling #13 Archer wird eingesetzt – und prompt vom zwei Kopf größeren und 50cm breiteren #55 Suggs niedergemacht. Bei den Ravens NT #92 Ngata zweimal mit eher lauwarmem Einsatz nach dem Snap.

[02h30] Baltimore kommt eingeengt von einem guten Punt nicht einmal zu einer Chance, ein 1st-Down zu erzielen. Zwei Matchups an der Anspiellinie fallen auf: NT #90 McLendon überpowerte schonmal den Center und hätte damit fast einen Fumble bei Flacco freigeschlagen. An den Flanken pulverisiert der Oldie-OLB #92 Harrison den jungen Left Tackle der Ravens – mal schauen, wie lange es dauert bis diesem Hilfe beigestellt wird.

[02h25] Der erste Drive der Steelers wird nur knapp vor dem Rand zur Fieldgoal-Reichweite zum Erliegen gebracht. Erste Erkenntnisse:

  • RB #34 Tate ist wie erwartet der Starting-RB, wird auch gleich häufig eingesetzt, fumbelt aber schon im vierten oder fünften Play den Ball weg, zufällig genau in die Hände eines Teamkollegen. Mal schauen, inwiefern er weiter drin bleiben darf. Tomlin gilt als eher gnadenlos bei Fumblern.
  • WR #84 Brown wird von den Ravens nicht extra sonderbewacht. Brown schon mit einigen Plays, kommt wie immer überall zum Einsatz, aber die Ravens bewegen ihre Defensive Backs nicht vom Fleck… nicht wegen Brown, dem All-Pro.
  • Eines der interessanten Matchups in den Schützengräben wird OG #73 Foster gegen den ausgeruhten NT #92 Ngata (kommt von Dopingsperre) sein. Sah in den ersten Minuten nicht wie ein gutes Matchup für Pittsburgh aus.

[02h16] Kein Regen in Baltimore, und wenn der Wetterbericht Recht behält, wird das vielleicht sogar bis Spielende so bleiben.

[01h55] Teil 2 der Wildcard-Playoffs mit zwei Mannschaften, die gewiss beide über 77yds Offense zustande bringen werden. Im Falle der Ravens dürften wir auch einen Klassenunterschied sehen, was Special-Teams anbelangt. Die Vorschau zu Pittsburgh Steelers – Baltimore Ravens: